• #31
Ich muss jetzt stark sein. Was sagt ihr dazu?

Endlich, mach deinem Herzen Luft. Jeder Mensch hast sicher schon das durch, wie du gerade erleben musst. Das Rad wird nicht neu erfunden!
Er kann erst Ende August zurück kommen um seine Sachen zu holen, ich will ihn nicht nochmal sehen, das ertrage ich nicht. Ich werde schonmal Stück für Stück ausziehen und ihm dann denn meinen Schlüssel zuschicken. Dann kann er seine Sachen nehmen und dann war es das. Er hat hier so viele Sachen in der Wohnung und im Keller.

Das ist eben mal so - alles erinnert erstmal, trenne dich gründlich, und lass dich nicht auf neue Floskeln ein...PS. das hätte - nach all dem wie es bei euch lief - niemals eine Zukunft! Jetzt bist jung, vergeude doch keine kostbare Lebens_Zeit an an so einen alten Knacker!
Alles Gute für dich!
 
  • #32
Liebe FS,
der Mann hat dich gehen lassen. Irgendwann wirst du ihm dafür sehr dankbar sein, mit seinen 41 Jahren hat er zumindest dieses Mal den Weitblick, der dir fehlt.
Du hast ein Helfersyndrom. Damit ist meistens die Erfahrung verbunden, dass du "abgelegt" wirst, wenn der andere wieder stärker geworden ist. Richtig gefährlich wird es, für immer in der Helferrolle zu verharren - du verschenkst dein Leben!
Ich weiß im Ansatz, wie du dich fühlst und wie stark der Drang ist, Nähe und Liebe durch "helfen" zu erzeugen. Der hilflose Typ Mann wird dich wahrscheinlich dein Leben lang besonders anziehen, deshalb solltest du aus dieser Erfahrung so viel wie möglich lernen.
Die Rückkehr in dein eigenes Leben ist das Beste, was dir passieren kann! Lerne dich selbst besser kennen, lese zum Thema Helfersyndrom und Abhängigkeit in Beziehungen, die "kompliziert" (destruktiv) sind.
Ich wünsche dir ein wunderbares Leben, mit viel Liebe von Männern, die sehr gut für sich selbst sorgen können! Wenn dir der nächste Mann mit vielen Problemen begegnet, gehe nach Hause und lass bitte die Finger von einer weiteren Helfer-Liebesgeschichte, egal (!) wie toll du ihn findest.
Ein ausgeprägtes Helfersyndrom hat übrigens oft mit dem Gefühl zu tun, ganz tief drinnen nicht liebenswert zu sein.
 
G

Gast

Gast
  • #33
Es kommt ja von irgendwo her, wie er ist. Das ist sicher keine schöne Vergangenheit, die er hat. Aber er ist bei all seinen Selbstbeschuldigungen nicht in der Lage zu sehen, dass er seinen Kindern jetzt auch eine emotional schlechte Vergangenheit bereitet.

Ich habe den Verdacht, dass frau meint, sein Sich-öffnen und von seinen Versagensängsten zu reden, würde große Vertrautheit und Tiefe bedeuten. Nur frau kennt sein Leiden, also ein Riesenvertrauensbeweis, wenn ER endlich einen Menschen gefunden hat, wo er sein kann, wie er ist. Warum steht frau darauf?

Waren die denn da als er geweint hat, als er verzweifelt war, als er nichts wusste wohin, als er wollte das ihn jemand in den Arm nimmt? Nein er war jahre lang alleine und ich habe versucht ihn aus seinem Loch rauszuholen.
Nee, die waren nicht da und - WICHTIG! - sie haben ihn so nicht gesehen. Wenn er Dich weiter behielte als Freundin, dann würde ihn das immer daran erinnern, wie schwach er war.

Das ich stolz auf ihn bin, das er das Richtige tut und das ich ihn loslasse, da er es beendet hat. Etc.
Naja, was sollte er darauf antworten, wenn Du stolz auf ihn bist, weil er das richtige tut, und dann, dass Du loslässt, weil er es beendet hat (also auch das richtige). Das klingt total danach, als hättest Du großes Mitleid mit ihm, und das macht ihn schwach. Nun hat er neue Leute, die seine Depriphase nicht mitbekommen haben.

