• #31
Bei dir sieht es dagegen auf dem freien Partnermarkt eher düster aus. Wer so wie er ist bedingungslos geliebt werden möchte, ohne etwas zu tun oder dafür zu geben und dabei selbstverständlich dauerhafte Rücksichtnahme, sensible Wertschätzung etc einfordert, der muss sich nunmal die Frage gefallen lassen "Und was bietest im Gegenzug denn du?"
Wie schön, dass jemand das so genau weiss, wie es um ihn auf dem Partnermarkt aussieht!

Ich kenne viele Menschen (Männer und Frauen) im Rollstuhl, die z.T. über 20 Jahren zusammen sind - verheiratet oder auch nicht!

Wo hat denn der FS gesagt, er erwarte nur Rücksichtnahme seinerseits und dass er nichts gibt und ihr nichts bietet? Sie will ihn sogar heiraten und mit ihm Familie gründen!
Er ist der Mann, der ihr vermutlich niemals fremdgehen würde, selbst wenn er die Chancen dazu hätte! Vielleicht ist er der erste Mann, der sie mit Respekt und Liebe behandelte, denn wäre es nicht so hätte sie sich selbst von ihm getrennt, oder etwa nicht?
Das spricht sehr für ihn, wenn sie ihn heiraten will! Sie fühlt sich geborgen und sicher bei ihm!

Er ist derjenige, der jetzt Abstand braucht aber sie braucht offenbar ein "hilfloses" Wesen, um sich nützlich, wertvoll und gut zu fühlen! Sie geht zu weit, denn sie bevormundet ihn auch noch, wie ein kleines Kind und ich würde die Beziehung selbst an seiner Stelle beenden.

Gute Taten, die man selbst vollbringt lassen die Menschen sich gut fühlen. Kenne ich auch, wenn ich Touristen in Englisch den Weg erkläre oder jemandem etwas vom Deutschen ins Englische übersetzt habe!
Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass man Menschen in einer misslichen Lage oder Situation helfen konnte.

Nur hier geht es darum, dass der FS seinen Unfall verarbeitet und mit den Schmerzen (auch ich habe Schmerzen aber nicht starke) umzugehen gelernt hat, denn böse gesagt ausser Suizid blieb ihm ja nichts anderes übrig, wie mir auch nicht!

Sein Wunsch ist als Partner und nicht als Schützling wahrgenommen zu werden. Vor allem auch deswegen, weil auch sie gleiches Schicksal haben kann aber dennoch eine ganze Frau ist und keine Patientin.
 
  • #32
Tja,@Erik,
du wirst nun lesen müssen - oder auch überspringen- was du nicht lesen wolltest. Noch dazu von einem Mann, der selber öfters Schmerzen hat. Und dennoch ein geiles Leben hat.
Du hast geschrieben, dass es ja ganz nett war, dass jemand sich für dein Leiden und deine Geschichte interessiert hat.
Und nun ? Hast du dem Mädel jemals danke gesagt - dafür, dass sie dir gut getan hat ? Hast du jemals gesagt, dass du nun soweit bist und zu neuen Zielen aufbrechen willst ? Aus deinen Möglichkeiten dieses oder jenes machen möchtest? Dass du nun darin ihre Unterstützung gebrauchen könntest?
Du verhältst dich nicht wie ein Mann - also wirst du nicht als solcher wahrgenommen. Ganz einfach. Ich habe nicht jahrelang nicht gearbeitet, sondern langsam aber sicher mein Tätigkeitsfeld etwas verlagert. Ein Biker, den ich kenne, hat nach schwerem Unfall angefangen, sich (mit Freunden) ein Harley Dreirad zu bauen - das Ding fährt, hat TÜV und er darfs fahren. Und seine Freundin, ein bildhübsches Mädel, steht stolz am Bierstand und holt ihm sein Bier, weil er es nicht mehr kann. Sag der Frau, sie hätte keinen Mann - du bekommst eine Ohrfeige, dass du nicht mehr weisst, wo vorne und wo hinten ist.
Zeig ihr, dass du ein Mann bist - dann nimmt sie dich auch so wahr und behandelt dich so. Und macht ganz selbstverständlich die paar wenigen Dinge für dich, die du nicht mehr kannst.
 
  • #33
Weißt du wie es ist, als Mensch der es nach Jahren geschafft hat seine Schmerzen zu akzeptieren und wieder sehr zufrieden zu sein von der Freundin wie von einer Mutter oder Pflegerin behandelt zu werden? Man fühlt sich mies dabei.

Ich liebe sie, sehr sogar. Langsam habe ich aber meine Zweifel, dass sie überhaupt in der Lage ist mich nicht als Mutter oder Pflegerin zu behandeln. Weißt du wie oft ich deswegen in letzter Zeit im Stillen weine? Wenn du weißt dass du diese Frau liebst, aber einfach nicht mehr mit ihr als Partner zusammenkommst?
Lieber @Erik, es ist keine Lösung im stillen zu weinen und zu leiden, denn ich verstehe dich ganz gut! So wie ich keinen Mann brauche, der die soziale Rolle des Pflegers einnimmt und mir die Rolle eines "Pflegefalls" erteilen möchte, braucht ihr die Rolle eines Partners und einer Partnerin zueinander!

Schreibe ihr doch eine E-Mail oder auch einen Brief und alles in Ich-Form, wie du dich dabei fühlst. Unmündig, wenn sie dich noch analysiert oder vermutlich Vorschläge bringt, was du machen könntest und solltest, damit es dir gesundheitlich besser geht! Auch bei mir kommen immer wieder verschiedene Menschen, die es "besser" wissen, wie ich wieder gesund werde! Christliche Fundamentalisten, die behaupten, ich würde gesund, wenn ich nur an Gott glaubte und regelmässig betete! Die mir von dieses und jenes Mittel erzählen und andrehen wollen, wie überteuerte Nahrungsergänzungsmittel.

Das ist sehr lästig und schlimm, nur deswegen, weil die Menschen kein Leid ertragen können (Betroffene lernen es mit der Zeit ihr Leben zu akzeptieren und gehen wunderbar damit um) bzw. bei anderen nicht akzeptieren können. Ich glaube auch, dass sie das nicht kann, weil sie dich liebt!

Schreibe ihr alles, was du uns hier geschrieben hast und zur Not zeige ihr diesen Thread. Sage ihr unbedingt, welche Gefühle ihr Betüdeln, Umsorgen, Kümmern in dir auslösen! Auch, dass du aus Ohnmacht nur weinen musst, weil du nicht mehr weiter weisst! Wie gesagt, am besten schriftlich und du kannst so lange an der Mail feilen, bis du sie perfekt findest und absendest.

Frage sie ausserdem, wie sie sich fühlen würde, wenn die Rollen vertauscht wären?
 
  • #34
Erik,
wenn du als begehrenswerter Mann gesehen werden willst, musst du zwei Dinge tun: dich wie ein begehrenswerter Mann verhalten und die Frau wie eine begehrenswerte Frau behandeln.

