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  • #61
Studien belegen, dass es neben den Kindern, die eine frühe Betreuung psychisch verkraften, auch viele Kinder gibt, bei denen das eben nicht so ist. Und gerade Länder, in denen frühe Krippen/Kita Betreuung schon länger praktiziert wird (z.Bsp. Frankreich oder die neuen Bundesländer), weisen heute einen signifikant höheren Anteil an persönlichkeitsgestörten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen auf.

Auf Ostdeutschland mag das zutreffen, von Frankreich, Spanien oder Skandinavien habe ich das noch nie gehört und bin mir sicher, dass die Kinder und Jugendlichen dort nicht anders sind als hier. Und dort ist die VZ-Kinderkrippe für die meisten Kinder unter 3 Jahren Alltag.
Ich habe mal eine Weile im pädagogischen Bereich gearbeitet und kann nur sagen, dass es hierzulande ENORM viele "persönlichkeitsgestörte" Kinder und Jugendliche gibt, obwohl die Mütter hier in der Regel viel länger zu Hause bleiben als anderswo.
Deutschland ist so konservativ, wenn es um Familienangelegenheiten geht, dabei sieht die Realität auch schon lange ganz anders aus, siehe Scheidungs- und AE-Quote.
 
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  • #62
Wer sich für Familien entscheidet, sollte wenigstens die ersten 3 Jahre bei seinem Kind bleiben. Eine Teilzeittätigkeit in 30 Stunden ist allemale ausreichend, wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind.

Dann muss man aber auch hoffen, dass die Ehe hält (eher unwahrscheinlich heutzutage), ansonsten guckt man als Frau ganz schnell in die Röhre! Stichwort reformiertes Unterhaltsrecht und so - da haben viele jahrelange "Teilzeit-und Minijob-Mamis" schon ein böses (finanzielles) Erwachen erlebt, nachdem sich der Ehemann für ne Andere entschieden und sie mit den Kindern sitzen lassen hat.
Und das ist ja dann ne endlose Spirale, die oft in die Altersarmut und somit zum Sozialamt führt. Weil der Staat einem ganz sicher nicht mehr Rente zahlt, da heißt es dann: "Sie haben ja kaum Vollzeit gearbeitet, also haben sie keinen Anspruch auf mehr Geld, sie hätten ja mehr arbeiten können!" - "Aber ich war doch immer für meine Kinder da und somit keine Rabenmutter!" - "Na und?! Schön für sie, mehr Geld gibts trotzdem nicht, wenden Sie sich ans Sozialamt!"
Ein wenig mehr Realismus wäre schon gut bei diesem Thema, denke ich.
 
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  • #63
Auf Ostdeutschland mag das zutreffen, von Frankreich, Spanien oder Skandinavien habe ich das noch nie gehört und bin mir sicher, dass die Kinder und Jugendlichen dort nicht anders sind als hier. Und dort ist die VZ-Kinderkrippe für die meisten Kinder unter 3 Jahren Alltag.
Ich habe mal eine Weile im pädagogischen Bereich gearbeitet und kann nur sagen, dass es hierzulande ENORM viele "persönlichkeitsgestörte" Kinder und Jugendliche gibt, obwohl die Mütter hier in der Regel viel länger zu Hause bleiben als anderswo.
Deutschland ist so konservativ, wenn es um Familienangelegenheiten geht, dabei sieht die Realität auch schon lange ganz anders aus, siehe Scheidungs- und AE-Quote.

ein dänischer Kinderpsychologe kommt für Dänemark zu dem Ergebnis, dass die allzu frühe Kinderbetreuung nicht unproblematisch ist und sich auswirkt auf sensiblere Kinder.

Der hat sich damit intensiv beschäftigt. In Dänemark kann man ab 6 Wochen eine Vollzeitbetreuung erhalten. Dennoch entscheiden sich immer mehr Däninnen immr später für Kinder und es kommt oft nur noch ein Einzelkind, ähnlich wie hier.