Setz Dich damit auseinander, was Du für Liebe hältst und wie Du das Retterin-Syndrom umwandeln kannst, sonst passiert sowas nochmal. Sicher bist Du auch Opfer, aber bedenke, dass Du irgendwas auch draus gezogen hast, dass Du ihm "helfen" konntest. War es die emotionale Sicherheit, "die einzig Liebende, Hilfreiche" zu sein?

Man fühlt sich nach so einer Erfahrung wie von einem Vampir ausgesaugt und weggeworfen. Aber solange man sich nicht damit auseinandersetzt, warum man diesen Menschen angezogen hat und nicht wieder wegschickte, kann das jederzeit wieder passieren.
 
G

Gast

Gast
  • #34
Ich sehe aus deiner Sicht viel mehr emotionale Abhängigkeit, denn Liebe. Und er scheint mir zu lügen. Er wäre nicht gut genug für dich ... blabla, entweder hat er eine neue Frau kennengelernt, oder er will sich von dir trennen. Was auch dieser plötzliche Umzug samt Arbeit vermittelt. Was will ein 41 jähriger Mann mit so einer jungen Frau? Er nutzt dich aus in meinen Augen!
 
F

fariri

Gast
  • #35
Ja, ich helfe gerne, aber nicht weil ich mich als wertlos sehen würde. Überhaupt nicht. Ich habe mich in ihn verliebt. Als wir uns kennen gelernt habe, war er so frei und so Lebensliebend. Das hat mich so beeindruckt. Er hat mir gesagt das er mit mir spontan verreisen möchte, das wir gemeinsam das Leben genießen sollen, wenn wir uns gesehen haben, sind wir zum Beispiel mit dem Motorrad an den See gefahren was so romantisch und schön war. Es war alles so innig und so echt. Wir haben uns schnell verliebt und uns vermisst sobald der andere weg war. Ja das ist alles ganz normal wenn man sich verliebt ich weiß das, aber was ich sagen will, ich habe mich nicht auf ihn eingelassen oder in ihn verliebt, weil er Hilfe brauchte. Er hat nie gejammert als wir uns kennen lernten, er war Selbstbewusst, groß und stark und auch noch ein für mich liebevoller Vater, so sehe ich das, weil wir dann auch viel mit den Kids gemacht haben. Als ich dann gesehen habe das er Depressiv ist und diese ganzen Geschichten aus seiner Kindheit gehört habe und wie es eigentlich in seinem Leben aussieht, war es schon um mich geschehen. Ich liebte ihn bereits, ich kannte seine Kinder und seine Kinder mich. Er hat keine seiner kurzen Partnerschaften vor mir seine Kinder vorgestellt.


Ich war Papas Freundin. Ich wurde auf einmal fester Bestandteil seines Lebens. Was sollte ich tun, ihn hängen lassen? Das konnte ich nicht, das tat mir zu sehr weh ihn so zu sehen.


Aber eine Frage hätte ich wirklich gerne beantwortet.


Was haltet ihr davon, was er den Kindern antut? Er hat zwei Söhne (Zwillinge), der eine, der ihm am ähnlichsten und nächsten war, hat seit einem Jahr den Kontakt von seinem Vater abgebrochen, weil er sich nicht genug geliebt gefühlt hat, weil sein Vater mehr Zeit für die Tochter hatte, als für den schnöseligen (wirklich) Sohn hatte.

Der andere Sohn antwortet ihm, laut seiner Aussage nicht mehr, als er erfuhr das er so weit weg zieht und schrieb ihm nur "okay, dann hast du deinen weg ja gefunden". Die sind erst 14.


Wie gesagt die Tochter litt schon alleine darunter es sich vorzustellen, das er so weit weg geht. Nebenbei bemerke ich, das die Tochter den Mann ihrer Mutter auch Papa nennt.

