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chiara

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  • #1

Körperliche Beeinträchtigungen von vornherein im Profil angeben?

Hallo, liebe MitstreiterInnen. "Dank" ärztlicher Kunstfehler bei 2 Kindheitsoperationen weise ich (w, 47) eine Gehbehinderung auf, die mich - von sportl. Aktivitäten, "normalem" Treppensteigen und dem Tragen bzw. Nicht-Tragen von Miniröcken :) 'mal abgesehen - im Alltag kaum einschränkt. Meine "profiltechnische Offenbarung" hierzu verhält sich allerdings doch recht ambivalent. Auf der einen Seite würde ich diese Tatsache gerne von vornherein "auf den Tisch legen" nach dem Motto "nobody is perfect" und ich der (vielleicht subjektiven) Überzeugung bin, dass es weitaus bezeichnendere, aber nicht unbedingt auf den ersten Blick offensichtliche "Makel" gibt; auf der anderen Seite "befürchte" ich aber, dass ich mir mit dieser offenen Art doch eher "selbst das Wasser abgrabe" was potentielle Partner-/Grußanfragen angeht, um zunächst 'mal über Mail- und Telefonkontakt als Mensch bzw. Frau wahrgenommen zu werden. Wie seht Ihr das?
 
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  • #2
Ich denke es muss nicht direkt im Profil stehen, sollte aber im Mail- oder spätestens im Telefonkontakt mal zur Sprache kommen, bevor es dann eine "Überraschung" beim ersten Date gibt.
 
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  • #3
Ich verstehe deine Überlegungen. Ich bin auch ein sehr ehrlicher Mensch und möchte rationell gesehen auch von vornherein, dem anderen keine "falschen" Tatsachen vorgaukeln.
Leider ist es eben nur ein Profil mit ein paar Worten von dir, aber wenn du nicht geschickt genug schreibst, dann kriegst du nie eine Antwort bzw. wirst gar nicht erst angeschrieben. Um das zu verhindern, würde ich es lieber für mich behalten. Wenn es wirklich so ist, dass es eigentlich kein "offensichtlicher Makel" ist (meinst du auch nicht auf den ersten Blick erkennbar?), dann würde ich es bis zu einem Treffen gar nicht erwähnen und auch bei einem Treffen erst schauen, wem du dich da über diesen ärztlichen Kunstfehler offenbarst, denn vielleicht findest du den Typ ja auch doof und es ist eh egal. Wenn er dir gefällt, dann musst du Fingerspitzengefühl haben und schauen, ob er "verduzt" ist oder "komisch guckt", vllt. fragt er ja danach. Dann musst du dich öffnen, würde aber versuchen damit recht normal umzugehen, denn du selbst hast ja kein wirkliches Problem damit.

Wenn du es vorher im Profil oder einem Brief erwähnst, dann könnte dir das nur schaden, du verbaust dir selbst jede Chance.

Vielleicht musst du diesbezüglich auch erst einige Erfahrungen machen und gucken, wie sich so die Mehrheit deiner Dates verhalten hat. Danach musst du evt. noch einmal die ganze Sache überdenken.

Viel Glück (w, 28)
 
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  • #4
Ich würde es nicht im Profil erwähnen.
Du kannst es später noch erzählen.

Ich hatte mal einige Verabredungen mit einer Frau die schwerhörig war. Beim ersten Treffen hat Sie mir erzählt, dass sie eigentlich ein Hörgerät tragen müsse, dies jedoch aus optischen Gründen nicht mag. Wenn Sie mich also mal nicht versteht, liegt es also an diesem Umstand. Ich sollte dies wissen, damit es nicht zur Irritationen führt. Ich war von dieser Offenbarung wirklich gerührt.
Das empfand ich als sehr ehrlich und liebevoll.
Das hat mich sehr motiviert mich um diese Frau zu bemühen.

Alles Gute! (m, 32)
 
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  • #5
Ich bin gehbehindert und habe es nicht ins Profil geschrieben, weil ich nicht darauf reduziert werden möchte.
Bisher habe ich weder bei ep-Dates noch im "richtigen Leben" negative Erfahrungen damit gemacht. Ich verheimliche es nicht, betone es aber auch nicht extra. Wenn es passt erwähne ich es so wie andere Dinge auch, die zu meinem Leben gehören.
Meine Persönlichkeit wird durch andere Dinge dominiert, so wirke ich auf andere und das ist mir auch wichtig - und falls ich wirklich jemandem begegnen sollte dem das nicht gefällt - anders als in meiner Pubertätszeit kann ich jetzt denken "so ein auf Oberflächlichkeiten konzentrierter Mensch passt nicht zu mir" (...hässlich bin ich aber nicht...).
Ich habe sowas aber noch nicht erlebt.
(w, 47)
 
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  • #6
#4
Ich habe hier mal einen Mann kennengelernt, dessen Gehbehinderung so stark war, dass er ohne Rollator oder Stock nicht laufen konnte. Nach längerem Mail- und Telefonkontakt, in dem sich schon etwas aufgebaut hatte, fiel ich beim ersten Treffen fast von Stuhl und war sauer, dass er mir das verschwiegen hatte! Ich finde, wenn der Grad einer Behinderung so einschneidend, auch für ein gemeinsames Leben, ist, ist es wohl eine Frage der Fairness, dieses rechtzeitig mitzuteilen!
Nicht gerade im Profil, aber wenigstens VOR dem erten Treffen!
 
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chiara

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  • #7
Herzlichen Dank für Euere Meinungen, Stellungnahmen und "Tips und Tricks", die meine ursprüngliche Intuition - im Profil nicht angeben, aber vor dem ersten Treffen - bestärkt haben.
Liebe Grüße
Chiara
 
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