Es stimmt nicht, dass Kinderbetreuung die Lösung für alles ist und unproblematisch ist. Auch in diesen Ländern sieht man das zuweilen kritisch.

man sollte das immer vom Einzelfall abhängig machen, jedes Kind ist individuell. Es gibt robuste und sensible und danach sollte man gehen.

in Frankreich gibt es gerade eine wachsende Gegenbewegung von Frauen, die wieder mehr Zeit mit kindern wollen.
 
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  • #64
Gast 61, Du scheinst immer vom Schlechtesten auszugehen und bist zynisch, das ist schade für Dich. Zyniker sind enttäuschte Idealisten. Dann kann man ja am besten - wenn man Deinen Worten folgen möchte - es gleich ganz sein lassen mit dem Heiraten (hält ja doch nicht...), am besten noch gleich mit dem Kinderbekommen. Weil, man lebt ja nur für die Rentenzeit - das dazwischen entscheidet nicht.

Die meisten Deutschen leben gar nicht ihr Leben, sondern irgendwo mit Angstblick in der Zukunft. Das Hier und Jetzt wird nicht gelebt - man kommt nie in der Gegenwart an. Deswegen sind auch so viele Menschen verzagt oder ausgebrannt. Im HIER und JETZT habe ich meine Kinder, im HIER und JETZT bin ich glücklich verheiratet. DAS ist es, was JETZT zählt. Und: für sein Alter kann man auch anders vorsorgen, als die Kinder mal so eben nebenbei bekommen zu haben und zwischen Tür und Angel großzuziehen. Ich habe etwas, worauf ich mal zurückblicken kann und sagen kann: Es war gut so!

Auch wenn ich später keine 2000 Euro Rente bekomme, wenn man wirtschaften gelernt hat, kommt man auch mit sehr viel weniger Geld hin. Und meine Ehe habe ich auf ewig geschlossen, man sollte sich eben seinen Partner vorher besser aussuchen, die Zeit sollte man haben.

Wer von vornherein schon davon ausgeht, dass der "Mann abhaut", der soll es doch besser gleich ganz lassen. Vielleicht hat der Mann ja auch Grund, "abzuhauen" - sollte mich bei vielen Frauen heute nicht wundern...
 
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  • #65
Ich habe mal eine Weile im pädagogischen Bereich gearbeitet und kann nur sagen, dass es hierzulande ENORM viele "persönlichkeitsgestörte" Kinder und Jugendliche gibt, obwohl die Mütter hier in der Regel viel länger zu Hause bleiben als anderswo.

Warum gibt es in Deutschland so viele persönlichkeitsgestörte Kinder? Vielleicht weil wir Deutschen alle irgendwie durch die beiden Weltkriege selbst in den folgenden Generationen psychisch einen Knacks weggehaben und das unbewusst an unsere Kinder weiter geben?

Dazu die Mauer, dann die Wende, das geht doch bis in die Familien rein, diese massiven gesellschaftlichen Einschränkungen und Umbrüche.
 
  • #66
Ich habe mal eine Weile im pädagogischen Bereich gearbeitet und kann nur sagen, dass es hierzulande ENORM viele "persönlichkeitsgestörte" Kinder und Jugendliche gibt, obwohl die Mütter hier in der Regel viel länger zu Hause bleiben als anderswo.

Das Wort "persönlichkeitsgestört" ist gewiss eine Unterstellung derer, die Anpassung und Unterwerfung an die Bedürfnisse einer Gemeinschaft als das Non plus Ultra einer gelungenen Erziehung ansehen.

Kinder sollen ja gerade zu selbstbewussten Persönlichkeiten erzogen werden, sie sollen erst mal ein stabiles Urvertrauen entwickeln. Das ist manchmal unbequem, aber nicht "gestört", im Gegenteil!
Wer meint, nur ein Kind, das schon als Einjähriges bitter erfahren muss, dass es als Einzelnes nichts Wert ist, kann keine gesunde, eigene Persönlichkeit entwickeln.

Einschränkend ist natürlich zu sagen, dass es auch in Deutschland vernachlässigte Kinder gibt, in Familien, wo vorne bis hinten alles schief läuft. Diese sind tatsächlich oft psychisch krank und wären fremd betreut weit, weit besser aufgehoben!