Das gilt unabhängig von Erkrankungen, Behinderungen und sonstigen Problemen.
Männer, die dies nicht vermögen, werden von Frauen als sexuelles Neutrum gesehen (Kumpelschiene), wenn sie gesund sind. Wenn sie krank sind, eben als bemitleidenswertes sexuelles Neutrum.

Darüber kannst du nun schimpfen, du kannst es auch doof oder ungerecht finden - es ändert aber nichts.

Wie ich verstanden habe, habt ihr euch nach dem Unfall kennengelernt. Ihr hattet also nie eine aktive sexuelle Kennenlernphase, sondern erst jetzt, da es dir langsam besser geht, findest du zu deiner Männlichkeit zurück. Euch fehlt die Basis, die eine Beziehung normalerweise durchläuft: man lernt sich kennen, verliebt sich, kommt die ersten Wochen und Monate kaum aus dem Bett raus etc. Die Zeit, in der sie dich als einen kerligen Mann wahrgenommen hat. Hat sie nie, konnte sie nie, weil es dir schlecht ging.

Diese Basis müsst ihr neu aufbauen. Das ist schwierig, weil ihr bereits sehr vertraut seid, die Spannung und das Kribbeln des Anfangs nicht einfach wieder herzustellen sind.
Beginne damit, sie (wieder) zu umwerben, wie du es in einer gesunden Kennenlernphase getan hättest.
Gibt es Frauen die mich trotzdem als Mann wahrnehmen würden ohne diesen ganzen Zirkus oben aufgeführt und obwohl ich Schmerzen habe?
Ich glaube nicht. Siehe oben.
Wenn ich mich nicht wie eine Frau verhalte, kann ich auch nicht erwarten, als Frau gesehen oder behandelt zu werden. Dann bin ich sexuell auch ein Neutrum, eine Kumpeline, und kein Mann will mit mir ins Bett. So sind die Regeln.

Den ganzen Zirkus musst du sicher nicht aufbieten. Lebe deine eigene Männlichkeit aus, das wird sicher reichen. Stelle sexuelle Spannung her, wenn sie zu analysieren anfängt. Frauen analysieren allzu gerne, das ist leider so. Leite das Thema konsequent und mit einem Grinsen um, z. B. auf die Analyse ihrer sexuellen Vorlieben, oder lass sie eben deine analysieren. Du willst Erotik - dann lebe sie.
 
L

LadyBink

Gast
  • #35
Lieber @Erik,
Schreibe ihr... Auch, dass du aus Ohnmacht nur weinen musst, weil du nicht mehr weiter weisst! Wie gesagt, am besten schriftlich und du kannst so lange an der Mail feilen, bis du sie perfekt findest und absendest.

....
"Weil du nicht das machst, was ich möchte, bin ich totunglücklich und muss die ganze Zeit nur dasitzen und weinen"....
Dein Rat ist billigste Manipulation und darüber hinaus in der Tat ziemlich unmännlich. Wer sich so benimmt, muss sich ja nicht wundern, wenn er oder sie wie ein Bedürftiger und nicht wie ein Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wird.

Und wenn du, liebe Mandoline, mich im Supermarkt mit Hilfe "beauftragen" würdest, dann würde ich dich fragen, wo du mir denn im Gegenzug helfen möchtest- bis auf die Beine ist bei dir ja alles schön und in bester Ordnung, wie du selbst nicht müde wirst zu erwähnen.

Im neuen Bundesteilhabegesetz ist dieser Ansatz übrigens auch ganz stark vertreten. Menschen mit Beeinträchigung sollen Teil der Gemeinschaft sein und zwar nicht als Leistungsempfänger, sondern als Leistungsnehmer und Leistungsgeber.

Spätestens 2020 werden sich da so einige "Beeinträchtigte" so richtig umschauen, denn das Cherry-Picking, das auch der FS hier versucht mit seinem "Nimm mich wie ein starker und männlicher Mann wahr, aber fordere gefälligst nichts von mir, habe Verständnis, nimm Rücksicht und liebe mich genau so, wie ich bin", wird dann so über weite Teile eben nicht mehr funktionieren.

Das wird für einige Beeinträchtigte ein ziemlich unsanftes Erwachen und runterstürzen aus ihrem eigenen Elefenbeinturm geben, aber wirkliche Gleichberechtigung ist ja eben nicht die dauerhafte Wattepackung und Dauerbevorzugung, sondern abgesehen von den körperlichen Einschränkungen die Gleichbehandlung mit allen Vorzügen und eben auch mit allen Pflichten.
 
  • #36
Du bist im Forum einer Partnerbörse und fragst, ob Frauen an dir mitdeinem Handicap Interesse haben und jetzt versuchst du auf die Tränendrüse von der großen Liebe zu drücken?

Deine Freundin träumt vom Heiraten und du bereitest den Absprung vor - aber natürlich nur, wenn du dir Chancen ausrechnest.
Allein sein willst du ja nicht.
 
  • #37
Sorry, aber ich kann das hier nicht nachvollziehen. Zu einer Dynamik gehören immer zwei und ich kann mir vorstellen, dass deine Freundin auch dazu ihren Teil beiträgt. Es kann sein, dass sie ihre Rolle "braucht", weil sie nur so die Kontrolle behält.
Wenn du ihr das "wegnimmst", steht sie quasi aus ihrer Sicht mit leeren Händen da. Wahrscheinlich kann sie sich nicht vorstellen, um ihrer selbst geliebt zu werden und braucht deshalb die Rolle des überlegenen Helfers. Ja, und es kann sein, dass Beziehungen, die auf einer solchen Grundlage entstehen, zerbrechen, wenn einer aus der Rolle ausbrechen will. Auch Verlustängste können im Spiel sein. Wenn du unabhängiger wirst, verliert sie ihr Monopol, dass sie unentbehrlich ist für dich.
Sehr schwierig. Nachdem ihr euch beide deiner Aussage nach liebt, würde ich es mit einer professionellen Beratung versuchen, um genauer dahinter zu schauen. Ich denke, ihr werdet es aus eigener Kraft eher schwer schaffen, da raus zu kommen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie das nicht möchte, weil sie dann an Einfluss verliert. Ansonsten kannst du nur versuchen, dein Leben zu leben, so gut es geht. Die wenigsten Menschen können mit Handicap gut umgehen. Entweder fallen sie in extreme Abgrenzung bis zur Verachtung, sie zu, wie du fertig wirst, und komm mir bloß nicht mit Opfer-oder überstülpender, demütigender "Hilfe". Für beide Seiten ist es nicht so leicht, die Balance zu halten, dass beide Seiten ihre Würde und Integrität waren können.
 
  • #38
Wie ich verstanden habe, habt ihr euch nach dem Unfall kennengelernt. Ihr hattet also nie eine aktive sexuelle Kennenlernphase, sondern erst jetzt, da es dir langsam besser geht, findest du zu deiner Männlichkeit zurück. Euch fehlt die Basis, die eine Beziehung normalerweise durchläuft: man lernt sich kennen, verliebt sich, kommt die ersten Wochen und Monate kaum aus dem Bett raus etc. Die Zeit, in der sie dich als einen kerligen Mann wahrgenommen hat. Hat sie nie, konnte sie nie, weil es dir schlecht ging.
Sie haben sich kennengelernt 3 (!) Jahre nach dem Unfall als es ihm wesentlich besser ging nur blieben die chronischen Schmerzen mit denen er zu leben lernte.

