D

Diana72

Gast
  • #1

Kollege (60) ist mit einer 30-jährigen zusammen

Guten Abend!

Ich lese hier schon länger mit und habe mich nun entschieden, mich anzumelden.

Zur zu mir: Ich bin fast 50, glücklich verheiratet und habe erwachsene Kinder.

Meine aktuelle Arbeitsstelle habe ich seit ungefähr 10 Jahren und mag sie sehr. Insbesondere habe ich einen Kollegen, mit dem ich eben seit 10 Jahren sehr eng und gerne zusammenarbeite. Gleich voran: Zwischen uns ist absolut nichts und war auch nie was. Nur eine sehr sehr gute entspannte Zusammenarbeit.

Dieser Kollege ist fast 60, hat ebenfalls erwachsene Kinder und war lange verheiratet. Seine Ehe ist vor einigen Jahren gescheitert. Über Details haben wir nie gesprochen, aber in der schwersten Zeit haben wir (also Kollegen und ich) ihn unterstützt wie wir nur konnten. Dann stabilisierte er sich.
Vor wenigen Tagen offenbarte er nun mir und einem weiteren Kollegen, dass er seit mehreren Jahren eine Freundin hat und dass sie seit einem Jahr zusammenleben. Sie ist keine 30 und dazu hat sie früher ebenfalls in der Firma gearbeitet (Nebenjob zum Studium).

An sich sollte es mir egal sein. Aber es irritiert mich zutiefst. Und noch mehr irritiert mich, dass es mich so irritiert. Ich kann mit meinem Kollegen nicht mehr so entspannt und locker umgehen wie früher. Er ist sicher ein gepflegter, attraktiver Mann, der gut auf sich achtet. Aber er sieht nun mal genau so alt aus, wie er ist. Wenn ich ihn dann mit einer nicht mal 30-jährigen vorstelle, löst das etwas in mir aus, was mich extrem abstößt. Dabei hielt ich mich immer für einen toleranten Menschen und hatte nie Probleme z.B. mit der sexuellen Orientierung meiner Mitmenschen.

Spinne ich denn völlig? Oder ist das irgendwie nachvollziehbar?

Viele Grüße
Diana
 
  • #2
Um eines vorneweg zu nehmen: Ich denke nicht das du spinnst. Deine Reaktion erscheint mir eher als natürliche (?) Aversion gegen etwas das nicht der Norm / den Konventionen entspricht. Da liegt m.E. der Hase begraben. Meine / unsere Tochter (20 Jahre alt) führt ihre erste Beziehung mit einem 52-jährigen. Der Mann ist ein Jahr jünger als ich. Finde ich das krank oder pervers? Nein. Im Grunde genommen freue ich mich für meine Tochter das sie ihre ersten Erfahrungen nicht mit einem Greenhorn macht. Wünsche ich mir einen anderen Partner für meine Tochter? Ja, sobald der eine sie nicht mehr glücklich macht. Ich hatte hier schon einmal erwähnt daß ich ein Konventionen-Kamikaze bin, mich interessiert nicht im geringsten was andere denken. Wichtig ist es im Moment, im Jetzt glücklich zu sein. Mit wem auch immer...
 
