• #61
Ja logo bin ich sicher- Power pur und Sexualhormone ohne Ende .... und das mit einem frechen Grinsen.

Danke dir Tom! Volle Fahrt gg die Mutti. I will give it a try! :)

... und jetzt versuchst du auf die Tränendrüse von der großen Liebe zu drücken?
...
Allein sein willst du ja nicht.

Ach Betty - Ich hab mich dazu mal selbst aus meinem Startpost zitiert:

... [ich] könnte auch zufriedener Single sein.
Doch was am wichtigsten ist: Ich liebe sie, sehr sogar und versuche Verständnis für sie aufzubringen

Auch wenn ihr BlackBetty und LadyBink (ich bin mir sicher ihr entstammt aus der gleichen Feder) den Glauben an euren Traumprinzen schon vor langer langer Zeit verloren habt, so kann ich nichts dafür. Siehe hier:

Und die Anfeindungen in Richtung " er will seine Freundin abschießen und warm wechseln" blendest du am besten ganz aus. Hier im Forum haben manche Frauen aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen kein gutes Männer-Bild. Nimm es nicht persönlich, du bist einfach ein Mann.



Aus Deiner Beschreibung kann ich nicht erkennen, warum Du mit ihr zusammenbleiben willst.

Vikky, Sie ist intelligent, hat das Herz am rechten Fleck. Sie liebt mich und ich liebe sie. Deswegen ist sie für mich auch schön und das Objekt meiner Begierde.

Wenn du ihr so wie uns hier, wirklich sehr oft und ausdrücklich, und da kannst du sicher gar nicht dick genug auftragen, sagst, dass du sie nicht verlassen wirst und sie liebst usw., hat sie es vielleicht gar nicht mehr nötig, dich kleinzumachen.

@frei: Das tue ich, jeden Tag - und warum? Weil ich es auch als genauso empfinde. Ich wünsche mir für sie aber, dass sie diese Kraft aus sich selbst zu ziehen lernt und sich ihrer Qualitäten selbst bewusst wird.

Und eines sollte selbstverständlich sein: Beziehung erfordert IMMER Bereitschaft auf beiden Seiten.
Trotz der vielen (erstaunlichen) Projektionen hier (oder vllt gerade deswegen) habe ich einige Erkenntnisse mitnehmen können.

Meine Freundin und ich schaffen das. Ich bin keiner der vorschnell aufgibt, v.a. bei Liebe nicht!
Danke euch!
 
  • #62
Eric,
diese Frau liebt dich aus allertiefsten Herzen, und reagiert so wie eine liebende Mutter auf ihr Kind reagiert. Das ist die tiefste Art der Liebe zu der eine Frau fähig ist.

Du denkst als Mann wenn eine Frau Dir Bewunderung zeigt wäre das Liebe -Männer wollen bewundert werden-und halten das für Liebe.

Frauen zeigen und empfinden Liebe anders als Männer, eben nicht als Bewunderung.

Ich denke hier liegt bei Dir der Denkfehler.
 
  • #63
bin heiß und von ihr kommt: "Bist du dir sicher, dass das geht mit deinen Schmerzen?"
Oder aber ich erzähle ihr von meinem neuen beruflichen Projekt dass ich angehen möchte und sie sagt nur: "Ich glaube das wäre zu anstrengend!"
Das würde mich auch zermürben ohne Ende. Es klingt für mich, als wollte sie wirklich absichern, dass Du schwach bist, damit sie sich noch gebraucht und geliebt fühlen kann. Sie spricht Dir auch ab, dass Du das allein entscheiden kannst, ob Du was schaffst oder nicht. Wenn man kein gefestigter Mensch ist, untergräbt das das Selbstvertrauen, sät Selbstzweifel. Es killt auch jede Erotik.

Ich frage mich, ob Du, wenn Du nicht krank wärst, auch mit ihr zusammen gekommen wärst. Du hast sie so beschrieben, dass ich den Eindruck bekam, dass sie eigentlich nicht Deine Kragenweite wäre, da zu unattraktiv. Falls Du so denkst, bringst Du das vielleicht auch rüber und das wird vielleicht ihren Drang noch anstacheln, Dich unter Kontrolle zu behalten, sich unentbehrlich zu machen.
 
  • #64
Die Frage ist auch umgekehrt zu stellen: hätte sie eine Beziehung mit @Erik begonnen, wenn er keinen Unfall hätte? Hat sie sich nicht gerade ein "hilfloses Objekt" gesucht, um ihr Helfer Syndrom auszuleben? Und plötzlich stellte sich heraus, dass sie selber viel mehr Probleme mit dem Leben hat und Hilfe braucht als ihr "hilfloses, begehrtes Objekt".

Kenne einen professionellen Pfleger, dessen Eltern auch den gleichen Beruf haben, Als Kind oft alleine war, weil die Eltern gearbeitet hatten uns komplett vernachlässigt wurde. Bei ihm wurde bipolare Störung diagnostiziert. Kannte eine junge Pflegerin welche im Alter von zwei Jahren ihre Mutter verloren hat und bei der Grossmutter aufgewachsen ist, der Vater eine andere Frau heiratete und nichts mehr von seinen Kindern wissen wollte. Mit 14 Jahren verloren sie auch ihre Grossmutter.
Das sind die so genannten hilflosen Helfer die selbst psychologische Hilfe brauchen.

Der Mann mit dem ich 1 Date hatte und Pflegekurs machte wuchs ohne Vater auf, seine Mutter hatte dreimal geheiratet und er war immer zu Pflegefamilien geschoben!

Die Frage ist, was hat seine Freundin alles erlebt um ihre eigene Hilfsbedürftigkeit nicht zu spüren und auf ihn zu projizieren?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #65
Lieber Erik,

In meinem Post an Dich erwähnte ich auch einen Mann, der in seiner Rolle des Kümmerers aufging.

Wir beide begegneten uns zu einem Zeitpunkt, wo es mir nicht besonders gut ging.
Seine Freundschaft, seine Hand, sein Zuhören, das Verständnis, alles brauchte ich wohl zu diesem Zeitpunkt.
Vielleicht auch in diesem Zeitpunkt etwas Be- kümmern, das Erleben, wie ein liebevoller Papa sein kann.
Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Aber - ich wollte auch immer Freund sein, eine gleichberechtigte Freundschaft. Und je stabiler ich ihn mir selbst wurde, desto mehr.
Je mehr ich selbständiger wurde, desto mehr kamen von ihm die Bedenken, die Nachfragen, Zweifel, er traf für mich Entscheidungen.
Ich versuchte Gespräche, es bewirkte nur noch mehr Unsicherheit, noch mehr Druck.
Wenn ich wagte, Termine zu verschieben, nicht umgehend auf WhatsApp zu reagieren, immer mehr kamen Schmerz, Vorwürfe, beleidigte Reaktionen und Sätze wie "Ich habe doch soviel für Dich getan", und ähnliches.
Ich versuchte zu vermitteln, dass er mir als Freund sehr lieb war, mir die Freundschaft viel bedeutete, es half nichts.
Es wurde noch mehr Druck, ich hatte das Gefühl zu ersticken.
Ich beendete den Kontakt, nachdem ich von ihm eine Endlosmail mit Vorwürfen bekam.
Wenn wir uns beide begegnen, ignoriert er mich.

Er ist ein sehr fürsorglicher Mensch, der sich aber leider nur wertvoll fühlt, wenn er gebraucht wird. Der verinnerlicht hat, dass man sich Liebe, Zuneigung verdienen muss. Selbstwertgefühl?
Schade, weil er an sich ein toller Mensch ist und dies als hat nicht nötig hätte.

