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  • #1

Können sich Menschen ändern wenn es um Beziehungen geht?

Meine Freundin hat seit 8 Jahren eine Beziehung und hat diesen Mann seit kurzem geheiratet. Er war nach seiner Scheidung vor 10 Jahren ziemlich von der Rolle und hatte viele Affären. Meine Freundin verliebte sich in ihn und hat sich seinerseits viel gefallen lassen. Die Beziehung entwickelte sich und Sie war überzeugt er hätte sich geändert. Jetzt hörte ich, dass er schon wieder von anderen Frauen spricht die für Ihn interessant sind, trotz der Heirat. Was meint ihr, können Menschen sich wirklich ändern. Oder sollte man von anfang an die Finger von so einem Partner lassen der offensichtlich unreif für eine Beziehung ist?
 
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  • #2
Meine Meinung / Lebenserfahrung : Die charakterlichen Eigenschaften eines Menschen sind nicht veränderbar. Sie werden als Kind, Kleinkind oder evtl. vor der Geburt stark beeinflusst und geprägt.
Menschen können ihr Verhalten ändern / anpassen. Aber wenn es um Vertrauen und absolute Verlässlichkeit geht sind die charakterlichen Eigenschaften entscheidend.
Also sage ich : Für eine Ehe untauglich. M 53J
 
  • #3
Sicherlich können sich Menschen durchaus auch in beziehungstechnischen Dingen ändern -- allerdings nicht in ihren Grundwerten.

Wer einmal fremdgeht, geht auch zweimal fremd -- daran besteht kein Zweifel. Wer keine Moral hat, hat eben keine. Wer seine Triebe nicht in den Griff kriegt, schafft es eben nicht.

Wie kann man nur einen Mann heiraten, der bekannt für Affären ist? Viel dümmer geht es nicht! Du hättest Deine Freundin von diesem Wahnsinnsfehler wirklich abhalten müssen.

Der Mann ist ein Schwein und verdient nicht einmal eine Frau an seiner Seite. jetzt ist es zu spät. Sie soll sich vorsehen, dass sie nicht schwanger wird, sondern das rechtzeitig beendet.
 
  • #4
Bla..

Wir sind nicht mehr in der Zeit von Schädelkunde und Abstammungslehre.
Es gibt IMMER die Möglichkeit das sich Menschen ändern, das ist eines der wenigen Dinge die den Menschen vom Tier unterscheiden. Was sich dazu mitändern muss ist das Umfeld, raus aus der bequemlichkeitsfalle und direkt an die größten Brennpunkte ran. Offen ansprechen und hinterfragen, dann kann sich jemand auch nachhaltig ändern. Jedes Verhalten hat seine Grundlagen, und in der heutigen Zeit sind erbliche und frühgeprägte Verhaltensmuster nicht mehr Kriegsentscheidend.

,... Und ich weiss sehr gut wovon ich rede.

Gruß

7E24B720 m36
 
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  • #5
Man/ Frau kann sich nur ändern, wenn man es wirklich will. Die meisten sagen zwar, sie wollen, im Grunde wissen sie aber, dass es zu ihrem Naturell gehört, so oder so zu sein.
Dementsprechend halte ich es für sehr zweifelhaft, dass jemand, der gerne in fremden Gewässern "rumfischt", das jemals sein lassen wird. Wieso auch? Anscheinend hat er ja bis jetzt immer eine(n) Doofen gefunden, der glauben wollte, dass er sich ändert. Das will er in diesem Fall ja aber offensichtlich gar nicht...
Die Frau tut mir leid, aber sie ist doch recht blauäugig an die Sache herangegangen. So wie ich vor einigen Jahren: der Vorteil ist, dass einem das nie wieder passiert :). Bitteres Lehrgeld, aber was soll`s... Wir lernen alle dazu!

