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  • #31
Die Fragestellung ist eine Einladung über komplizierte, launische, anstrengende Frauen mit Prinzessinnengehabe und Arroganz zu schreiben. Sie impliziert falsche Vorstellungen was Hochsensibilität ausmacht. Wenn Männer das Weite suchen und eine ratlose, verletzte Frau zurückbleibt, muss sie deshalb nicht hochsensibel sein. Hochsensibilität ist nicht die Rechtfertigung für Menschen, die mit ihrem Leben nicht zurechtkommen. Wenn man sich umhört wird Hochsensibilität mit den Attributen der Fragestellung beschrieben, ergänzt um: Das sind depressive Heulsusen, die Anderen die Schuld geben, dass sie sich nicht gut fühlen.

Hochsensibilität resultiert aus einer überdurchschnittlichen Wahrnehmungs-/Empathiefähigkeit, die für die Betroffenen einerseits Gabe und andererseits Belastung ist. Hochsensible haben weniger gute Reizfilter als der Durchschnitt. Sie erleben alles intensiver: Laute Umgebung, überfüllter Fahrstuhl, empathiebefreite Mitmenschen, Schicksalsschläge, aber auch die Liebe. Durch ihr gutes Einfühlungsvermögen und das Wahrnehmen von Kleinigkeiten, die anderen verborgen bleiben, sind sie, bei entsprechender Intelligenz, hervorragende Führungskräfte. Sie haben die Dinge im Griff und handeln mit Umsicht und Weitsicht. Wer seine Diagnose kennt, richtet sich entsprechend ein. Ich brauche nach einem anstrengenden Arbeitstag meine Rückzugsinsel um den Tag abzuschließen. Mein Partner (beide Abteilungsleiter) schätzt es, dass ich nicht anstrengend bin und er somit auch seinen Freiraum hat. Er geht dann joggen und wenn er zurückkommt haben wir „unseren Feierabend“. Seine Ehe ist an der ewig nörgelnden Partnerin gescheitert. Weiter bin ich selbstgenügsam und werde nicht als kompliziert empfunden. Wir lieben beide den etwas zurückgezogenen Lebensstil und meiden große Menschenansammlungen, Festzelte etc. Für die Oper buchen wir Rang statt Parkett Mitte usw. Wenn ich liebe, bin ich glücklicher als der Durchschnitt. Bin ich traurig denke ich auch an die Vorteile, dass in meinem Leben alles intensiver stattfindet. Ansonsten führen wir ein harmonisches, ganz normales, Leben. Da 20% der Menschen hochsensibel sind ist das keine Ausnahmeerscheinung, die als Ursache für Überforderung herhalten kann.

Wenn ein Mann überfordert ist, dann bestimmt nicht deshalb, weil er eine einfühlsame Partnerin hat. Selbstbezogen reagieren Egoisten, emotional instabil sind Menschen ohne Selbstreflektion, Ignoranz steht für Arroganz, Kompliziertheit für Launenhaftigkeit. Das sind Charaktereigenschaften, die auf Unsensible und Hochsensible gleichermaßen zutreffen können. Anstrengend wird es immer dann, wenn das Verhalten einem entspannten und harmonischen Miteinander nicht zuträglich ist.

w50+, etwas anders und glücklich damit.
 
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  • #32
Ich glaube hier muss etwas unterscheiden werden. Und zwar gibt es Hochsensibilität und die Histrionische Persönlichkeitsstörung. Von beidem sind eher Frauen betroffen und sie haben mit der Verarbeitung von Reizen und Emotionen zu tun.

Hochsensibilität äußert sich eigentlich kaum negativ. Meistens leben diese Menschen sehr zurückgezogen, sind sehr empfindsam und eher ruhigere Vertreter. Die Histrionische Persönlichkeitsstörung wird gekennzeichnet durch Übertreibung, theatralisches Verhalten, Tendenz zur Dramatisierung, Oberflächlichkeit, labile Stimmungslage, gesteigerte Beeinflussbarkeit, dauerndes Verlangen nach Anerkennung und der Wunsch, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, erhöhte Kränkbarkeit sowie ein übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität.

