• #1

Kinderwunsch bei Männern und was ist der Grund?

Vielleicht ist das Thema hier schon zu oft geschrieben - aber mich quält grad eine Frage bzgl. Kinder sehr. Ich, m, 43 kenne seit ein paar Monaten eine Frau, 40. Wir harmonieren sehr gut, ich mag sie, bin mir aber noch nicht sicher ob es Liebe ist. Sie ist hübsch, intelligent, humorvoll, man sagt, wir sind ein schönes Paar. Als ich mit ihr mal ein paar Tage verbrachte war das ein sehr schönes Gefühl, wie ich es bisher nicht erlebt hatte. In Beziehungen hatte sie bisher Pech, wünscht sich aber Kinder. Ich hatte nicht viele, denn in meinem Leben gab es ein paar sehr schwere Erlebnisse aufzuarbeiten und unter diesen Umständen war ich für Beziehungen lange nicht brauchbar bzw. konnte Menschen nur sehr schwer vertrauen.
Bisher hatte ich keinen Kinderwunsch, nicht aus Egoismus etc. - er war einfach nicht da und ich hatte lange das Gefühl, mein eigenes Leben beruflich und privat nicht in den Griff zu kriegen, der Verantwortung für Kinder hätte ich mich nie gewachsen gefühlt, schon gar nicht finanziell.

Jetzt überkommt mich allerdings ein sehr nagendes Gefühl das mir wie ein Loch in mir vorkommt - es ist nicht - ich will ein Kind sondern - fehlt einem ohne Kinder etwas?
Was treibt Männer eigentlich an, Kinder zu wollen?
Ich mach mir darüber sehr viele Gedanken. Kleine Kinder mögen mich meist gern und ich kann auch gut mit ihnen, ich weiß bloss nicht, ob ich die Energie hätte, das jeden Tag jahrelang zu haben.
Allerdings mach ich mir auch andere Gedanken. Wir leben in einer teueren Großsstadt, sind zwar keine Hungerleider aber auch keine Großverdiener, beruflicher Ortswechsel ist nicht so leicht, Eltern leben jeweils woanders. Kann man das finanziell überhaupt stemmen?
Ich sehe es oft bei Freunden mit Kindern, die einfach untergehen weil es finanziell und organisatorisch hier eben nicht klappt. Und ich sehe auch viele Eltern, wo die Beziehungen in die Brüche gehen und das würde ich einem Kind gern ersparen.
Zudem frag ich mich auch, ob man heute überhaupt noch Kinder in die Welt setzen sollte. Manchmal hab ich das Gefühl, Leute kriegen oft Kinder um für sich selber eine Daseinsberechtigung zu haben.
Mir scheint grade bei uns alles mit Kindern unglaublich kompliziert und stressig geworden zu sein bzw. haben Kinder heute auch enorme Ansprüche (die man leider wg. dem Gruppenzwang oft mitmachen muss)
Ich weiß, das klingt jetzt alles banal - ich bewundere Leute, die einfach so mit Anfang 20 Kinder in die Welt setzen oder Männer, die geschieden sind und mit der nächsten Frau gleich wieder eine neue Familie gründen. Veilleicht denken die gar nicht so drüber nach und grad deshalb gehts bei denen oft gut.
 
  • #2
Hallo lieber Zartbitter,
ich als Frau habe mich recht spät für ein Kind entschieden. Mit Anfang 37, und mit 39 habe ich meine Tochter bekommen.

Ich wusste zwar immer, dass ich Kinder wollte aber die Zeit schien immer endlos und auf einmal war der richtige Mann da, der auch ein Kind mit mir wollte und wir haben uns beide sehr gefreut.
Soweit zur Historie.

Nun zu Deiner eigentlichen Frage:
Ich glaube, dass sich viele Männer der gesamten Verantwortung und der Tragweite, was es für das ganze restliche Leben bedeutet, nicht bewusst sind. Bei Frauen ist das etwas anders, da sie ja vom ersten Augenblick der Schwangerschaft alles direkt spüren und somit viel näher an der ganzen Erfahrung Kind sind.

Noch heute kann mein Ex, der Vater des Kindes, mit dem ich schon noch guten Kontakt habe, nicht verstehen, dass ich in all den Jahren seit unserer Trennung nicht ständig auf der Pirsch nach einem neuen Mann oder so war (er hatte sofort eine Neue, Kunststück mit jedem Abend frei). Er weiß einfach nicht, dass man einer Heranwachsenden nicht einfach jedes Jahr einen neuen Mann präsentiert, sie nicht Abende lang wegen Ausgehens allein lassen kann, man neben Full Time Job und Nebenjob eigentlich nur noch den Haushalt, Garten und die Termine fürs Kind wahrnehmen kann (Arzt, Zahnarzt, Kieferorthopäde, Krankenhaus wegen Armbruch, Schulfesten, Hobbies wie Golf, Reiten, Tanzen mit Hinbringen, Abholen und Sommerfest, Weihnachtsfeiern etc. etc.).
Das ist zwar jetzt etwas überspitzt dargestellt aber im Großen und Ganzen stimmt das so.
Wenn Du meinen Rat lesen willst, in Eurem Alter (Du 43, sie 40) sollte man es eigentlich dabei belassen. Eure Beziehung ist noch sehr frisch, aber viel mehr Zeit zum besser Kennenlernen, habt Ihr nicht.
Der gesundheitliche Aspekt ist auch nicht zu vernachlässigen.
Ein weiblicher Mensch wird mit der Anzahl (wie viele weiß ich nicht aber sehr viele) seiner Eizellen geboren. Das heißt, die Eizellen Deiner Freundin sind 40 Jahre alt. So hat es mir seinerzeit mein Arzt erklärt, da ich auch "Spätgebärende" war. Das erklärt auch, dass eine Frau, die sagen wir mal schon 6 gesunde Kinder hat, im fortgeschrittenen Alter ein Trisomie Kind haben kann.
Ich bin 54 , mit jetzt 15-jähriger Tochter. Ich merke auch, dass ich in Punkto Aktivitäten mit den Müttern Ihrer Freundinnen, durch die Bank mindestens 10 Jahre jünger als ich, nicht mehr so mithalten kann und will und öfter mal froh bin, mich im Garten/vor dem Kamin zu entspannen, während meine Tochter mit denen zum See oder im Winter zum Skifahren fährt.
 