Lockenkopf
 
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  • #6
Wer sich zumindest ansatzweise mit den neusten verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen auseinandersetzt, wird merken, dass der "allgemeine Konstens" ein ganz schönes Stück weg von der Sozialisation in Richtung Genetik als Verhaltensdeterminante gerückt ist. Man nimmt an, dass die Genetik die individuelle "Verhaltenslandkarte" vorgibt - also gewissermaßen eine Liste möglicher Verhaltensweisen, aus welcher wir dann "auswählen" können. Diese Liste ist interindividuell unterschiedlich, beinhaltet also interindividuell unterschiedliche Verhaltensmöglichkeiten.
Die Sozialisation gibt dann gewisse Tendenzen = Wahrscheinlichkeiten vor, mit welchen wir uns dann in der einen oder anderen Situation für die eine oder andere Verhaltensvariante "entscheiden". Das spricht dann wiederum für den eigenschaftstheoretischen Ansatz in der Psychologie - Eigenschaften, als nicht veränderbare Verhaltensdispositionen.

Außerdem sollte man bedenken, wie lange es den Menschen gibt (einige 100.000 Jahre) und wiederum wie lange er als "zivilisiert" gilt (einige 1000 Jahre). Studien (etwa das Milgram-Experiment) und Kriege haben gezegt und zeigen weiterhin, wie schnell der Mensch imstande ist, sich in seiner Entwicklung zurück zu bewegen oder rudimentären Reflexen nachzugeben. Zivilisation ist nichts anderes, als die Unterdrückung von Trieben.

Daher gehe ich mit Frederika konform und behaupte, dass bei demjenigen (oder derjenigen!), der zu "Seitensprüngen" tendiert, dieser per se natürliche Trieb offenbar etwas stärker ausgeprägt ist. Gespräche hin oder her - es fragt sich dann, inwiefern er/sie diesen Triebverzicht auf Dauer ausüben kann und möchte. Daher würde auch ich die Finger von so einer Person lassen.

Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass die Gewöhnung an den Partner mit all ihren positiven Effekten auch negative Effekte hat - die sexuelle Anziehung nimmt einfach mal ab. Das ist nun einmal Fakt. Die Natur "möchte", dass sich die Gene möglichst breit vermischen, so ist das nun mal, ob uns das mit unserer christlichen Vorstellung der "ewigen Treue" gefällt oder nicht. Das spielt dann wieder dem "Trieb" in die Karten und davor sind weder Frauen noch Männer sicher...

Noch eine Empfehlung an die FS: Soll doch Ihre Freundin dem Casanova eine offene Beziehung vorschlagen! Stimmt er dem zu, ist Hopfen und Malz verloren.
Ich gehe aber eher davon aus, dass er nicht so begeistert von diesem Vorschlag sein wird...

Alles Gute, m37
 
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  • #7
Der Mann gehört zum Therapeuten und sie hätte ihn nicht heiraten dürfen.

Wieder ein Beispiel, was Frauen sich alles gefallen lassen. Ich fasse es wieder mal nicht.

Ansonsten kann ich allen Vorschreiben nur zustimmen.

w (46)
 
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  • #8
Er weiß daß seine Frau alles hinnimmt. Sie sollte mal schleunigst dafür sorgen, daß er es mitkriegt, daß sie mit einem andern was sexuelles hatte. Entweder es ist alles aus (Beziehung vorbei) oder der Mann mit ausgeprägtem Sexualtrieb erkennt daß er so nicht weiter machen kann und kehrt zu seiner Frau zurück - dann ist alles vorbei.

Deine Freundin sollte dafür sorgen, daß alles entweder aus oder vorbei ist, weil alles andere frißt sie nur auf. Hat sie denn überhaupt kein Selbstwertgefühl mehr ??
 
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  • #9
Also, Milgram-Experiment hat mit Deinem Problem nichts zu tun- lass die Finger von dem Kerl- he isn`t good for you!!
 
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  • #10
zu 8 was ist den das Milgram-Experiment?
 
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  • #11
Ich denke, ein Mann der während einer Beziehung mehrmals fremdgegangen ist, wird wohl wirklich vom Naturell her so gesteuert sein.
Wo ich hingegen nicht zustimmen kann, ist: wer einmal fremdgeht, geht auch zweimal fremd.
Zumindest kann ich dies als Frau sagen. Ich habe diese "Erfahrung" gemacht und würde es niemals wieder tun!
 
