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  • #1

Kinder wichtiger als Partnerschaft?

gerade wieder läuft die Diskussion: sind die Kinder wichtiger - gerade wenn eine Scheidung stattgefunden hat - als die neue Beziehung?
Sehr oft heißt es: ja die Kinder sind immer wichtiger als der neue Partner.

Ich sage: ja die Kinder brauchen Unterstützung und sollten in vielen Dingen Prio haben. ABER: die Kinder werden im Alter oft nicht diejenigen sein, die für den Elternteil da sind. Das ist in der Regel nach einer Scheidung der neue Partner! Der neue Partner muss ab und an auch ganz oben stehen!
Meine Eltern führen seit gut 30 Jahren eine glückliche Ehe und sie haben die Partnerschaft über uns Kinder (mich und meine zwei Geschwister) gestellt. Das war nicht immer rosig für uns Kinder und ist auch diskussionswürdig. Dennoch: meine Eltern haben sich Zeit für Zweisamkeit genommen und uns Kinder ab und an "ausgegrenzt". Ihrer Beziehung hat und tut es gut!

Bin gespannt auf die Antworten
w30
 
  • #2
Ja so lange die Kinder im Haus leben, haben sie oberste Priorität. Danach sieht es anders aus.
 
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  • #3
Das hängt ein wenig davon ab, worin sich diese Priorität äußert. Vielleicht magst du ja sagen, was deine Eltern gemacht haben, dass sich sogar die gemeinsamen Kinder ausgeschlossen gefühlt haben.

Ich würde folgendes sagen: Die Liebe zu den Kindern ist wohl ziemlich zweifelsfrei die bedingungsloseste. Wenngleich einem der Partner oft durch Lebensansichten und als Lebenpartner näher steht, würde man sich bei einer schweren Entgleisung von ihm in der Regel verabschieden. Kinder haben hingegen fast grenzenlose Narrenfreiheit. Nicht, dass man ihnen alles durchgehen läßt, aber selbst wenn es einmal zu einer Entzweiung käme, öffnet einer meistens wieder die Arme.

Ich bin der Meinung, dass man genau diese Bedingungslosigkeit die Kinder spüren lassen sollte. Eltern sind das Auffangnetz, die letzte Bastion, wenn alles kaputt gegangen ist - das sollen sie auch wissen. Klar ist auch, dass kleine Kinder schon allein aufgrund der tatsächlichen Hilflosigkeit immer Vorrang haben werden.

Gleichzeitig bin ich aber schon der Meinung, dass der Partner faktisch keine Benachteiligung erfahren darf. Wenngleich klar ist, dass die Liebe letztlich nicht so bedingungslos wird wie gegenüber der Kinder, darf er nicht in der 2 Reihe stehen.

Eines gilt es vielleicht aber noch zu sagen: Für Kinder hat man im Gegensatz zum Partner immer mehr Verantwortung und nichts prägt so sehr wie die Eltern-Kind-Beziehung. Signalisiert man Kindern in jungen Jahren, dass sie nur zweitrangig sind und ihre Bedürfnisse nicnt zählen, hat man schon einiges vergeigt. Insofern plädiere ich auch immer für einen sanften Umgang mit Kindern, wenn sie mit neuen Partnern nicht können. Nicht, dass sie einem das Leben diktieren sollen, aber man sollte keinesfalls über sie drüberfahren.

Insofern würde ich sagen: Im Alltag absolute Gleichstellung (unter Umständen nach Alter abgestuft). Emotional hat man aber gegenüber Kindern - und zwar lebenslänglich - die absolut größte Verantwortung. Das darf man nicht verbocken.
 