  • #3
Kinderwunsch bei Männern das ist krass und adäquat unterschiedlich! Meine reiche Erfahrung gebe ich gerne aufrichtig und authentisch!
Du musst extrem auf dich und dein Inneres hören und genau herausfinden, WARUM du deine Frage an Außenstehende richtet! Nur dadurch kommst du an die Wurzel und kannst das Problem alleine für dich lösen, denn du wirst ja einige Beiträge bekommen, die dir Mut machen und gut zu reden, aber letztendlich bleibt es ganz alleine an dir!
Ich kenne genügend Beispiele, wo Männer blind den Kinderwunsch der Frau angenommen und umgesetzt haben, um diese Frau zu diesem Zeitpunkt nicht an einen anderen Mann zu verlieren oder wo Frauen ihn soweit gebracht haben indem sie plötzlich schwanger waren und so weiter und so fort, beides sehr schlecht und negativ, die Beziehung wird so nicht halten können! Tatsache ist, dass es immer mehr alleinerziehende Frauen gibt und dass überwiegend die Frauen die Männer verlassen! Ich erkenne bei dir zwei elementare Unsicherheiten, Punkt eins, du bist dir über die Liebe nicht sicher, dann mach es nicht, Punkt zwei, du bist dir auch nicht sicher in der heutigen Zeit Kind ja oder Kind nein, dann tu es nicht! Noch ein Punkt 3, die nächsten 20 Jahre sind mit Kind verplant, du bist jetzt 43, wenn das Kind in zwei Jahren da wäre, bist du 65, das Kind ist dann 20 Jahre alt, auch zum Nachdenken. Du solltest deine Eingangsfrage alleine an der Wurzel ohne Beeinflussung von Außen angehen, auch ohne Partnerin!
Wer an der Oberfläche rumkratzt, der wird das wirkliche Problem erst zu spät erkennen!
Erst wenn du dich hinhockst, die Augen schließt und tief in dich reingegangen bist, wirst du nach einiger Zeit für dich herausfinden können, was du wirklich willst. Viele wissen nicht, was für sie richtig und wichtig ist und fallen deshalb immer wieder in die gleiche unwissende, schlimme und unnötige Schmerz- Energie- Zeit und Geldfalle!
Nochmal, du musst tief in dich gehen und die WURZEL für dein Problem selbst finden. Alles andere bringt nix, bereust du später nur! Und so dumm wie's ist. Dabei kann dir leider niemand richtig helfen...
Das kannst du nur selber machen. Denn niemand kennt dich besser als du selbst. Bleib dran, bist du die Wurzel endgültig hast! Wäre ich an deiner Stelle, ich würde es mit Kind nicht tun, gut das ist meine Meinung!
 
  • #4
Ich als Frau mit Ende 30 habe eher das Gefühl dass Du in einer Mid-Life-Crisis steckst als dass Du einen wirklichen Kinderwunsch hast.

Das ist nicht ironisch gemeint sondern einfach eine simple Feststellung, weil Menschen um die 40 die Bilanz der ersten Lebenshälfte ziehen.

gerade um Silvester herum - und dabei merken, dass sie nicht mehr alles aufholen können.

Die Einen merken, dass sie in einer schlechten Ehe stecken, die anderen trauern dem abgebrochen Studium nach und noch andere besinnen sich auf das nicht gezeugte Kind. Das ist menschlich.

Simpel gesagt, man wacht nicht eines Tages auf und will ein Kind. Sowas merken Frauen und (weniger oft) Männer im Laufe des Lebens. Hättest Du wirklich ein Kind gewollt dann käme Deine Frage 15 Jahre früher.

P.S. Das Problem mit den gesundheitlichen Risiken bei "alten" Eltern ist sehr ernst zu nehmen.
 
  • #5
Das, was du spürst, ist nicht der Wunsch nach Kind, sondern die Leere, die aus Sinnlosigkeit deines Daseins resultiert. Wozu lebst du, wofür brennt du, was bewegt dich? Du lebst jeden Tag so dahin. Zweiter Punkt, du bist nie richtig erwachsen geworden. Dein Leben befriedigt dich nicht, aber du suchst nur Ausreden, warum du es nicht ändern kannst - das Alter, die Umstände, die politische Lage im Land und finanzielle allgemein in der Welt etc. Dritter Punkt - du bist undankbar. Du siehst, was alles schlecht ist, aber nicht, wie gut es dir eigentlich geht. Ich habe mir vor paar Wochen den Arm gebrochen und sogar der Toilettengang macht mir Umstände. Du bist gesund, halbwegs intelligent, du hast Dach über dem Kopf und genug Geld, um halbwegs akzeptables Leben zu führen. Du hast voraussichtlich noch 30-40 Jahre zu leben. Also, worauf wartest du? Finde raus, was genau du willst und werde der Meister deines Lebens. Kauf dir Bücher, besuch Seminare, triff dich mit Gleichgesinnten - heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten ,was aus sich zu machen, wie noch nie, und jede Menge Unterstützung. Die Menschen sind aber gewohnt, dass jemand kommt und sie aus ihrem Elend befreit. Kein Kind und keine Frau kann dich glücklich machen, wenn du mit dir selber nichts anfangen kannst.
 