  • #3
An sich sollte es mir egal sein. Aber es irritiert mich zutiefst. Und noch mehr irritiert mich, dass es mich so irritiert. Ich kann mit meinem Kollegen nicht mehr so entspannt und locker umgehen wie früher. Er ist sicher ein gepflegter, attraktiver Mann, der gut auf sich achtet. Aber er sieht nun mal genau so alt aus, wie er ist
Warum irritiert dich das? Da, greifen Defizite deiner Persönlichkeit!
Wenn ich ihn dann mit einer nicht mal 30-jährigen vorstelle, löst das etwas in mir aus, was mich extrem abstößt. Dabei hielt ich mich immer für einen toleranten Menschen und hatte nie Probleme z.B. mit der sexuellen Orientierung meiner Mitmenschen.
Spinne ich denn völlig? Oder
Ja, du spinnst, das geht dich überhaupt nix an, bist du so eifersüchtig? Gönne ihm doch sein wahres Glück und Punkt!
Du scheinst dich zu sehr fremd konditioniert zu verhalten!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #4
An sich sollte es mir egal sein. Aber es irritiert mich zutiefst. Und noch mehr irritiert mich, dass es mich so irritiert. Ich kann mit meinem Kollegen nicht mehr so entspannt und locker umgehen wie früher.
Hi Diana,
Wir haben alle gewisse Eigenschaften an uns, die wir eigentlich doof finden, die wir aber nicht abstellen können. Dass du eine Schwäche an dir erkennst und zugibst, halte ich für den wichtigsten Schritt.
Ich habe bei mir Schwächen, mit denen ich mich inzwischen arrangiert habe. Manche konnte ich überwinden, z.B. durch Einsicht, Gespräche mit Freunden und Ändern meines Weltbildes.
Andere Dinge sind so tief verwurzelt, dass ich sage, tja ist so, und der Aufwand der Änderung überwiegt bei weitem den Nutzen.

Z. B. hat ein befreundetes Ehepaar seeeeeehr spät Kinder bekommen (mit 43/52 Jahren), und sosehr ich da tolerant sein möchte, ist mein Weltbild da doch zu starr, auch wenn ich rein rational schon einsehe, dass das nicht negativ ist.

Also, hinterfrage deine Intoleranz in dem Punkt, diskutier mit Freunden, und wenn sich der Umgang mit dem Kollegen immer noch seltsam anfühlt, dann akzeptiere es für dich. Du kannst vielleicht im Kollegenalltag seine Beziehung einfach ausblenden.

W u40
 
  • #5
Ja, also ich weiß nicht, was man dazu sagen soll. 🤷‍♀️
Es geht am Ende nur um ihn und seine Freundin, die damit zurechtkommen müssen. Mit wem der gute Kollege sein Leben teilt, sollte an sich für die Beziehung zu ihm keine Rolle spielen. Als gute Kollegin sollte man sich freuen, dass er glücklich ist, egal wie und mit wem. Scheint ja auch schon paar Jährchen zu funktionieren.
Ich habe den Eindruck, das was dich hier irritiert, ist die stockkonservative und spießbürgerliche Vorstellung, dass ein 60jähriger sich gefälligst nicht mit einer U30erin paaren darf. Dass du dich bisher als tolerant wahrgenommen hast - hier wirst du eines besseren belehrt.

Da frage ich mich wiedermal: wen interessierts? Ich bin der Ansicht, dass wir alle mehr vor unserer eigenen Haustür kehren sollten und unsere Nasen nicht zu sehr ins Privatleben anderer stecken sollten. Und vor allem andere Lebensentwürfe nicht bewerten und beurteilen sollten. So enge seid ihr ja doch nicht, sonst wäre es ja schon vor paar Jahren aufgefallen, dass er jemanden hat.
 
  • #6
Hallo Diana,

hm, das finde ich auch merkwürdig, dass die Beziehung deines Kollegen so ein Problem für dich ist. "Abstoßend" ist ja auch ein hartes Wort.
Grds. ist doch gar nichts einzuwenden, wenn er als Geschiedener ein neues Glück gefunden hat. Egal mit wem.
Vielleicht werden deine heftigen Gefühle ausgelöst, weil Du dich auf irgendeine Art gekränkt fühlst. Entweder, weil du insgeheim doch etwas für ihm empfindest oder weil Du dich zurückgewiesen fühlst, dass er Dir das erst jetzt erzählt? Ist ja auch verletzend wenn man sich kollegial und freundschaftlich nahe steht und plötzlich erzählt er, dass er seit Jahren (!) eine Beziehung hat.