  • #12
Nein! in solchen Dingen ändert sich der Mensch üblicherweise nicht. Er wird allerhöchstens etwas ruhiger und/oder die Gelegenheiten werden weniger. Ich habe schon Scharen von Frauen gesehen die Ihren Womanizer ändern wollten- aber noch keine die es auf Dauer wirklich geschafft hat. Obwohl, eine kenn ich. Deren Taktik war den Kerl durch gemeinsames Fressen und tolerieren von ungepflegtheiten so unattraktiv zu machen dass er keine Gelegenheit mehr zum framdgehen bekommen hat.

@3 Sorry, eben nicht. Der Neanderthaler in uns ist viel lebendiger als uns das lieb ist. JA, Menschen können sich ändern, aber nur wenn Sie müssen. Und da die notorischen Fremdgännger immer Ihre Opfer finden gibts da keinen Druck.

Wann lernt Ihr Mädels das endlich? Diese Typen werden umschwärmt und die soliden stehen staunend daneben und gehen alleine nach Hause. Tja, dann bekommt Ihr halt was Ihr verdient, so einfach ist das.
 
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  • #13
zu 11 letzter Absatz, so sehe ich das nicht ganz. Mich haben solche "Womanizer" immer abgeschreckt und die haben von mir auch regelmässig einen Korb gekriegt. Bis heute.
 
  • #14
@ 12, zum Glück gibts ja auch noch welche wie Dich. Deshalb glaub ich ja auch immer noch an Euch. Hab ja auch eine solche gefunden die nachdem Sie Ihr Lehrgeld bezahlt hatte nun den soliden (aber nicht langweiligen) Kerl liebt.
 
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  • #15
# 1 hat Recht. Kleinkinder lernen bis zum 4. Lebensjahr die Rollen im Leben, sofern sie Vorbilder haben. So wie sich Opa verhielt, werden sie sich selbst als Opa aufführen.

Habe jemanden gekannt, der war 1968 glühender Kommunist. Als 5 Jahre später der Vater starb, hat er die Firma mit den 4000 Mitarbeitern übernommen und war ab sofort strenger Patriarch.

Also Finger weg.
 
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  • #16
Führe gerade mit meiner langjährigen Freundin dieselbe Diskusion.

Menschen ändern sich nicht und es gehört zum Zusammenleben dazu, sein Gegenüber so zu akzeptieren wie er oder sie nun mal ist. Wir werden oft aus der Angst vor dem Alleinsein oder sonstigen Beweggründen daran gehindert die wahre Nichtakzeptanz des Partners zu erkennen, wir tolerieren sie stattdessen und fühlen uns in der Beziehung schließlich alleine und emotional leer.

Man muß den Mut haben in solchen Fällen "freiwillig" Schluß zu machen, heißt, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen.

Im Fall Deiner Freundin, hat sie Letzteres voll verpasst und muß jetzt mit den schrecklichen Kränkungen des Ehemannes leben. Oder jetzt ihre Konsequenzen ziehen, leider durch Scheidung, dabei wäre es vorher soviel einfacher gewesen.
 
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  • #17
MadMax

wenn ich mir das eingangsposting der fragestellerin ansehe, kann ich das problem nicht erkennen.

sie schreibt, NACH der scheidungm hatte er viele affären.
ok, das trifft auf viele zu.
hatte er affären während der ehe?

er findet heute frauen interessant, die er sich für eine beziehung vorstellen könnte...na und?
auch ich kann mir, in einer beziehung stehend, durchaus mal eine frau vorstellen, die für mich in frage kommen könnte - wenn ich solo wäre!
trotzdem käme ich nicht auf den gedanken fremd zu gehen!

wie gesagt, ich kann das problem nicht erkennen und wundere mich über die verteuflung/verurteilung, des mannes hier im forum.

zur frage ob man sich ändern könnte, wäre man ein notorischer fremgeher:
im prinzip ja, kommt darauf an, wie man das verarbeitet und überarbeitet. bei notorischer fremfgeherei würde ich es dauerhaft für unwahrschinlich halten.
bei einem einmaligen femdgehen oder auch einer phase, halte ich es ohne weiteres für möglich, dass man(n) sein verhalten aufarbeiten kann und damit auch ändern kann.
 
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  • #18
Eure Nachrichten sind sehr interessant. Ich frage mich, hat er wirklich nur Affären nach der Scheidung gehabt, oder gab es die Scheidung schon, weil er fremd gegangen ist. Hat er auch schon vor der Ehe mit Deiner Freundin Affären gehabt, während sie zusammen waren? (Du schreibst, sie ließ sich einiges gefallen. Also wenn er da schon fremd gegangen ist, dann kann ich nicht verstehen, dass sie noch geheiratet hat. Wieso sollte er durch einen Trauschein seni Verhalten ändern?

