• #1

Kinderwunsch - was tun, wenn es nicht klappt?

Wenn Paare sich dazu entschließen Kinder zu kriegen, dann werden alle bisherigen Maßnahmen, die der Verhütung gedient haben umgekehrt: Die Pille wird abgesetzt, die Kondome in den Schrank gepackt, diverse Vitaminpillen aus der Apotheke angehäuft und Sex gibt es nach dem Fruchtbarkeitskalender. Doch was wenn es dann nicht klappt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welche Tipps können Sie anderen Frauen in dieser Situation geben?
 
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Gast

  • #2
Ich befinde mich aktuell in der Lage und kann die Reihenfolge meiner Maßnahmen aufzählen:
Ich habe mit 38 die Pille abgesetzt, mein Partner ist 47. nach 6 Monaten hat es nicht geklappt. Frauenarzt schickt mich direkt zu Kinderwunschklinik. Ich dachte noch es wäre übereilt, jedoch ist es im Alter kurz vor 40 ratsam nicht zu trödeln, denn die Fruchtbarkeit sinkt dramatisch ab und auf natürlichem Weg stehen die Chancen bei 10% pro Zyklus, sofern überhaupt alles gesundheitlich stimmt.
Also Tests gemacht, Sperma abgegeben... Das Sperma ist mäßig schlecht, mein Hormonwert so mittel. Jetzt wird eine künstliche Befruchtung gemacht. Pro Versuch sind 4500€ und die Chance pro Versuch liegt bei ca.25%. Nach 3 Versuchen werden 60% der Frauen schwanger.
Bei Frauen ab 42 wird das üblicherweise nicht mehr gemacht. Zu wenig Erfolg.
Jetzt bin ich 39 und sehe ein, warum man ab einem gewissen Alter eben nicht einfach so abwartet, zumindest nicht, wenn man es sehr will und die Chancen erhöhen will.
Bei verheirateten Paaren übernimmt die KK die Versuche, wenn die Frau unter 40 ist.
Good luck und nicht trödeln ;-)
 
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Gast

  • #3
Ich habe dazu letztens im TV einen interessanten Bericht gesehen, wo ein Facharzt für Kinderwunsch sagte, dass die steigenden Zahlen an Nicht-Schwanger-Werden was mit dem teilweise massiven Übergewicht der Frauen und ungesunder Lebensweise zu tun haben.

Er hat einigen Frauen, die offen dafür waren, nur den Tipp gegeben, mindestens 10 kg abzunehmen, gesunde Ernährung usw. und schnell waren die Frauen schwanger. Das gleiche gilt auch für die Samenfähigkeit der Männer

w 49
 
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  • #4
Ich war ein bisschen jünger, als meine Vorrednerin, als ich schwanger werden wollte. Nämlich 29 Jahre alt. Hat nicht geklappt. Spermatest gut. Hormonbehandlung eher schlecht als recht vertragen. Dann nach Fruchtbarkeitstabelle und Tage rechnen probiert. Alles hat nix geholfen, über 2 Jahre lang.

Konsequenz: Neuen Aufgaben gesucht, meinem Mann in der Firma mehr geholfen, viele Pläne gemacht ua. 6-wöchige Reise nach Australien und wieder als Aushilfe in meinen alten Job als Flight Attendant eingestiegen.

Resultat: Schwanger wurde ich an einem "rein rechnerisch" unmöglichen Fruchtbarkeitstag (kann dies so gut nachrechnen, weil ich wie gesagt fliegerisch unterwegs war, und alles andere als viel zu Hause). So hat es am Zyklustag 21 eingeschlagen, eigentlich unmöglich, aber wahr. Da ich so lange nicht schwanger wurde, rechnete ich mich nichts mehr.

Nach einer Wochenrotation nach Südafrika war mir schlecht, alles fühle sich komisch an. Gehe zum Arzt, weil ich Verdacht auf Amöben habe und er strahlt mich nach der Untersuchung an: Sie sind schwanger !

Ich war nach den monatelangen Übungen fast geschockt !

Jetzt ist mein Sohn bald 17 Jahre alt.

Gedanken muss frau versuchen zu lösen. Versuchen, nicht immer daran zu denken. Und ich hoffe, dass bei allen, die künstliche Befruchtungen versuchen, es klappt.

Und falls es gar nicht klappen sollte. Das Leben ist auch ohne Kinder machbar.

Alles Liebe
 
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  • #5
Es tut mir unendlich leid, für jede Frau, bei der es nicht klappt, wenn Sie sich Kinder wünscht.
Ob man da trösten kann, das weiß ich nicht.