Könnte es das sein?

w36
 
  • #7
Hallo Diana, also m.M.n. solltest Du dort bei der Suche nach Deinem Störgefühl bei Dir selbst ansetzen.Mich irritiert das sehr, vor allem, da Du Dich als toleranten Menschen beschreibst.
Falls betreffender Kollege nicht explizit Dich um Rat gefragt haben sollte, da ihm seine Partnerschaft evtl Probleme verursacht, sondern vielmehr glücklich und zufrieden scheint, so würde ich mich als gute Kollegin sehr mit ihm freuen.
Was also ist da bei Dir los, dass ein ungezwungener Umgang nicht mehr möglich ist?
 
  • #8
Spinne ich denn völlig? Oder ist das irgendwie nachvollziehbar?
Nachvollziehbar ist es auf jeden Fall.

Grundsätzlich wurde da ein Grundverständnis zu dieser Person erschüttert. Womöglich hattest du ihn bezüglich seiner Attraktivität unterschätzt und es irritiert dich nun, dass er auf das weibliche Geschlecht anziehend wirken könnte in seinem Alter.

Ich könnte mir aber auch folgendes vorstellen.....
Auch wenn du nicht direkt mit dem Kollegen "etwas hattest" und auch nur eine "entspannte Zusammenarbeit", rührte eventuell ein gewisser Arbeits-Antrieb zu dieser guten Zusammenarbeit von einer Grundvorstellung her, dass man sich als Mann/Frau auf Augenhöhe begegnet und rein sexuell theoretisch "in Frage" käme. Nicht weil das gewünscht oder verlangt wäre, sondern weil das so Usus war im Grundverständnis. Genauso wie dieser "Trost-Antrieb" nach Scheidung.
Womöglich hast du dich mit dieser Person auf einer Wellenlänge gesehen, auch in Bezug auf Alter und der damit verbundenen Umstände. Wie ein Art Leidensgenosse.

Jetzt crasht da eine wesentlich jüngere Frau in dein Bild zu dieser Person und du kommst dir in deinem Alter im Verhältnis zu dieser Person zurückgesetzt vor.
Das könnte es mit unter sein, das dich anfrisst.

Es zählt dann eben nicht mehr allein der befruchtende Austausch über Fachthemen, sowie das "sich gut verstehen", sondern es zählt dann nur noch die "Jugend".
Sowas wird natürlich als "unfair" empfunden im Grundverständnis des menschlichen Balzverhaltens, da "Jugend" etwas ist, das man nicht "erarbeiten" kann. Das ist eben gegeben, oder auch nicht.

Du bist nicht eifersüchtig, auch nicht enttäuscht, auch nicht intolerant, sondern eben genau wie du sagst "irritiert", weil dein Grundverständnis zu dieser Person erschüttert ist.
Er ist ein anderer Mensch, als du es dir stets vorgestellt hattest.
Es gab z.B. keinen derartigen Grund zum Trost nach Scheidung, wie du es dir vorgestellt hattest. Es war nicht so, dass er nun vereinsamt und Depression versunken ist, sondern plötzlich kommt raus, dass er da den größten Spass hatte nach der Trennung.

Nichtsdestotrotz und das weisst du selber, sollte es dich jedoch weniger tangieren, was dieser Kollege in seinem Privatleben treibt. Er ist eben doch "nur" ein Kollege und nicht der Best Friend.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Dass es Dir egal ist, wäre das Minimum. Was es SOLLTE ist, dass Du es respektierst und wertschätzt!!
Dabei hielt ich mich immer für einen toleranten Menschen und hatte nie Probleme z.B. mit der sexuellen Orientierung meiner Mitmenschen.
Tja, so kann man sich (selbst (jahrzehntelang)) täuschen!
Das ist ALLEIN DEIN Problem. Schaue DA hin und behandle dieses Problem!
Und noch mehr irritiert mich, dass es mich so irritiert.
Na, immerhin. Da besteht ja vielleicht noch ein Fünkchen Hoffnung.
Ja.
Nein, nicht im Geringsten.
Du wirkst von Deiner Ansichts-Weise mindesten 1 Generation älter. 80, 90 hätte ich Dir abgenommen.
Das bezweifle ich stark.