Lieber Erik, Du liebst sie, sie Dich.
Aber wenn Ihr eine gesunde Beziehung wollt, und nicht in die schädliche Dynamik hinein geraten:
Du fühlst Dich beengt, schaffst Abstand - sie fühlt sich zurück gewiesen, Verlustängste getriggert und kümmert / bemüht sich dann noch mehr - Du weichst weiter zurück mit Pausen und Kontaktabbruch - usw.
Dann hilft Euch beiden nur professionelle Unterstützung.
Und Du bist als starker Partner gefragt, der ihr wirklich vermitteln kann, dass sie von Dir auch ganz ohne Leistung geliebt wird.

Sie wird nun Deinen Halt, Deine Unterstützung brauchen.
 
  • #66
Ich hab nicht den Eindruck, dass du sie liebst. Du versuchst es dir einzureden, weil du ihr dankbar bist.
Lässt aber recht deutlich durchblicken, dass sie eigentlich nicht "in deiner Liga spielt".

Sie hat sich um dich gekümmert als es dir schlecht ging. Aber jetzt willst du wieder der Mann von früher sein, der eher bewundert als betueddelt werden will. Kann ich wirklich gut verstehen.

Falls dir wirklich was an ihr liegt, empfehle ich auch Paartherapie. Da koennen schon ein paar Stunden helfen, die Kommunikation zu verbessern und sich ernst genommen zu fühlen.
 
  • #67
Ja, es könnte durchaus so sein, dass du im gesunden Zustand der "attraktivere" Partner von euch wärst.
Wir haben das Thema up und downDaten ja im Nebenthread.
So habt ihr beide eine Aufgabe: ich glaube weniger, dass es darum geht, sie davon zu überzeugen, dass sie dir Vertrauen kann. So kommst du in eine Dauerrechtfertigungshaltung und schwächst dich dadurch. Für sie geht es darum, sich selber stärker zu vertrauen und dadurch innerlich unabhängiger von dir zu werden.
Du bist dir ihr im Moment sicher und dadurch der Überlegene. Für sie gilt es ihr eigenes Selbstbewusstsein und ihr Erfolge zu stärken.
Für dich geht es darum, zu dir zu stehen, quasi deinen Mann zu stehen und dich nicht ihr zuliebe oder aus eigenen Verlustängsten heraus kleiner zu machen. So seid ihr nämlich momentan stark gegenseitig abhängig voneinander. Was Liebe ist, kann man erst erkennen, wenn sich diese Abhängigkeiten reduziert haben.
 
  • #68
Danke dir Tom! Volle Fahrt gg die Mutti. I will give it a try! :)

Ach FS, Du liebst die Frau angeblich und willst so respektlos mit ihr umgehen? Tom bringt nur Kurzzeitaffaeren zustande, will auch nichts anderes, die Frauen sind beliebig ersetzbar. Seine Strategien taugen nicht ansatzweise was für eine echte, dauerhafte Liebesbeziehung, die Du uns hier vorgauckelst.

Ich gehe konform mit @Matrix: von Liebe nichts sichtbar - nur Worthuelsen. Ein Mann, der sich über seine Partnerin "rauf auf die Mutti" äußert, muss emotional und sozial komplett abgestumpft sein, überschätzt sich selbst masslos - ist exakt das Gegenteil von einem liebenden Partner.

Ich glaube nicht, dass Euch eine Beziehung ohne professionelle Hilfe gelingt. Deine Partnerin will und braucht Dich schwach, warum auch immer.
Du willst nicht mehr gehandicapt wahrgenommen werden. Das ist ein großes Konfliktfeld.
 
  • #69
Wenn ich wagte, Termine zu verschieben, nicht umgehend auf WhatsApp zu reagieren, immer mehr kamen Schmerz, Vorwürfe, beleidigte Reaktionen und Sätze wie "Ich habe doch soviel für Dich getan", und ähnliches.
Ich versuchte zu vermitteln, dass er mir als Freund sehr lieb war, mir die Freundschaft viel bedeutete, es half nichts.
Es wurde noch mehr Druck, ich hatte das Gefühl zu ersticken.
Ich beendete den Kontakt, nachdem ich von ihm eine Endlosmail mit Vorwürfen bekam.
Wenn wir uns beide begegnen, ignoriert er mich.
Genau das ist das Schlimmste! Solche Menschen kümmern sich um jemanden ungefragt, geben ihm Zuwendung, Unterstützung und Hilfe und erwarten aber dafür auch etwas - zumindest Dankbarkeit. Sie machen alles freiwillig und dann sind sie beleidigt, wenn man das nicht mehr akzeptieren will und kann! Sie drängen sich förmlich auf!

Da würde ich jemandem direkt fragen: "Habe ich das alles von dir erwartet oder dich danach ausdrücklich gebeten/gefragt?"
 
  • #70
Du bist dir ihr im Moment sicher und dadurch der Überlegene.
Ich bin mir da nicht ganz sicher, ich erlebe den FS hier eher zwiegespalten.

Sicher ist er der Freundin dankbar, wertschätzt sie auch als Mensch. Der Umstand, dass er sich gegen ihr Bepampern nicht durchsetzen kann und hier erwähnenswert findet, sie sei kein Model, die Fraternisierung mit einem anderen Mann im Kneipenjargon "volle Fahrt gg die Mutti", die ständige Erwähnung seiner früheren Attraktivität etc. weisen m.E. schon auf ein Brodeln im Innern hin.
Das Problem ist nur, dass ich mich in ihrer Gegenwart mies fühle.
Ich denke, er fühlt sich ihr als chronisch kranker Mann ein Stück ausgeliefert. Das ärgert ihn, da er einst stark, gesund und sehr attraktiv war. Vielleicht hatte er früher nur Model-Frauen. Wie ist sein Marktwert heute? Da ist er sich unsicher, das macht ihn gereizt. Veranlasst ihn unterbewusst sogar dazu, mit der Freundin trotz ihrer Nerverei zusammen zu bleiben - wer weiß, ob sich draußen eine Bessere findet, nun da er gehandicappt ist? Womöglich konnte er damals unter den Frauen wählen - heute ist er darauf angewiesen, eine Frau zu nehmen, die auf seine chron. Schmerzen Rücksicht nimmt. Ist aber eben kein Model-Typ. Hätte er sie damals schon zur Freundin genommen?

Irgendwo menschlich verständlich. Für ihn geht eine Lebensphase, in der er sich über seine körperlichen Grenzen keine Sorgen zu machen brauchte, zu Ende. Eine lange Zeit war er mit der Rekonvaleszenz beschäftigt und dachte über diese Dinge nicht nach. Nun gilt es, eine weitere Etappe zu meistern: seinen Platz in seinem sozialen Umfeld einzunehmen. Er ist nicht vollständig genesen, kann sein altes Leben nicht einfach wieder aufnehmen, wird nie wieder derselbe sein. Es ist eine Phase des Umbruchs für ihn, sich neu zu finden.

Ich denke, er projiziert einen Teil seines Frusts über seinen Zustand auf die Freundin, vielleicht unbewusst. Sie wird das spüren, diese leisen Abwertungen. Dies triggert ihren Aktionismus weiter an, weil sie Angst hat, dass er zu attraktiv wird und sich ein Model sucht. Der Kreis schließt sich.

Eine Therapie ist (ggf. für beide) vielleicht tatsächlich nicht die schlechteste Idee. Womöglich wird ein guter Therapeut da so einige Dinge, die im Verborgenen schlummern, aufdecken.
Ob diese Partnerschaft diese Erkenntnisse überlebt, ist eine andere Frage.
 