In dieser Zeit hatten sie auch Sex (so habe ich es verstanden) mit dem Unterschied, dass die Frau nicht aufhört, ihn wie einen Patienten zu behandeln. Solche Menschen gibt es leider egal wie man sich selbst verhält!

Ich hatte Freunde, die mich als ebenbürtige Partnerin sahen und behandelten, die mir meine Selbständigkeit liessen und mich z.T. was ich alles selbst bewältige bewunderten.

Das Problem ist, dass die Frauen, viel. auch weil sie Mütter werden können, möglicherweise auch naturgegeben sich viel mehr um einen Menschen kümmern, ihn umsorgen, betüdeln, ihm helfen.
Wie viele heterosexuelle Männer arbeiten als Pfleger? Extrem wenige! Wenn dann sind das homosexuelle Männer und zu 80-90% sind es doch Frauen.

Das tun doch Frauen auch einem gesunden Mann gegenüber! Übernehmen leider die Mutterrolle, legen dem Mann frische Kleider und die passende Krawatte, machen Arzttermine für ihn, kochen ihm essen zum Mitnehmen.

Denn Erik ist wie er ist, es ist nicht die passende Frau für ihn, wenn sie damit nicht aufhört oder sie nimmt sich einen Hund und verlagert ihr Heldersyndrom auf das Tier.

Eine selbständige Frau im Rollstuhl wird von den Männern auch als Frau behandelt. Zumindest erfahre ich das selbst so, weil ich mich auch entsprechend verhalte und modisch kleide und ab und zu dezent schminke.
 
  • #39
Ich möchte eine andere Sicht bringen.

@Erik schreibt nicht, dass er sie ganz nett fand - sondern dass es ganz nett war...
Nur dieses Verhalten von ihr wird jetzt, wo es besser geht, ein Problem.

Dies geschieht bei Männern und Frauen - es gibt Krisenzeiten, man ist instabiler, schwächer. In diesem Moment findet sich das Pendant dazu, hier der/die Kümmer/in. Wie sich generell im Leben bestimmte Paarkonstellationen finden.
Das tut gut in diesen Zeiten, gibt Halt, etc. Nur basiert so eine Beziehung damit auf diesem Element - Kümmerer / Bekümmernde.

Schwierig wird es, wenn einer dieses System verlässt, dies nur ein Abschnitt war. Dann muss sich die Rolle des anderen neu definieren, andere Elemente zum Tragen kommen.

Der FS möchte nach den Zeiten der Schwäche wieder auf eigenen Füßen stehen, die Einschränkungen möglichst minimieren, und sich, und den Leben nicht über die chronischen Schmerzen definieren und bestimmen lassen. Scheint hier so langsam einen Weg gefunden zu haben. Das ist nicht leicht, und sicher hat sie über ihre Unterstützung einen sehr guten Beitrag geleistet.
Wenn die Liebe trägt zwischen den Beiden, kann die Beziehung neu aufgestellt werden - ich denke aber, ohne Paartherapie wird es schwierig. Das sind eingefahrene Muster, die aufgelöst werden müssen, durch neue verbindende Strukturen ersetzt werden müssen - und sie wird sich ihre Kümmererseite ansehen dürfen.

Ich kannte einen Mann, der auch so ein Kümmerer ist, diese Aufgabe sucht, Regelmäßig geht er Freundschaftliche Beziehungen ein, die ungleichgewichtig sind, wo er gebraucht werden kann, und die Beziehungen enden alle, wenn diese Hilfe nicht mehr benötigt wird.
Warum endet es dann? Weil alles Reden nichts nützt, weil die Fürsorge immer größer wurde, Entscheidungen über den Kopf hinweg getroffen wurden - gleichzeitig Eifersucht und Verlustängste spürbar wurden.
Er mag den Papa machen, das Kind hat dem zu folgen. Er meint es schließlich gut mit einem.
Im Zeiten der Schwäche kann so etwas gut tun, aber auf Dauer ist kein Papa gefragt, sondern Freund, Partner, Augenhöhe.

Die meisten Menschen, die mit Einschränkungen zu tun haben und gelernt haben, damit umzugehen, möchten Beziehungen, Außenkontakte, wo nicht die Einschränkung im Vordergrund steht, sondern im Hintergrund verschwindet.
Der Mensch - nicht der "Kranke".
Das Wort schätze ich hier sowieso nicht, weil es damit schon eine Sonderstellung impliziert.

@ Erik, rede mit ihr, kläre es.
Vielleicht gelingt die Veränderung, vielleicht musst Du sogar mehr für sie der Starke sein, je nachdem was hinter dem Kümmererverhalten steht.
Und meine Anerkennung, es ist ein harter Weg.

Den Post von @Tom26 würde ich allerdings auch als Anregung nehmen, für Deinen weiteren Weg.
 
  • #40
Lieber FS,
Frauen sind genauso unterschiedlich wie Männer und haben sehr verschiedene Lebensplanungen. Daher gibt es für Deine Frage keine pauschale Antwort.
Ich gehöre auch eher zu den robusteren Frauen, d.h. bin sehr hilfsbereit gegenüber Menschen die um Hilfe bitten oder unübersehbar Hilfe brauchen, ansonsten überlasse ich sie sich selber.
Ich habe kein Helfersyndrom, d.h. fühle mich von einem hilfsbedürftigen Mann nicht angezogen, finde ihn auf Anhieb sexuell nicht attraktiv (Mann = groß, stark, gesund, empathischer Macher), d.h. die Chancen, dass ich mit einem wahrnehmbar gehandicapten Mann eine Partnerschaft eingehen würde liegen nahe dem Nullpunkt.

Ihr habt Euch in der Situation kennengelernt, in welcher es Dir nicht gut ging. Nun gibt es Frauen mit Helfersyndrom, die sich gern einen kranken Mann suchen, an dem sie das ausleben können und bei dem sie nicht das Risiko sehen, dass er ihnen davonlaufen kann.

Wichtig ist die Klärung, warum lief es in den ersten 1,5 Jahren gut zwischen Euch?
- weil Du nicht anders konntest und ihre pflegerische Art Dir gut tat, d.h. Dein Bedarf war und es war nie anders zwische Euch?
- weil sie mehr Mann in Dir gesehen hat, d.h. die Beziehung hat sich mit der Zeit von sexuell attraktiv auf Pflege gedreht, weil Du das brauchtest?, d.h. die Beziehung zwischen Euch hat sich nicht verändert, sondern Du hast Dich verändert. Dir geht es jetzt besser, Du hast Dich mit Deinem Zustand arrangiert und daher andere Anforderungen an eine Partnerschaft. Wenn das der Fall ist, dann brauchst Du nun eine andere Partnerin.