Ich vermute sehr stark, dass Du große Probleme mit Deinem Alter hast. Und zudem voll von Neidgefühlen steckst.

w, in Deinem "Alter"
 
D

Diana72

Gast
  • #10
Ui, da habe ich mal was angestoßen.

Um einige sicher falsche Annahmen aus dem Weg zu räumen: Ich bin sicher alles andere als stockkonservativ. Und der Kollege ist und war immer ein (sehr guter) Kollege. Keine Mann-Frau-Sache. Ich bin mit meinem absoluten Traummann verheiratet und fühle mich mit meinem Alter und in meiner Haut sehr wohl, jetzt sogar wesentlich mehr als mit 30.

Und natürlich gönne ich meinem Kollegen sein Glück. Er war nach der Scheidung sehr am Boden und der Trost bzw. die Unterstützung und das Verständnis (von vielen Kollegen und auch von mir) war sicher nicht verkehrt. Ich hätte nichts von seiner Depression.

Und dennoch stößt es mich ab und ich sehe ihn mit völlig anderen Augen als zuvor. Ich hatte nie wirklich fixe Vorstellungen, was das Alter angeht. Habe nicht mal sonderlich darüber nachgedacht. Wenn ich mir aber vorstelle, dass z.B. meine Tochter (25) einen Partner hätte, der 55 und somit älter als ihr Vater ist, wird mir einfach nur schlecht. Und der entsprechende Partner für mich wäre dann sozusagen im Altersheim...
 
D

Diana72

Gast
  • #11
Es zählt dann eben nicht mehr allein der befruchtende Austausch über Fachthemen, sowie das "sich gut verstehen", sondern es zählt dann nur noch die "Jugend".
Sowas wird natürlich als "unfair" empfunden im Grundverständnis des menschlichen Balzverhaltens, da "Jugend" etwas ist, das man nicht "erarbeiten" kann. Das ist eben gegeben, oder auch nicht.

Das ist aber ziemlich hart, finde ich. Das liest sich so, als würdest du meinem Kollegen unterstellen, nur oder zumindest primär an ihrer Jugend interessiert zu sein und nicht an ihr als Menschen.

Warum denkst du das?

Irgendwie macht das einen Menschen zu einem Objekt und den anderen eben als jemanden, der eben auf eine Eigenschaft des Objekts abfährt. Vielleicht ist das ja das Vorurteil, das in vielen schlummert, und auch das, was mir dieses Unbehagen bereitet?
 
  • #12
Im Moment häufen sich die Fragestellungen von Frauen, die sich um die Beziehungen ihrer Kollegen Sorgen machen.
Der eine Kollege ist schon immer Single und findet keine Freundin. Es wird überlegt ob man da gute Tipps geben soll.
Der andere Kollege hat eine unverschämt junge Freundin - und das geht natürlich noch viel weniger.

Was bitte geht es dich an?
Eben - gar nichts.
Du selber bist doch glücklich verheiratet - was interessieren dich die anderen Leute?
Hast du Angst dein Mann könnte dich auch bald austauschen für ein jüngeres Modell?
 
  • #13
Letztendlich ist es ja nur ein Kollege. Und sie wird mit ihren 30 Jahren wohl wissen, was sie macht. Wo die Liebe hinfällt...

Ich habe den Eindruck, das was dich hier irritiert, ist die stockkonservative und spießbürgerliche Vorstellung, dass ein 60jähriger sich gefälligst nicht mit einer U30erin paaren darf
Du warst ja selber mal mit einem zusammen, der 20 Jahre oder noch älter war. Deshalb triggert Dich das Ganze gerade etwas. Von "nicht paaren dürfen" schreibt ja nun auch niemand. Solange im beidseitigen Einverständnis erfolgt oder kein Inzest vorliegt, darf sich in diesem Land jeder paaren mit wem er will.