Ich kenne mich auch praktisch mit Frauen, die davon betroffen sind aus, weil cih ein Magnet für sie bin. Wie die Threaderstellerin schon schrieb, suchen solche Frauen häufig einen "in sich ruhenden Mann", weil er ihnen selbst Ruhe und Ausgleich gibt. Für den Mann ist das aber eher ein Kuhhandel, denn es kostet nur ihn Energie sowie viel Geduld ihre Unvernunft zu ertragen. Wenn zu der Persönlichkeitsstörung noch aggressives verhalten von ihrer Seite kommt, wird es sehr anstrengend.

Ich kann davon betroffenen Menschen unbedingt nur zu professioneller Hilfe raten. Ähnliche wie bei der narzistischen Störung ist die histrionische eine Störung des Affekts und häufig denken die Betroffenen sie seien im Recht oder einfach nur besonders sensibel. Merken es meistens nicht selbst, wie sie sich Verhalten und was sie ihren Mitmenschen abverlangen.

Gruß
m31
 
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  • #33
Die Merkmale für die Hochsensibilität:

ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
erhöhte Schmerzempfindlichkeit
detailreiche Wahrnehmung
hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
ausgeprägtes intuitives Denken
langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
Denken in größeren Zusammenhängen
ausgeprägter Altruismus, Gerechtigkeitssinn
Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit
Intensives Erleben von Kunst und Musik
Perfektionismus
meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit (Instabilitäten wie bei Borderline, bipolaren Störungen, Psychosen o. ä. sind kein Merkmal der HS; dennoch können solche als Folge einer psychischen Erkrankung durchaus präsent sein)

Es hat mit einer Zicke und Diva nichts zu tun. Aber es bedarf sicherlich Einfühlsamkeit im Umgang mit hochsensiblen Menschen. Ich habe eine hochsensible erwachsene Tocher, die Beziehung, die wir beide haben ist herzlich und basiert auf Respekt und Liebe; es ist wunderbar mit ihr Zeit zu verbringen. Es gibt auch hochsensible Männer und ich könnte mir auf jeden Fall eine Beziehung mit einem solchen Mann vorstellen.
 
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  • #34
Hmm, das klingt nach wenig Spass und viel Stress...
Solche Frauen sind nur in Wohlsstandsumgebungen lebensfaehig und
ich bin nicht an ihnen interessiert.

Ich kenne mehrere solche hochsensible Frauen, aber es sind zum Glueck nur Bekanntschaften.
Ein Vergleich..Solche Frauen sind wie Rennmotoren, beduerfen sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit...Mir ist aber der "attraktive" Dieselmotor lieber, am liebsten mit Sexy turbolader...
Bigger hat es geschrieben...Welcher Mann, der eine Wahl hat, will so eine Dame...


M, Denkfaehig
 
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  • #35
Die Frage ist doch, wie sich die Hochsensibilität ausdrückt. Viele Menschen verwechseln da was und meinen launisch, zickig etc und ein anderer soll das durch besondere Belastbarkeit (in sich ruhen) kompensieren. Das hat mit HSP nichts zu tun.

Ich bin HSP, überhaupt nicht zickig, sondern eher das Gegenteil - lasse die anderen sich ausagieren und warte geduldig, bis es vorbei ist und tu' nichts. Ich kann regelrecht anderen den Ton abdrehen, sie reden lassen und nehmen sie garnicht mehr war - ist super im Umgang mit dauernörgelnden Kollegen und sonstigen Negativtextern.