Ich glaube nicht, dass sich die Kommunikations- und Interaktionsmuster in einer Partnerschaft noch verändern lassen, wenn sie sich über mehrere Jahre bereits verfestigt haben. Das Thema haben wir hier ja auch oft wegen Sexlosigkeit in der Kinderaufzuchtphase. Entweder geht man solche Probleme direkt an, wenn sie sich zeigen oder sie lösen sich in der Beziehung nicht mehr, d.h. Trennung ist erforderlich.

Ich habe meinen Partner (Arzt) nach einem Unfall im Krankenhaus kennengelernt. Er wollte sich etwas kümmern, weil es mich im Urlaub erwischt hatte und ich allein, fern der Heimat war, damit eine schlechte psychische Verfassung den langen Heilungsprozess nicht beeinträchtigt. Nun bin ich eine jammerfreie Zone und so sah er schon beim ersten Gespräch, was er sich bei einer Frau wünscht, d.h. er hat kein auch Helfersyndrom, braucht keine kranke Frau. So lernten wir uns kennen, ohne dass die Krankheit eine Rolle spielte.
 
  • #41
Solche Menschen gibt es leider egal wie man sich selbst verhält!
Sicher gibt es solche "Kümmerer", eben Menschen die ihren eigenen Wert über die Hilfe für andere Leute definieren.

Falsch ist, dass sich diese Kümmerer um jeden kümmern, auf den sie treffen. Sie suchen sich ihre zu Betüddelnden sehr genau aus, und zwar nach den Kriterien Unselbständigkeit und Hilflosigkeit.

In meinem Freundeskreis (4 Mädels) haben wir eine solche Kümmererin.
Eine von uns ist eine sehr selbständige Frau, die ihren Weg sehr wohl zu gehen weiß, aber trotz ihrer 40 Lebensjahre noch die Aura und das Auftreten eines jungen, naiven Mädchens hat. Die beiden anderen von uns sind ebensolche selbständigen Frauen, aber mit kongruenter Ausstrahlung.

So, was denkst du nun, liebe Mandoline, wer von uns Dreien die Hilfe der Kümmererin im Überfluss angeboten erhält, und wer nicht?
Wir beeinflussen das Verhalten unseres Gegenübers sehr wohl.
 
  • #42
Ich glaube, das kann man nicht vergleichen. Jemand der einen Unfall hatte und bald wiederhergestellt ist und jemand, der sehr lange damit zu kämpfen hatte und wo der Körper auch beruflich wichtig war. Ich finde es wichtig, dir professionelle Beratung zu holen.
Und es gibt Frauen und Männer, die mit einem gehandicapten Partner leben können ohne in eine Rolle zu fallen.
Wäre du denn bereit, einen Partner mit Handicap zu akzeptieren?
Oder eine Frau, die zb leicht Übergewicht ist, optisch nicht perfekt?
Bist du bereit alleine zu leben?
Ich kann mir vorstellen, dass du als ehemaliger Kaderathlet sehr hohe Ansprüche an dich und deine Umgebung hast.
Letzlich sind wir alle nur Menschen, verletzlich und mit Schwächen und Stärken.
 
  • #43
Es gibt Frauen, die fühlen sich unweiblich, weil sie einen kleinen Busen haben. Aber nirgends steht geschrieben, dass man erst ab einem C-Körbchen eine Frau ist. Du fühlst dich unmännlich, weil du nicht der klassische Superheld bist?
Für mich ist es eher deine eigene Einstellung, die dich weniger Mann sein lässt. Deine Freundin hat damit wenig zu tun. Dein genauer Zustand und Tagesablauf, worin genau du eingeschränkt bist und wo du Hilfe wirklich brauchst wird hier nicht so deutlich, dass ich beurteilen kann, wie sehr du auf Hilfe angewiesen bist und ob deine Freundin übertreibt oder nicht. Aber allein die Tatsache, dass du dies so negativ siehst, sagt schon viel über dich.
Mag sein, dass deine Freundin dich etwas zu sehr bemuttert, aber was soll sie tun? Ignorieren kann man so etwas kaum. Wenn ich einen Menschen liebe, teile ich automatisch sein Leid und möchte helfen. Deswegen sehe ich ihn nicht weniger als Mann, sondern freue mich für ihn da sein zu können.
 
  • #44
@Jana_09/15, @LadyBink, @BlackBetty. Was mich an dieser Diskussion aber auch allgemein in letzter Zeit sehr stört, ist, dass im Laufe der Diskussion immer aber wirklich immer dem/der Fragesteller/in die Schuld in die Schuhe geschoben wird.

@Erik und ich haben seit Jahren unsere Persönlichkeit, die sich auch mit dem Schicksal noch weiter herausbildet. Die Perslnlichkeit, das Verhalten, das Auftretreten, die Wirkung nach Aussen ist mehr oder weniger gleich! Die Frage ist nur: welche Frauen begegnet er und welche Männer begegne ich?

Er begegnete einer barmherzigen Samariterin, so wie ich auch schon 2 barmherzige Samariter (der eine wollte einen Pflegekurs beim Roten Kreuz machen, was er auch tat) begegnet bin.

Warum müsst ihr ihm die Schuld geben, nur weil er für seine Intergrität und Selbstständigkeit mit Händen und Füssen kämpfen muss? Warum ist er an der Situation Schuld und dabei könnt ihm nicht einfach zugestehen, dass er selbst weiss, was er will und bracht: eine Partnerin und keine Pflegerin!
By the way: Ich jammer nicht, bin positiv, ich rede nicht über meine Schmerzen, ich schaue nach vorne, bin finanziell und emotional nicht von ihr abhängig, könnte auch zufriedener Single sein.
Doch was am wichtigsten ist: Ich liebe sie, sehr sogar und versuche Verständnis für sie aufzubringen, doch dieses ständige sich-um-mich-kümmern-wollen zerstört langsam unser partnerschaftliches Zusammensein, unsere Libido und schlussendlich unsere Liebe.
Er wird sich nie wieder melden, weil er hier beschuldigt wird.
Ich verstehe ihn total, dass er keine Lust mehr hat, sich hier zu äussern!

Paartherapie kann die Beziehung klären, sonst gar nichts!
 
  • #45
Stellen wir uns nun alle vor seine Freundin würde hier unabhängig von ihm eine Frage stellen, ohne zu wissen, dass er bereits auch eine stellte und sie schreibt (frei erfunden):

"Ich habe vor 1,5 Jahren meinen jetzigen Partner kennen gelernt, der früher ein Athlet war und einen schweren Unfall hatte. Er war in einer Rehaklinik hatte sich vom Unfall ziemlich gut erholt doch zurückgeblieben sind seine chon. Schmerzen.
Er ist mein Traummann, denn auch er war für mich in der schweren Zeit anwesend hat mich unterstützt und er ist ein Mann dem ich bedingungslos vertrauen kann. Ich möchte ihn heiraten und mit ihm Kinder haben.
Doch in letzter Zeit weist er mich zurück und hat den Kontakt zu mir für einige Tage abgebrochen. Wegen des Unfalls will ich ihm immer helfen und mich um ihn kümmern und ich verstehe nicht, warum er mich zurückweist und nicht sieht, dass ich das nur aus Liebe zu ihm mache! Gerade weil ich ihn liebe mache ich das alles für ihn! Warum lässt er das nicht zu? Warum zweifelt er an unsere Liebe und Zukunft?
Was soll ich tun ich habe so schreckliche Angst in zu verlieren er ist mein Traummann und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen! Was würdet ihr mir raten?"