Da ist m.E.' s @Surecure im Falle ihrer Tochter deutlich toleranter. Wenn ich mir vorstelle, meine Tochter käme in 3 Jahren mit einem an, der nur ein paar Jährchen jünger wäre als ich... Oh ne, ich stelle es mir lieber gar nicht vor
Nein. Im Grunde genommen freue ich mich für meine Tochter das sie ihre ersten Erfahrungen nicht mit einem Greenhorn macht
Das klingt aber schon sehr nach Schönfärberei oder von mir aus auch nach " ich bin grundsätzlich gegen den Mainstream." Und alles was dagegen ist, ist grundsätzlich gut.
Aber auch egal. Letztendlich kann man als Mutter eh nichts dagegen machen, nur akzeptieren. In dem Fall redet man sich dann wahrscheinlich auch den größten Humbug als gut ein. Kann ich schon nachvollziehen.
W,56
 
  • #14
Ich bin der Ansicht, dass wir alle mehr vor unserer eigenen Haustür kehren sollten und unsere Nasen nicht zu sehr ins Privatleben anderer stecken sollten. Und vor allem andere Lebensentwürfe nicht bewerten und beurteilen sollten.
Sehe ich genauso.
Für mich wäre ein so großer Altersunterschied auch nichts, aber soll doch jeder machen, was er möchte, solange alle volljährig sind und niemand verletzt wird.
Ich vermute, dass die FS vielleicht unbewusst Gefühle für diesen Mann hegt, anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie das Privatleben ihres Kollegen so bewegt.

w33
 
  • #15
Letztendlich ist es ja nur ein Kollege. Und sie wird mit ihren 30 Jahren wohl wissen, was sie macht. Wo die Liebe hinfällt...


Du warst ja selber mal mit einem zusammen, der 20 Jahre oder noch älter war. Deshalb triggert Dich das Ganze gerade etwas. Von "nicht paaren dürfen" schreibt ja nun auch niemand. Solange im beidseitigen Einverständnis erfolgt oder kein Inzest vorliegt, darf sich in diesem Land jeder paaren mit wem er will.
Naja, Augenblick mal, ja, ich habe in früher Jugend mal diese Erfahrung gemacht, und für mein weiteres Leben festgestellt, dass das nicht mehr so in Frage kommt. Für mich. Da triggert mich gar nix.

Was mich eventuell „triggert“, sind Bewertungen über Beziehungen von außen. Denen war ich Gott sei Dank nicht ausgesetzt damals. Die Leute haben uns machen lassen, war ja auch nix für die Ewigkeit und als solches auch nicht geplant. Diesem Geiste entspringen ja erst solche Irritationen. Und dass man dann mit dem Arbeitskollegen nicht mehr unbefangen umgehen kann. Wieso denn? Er hat doch niemanden umgebracht. 🤷‍♀️
 
  • #16
Was bitte geht es dich an?
Eben - gar nichts.
Du selber bist doch glücklich verheiratet - was interessieren dich die anderen Leute?
Hast du Angst dein Mann könnte dich auch bald austauschen für ein jüngeres Modell?

Bin selten bis gar nicht mit dir einer Meinung, hier triffst du meinen ersten Eindruck beim Lesen auf den Punkt: Der Altersunterschied hat die FS tief erschüttert, sie berührt, weil sie etwas daran auf sich und ihr Leben überträgt.

Außerdem: Aufrichtig zufriedene Menschen tönen anders. 🤷🏼‍♀️
Gönne ihm doch sein Glück, nicht wie andere Zahlhansel nach gescheiterter Ehe auf Selbstbehalt in der Einzimmerwohnung und der Resterampe des Partnermarktes zu versauern.

Ich vermute, dass die FS vielleicht unbewusst Gefühle für diesen Mann hegt, anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie das Privatleben ihres Kollegen so bewegt.
Was mich eventuell „triggert“, sind Bewertungen über Beziehungen von außen.
🤝
 
  • #17
Spinne ich denn völlig? Oder ist das irgendwie nachvollziehbar?