Ich habe einen Partner, der damit keine Probleme hat. Er muss garnicht in sich ruhen, sondern einen ruhigen Lebensstil bevorzugen und mal was allein unternehmen wollen, das reicht aus für einen HSP-Partner/partnerin.
HSP heißt nämlich, dass die Sinneswahrnehmung viel zu stark ist, man keine eingebauten Reizfilter hat und immer viel zu viel Botschaft ankommt. Da hilft ein reizarmes Umfeld. Ein Partygänger wäre also für mich der falsche Partner, der immer nur im Gedrängel, mit Musikbeschallung und mit Lichteffekten unterwegs ist.
Also habe ich einen Partner, der auch zuhause keine Dauermusik braucht, gern darußen Sport treibt, leist, ruhige Gespräche bevorzugt und ruhige Restaurants und treffen im kleinen Freundeskreis den kommerziellen Massenveranstaltungen bevorzugt. Überdekorierte Räume, die mich ebenfalls geistig ermüden mögen die meisten Männer glücklicherweise nicht. Als der meinige in meine Wohnung kam, meine er "ist ja eine Männerwohnung", weil schlichte hochwertige Möbel und kein Mädchenkram oder Gerüsche überall.

Ich habe einen anspruchsvollen Job und es tut mir z.B. gut in Ruhe hochkonzentriert zu arbeiten. das entspricht den Kernkompetenzen von HSPlern. Wenn es in der Frma zu unruhig ist, mache ich ein paar Tage Homeoffice.
Im Hinblick auf Partnerschaft heißt das einfach, das er sich allein beschäftigen können sollte, wenn ich mal Pause brauche, d.h. er geht mal allein aus oder lässt mich einfach in Ruhe lesen wenn er zuhause ist. Ich kann keinen klettigen Mann brauchen, der permanente Dauerbespaßung durch eine Frau braucht.
 
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  • #36
FS, was verstehst du unter "hochsensibel"? Ich bin es auch, aber ich wüsste nicht, warum das einen Mann besonders nerven sollte. Hochsensibilität bedeutet, dass man feine Sinne hat, mit denen man leichter von Eindrücken überfordert sein kann als jemand, der nicht so betroffen ist. Aber das sollte für einen Mann doch nicht schlimm sein. Oder was kennst du so für Männer?

w31
 
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  • #37
Hochsensibilität ist eine Herausforderung (manchmal auch eine Strafe, manchmal eine Gabe) für den Betroffenen, aber es ist keine Krankheit. Von der Umwelt übermäßig viel Verständnis und Rücksichtnahme zu verlangen ist der falsche Weg (gilt nicht für hochsensible Kinder, da sind die Eltern gefragt). Es liegt an einem selber, sich die Umwelt zu schaffen, die einem guttut, und sich mit Menschen zu umgeben, die keinen negativen Input auf einen haben.

Ich habe einen sehr ruhigen, gefestigten Partner, der wie ich Stille und Entspannung bevorzugt, und so funktioniert es sehr gut. Einen lauten, nervösen, unordentlichen Menschen, der mich triggern würde, würde ich gar nicht als Partner in Betracht ziehen.
Im Zusammenleben empfiehlt es sich, als Hochsensibler immer ein eigenes Zimmer zu haben als Rückzugsraum.
 
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  • #38
Wer mit Hochsensiblen Menschen nicht umgehen kann, sollte am besten mal einen Kurs in Pyschologie absolvieren.
Übrigens kenne ich ganz viele langjährige Ehen, wo die meisten Frauen sehr sensibel sind...
 
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  • #39
Hallo FSin,

ich vermute mal, du schätzt dich selbst als "hochsensible" Persönlichkeit ein. Und du bist gekränkt, weil Männer darauf nicht anspringen. Gast 31 und 32 haben sehr schön beschrieben was unter "Hochsensibilität" zu verstehen ist. Menschen, die von sich selbst glauben hochsensibel zu sein, mangelt es vor allem an einem: Empathie!
Ein hochsensibler Mensch ohne Empathievermögen ist kein hochsensibler Mensch!
 