  • #71
Ich glaube nicht, dass Euch eine Beziehung ohne professionelle Hilfe gelingt. Deine Partnerin will und braucht Dich schwach, warum auch immer.
Du willst nicht mehr gehandicapt wahrgenommen werden. Das ist ein großes Konfliktfeld.

Du hast absolut recht. Wir müssen uns BEIDE annähern und arbeiten.
"Rauf auf die Mutti" - wo hast du denn das her? Tom hat recht, ich muss mich klipp und klar positionieren, meinen Mann stehen wie es auch ein anderer User geschrieben hat. Das kann man auch liebevoll tun, aber eben bestimmt.
Ich habe es ja ein 3/4 Jahr auf die softe Tour versucht - jeden Tag - mehrmals täglich. Das zieht unfassbar Energie. Das geht einfach auf Dauer nicht! Bei ihr MUSS man stark sein, anders geht es nicht, denn:
Das würde mich auch zermürben ohne Ende. Es klingt für mich, als wollte sie wirklich absichern, dass Du schwach bist, damit sie sich noch gebraucht und geliebt fühlen kann. Sie spricht Dir auch ab, dass Du das allein entscheiden kannst, ob Du was schaffst oder nicht. Wenn man kein gefestigter Mensch ist, untergräbt das das Selbstvertrauen, sät Selbstzweifel. Es killt auch jede Erotik.

Klar bin ich von mir überzeugt. Ohne würde es niemand so lange mitmachen. Und da ich mich mag und gefestigt bin stelle ich ja auch hier die Frage, gebe auf mich acht und frage mich wie lange ich das noch mitmachen kann und v.a. WAS man tun kann, beiderseits!
Ich mag mich halt. Das mit Selbstüberschätzung und emotionaler Abstumpfung gleichzusetzen ist ein beliebter Denkfehler den viele Menschen machen die nur wenig Selbstwert besitzen!

Es ist mir egal ob hier jemand denkt ich liebte sie nicht. Ihr ward/seid ja nicht dabei. Die meisten - und da bleibe ich dabei - hätten schon längst die Segel gestrichen. Ich stelle mich dem (genauso wie meine Freundin) und möchte unbedingt, dass wir besser als Partner zusammenkommen. Ich liebe sie als Menschen, nicht als das was sie ständig für mich tun will.
Ich liebe sie einfach so wie sie ist und ich hoffe, dass sie das irgendwann selbst begreift!
 
  • #72
Nein, sie nimmt Dich nicht als Mann wahr. Das kann ich ihr auch nicht verdenken. Du sitzt nicht im Rollstuhl. Andere Menschen gehen mit chronischen Schmerzen arbeiten und sind nicht jahrelang arbeitsunfähig geschrieben. Als Krankenschwester war sie die ganze Zeit gut genug, nun willst Du ihr das vorwerfen. Du schreibst respektlos über sie. Man hat den Eindruck, Du willst es ihr heimzahlen. Wenn eine Frau einen Mann nicht mehr sexuell attraktiv findet, wird sich das nicht ändern. Frauen ticken anders als Männer.
 
  • #73
Sie machen alles freiwillig und dann sind sie beleidigt, wenn man das nicht mehr akzeptieren will und kann! Sie drängen sich förmlich auf!

Guten Morgen,
umgekehrt so meine, nicht wenigen Beobachtungen und Erfahrungen, kommt oft irgendwann der Vorwurf auf den Tisch, nicht genug geholfen zu haben. Ich beobachte mehr als mir lieb ist, sehr oft, das körperlich beeinträchtigte Menschen sehr nach Lust und Laune fordern, oder ablehnen. Oft ist es schwer, es ihnen recht zu machen. Für Nahestehende ein ständiger Spagat, der in der Tat wenig Erotik aufkommen lässt. Den Fehler hier nur bei der angeblich seelisch beeinträchtigten Partnerin zu suchen, finde ich nicht fair. Hier fehlen so viele Informationen und ganz besonders die Aussage der Partnerin. Gerade war ihre Unterstützung noch ganz nett und dann wird sie plötzlich abgelehnt. Die Reaktionen des FS hier, zeigen mir, dass an der Art seiner Kommunikation eine ganze Menge faul ist. Er kommt mir vor, wie ein kleiner Junge, der jetzt seine Türmchen mit Bauklötzchen selber bauen und als großer Held gefeiert werden will. Kippen sie aber um, darf Mammi wieder trösten und die Taschentücher reichen, wenn geweint wird

Um noch einmal auf die Eingangsfrage des FS zurückzukommen,
ich würde mir einen körperlich eingeschränkten Mann sehr genau unter die Lupe nehmen. Nicht, weil seine körperliche Behinderung meine Erotik killen würde, sondern sein Verhalten. Diese stummen Vorwürfe, Launenhaftigkeit, Egozentrik, schwankenden Verhaltensweisen und insbesondere Humorlosigkeit wären für mich nicht tragbar. Lebbar wäre für mich nicht, dass ich mein Wesen total auf den Kopf stellen müsste, weil ich Hilfsbereitschaft nicht erbitten möchte und ständig feinfühlig und hellseherisch in die Seele schauen zu müssen, aus Angst, zu verletzen. Das sind Verhaltensweisen, die sehr arg signalisieren, dass ein solcher Mensch in der Tat einer Therapie und der Hilfe bedarf. Das hat die Partnerin des FS sicher ganz gut erkannt.

Meine eigene Erfahrung mit solchen Menschen, ich habe sie beim Wort genommen und meine Hilfsbereitschaft eingestellt, oder gedrosselt. Irgendwann kam immer der misslaunige Tag, wo ich mir Vorwürfe anhören durfte, dass ich nicht genug getan hätte. Es ging i m m e r um zu wenig, oder zu viel. Ganz nachhaltig war die Erfahrung, als ich ein Geschenk zum Geburtstag überreichte und mich mit den Worten, ich könne es mir ersparen, weil man sowieso bald abkratzen würde, abschmetterte. Das nächste Mal gab es keines, dafür Wochen später das ganz große Theater.
Körperliche Beeinträchtigungen eines Menschen rechtfertigen für mich keinesfalls ihre Übellaunigkeit, die sicher nachvollziehbar ist, aber niemand dafür kann, dass es ihm übel geht. Das ist genau sein Ding und seine Aufgabe, sich entsprechend so aufzustellen, dass man ihn überhaupt ernst nehmen kann. Dann hört auch automatisch das bemuttern auf.
 
  • #74
Es ist mir egal ob hier jemand denkt ich liebte sie nicht. Ihr ward/seid ja nicht dabei. Die meisten - und da bleibe ich dabei - hätten schon längst die Segel gestrichen. Ich stelle mich dem (genauso wie meine Freundin) und möchte unbedingt, dass wir besser als Partner zusammenkommen. Ich liebe sie als Menschen, nicht als das was sie ständig für mich tun will.
Ich liebe sie einfach so wie sie ist und ich hoffe, dass sie das irgendwann selbst begreift!
Es ist schon ein Wunder, dass du immer noch schreibst. Den meisten Fragestellern wird alles mögliche umgestellt, wie auch dir: du würdest auf die Tränendrüse drücken, um deine Freundin zu manipulieren, du würdest sie gar nicht lieben, weil sie nicht wie ein Modell aussieht, du würdest sie verlassen wollen, weil du jetzt ihre Betüdelung und Aufmerksamkeit nicht mehr brauchst. Wenige sehen hier die Dynamik zw. euch bzw. erkennen ihr bevormundendes Verhalten.