Meine beziehungstechnischen Anfänge waren ähnlich gelagert wie bei @Surecure s Tochter, ohne dass einer von uns gezielt danach gesucht hätte.
Meinem damaligen Partner war es anfangs dennoch unangenehm, mit mir aufzutreten, zumal ich optisch einigen Klischees entspreche.
An deinen Worten erkenne ich, dass sein Bauchgefühl ihn nicht getrügt hat.
Das Empfinden von Abscheu und Hemmungen im alltäglichen Umgang sind ziemlich drastische Reaktionen, finde ich.
Hast du schlechte Erfahrungen in der Richtung gemacht? Betrogen worden? Schaut dein Partner gern jüngere Frauen an?
 
D

Diana72

Gast
  • #18
Das Empfinden von Abscheu und Hemmungen im alltäglichen Umgang sind ziemlich drastische Reaktionen, finde ich.
Hast du schlechte Erfahrungen in der Richtung gemacht? Betrogen worden? Schaut dein Partner gern jüngere Frauen an?

Schlechte Erfahrungen in die Richtung überhaupt nicht. Habe auch keinen Grund, meinem Mann etwas zu unterstellen. Und wie gesagt, kann mich ja nur wiederholen, ich will nichts von dem Kollegen, wollte es nie und gönne ihm sein Glück. Ich bin glücklich in meiner Ehe und mit mir selber.


Wenn ich mir vorstelle, meine Tochter käme in 3 Jahren mit einem an, der nur ein paar Jährchen jünger wäre als ich... Oh ne, ich stelle es mir lieber gar nicht vor

So geht es mir auch. Die Frage ist halt: Warum?
Wovor genau hätten wir da bei unseren Töchtern Angst?
 
  • #19
Darf man fragen, welches Problem daraus entsteht?

Verletzte Eitelkeit oder die Angst, dass er ein schlechtes Frauenbild über ältere Frauen haben könnte und es Dich beeinflusst? Die Frage ist nicht unberechtigt, denn je nachdem, was Dein Problem ist, müssen wir an anderen Dingen arbeiten.

Statt Dich um den Kollegen zu kümmern, wäre Deine Lernaufgabe, an Dir zu wachsen, wenn es Dich irgendwie kränkt. Vielleicht fühlst Du Dich irgendwie persönlich angegriffen? Stichelt dieser Kollege gerne mal gegen Frauen oder ist ein Großmaul? Dann würde ich mich sowieso fernhalten und solche Lebensweisen sind nur ein Indiz dafür, dass man solche Menschen nicht um sich braucht.

Wer ist dieser Kollege also wirklich? Tut er Dir wirklich gut? Was erhoffst Du Dir von ihm? Oder hast Du Dich sogar etwas in ihn verliebt und bist jetzt enttäuscht und angeekelt, dass er in einer Beziehung mit einer jungen Freundin ist?

Ich wäre wahrscheinlich nicht in einer Freundschaft mit einem Mann, der eine so junge Freundin hat, denn solche Männer sind allgemein sehr junggeblieben und wollen nie altern, haben evtl. lange Haare (?), sind Hippies, eine gleichaltrige Frau kommt mit diesen Männern oft nicht klar oder sie haben wirklich ein negatives Frauenbild oder sie wollen sich noch mal ausleben und in Diskos gehen. Die junge Freundin ist da nur das i-Tüpfelchen, die Probleme liegen woanders.

Viele Frauen tun sich in meinen Augen schwer, die rechten "Kollegen" als Freunde zu suchen, die ihnen guttun. Die Frage ist, was willst Du mit und von dem Mann? Was sind Deine Erwartungen an diesen Kontakt?
 
  • #20
Ich bin sicher alles andere als stockkonservativ.
Hast Du bisher geglaubt und nun siehst Du: ist nicht so,, bist Du in Teilen doch.

Darüber hinaus denke ich es ist ein Kränkungssproblem. Als Frau mit 50+ wirst Du damit konfrontiert, dass viele Männer lieber 30 Jahre jüngere Frauen haben möchten als moderat jüngere.
Wenn man sich das vorher noch nie gedacht hat und es einem wichtig ist, auch als Frau gut bei Männern anzukommmen, dann kann das solche Effekte haben.