Ich polarisiere natürlich, ganz bewusst, um die Sichtweise des pädagogischen und psychologischen Ansatzes deutlich zu machen. In JEDER Situation kann sich ein Kind so, oder anders entwickeln. Die Tendenz bleibt jedoch - und wenn die Vorgaben für ein (scheinbar) "gutes" Umfeld schon für Babys von der Politik, oder von finanziellen Notwendigkeiten vorgegeben wird, macht mich das SEHR skeptisch.

Bei der Erziehung von Kindern sollte es auf etwas ganz anderes ankommen, und das ist unabhängig von solchen äußeren, scheinbaren Notwendigkeiten, nämlich auf die Bedürfnisse eines (hier) Einjährigen.
 
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  • #67
Auf Ostdeutschland mag das zutreffen, von Frankreich, Spanien oder Skandinavien habe ich das noch nie gehört und bin mir sicher, dass die Kinder und Jugendlichen dort nicht anders sind als hier. Und dort ist die VZ-Kinderkrippe für die meisten Kinder unter 3 Jahren Alltag.

Unterhalte Dich bei Interesse einfach mal mit einem Psychiater/Psychologen, der auf einer der zahlreichen Borderlinestationen arbeitet. Vielleicht revidierst Du nach diesem Gespräch Deine Meinung ...?!

Ich stelle überhaupt nicht in Abrede, dass viele Kinder psychisch in der Lage sind, eine frühzeitige Fremdbetreuung zu verarbeiten - ggfls. gar davon zu profitieren. Natürlich gibt es leider Gottes auch Eltern, die weder die Reife, noch den Intellekt oder das Verantwortungsbewusstsein aufbringen, das für eine Elternschaft nun mal erforderlich wäre. In diesen Fällen ist eine möglichst frühe Fremdbetreuung sicherlich u.U. auch sehr sinnvoll. Aber ich denke, wir reden hier von den "Normalfällen", sprich Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt und die sich bemühen, ihnen eine jeweils altersgerechte Versorgung zu bieten. Und hier ist es aufgrund der Vielzahl von Informationen und Angeboten ohne Probleme möglich, seinem Kind auch ohne Kita/Krippe eine Vielzahl von sozialen Kontakten zu ermöglichen, anstatt sie durch Fremdbetreuung evtl. einer Traumatisierung durch Verlassenheitserfahrungen auszusetzen. (Übrigens wird eine solche Traumatisierung oftmals in der Situation überhaupt nicht sichtbar, sondern zeigt sich erst Jahre später, wenn im Leben des Jugendlichen oder Erwachsenen Probleme auftreten, die eine Psychotherapie erforderlich machen)

Ich bin selbst Vater und habe gerade die ersten Lebensjahre meiner Söhne sehr genossen. Ich möchte um nichts in der Welt diese gemeinsame Zeit vermissen, in der die Entwicklung mit Riesenschritten vorangeht und sicherlich die Basis für das spätere Verhältnis zwischen Eltern und Kindern geschaffen wird. Die Frage, die sich mir hier stellt, lautet schlichtweg: "Warum setze ich überhaupt Kinder in die Welt, wenn ich sie anschließend möglichst frühzeitig anderweitig betreuen lassen möchte - ja, dies sogar mehr oder weniger zum Dogma erhebe?"
 
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  • #68
Gast 61, Du scheinst immer vom Schlechtesten auszugehen und bist zynisch, das ist schade für Dich. Zyniker sind enttäuschte Idealisten. Dann kann man ja am besten - wenn man Deinen Worten folgen möchte - es gleich ganz sein lassen mit dem Heiraten (hält ja doch nicht...), am besten noch gleich mit dem Kinderbekommen.

Auch wenn ich später keine 2000 Euro Rente bekomme, wenn man wirtschaften gelernt hat, kommt man auch mit sehr viel weniger Geld hin. Und meine Ehe habe ich auf ewig geschlossen, man sollte sich eben seinen Partner vorher besser aussuchen, die Zeit sollte man haben.