Ich glaube auch nicht, dass ihr das alleine schafft und ich habe sogar einen Verdacht, warum sie sich so dir gegenüber verhält:
Menschen, die in Wirklichkeit kern gesund sind und ein solches Schicksalschlag wie dich (oder mich) nicht hatten, können auch insgeheim neidisch und eifersüchtig sein und zwar auf deine Eigenschaften: kämpferische Natur, Ausdauer, starken Willen, Mut, deine Selbstsicherheit statt Zweifel, Ehrgeiz, wieder etwas zu erreichen trotz oder gerade wegen des Unfalls. Vermutlich besitzt sie keine dieser Eigenschaften und könnte sich auch noch dafür schämen, wenn sie sich mit dir vergleicht.

Ich vermute deswegen wird sie damit nicht aufhören. Wenn diese Vermutung zutrifft (mir sagen Menschen ganz offen, dass sie mich für den starken Willen und für meine Kämpfernatur bewundern). Das können Menschen sagen, die einem nicht so nah stehen und Anerkennung geben. Sie steht dir dafür zu nah und ich vermute, sie sieht in dir auch einen Konkurrenten und fühlt sich, obwohl gesund, neben dir schwach, mickrig und nichtig. Um das selbst nicht zu fühlen, zieht sie dich nur mit einem Komentar runter, damit du dich auch mies fühlst.

Könnte vielleicht etwas dran sein?

Wenn das zutrifft, dann ist Therapie notwendig nicht nur eine Paartherapie, sondern auch eine Einzeltherapie für sie, damit sie alles, was sie an dir beneidet, entwickeln kann!
 
  • #75
Sorry, ich kann jetzt hier bei Erik kein launenhaftes Verhalten erkennen, auch nicht, dass er rumjammert und es ihm nie genug ist.
Er ist auf dem Weg ins Leben zurück. Er war länger arbeitsunfähig, kämpft sich aber jetzt wieder zurück.
Und seine Freundin hätte gern den Status quo. Und ich nehme ihm ab, das es leichtgewesen wäre hinzuschmeissen, dass er das aber nicht will. Und die softe Tour, sagst du ja selbst, bringt dich nicht weiter.
Das heisst nicht, dass du es ihr hinknallen musst, aber es kann eben zu Konfrontationen und Reibung führen. Du willst dich verändern, deine Freundin nicht. Wie es ausgeht, weiß keiner. Vielleicht sie darin eine Chance, oder auch nicht.
Bleib dran!
Hattet ihr denn wirklich schon mal tollen Sex oder hat sie oft eher abgewehrt unter Vorwänden? Vielleicht war es ihr auch ganz recht so.
Das ist nur Spekulation, natürlich.
 
  • #76
Guten Morgen,
umgekehrt so meine, nicht wenigen Beobachtungen und Erfahrungen, kommt oft irgendwann der Vorwurf auf den Tisch, nicht genug geholfen zu haben. Ich beobachte mehr als mir lieb ist, sehr oft, das körperlich beeinträchtigte Menschen sehr nach Lust und Laune fordern, oder ablehnen. Oft ist es schwer, es ihnen recht zu machen. Für Nahestehende ein ständiger Spagat, der in der Tat wenig Erotik aufkommen lässt. Den Fehler hier nur bei der angeblich seelisch beeinträchtigten Partnerin zu suchen, finde ich nicht fair.
Das kann niemand verstehen, der nicht in meiner oder @Erik's Lage ist!

Nach Lust und Laune Hilfe fordern oder ablehnen? Ja, so sieht es tatsächlich von aussen aus...aber...ich verstehe ihn, weil ich auch viel früher vor Jahren noch viel heftigere Schmerzen hatte!

Die Schmerzen sieht niemand von aussen und die Schmerzen sind es die wie der Aktienkurs rauf und runter gehen können. Deswegen kann ein Mensch an einem Tag mehr Hilfe brauchen am anderen fast keine mehr. Daran liegt es und an nichts anderem. Das kann @Erik (oder ich) nicht voraussehen. Wer kein Verständnis dafür hat und nichts wissen will, ist eumin unfairer Mensch.

Einmal war meine Nacken- und Schultermuskulstur so verkrampft und schmerzhaft das ich fast nicht umziehen aber musste mich quallvoll und unter Tränen selbst aus der Jacke befreien, weil niemand da war, der mir geholfen hätte.

Bitte urteilt nicht, wenn ihr keine chron. Schmezen habt. Das ist verletztend und wirklich unfair. Die variieren wirklich immer auch im Laufe des Tages. Wie das Wetter ist das sehr wechselhaft und abhängig von der Tagesaktivität.

@Erik und ich müssen damit leben oder auch @Tom26, wie er erwähnte. Und nein wir jammern nicht deswegen, weil das Jammern die Schmerzen nicht mildert. Wäre ja sonst zu einfach!
 
  • #77
weil niemand da war, der mir geholfen hätte.

Guten Morgen,

ich will niemanden zu nahe treten, gewiss nicht. Aber wir, die helfen wollen, sollen und dann doch wieder nicht. Bei allem Verständnis, wo bleibt eures für die, die helfen wollen. Ihr könnt es auch nicht nachempfinden, wie wir uns fühlen, wenn unsere Liebsten leiden sichtbar und unüberhörbar. Wer glaubt, weil man die Zähne zusammenbeißt, sieht ein anderer nicht, wie er leidet? Da gehört schon ein gaaaanz dickes Fell dazu, mit einem Schulterzucken darüber hinwegzusehen, weil es nicht erwünscht ist, oder doch, aber wann und wie, mal so, mal so, dann doch wieder ganz anders, welche Art ist genehm, wie laut, wie leise, welche Tageszeit, welche Stunde?
Ihr wollt autark sein und zurechtkommen und ganz viel Verständnis für euch und eure Situation haben. Wo bleibt eures?? Ihr könnt und wollt euch nicht in die Situation anderer hineinversetzen. Bitte habt auch ihr Verständnis und *urteilt* nicht. Ich finde es zutiefst verletzend, das Helfersyndrom oder gar psychische Defekte übergestülpt zu bekommen. Defekte, die ihr selber habt und das Recht für euch pachtet, Helfende zu verletzen.
Ich betone noch einmal, ihr habt euren Anteil daran, wenn ihr euch von helfenden Händen erdrückt und erniedrigt fühlt. Fangt bei euch an, dann braucht ihr auch nicht die nicht gewollte Hilfsbereitschaft, so einfach ist das.
 
  • #78
Das nimmt ja langsam abstruse Ausmaße an.
Erik schreibt hier ganz klar, er möchte beruflich neue Aufgaben übernehmen, er hätte gern Sex etc, und als Antwort kommt, na ob du das schaffst.
Also, er bekommt keine Unterstützung von seiner Freundin, zu wachsen, und muss es deshalb eben selbst tun.
Manche Freunde sind nur bei einem, wenn es einem schlecht geht, manche nur wenn es einem gut geht, je nach persönlicher Motivlage.
 
  • #79
Die Schmerzen sieht niemand von aussen und die Schmerzen sind es die wie der Aktienkurs rauf und runter gehen können. ....Wer kein Verständnis dafür hat und nichts wissen will, ist eumin unfairer Mensch.
Mit 50 ist der Lack ab.
Ich habe, wie sicher die meisten in meinem Alter die ersten Zipperlein.
Z.B. haben mir vor ca. einem Jahr mal monatelang die Zähne wehgetan. Nicht die ganze Zeit, aber immer mal wieder.
Eine ganze Mundhälfte, oder auch der ganze Mund.
Ich war natürlich beim Zahnarzt, ich hatte keinen Karies, sondern die Nerven waren entzündet.
Das waren schon auch Schmerzen, so, dass mir der Speichel und auch die Tränen geflossen sind.
Ich denke, ich weiß, was Schmerzen sind.