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
Spinne ich denn völlig? Oder ist das irgendwie nachvollziehbar?
Für mich ist das total nachvollziehbar da meine Tochter auch fast 30 ist. Als ich mich mit 45 getrennt habe haben mich auch 20 Jahre ältere Männer angemacht. Ich habe nur gedacht,: was wollen die alten Knacker. Die Männer mögen es sich ja vorstellen können, aber meine Vorstellungskraft sprengt es total. Auch sehe ich es bei einer Freundin, sie 61 er 85, da gehen die Interessen schon weit auseinander.
 
  • #22
Er ist sonst ein netter freundlicher Typ?

Wenn dieser Mann respektvoll und wertschätzend auch mit älteren Frauen umgeht, solltest du dir keine Gedanken wegen seines Charakters machen.
 
  • #23
Im Moment häufen sich die Fragestellungen von Frauen, die sich um die Beziehungen ihrer Kollegen Sorgen machen.
Der eine Kollege ist schon immer Single und findet keine Freundin. Es wird überlegt ob man da gute Tipps geben soll.
Der andere Kollege hat eine unverschämt junge Freundin - und das geht natürlich noch viel weniger.

Was bitte geht es dich an?
Eben - gar nichts.
Du selber bist doch glücklich verheiratet - was interessieren dich die anderen Leute?
Hast du Angst dein Mann könnte dich auch bald austauschen für ein jüngeres Modell?
Es geht hier darum, dass das eine unerwartete Irritation auslöst und warum das so ist. Man muss nicht alles auf sich beziehen, das ist hier gar nicht nötig. Die FS drückt diese Irritation nicht weg, was positiv ist, deshalb der Threat. Gern geschehen.
 
D

Diana72

Gast
  • #24
Ok, also ich geb's auf, zu erklären, dass ich nicht in ihn verliebt bin, nicht gekränkt und auch keine Probleme mit meinem eigenen Alter haben (darf man das als Frau eigentlich?).

Er ist auch kein Hippie, langhaarig oder sonst irgendwie speziell "junggeblieben". Normaler, freundlicher 60-jähriger Mann.

Es ist interessant, dass hier so viele den Schwerpunkt darauf legen, ich würde mich zurückgewiesen fühlen, aber untergeht, dass meine Tochter (und mein Sohn) im Alter der Freundin dieses Kollegen sind. Vielleicht ist es eher das. Mir wird einfach schlecht, wenn ich mir vorstelle, sie hätten 30 Jahre ältere Partner. Das berichten hier auch einige Mütter. Und auch im Thread nebenan, wo die 26-Jährige Angst hat, dass ihr 54-Jähriger ihr fremd geht, wird ihr dazu geraten sich was anderes zu suchen.

Ich habe den Thread hier eröffnet mit dem Eindruck, ich wäre mit meinem Gefühl nicht allein und wollte eher sehen wir die Beweggründe sind.

An alle hier, die Kinder haben, v.a. Männer: Es wäre alles gut für euch, wenn eure nicht mal 30-jährige Tochter mit einem Mann zusammen ist, der älter ist als ihr selber?
(Klar, würde ich meine Tochter auch in diesem Fall unterstützen, aber es wäre gelogen, wenn ich "wo die Liebe eben hinfällt" behaupten würde).
 
  • #25
Es klingt so, als wenn du ihm das nicht gönnst? Ich finde, ganz ehrlich gesagt, das ist kein schöner Zug von dir. Neid hat noch niemanden gut gestanden. Wenn du ihn wirklich magst, dann freust du dich mit ihm.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #26
Du musst nicht höchstolerant sein , nur weil es "hip" ist. Ein alter Mann zusammen mit einer jungen Frau, die seine Tochter sein könnte, ist eklig!
Du kannst deine Meinung ruhig behalten und bist niemandem Rechenschaft schuldig.
 
D

Diana72

Gast
  • #27
Ein alter Mann zusammen mit einer jungen Frau, die seine Tochter sein könnte, ist eklig!