Macht man so was? Das frage ich ganz unabhängig von mir. Ist das nicht ein riesen Schritt zurück? Man kann doch überall Arbeit finden und dafür nicht alles hinschmeißen. Es muss doch nicht immer ein Job mit Statussymbol sein. Das ist doch nun wirklich nicht alles im Leben.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #36
Meint ihr das er das richtige tut? Ich will nicht sagen das er egoistisch ist, weil er 15 Jahre lang nicht egoistisch war, aber wie soll man das denn sonst sehen oder nennen?
Ich vermute er ist psychisch völlig am Ende, da kann man nicht mehr vernünftig handeln
Wenn man keinen Ausweg aus einer misslichen Lage findet, weiss man irgendwann gar nicht mehr, was einen eigentlich hindert, was hilft. Man beginnt alles unangenehm zu finden und will aus allem nur noch raus. Alles fühlt sich an wie Fesseln...
Es gab auch früher schon immer wieder Leute, die über Nacht verschwunden sind und irgendwo eine neues Leben anfangen wollte..nur weg von allem.
Ihr tut mir beide leid. Ich denke er bräuchte wirklich professionelle Hilfe eines guten Psychologen und vielleicht auch eines Schuldnerberaters.
Was du tun kannst?
Lese gut die Fragen durch die Lily231 dir stellt.
Du solltest für dich selbst eine Antwort finden.
Viel Glück
 
  • #37
Ein ausgeprägtes Helfersyndrom hat übrigens oft mit dem Gefühl zu tun, ganz tief drinnen nicht liebenswert zu sein.

Ja, da könnte schon was dran sein, bei mir jedenfalls.
So krass wie von meinem Kindesvater habe ich mich später nie mehr ausnutzen lassen und hoffe, dass auch du, liebe FS etwas gelernt hast.
Aber ich habe immer mal wieder Leuten in Not geholfen, Ihnen Geld gegeben oder sie für 3 Wochen bei mir wohnen lassen oder ihnen lange zugehört, wenn sie reden und heulen wollten.
Und IMMER waren sie weg, wenn es ihnen besser ging.
Du erwartest Dankbarkeit ? Vergiß das !

Ich helfe inzwischen nur noch Leuten, von denen ich weiß, dass sie mich auch ohne Notlage mögen würden.
Ich bin aber auch 22 Jahre älter als du und hatte viel Zeit, das zu lernen.

Zu dir:
Dass du der Sache auf den Grund gegangen bist, ist gut. Ok, du hast dich ein bisschen blamiert, aber was soll's ? Jetzt weißt du Bescheid. Weißt du doch, oder ?

Gut, dass du ausziehst, da gibt es kein Zurück mehr für ihn. Du musst wahrscheinlich ohnehin noch drei Monate Miete bezahlen, daher ist es nicht so schlimm, dass er seinen Kram erst in 6 Wochen holt.
Sage ihm, dass du für den 1.September den Sperrmüll bestellt hast und dann alle seine Sachen rausstellen wirst. Tue das auch. Nicht, dass du noch weiter bezahlen musst, falls die Wohnung nicht leer ist.

Sieh nach vorn, du wirst das überleben und später wahrscheinlich sehr froh sein, dass das mit diesem Mann nichts geworden ist. Du hast sehr viel Glück, dass du kein Kind von ihm hast.
Ich war 27, als ich meine Tochter bekam und mein Typ war 36, allerdings schon damals wegen derben Lebenswandels etwas verbraucht.
Er ist jetzt 57 und seine Freundin ist etwas älter. Sie habe ich nie gesehen und ihn in den letzten 10 Jahren vielleicht drei mal.
Beide haben nie gearbeitet und teilen sich einen H4-Haushalt.

Kürzlich hat mir meine Tochter mal ein Bild von beiden gezeigt, da sah ich einen Opa und eine Oma und konnte eine gewisse Genugtuung nicht verhehlen.

Sieh nach vorn !