  • #6
Ich bin zwar kein Mann, und noch ein paar Jahre jünger, aber ich antworte trotzdem Mal. Zum einen, weil ich deine Frage sehr beachtenswert finde (die wenigsten schreiben so reflektiv) und weil es mir (als Frau) ähnlich geht -vielleicht hilft es dir ja, zu sehen, dass du mit diesen Gedanken nicht alleine bist.
Bei mir fing es in diesem Jahr an, dass alle um mich herum Kinder kriegten, und (vielleicht deswegen) habe ich seit ein paar Monaten ein seltsames Gefühl. Eigentlich wollte ich nie Kinder, habe mich von meinem Ex damals deswegen getrennt und auch einige schwere Erlebnisse, die mich daran hinderten auf die Suche nach einem Mann zu gehen.
Ich denke, dass diese schöne Beziehung die du beschreibst, nun dein Trigger ist. Die Frau ist bereits 40, muss sich also beeilen, so dass diese Fragen nun wohl bei dir "gezwungenermassen" aufkommen. Daher musst du schauen, ob du dir diese Fragen auch ohne sie gestellt hättest?
Ich habe andererseits schon häufiger gehört, dass Menschen, wenn sie dann den "richtigen" Partner finden, plötzlich doch ans Kinderkriegen denken, was ja ein positives Zeichen wäre.
Aus meinem Bekanntenkreis weiss ich, dass viele Männer schon Kinder wollen - nicht weil die Frau es will, sondern weil es "eben dazu gehört", oder sie eben ihre Gene weitergeben wollen. Für mich ist das keine überzeugende Basis. Aber du hast es so schön genannt "Daseinsberechtigung". Da wird dann wirklich nicht nach Gründen für ein Kind gesucht, sondern eben gemacht. Dass es bei all diesen Menschen aber "so gut" läuft wie du beschreibst, glaube ich nicht. Viele machen es einfach ohne grosse Pläne, und auch dort gibt es viele AE und Probleme. Zudem glaube ich, dass unsere Gesellschaftsstrukturen es schon erlauben, dass man auch mit wenig Geld irgendwie über die Runden kommt, sowas sollte kein Ausschlusskriterium sein.
Viel wichtiger ist es wohl zu sehen, ob beide Partner dieselben Vorstellungen von Erziehung und Elternschaft haben. Darüber solltest du mit ihr mal reden. Was stellt sie sich vor? "Einfach ein Kind haben" klingt zu naiv. und dann würde ich einfach noch mal ein paar Monate abwarten, euch besser kennenlernen und dann schauen, ob es überhaupt funktioniert - sowas geht ja nun leider nicht immer auf Knopfdruck!
 
  • #7
Die Gedanken kann ich gut nachvollziehen, als Frau mit 36. Mir geht das genauso. Meinem Freund auch. Ich bin eher jemand, der sehr viel alles überdenkt und zu Sorgen um die Zukunft neigt und beneide auch meine Freunde, die einfach Kinder wollten (oder eben nicht) und fertig. Auch die Männer mit Kindern wussten, sie wollen Kinder, und sagen jetzt, dass sie darauf nicht mehr verzichten wollen, trotz der damit verbundenen Einschränkungen.
Die Antwort, ob du Kinder möchtest, kannst du nur in dir selbst finden. Der gesundheitliche Nachteil älterer Eltern ist ein Fakt. Meine haben mich aber auch erst mit über 40 bekommen, daher kann ich davon nicht so pauschal abraten wie andere hier. Aber ich sehe es eher kritisch, dass ihr noch gar nicht lange zusammen seid, um bereits eine Beziehung zu zweit etabliert zu haben, die das dann trägt. Nur aus Torschlusspanik ein Kind zu bekommen mit dem nächstbesten Partner, ist für mich persönlich nicht der beste Weg. Aber erstmal noch zwei, drei Jahre warten ginge ja schlecht.
Das Thema wäre wohl wichtig zu besprechen mit deiner Freundin; sie will ja scheinbar Kinder und wenn du dich für Nein entscheidest, wäre das wohl für euch beide das Ende, oder?
Ich kenne glückliche Paare mit oder ohne Kinder, auch im Alter. Und auch Unglückliche auf beiden Seiten. Das Leben ist komplex.
W, 36
 
  • #8
Hier ein paar Pro-Kind-Quotes zum drüber nachdenken...

Fehlt einem ohne Kinder etwas?
Naja ein Kind eben.
Ohne Kind bedeutet ohne Kind alt werden.
Was treibt Männer eigentlich an, Kinder zu wollen?
Du würdest doch auch keine Amsel fragen, was sie antreibt, Eier auszubrüten. Es ist der Lauf der Natur. Menschen wollen Nachkommen. Sie haben Freude daran. Es ist der Lauf des Lebens.
Ob ich die Energie hätte, das jeden Tag jahrelang zu haben?
Du würdest dieses Kind sehr lieben. Das würde dir diese Energie verleihen. Zudem wärst du ja nicht alleine mit dem Kind. Da ist die Partnerin und da sind Verwandte.
Kann man das finanziell überhaupt stemmen?
Ja kann man. Natürlich hat man dann nicht mehr so viel Geld für andere Dinge übrig, auf die du dich als Kinderloser konzentrierst.
Beruflicher Ortswechsel ist nicht so leicht.
Du nimmst dann dein Kind in deinem Leben dahin mit, wo es dich/euch hin verschlägt.Natürlich ist es sinnvoll sich eine möglichst langfristige Arbeitsstelle zu suchen.
Ich sehe auch viele Eltern, wo die Beziehungen in die Brüche gehen.
Kommt vor. Gibt auch Beziehungen die halten. Man kann nicht alle Eventualitäten im Vornherein ausschließen.
Ob man heute überhaupt noch Kinder in die Welt setzen sollte?
Die Zeit dafür war nie besser. Stell dir vor, du hättest z.B. zur Zeit der Ahnen gelebt. Da war praktisch ständig Krieg, Armut, tatsächliche Hungersnot usw. Es würde uns alle nicht geben, wenn da jeder gesagt hätte, das ist nicht die richtige Zeit.
haben Kinder heute enorme Ansprüche?
Das war vor 50 Jahren auch schon nicht anders.
Was befürchtest du, was du dir für das eine Kind nicht leisten kannst? Man kann Gegenstände an- und verkaufen. Es gibt finanzielle Unterstützung.
Ich bewundere Leute, die einfach so mit Anfang 20 Kinder in die Welt setzen.
Mit 20 sind die Menschen noch fitter, agiler, weniger kopflastig.
Mit der nächsten Frau gleich wieder eine neue Familie gründen.
Naja..."Familie gründen" und "Schwängern" sind zweierlei.
Zweiteres schafft fast jeder ohne besondere Kenntnisse oder Diplom.
Veilleicht denken die gar nicht so drüber nach.
Genau. Ich denke auch, das ist eine Sache, die viele einfach auf sich zukommen lassen. Es ist eine neue Erfahrung. Vielleicht sogar eine sehr schöne.
 
  • #9
Interessante Gedanken .....
.... und genau die solltest du mit deiner Freundin besprechen.

Manche Männer wollen Kinder, andere nicht. Die wissen das - schon immer. Manche Männer wollen einen Stammhalter, der die Firma übernimmt, andere finden Familienleben toll. Und es gibt auch die Männer, denen das egal ist und sogar welche, die der Frau zuliebe eben Familie gründen.
Deine Entscheidung - wie auch immer sie ausfällt - ist richtig und gut. Allerdings - ohne Konsequenzen ist keine Entscheidung. Sprich mit deiner Freundin .....
 