Ok, ich habe Verständnis für deine Schmerzen und deine Beeinträchtigungen, aber hast du auch Verständnis dafür, dass ich keinen Bock darauf habe, verständnisvoll und interessiert zu sein ?
Bist du so fair, jedem zuzugestehen, dass er mit kranken und hilfebedürftigen Menschen keinen engen Kontakt haben will ?

Den reinen Altruismus gibt es nicht.
Wir sind keine Ameisen, Termiten oder Bienen, deren Leben auf die Gemeinschaft ausgerichtet ist, sondern wir sind, wie nahezu alle Lebewesen, vor allem auf unseren persönlichen Vorteil bedacht.
Jede, einfach jede Beziehung beruht auf einer gewissen Balance von Geben und Nehmen.
Selbst Mutter Theresa zog irgendeine Art von Gewinn aus ihrem Tun, und sei es nur das gute Gefühl des Gebrauchtwerdens.

Du, liebe @Mandoline bist eine intelligente Frau und wenn es nicht gerade um dein persönliches Reizthema geht ( dafür habe ich volles Verständnis, wir alle haben unser Reizthema ), auch sehr charmant und emphatisch. Und soweit ich deinen seltenen Andeutungen entnommen habe, bist du auch sehr attraktiv.
Ich kann mir also gut vorstellen, dass du Freundinnen hast und auch bei Männern gut ankommst, trotz der Einschränkungen. Weil du eben genug in die andere Waagschale gegenüber der mit deinen Einschränkungen werfen kannst.
Den Leuten, die für deine Schmerzaktienkurskurven aber weniger Verständnis haben, weil sie z.B. enttäuscht sind, dass du heute doch nicht mit ins Konzert kommen kannst und das wiederholt, Unfairness zu unterstellen, finde ich unfair.
Niemand ist verpflichtet, für die Leiden anderer Verständnis zu haben.
Dass du das naturgemäß anders siehst, liegt auf der Hand.

Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass Menschen, die irgendwie benachteiligt sind, gerne Verständnis für sich fordern, aber eher selten dazu bereit sind, Verständnis für die aufzubringen, die darauf keine Lust haben. Und das würde ich jetzt gerne mal als unfair bezeichnen.

Du hast in diesem Thread wiederholt vordergründig @Erik in Schutz genommen, dabei aber vor allem von dir gesprochen.
Ich glaube, eure Probleme sind gar nicht sehr analog.
Hast du gemerkt, dass er auf deine Posts gar keine Rückmeldungen gegeben hat ?

w 50
 
  • #80
Bei allem Verständnis, wo bleibt eures für die, die helfen wollen. Ihr könnt es auch nicht nachempfinden, wie wir uns fühlen, wenn unsere Liebsten leiden sichtbar und unüberhörbar. Wer glaubt, weil man die Zähne zusammenbeißt, sieht ein anderer nicht, wie er leidet? Da gehört schon ein gaaaanz dickes Fell dazu, mit einem Schulterzucken darüber hinwegzusehen, weil es nicht erwünscht ist, oder doch, aber wann und wie, mal so, mal so, dann doch wieder ganz anders, welche Art ist genehm, wie laut, wie leise, welche Tageszeit, welche Stunde?
Ihr wollt autark sein und zurechtkommen und ganz viel Verständnis für euch und eure Situation haben. Wo bleibt eures??
Ja, Pia, du hast nicht unrecht. Mich erinnern deine Worte an einen Dialog mit einem meiner besten Freunde, der mich damals im Krankenhaus besucht hat. Es war schönes Wetter, darum habe ich ihn gebeten, mit mir in den Park zu gehen. Ich habe sage und schreibe 5 Minuten gebraucht, um meine Sportschuhe anzuziehen. Er meinte, er wolle mir helfen, das könne man ja nicht mit anschauen. Daraufhin hab ich ihn gebeten, bitte zum Fenster raus zu schauen - ich verstehe ihn, aber ich wäre schon stolz darauf, dass ich nicht mehr 10 Minuten brauche wie in der Woche davor. Er hat gelacht, du bleibst immer der Alte, immer mit dem Kopf durch die Wand.
Man muss einfach miteinander reden - und sich positionieren. Freundlich und ruhig. Dann klappt das. Denn diejenigen, die einem helfen wollen, haben ja den Wunsch, dem Freund Gutes zu tun. Das darf man nie vergessen.
Daher ja auch mein Tip für Erik - zeige dich als Mann. Dann sieht sie das irgendwann auch so. Und das "Zähnezusammenbeissen" wird als das gesehen, was es ist: Ein Schritt zurück zum alten Leben.
 
  • #81
Liebe Pia,
Ich kann dieses Dilemma nach vollziehen, auch erst seitdem ich beide Seiten kenne.

Es hilft nur klares Reden.

Ich habe einen sehr guten Freund, mit dem ich ganz normal umgehe. Von dem ich spüre, dass er mich akzeptiert und schätzt als der Mensch, der ich bin.
Der versteht, dass ich aktiv sein möchte. der mich lässt, das nie in Frage stellt. Im Gegenteil, wir sind zusammen aktiv, können uns gut ergänzen. Alles, wie eben bei Freunden.
Er verlässt sich darauf, dass ich sage, wenn es zuviel wird.
Er weiß aber, dass es bei mir andere Momente gibt - wir haben darüber geredet, was dann wichtig ist.
Bei geballtem Stress habe ich manchmal, zum.Glück nur noch sehr selten mit Panikattacken zu tun, mit Schwächereaktionen oder ausgeprägten Konzentrationsunfähigkeiten. Ich habe auch meine eigenen Ressourcen, wie ich sonst dann umgehe.
Aber es ist sehr angenehm, dass er dann ganz selbstverständlich und angemessen agiert, als ob es normal wäre, so als ob er mir z. B. als Kavalier einen Kasten Wasser in den Keller trägt.

Wichtig ist die beidseitige Absprache.

Es ist der schmale Grat bei dieser Thematik.
Es gibt Menschen, die Einschränkungen vor sich her tragen, übersteigern, meine Mutter manipulierte damit ihr gesamtes Umfeld, der positive Krankheitsgewinn.
Es gibt Menschen, die alles Schwierige in sich verschließen, keinerlei Unterstützung annehmen können, weil dies für sie ein sehr heikles Thema ist, weil man einerseits Schwäche zeigt, andererseits die Angst hat, andere auszunutzen.

Es gibt Menschen, die sobald sie wahrnehmen, dass jemand irgendeine Einschränkung aufweist, unabhängig von der realen Auswirkung, zurück zucken, als hätte der andere die Pest.
Und es gibt Menschen, die zu.einer Art Kümmerer werden, der teilweise erst seine Uneigennützigkeit propagiert, Großzügigkeit, die Unterstützung fast aufnötigt, und dann doch mit der Rechnung kommt.
Dies jetzt die Extreme auf beiden Seiten, alle 4 Extreme erlebt.
Ich war auch eine Kümmererin, nicht so extrem, aber gerne immer parat (ich kenne meine damalige Motivlage, Selbstwert, Liebe verdienen, etc ), meine Grenzen ignorierend, und auf der anderen Seite jemand, der auf gar keinen Fall um Unterstützung bittet.