Ich würde es - auf jeden Fall - immer weiter versuchen (auf natürlichem Weg).
Locker bleiben - und nicht nur (!) Sex nach dem Fruchtbarkeitskalender.
Ich habe 2 Kinder. Mein erstes Kind war sehr anstrengend.
Daraufhin wollte mein Mann kein Zweites. Damit habe ich mich zwar abgefunden, habe allerdings (trotzdem) mit der Pille aufgehört, weil ich eigentlich noch ein Kind wollte.
Ich dachte mir - lassen wir es Gottes Wege (Schicksal ) sein.
Mein Mann hat aufgepasst. Kondom benutzt. Ca. 4 Tage vor Periode und 4 Tage nach Periode haben wir nicht aufgepasst.
Unser Mädchen, das darauf hin entstand, war also Schicksal. Gott gewollt. :)))

Ich kenne zwei Frauen /Freundinnen, bei denen hat es nicht sein sollen.
Schade.
Also - mein Rat: In beide Richtungen denken.
Wenn es Euer Schicksal ist, dann klappt es auch. Und wenn nicht, dann müsst Ihr auch ohne Kinder glücklich werden.
Die Natur ist grausam. Und kein Mensch (nur Gott) weiß, wieso die einen Kinder bekommen und die anderen nicht.
Ein kleiner Trost, falls es nicht klappt: Kinder sind ein wunderbares Geschenk, aber Erziehung ist anstrengender, als man denkt. Und nie wieder im Leben - wirklich nie wieder - ist man sorgenfrei.

Viel Glück und Gelassenheit wünsche ich Euch.
 
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Gast

  • #6
Ich war ein bisschen jünger, als meine Vorrednerin, als ich schwanger werden wollte. Nämlich 29 Jahre alt. Hat nicht geklappt. Spermatest gut. Hormonbehandlung eher schlecht als recht vertragen. Dann nach Fruchtbarkeitstabelle und Tage rechnen probiert. Alles hat nix geholfen, über 2 Jahre lang.

Resultat: Schwanger wurde ich an einem "rein rechnerisch" unmöglichen Fruchtbarkeitstag (kann dies so gut nachrechnen, weil ich wie gesagt fliegerisch unterwegs war, und alles andere als viel zu Hause). So hat es am Zyklustag 21 eingeschlagen, eigentlich unmöglich, aber wahr. Da ich so lange nicht schwanger wurde, rechnete ich mich nichts mehr.

Nach einer Wochenrotation nach Südafrika war mir schlecht, alles fühle sich komisch an. Gehe zum Arzt, weil ich Verdacht auf Amöben habe und er strahlt mich nach der Untersuchung an: Sie sind schwanger !
Es ist rechnerisch nicht möglich, gesichert den Eisprung und damit die fruchtbaren Tage einer Frau zu bestimmen!
Die fruchtbaren Tage lassen sich am besten mit Hilfe der symptothermalen Verhütungsmethode (auch NFP oder Sensiplan genannt) bestimmen. Man misst früh direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen zu immer der gleichen Uhrzeit die Basaltemperatur und kontrolliert tgl. den Zervixschleim (durch Fühlen, Ansehen, Tasten).
"Zyklustag 21" ist ein völlig normaler Moment im monatlichen Zyklus, um sich in der fruchtbaren Zeit zu befinden; es kommt ja auch ganz drauf an, wie lange der Zyklus ist (bei den meisten Frauen 28-34 Tage).
Der menschliche Körper läuft nicht wie ein Uhrwerk, sondern ist von vielen individuellen Faktoren abhängig! Der Zyklus kann durch Krankheit, Umgebungswechsel, Stress, Diät, usw. auch Monat für Monat länger oder kürzer sein; der Eisprung früher oder später. Das lässt sich aber - wie schon gesagt - nicht mathematisch berechnen, sondern nur anhand von körperlichen Sympthomen (Temperatur, Schleimbeobachtung) analysieren.

Also meine Tipps für Frauen, die nicht schwanger werden aber einen Kinderwunsch haben: Fangt mit der symptothermalen Methode an!
Laut my-nfp Homepage wurde folgendes herausgefunden: Studien haben ergeben, dass 81 % der Frauen, die ihren Kinderwunsch mit der symptothermalen Methode angehen, innerhalb von 6 Monaten schwanger werden. Nach einem Jahr steigt diese Zahl auf 92 %!
Die symptothermale Methode ist vermutlich die effizienteste Methode, um schneller schwanger zu werden, aber sie ist kein Zaubermittel.

Wenn das nach x-Versuchen nicht funktioniert, bleibt einem wahrscheinlich nur die künstliche Befruchtung!

W (25), welche die symptothermalen Methode monatlich anwendet (im Moment allerdings um nicht schwanger zu werden)
 
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  • #7
Unfruchtbarkeit kann unter Umständen auch ernährungsbedingt sein; zB, wenn eine unerkannte Lebensmittelallergie oder -intoleranz vorliegt.
 
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  • #8
Das Leben genießen! :) sagt dir eine zweifache Mama, studiert, mit 2 Kinderlein (klein und groß) die sehr sehr viel Arbeit machen, mehr als man sich jemals davor vorstellen kann...
 