  • #10
Hallo Zartbitter,
eine Meinung von mir, ob man heutzutage noch Kinder in die Welt setzen sollte, ganz klares: NEIN!!
Ein Kind bedeutet Verantwortung für einen Menschen zu übernehmen, wenn du dir anschaust wie die meisten Menschen sind und wie alles immer mehr den Bach runter geht, jeder sich selbst nur noch der Nächste ist, Egoismus, Rassismus, Neid, Missgunst, Leistungsdruck, Mobbing, Markenwahn etc. herrschen, na dann nur zu!!

Und nochwas, viele Männer haben gar keinen eigenen Wunsch nach einem Baby, sie lassen es halt zu, wenn Frau eins will, dann dulden sie es eben!
Außerdem denken sie oft nicht darüber nicht nach, wie sehr sich ihr eigenes Leben dadurch ändert, manche arrangieren sich damit ganz gut, manche trauern ihrer verlorenen Freiheit hinterher und nehmen eher weniger am Familienleben teil!
 
  • #11
Hallo FS
Ohne dir zu nahe treten zu wollen aber ihr seid einfach zu alt.
Sie ist bereits 40, du einiges älter - geht man von einer Kennenlernphase von 2 Jahren aus, seid ihr wirklich sehr alt. Das Kind wird volljährig und kann im schlimmsten Fall Euch pflegen statt erst mal zu leben, vielleicht zu studieren usw. Mein Vater bekam mit 58 Krebs und starb 3 Jahre später, rechne mal aus wie alt das Kind dann ist!
Wenn du den Wunsch bis jetzt nicht hattest, dann wird es auch jetzt nicht in dein Leben passen. Es ist vermutlich nur die Frau die eben einen Mann sucht um ein Kind zu bekommen. Die Chance dass du nur als Samenspender herhalten musst, ist hoch, sehr hoch sogar.
Ich würde eher hinterfragen warum es bei ihr so spät ist wenn sie diesen Wunsch schon immer hatte, ich vermute einige Probleme.
Ich kenne ein paar Frauen die jünger waren als deine Freundin und der Mann einiges älter und auch hier klappt es selten. Er ist immer kaputt und überfordert, die Kinder sind von ihr gewollt und völlig verwöhnt, er kommt in seinem Alter kaum damit zurecht das nicht eine Mahlzeit Ruhe am Tisch ist.
Ich kenne ich Fälle wo beide so alt sind und auch hier geht ohne Hilfe von außen gar nichts.
Würde ich dich kennen, ich würde dir absolut abraten.
Die 40-jährige soll sich einen jüngeren suchen damit das Kind zumindest einen jungen Elternteil hat!

Such dir eine Frau ohne Kinderwunsch und werdet glücklich, ein Kind in Eurem Alter ist zu heftig!
 
  • #12
Hi,
Interessant, das mal so zu lesen von diesem Standpunkt. Ich als Frau kann nur wiedergeben, was mein Freund über unsere Kinder sagt.

Zum ersten entwickelt man eine ganz neue Sicht auf die Welt und hat durch diese ganz anders in die Zukunft gerichtete Perspektive eine Persönlichkeitsentwicklung, die einem Projekte, Sport oder Reisen auf diese Weise nie geben könnten. Sehe ich als Frau genauso. Kinder sind so zerbrechlich, man wird rücksichtsvoller und achtet mehr auf sein Handeln und Sprechen als Vorbild.

Zum Zweiten hat er so viel Freizeit wie nie zuvor durch Elternzeit, und ihm ist Zeit mit der Familie viel wichtiger geworden. Arbeit nimmt jetzt einen ganz anderen Stellenwert ein, nämlich den Brotverdienst, und Familienzeit genießt er voll und blüht da total auf. Er hat einfach Spaß, mit den Kleinen rumzublödeln. Auch liebt er es, ihnen die Welt zu erklären und im Spiel mit ihnen selbst neue Sachen zu lernen.

Er wusste auch erst nicht, ob er mit Kindern überhaupt kann, interessierte sich nie für fremde Kinder. Ich habe da eher gesagt, jetzt lass uns Kinder haben, und "er hatte nix dagegen". Dass er so darin aufgeht, wussten wir vorher nicht. Aber ich lasse ihn auch oft machen, und seine intuitive und entspannte Art ist echt ein Glücksfall, das scheinen viele Männer in sich zu haben, wenn frau sie lässt (wir sind oft zu ängstlich und kopfgesteuert).

Da du Finanzen ansprichst: bisher (ältestes Kind ist 4) sind die wichtigsten Kostenfaktoren Wohnraum (mind. 1 Zimmer für zwei Kinder sollte man rechnen, ist in allen Städten teuer) und Krippenbetreuung (Kindergarten ist da echt schon wieder ein Schnäppchen gegen). Alles andere kriegt man bis 6 Jahre einfach gebraucht oder günstig im Supermarkt (Kleidung, Spielzeug). Und ich denke, wenn man sie "richtig" erzieht, brauchen sie auch später keine teuren Hobbies und Markenklamotten, da fehlt mir noch die Erfahrung. Da mache ich mir aber null Sorgen.
Weiterer Kostenfaktor kann sein, dass man weniger arbeitet, weil man Kinder nicht 12h am Stück betreuen lässt (Wegzeiten, Mittagspausen der Eltern etc), aber das ist eine sehr persönliche Stellschraube je nach Gusto und Bedarf an Familienzeit.

W35
 
  • #13
! Tatsache ist, dass es immer mehr alleinerziehende Frauen gibt und dass überwiegend die Frauen die Männer verlassen!
Da gebe ich dir Recht, habe ich im Verwandtenkreis gesehen, das ist sehr traurig und bitter. Als Mann hätte ich auch diese Angst.

Noch ein Punkt 3, die nächsten 20 Jahre sind mit Kind verplant, du bist jetzt 43, wenn das Kind in zwei Jahren da wäre, bist du 65, das Kind ist dann 20 Jahre alt, auch zum Nachdenken.
Ja, ich finde ein so hohes Alter bei der ersten Geburt auch nicht gut, zumal das Kind vermutlich keine Geschwister haben wird und dann recht früh allein in der Welt dasteht. Aber: wenn die Natur es so will, dann sei es so. Medizinisch würde ich in dem Alter und bei so kurzem Kennenlernen nicht mehr nachhelfen!

