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  • #31
Meine Mutter hat mich und meine Geschwister sehr jung, also mit Anfang 20 bekommen. Ich und meine Geschwister hatten immer das Gefühl, dass sie einfach überfordert bzw. nicht sehr glücklich mit dieser "Lebensplanung" war und irgendwie haben wir das subtil immer zu spüren bekommen. ...

Ich habe auch nicht behauptet, dass (relativ) jung Kinder zu bekommen alles automatisch zu Gold werden lässt - im Gegenteil, ich habe ja betont, wie schwer es Paare haben gerade heute in der kurzen Zeit von ca. 25-35 alles unter einen Hut zu bekommen. Ich halte es auch für ein gesellschaftliches Phänomen, dass junge Eltern immer 'älter' werden.

Dennoch heißt das nicht, dass das auch gut ist. (Du hattest vielleicht keine so glückliche Kindheit - ich schon und meine Mutter war auch Mitte zwanzig, als ich auf die Welt kam. Ich war ein absolutes Wunschkind, mein eigenes ist es auch.) Ich möchte einfach zu bedenken geben, dass nicht nur, wie Vicky ausgeführt hat, eine späte Schwangerschaft für Mutter und Kind nicht unproblematisch ist - sondern dass es mit einer hoffentlich glücklichen Geburt eben nicht getan ist. Den Löwenanteil der Zeit, die man mit Kindern verbringt, ist die Zeit, in der sie erwachsen sind - normalerweise. Es ist auch für die Kinder alles andere als schön, wenn die Eltern sterben, wenn sie selbst erst um die dreißig sind.
(w,40)
 
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  • #32
Den Löwenanteil der Zeit, die man mit Kindern verbringt, ist die Zeit, in der sie erwachsen sind - normalerweise. Es ist auch für die Kinder alles andere als schön, wenn die Eltern sterben, wenn sie selbst erst um die dreißig sind.
(w,40)


Das stimmt aber so nicht! "Normal", d.h. von der Natur und Biologie vorgesehen ist lediglich, dass die Mutter solange lebt, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Und genau so war es die ganzen vergangenen Jahrhunderte: Die Mutter starb, wenn das jüngste Kind in der Pubertät war!
Genau das, was manche hier immer als unnatürlich hinstellen, nämlich, dass die Eltern beim "Abitur" des Kindes "bald sterben" - ist in der Menschheitsgeschichte völlig normal gewesen! Die Kinder waren ja auch viel früher selbständig und erwachsen!

Insofern passt es schon, dass sich das Alter fürs Kinderkriegen heute immer mehr nach hinten verschiebt. Die Lebenserwartung ist enorm gestiegen! Überhaupt nicht mehr vergleichbar mit früher! 60-70jährige sind heute meistens noch ziemlich fit und aktiv, und diese Tendenz wird auch immer weitergehen! Auch 40-Jährige "Jungeltern" werden in der Regel, wegen der viel höheren Lebenserwartung, noch genügend Jahre mit ihren erwachsenen Kindern haben. Auf keinen Fall weniger als früher!

w43
 
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  • #33
Ja, das stimmt, die Lebenserwartung ist gestiegen. Aber sterben müssen wir dennoch ... vielleicht nicht mehr mit 60, aber doch meist so um die 80 herum. Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen "späte" Eltern - ich bin froh, wenn Paare sich überhaupt noch für Kinder entscheiden! Ich liebe Kinder und unsere Gesellschaft braucht Kinder!

Ich halte aber die Verschiebung von (grob gesagt) 25jährigen Erstgebärenden zu 50jährigen Erstgebärenden für problematisch. Da wird gewissermaßen eine ganze Generation übersprungen. Im Strangtitel wird von einer 46jährigen mit Kinderwunsch gesprochen - diese Frau wird doch dann ungefähr 48 sein, wenn alles sehr gut läuft, oder?

Die Argumentation mit der (fernen) Vergangenheit greift mMn zu kurz. Um böse zu sein: Im Mittelalter sind die Frauen bei der Geburt viel öfter gestorben als heutzutage, also was solls, sollen die Kinder heute doch froh sein, dass sie die Mutter noch 20 Jahre erleben dürfen!
Nochmal: Ich mache den Paaren, die auch spät noch Kinder haben möchten, KEINEN Vorwurf. Sondern einer Gesellschaft, die viel von jungen Leuten erwartet, aber sehr wenig für Familen und Kinder tut. (Und wenn man schon mit der Biologie argumentiert, dann wird die Problematik der Verschiebung von junger zu alter Erstgebärenden erst recht deutlich.)

Ich glaube auch nicht, dass sich diese Entwicklung (hin zu 'späten' Müttern) wieder umkehren lässt. Aber Familiengefüge verschieben sich dadurch - wenn man einfach nur die 3 Generationen betrachtet, die normalerweise involviert sind. Und da finde ich eben, dass es nicht "gut passt" wenn die Frau von der Pflege ihrer Kinder gleich übergeht zur Pflege der alten Eltern.
 
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  • #34
@8, 11: Also wenn ich "Kinderwunsch ja sehr gerne" anführe, dann meine ich damit ganz unmissverständlich, dass ich mir mit dem neuen Partner EIGENE Kinder wünsche und um Himmels Willen keine mitgebrachten, die mich sowieso nur schwer akzeptieren werden. Insbesondere auf die weiblichen Kids zwischen 12 und 16 möchte ich nur zu gerne verzichten!!!
(w, 38)

evtl. deshalb, weil sie als frau da schon eine aufkommende rivalität spüren? schließlich ist frau ja mit 38 auch nicht mehr ganz taufrisch ;) wie kann man nur so verbiestert und stutenbissig daherreden? da ist auch keinem mann zu wünschen mit eigenen weiblichen kindern, dass er so einer frau wie ihnen begegnet: einfach nur igitt!
 
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