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  • #40
Hallo

ich bin hochsensibel. Ich höre alles lauter und Empfindungen sind stärker. Vorteil ist: ich habe eine ungemein scharfe Wahrnehmung. Problem ist: ich verarbeite viel zuviel Informationen so wie ich nur einen Raum betrete. das lenkt auch manchmal ab. Habe Konzentrationsübungen speziell dazu lernen müssen. Ist so toll wie Bauchgymnastik, aber es muss sein. Ich traf einen hochsensiblen Musiker. Der konnte z.B. das Gedudel im Autoradio schlicht nicht ertragen. Oder wenn die Stimme ein paar Oktaven zu hoch ist. Ich denke sensible Personen haben untereinander mehr Verständnis füreinander. Das Bedürfnis nach Stille und Abgeschiedenheit, Ruhe und Klarheit ist einfach grösser als das Bedürfnis nach dauernder Zweisamkeit.
 
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  • #41
Doch, die gibt es. Ich selbst habe so ein Exemplar als Freund. Allerdings muss man, wenn man hochsensibel ist und das weiß, eben einfach einen Mann nehmen, der genauso sensibel, verständnisvoll und nett ist. Wenn Frauen aber - und das ist leider der Wunsch der meisten Damen, wie man oft liest - sich einen dominanten, männlichen, "echten Kerl" wünscht, der einem zeigt wo es langgeht, muss man sich nicht wundern, wenn dieser dann nicht mit einer sensiblen Frau umgehen kann. Dann ist man als Frau aber auch definitiv selbst Schuld. Die verständnisvollen Kerle sortieren die meisten ja leider als "guter Freund" und "zu nett" aus.
w

Das passt also sehr gut.

Eine "hochsensible" Frau und ein "echter Kerl".

Denn sensibel, verständnisvoll und lieb ist der Mann dann zwar gegenüber der Frau aber sich selbst gegenüber nicht.

Das wird zum Problem des Mannes werden.

Nachdem er dieses Problem gelöst hat und zu sich selber verständnisvoll, sensibel und lieb ist, dann ist er ein echter Kerl und könnte sich der "hochsensiblen" Frau nähern, wenn er meinen würde damit wäre er verständnisvoll, sensibel und lieb sich selbst gegenüber.
 
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  • #42
Ich (w) muss mich auch als hochsensibel (HSP) bezeichnen, aber ich kenne die Probleme der FS nicht. Männer kommen gut mit mir zurecht und ich mit ihnen. Vielleicht, weil ich meine Sensibilität in mein Leben nützlich und sinnvoll integriert habe und nicht als Begründung für Extravaganzen heranziehe.
Wir kennen die Art der Sensibilität der FS nicht. Vielleicht leidet sie darunter und das ist für einen Partner dann freilich schwierig.
 
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  • #43
Menschen, die von sich selbst glauben hochsensibel zu sein, mangelt es vor allem an einem: Empathie!
Ein hochsensibler Mensch ohne Empathievermögen ist kein hochsensibler Mensch!

So ein Schmarrn aber auch. Es gibt Test, wo man schauen kann, ob man wirklich hochsensibel ist. Ich bin es und ich habe zuviel Empathie, das merkt man bei mir u.A. daran, dass Tiere besonders gut auf mich reagieren. Wir haben ein Pferd und eine damalige ältere Reitlehrerin sagte mir, sie wäre erstaunt, wie gut und unkompliziert ich als Anfängerin mit Pferden umgehen könnte und wie gut unser Pferd und Andere auf mich reagieren würden. So leicht, locker, entspannt, das erlebt sie sehr selten.

Mit Hunden und Kazten erlebe ich ähnliches. Hätte ich keine Empathie würden diese Tiere das merken und mir aus dem Weg gehen, die haben ja Antennen für sowas.

Inzwischen habe ich gelernt, meine übergroße Empathie, daher kann ich ja vieles sehen und spüren, was andere Menschen gar nicht wahrnehmen oder fühlen, zu kanalisieren. War jahrelanges Tranining, aber inzwischen geht das sehr gut.

Manchmal bin ich aber doch erschöpft, muss ins Grüne, viel Ruhe, wenig Menschen, viel Natur und dann tanke ich meine Akkus für den grauen Alltag wieder auf. Ich weiss und bin froh, dass es ähnlich gestrickte Menschen gibt, viel mehr, als wir denken.