Noch ein Punkt 3, die nächsten 20 Jahre sind mit Kind verplant,
Ich muss das noch mal zitieren wegen dieses Aspekts: nein, es sind nicht 20 Jare verplant!
1. Mit 15 sind Kinder schon sehr selbstständig. Kommen und gehen und die Eltern müssen nicht immer wissen, wo sie sind. Sie haben ihre eigenen Hobbies und kümmern sich drum. Sie brauchen nur noch gelegentlich einen Schubs in die richtige Richtung. Mit 15 kommt ungefähr der Turnaround, wo Mithelfen im Haushalt in etwa die "Arbeit" die durch sie anfällt, in etwa aufgewogen wird.
Zumindest sehe ich das überall bei Bekannten und Freunden. Bin gespannt, wie es bei uns laufen wird...
Und zweitens genießt man doch die Zeit mit den Kindern! Als Kinderloser oder als Zahlvater sieht man das wohl anders, aber meine Kinder sind auch irgendwie mein Hobby. Also ich plane doch gern meinen Urlaub mit ihnen, und nein ich gehe nicht extra in ein langweiliges Familienhotel, damit andere sich um meine Kinder kümmern (kann aber jeder auch gern so machen). Ich versuche, meine Hobbies mit meinen Kindern zu teilen und ihnen diese zu zeigen, auch wenn es anfangs gefährlicher ist für sie oder langwieriger. Städtetrips kann man auch mit Kleinkindern ziemlich easy machen, das ist keine Einschränkung, sondern man lernt die Städte ganz anders kennen!
Und wenn ich mal paar Jahre kein Paragliding machen kann, dann bricht mir auch kein Zacken aus der Krone. Freunde machen LARP und Mittelalterfeste, die Kinder genießen das total.

Viele wissen nicht, was für sie richtig und wichtig ist und fallen deshalb immer wieder in die gleiche unwissende, schlimme und unnötige Schmerz- Energie- Zeit und Geldfalle!
Ja, Kinder sind nun mal kein Karrieresprung und "kosten" Zeit. Wer Kinder möchte, rechnet aber (außer bei der Erstfinanzierung, Krippe , Wohnraum etc. ;) ) nicht in Zeit- und Geldeinheiten, weil man Kinder nicht in €€ und hh:mm:ss umrechnen kann!
W35
 
  • #14
Ich, m, 43 kenne seit ein paar Monaten eine Frau, 40. Wir harmonieren sehr gut, ich mag sie, bin mir aber noch nicht sicher ob es Liebe ist. Sie ist hübsch, intelligent, humorvoll, man sagt, wir sind ein schönes Paar. Als ich mit ihr mal ein paar Tage verbrachte war das ein sehr schönes Gefühl, wie ich es bisher nicht erlebt hatte. In Beziehungen hatte sie bisher Pech, wünscht sich aber Kinder.
Versuch erstmal dir drüber klar zu werden, ob du dir ein Leben mit Kind positiv vorstellen kannst.

Wenn deine durchaus nachvollziehbaren Gegenargumente schwerer wiegen, lass es lieber sein. Es hat keinen Sinn, ein Kind zu kriegen, nur um eine Beziehung zu haben.

Ein paar Monate sind zu wenig, um sich wirklich zu kennen. Die Frau will jetzt unbedingt ihren Kinderwunsch verwirklichen. Sie mag dich bestimmt auch sehr gern und hält dich für "vatertauglich", aber ob das dauerhaft reicht für eine gute Beziehung bzw. Familie, kann dir niemand sagen.
 
  • #15
Lieber FS,
Du bist 43 Jahre alt und lernst die Frau grad kennen - Du weißt noch nichtmal, ob Du sie liebst. Was machst Du Dir da Gedanken um Kinder? Sie ist auch schon 40, grenzwertig für das erste Kind.
Bis ihr wisst, ob ihr eine längerfristige Beziehung hinbekommt und das Zusammenleben erprobt habt, seid ihr beide zu alt für Kinder.

Du willst keine Kinder, das beschreibst Du gut in Deiner Bedenkentraegerei. Das ist absolut ok.

Du willst lediglich eine Frau als Begleiterin in Deinem Leben und hast Angst, dass sie Dich verlässt, wenn sie merkt, dass Du keinesfalls Kinder willst.
Damit wirst Du leben müssen - ist weniger schlimm als mindestens 20 Jahre mit ungewollten Kindern leben zu müssen. Daran zerbrechen nämlich die meisten Beziehungen und alle Deine finanziellen Albträume werden wahr.

Also sag ihr die Wahrheit und nimm selber die Verhütung in die Hand - nicht dass sie Deine Rumeierei falsch versteht und daraus ein "ja" interpretiert und plötzlich schwanger ist.
 
  • #16
Ich habe keine Kinder und wollte nie welche. Habe es auch nie bereut. Beruflich habe ich viel mit Familien zu tun und muss leider feststellen dass nur wenige auf mich einen zufriedenen Eindruck machen. Dieses heile Welt-Familien Klischee gibt es in der Werbung und das war es dann auch. Aus dem süssen Baby wird schnell ein fordernder Teenager bzw. schon früher. Markenklamotten, super Handy etc. - man bedenke - heute sind die Kinder nicht mehr wie früher. Es sind "kleine" Erwachsene mit sehr großen Ansprüchen, welche die Eltern gefälligst bezahlen sollen. Mein Credo lautet glücklich und finanziell zufrieden ohne Kids. Was ist an Kindern so toll: Sie kosten einen Haufen Geld und bringe am Ende die Eltern schön ins Altersheim. Für Besuche keine Zeit, aber fürs Erbe sehr wohl. Lieber FS bedenke bei allem was Du tust stets das Ende.
 