Mies für seine Kinder, so wie es mies für meine Tochter ist, so einen Vater zu haben.
Aber du als Partnerin hast die Chance, ihn endgültig loszuwerden.

w 48
 
  • #38
Findet ihr das eigentlich in Ordnung das er auch nach so vielen Jahren einfach so weit weg von seinen Kindern zieht? Die im Teenie Alter sind?[/QUOTE]
Natürlich ist es nicht ok, wie er sich verhält. Er hat sein gesamtes Leben nicht im Griff, und alle leiden darunter.
Natürlich geht es dir jetzt nicht gut. Du hast Angst vor dem Alleinsein, du bist in dem ganzen Drama gefangen. Klingt jetzt blöd, ist aber wahr: Durch diesen Schmerz musst du durch, und es wird dir nachher viel besser gehen als vorher in dieser furchtbaren Beziehung. Aber du musst dich entscheiden und dich trennen.
 
  • #39
I

Ihr helft mir gerade sehr das ganze in einem klaren Bild zu sehen. Danke dafür.
Gratuliere, meine Liebe, gut gemacht! Ja klar tuts weh, und alle deine Gefühle wie Wut, Trauer, etc., sind alle gut und richtig. Wahrscheinlich wirst du auch hinterfragen, warum du es so lange mitgemacht hast. Am Ende musst du dir selbst verzeihen, dass du es zugelassen hast. Jetzt bist du auf dem richtigen Weg, bleib auf dem!
 
  • #40
Möbel bei seinen Freunden einlagern.
Dann würde ich aber das Geld für die Möbel von ihm verlangen bzw. die Möbel verkaufen.
Ich gehe davon aus, dass Du die Wohnung bezahlst solange sie genutzt wird. An Deiner Stelle würde ich dafür sorgen, daß die Wohnung umgehend geräumt wird, dass Du aus der Mietzahlung rauskommst.
Schließlich war er die letzten 2 Jahre arbeitslos und Du hast das Ganze finanziert... Lass Dich ned weiter benutzen..
PS: Dass er erst Ende August kommen kann, ist nicht Dein Problem... Schließlich hat er seinen Auszug ja auch nicht vorher angekündigt...
 
G

Gast

Gast
  • #41
Ich finde es unschön, dass hier Fragen wie "was will ein so alter Knacker mit so einer jungen Frau" gestellt werden. 15 Jahre sind jetzt nicht die Welt und wenn sich zwei Menschen mögen/ lieben, dann ist das Alter einfach mal zweitrangig. Als ich meinen Partner kennenlernte, war ich hinterher auch erstmal geschockt, als er mir sein wahres Alter verriet (15Jahre älter), denn im Moment als ich ihn traf und wir eine wunderschöne Zeit miteinander verbrachten, sah er einfach mal 10 Jahre jünger aus. Das tut er auch heute noch. Und wenn er entwicklungstechnisch eben noch keine 47 ist, dann ist das doch nur gut für mich! Wo also liegt das Problem?

Der Partner der FS scheint offensichtlich auch noch nicht altersgemäß entwickelt zu sein, was widerum hätte passen können. Bei manchen ist das eben einfach so. Problem ist einfach, dass er psychisch instabil ist, mglw. über Jahre schon, und dass die FS ihm zu bedürftig war und ihm alles recht machen wollte. Auch jetzt im Zuge der Trennung lese ich aus ihren Beiträgen eine gewisse Unterwürfigkeit heraus. An Stelle der FS wäre ich verdammt wütend und würde ihm in keinster Weise das Gefühl geben, er hätte auch nur ansatzweise richtig gehandelt, in dem er mich und seine Kinder so im Stich lässt. Von heute auf morgen, nach Gutdünken. Diesem Mann scheinen Bindungen nicht viel zu bedeuten und so richtig scheint er sich auch noch nie mit seiner Vaterrolle auseinandergesetzt zu haben. Das hat auch nix mit dem Altersunterschied zu tun.

Wirklich FS: Auch wenn es dir im Moment sehr wehtut- Liebeskummer schmerzt immer und dauert ne Weile- sei froh, dass du den los bist. Wenn du mal 30/35 bist, wirst du ihm dankbar sein, dass er dich verlassen hat, und lächelst zufrieden deinen neuen Partner an, der dir sowas im Leben nicht antun würde, der emotional gefestigt ist und mitten im Leben steht. Die einzige Baustelle die dieser Mann haben wird, ist eure gemeinsame Zukunft. Bis dahin wirst du jetzt leider durch ein tiefes Tal müssen. Aber lass ihn, er will nicht mehr, und auch er muss lernen, dass seine Entscheidungen konsequenzen haben.