Ich würde aber dennoch sagen, dass sich jemand ändern kann, wenn er wirklich "seinen" Traumpartner gefunden hat, dann wird dieser jemand es evtl. nicht riskieren, sie zu verlieren.
 
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  • #19
Menschen können sich ändern. Allerdings muss der Wunsch dazu von ihnen kommen. Wenn es darum geht, sich bewusst zu ändern, muss der Mensch auch 100%ig davon überzeugt sein. Es muss auch klar sein, was genau zu ändern ist. Und man darf nicht zu schnelle und zu viele Ergebnisse erwarten. Je älter und damit gefestigter ein Mensch in seinem Charakter und Verhalten ist, desto herausfordernder ist dieser Prozess.
Eine sehr gute (vielleicht sogar notwendige) Voraussetzung ist es, dass der Mensch sich nicht (nur) für irgend jemand anderen ändern will, sondern (auch) für sich selbst. Weil dieser Mensch erkannt hat, dass es auch ihm zugute kommt, wenn dieses oder jenes geändert wird.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal eines Schocks (z.B. Trennung) bedarf, um "wach" zu werden und eine Notwendigkeit zur Änderung zu erkennen.
 
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  • #20
Wenn wir uns nicht ändern würden wären wir ja alle noch Kinder..

Natürlich verändern wir uns..Der eine mehr der andere weniger..

Hier geht es ja speziell um das Thema Fremdgehen und auch da kann man sich ändern.

Ich hatte in jungen Jahren auch eine Sturm und drangphase wo ich jeden Rock mitgenommen habe..Heute bin ich 61..Das ist seit über 20 jahren vorbei.

M
 
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  • #21
Als Mensch verändert man sich dauernd in Nuancen. "Fremdgehen" muss aber nicht Bestandteil der Persönlichkeit sein. Meiner ersten Frau bin ich streng genommen auch "fremd gegangen", und zwar beim ersten Mal schon ganz kurz nach Eheschließung. Für diese Frau habe ich mich nicht entschieden, obwohl ich auch sie viel mehr geliebt habe als meine Ehefrau. Meiner zweiten Frau bin ich trotz langer Beziehung und Ehe nie fremdgegangen und kann mir das auch gar nicht vorstellen. Wenn man einen Menschen liebt, geht man nicht fremd. Als Paar im Verhalten zueinander kann man sich eigentlich nicht ändern. Es passt oder passt nicht und kann sich im Laufe einer Beziehung auch ändern. Es ist ein Irrglaube anzunehmen, man müsse nur an sich oder an der Beziehung mehr "arbeiten" und dann klappt es schon. Aber das zu glauben ist für viele einfacher und bequemer als sich mit der Vorstellung, das Leben grundlegend zu ändern, anzufreunden. Deshalb habe ich in erster Ehe auch viel Geld und Lebenszeit bei einer Paartherapeutin gelassen, die unbedingt unsere Ehe kitten wollte, unsere Abscheu voreinander aber nur verstärkt hat.
 
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  • #22
Ja, Menschen können sich ändern. Sie müssen es aber auch wollen und umsetzen; da liegt das Problem. Wenn ein Verhalten jahr(zehnt)elang geprägt ist von rasch aufeinanderfolgender serieller Monogamie, Fremdgehen und sofortiger Trennung bei geringsten Problemen, dann gestaltet sich ein Wechsel in den Werten als höchst schwierig.

Frauen können Männer nicht ändern; ändern können sie sich nur selbst.

Bei Frauen habe ich eine (langfristige) Veränderung in ihrem Verhalten so gut wie nie beobachtet; höchstens nach der Geburt von Kindern entwickeln sich einige zu Menschen ohne Sexualleben; die meisten behalten ihren promisken Lebensstil auch bei, wenn sie verheiratet sind, gehen zumindest fremd bei sich bietenden Gelegenheiten.

Wer nicht auf volles Risiko leben möchte (auch Krankheiten seien erwähnt), der sollte promiske Partner meiden.

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