  • #17
Hallo Zartbitter,
eine Meinung von mir, ob man heutzutage noch Kinder in die Welt setzen sollte, ganz klares: NEIN!!
Krass die Argumentation - aber es ist was dran. Meiner Ansicht nach fehlt jedoch das wichtigste Argument gegen Kinder - nämlich die fortschreitende Umweltzerstörung (das von #Engel125 beschriebene kann man sehr gut noch selbst steuern). Jeder lebende Mensch wird irgendwie - egal wie umfangreich in unseren Breiten an der Umweltzerstörung, am weiteren Zupflastern der Landschaft etc. pp. beitragen. Dennoch kann man Kinder bekommen. Ich wollte nie ein Kind - und jetzt habe ich eines und ich liebe es über alles. Das erste Mal in meinem Lebe habe ich erfahren, was bedingungslose Liebe ist.
Und ja es bringt negatives mit sich. Es macht in die Windel, es macht Dreck. Es kann am Anfang nichts. Jetzt mit 2,5 kann er sagen, was er will. Es ist schon viel einfacher geworden. Aktivitäten gehen viele. Man muss es anders organisieren. Der Orga Aufwand ist recht hoch. Aber wir gehen trotzdem allein oder mit Freunden mit / ohne Kind weiterhin viel raus. Unternehmen auch viel in den Bergen, die wir vor der Haustür haben.
Die massivsten Bedenken bei Euch hätte ich (du betrachtest das Ganze sehr reflektiert) wegen des Alters Deiner Freundin (Problemschwangerschaft / behindertes Kind? vllt. übertreibe ich - aber das ließt man immer wieder). Dein Alter ist auch nicht optimal.
Bzgl. Krankheiten / Fitness im Alter: Nur mich als Beispiel: Es geht auch mit 50 (werde ich nächste Woche) viel. Viele jüngere sind unfitter. Und selbst wenn...

M49
 
  • #18
Natürlich wollen Männer Kinder. Vor allem, wenn sie selber mit liebevollen Eltern aufgewachsen sind, die sich gekümmert haben. Menschen, die keine eigenen Kinder möchten, sind zu einem hohen Prozentsatz in Familien aufgewachsen, in denen Streit, Ablehnung und Probleme an der Tagesordnung waren.

Emotional und charakterlich stabile Menschen wollen irgendwann Kinder, mit wenigen Ausnahmen (weil es vielleicht mit dem Beruf nicht zusammenpasst). Und empfinden das dann als Bereicherung. Sie haben keine Angst vor Verantwortung, Überforderung oder fehlerhafter Erziehung. Sie wissen, dass sie es gut machen, weil sie selber auch liebevoll und erfolgreich erzogen worden sind. Diese Menschen haben in der Regel auch entspannte und ausgeglichene Kinder, weil sich ihre positive Einstellung auf die Kinder überträgt.

Man kennt sich selbst und seine Lebensgeschichte am besten. Man muss als entscheiden, ob man genügend Rüstzeug hat, um Eltern zu werden. Beispiel: Wenn ich so was hier lese:

Ein Kind bedeutet Verantwortung für einen Menschen zu übernehmen, wenn du dir anschaust wie die meisten Menschen sind und wie alles immer mehr den Bach runter geht, jeder sich selbst nur noch der Nächste ist, Egoismus, Rassismus, Neid, Missgunst, Leistungsdruck, Mobbing, Markenwahn etc. herrschen, na dann nur zu!!
dann denke ich, dass dieser Schreiber bloß keine Kinder bekommen sollte. Hör also in dich hinein, dann findest du die Antwort.
 
  • #20
Es sind "kleine" Erwachsene mit sehr großen Ansprüchen, welche die Eltern gefälligst bezahlen sollen.
Kann ich nicht bestätigen. Meine 14 jährige Tochter hat Freundinnen mit sehr gut verdienenden Eltern und welche, mit einem sehr niedrigen Einkommen. Gerade bei den Kindern, mit wenig Einkommen ist die Empathiefähigkeit und das Verständnis hoch. Dann werden halt mit 14 eine Stunde die Woche Medikamente für eine Apotheke ausgetragen um die Tanzstunden zu finanzieren.

Ich wollte nie unbedingt Kinder und habe sie-dann aber sehr gewollt- erst in dem hier verpönten Alter von 40 bekommen. Zum Glück ohne Probleme und gesund.

Sie war die letzten 5 Tage bei ihrem Vater und letzte Nacht bei einer Freundin. Gegen 19 Uhr will sie gleich hier eintrudeln. Ich daddel im EP Forum und freue mich wie Bolle wenn gleich die Tür aufgeht und über mich ein einziger Redeschwall hereinbrechen wird. Gerne können von mir aus auch die nächsten 6 Jahre mit ihr verplant sein. Ich fürchte aber ( und hoffe) dass meine Tochter das anders sieht.
Ob @Hammel oder @Cho Oyu oder ich , wir alle würden für unsere Kinder durchs Feuer gehen. Was mich das in € oder in Zeit gekostet hat? Keine Ahnung, Zeit und Geld waren bei mir jedenfalls noch nie besser angelegt.
W,54
 
  • #21
Lieber Zartbitter, vielen Dank für deine ehrliche Meinung. Dein Beitrag richtet sich an Männer, dennoch muss ich antworten.
Ich habe als Frau meinen Lebenssinn nie im Kinderkriegen gesehen. Meine Ziele waren beruflicher und v. a. finanzieller Erfolg, was auch geklappt hat. Und ein Grund war auch, dass ich nie meinem Traummann begegnet bin. Als ich dann eine Weile über EP Männer kennengelernt habe, traf ich nur solche, die Kinder wollten, mir aber gleichzeitig vorhielten, mit 39 Jahren zu alt für die Familiengründung zu sein. Ja, Himmel, als ob sie mein Alter nicht schon vor dem ersten Treffen kannten. Auf den Mond gewünscht habe ich all diese Exemplare.
Und dann stand er vor mir: mein absoluter Traummann - mit Kinderwunsch. Und was soll ich sagen? Es hat alles reibungslos funktioniert. Mit 41 das erste Kind; auf ganz natürliche Weise. Es hat Halbgeschwister, noch alle Großeltern, Haus, Garten, finanziell läuft alles super und ich habe von meinem Umfeld noch mehr Zuneigung und Liebe erfahren. Na gut, nicht von allen, denn Frau gilt bei Medizinern ja alles völliges Risiko.
Mein Tipp: Gib die Frau frei, damit sie ihrem Kinderwunsch folgen kann, auch wenn es vielleicht anders kommt. Und es ist völlig legitim, als Mensch auf Kinder verzichten zu wollen.
Und @Silly vielen Dank für den tollen Beitrag und dir alles Gute.
 