W33
 
F

fariri

Gast
  • #42
Ich finde auch nicht das er ein alter Knacker ist. Er sieht bei weitem nicht über 40 aus. Er sieht 10 Jahre jünger aus ist groß und attraktiv.

Das ist das reinste Gefühlschaos für mich. In einem Moment weine ich wie verrückt, im anderen Moment bin ich so wütend, im anderen erleichtert das diese Last von meinen Schultern ist und dann vermisse ich ihn wieder. Alles. Wenn ich schlafen gehe ist alles so leblos, so unfassbar leer. Und alles riecht so nach ihm. Er ist einfach überall.

Ich fahre morgen Abend direkt zu meiner Familie um am Wochenende nicht zu leiden wie ein Hund und mich abzulenken. Ich halte es hier nicht aus und bin froh wenn ich den Auszug hinter mir habe.

Ich werde ihn auf keinen Fall einfach besuchen fahren um zu reden. Ich muss stark bleiben, wenn ich das tue verliere ich meinen letzten Rest Stolz. Ich werde mein Handy ausschalten und nicht permanent gucken ob er sich meldet.
 
G

Gast

Gast
  • #43
Liebe fariri,
jede Trennung ist hart und momentan stehen die Gefühle bei Dir ganz klar im Vordergrund.
Vergiss dabei aber nicht was Dir zusteht. Du hat ein Jahr seinen Mietanteil mitgezahlt, mach Deinen Anspruch auf Rückerstattung geltend. Falls Du die Mieterin der Wohnung bist, setze ihn von der Kündigung in Kenntnis und nimm frei's Rat an.
Falls er der Mieter ist, kündige ihm, verrechnet den noch offenen Mietvertrag mit seinen Mietschulden bei Dir und lass ihn ansonsten auf seiner Wohnung sitzen. Soll er dich darum kümmern.
Es reicht schon, dass Du ihm das Schlussmachen erspart hast, wie komfortabel willst Du es ihm gestalten, dass er Dich, nun wo er wieder Auftrieb bekommt, sitzen lässt?

Schieß ihn ab und schicke ihm die Rechnung für alle Unkosten welche er Dir bereitete.
 
  • #44
Was haltet ihr davon, was er den Kindern antut?

Das ist ganz, ganz schwach. Extrem jämmerlich.

Finde Deine Stärke zurück und Du wirst auch sehen können, welchen Kandidaten Du Dir da an Land gezogen hast. Und Du wirst Dich unglaublich erleichtert fühlen.

Nimm es als Lehrstück. Du musst ein Gespür für die Blender entwickeln, die nur eine tolle Fassade präsentieren - das wird Dir helfen fürs Leben.
 
G

Gast

Gast
  • #45
Ich habe mich in ihn verliebt. Als wir uns kennen gelernt habe, war er so frei und so Lebensliebend.
Hmm, das ist wirklich eine traurige Sache.
Es gibt Menschen, die so sind. Meist können sie sehr gut mit Kindern, sind superliebe Menschen, wirken ausgeglichen und lustig, und wenn man dahinter gucken kann, sieht man Depressionsphasen. Leider sind solche Menschen manchmal sehr unzuverlässig und emotional nicht "zu greifen". Sie lassen einfach alles hinter sich und man steht, wie Du gerade, vor einem Trümmerhaufen.
Diese Romantiker sind wesentlich anziehender als die Realisten, aber nur mit denen kann man sich was Festeres aufbauen. Denn wenn die Realität eingezogen ist in einer Beziehung, sehnt sich der Romantiker nach irgendwas, das auf einmal weg ist.

Was haltet ihr davon, was er den Kindern antut?
Naja, er ist ein Egoist. Was soll man dazu sagen.
Dass sich die Söhne abwenden, ist klar. Sie haben ihn ja als emotional mit sich selbst beschäftigten und vermutlich unbeständigen Menschen kennengelernt. Vielleicht haben die Mütter auch was dazu gesagt, aber an den Reaktionen eines Kindes sieht man, wie sich der Mensch verhalten hat. Wenn er mal vorbeigekommen ist und mal nicht in der Vergangenheit, als ihr noch nicht zusammen wart, werden sie ja mitgekriegt haben, dass sie sich nictht drauf verlassen können.