Nee, ich bin bestimmt keine "enttäuschte Idealistin", ich bin noch nicht mal 30, aber ich sehe doch, in welcher Situation so viele Frauen sind. Alle haben sie gehofft, "die Ehe auf ewig geschlossen" zu haben, sehr viele landen nach weniger als 10 Jahren vor dem Scheidungsrichter, die deutsche Scheidungsquote sagt doch schon alles, oder? Ich kenne so viele gestresste, frustrierte AE-Mütter mit einem Hass auf Männer, weil ihr schöner Traum nicht geklappt hat, sie jetzt allein mit den Kindern dastehen und sich aufreiben, stets von Existenzängsten geplagt, schließlich die AEs eine stark armutsgefährdete Gruppe.
Meiner Meinung nach sollte jede Frau mit gesundem Menschenverstand vor einer Heirat und erst recht vor dem Kinderkriegen sehr genau überlegen, welch großes Risiko sie damit eingeht. Im Grunde sind nur Frauen mit reichem Elternhaus bzw. "Berufstöchter" in diesem Fall auf der sicheren Seite.
Und wie soll man bitte gerade in einer Stadt wie München "mit sehr viel weniger als 2000 Euro hinkommen"?! In irgendeinem Dorf am Waldrand vielleicht, aber ganz sicher nicht hier. Wie gesagt, mehr Realismus würde manchen bei diesem Thema nicht schaden.
 
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  • #69
Angela der Aufbau von Urvertrauen geschieht aber auch nicht durch eine Laissez-faire Erziehung, was gefüllt 90% der heutigen Eltern praktizieren.

Der vielleicht wichtigste Zeitpunkt um das Urvertrauen aufzubauen geschieht während der Geburt und kurz danach. Es gibt da verschiedene Theorien.

Ein Kind welches schon mit einem Jahr weiß, es ist nicht der Nabel der Welt, denkt nicht automatisch, es ist als Individuum nichts wert. Das sollte man schon einen kleinen Unterschied machen.

Ich halte nichts davon so kleine Kinder 10 Stunden in der Krippe zu lassen. Ein Kind in dem Alter schläft gute 12 Stunden, gut 2 bis 3 Stunden sind Mittagsschlaf. Aber 4 bis 6 Stunden tut einem Kind mit einem Jahr die Krippe gut. Wenn eine vernünftige Eingewöhnung stattfindet.

Wie hier schon eine andere Frau geschrieben hat: Eine Frau kann sich heute nicht mehr erlauben, auf das Gelingen der Ehe zu vertrauen und dass der Mann sie versorgt.
 
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  • #70
Meiner Meinung nach sollte jede Frau mit gesundem Menschenverstand vor einer Heirat und erst recht vor dem Kinderkriegen sehr genau überlegen, welch großes Risiko sie damit eingeht. Im Grunde sind nur Frauen mit reichem Elternhaus bzw. "Berufstöchter" in diesem Fall auf der sicheren Seite.

Sehr richtig. Ich denke da z.B. an Alessandra Pocher-jetzt-wieder-Meyer-Wölden, die Ex-Frau von Oliver Pocher. Nach der Scheidung ist sie alleinerziehende Mutter von drei Kindern, aber zum Glück auch Millionenerbin aus München-Grünwald. Aber fast jede andere Frau (und davon gibt es viele) steht in solch einer Situation ziemlich dumm da.
Das sollte man bei aller "Minijob-und-Teilzeit-für-die-Kinder-Idylle" nicht vergessen.
 
  • #71
Angela der Aufbau von Urvertrauen geschieht aber auch nicht durch eine Laissez-faire Erziehung, was gefüllt 90% der heutigen Eltern praktizieren.

Glücklicherweise ist die Zeit längst vorbei, in denen "Laissez- faire als akzeptable Erziehungsmethode galt, und es war schon immer eine Minderheit an Eltern, die diese gut fanden und praktizierten. Aber klar, auch im Privatbereich läuft nicht immer alles gut zwischen Eltern und Kind. Man sollte auch nicht den Fehler machen, eine schlechte Erziehung im Elternhaus mit einer vorzüglich geleiteten Krippe vergleichen. Wie bei #65 bereits gepostet, in einem solchen Fall wäre eine Krippe immer die bessere Variante für ein Kind!