Das trifft es ziemlich ins Schwarze. Es ist eklig (so als wäre es Inzest, was es natürlich nicht ist) und ich frage mich selber warum.

(Wobei man sich ja auch fragen kann, warum man Inzest als eklig empfindet.)

Wäre ich in meinen Kollegen verliebt, würde ich mich gekränkt fühlen, neidisch oder missgünstig, wüsste ich ja, warum ich so fühle. Aber das ist es nicht.
 
  • #28
Es ist interessant, dass hier so viele den Schwerpunkt darauf legen, ich würde mich zurückgewiesen fühlen, aber untergeht, dass meine Tochter (und mein Sohn) im Alter der Freundin dieses Kollegen sind. Vielleicht ist es eher das. Mir wird einfach schlecht, wenn ich mir vorstelle, sie hätten 30 Jahre ältere Partner. Das berichten hier auch einige Mütter. Und auch im Thread nebenan, wo die 26-Jährige Angst hat, dass ihr 54-Jähriger ihr fremd geht, wird ihr dazu geraten sich was anderes zu suchen.
Dass du eine Tochter in dem Alter hast, hättest du gleich am Anfang schreiben können, das war mir nicht klar und macht deine Ekel-Reaktion ein wenig verständlicher.

Ich habe Söhne (noch sehr klein), aber wenn die mal irgendwann mit einer 30 Jahre älteren Frau zusammen wären - so what? Es ist ja nicht MEIN Mund, der die ältere Person küsst.

Ich will meine Kinder so erziehen, dass sie ihre Entscheidungen hinterfragen und dann sind sie mit ca. 20 Jahren alt genug, um solche Entscheidungen komplett allein in der Hand zu haben. Bis dahin würde ich noch (hoffentlich wohl dosiert) ab und zu Ratschläge geben, und danach nur noch, wenn ich gefragt werde. Sind deine Kinder nicht alt genug, um solche Entscheidungen selbst machen zu können? ;)

W u40
 
  • #29
Aber er sieht nun mal genau so alt aus, wie er ist. Wenn ich ihn dann mit einer nicht mal 30-jährigen vorstelle, löst das etwas in mir aus, was mich extrem abstößt. Dabei hielt ich mich immer für einen toleranten Menschen und hatte nie Probleme z.B. mit der sexuellen Orientierung meiner Mitmenschen.

Spinne ich denn völlig? Oder ist das irgendwie nachvollziehbar?

Nein, ich denke nicht, dass du spinnst und deine Verwirrung oder Irritierung ist nachvollziehbar. Ich denke, du sitzt einer falschen Vorstellung von Toleranz auf und merkst das jetzt, weil du doch etwas konservative Vorstellungen/Meinungen hast und meinst das "beißt" sich. Der Kollege war nur der Auslöser.

Toleranz heißt nicht, alles gut zu finden. Gemäß Definition bedeutet Toleranz das Gewähren und Gelten lassen fremder Überzeugungen oder Lebensstile. Ich kann und darf daher sagen, das mir das und das nicht gefällt, solange ich eben andere Leute nicht bei ihrem Leben behindere oder benachteilige, auch wenn sie völlig andere Ansichten haben. Das nennt man Meinungsfreiheit. Und die gilt, solange der Schutz des friedlichen Zusammenlebens aller Bürger nicht gefährdet wird.

Daher alles gut. Du darfst so tolerant oder intolerant sein, wie du möchstest; vorausgesetzt du kannst mit deinem Arbeitskollegen nach wie vor arbeiten.
 
  • #30
Du musst nicht höchstolerant sein , nur weil es "hip" ist. Ein alter Mann zusammen mit einer jungen Frau, die seine Tochter sein könnte, ist eklig!
Du kannst deine Meinung ruhig behalten und bist niemandem Rechenschaft schuldig.
Jetzt möchte ich aber gerne definiert haben, was daran eklig ist und warum. Findest du einen älteren Körper eklig? Was triggert dich da?
 
Top