.

w
 
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  • #44
Liebe FSin,

Hochsensiblität ist eine Gabe und meist geben diese Menschen wunderbare Mütter/Väter und Lebensgefährten ab, sofern sie mit ihrem Leben klarkommen und nicht irgendwelchen Süchten verfallen sind, wie z. B. Rauchen/Alki.

Hochsensible Frauen haben oft Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Magen- und Darmprobleme (Reizmagen, Reizdarm), vor allem in Zeiten, in denen von Ihnen zuviel erwartet wird, da ihre Speicher schneller voll sind. Da könnte ich mir vorstellen, dass das Hin und Wieder die Partnerschaft belasten könnte. Auch die schnellere Erschöpfbarkeit. Oft geben diese Menschen aus Liebe zum Anderen alles und brauchen daher umso länger um ihre Batterien aufzuladen.

Ansonsten sind das oft angenehme, hilfsbereite, einfühlsame, ehrlicheZeitgenossen, sofern nicht andere Persönlichkeitsstörungen vorhanden sind. Und nein, hochsensiblität ist keine Persönlichkeitsstörung - wie hier schon geäußert wurde. Ich bin erstaunt und zum Teil sprachlos, was hier zum Teil für Unwissen und Voreingenommenheit herrscht.

w 40+
 
  • #45
Gute Frage ... Können Frauen denn mit hochsensiblen Männern umgehen? Und Frauen mit hochsensiblen Frauen bzw. Männer mit hochsensiblen Männern? Hat das neuerdings was mit dem Geschlecht zu tun? Übrigens schön zu sehen, dass es hier immerhin einige gibt, die überhaupt wissen, was HSP bedeutet und es nicht mit "zickig, divenhaft und anstrengend" gleichsetzen. Ich weiß es von mir selbst, meine vier Kinder sind es in unterschiedlichem Maß und mein Mann wohl auch in Teilbereichen und wir kommen gut damit klar. Es bedeutet eben, dass wir nicht dreimal die Woche Party machen, weil das mit unserer Eigenart viel zu anstrengend wäre. Es bedeutet auch, dass ich mir meinen Tagesablauf so einrichten muss, dass ich nicht durch zu hohe Belastung am Rad drehe. Ein Familienleben mit vier Kindern ist da natürlich manchmal kontraproduktiv, aber da jeder immer seinen Rückzugsraum hatte, ging es. @Apfeldieb: Was du beschreibst, ist keine Hochsensibilität, sondern Lebensuntüchtigkeit. Sorry, aber mit meiner Erfahrung von Hochsensibilität hat das nicht das Geringste zu tun.
 
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  • #46
Alle hochsensible Damen die ich bis jetzt kannte waren einfach hysterische unausgeglichene Zicken.
Wie soll mat damit umgehen können? Nur schnell weg laufen.
m, 41
 
  • #47
Ich hatte auch schon das zweifelhafte Vergnügen, mit einer hochsensiblen Frau einige Jahre zu tun zu haben. Ihre Hochsensibilität aber jedoch sehr einseitig ausgeprägt. Selbstsucht, Egoismus, Rücksichtslosigkeit auf die Bedürfnisse des Partners, Reflektionsunvermögen, Selbstgerechtigkeit. Alles mußte sich um sie drehen. So war ihr Liebesverständnis. Wer da nicht die ihrer Ansicht nach nötige Aufmerksamkeit aufbrachte, bekam die "Egalhaltung" vorgeworfen. Dieser Charaktertyp kann ein echter Blutsauger werden, der anderen die Energien raubt.

Es sollte sich alles um sie drehen, da sie ja so hochsensibel ist und wie ein rohes Ei behandelt werden mußte. Ohne jetzt ironisch werden zu wollen, benötigte man hier eine Betriebsanleitung, um zu wissen, was sie gerade will und wie sie drauf ist.

Die Hochsensibilität, die an sich eine sehr schöne Eigenschaft ist, wird richtig zum Problem, wenn sie sehr einseitig ausgeprägt ist. Ständig Extrawürste bekommen wollen als sei man unter Artenschutz gestellt und habe Anspruch darauf.