Wie hier schon eine andere Frau geschrieben hat: Eine Frau kann sich heute nicht mehr erlauben, auf das Gelingen der Ehe zu vertrauen und dass der Mann sie versorgt.

Hier, in diesem Thread geht es ja um die Betreuung eines einjährigen Kindes, und gerade da ist heute jede Mutter geschützt vor negativen Konsequenzen beruflicher und finanzieller Art.
 
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  • #72
Angela das Wort Laissez- faire ist verpönt aber die Methode selber definitiv nicht, sie wird fleißig unbewusst praktiziert, besonders bei Einzelkindern. Es gibt auch die abgeschwächten Formen von Laissez- faire, die Namen weiß ich nicht alle.

Und wenn Du schon der Meinung bist, nicht alle Eltern können ihre Kinder erziehen, wer entscheidet darüber, wer seinen Kindern schlecht erzieht? Wir werden uns hier noch nicht mal einig, ab welchem Alter ein Kind in den Kindergarten gehört.

Also wenn eine Frau bei jedem Kind drei Jahre Zuhause bleibt und sagen wir mal drei Kinder hat, dann sind es schon 9 Jahr wenn die Kinder immer drei Jahre auseinander sind. Nach den 9 Jahren mit drei Kindern, will keine AG die Frau.

Die Absicherung von Müttern auf dem Arbeitsmarkt ist eine Illusion, wenn die Frau für ihren Job sich nicht einsetzt.
 
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  • #73
Ich bin selbst Vater und habe gerade die ersten Lebensjahre meiner Söhne sehr genossen. Ich möchte um nichts in der Welt diese gemeinsame Zeit vermissen, in der die Entwicklung mit Riesenschritten vorangeht und sicherlich die Basis für das spätere Verhältnis zwischen Eltern und Kindern geschaffen wird. Die Frage, die sich mir hier stellt, lautet schlichtweg: "Warum setze ich überhaupt Kinder in die Welt, wenn ich sie anschließend möglichst frühzeitig anderweitig betreuen lassen möchte - ja, dies sogar mehr oder weniger zum Dogma erhebe?"

Warst du denn "in den ersten Lebensjahren" deiner Kinder zu Hause bzw. hast Teilzeit gearbeitet? Wahrscheinlich nicht, sondern deine Frau, oder?
Die meisten Männer unterbrechen ihre berufliche Laufbahn selbstverständlich nicht wegen der Kinder, sie arbeiten immer Vollzeit, steigen somit schneller auf, verdienen schneller mehr usw. - die üblichen Folgen eben. Als Mann mit "einer Frau, die mir den Rücken freihält" im Hintergrund hat man bei diesem Thema immer leicht reden und kann genüsslich über die "karrieregeilen Rabenmütter" herziehen.
 
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  • #74
Wenn du dir nicht sicher bist, tu es nicht. Das , was du schreibst, klingt, als ob du es eigentlichnicht willst.
Meine Meinung: Mit 15 Monaten ist Erziehung sicher ein Thema, aber nicht die in der Kita. Ein 15 Monate altes Kind will in der Regel nicht aus eigenem Antrieb von Mama weg, ein 3 jähriger hingegen ist ganz wild auf Entdeckungstouren ohne Mama. Es geht um das Kind, also gibt das Kind den Rhythmus vor und was irgendwer sonst sagt oder weiß oder meint, ist doch vollkommen egal .
 
  • #75
Ich würde es von der emotionalen und sprachlichen Kompetenz Deiner Tochter abhängig machen. Wenn Deine Kleine schon in der Lage ist, Dir zu erzählen, was sie bedrückt, und sie selbst von den dortigen Spoielkameraden begeistert ist, hätte ich keine Probleme damit, sie stundenweise, aber nicht täglich zum Spielen in eine Kindergruppe mit Fremdbetreuung zu geben.