  • #22
@Silly
Sich gegen Kinder zu entscheiden ist im heutigen Zeitalter völlig legitim und ich finde auch bei jungen Frauen fortschrittlich.
Die Welt ist überbevölkert ebenso die Waisenheime weltweit.
Altersarmut betrifft nach wie vor Mütter!!
(Nicht jede ist Ursula von der Leyen)
Babys werden in Mülltüten entsorgt, trotz Babyklappe.
Kinder werden misshandelt, auch von eigenen Eltern und im Internet angeboten.
Familie zu haben ist weder Privileg noch bringt es den super Vorteil im Alter. Als Bankerin sehe ich vorwiegend Nachteile bei Erbangelegenheiten, vermögende Eltern deren Kinder leider keinen Dr. Titel mitbrachten, aber dafür Drogenkonsum und in der Klappse gelandet sind, Kinder des Mittelstandes, welche auch selbst ü 50 noch von den uralt Eltern finanziert werden, da sie im Leben nix erreicht hatten außer große Träume.
Verzweifelte Mütter und Väter welche die Kinder nicht mehr im Griff haben, da diese an "falsche Freunde" geraten sind etc. etc.
Und da soll ich echt glauben, Kinder sind das Größte!!
Natürlich wer welche hat, hat sie eben und das ein Leben lang mit allen negativen Konsequenzen,den Vorteile sehe ich ausser in einem Babylächeln nicht.

Viele Frauen werden schwanger, weil es in den Hirnen des Normalbürgers so zu sein hat ab einem gewissen Alter "muss" Nachwuchs her.
Frauen geben der inneren Leere einen Sinn durch ein Kind.
Kinder werden vorwiegend aus Selbstzweck und Eigennutz geboren.
Arme Kinder, sie müssen ein Defizit ausgleichen.

Bisher las ich noch kein einziges für mich überzeugendes Argument warum man Kinder hat....mhh.....evtl. bin ich ja noch lernfähig.

Frauen die mehr als ein Kind im Leben sehen, bekommen keines, da sie durch geistige Flexibilität manigfache Möglichkeiten den Sinn Ihres Lebens erkennen und als unabhängiger Mensch mitgestalten können ohne den Zwang einer Mutterschaft, die lähmt, da deren Fokus nur auf Familie und Kids beschränkt ist.

Ich liebe Freigeister welche sich der Monotonie des Daseins entziehen.
Vorwiegend der Doktrin der Familiengründung und der daraus resultierenden Torschlußpanik schon vorher.

Noch was: im Beruf sehe ich meine Müllterkolleginnen wesentlich mürrischer gestresster und einem Nervenzusammenbruch nahe als den entspannten Singlefrauen.
 
  • #23
Es ist schon viel Wahres darin, was die Bankerin so schreibt, vielleicht nicht so extrem aber es ist halt ein Knochenjob ein Kind aufzuziehen.

Mir wäre es zu viel aber wenn eine Frau sich das wünscht dann gut ist.

Ich plädiere eher dafür, dass die Frauen sich nicht auf den erstbesten Mann stürzen nur weil die Uhr tickt, denn das Kind hat 50% der DNA von ihm und das kann später zu Problemen führen.
 
  • #24
@Reality also das find ich schon sehr einseitig, obwohl ich auch nicht finde, dass jeder im Leben zwingend Kinder braucht. Erstmal: würde keiner Kinder bekommen, wär in 100 Jahren Schluss mit der Menschheit. Es ist einfach ein biologischer und total logischer Wunsch, sich fortzupflanzen, darauf sind wir evolutionär gepolt. Und ich finde, beides ist egoistisch: ein Kind bekommen oder nicht. Denn man macht es ja für sich, weil man sein Leben ohne oder mit Kind leben will. Oder was soll daran selbstlos sein, kein Kind zu bekommen? Das ist doch Quatsch.
Außerdem schreiben doch hier Mütter, wie glücklich sie über ihre Kinder sind, also gibt es Menschen, die mehr als das Babylächeln toll finden. Das ist eben sehr unterschiedlich für jeden. Sehr einseitige Sicht. Und ich hab Kollegen mit und ohne Kinder, die unentspannt oder unglücklich sind.
 
  • #25
Glücklicherweise, kann man heutzutage frei und selbstbestimmend wählen, ob man Kinder in die Welt setzen möchte oder eben nicht. (Jedenfalls in DE)

Ich würde mich weder durch irgendwelche gesellschaftliche Zwänge oder antiquierten Ansichten gezwungen fühlen unbedingt Kinder in die Welt setzen zu müssen, noch würde ich es mir von irgendwelchen pessimistischen Heulbojen ausreden lassen!

Der FS hat bereits eine Entscheidung getroffen. Jetzt muss er nur noch sein Rückgrat finden und zu dieser Entscheidung auch vor der neuen Freundin stehen.

W, 27
 
  • #26
Na logisch schreiben hier Mütter wie toll das alles ist mit den Kids, von was sollen sie denn sonst schreiben, sie haben ja sonst nichts außer Kids - das Lieblingsthema von Müttern what else? Nee im Ernst, hier wird wohl keine Mutter schreiben ich hab Kinder und es ist eine Katastrophe. Im Job beneide ich keine Mutti-Kollegin mit schulpflichtigen Kids, sie sind alle auf Teilzeit und somit mehr überlastet als die Vollzeit-Frauen, von denen einige liiert sind aber kinderlos. Zudem liegen sie im Fokus einer Mini-Rente mit Risiko einer Altersarmut. Kenne eine Frau, 3 Kinder, drei mal Mutterschutz lange aus dem Job, nach Scheidung wieder Job aber nur acht Jahre lang, dann aus die Maus, krank obendrein - hat jetzt Rente Netto Eur 800,00. Wow was für tolle Aussichten für alle Mütter, welche nicht vermögend sind.
Und wie erwähnt, ich sehe bei all dem Mutterwitz im Forum immer noch keinen nachvollziehbaren Grund warum Sie nun Kinder haben....es wird immer nur betont dass sie froh sind Kinder zu haben nur warum sie sie haben wissen sie wohl auch nicht. Schlimm nicht zu wissen warum man ein Kind hat.
 
  • #27
Und wie erwähnt, ich sehe bei all dem Mutterwitz im Forum immer noch keinen nachvollziehbaren Grund warum Sie nun Kinder haben....es wird immer nur betont dass sie froh sind Kinder zu haben nur warum sie sie haben wissen sie wohl auch nicht. Schlimm nicht zu wissen warum man ein Kind hat.
Und du bist eine neidische Giftspritze, die es nie geschafft hat, eine Beziehung bis zur Familiengründung zu führen und es allen anderen ebenfalls missgönnt. Wie unglaublich langweilig, nur zu arbeiten. Und dann noch bei der Bank. Das wäre so ungefähr mein größter Horror.
Merkst du was? Menschen sind unterschiedlich. In ihren Anlagen, Zielen, Motivationen.