Ganz abgesehen von irgendwelchen Einschränkungen als Sonderfall, Geben und Nehmen gehört zu jeder Beziehung.
Wieviel Geben, wo sind die Grenzen, und wieviel Nehmen, eine sehr individuelle Balance.

Ich möchte auch, dass ein Freund von mir annimmt, sich unterstützen lässt, wenn ich merke dass sie / er es brauchen würde.
Ich mag genauso wenig zusehen, wie sich mir nahestehende Menschen unnötig schwer tun.

Ich bin gerade gezwungen, bei meinem Sohn zu zusehen, ich könnte ihm ganz sachlich die Unterstützung geben, die er bräuchte, aber er will es um jeden Preis alleine schaffen.
Ich hoffe es geht gut. Mein Instinkt schreit.

Erik, ich wünsche Dir, dass Ihr Euren Weg findet - prüfe mal die ganzen unterschiedlichen Sichtpunkte.
 
  • #82
Es gibt eben unterschiedliche Motive des Helfens.
Gebraucht werden, zb. Sich darüber stärker fühlen, den anderen dadurch entmündigen. Dann wie in Toms Beispiel, es nicht aushalten können, wie der andere sich abmüht. Das ist dann auch wieder die eigene Baustelle. Warum kann ich das nicht aushalten, kann die Geduld nicht aufbringen, den anderen Seins in seinem Tempo machen zu lassen. Auszuhalten, dass der andere Schmerzen hat und man nichts weiter tun kann als da sein. Glauben, den anderen retten, befreien zu müssen von seinen Lasten. Den Schwächeren kontrollieren zu können, weil er abhängig ist.
Dem anderen helfen, einfach weil es gerade notwendig ist.
Dann der jene, der Hilfe braucht. Wird es eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen, zu manipulieren, oder ist sie schlichtweg einfach gerade notwendig? Davon auszugehen, dass derjenige, der Hilfe braucht, grundsätzlich seine Umgebung manipuliert ist genauso falsch wie davon auszugehen, dass der Helfende grundsätzlich seine Stellung missbraucht.
Ich erinnere mich an ein Video im Focus vor einiger Zeit.
Von der Angehörigen einer Demenzkranken Mutter heimlich in einem englischen Pflegeheim aufgenommen, nachdem die Mutter sich nach Aufnahme dort stark verändert hat. Dort wurde dann gezeigt, wie roh und missbrauchend das Pflegepersonal mit der hilflosen Person umging. -Alte, die in Pflegeheime ruhiggestellt werden. Mütter, die ihren Kindern Krankheiten Andachten, damit die Kinder krank machen.
Macht und Machtmissbrauch kann immer eine Rolle spielen, überall dort, wo jemand abhängig ist. Kinderheime. Arbeitsplätze.
Deswegen würde ich Erik auch eine professionelle Beratung empfehlen, damit beide ihre Rollen reflektieren können, mit einem hoffentlich neutralen Beobachter. Trotzdem bleibt es seine Aufgabe, denn er fragt hier, für sich einzustehen, für seine Grenzen und sich gegenüber seiner Freundin zu positionieren.
 
  • #83
Den meisten Fragestellern wird alles mögliche umgestellt, wie auch dir: du würdest auf die Tränendrüse drücken, um deine Freundin zu manipulieren, du würdest sie gar nicht lieben, weil sie nicht wie ein Modell aussieht, du würdest sie verlassen wollen, weil du jetzt ihre Betüdelung und Aufmerksamkeit nicht mehr brauchst. Wenige sehen hier die Dynamik zw. euch bzw. erkennen ihr bevormundendes Verhalten.

Du hast vergessen ich wäre egoistisch, launisch, selbstverliebt und selbstüberschätzend! Dazu der Kommentar von Kaktus auf dieser Seite der wirklich den Vogel abgeschossen hat: Ich solle mich nicht so anstellen und wolle es ihr heimzahlen.
Hammer! :)

Es ist wirklich stark grenzüberschreitend was sie tut, ja. Manchmal fühle ich mich ein stückweit missbraucht. Ich sage Stop und das mehrere Male, will das nicht, es geht mir schlecht dabei und es wird trotzdem weitergemacht, bis ich sogar den Raum verlassen oder den Kontakt abbrechen muss. Da möchte ich mal Frauen sehen die das bei einem Mann lange mitmachen würden!

Liebe mandoline, lass es gut sein hier, genauso wie ich es jetzt gut sein lasse. V.a. dein Post wie sie hier im Forum ihre Situation beschreiben würde hat mir sehr geholfen (,nämlich auch ihre Verzweiflung besser zu verstehen!).
Danke auch an Lionne, void und Pfauenauge, die mir ebenfalls sehr helfen konnten.

Das nimmt ja langsam abstruse Ausmaße an.
Erik schreibt hier ganz klar, er möchte beruflich neue Aufgaben übernehmen, er hätte gern Sex etc, und als Antwort kommt, na ob du das schaffst.
Also, er bekommt keine Unterstützung von seiner Freundin, zu wachsen, und muss es deshalb eben selbst tun.

Ich werde es jetzt auch gut sein lassen. Die meisten Frauen hier scheinen sich ja förmlich zu wünschen, dass ich pöser pöser Partner meine Freundin endlich von ihrem Leid erlöse und schluss mache. Alleine eure Art der tiefen inneren Ablehnung und dem fehlenden Glauben an das Gute im Menschen(Mann?), wirkt schon abstoßend und führt schlussendlich zu einer self-fulfilling prophecy. Gott sei dank ist meine Freundin nicht so!

Sie hat in ihrem Leben wirklich viel durchgemacht. Das erste Mal fühlt sie sich angekommen, möchte Heirat, Kinder... Ich wäre schön blöd hier das Gros auch nur ansatzweise an mich und meine Beziehung heranzulassen. Auch wenn es hart klingt. Viele hier sollten sich ob ihrer Projektionen schämen! Bearbeitet selbst euren Hass, eure Zweifel und v.a. eure Ängste.

Meine Freundin und ich haben beide unseren eigenen steinigen Weg. Mein größter Wunsch ist, dass wir ihn zusammen gehen, als Partner!
 
  • #84
Guten Morgen,

ich will niemanden zu nahe treten, gewiss nicht. Aber wir, die helfen wollen, sollen und dann doch wieder nicht. Bei allem Verständnis, wo bleibt eures für die, die helfen wollen. Ihr könnt es auch nicht nachempfinden, wie wir uns fühlen, wenn unsere Liebsten leiden sichtbar und unüberhörbar. Wer glaubt, weil man die Zähne zusammenbeißt, sieht ein anderer nicht, wie er leidet?.
Wie viel kostet die Frage: "kannst du mir helfen, heute habe ich sehr starke Schmerzen und kann gerade die Jacke nicht ausziehen?" Die Frage kostet gar nichts und wann immer ich auch beim Einkaufen o.a. ausserhalb meiner Wohnung jemanden um Hilfe frage dann wird mir immer geholfen!
Oder auch der Helfende kann fragen aber nicht sofort springen auch beim schmerzverzerrten Gesicht nicht.

Ansonsten habe ich eine Haushaltshilfe für meine Wohnung, weil ich nicht alles selber machen kann.
Mit Fragen macht man nichts falsch, denn dann kann der andere einem nicht vorwerfen: warum hast du mir gar nicht geholfen?