Ich kann jeden verstehen, den das auf Dauer einfach zu anstrengend wird. Gerade Männer, die in sich ruhen und ausgeglichen sind, werden die Erfahrung gemacht haben, daß mit solchen Typen auf Dauer nichts anzufangen ist.
 
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  • #48
Beschreib doch mal genauer, was du mit "hochsensibel" meinst. Das kann vieles bedeuten. Ich bin selbst sehr sensibel, liebe sensible und feinfühlige Menschen, aber ich versuche auch auf andere einzugehen, Empathie zu zeigen. Es gibt jedoch auch Menschen die sensibel sind, aber gleichzeitig ihre Feinfühligkeit passiv-agressiv an ihrem Umfeld auslassen. Vielleicht liegt es nicht an der Sensibilität, sondern an etwas anderem, was uns Männern aufstößt. Auch wir sind nur Menschen und wollen uns nicht jeden Schuh anziehen müssen. Eine Beziehung muss harmonisch sein und dazu gehören zwei Teile die sich ergänzen. Keiner der beiden Teile will die Probleme des anderen alleine tragen.
LG

M(31)
 
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  • #49
Wer mit Hochsensiblen Menschen nicht umgehen kann, sollte am besten mal einen Kurs in Pyschologie absolvieren.
Übrigens kenne ich ganz viele langjährige Ehen, wo die meisten Frauen sehr sensibel sind...

Bitte, "sehr sensibel" oder "hoch sensibel" sein, hat absolut NICHTS mit "Hochsensibiltät" zu tun, auch wenn die Begriffe ähnlich sind.So ist "hoch sensibel" eine Charaktereigenschaft, jedoch "hochsensibel" (Hochsensibilität) fällt unter die Persönlichkeitsstörungen.Ich habe das Gefühl, dass das hier einige, so auch dieser Gast, durcheinanderbringen, finde das aber wichtig, mal klarzustellen.

Und bitte, weshalb sollten die "normalen" Menschen, die selbst keinerlei Probleme im psychologisch-sozialkompetenten Bereich haben, einen Kurs in Psychologie absolvieren?? Ich z.B. habe dahingehend keinerlei Defizite, und möchte weder mit andererleuts Launen (hoch sensibel) noch mit ihren Persönlichkeitsstörungen (hochsensibel) belästigt werden.Da liegt es wohl eher an den Betroffenen selbst, sich in psychologische Behandlung zu begeben, denn "Normalos" müssen sich das nicht geben.Das mag vielleicht nicht sehr nett klingen, aber ich hatte bereits in meinem Leben mit so vielen Menschen mit psychischen Störungen zu tun, dass ich da absolut kompromißlos eingestellt bin, sobald solche Menschen mir damit an die Substanz gehen wollen.
 
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  • #50
Leider Gottes behaupten viele Frauen, sie wären hochsensibel. Allerdings haben sie meist den Begriff völlig falsch interpretiert. Denn diese Frauen sind egoistisch, intolerant, rechthaberisch und fränkisch. Fühlen sich ständig angegriffen und zicken permanent herum, wenn es nicht läuft, wie sie es gerne hätten.

Hochsensible Menschen hingegen ziehen sich lieber zurück wenn sie sich in Gegenwart von Empathie befreiten Menschen unwohl fühlen.

w, 45
 
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  • #51
Ich danke solchen Beitragschreibern wie 30 und 32 !!
Sie rücken manch anderes und Unsägliches hier zurecht.

Hochsensibilität ist ein Geschenk, manchmal mühsam, vor allem für die Hochsensiblen selbst (z.B. weil man sich zu oft zuviel zurückzieht). Dadurch, dass es aber so langsam als Tatsache und nicht als psychische Störung anerkannt wird, gibt es auch mehr darüber zu lesen, sich als Hochsensibler damit auseinander zusetzen und zu lernen, damit erst mal selbst klar zu kommen, diese Eigenschaft im Positiven zu leben. Wenn das dann dazu führt, auch wieder einen Partner zu finden, das wäre wunderbar.