Es braucht übrigens keinen für DICH nachvollziehbaren Grund, Kinder zu bekommen. Er muss einzig und allein für den kinderwünschenden Menschen nachvollziehbar sein. Und meine Kinder sind großartig, mittlerweile alle aus dem Haus, besuchen mich ab und an und ich habe einen Mann und einen Job, den ich liebe. Du hast nur deine Arbeit. Jetzt frage ich dich, wer da wohl das glücklichere Leben hat ...
 
  • #28
Schlimm nicht zu wissen warum man ein Kind hat.
Bist du die neue @Undine oder was? Kommt vom Alter her ja hin...
Wer so aggressiv gegen Kinder argumentiert, muss sich innerlich eine krasse Mauer aufgebaut haben. Kinder sind ja auch nur Menschen, meine Güte. Schon mal was von Toleranz gehört?
Außerdem wenn Kinder bekommen wirklich so bescheuert wäre, würden wohl kaum jedes Jahr 600-700.000 Kinder geboren, und nicht wenige von Akademikern. Und die olle Kamelle à la Altersarmut kann ich auch nicht mehr hören. Als ob Kinderlosigkeit vor Armut schützt...
Und wie erwähnt, ich sehe bei all dem Mutterwitz im Forum immer noch keinen nachvollziehbaren Grund warum Sie nun Kinder haben....es wird immer nur betont dass sie froh sind Kinder zu haben nur warum sie sie haben wissen sie wohl auch nicht. Schlimm nicht zu wissen warum man ein Kind hat.
Ja meine Güte noch mal, genauso kann man sich darüber streiten, ob es Gott gibt oder nicht. Wer die "Argumente" nicht wahrhaben will, dem kann kein Argument der Welt genügen.
Natürlich wollen Männer Kinder. Vor allem, wenn sie selber mit liebevollen Eltern aufgewachsen sind, die sich gekümmert haben. Menschen, die keine eigenen Kinder möchten, sind zu einem hohen Prozentsatz in Familien aufgewachsen, in denen Streit, Ablehnung und Probleme an der Tagesordnung waren.
Kann man gar nicht oft genug zitieren! Wenn man da Rückschlüsse auf Leute wie @Reality ziehen würde, käme einem echt das Grausen...
W35
 
  • #29
@Reality,

weiß du genau warum du ein Marmeladenbrot ist? Deine Posts finde ich mehr als schwierig, sehr einseitig, sehr hassbetont. Irgendwas hast due gegen Kinder an sich. Hast Du was gegen die Menschheit allgemein. Du kommst mir vor wie ein Menschenfeind. Und es ist einfach völlig pauschal. Wir leben alle irgendwie egoistisch ob mit oder ohne Kind. Beide Seiten haben ihren Wunsch erfüllt und gut so. Ja es gibt genügend Beispiel, die Deine Posts bestätigen. Es gibt aber auch genügend Gegenbeispiele. Und ja ich bin gestresst durch meinen Kleinen. Mehr als zuvor. Aber er nimmt mir auch den Stress des Alltags.
Und bzgl. wollen und arme Kinder, was du diesbezüglich so schreibst: ich wollte von meinem 15 Lebensjahr an kein Kind. Ab ca. 38 hat sich das leicht geändert. Ein starke Wille war nie da. Jetzt ist er wie bereits geschrieben 2,5. Diese bedingungslose Liebe die ich ihm gegenüber spüre ist was ganz besonderes (ich gebe zu, dass ich ihn ab und an auf den Mond schießen könnte - in sehr seltenen Momenten). Ich würde alles, wirklich alles für ihn tun. Ich vermisse ihn sehr schnell, freue mich jeden Tag ihn zu sehen. Mein Leben hat sich geändert. Dennoch gehe ich meinen Hobbies nach und versuche ihn zu integrieren. _
Und von wegen Mütter haben nur Ihr Kind als Thema... Meine Freundin arbeitet 32 Std in der Woche um die Ecke, ich 40, wobei ich davon 10 Stunden zu Hause bin. Er ist durch unsere Arbeitsmodelle de facto ist weniger als 25 Std. in der Kita. Ich könnte hier weiterschreiben, was sie bei 32 Stunden / Woche verdient. Will ich nicht. Es würde locker ausreichen um alle zwei Zwerge großzuziehen. Das Glück hat nicht jede.
Und wir überlegen ernsthaft, ob wir ein zweites wollen.
Der Grund dafür ist wie oben erwähnt, die Freude, die Liebe. Vllt. hast du so etwas nie zu spüren bekommen, vllt. ist das der Grund für Deine herbe Meinung.
 
  • #30
Und wie erwähnt, ich sehe bei all dem Mutterwitz im Forum immer noch keinen nachvollziehbaren Grund warum Sie nun Kinder haben....es wird immer nur betont dass sie froh sind Kinder zu haben nur warum sie sie haben wissen sie wohl auch nicht. Schlimm nicht zu wissen warum man ein Kind hat.
Frust abgelassen? Klingst Du aggressiv.

Ich freue mich, meine Beiden zu haben. Wenn sie immer wieder gerne nach Hause kommen.
Ich habe sie groß werden sehen. Erlebt, wie die Welt entdeckt haben. Es war toll, sie ihnen zu zeigen. Mit meiner Frau gemeinsam. Wir haben es uns geteilt, Rentenanwartschaften privat ausgeglichen.

Gründe für Kinder gab es viele. Ich habe sie nie im Detail analysiert. Wozu? Ich wollte aus dem Herzen heraus. Mit der richtigen Partnerin. Das war Grundbedingung. Wir beide waren uns sicher.

Wenn ich bei so etwas nach Gründen suchen muss, will ich nicht. Wenn ich will, finde ich Wege.
Bei wievielen Entscheidungen kennt man alle Gründe?

Durch die neue Partnerschaft nach dem Tod meiner Frau habe ich noch 2 hinzubekommen. Toll.
Der ganze Clan an Weihnachten zusammen. :)

Warum Kinder? Für mich, weil ich Kinder liebe. Eine Frau hatte, die auch Familie wollte und wir es uns gemeinsam miteinander vorstellten.
Stressige Zeiten gibt es immer. Mir waren sie es wert. Die Zufriedenheit ist um ein Vielfaches höher.
Genau an den Feiertagen wieder bestätigt.

M, 54