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  • #4
Liebe FS, tut mir leid, was ich da von Dir lese. Zwar tut das Verhalten Deiner Eltern ihrer Beziehung gut aber Du und Deine Geschwister, ihr seid dabei irgendwie emotional auf der Strecke geblieben. "Ausgrenzen" finde ich ganz ganz schlimm. Da frage ich mich, warum manche Menschen Kinder bekommen und nicht einfach nur ihre Zweisamkeit leben. Ich bin ganz anders erzogen worden. Meine Geschwister und ich waren immer an erster Stelle und das finde ich auch richtig so. Ich habe und fühle mich immer geliebt von meinen Eltern mit 200% Rückhalt. Deshalb konnte ich viele Dinge im Leben ausprobieren und selbstbewusst durchs Leben schreiten und auch so manche Probleme und Differenzen überstehen. Es ist ja in keiner Familie alles nur rosig aber eine starke Basis hilft auch Stürme zu überstehen und am Ende stark herauszukommen. Ich denke das ist wichtig für Kinder und halte das genauso. Meine Eltern sind auch noch glücklich zusammen. Ich denke, wenn die Kinder älter und aus dem Haus sind stellt sich die Frage nicht mehr, da die Kinder ja auch Zweisamkeit für die Eltern möchten. Ich weiss aber immer noch, dass ich immer und jederzeit vollstens auf meine Eltern zählen kann und sie nie, auch wirklich nie stören könnte mit meinen Bedürfnissen. Das ist ein gutes Gefühl als Kind, ein Gefühl der wirklich bedingungslosen Liebe. Schade, dass Du das so nicht kennengelernt hast. Ich wünsche Dir alles Gute! w34
 
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  • #5
Wenn ich lese 'sie haben die Partnerschaft über uns Kinder .....gestellt', dann bin ich froh, diese Eltern nicht gehabt zu haben!

Es gibt ganz klar Lebensalter und Situationen in denen die Kinder Priorität haben und die Partnerschaft zurückstehen muß!
 
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  • #6
Hallo FS, wieso bringst Du Deine Eltern mit einer Scheidung in Verbindung? Es ist doch ein fundamentaler Unterschied ob die Eltern zusammenbleiben oder sich trennen.
 
  • #7
Kinder stehen immer an 1. Stelle. Egal ob zu hause oder nicht. Wenn eins meiner Kinder Hilfe bräuchte würde ich alles stehen und liegen lassen und zur Hilfe eilen. w51
 
  • #8
Da werden Äpfel mit Birnen verglichen!

Mein jetziger Partner ist der wichtigste Mann in meinem Leben, und meine erwachsenen Kinder sind mir als solche die wichtigsten.
Die Liebe zu den jeweiligen, mir am nächsten stehenden Menschen möchte ich gar nicht gegeneinander ausspielen müssen, und das wäre auch falsch. Ganz realistisch muss jedoch der Tatsache ins Auge geblickt werden, dass Partner (leider) austauschbar sind, auch wenn wir uns mit Liebe und aller Zeit der Welt auf sie konzentrieren.
 
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  • #9
Absolut an erster Stelle - bin selber Scheidungskind und der neue Partner war wichtiger... Auszug mit 17 und jahrelang kein gutes Verhältnis zur Mutter.
 
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  • #10
Liebe Fragestellerin,
bei uns zuhause lief es anders. meine Mutter hat sich auf ihre Mutterrolle konzentriert und hat darüber vergessen, dass sie einen Ehemann hatte.
Der Ehe hat das erheblich geschadet und ich habe mich als Kind erdrückt gefühlt. Ein Kind kann einem Erwachsenen kein Partner sein. Das ist eine schreckliche Überforderung.

Das Beste für ein Kind ist eine glückliche Partnerschaft der Eltern. Die erwachsenen Partner können sich gegenseitig stützen und sich gegenseitig Geborgenheit geben. Eine sichere und zufriedene Mutter kann sich liebevoll und geduldig um ihr Kind kümmern.
Sie kann es auch loslassen, weil sie nicht einsam und alleine zurückbleibt,

Die Frage, ob Kind oder Partner erste Priorität haben, stellt sich m.E. gar nicht. Für beide ist Platz !
w50
 
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  • #11
Es kommt sicherlich auch aufs Alter an. Im typischen Kindesalter , sollte sicherlich die Priorität bei den Kindern liegen. Ab einem gewissen Alter (Pubertät) sollte man allerdings aufpassen , das einem die Kinder nicht so manipulieren , das man nicht mehr sein eigenes Leben lebt (z B neue Partnerwahl) sondern primär Ihres. Hier tendiere ich als Vater eher zur Rationalität statt zur Emotionalität.
 