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  • #9
Tipp1: Noch bevor es "geplant" wird, also lange bevor die Pille abgesetzt wird, alle paar Jahre "alles" bei der Frau untersuchen und eventuell schon korrigieren. Meine Frau und ich haben nach absetzten der Pille durch unbekannte "Probleme" wertvolle Jahre der Bio-Uhr verloren. Das kann "Frau" sogar machen ohne "Mann" zu informieren, falls es da Unsicherheiten gibt, bzw. sogar wenn Sie keinen Partner hat. Ab einen gewissen Alter werden "Probleme" im Frauenkörper nun mal wahrscheinlicher.

Tipp2: Nach Pille absetzen, nicht allzu lange warten.

Na ja, klingt blöd ist aber das alles entscheidende: früher Vogel fängt den Wurm, so einfach ist das.

P.S.: Die Statistiken und Kosten von Nr. 1 zur künstlichen Befruchtung habe ich anders in Erinnerung.

M45
 
  • #10
Die Zahlen, die #1 nennt, sind nicht richtig, es sei denn, sie ist sehr exotisch krankenversichert. Teuer wird es erst, wenn die Kasse nach ein paar Versuchen nicht mehr zahlt. Das lässt sich googlen.
Es hört sich eher so an, als hätte der Arzt an der Empfehlung verdient.
 
  • #11
PS, ich lese gerade, es wurde teuer, weil #1 nicht verheiratet war. Ja das ist dann wirklich euer Problem...
 
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  • #12
Das gleiche gilt auch für die Samenfähigkeit der Männer w 49
Die "Samenfähigkeit" ist von verdammt vielen Umständen abhängig, aber hier nicht kriegsentscheidend. "Wenn es nicht klappt", wie halt von der Frage gefragt, wird sowie immer der Samen "gesammelt" und potenzielle negative Samenwerte durch Behandlung wie z.B. Verdichtung etc problemlos kompensiert. Es sei denn der Mann ist unfruchtbar, aber dann ist es auch egal ob er nun +/- 10 kg wiegt. M45
 
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  • #13
Unfruchtbarkeit kann unter Umständen auch ernährungsbedingt sein; zB, wenn eine unerkannte Lebensmittelallergie oder -intoleranz vorliegt.
Es gibt auch Fälle, wo der Mann einfach nicht zu den Genen der Frau passt, obwohl bei ihm alles gesund und Samen ausreichend vorhanden sind. Kaum hatte die Frau Sex mit einem anderen Mann ist sie schwanger geworden.
 
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  • #14
Dass die KK solche Kosten wie die künstliche Befruchtung bezahlt wußte ich nicht.

Das finde ich den Gipfel der Ungerechtigkeit, dass Frauen, die jahrelang die Pille in sich reinstopfen, damit Gewässer mit Hormonen verunreinigen auch noch auf diese Weise dann finanziell unterstützt werden.
 
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  • #15
Wenn alles nicht klappt - sich freuen, dass man ein kinderfreies Leben hat, und sich drauf konzentrieren, was man stattdessen tun kann um sich selbst zu verwirklichen.
Ist ja nicht so, dass es nicht auch ohne gut ginge.
 
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  • #16
Also wenn es gar nicht klappt, würd ich es normal weiterprobieren und mich nebenbei um ein Pflegekind bemühen. Es gibt genug Kinder aus kaputten Verhältnissen, die vielleicht gerne familiäre Verhältnisse kennenlernen möchten.

In unserer Nachbarschaft führte eine solche Pflegschaft nachher auch mit 18 zur Adoption der dann Jugendlichen, weil sie da eh schon so lange in der Familie gelebt hat wie ein eigenes Kind. Die eigentliche Mutter wollte das Kind nunmal nicht mehr.

Und ansonsten kann man sich auch damit arrangieren. Dann holt man sich Haustiere, kümmert sich um seine Hobbies oder reist viel umher oder arbeitet mal im Ausland.

Ich bin auch kinderlos, weil ich keinen Mann finde. Hab auch mittlerweile mit 34 die Suche aufgegeben. Allmählich frende ich mich mit dem Gedanken an, dass man auch alleine gut kann.

<Mod. Korrektur>
 
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  • #17
Dass die KK solche Kosten wie die künstliche Befruchtung bezahlt wußte ich nicht.

Das finde ich den Gipfel der Ungerechtigkeit, dass Frauen, die jahrelang die Pille in sich reinstopfen, damit Gewässer mit Hormonen verunreinigen auch noch auf diese Weise dann finanziell unterstützt werden.
Das liegt aber auch daran, dass die Frauen von ihren Ärzten/Ärztinnen falsch beraten und informiert werden. Die meisten machen sich leider keine großen Gedanken darum.
Ich finde es aber auch ungerecht!