Das Mädchen hat ein mieses Männerbild mitbekommen. Ich kenne so einen Fall einer Frau, wo der Vater auch vermittelt hat, dass er sie absolut unwichtig findet und keine Probleme hat, sie nicht mehr zu sehen. Die arme Frau hat schwere Beziehungsprobleme.
 
G

Gast

Gast
  • #46
Also, wenn ich das so lese, würde ich sagen, dass Du in einer Abhängigkeit bist und er das so ausnutzt, wie er das möchte.
Was willst Du mit einem Mann, der 3 Kinder hat und Ex Partner (innen ?), die waren alle, wie sie sind, VOR Dir da.
Es sind nicht Deine Probleme mit Unterhalt usw., es sind seine.
Natürlich muss er Dich bei Laune halten, damit er nicht alleine ist.
Ist alles nur Strategie, haks einfach ab.
 
F

fariri

Gast
  • #47
Dieser Satz. "Ich muss alle von meiner Person befreien." Er befreit sich aus seiner Verantwortung.

Ich denke immer wieder drüber nach wie es seinen Kindern geht. Sie tun mir leid. Wir hatten so einen guten Draht und jetzt haben wir uns seit 6 Wochen nicht gesehen. Ich wollte nie alleine Kontakt haben, also telefonieren oder so, ohne meinen Partner, da es nicht meine Kinder sind und sie eigene Mütter haben. Finde nicht das ich das recht dazu habe, will ich auch nicht. Aber ich war ein fester Bestandteil in ihrem Leben, das haben die Mütter immer wieder betont.

Ich wollte letzte Woche unbedingt reden, mit seinem Sohn, der mir alles erzählt. Sie wohnen um die Ecke und ich bin vorbeigefahren und dabei blieb es auch. Ich habe mich nicht getraut. Ich sehe Fotos von den Jungs bei Social Media und sie tun mir einfach leid. Das ihr Vater so unfassbar egoistisch und rücksichtslos ist.

Ich habe mein Handy seit Donnerstag ausgeschaltet. Ich will meine Ruhe und mir geht es damit besser, nicht Hoffnungsvoll auf mein Handy zu gucken um zu sehen ob er sich meldet. Habe Wohnungsbesichtigungen um einen Nachmieter zu finden und ich kann es kaum erwarten endgültig zu gehen und das alles hinter mir zu lassen.

Es ist so unfassbar schwer. Ich bin hauptsächlich gefasst, aber manchmal bricht es auch einfach aus mir heraus und ich weine wie ein Baby. Als würde mir man gerade das Herz rausreißen.

Ich weine auf der Arbeit, wenn ich in einem Moment nicht abgelenkt bin und meine Gedanken die Kontrolle übernehmen. Dann sitze ich da und weine einfach.

Ich wünsche mir so sehr das dieser Schmerz, diese Enttäuschung, dieses Gefühl im Stich gelassen worden zu sein, einfach aufhört.
Ich will einfach wieder lachen können. Wirklich und ehrlich lachen.
 
  • #48
Hallo Fariri,
es tut mir aufrichtig leid, daß es Dir nicht so gut geht im Moment. Aber Du wirst mit Sicherheit wieder lachen können und aus der ganzen Sache irgendwann gestärkt und reifer herausgehen,
wenn dies auch einige Zeit noch dauern kann.
Dass Du Dich in der Zwischenzeit um die "Schadenbegrenzung" (Wohnung auflösen etc.) kümmerst, ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, das kostet zwar zusätzlich Kraft.aber wenn das vorbei ist, hast Du auch wieder mehr Zeit für Dich um Deine Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Alles Gute
 
  • #49
Ich bin so bescheuert. Ich weiß nicht was mich geritten hat. Ich habe ihm geschrieben. Das ich stolz auf ihn bin, das er das Richtige tut und das ich ihn loslasse, da er es beendet hat. Etc.

Seine Antwort: Danke!