Nebenbei: Das Ideal, dass ein Kleinkind nur ein, zwei Erzieherinnen in der Kiga oder Krippenlaufbahn erlebt, wird selten erreicht. Im Durchschnitt muss ein kleines Kind nicht nur Zweitbezugspersonen, sondern Dritt-/ Viert-/ Fünft- "bezugs"personen emotional integrieren. Wenn es dabei noch nicht in der Lage ist, Dir seine Erlebnisse mitzuteilen, ist ein sensibles Kind leicht überfordert.

Zu den Spielkameraden: Das Baby würde von Deiner Kleinen unglaublich profitieren, momentan noch mehr als umgekehrt. Dass Deine Kleine Gleichaltrige oder Ältere zum Spielen braucht, ist sicher. Wie genau Dein Umfeld aussieht, weiß ich nicht. Aber in einer Gegend, in der die meisten Kinder schnell "in Einrichtungen" sind, kann das schon zum Problem werden, jemanden privat tagsüber zu finden.

Ich hatte meinen Jüngsten so früh wie kein Geschwisterkind, nämlich mit knapp zwei, in den Kindergarten (gemischtaltrige Gruppe) gegeben, allerdings war er locker in der Lage, mir mit großem Wortschatz und in zahlreichen Nebensätzen alles ihm Wichtige zu erzählen. Er lief glücklich in seine Gruppe hinein, von Anfang an, und mir wieder strahlend entgegen, wenn ich ihn abholte, und wenn er nicht in den Kiga wollte, spielte er eben zuhause, das konnte ich ihm wie Du auch ermöglichen.

Zur Förderung (unabhängig von allen emotionalen Belangen): Es ist erwiesen, dass die sprachliche Förderung in Kigas nur unterdurchschnittlich sein kann. Betreuerschlüssel sei Dank. Wenn Du selbst also in der Lage bist, Deinem Kind eine überdurchschnittliche Kompetenz darin zu vermitteln, würde es stattdessen in der Krippe vergleichsweise Nachteile mitnehmen, die sich auch kurzfristig auswirken, aber mit Gegensteuren auch wieder ausgeglichen werden können.

Finde doch einen Kompromiss für Dich: Du bist in der wunderbaren Lage, Deinem Kind jederzeit erlauben zu können zuhause zu bleiben. Wenn es das täglich lieber machen würde als mit Gleichaltrigen zu spielen, gäbe es wohl auch Gründe dafür, aber wahrscheinlicher wird es sein, dass es eine Mischung aus zusätzlicher Anregung in der Krippe und Geborgenheit zuhause für sich finden wird.
 
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  • #76
Hier die FS: Also ich habe meine Kleine jetzt für die Krippe angemeldet. Sie freut sich sehr über die Gesellschaft anderer Kinder. Wir ziehen um und kennen erstmal so gut keine anderen Kinder in unmittelbarer Nähe. Auch wo wir jetzt wohnen (seit ein paar Monaten) gibt es kaum andere Kinder sondern nur alte Menschen. Diese sind zwar sehr nett aber eben keine Kinder. Ich gehe ja zum Eingewöhnen erstmal mit und werde sehen wie es ihr dort gefällt.
Laufen kann sie schon sehr gut, reden tut sie noch nicht so viel.
Aber sie hat einen starken eiserenen Willen den sie auch ihrem Halbbruder gegenüber der am Wochenende da ist beweist. ;-)
 
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  • #77
Hier die FS: Also ich habe meine Kleine jetzt für die Krippe angemeldet. Sie freut sich sehr über die Gesellschaft anderer Kinder. Wir ziehen um und kennen erstmal so gut keine anderen Kinder in unmittelbarer Nähe. Auch wo wir jetzt wohnen (seit ein paar Monaten) gibt es kaum andere Kinder sondern nur alte Menschen. Diese sind zwar sehr nett aber eben keine Kinder. Ich gehe ja zum Eingewöhnen erstmal mit und werde sehen wie es ihr dort gefällt.
Laufen kann sie schon sehr gut, reden tut sie noch nicht so viel.
Aber sie hat einen starken eiserenen Willen den sie auch ihrem Halbbruder gegenüber der am Wochenende da ist beweist. ;-)

Viel Erfolg FS, du wirst sehen, es wird gut werden. Gerade wenn ihr in einem Umfeld mit nur alten Menschen wohnt, ist es für das Kind und auch für dich selbst sehr wichtig, Kontakt zu anderen Müttern zu bekommen. Es muss ja nicht 9 Stunden sein, das halte ich für viel zu viel, aber von 9.00 bis 14.00 Uhr, wo die Hälfte eh verschlafen wird, ist es doch machbar, oder?