Was würdet ihr alle raten, wenn sie diese Frage stellte?
Ich würde der Frau alles genauso schreiben, was ich hier geschrieben habe, wie er sich dabei fühlt (ohnmächtig, hilflos, abhängig, bevormundet - wie ein kleines Kind) und dass sie ihn erst recht so verlieren wird! Weil er kein Kind sondern ein Mann, der nur einen Unfall hatte und jetzt nur noch Schmerzen als Folge. Mehr nicht!

Und dass er die Nase voll hat und die Beziehung früher oder später beenden wird, um unabhängig, frei und Herr über sein Leben zu werden und als erwachsener Mann und nicht als Baby gesehen zu werden. Ich würde ihr raten, ehrenamtliche Arbeit zu übernehmen in Krankenhäusern oder Altersheimen, wo sie sich gebraucht und nützlich fühlen kann, wenn ihr das so gute Gefühle bereitet und darauf nicht verzichten will. Sich unentbehrlich zu fühlen: mich braucht man, ich bin sehr wichtig!
 
  • #46
@Mandoline Gegenfrage: Warum liest du die Texte des FS selektiv?

Am Anfang war es ja ganz nett, dass da jemand ist der sich für meine Geschichte interessiert und für mich da sein möchte. Nach und nach wurde das aber zu einer Belastung für mich.
Ein Mensch mit Helfersyndrom benötigt, genau wie der Alkoholiker und der Narzisst, seinen Co-. Ohne den funktioniert es nicht. Der FS selbst hat diese Frau in sein Leben eingeladen, es eine Zeit lang genossen. Da du, Mandoline, dich mit diesen Dingen ja auseinandergesetzt hast, müsstest du das wissen.

Zweiter Aspekt: Du kennst sicher den Spruch "Man kann nicht die anderen Menschen ändern, nur sich selbst."

Die Art, wie wir mit anderen Menschen umgehen, wird immer zu einem Echo ihres Umgangs mit uns.
Würdest du einer Frau, die sich respektlos von ihrem Partner behandelt fühlt, raten, ihren Partner zu ändern? Oder eher zu einer Frau zu werden, die konsequent ist und dadurch Respekt einfordert?
Soll sie mit dem Fuß aufstampfen und sagen "nun respektiere mich endlich" oder der FS gleichsam "nun sieh mich endlich als Mann"? Das ist doch Unsinn, davon abgesehen funktioniert es nicht.

Ich verstehe nicht, warum du dich hier persönlich angegriffen fühlst. Es geht nicht um Schuldzuweisungen.
@Erik hat hier eine Frage gestellt - nicht seine Freundin. Entsprechend erhält Erik hier Ratschläge, was ER SELBST tun kann.
Das möchte er doch, oder nicht? Herr über sein Leben sein. Zumindest habe ich ihn so verstanden. Er sieht sich als Kämpfer.

Was er sicher nicht möchte ist eine Frau wie dich, Mandoline, die schützend vor ihn springt und ihre Daunen wie eine Henne über ihn breitet. So eine hat er nämlich schon zuhause. Das ist kein Kleinkind, sondern ein Mann, der mit Sicherheit keine Frau braucht, um ihn vor den bösen Foristen hier zu schützen. Ich glaube fast, die Zitierten sehen ihn eher als solchen als du.
Mit den Antworten hier kann jeder Fragesteller wie immer machen, was ihm beliebt.
 
  • #47
Stellen wir uns nun alle vor seine Freundin würde hier unabhängig von ihm eine Frage stellen, ohne zu wissen, dass er bereits auch eine stellte und sie schreibt (frei erfunden):

"Ich habe vor 1,5 Jahren meinen jetzigen Partner kennen gelernt, der früher ein Athlet war und einen schweren Unfall hatte. Er war in einer Rehaklinik hatte sich vom Unfall ziemlich gut erholt doch zurückgeblieben sind seine chon. Schmerzen.
Er ist mein Traummann, denn auch er war für mich in der schweren Zeit anwesend hat mich unterstützt und er ist ein Mann dem ich bedingungslos vertrauen kann. Ich möchte ihn heiraten und mit ihm Kinder haben.
Doch in letzter Zeit weist er mich zurück und hat den Kontakt zu mir für einige Tage abgebrochen. Wegen des Unfalls will ich ihm immer helfen und mich um ihn kümmern und ich verstehe nicht, warum er mich zurückweist und nicht sieht, dass ich das nur aus Liebe zu ihm mache! Gerade weil ich ihn liebe mache ich das alles für ihn! Warum lässt er das nicht zu? Warum zweifelt er an unsere Liebe und Zukunft?
Was soll ich tun ich habe so schreckliche Angst in zu verlieren er ist mein Traummann und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen! Was würdet ihr mir raten?"
Ich hoffe @Erik liest noch mit! Diese Zeilen könnten ihm sicher weiterhelfen!

Liebe @Mandoline
Du hast sicher recht damit, dass oft aus Fragestellern der Schuldige gemacht wird und ich frage mich auch, warum viele Foristen in ihrer Argumentation so hart sind und warum es überhaupt immer einen Schuldigen braucht? Gleichzeitig bin ich aber sicher, nicht alle meinen es so böse, wie es manchmal rüber kommt. Man versteht manches auch falsch, aufgrund der schriftlichen Kommunikation. Ich habe dein Statement zu Eriks Frage auch anders gedeutet, als du es scheinbar gemeint hast. Bei mir kam an "er braucht keine Pflegerin, sie soll das gefälligst lassen"! Dabei siehst du auch beide Seiten.

Ich verstehe deine Argumentation für Erik, aber ist es nicht oft so, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung schon SEHR empfindlich reagieren, was Hilfe annehmen angeht?
Es geht hier doch nicht um Schuldzuweisung, sondern um Hilfestellung! Hilfe anbieten in Form von Rat! Dazu gehört auch, dass man beide Parteien hinterfragt um erkennen zu können, warum das Problem entstanden ist.
Ich muss dir recht geben, oft wird dieser Bogen überspannt, siehe auch im Nachbar Thread wo der Mann als FS wieder einmal Schuld daran ist, dass seine Frau seit 3 Jahren keinen Sex mehr mit ihm möchte.

In Erik's Fall glaube ich, dass er mittlerweile zu empfindlich reagiert und seine Freundin ihn immer noch so umsorgt wie es zu einem Zeitpunkt notwendig war wie es ihm noch schlechter ging. Heißt ER + SIE müssen sich bewegen, etwas verändern, nicht einer alleine. Und das ist meiner Meinung nach SEIN Denkfehler, auch wenn ich ihn und seine Situation verstehen kann.
 