Und wenn man alle Menschen die einen Unfall oder chronische Krankheit haben in den gleichen Topf wirft und gar nicht mehr helfen will, dann hat man es nicht verstanden. Dann würde man nicht unterscheiden, dass jeder Mensch anders ist, auch wenn man bereits Kontakt mit einem verunfallten oder kranken Menschen hat. Du möchtest bestimmt auch nicht, weil du "Fussgängerin" bist, dass man dich mit allen Frauen vergleicht und in den gleichen Topf wirft oder? Auch du unterscheidest dich von den anderen Menschen.
 
  • #85
Wenn du ihr Verhalten als grenzüberschreitend empfindest, ist es ganz allein dein Job, die Grenze zu setzten.
Du kannst dir Gedanken machen wo das herkommt, ob du das schon in der Familie erlebt hast undicht nicht wehren konntest, etc..
Es ist auch nicht deine Aufgabe, deine Freundin glücklich zu machen, weil sie ein schweres Schicksal hatte. Mach du dich glücklich sie sich und du dich. Das klingt alles ziemlich ineinander verstrickt.
Deshalb nochmal: lasst jemand drittes draufhauen, damit ihr das positive Potenzial leben könnt und nicht in unguten Mustern hängenbleibt.
 
  • #86
Liebe @Pia ich verstehe auch wie Aussenstehende leiden bzw. mitleiden.

Mein Vater fand es sehr ungerecht, dass jüngere Menschen krank werden (ich) und nicht zuerst die älteren und konnte sagen: "Es gibt keinen Gott" (denn wie er hätte das sonst zugelassen?). Nicht umsonst, weil er es nicht ertragen konnte, wie starke Schmerzen ich hatte und aus Sorge und Kummer um mich äussern konnte: "es wäre besser ich wäre krank geworden statt du." Diese Worte werde ich nie vergessen! Er hätte mir sehr gerne die Krankheit abgenommen, auf sich genommen, wenn er dazu fähig wäre, er hätte sich für mich geopfert!

Und ich weiss selbst als er Krebs bekam, wie sehr ich auch mitgelitten hatte und mir am liebsten wünschte, er würde wieder gesund und man könnte ihn heilen! Erst dann habe ich meinen Vater emotional richtig verstanden, wie er sich selbst gefühlt hatte, als ich erkrankte. Konnte seinen Schmerz, seine Trauer und seine Verzweiflung nachvollziehen! Mit dem Unterschied, dass ich immer die Vorahnung (Intuition) hatte, dass nichts mehr im Leben wie vorher wird, dass alles so bleibt und es keine Heilung gibt. Das nenne ich selbst "innere Wahrheit" man weiss/spürt, dass etwas so bleiben wird, wie es ist. Bin auch sicher dass jeder Mensch der eine Krankheit hat spürt ob er geheilt wird oder nicht. Heute "leide" ich noch unter den Folgen der Erkrankung aber selbst habe ich keine Entzündungen mehr. Bei Bedarf nehme ich nur ein Schmerzmittel alle zwei oder alle vier Wochen. Das ist nichrs verglichen mit der Vergangenheit, als ich jeden Tag Medikamente nehmen musste.

Aber nicht desto trotz möchte jeder Mensch im Leben unabhängig bleiben. Egal was ihm passiert ist! Das hängt vom Unfall oder von der Erkrankung ab, wie unabhängig man bleiben kann und wie viel man selbst trotz allem erreichen kann genauso wie @Tom26 es nennt: sich ins Leben zurück kämpfen!

Nicht umsonst gibt es ja Rehakliniken, wo sich Ärzte und Therapeuten darum bemühen, dass der Verunfallte, soweit es geht seine Selbstständigkeit zurück gewinnt oder behält! Das müssen die Helfenden aber auch verstehen und unterstützen und den Menschen darin bekräftigen wieder eigenständiges Leben zu führen und ihm nicht die Eigenständigkeit wegnehmen. Paraplegiker liegen eingegipst bis zu 6 mon. im Bett, bis sie zum Schluss sogar ein Auto fahren können. Wie ein Baby das heranwächst müssen Verunfallte alles was sie vorher selbstverständlich und automatisch machen konnten wieder erlernen.

Einem solchen Menschen immer helfen zu wollen bedeutet auch die Arbeit/das Know-how der Therapeuten und Ärzte aufzuheben und zu untergraben. Kann mir vorstellen, dass @Erik auch in einer Rehaklinik war. Er kämpfte für seine Selbstständigkeit, die ihm die Freundin wegnehmen will!

Bei allem Verständnis und bei aller Liebe für die Mitmenschen, die uns umgeben, erwarten wir dass unsere Integrität und Selbstständigkeit, soweit es geht gewahrt und auch unterstützt wird.
 
  • #87
Es gibt eben unterschiedliche Motive des Helfens.
Gebraucht werden, zb. Sich darüber stärker fühlen, den anderen dadurch entmündigen. Dann wie in Toms Beispiel, es nicht aushalten können, wie der andere sich abmüht. Das ist dann auch wieder die eigene Baustelle. Warum kann ich das nicht aushalten, kann die Geduld nicht aufbringen, den anderen Seins in seinem Tempo machen zu lassen. Auszuhalten, dass der andere Schmerzen hat und man nichts weiter tun kann als da sein. Glauben, den anderen retten, befreien zu müssen von seinen Lasten.
Mit diesem Beitrag sprichst du mir aus der Seele! Und kein anderer Mensch kann das Schicksal eines anderen auf sich nehmen und tragen - weder seine Schmerzen noch seine Heilung herbeiführen noch ihn retten/befreien. Nicht mal Ärzte können das! Jeder hat sein individuelles Kreuz zu tragen!

Die Kunst ist für einander da zu sein und es mitzutragen aber nicht, ihn zu bevormunden, es besser als man selbst zu wissen, ihn in eine Rolle zu zwingen, zu kontrollieren, ihn abhängig und klein zu halten.
Ok, ich habe Verständnis für deine Schmerzen und deine Beeinträchtigungen, aber hast du auch Verständnis dafür, dass ich keinen Bock darauf habe, verständnisvoll und interessiert zu sein ?
Bist du so fair, jedem zuzugestehen, dass er mit kranken und hilfebedürftigen Menschen keinen engen Kontakt haben will ?
Hä...? Was hat das jetzt mit mir zu tun? Alle, die hier schreiben schreiben über sich selbst - auch du natürlich und aus deinen Erfahrungen ausgehend.

@Erik, @Tom26 und ich haben etwas gemeinsam: chronische Schmerzen!
Was nicht gleich ist, ist die Ursache, die zu chronischen Schmerzen führte und verglichen mit ihm brauche ich mehr Hilfe als er. Das ist offensichtlich für alle!

Sicher Menschen können gebraucht werden: am richtigen Ort und bei der richtigen Person.
Auch Mutter Theresa half nur denjenigen, die es am dringendsten gebraucht hatten und nicht den steinreichen!

Ihre Hilfe kann sicherlich bei Hilfsorganisationen oder bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit gut zum Einsatz kommen. Oder vielleicht auch in Kinderheimen, wo sie mit Kindern spielen kann.
Dort werden alle Menschen glücklich und froh um Ihre Hilfe sein und ihr auch dafür danken - gerade, weil sie sie brauchen!

Aber doch nicht bei @Erik, der das gar nicht braucht und sogar störend und nur nervend aber auch grenzüberschreitend ist.

Hand aufs Herz: möchte wirklich jemand von euch, dass ihm der Teller beim Essen gehalten wird, obwohl er das selber kann? Nur als Beispiel!

Es geht mir (Erik vermutlich auch), darum nur zu unterscheiden: wer braucht wirklich Hilfe und wer nicht und wo ist die Hilfe nicht nur wünschenswert sogar äusserst willkommen?