Extrem kontraproduktiv sind die, die Sensibilität und Hochsensibilität als Manko, Schwäche, auf Frauen reduzierte Eigenschaften sehen und mit Unselbstständigkeit, Jammerigkeit, Wehleidigkeit, Egoismus, Selbstgerechtigkeit etc verwechseln und lauthals beschimpfen. Sie sollten doch einfach mal den Mund halten und erst denken.
 
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  • #52
[mod] HSP's sind Menschen mit verfeinerter Wahrnehmung in unterschiedlichen Bereichen.
Es handelt sich jedenfalls nicht um launenhafte Zicken, die Männer mit überzogenem Getue und übertriebenen Forderungen in den Wahnsinn treiben.
 
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  • #53
zicken permanent herum, wenn es nicht läuft, wie sie es gerne hätten.
Hochsensible Menschen hingegen ziehen sich lieber zurück

Danke für diese treffende Herausarbeitung dessen, was der nur geringe phonetische Unterschied zwischen "hoch sensibel" und "hochsensibel" leider verwischt: es geht um völlig unterschiedliche Charaktere. "Hoch sensibel" meint das, was normale Menschen zu der Äußerung "huch, bist du heute wieder empfindlich" veranlaßt, also unangemessen zickiges Reagieren. "Hochsensible" hingegen reagieren durch Rückzug ohne Gegenangriff.

Bei der ersteren Sorte Mensch müßte man eigentlich ständig ein Tonband mitlaufen lassen, um jedes von ihnen gesprochene Wort noch einmal einer genauesten Analyse zu unterziehen, denn selbst die vorsichtigste Nachfrage wird - statt mit Präzisierung - mit Vorwürfen beantwortet, man habe nicht richtig zugehört. Damit sie sich nicht angegriffen fühlen, spricht man sie sie am besten überhaupt nicht an.

Hochsensible hingegen darf man sehr wohl ansprechen, aber eben leise. Sie tun sich lediglich mit Reizüberflutung schwer, und das macht sie eigentlich sehr sympathisch: ich käme mit einer hochsensiblen Frau bestens zu recht. Mit einer hoch sensiblen eher weniger.
 
  • #54
[mod]

Hochsensibilität äußert sich ganz verschieden und betroffene Menschen haben manchmal damit zu kämpfen und profitieren manchmal davon.

Ich zum Beispiel reagiere seismographisch auf Informationen, die für andere kaum wahrnehmbar sind. Das ist Fluch und Segen.

Ich weiß immer, wenn etwas nicht stimmt - besonders bei Menschen, denen ich emotional verbunden bin - und kann entsprechend reagieren und unterstützen. Ein Paradies für Männer, keiner will sich trennen.

Kehrseite der Medaille: Ich gebe zuviel, gebe mich quasi auf und trenne mich, wenn ich nicht mehr kann - und das ist dann unwiderruflich.

Der Mann weiß Bescheid, er ist so klug und reflektiert, dass er öfter für mich eingreift und mich daran hindert mich zu verleugnen und zu viel für andere zu tun. Ich schätze das außerordentlich an ihm, das können sehr wenige Menschen.

Ich hasse manchmal diese Gefühle. Ich spüre, dass Unheil sich ankündigt und kann Nichts dagegen tun - fast unerträglich. Andererseits kann man mich quasi nicht anlügen, das hat entschieden Vorteile. Und ich weiß sehr, sehr schnell, wer mir suspekt ist und bei wem ich sehr wachsam sein muss.

Der Mann schätzt das sehr, er nimmt mich sehr gerne zu wichtigen Terminen mit und bittet mich um meine Einschätzung in Bezug auf Menschen. Er selbst irrt sich sehr selten in Bezug auf Menschen, aber ich musste ihm einmal eine negative Einschätzung über einen alten Freund liefern. Ich will auf keinen Fall, dass er den Kontakt abbricht, aber ich denke, er wird wachsamer sein als früher.