  • #48
Liebe Mandoline,
es geht hier nicht um Schuld und schon gar nicht um einen Schuldigen. Es geht um zwei Menschen, die sich aufeinander eingelassen haben, weil jeder für sich, den passenden Resonanzboden geboten hat. Es muss nicht schlecht und auch nicht aussichtslos sein. Die Beziehung bietet eine Wachstumsmöglichkeit für beide. Dazu gehört, sich selber infrage zu stellen und zu schauen, wo es klemmt, bevor man den Partner angreift.

Wir können hier aufgrund der sehr wenigen Informationen,nur Denkanstöße bieten und die eine, oder andere Sichtweise aufgrund von eigenen Erfahrungen preisgeben und zum Nachdenken anregen.
 
  • #49
"Weil du nicht das machst, was ich möchte, bin ich totunglücklich und muss die ganze Zeit nur dasitzen und weinen"....
Dein Rat ist billigste Manipulation und darüber hinaus in der Tat ziemlich unmännlich. Wer sich so benimmt, muss sich ja nicht wundern, wenn er oder sie wie ein Bedürftiger und nicht wie ein Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wird.
Das darf nicht wahr sein! Der Mann hatte nur einen Unfall (kann jedem passieren) und wird hier beschimpft, weil er sich nicht von seiner Freundin, wie ein sterbenskranker Mann behandeln lässt! Geht's noch? Er hat nicht Krebs oder Parkinson, er hatte nur einen Unfall! (Meinem Vater führte ich das Glas Wasser zum Mund 2 mon. vor seinem Krebstod, weil er so schwach war, bettlägerig und keine Kraft in den Händen hatte!). Macht euch bitte nicht lächerlich damit!

Die Folge ist chron. Schmerzen. Haben Millionen Menschen in DE - manche stärkere, manche schwächere! So what? Ist das ein Grund ihn wie einen "Privatpatienten" zu behandeln?
Besser sie wird schwanger von ihm, dann kann sie ihr Baby umsorgen und ihn in Ruhe lassen!

Penetrante Leute, die nicht begreifen, wo und wann ihre Hilfe angemessen und angebracht ist, sind zum K****
Kein Wunder ist er verzweifelt und weder ein noch aus weiss! Habe auch schon aus tiefer Verzweiflung in Bezug auf eine weibl. Person bitterlich weinen müssen! Und den Kontakt vorerst beendet, die mich auch bevormundete!
Mein Rat entspricht der Wahrheit - wer das als Manipulation versteht ist selber schuld! So sie auch.

Heisst das implizit, ein Mann, der einen schweren Unfall hatte oder eine chron. Krankheit kein Recht hat selbstständiges Leben zu führen und er muss auf Teufel komm raus gepflegt und betüdelt werden, er muss sich zu einem kleinen Kind degradieren lassen? Vogel friss oder stirb?

Jeder Mensch der Hilfe braucht kann selbst danach fragen!
So auch @Erik, wenn er Hilfe braucht. Sie muss nicht bei jeder Kleinigkeit springen! Genau das sagt er ihr auch aber es hilft trotzdem nichts!

Warum sind hier einige so extrem feindselig und aggressiv? Oder ist es vielleicht Neid, dass der Mann trotz seines Unfalls eine Beziehung hat?

By the way: Warum sucht sich eine Frau einen Mann aus, der verunfallte und einige Jahre vom Arbeitsmarkt weg war? Und möchte ihn sogar heiraten, als gäbe es keine anderen Männer für sie? Ist sie so bescheuert? Es ist mitnichten so, dass nur er sie ausgesucht hat!

 
  • #50
Ein Mensch mit Helfersyndrom benötigt, genau wie der Alkoholiker und der Narzisst, seinen Co-. Ohne den funktioniert es nicht. Der FS selbst hat diese Frau in sein Leben eingeladen, es eine Zeit lang genossen. Da du, Mandoline, dich mit diesen Dingen ja auseinandergesetzt hast, müsstest du das wissen.
...
@Erik hat hier eine Frage gestellt - nicht seine Freundin. Entsprechend erhält Erik hier Ratschläge, was ER SELBST tun kann.
Das möchte er doch, oder nicht? Herr über sein Leben sein. Zumindest habe ich ihn so verstanden. Er sieht sich als Kämpfer.
Jeder Mensch beim Dating ich natürlich froh und angetan wenn der anderen sich für seine Biografie interessiert. Es war gegenseitig auch er interessierte sich für sie und ihre Biografie.

Dass ihr Helfersyndrom solche Ausmasse annehmen würde, hatte er am Anfang auch nicht geahnt.
Das ist wie ein Schneeballsystem.
Es wurde nicht besser weniger oder gleich es wurde mehr. Es ist sehr einfach ihn zu verstehen, wenn man sich nur vorstellt, wie es ist wenn einem den Teller halten will, das Essen schneiden möchte und andere Kleinigkeiten die jeder Mensch machen kann.

Ich habe nichts selektiv gelesen, sondern alles ganz genau. Bin auch 100 % sicher @Erik hätte gar keine Beziehung mit dieser Frau begonnen, wenn er gewusst hätte wie sich das weiterentwickelt.

Und bin auch ziemlich sicher, was ich hier für ihn schreibe würde er auch schreiben nur hat er sich logischerweise und verständlicherweise zurückgezogen. Denn welcher Mensch hat Lust beschimpft und beleidigt zu werden, nur weil sie nicht begreift und begreifen will, dass sie damit übertreibt und ihn als "Mutter" behandelt und ihn am Ende verlieren wird. Mich wird es nicht wundern, wenn er die Beziehung beendet.

Wir alle haben verschiedene soziale Rollen: Partner-Partnerin, Mutter-Vater, Sohn-Mutter, Schwester-Bruder, Arzt-Patient, Pflegerin Patient.
In diese letzte Rolle drängt sie ihn und er will sich davon und wird sich davon befreien
Du hast sie also erst lange nach dem Unfall kennengelernt? Als es dir grad richtig schlecht ging?
Da hast du dir dann absichtlich eine mit Helfersyndrom gesucht, die dich brav mit gesundpflegt und jetzt, wo es dir deutlich besser geht, hat sie ihre Schuldigkeit getan und du suchst ne neue.
Gekauft wie gesehen - erst hat es dir ganz gut in den Kram gepasst und jetzt wird sie entsorgt. Du bist ja für jede Frau der absolute Traumprinz!
Schrecklich die Hasstiraden und die Projektionen auf ihn!
Kein Mensch wird sich jemals wieder trauen sich zum eigenen Problem zu äussern!

Dieses Forum ist leider zu einem Schlachtfeld verkommen, bedauerlicherweise.
Deswegen überlege ich schon lange mein Account im Forum zu löschen, obwohl ich sehr gerne mitlese und schreibe! Aber diese Unterstellungen, Beschimpfungen und Aggressivität sind deutlich zu spüren! :-(.
 