 
  • #88
Hallo FS

Die (deiner Meinung nach) zu harschen antworten beziehen sich aber fast alle auf deine Aussagen (Kaktus find ich aber auch zu heftig, da geb ich dir Recht).

Beginnt schon bei der Frage. Hättest du gefragt: wie kann ich das Helfersyndrom meiner Freundin reduzieren, weil es unsere Beziehung und Erotik gefährdet, zb., hättest du ganz andere Antworten bekommen.

Du hast aber gefragt, wie "männlich" dich Frauen generell sehen (eine dämliche Frage, wie du vermutlich gemerkt hast), und dass du dich trennen wirst müssen, wenn sie ihr Verhalten nicht ändert.

Du schreibst zwar irgendwo, du liebst sie, wie sie ist, aber wenn dem so wäre, müsstest du ja nicht hier fragen. Im Gegenteil, du erträgst ihr Verhalten ja kaum noch, fühlst dich fast schon missbraucht. Das sind schon recht heftige Aussagen.

Über deine Freundin les ich aus deinen Posts: total uebergriffig, emotional abhängig, problematische Biographie, nicht besonders attraktiv. Deine Worte.

Und dann noch der Spruch "Volle Fahrt gg die Mutti", #60, das klingt weder sehr respektvoll noch nach grosser liebe.

Zum Problem: ihr braucht Therapie, dann werdet ihr eure Dynamik viel besser verstehen.

Ist nicht böse gemeint, ich wollte nur ausdrücken wie du bei mir rueberkommst.
 
  • #89
Du hast aber gefragt, wie "männlich" dich Frauen generell sehen
Ich finde die Frage schon sehr passend. Ich kenne das auch, dass Männer ihre Männlichkeit definieren über bestimmte Fähigkeiten, Eigenschaften. Das wird auch ganz klar so formuliert, dass zu einem potenten Mann Eigenschaften xyz gehören (z.B. mehr Geld als die Frau verdienen, um ihr was bieten zu können, Frau beschützen können, ...)
Beim Fragesteller seh ich die Problematik ganz genauso, zumal die Freundin sich ja exakt so verhält, als würde sie ihn wegen seiner Schmerzen nicht mehr als Mann sehen, denn wenn er ihr zeigt, dass er Sex will, fragt sie, ob er sicher ist, dass das geht. Das ist voll abturnend, wenn man scharf ist und dann gefragt wird, ob man nicht zu schwächlich ist. Genau das gleiche in grün bei dem beruflichen Projekt, sie glaubt, es sei zu anstrengend. (Stell Dir vor, Du legst ein bisschen Striptease hin aus Spaß, um ihn anzumachen, und Dein Freund sagt "pass auf, dass du dir nicht den Rücken verrenkst" - er lässt sich also gar nicht ein darauf, Dich erotisch zu finden, sondern denkt, du überhebst dich gerade, während Du Dich sexy präsentierst, oder Du sagst, Du willst ein Buch lesen über Politik und Dein Freund sagt "ich glaube, das übersteigt deinen Verstand". Das zeigt doch, dass sich Dein Partner nicht auf gleicher Augenhöhe sieht mit Dir, sondern dass er Dich dauernd einschätzt, Dein Gesagtes nicht als Info eines selbstbestimmten Erwachsenen annimmt und die Dinge, die Du tun willst, als für Dich zu schwierig sieht.) Solche Bemerkungen, wenn die dauerhaft und in verschiedenen Situationen kommen, sind kein Besorgtsein, das ist eine unbewusste Methode, sich in die übergeordnete Position und den anderen unter Kontrolle zu bringen. Mit solchen Untergrabungsmethoden schafft man es, dass der andere, wenn er sich beeinflussen lässt, sich überhaupt nicht mehr sexy findet, dh. er strahlt auch nichts mehr aus, was dem Zielgeschlecht gefällt, und nichts Neues startet, wo der neue Leute kennenlernen könnte oder weniger Zeit für den Partner haben könnte. Ich seh das ganze allgemein als Selbstvertrauen untergraben, weil Menschen mit Selbstvertrauen schwer zu lenken sind, da zu unabhängig. Bei ihnen muss man sich drauf verlassen, dass sie lieben und bleiben, bei Abhängigen kann man sicher sein, dass sie bleiben.

Du schreibst zwar irgendwo, du liebst sie, wie sie ist
Wenn man das interpretiert, was sonst noch so kam, denke ich, dass das heiße könnte "auch wenn sie in meinen Augen nicht attraktiv ist". Ich hab mich gefragt, ob er sie "als Frau" wahrnehmen kann und das zum Ausdruck bringt. Weil ich denke, dass es zu merken ist, wenn jemand seine Partnerin nicht als Schönheit sieht.

Ich denke auch, dass eine dritte Person gut wäre, die vermitteln kann. Anscheinend verstehen sie die Sprache des anderen nicht so gut.
 
  • #90
Beginnt schon bei der Frage. Hättest du gefragt: wie kann ich das Helfersyndrom meiner Freundin reduzieren, weil es unsere Beziehung und Erotik gefährdet, zb., hättest du ganz andere Antworten bekommen.

Du hast aber gefragt, wie "männlich" dich Frauen generell sehen (eine dämliche Frage, wie du vermutlich gemerkt hast), und dass du dich trennen wirst müssen, wenn sie ihr Verhalten nicht ändert.
Das spielt keine Rolle, wie er die Frage formuliert denn das ändert nichts daran an ihrem Verhalten, dass sie tatsächlich mit ihrem Helfersyndrom übergriffig ist. Er bekommt viele Antworten, was er machen kann, dass er sich positionieren könne, dass er ihr Grenzen setzen solle und ganz besonders von mir ihr zu schreiben, wie er sich dabei fühlt, wenn sie damit nicht aufhört: abhängig, hilflos, entmündigt und als wäre er tot krank (so fühle ich mich wenn mich jemand betüdeln will als könnte ich viele Sachen nicht alleine machen).
Du schreibst zwar irgendwo, du liebst sie, wie sie ist, aber wenn dem so wäre, müsstest du ja nicht hier fragen. Im Gegenteil, du erträgst ihr Verhalten ja kaum noch, fühlst dich fast schon missbraucht. Das sind schon recht heftige Aussagen.
Er schrieb, sie hätte viel in ihrem Leben durchgemacht und sie hätte das Herz am richtigen Fleck, er sei der erste Mann, dem sie sich öffnete und anvertraute und mit dem sie gerne eine Familie gründen möchte. Möglich ist aber auch, dass sie all das für ihn tut nur aus tiefer Dankbarkeit, dass er auch immer emotional für sie da war! Es ist wohl nicht seine Art mit der Faust auf den Tisch zu schlagen und ihr zu sagen: "Jetzt reicht's mir, hör auf damit!"

Ich hoffe, dass Erik inzwischen mit seiner Freundin geredet und ihr eine Therapie vorgeschlagen hat. Und uns schreibt, ob sie eine machen werden. Denn niemand hier kennt ihre genauen Motive, weshalb sie das unbedingt braucht, gebraucht und nützlich zu sein. So sehr, dass sie seine Grenzen überschreitet und ihn noch fragt, ob er sich mit seinen Schmerzen den Sex erlauben könne?

Geht's noch! Nur er kennt seine Schmerzen und kann selbst einschätzen, wie stark sie sind und, was sie sich selbst zumuten kann und niemand sonst. Sie verhält sich auch irgendwie besserwisserisch! Kein Mensch kann wissen, was für einen anderen am besten ist!
 
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