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  • #12
Wenn die Kinder vor dem neuen Partner da waren und das ist bei getrennten Eltern ja immer der Fall, dann haben die Kinder Priorität. Der neue Partner kommt sprichwörtlich nach den Kindern.
 
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  • #13
Die Kinder müssen versorgt sein mit allem was sie wirklich benötigen. Ab- oder Aufschieben geht nicht. Nachdem die Kinder versorgt sind, ist Zeit da für für den Partner.

Wie stellst du dir bitte die praktische Umsetzung deiner These vor? Die Kinder zu vernachlässigen zugunsten eines neuen Partners? Was glaubst du würde ein Mann von dir denken, wenn du deine Kinder nicht anständig versorgst?

m
 
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  • #14
Falls die Kinder oberste Priorität haben, kann es mit der Partnerschaft niemals langfristig gut gehen, die Partner sind also wichtiger, neben den wichtigen Kinder!
 
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  • #15
Meiner Meinung sollte man sich der Verantwortung als gemeinsame Eltern stellen und auch durch Kriesenzeiten den Kindern ein gemeinsames Zuhause bieten. Soviel Selbstdisziplin sollte jeder haben um diese Aufgabe zumindest bis zum Beginn des Erwachsenenlebens der Kinder durchzuziehen. Diese ganzen Patchworkfamilien sind für Kinder das reinste Grausen. Plötzlich ein neues Elternteil / Geschwister mit denen spielen muss etc.
Wie sollen Kinder Anstand und Moral mit ins Leben nehmen wenn sie sehen dass Papa / Mama bei Problemen die Beziehung aufgeben und ihre Interessen über denen der Familie stellen. Die Familie ist doch der höchste Wert den wir uns noch schaffen und halten können. Oder ist es doch die Freiheit, heute so und morgen so? Ich sehe die hohen Scheidungsraten als Verfall der Gesellschaft.
Selbst hatte ich kein perfektes, aber stabiles zuhause. Nun hat sich meine Frau wegen Veränderungen in "Lebenswahrnehmung" getrennt. Sie selbst ist Scheidungskind und sieht das ziemlich locker. Ich nicht, siehe oben. Unsere Kinder sind noch unter 10 und brauchen beide.
Also die, die ihre Ehe noch retten könnt. Tut es für eure Kinder!
M,47
 
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  • #16
Hallo lilli,
das ist doch wunderschön, dass Du Deinen Kindern jederzeit zur Hilfe eilen würdest. Bestimmt wissen Deine Kinder das und lieben Dich sehr.
Die Frage ist doch: Was machst Du, wenn Du gerade nicht zur Hilfe eilen musst. Aus dem Fenster gucken und auf den nächsten Hilferuf oder den nächsten Kaffeebesuch warten ?

Verzichtest Du auf eine liebevolle Partnerschaft ? Auf einen Partner, der Dein Leben mit Dir teilt ?
Das fände ich traurig. Auch Deine Kinder würden das nicht erwarten.

Mein Partner hat drei Kinder. Klar, er würde alles für sie tun und die Drei lieben den Papa sehr.
Ich merke bei jedem Besuch, wie die erwachsenen Kinder sich freuen, dass der Vater eine liebevolle Freundin hat, die ihm zur Seite steht und mit der er sein Leben teilt. Denn diese Rolle kommt der Partnerin zu und nicht den Kindern. Die leben ihr eigenes Leben mit eigenen Partnern. .Das dürfen sie auch.
w50
 
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  • #17
Toll zu sehen, dass es noch mehr Menschen gibt, die so denken. Das hatte ich bei den Antworten in einem Nachbarthread schon fast bezweifelt. Sehr schöne Ausführung #2 und auch die anderen. Viele Grüsse
 
  • #18
In einer Partnerschaft die diesen Namen verdient, stellt sich diese Frage nicht!