  • #51
wenn du als begehrenswerter Mann gesehen werden willst, musst du zwei Dinge tun: dich wie ein begehrenswerter Mann verhalten und die Frau wie eine begehrenswerte Frau behandeln.
Es kann sein, dass sie ihre Rolle "braucht", weil sie nur so die Kontrolle behält.
Die beiden Posts würde ich als "Leit-Artikel" nehmen. Eine Beratung finde ich auch eine gute Idee. Wenn ihr euch beide liebt, versteht vielleicht nur einer die Sprache des anderen falsch bzw. Deine Freundin würde selber gern ihr Muster durchbrechen, aber schafft es ohne Hilfe nicht. Ich denke auch, wenn beide sich für eine Lösung interessieren, weil jedem auch das seelische Wohl des anderen wichtig ist, dann wird eine Beratung vielleicht auch nicht abgelehnt. Ein beratender Dritter kann, wenn er gut ist in dem, was er tut, "übersetzen", wie es ankommt, was gezeigt und gesagt wird, und wie es falsch gedeutet werden könnte vom anderen.
 
  • #52
Das ist kein Kleinkind, sondern ein Mann, der mit Sicherheit keine Frau braucht, um ihn vor den bösen Foristen hier zu schützen
Sehe ich auch so - er will ja endlich sein Leben leben.
Allerdings - wer sich ändert, der muss das nach aussen zeigen. Sonst bekommen die anderen Leute das nicht mit.
Er hat die Hilfestellungen, die sie ihm gegeben hat, ja gerne entgegen genommen. Woher soll die Frau also wissen, dass nun die "Krankenschwester" mal Pause haben soll ?
Ein erwachsener Mann ist nun mal auch für seine Wirkung auf das schöne Geschlecht zum grossen Teil selbst verantwortlich.
 
  • #53
Puh, das ist teilweise ja wirklich harter Tobak hier.

Lionne69, Pfauenauge und Mandoline treffen es recht gut.

Nochmal: Ich liebe meine Freundin. Sie hat definitiv mit dem Leben mehr zu kämpfen als ich. Ich bin glücklich mit meinem Leben, zufrieden, habe Humor, bin gut aussehend. Zudem habe ich mein Leben so wie es heute ist zu 100% akzeptiert. Kein Bedauern oder Schwelgen mehr nach früheren Zeiten.
Ich würde sie nie nie nie betrügen oder warmwechseln. Ich liebe sie, sehr. Sie ist kein Model, aber meine Liebe. Ich will nur sie, nur mit ihr schlafen, kuscheln etc.
Das Problem ist nur, dass ich mich in ihrer Gegenwart mies fühle.
Beispiel: Ich fühle mich wie fast immer gut, habe Teilzeit gearbeitet, war Schwimmen und gehe anschließend zu meiner Freundin. Nach 5 abgeblockten Versuchen ihrer Betüddelung kommt trotz alledem mein Begehren für sie hoch. Ich falle über sie her, bin heiß und von ihr kommt: "Bist du dir sicher, dass das geht mit deinen Schmerzen?"
Oder aber ich erzähle ihr von meinem neuen beruflichen Projekt dass ich angehen möchte und sie sagt nur: "Ich glaube das wäre zu anstrengend!"

Ich mache genau das nonstop seit einem 3/4 Jahr mit. Die meisten hätten das nicht so lange mitgemacht. Die meisten "Männer" wären davongerannt. Und dann stellt man voller Ratlosigkeit eine Frage hier und wird dafür auch noch auseinandergenommen. Ein Hoch auf die Männer die wissen was sie wollen und es sich dann halt bei einer anderen holen. *Ironie off

Ich will nur sie, auch wenn das für manch eine Frau hier unvorstellbar klingen mag. Ich werde ihr eine Paartherapie/Gesprächstherapie vorschlagen.

Es kann sein, dass sie ihre Rolle "braucht", weil sie nur so die Kontrolle behält.
Wenn du ihr das "wegnimmst", steht sie quasi aus ihrer Sicht mit leeren Händen da. Wahrscheinlich kann sie sich nicht vorstellen, um ihrer selbst geliebt zu werden und braucht deshalb die Rolle des überlegenen Helfers.

Danke dir für diesen Gedankenanstoß. Der hat wirklich was mit mir gemacht. Genauso ist es. Meine Freundin hat große Verlustängste.
Sie braucht sehr sehr viel Sicherheit.
Jetzt bin ich wieder zuversichtlicher!

Danke allen, auch BlackWidow
 
  • #54
"Bist du dir sicher, dass das geht mit deinen Schmerzen?"
Ja logo bin ich sicher- Power pur und Sexualhormone ohne Ende .... und das mit einem frechen Grinsen.
Ich will das machen - und wenn ich wirklich will, dann schaffe ich das auch ....
Das sind die Antworten, die vielleicht nicht fürchterlich nett klingen, die ihr aber zeigen: Erik ist ein Mann, kein Patient kurz vor dem Abnippeln.
 
  • #55
Alles was ich mir in einer Beziehung wünsche ist Liebe, also zu wissen, dass ich nichts dafür tun muss um geliebt und begehrt zu werden.

Lieber FS,
bist du denn sicher, dass du genau das deiner Freundin auch bieten kannst. Vielleicht hat sie das Gefühl, dass sie ganz viel dafür tun muss, um von dir geliebt zu werden. Nun, schließlich ist sie ja kein Model, du siehst gut aus, betonst es hier und das stößt unangenehm auf. Vielleicht lässt du sie diesen kleinen Unterschied spüren, bewusst, oder unbewusst. Du wirst dich in der Paartherapie auch den Dingen stellen und deinen eigenen Anteil erkennen müssen. Sexuelles Begehren wirst du nur erreichen, wenn deine Liebe spürbar ist. Bloßes Lippenbekenntnis reicht da nicht aus.
 
L

LadyBink

Gast
  • #56
Du bist im Forum einer Partnerbörse und fragst, ob Frauen an dir mitdeinem Handicap Interesse haben und jetzt versuchst du auf die Tränendrüse von der großen Liebe zu drücken?

Deine Freundin träumt vom Heiraten und du bereitest den Absprung vor - aber natürlich nur, wenn du dir Chancen ausrechnest.
Allein sein willst du ja nicht.
Besser als BlackBetty kann man es nicht auf den Punkt bringen, danke.

Die Art, in der er sich zuerst über seine Freundin und die angestrebte Trennung zu ihr äußert ist bezeichnend. Er redet davon, sich trennen zu müssen. Kaum schlägt ihm Gegenwind und lediglich das Interesse einer noch gehandycapteteren Userin entgegen, redet er plötzlich wieder von "großer Liebe".

Dabei war am Anfang gerade das Kümmern der Freundin so "nett". Und überhaupt muss er aus Frust häufig weinen. Weil, sie sieht einfach nicht, was für ein toller Mann und starker Mann er ist.

In seinem eigenen Interesse sollte der FS eine Paartherapie machen. Der freie Partnermarkt da draußen ist nämlich verdammt hart. Und ein Heldersyndom lässt sich nicht wie ein Lichtschalter an-und ausmachen. (Zu) viel Helfersyndrom will der FS nicht, aber eine Frau ganz ohne würde ihn gar nicht erst nehmen- oder ihm ziemlich deutliche Ansagen machen.
 