Dabei hättest du es belassen sollen.

Da hab ich dann angerufen. Ich bin so blöd. Er war noch am arbeiten. Meinte das alles okay ist, er wäre alleine aber dafür hat er Beschäftigung. Er ist froh das er keine Leute um sich hat die emotional etwas von ihm verlangen und das findet er gut.

Langsam kristallisiert sich aus deinen Beschreibungen heraus, dass dein Freund regelrecht vor dir geflüchtet ist. Er bekam keine Luft mehr, er konnte nicht mehr atmen, du hast ihn erdrückt und er hatte keine andere Wahl als sich von einem Tag zum anderen in eine räumliche Entfernung von mindestens 600 Kilometern zu bringen, damit er endlich aus deiner Umklammerung frei kommt.

Warum nur lässt du ihn nicht in Ruhe. Rufst seinen Freund an, rufst ihn an, schreibst ihm Nachrichten? Du bist so auf ihn fixiert, dass du nicht mal mehr normal essen kannst und nur noch am Weinen bist.

Du schreibst: " ... er war jahre lang alleine und ich habe versucht ihn aus seinem Loch rauszuholen. Was ich getan habe. Und jetzt ist er wohlauf und ich bin nicht mehr relevant. Ich habe ausgedient, jetzt braucht er mich ja nicht mehr..."

Du glaubst, er müsste dir dankbar sein, für das was du für ihn getan hast. Aber wahrscheinlich hast du es übertrieben und irgendwann konnte er es nicht mehr ertragen.

Du fragst, ob du jetzt stark sein musst?!
Du solltest vor allem aufhören ihn weiter zu belämmern. Lass den Mann in Ruhe. Lass ihn sein Leben auf die Reihe kriegen. Er sagt selbst, dass es ihm gut geht, weil keiner in seiner Nähe emotionale Ansprüche an ihn stellt. Warum willst du das also aus 600 Kilometer Entfernung tun?

Akzeptiere, dass er nun ein Leben ohne dich lebt und führe du dein Leben ohne ihn. Wenn du nicht alleine sein kannst, ziehe eben zu deinen Eltern. Bestimmt wirst du über kurz oder lang wieder so ein männliches Exemplar finden, dass du aus einem Loch holen und bemuttern kannst, weil du daran deinen Lebenssinn siehst.
Wahrscheinlich ist dann für dich das Leben wieder in Ordnung.
 
F

fariri

Gast
  • #50
Liebe @piepegal
vielen Dank für deinen Beitrag. Ich muss mich aber verteidigen. Ja ich leide, ja ich weine und ja ich bin noch nicht drüber hinweg. Nach nur wirklich 2-3 Wochen wäre sowas ja auch schwierig.

Aber wie ich bereits gesagt habe, habe ich ihn ganz anders kennen gelernt, er war niemand den man retten musste, ganz im Gegenteil.
Das er einen Haufen Probleme hatte, habe ich erst dann erfahren als ich mich verliebt habe. Da war es dann leider schon zu spät.

Er hat mich gebraucht, das hat er selbst gesagt. Wir waren beide keine Klammerer in der Beziehung, ganz im Gegenteil.

Das ich seinen besten Freund angerufen habe, war weil er einen Tag zuvor geweint hat, das er alles verloren hätte und ihn das fertig macht. Weil er getrunken hat und mir gesagt hat das er sich täglich ein Bier reinzieht. Ja, da habe ich dann seinen besten Freund angerufen, aus Sorge, weil er auf mich nicht hören wollte und ich dachte das er evtl. mehr auf seinen Freund hört. Das ist alles.

Ich ziehe nicht zu meinen Eltern, ich will einfach nicht erdrückt werden in unserer Wohnung, das ist alles.

Ja, er ist 600 km weit weg, weil es sein einziger Ausweg war aus der Arbeitslosigkeit. Wir haben mehrfach drüber gesprochen und er hatte immer Angst davor diesen Schritt zu gehen und alles zu verlieren. Wie gesagt ich habe ihn sogar hin gefahren, zum Flughafen. Also von Flucht kann hier nicht die Rede sein. Vielleicht Flucht aus der Verantwortung und der Gedanke das er ein Versager ist, das ist möglich. Aber nicht weil ich ihn eingeengt habe. Ich weiß, was ich richtig oder falsch gemacht habe, aber das ist nicht einer davon.