Habe es selber so gemacht und mein Kind, was inzwischen 18 ist, hat keine Verlassensängste.

Viele Eltern tun ihren Kindern mehr anderen Schaden an, indem sie die Kinder überfütter, den jedes 3. Kind hat Übergewicht, die Kinder zur Schule, Kita usw. nur noch mit dem Auto fahren, anstatt sie laufen zu lassen, nur vor der Glotze ablegen usw. Das sind gravierende Fehler, über die hier im Forum noch gar nicht groß diskutiert wurde.

w
 
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  • #78
Zum Wohle des Kindes, das Kind bitte in die Kita stecken! Sei bitte vernünftig! Du nimmst deinem Kind doch die Gelegenheit, sich mit anderen Gleichaltrigen auszutauschen und frühzeitig erste soziale Verbindungen zu knüpfen. Dafür ist es gar nicht früh genug. Es erleichtert auch allgemein die Einschulung.

Es gibt Kinder, die wissen mit 5 Jahren schon sehr genau, was sie mal im Leben erreichen wollen, andere sind dagegen schüchtern und verklemmt und wissen gar nix - können nicht mal auf dem Spielplatz Hallo zu anderen Kindern sagen. Abgeschottet von den Übermüttern, die ihr Kleines vor der gesamten Welt abkapseln wollen.
 
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  • #79
Ich finde es immer wieder 'niveaulos', wie hier im Forum bei einer einzigen normalen Frage mit Meinungen und Vorurteilen um sich geschmissen wird. Die FS fragt nur nach Erfahrungen. Es ist unnötig jemanden zu kritisieren, wie er sein Familienleben organisiert. Ebenso ein Gast, der sich darüber beschwert, dass solche Frauen angeblich Krippenplätze wegnehmen würden ... (keiner nimmt hier jemanden etwas weg, wir haben einfach zu wenige Plätze in Deutschland, Sie beschweren sich bei der falschen Person, Gast-Antworter) es richtig ist oder nicht, sein Kind schon so früh oder überhaupt in Betreuung zu geben, bleibt denke ich für alle Zeiten umstritten. Ich spreche mal aus meiner eigenen Sicht:

Viel wichtiger als eine 24 h Betreuung durch die Mutter, finde ich ab einem bestimmten Alter den Kontakt zu Fremden (nicht Familie) und vor allem zu gleichaltrigen und älteren Kindern viel wichtiger. Ich halte nichts davon, ein Kind daheim festzuhalten und ja nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Denn: erstens wissen die Eltern oft selbst nicht, was richtig ist (siehe aufräumen), zweitens so gut die Erziehung auch ist, nichts ersetzt den Kontakt zu anderen Kindern, das spielerische Lernen des Umgangs mit Anderen etc.

Kinder lernen extrem schnell und früh - wenn man sie lässt. Mütter neigen oft dazu, ihr eigenes Kind zu unterschätzen in diesem Alter. Selbstverständlich ist sehr sinnvoll, dem Kind möglichst früh beizubringen, dass Aufräumen zum Alltag gehört. Bei dir daheim, FS, wird es evtl nicht lernen. Erzieherinnen sind in der Regel objektiver und kritischer. Außerdem entwickeln sich Kinder, die einen kindergarten besuchen, viel schneller und besser.

Ein aktueller Fall aus meiner Familie: Kind, heute 16 Monate, besucht eine Krippe seit drei Monaten. Seitdem es dort ist, entwickelt es sich rasant. Geht übrigens sehr gerne hin - weil Kinder gern unter Kindern sind! Und nein, es ist keine Vernachlässigung, wenn man sein Kind nicht rund um die Uhr betreut.
 
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