[mod]
 
  • #55
Nun muß der Mann aber ja eigentlich arbeiten, ist also vielleicht nicht sofort erreichbar, und das trägt ihm schwerste Vorwürfe ein, denn nun kommt sie "seinetwegen" zu spät. Ob ihr ein Navi helfen würde? Leider nein: sie erschrickt über die Ansagen so sehr, daß sie das Steuer verreißt und sich und andere in Gefahr bringt. Außerdem würde sie panisch alle Knöpfe gleichzeitig drücken, käme in ein ihr unverständliches Menü, und der Mann müßte sich den Vorwurf gefallen lassen, ihr ein "völlig unbrauchbares Gerät" mitgegeben zu haben.

Klingt eher nach deinem persönlichen Trauma und nicht nach Hochsensibilität.

Hochsensibel heißt nicht emotional instabil oder Borderline. Hochsensibel bedeutet, dass man entweder gegenüber Wahrnehmungsreizen empfindlich ist (also sich eher von Tönen, Bildern usw. angesprochen fühlt, manchmal auch zu sehr) oder Stimmungen besser wahrnimmt und sich mehr von diesen beeinflusst fühlt. HSP meint aber nicht Unselbstständigkeit und Lebensunfähigkeit. Es ist grundsätzlich ein Persönlichkeitsmerkmal, man kann es nicht abstellen oder "an sich arbeiten". Es ist auch keine Störung und ich finde schon, man sollte sich informieren, bevor man Hochsensibilität als Störung darstellt.

Wenn man selbst sensibel ist, sollte man andere aber auch sensibel behandeln. Eine Frau schrieb hier, dass sie angeblich tief in andere blicke und diesen dann die "Wahrheit" sage. Das finde ich beispielsweise auch nicht sensibel, denn man merkt doch, dass das nicht gut ankommt. Würde ich nie machen.

Man muss letztlich damit leben, dass nicht alle Menschen besonders empathisch sind. Beispiel: Ich hatte einem Freund erzählt, dass eine Kollegin ein selbstgemachtes Törtchen, was ich ihr geschenkt hatte, abwertete (mit entsprechendem Gesichtsausdruck).
Er: "Na da schenkste der nichts mehr"
Ja, stimmt, habe ich auch nicht mehr. Aber richtig ernst genommen gefühlt habe ich mich mit seiner Aussage nicht. Mir hat es schon weh getan, dass ich mir so viel Mühe mit dem Törtchen zu ihrem Geburtstag gemacht habe und sie wertet das so ab. Selbst wenn es einem nicht schmeckt, ich würde an dieser Stelle darauf achten, dass man mir das nicht anmerkt. Aber ja, es sind nicht alle Menschen so sensibel und man muss mit denen, die Schwierigkeiten mit ihrer mangelnden Sensibilität haben, tolerant umgehen ;)

Ich finde mich am ehesten in dem Merkmal "langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten" wider, weil ich oft über Dinge nachdenke, die schon Monate oder Jahre zurückliegen oder darüber, was wann jemand wie gesagt hat usw. Das ist aber etwas, was man mit sich alleine ausmacht und was keine Auswirkungen auf andere hat.
 
  • #56
Die Frage ist doch eher: müssen Männer damit umgehen? In welchem Umfang? Auch eine Frau wird ja umgekehrt nicht gezwungen, sich den oft als "narzisstisch" bewerteten Mann anzutun.

In meinem Umfeld denke ich schon, dass die meisten Männer mit einer gewissen Sensibilität umgehen können.
Ich erlebe aber auch eine Reihe von Frauen, die schlicht eine histrionische Persönlichkeitsstörung haben, im Grunde das "Drama-Queen-Syndrom". Das wird dann als "hochsensibel" verkauft. Diese Sensibelchen sollen sich aus meiner Sicht schlicht andere Männer suchen. Meist werden sie nicht so richtig fündig, daraufhin gibt es dann Gezeter über die "bösen Männer". Auch da: es wird doch keine Frau gezwungen, sich die ganzen "bösen Männer" anzutun...
 
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