Wie kommt man nur auf die Idee die Kinder des Menschen den man zu lieben behauptet, als Konkurenz zu betrachten?
 
  • #20
Ich stimme siri zu. Die Frage stellt sich eigentlich überhaupt nicht! Sie ist künstlich und zeigt Konkurrenzdenken. Trotzdem wurde sie hier gestellt und sie wird wohl sogar oft gestellt. Es ist eine Frage wie, was ist wichtiger Essen oder Trinken. So ein Quatsch. Was ist wichtiger für ein Auto Räder oder Motor? Beides ist wichtug, nichts ist wichtiger. Beides muss sein und alles muss zusammen funktionieren. Und dann gibt es eine Zeit, da sind die Kinder dran und eine Zeit, da ist der Partner dran. Und in beiden Zeiten, muss mal einer geduldig sein. Und wenn man es ernst meint und gut macht, dann weiß auch jeder, dass er zuverlässig bald wieder dran ist. Dabei ist es auch eine Frage des Verhältnisses. 50 zu 50 oder 33 zu 66 oder was auch immer. Natürlich läuft es bei einem Säugling anders als bei einem erwachsenen Kind. Außerdem gibt es auch viele andere Menschen im eigenen Leben, man selbst, der Chef, die Freunde, Eltern etc. Zwei Eltern können sich mehr um ein Einzelkind kümmern als eine AE um fünf Kinder.

Es geht einfach nur um ein dynamisches Gleichgewicht, was sich der Lebenssituation und den Veränderungen und allen Bedürfnissen angemessen anpasst.
 
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  • #21
Wer Partner und Kind liebt und selbst kein Kind mehr ist, wird beiden gerecht. Ich lebe mit meiner Frau, meinem Kind und ihrem Kind sehr glücklich zusammen. Wer das Kind zugunsten des Partners in die Ecke stellt, schadet der Seele des Kindes, wer den Partner "zugunsten" des Kindes in die Ecke stellt, kann auf Dauer keinen guten Partner halten (hat ihn dann auch nicht verdient), erzieht kleine Kinder zu großen Egoisten und ist im Alter 100%ig allein. Mit zunehmender Reife versteht ein Kind, dass es nicht der einzige wichtige Mensch auf Erden ist - nicht einmal für seinen Vater und seine Mutter. Ein wertvoller Partner akzeptiert und berücksichtigt auch die Bedürfnisse des Kindes des anderen. Merkwürdigerweise gibt es bei meinen Freunden, die mit ihrem Kind und einer neuen Partnerin zusammenleben, selten Probleme - abgesehen von den Exfrauen, die immer noch die Platte "Mutter seines Kindes" abspielen, weil sie keine andere haben. Die Beziehungen, in die Frauen Kinder mitgebracht haben, funktionieren tendenziell schlechter - vermutlich, weil Frauen zum großen Teil immer noch irrig glauben, bessere Mütter zu sein, wenn sie die Kinder auf Kosten des neuen Partners verziehen.
 
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  • #22
Ich wünschte, ich und mein EX hätten es auch so wie deine Eltern gemacht. Heute sind wir geschieden, die Kinder zerrissen....
Eltern, oder Paar sind die Basis der Familie und ein Fundament auch für die Kinder. Wenn das wackelt, wackelt alles. Habe meinem Ex das zu erklären und ihn zu wenigstens einem Abend 14-tägig nur für uns zu überreden...Am Ende hatten wir uns nichts mehr zu sagen und wussten nichts mehr miteinander anzufangen. Die Kinder sind glücklich , wenn sie die Eltern glücklich sehen. Oder die Mutter/den Vater mit dem neuen Partner. Vorausgesetzt, sie fühlen sich geborgen, ernst genommen und die Erwachsenen haben genug Zeit und Kopf auch für die KInder.
Die Balance muss stimmen.
 