  • #57
Ok, ich denke, ich und vielleicht auch andere hatten dich anfangs falsch verstanden.
Jetzt hast du aber sehr deutlich gesagt, dass du die Frau liebst und mit ihr zusammen bleiben willst.
Du hast inzwischen auch klargestellt, dass du ziemlich gesund und praktisch wieder fit sowie sexuell voll einsatzfähig bist.
Ich fühle mich wie fast immer gut, habe Teilzeit gearbeitet, war Schwimmen....Ich falle über sie her, bin heiß...
Du hast auch meine falsche Interpretation deiner Aussagen im Eingangspost, du fühlest dich als schwacher Mann, deutlich korrigiert ( in einem früheren Beitrag, den ich jetzt nicht mehr gesucht habe ).

Ok, es gibt also keinen triftigen Grund, dich besonders zu behandeln bzw. besondere Rücksichten zu nehmen.
Klasse !
Warum tut sie es dann immer noch, obwohl der Grund inzwischen weggefallen ist und du dir dieses Verhalten ausdrücklich verbittest ?

Mir fällt dazu etwas, möglicherweise Abwegiges ein. Ich sag's trotzdem, ok ? Kannst es ja gleich löschen.
Sie hat definitiv mit dem Leben mehr zu kämpfen als ich. Ich bin glücklich mit meinem Leben, zufrieden, habe Humor, bin gut aussehend. Sie ist kein Model
Sie ist dir also deutlich unterlegen. Muss kämpfen.
Und du siehst deutlich besser aus als sie.
Könnte es sein, dass sie dich klein halten will, weil sie Angst hat, dass du dich von ihr abwendest, wenn es dir wieder gut geht, weil du dann ja wieder alle Chancen bei den Frauen hast ?
Ein glücklicher, zufriedener, berufstätiger, schwimmender, humorvoller, attraktiver Mann kann ja nun wirklich frei wählen.
Eine Frau, die viel kämpfen muss und nicht so gut aussieht, nicht.

Du sagst uns
Nochmal: Ich liebe meine Freundin. ...
Ich würde sie nie nie nie betrügen oder warmwechseln. Ich liebe sie, sehr. Sie ist kein Model, aber meine Liebe. Ich will nur sie, nur mit ihr schlafen, kuscheln etc.
....trotz alledem mein Begehren für sie hoch. Ich falle über sie her, bin heiß...
Ich will nur sie...
Das macht fast die Hälfte deines Posts aus.
Wie oft sagst du IHR so etwas ?
Meine Freundin hat große Verlustängste.
Sie braucht sehr sehr viel Sicherheit.
Genau !

Wenn du ihr so wie uns hier, wirklich sehr oft und ausdrücklich, und da kannst du sicher gar nicht dick genug auftragen, sagst, dass du sie nicht verlassen wirst und sie liebst usw., hat sie es vielleicht gar nicht mehr nötig, dich kleinzumachen.

Noch ein kleiner Tip: sage ihr nie, niemals irgendetwas in der Richtung, dass sie kein Model ist.
Auch nicht mit dem Zusatz, dass du sie trotzdem liebst, dass das nicht wichtig sei etc.
Und auch nie sowas wie 'es ist mir egal, was die anderen denken, also ich finde dich schön'.


w 50
 
  • #58
Der Post #56 von frei trifft es auf den Punkt!

Lieber @Erik, bitte, bitte lese dir diesen Post gaaaanz oft durch! Er ist der Schlüssel zum Erfolg.

Leider hast du uns deinen Post erst sehr spät geliefert, sonst wären die Antworten hier ganz anders ausgefallen.
Und die Anfeindungen in Richtung " er will seine Freundin abschießen und warm wechseln" blendest du am besten ganz aus. Hier im Forum haben manche Frauen aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen kein gutes Männer-Bild. Nimm es nicht persönlich, du bist einfach ein Mann.
 
  • #59
Lieber FS,
nach Deinen Beispielen, wie sie Dich betueddelt wäre ich schon längst schreiend davon gerannt. Das ist kein betueddeln, das ist ein Dich krank reden und Dich krank haben wollen. Sie zieht Dich unglaublich runter, d.h. scheitert noch, aber so zieht man sich einen leistungsschwachen Misantrophen ran. Die Frage ist, warum sie es braucht, dass es Dir schlecht geht. Paartherapie ist da eine gute Idee.

Aus Deiner Beschreibung kann ich nicht erkennen, warum Du mit ihr zusammenbleiben willst.
 
  • #60
Ich verstehe deine Argumentation für Erik, aber ist es nicht oft so, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung schon SEHR empfindlich reagieren, was Hilfe annehmen angeht?
Es geht hier doch nicht um Schuldzuweisung, sondern um Hilfestellung! Hilfe anbieten in Form von Rat! Dazu gehört auch, dass man beide Parteien hinterfragt um erkennen zu können, warum das Problem entstanden ist.
Ich muss dir recht geben, oft wird dieser Bogen überspannt, siehe auch im Nachbar Thread wo der Mann als FS wieder einmal Schuld daran ist, dass seine Frau seit 3 Jahren keinen Sex mehr mit ihm möchte
.
Nun, @Erik hat sich gemeldet und wir sehen jetzt endlich, dass er doch nicht zu empfindlich reagiert! Wenn nicht er weiss, was er seinem Körper nach dem Unfall zumuten kann (Sex!) oder, ob er ein neues berufliches Projekt starten kann, wer kann es besser wissen? Schliesslich hatte er den Unfall und von da an bis zur Reha und die Zeit danach nur er und nicht sie durchgemacht!

Und ungefragte Hilfe, die einem auferlegt wird ist keine Hilfe, sondern Bevormundung!

Es wurden schon Rollstuhlfahrer von Fremden ungefragt über die Strasse geschoben, obwohl sie in der Nähe nur auf jemanden warteten! Se wollten nur helfen! Das ist keine Hilfe, sondern überschreiten der Grenzen!

Bevor ich selbst rückwärts vom hohen Bürgersteig (weil weit und breit keine Absenkung zu sehen ist) auf die Strasse falle, frage ich selbst Passanten um Hilfe oder aufmerksame Menschen haben das beobachtet und fragen mich, ob ich Hilfe bräuchte?
Seine Freundin ist - mit Verlaub - nicht mehr bei Trost!
Lieber FS,
nach Deinen Beispielen, wie sie Dich betueddelt wäre ich schon längst schreiend davon gerannt. Das ist kein betueddeln, das ist ein Dich krank reden und Dich krank haben wollen. Sie zieht Dich unglaublich runter, d.h. scheitert noch, aber so zieht man sich einen leistungsschwachen Misantrophen ran. Die Frage ist, warum sie es braucht, dass es Dir schlecht geht. Paartherapie ist da eine gute Idee.
Ja, liebe Vikky, es ist so! Sie redet ihn fast tot krank - sage ich all die Zeit - und er ist viel zu geduldig und auch ich wäre schon längstens aus dieser Beziehung weg! Viel. braucht sie es, weil es ihr offenbar nie im Leben gut ging und deswegen darf es niemandem neben ihr gut gehen!
 
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