Er hatte seinen Freiraum und er konnte selbst entscheiden was er tut. Er ist ja auch kein Kind.

Naja wie auch immer.

Ich danke euch für eure Worte und das ihr mir etwas weitergeholfen habt.
 
G

Gast

Gast
  • #51
Ich habe mich zwar weiter oben schon mal geäußert, aber möchte noch einen kleinen Nachtrag hinzufügen, nachdem ich jetzt deine Antwort gelesen habe.

Naja, ich würde es vielleicht nicht ganz so krass ausdrücken wie piepegal, aber habe auch einen ziemlich seltsamen Eindruck von deinen Beschreibungen.

Vielleicht noch eins dazu: Die Beziehung ist durch, trauere und leg sie danach ad acta. Leb dein eigenes Leben weiter und versuch, aus der Geschichte deine Lehren zu ziehen. Vor allem eine: Wenn das nächste Mal ein Mann zu dir sagt "ich brauche dich", dann sollten alle Alarmglocken bei dir schrillen, und du solltest erkennen, dass dahinter immer eine Bedürftigkeit steht. Diese widerum erzeugt Abhängigkeiten, was nicht gesund ist. So ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe nicht möglich, und selbst wenn du aus gutem Willen heraus geholfen hast und für ihn da warst etc, wird er sich trotzdem abhängig gefühlt haben, und da musste er raus. In ein unabhängiges Leben ohne dich. Es ist wirklich schwer das zu akzeptieren und zu verstehen, vor allem, wenn man viel Zeit, Gefühl und vor allem Energie in diese Beziehung gesteckt hat. Sicher hast du ihn mal scheinbar anders kennengelernt, na klar, er wird ja nicht sofort einer Neuen Freundin seine Bedürftigkeit offenbaren, aber nach und nach kommen diese Dinge eben dann doch ans Licht. Wahrscheinlich hast du vorher noch keine Erfahrungen mit sowas gemacht, so dass du das nicht erkennen konntest.

Dafür bist du jetzt um diese Erfahrung reicher, du hattest leider das Pech, dass du für seine emotionale Stabilisierung quasi benutzt worden bist, und das haut dich jetzt so aus der Bahn. Ich kann es verstehen, dass das echt weh tut, aber leg dir fürs nächste Mal am Besten einen Schutzmechanismus zu, dann passiert dir das nicht nochmals. Wenn das mit der Wohnung geklärt ist sieht die Welt in nem halben Jahr schon wieder viel freundlicher aus. Kleiner Tipp: vollständiger Kontaktabbruch hat mir damals sehr geholfen. Und Ablenkung. Davon ganz viel.

Beste Grüße, w33
 
G

Gast

Gast
  • #52
Ganz ehrlich: lass ihn ziehen. Du hast was Besseres verdient! Irgendwie scheint er sich laut deinen Beschreibungen ja selbst nicht viel wert zu sein. Man kann einem Menschen kein Selbstbewusstsein und keine Selbstliebe geben, das muss er selbst entwicklen. Keine Ahnung, ob du ein Helfersyndrom hast - ich würde das Weite suchen.

Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
  • #53
Aber ich war ein fester Bestandteil in ihrem Leben, das haben die Mütter immer wieder betont.
Dann könntest Du Dich doch mal melden, finde ich. Zumindest mal reden, mit den Müttern vielleicht auch? Damit sie wissen, was los ist, und nicht denken, Du seiest genauso unbeständig.

Aber wahrscheinlich hast du es übertrieben und irgendwann konnte er es nicht mehr ertragen.
MOMENT! Das kam ihm eine Weile sehr zupass, dass sie sich so verhalten hat. Ich sehe hier nicht den armen Mann, der von einer betuddelnden Frau erdrückt wurde. Kann ja sein, dass er sich so fühlte, aber doch erst, nachdem er an Emotionen alles mitgenommen hatte, was er brauchte, und nun ist es ihm lästig und zu viel.
 
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