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  • #23
Irgendwie sollten doch alle Menschen, die man liebt, gleich wichtig sein, oder? Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich meine (nicht vorhandenen) Kinder allerdings dem Partner vorziehen. Und mich macht auch die Fragestellung etwas betroffen. Ich wünsche keinem, dass er Eltern hat, die sich im Zweifel ausdrücklich für die Beziehung entscheiden würden. Die Eltern-Kind-Beziehung hält - wenn sie gut ist - nämlich eher länger als eine Partnerschaft.
 
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  • #24
Familiäre Stabilität ist wichtig für die Kinder. Doch auch bei Trennung der Eltern bleiben diese Eltern, ein Leben lang. Neue Partner kommen und gehen. Besonders nach Scheidungen mit Kindern ist die Dauer der neuen Beziehungen relativ kurz. Diesen eine höhere Wichtigkeit zu geben gelingt wohl nur komplett gestörten Eltern.
 
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  • #25
es gibt immer noch etwas zwischen "völlig vernachlässigen" und "die kleinen Prinzen auf den Thron setzen"
nach gescheiterten beziehungen muss man doch nicht 15Jahre lang Buße tun und sich für Kinder aufopfern. Eine gute Beziehung zu einem Partner tut jedem gut und wenn Kinder dann auch mal zurückstecken müssen ist das ganz normal. In der vorher gescheiterten Ehe sind sie bestimmt auch nicht immer sofort an 1.Stelle gewesen.
Wenn Papa Sportschau sehen wollte, mussten die Kinder ruhig sein, wenn man sich ausruhen wollte, mussten Kinder wo anders spielen, wenn das Paar abends ausging, zu Geburtstagen eingeladen wurde etc. blieben die Kinder nunmal allein zu Haus, bzw. beim Kindermädchen...
Wenn das Paar mal einen Kurzurlaub machen wollte, taten sie dass allein und ohne Kiddies!

Warum soll das plötzlich mit dem neuen Partner nicht möglich sein? Wir reden hier j nicht davon, die Kinder verhungern zu lassen.
Kinder sind von Natur aus egoistisch und kennen kein Teilen, das müssen sie erst lernen. Und Liebe sollte man nicht damit verwechseln, jede Sekunde, jeden Cent seines Lebens für ein Kind zu geben.
 
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  • #26
"nach Scheidungen mit Kindern ist die die Dauer der neuen Beziehung meisten kurz" schreibt jemand. Daraus wird der Schluß gezogen, dass die Kinder oberste Priorität haben und der neue Partner die Nummer zwei sein muss.

Vielleicht ist es ja gerade anders herum ?
Vielleicht scheitert die neue Partnerschaft so schnell, weil kein Mann/keine Frau Lust hat, so offensichtlich das dritte Rad am Wagen zu sein ?
Eine Bekannte von mir hat ein Problem damit, ihre 16-jährige Tochter für einen Nachmittag alleine zu lassen. "Ach Mäuschen ist alleine..." sagt sie besorgt.
Mäuschens Mutter ist Single. Für einen Mann ist da kein Platz.

w50
 
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  • #27
es gibt immer noch etwas zwischen "völlig vernachlässigen" und "die kleinen Prinzen auf den Thron setzen"
nach gescheiterten beziehungen muss man doch nicht 15Jahre lang Buße tun und sich für Kinder aufopfern. Eine gute Beziehung zu einem Partner tut jedem gut und wenn Kinder dann auch mal zurückstecken müssen ist das ganz normal. In der vorher gescheiterten Ehe sind sie bestimmt auch nicht immer sofort an 1.Stelle gewesen.

(...)

Kinder sind von Natur aus egoistisch und kennen kein Teilen, das müssen sie erst lernen. Und Liebe sollte man nicht damit verwechseln, jede Sekunde, jeden Cent seines Lebens für ein Kind zu geben.

Kompliment -
super Beitrag!

Der Partner hat eine Rolle.
Das Kind hat eine Rolle.
Irgendeinen von beiden an die erste Stelle zu setzen,
führt langfristig dazu, dass die Beziehung der "kleinen" Familie nicht funktionieren kann.

Es wird hier im Forum m.E. die Diskussion (und die zumeist pauschale Ablehnung) von AEs zu heftig geführt, da auch eine Beziehung mit einem "fremden" Kind sehr bereichernd für alle Beteiligten sein kann. Ich erlebe das selber.

Aber wenn man Beiträge mit dem Tenor des Folgenden liest, ..

Kinder stehen immer an 1. Stelle. Egal ob zu hause oder nicht. Wenn eins meiner Kinder Hilfe bräuchte würde ich alles stehen und liegen lassen und zur Hilfe eilen. w51

... kann man die AE-Gegner bestens verstehen.

Welcher Partner möchte schon gerne die permanente Rolle eines Reserverades
oder gar Fußabtreter einnehmen?
 
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  • #28
Nach meinen eigenen Erfahrungen und auch Beobachtungen im Freundeskreis lässt sich deutlich sagen, dass Frauen wie auch Männer mit Kindern weder Zeit noch Raum für einen neuen Partner haben. Besonders wenn der neue Partner keine Kinder hat laufen die Ansprüche, die Interessen und die Alltagsgestaltung komplett konträr sobald eine erste Verliebtheit vorüber ist. Deshalb geht es schnell wieder auseinander. Es wäre ehrlicher das ganze gleich auf die Basis einer reinen Affäre zu stellen.
 
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  • #29
Die Bindung zu den eigenen Kindern ist die stärkste, die es gibt, stärker als die zu den eigenen Eltern. Da spielt es auch keine Rolle, wie alt die Kinder sind. sollten sie mich brauchen, bin ich da. Da würde ich nicht mal eine Sekunde drüber nachdenken.
Ein Partner ist austauschbar. Das weiß jeder, der nicht sofort nach der Schule seine Sandkastenliebe geheiratet hat, sondern mehr als eine Beziehung in seinem Leben hatte.
 
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  • #30
Mein Eindruck ist, dass für viele alleinerziehende Elternteile das Kind ein Partnerersatz ist. Ich selbst habe keine Kinder und hatte bei Partnern mit Kind/Kindern immer den Eindruck, dass ich eigentlich nur für Sex da bin, alle anderen Bedürfnisse wurden mit dem Kind/den Kindern ausgelebt.

Vielleicht muss das auch so sein, ich weiß es als kinderloser Mensch wirklich nicht. Mir fällt auch auf, dass viele ihr Kind/ihre Kinder nicht so sehr als Kind wahrnehmen und großen Wert darauf legen, beste/r Freund/Freundin/Kumpel ihres Kindes zu sein. Beispielsweise fällt mir auch auf, dass recht viele Leute nicht Oma/Opa sein wollen, das ist die Fortsetzung davon. Damit meine ich, sie wollen Enkel haben, aber nicht Oma/Opa sein. Es ist deshalb auffällig, weil "de facto" die Enkel das Wichtigste in deren Leben sind, um die sich alles dreht, man aber bei mehreren Kennenlerngesprächen nicht erfährt, dass die Person die einem gegenübersitzt Oma/Opa ist.Bei einer meiner weiblichen Bekannten (sie ist hier Mitglied) fällt mir auf, dass sie jedes Date, jeden Mann, jede schlechte/gute Erfahrung mit ihren Töchtern (18, 20, 21) ausgiebig bespricht und diskutiert. Und ein solches Verhalten sehe ich bei alleinerziehenden (auch Männern, die ich kennenlernte) häufig.

Vielleicht ist das heutzutage einfach so und hat das auch alles seine Richtigkeit.

w/50
 
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