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Gast

  • #1

Kontakt zur Familie abbrechen um sich selber zu schützen?

Hallo,
gibt es hier Menschen, die sich aus Eigenschutz von ihrer Familie (Eltern, Tanten, Geschwister) distanziert haben, weil die Konflikte (Suchtproblematik, gegenseitige Feindseligkeit, Neid) innerhalb der Familie so belastend und zerfahren sind, dass es einfach keine andere Lösung gab als den Kontakt einzuschränken? Am schlimmsten sind diese aufgezwungenen Familienfeste, wo man am liebsten davonlaufen würde....kennt das jemand?
 
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  • #2
Hallo FS!

Ja, ich habe das so gemacht! Zunächst habe ich es voll reduziert, nach dem Motto so wenig wie möglich, so oft wie nötig. Das ist aber auch zu viel und immer Ausreden finden, ist auch zu anstrengend. Es wurde nicht konkret drüber gesprochen, aber ich habe das ziemlich auslaufen lassen. Das Leben ist zu kurz um sich mit Leuten abzugeben die dir nicht gut tun. Und das wird nicht besser. Bei uns war nur Neid, nur rum gestankert, teilweise unter der Gürtellinie, das geht gar nicht und immer einmischen, egal was, das wurde mir zu bunt. Habe eine gute Position beruflich, ich habe was erreicht und von denen dann immer runter ziehen lassen. Nein nein, das braucht man nicht.
 
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Gast

  • #3
Ich (wegen selber Problematiken welche derart massiv waren, dass die ganze Bandbreite der subtileren bis gezielten Angriffe gegen mich meine Gesundheit stark angriff).
Seit meiner bewusst herbeigeführten Distanz vor einigen Jahren, anschließendem mutigen Kontaktabbruch als letztem Schritt, blühe ich wieder auf. Zunächst spürte ich auf seelischer Ebene eine deutliche Entlastung und Stimmungsaufhellung, mittlerweile auch ganz viel Erfreuliches im Außen. Privat und beruflich kann ich meine neugewonnenen Kräfte sehr gut gebrauchen und erfreue mich daran.
Ich bin seit Jeher ein Mensch dem ein harmonisches Umfeld sehr wichtig ist, es kostete mich unendlich viel Überwindung diese Schritte zu gehen, aber bereut habe ich sie nie (ich hätte diesen Weg bereits viel früher gehen sollen, mit 14/15J. bin ich aber wohl noch zu jung gewesen).
Sollten sich die Menschen aus meinem früheren familiären Umfeld um mind. 90 Grad gedreht haben, so dass wieder ein angenehmes Miteinander möglich ist bin ich stets offen dafür -gemeldet hat sich bis heute allerdings niemand mehr bei mir. Wozu auch, wenn der Andere -mittlerweile glücklicherweise selbst erwachsen- endlich erkannt hat, dass auch er ein Recht auf ein gutes Leben hat mit Menschen die ihn schätzen, so dass keine Möglichkeit mehr besteht diesen zu tyrannisieren und bis an den Rand seiner Kräfte zu bringen?
Ich wünsche dir, liebe FS, alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung!

w (31)
 
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Gast

  • #4
Hallo,
gibt es hier Menschen, die sich aus Eigenschutz von ihrer Familie (Eltern, Tanten, Geschwister) distanziert haben, weil die Konflikte (Suchtproblematik, gegenseitige Feindseligkeit, Neid) innerhalb der Familie so belastend und zerfahren sind, dass es einfach keine andere Lösung gab als den Kontakt einzuschränken? Am schlimmsten sind diese aufgezwungenen Familienfeste, wo man am liebsten davonlaufen würde....kennt das jemand?
Liebe FS/lieber FS,

ich kann deine Frager sehr gut verstehen.
Ich beschäftige mich auch damit , weil meine Familie mir "am Arsch henkt" zu mich quasi permanent mit deren Problemen und Forderungen runterzieht und versucht überall reinzuquatschen.
Solche Familien gibt es tatsächlich.
Da ist es auch kein Wunder, wenn man Geburtstage und Familienfeste meidet, obwohl die so "kontaktfreudig, sozial und bemüht" sind.
Wenn es zu sehr belastet, kann ich mittlerweile durchaus verstehen, warum man den Kontakt abbricht. Es geht schließlich auch ums eigene Leben und überleben.
Außerdem muss ich mich arbeitsfähig halten und flexibel sein - da stören sie auch.
Leistung könnte locker mehr da sein, wenn nicht permanent Schakrillen im Privatbereich wären.

Im Internet gibt es einen Verein für Verlassene Eltern. Die Probleme dort rühren eher woanders her (Überbehütung durch "Supereltern" zum Beispiel, die in Wirklichkeit eine Lebensbehinderung sind), aber die Ursache ist nicht sooo anders und sicherlich gibt es auch Leute, die außerdem noch weitere handfeste Gründe haben, Bestimmt findet man auch irgendwo noch ein Forum dazu.
Das Thema ist eigentlich ein Tabu-Thema und sowas wie "letzter Ausweg", aber im Prinzip - nein, wenn dir sowas vorschwebt - du bist nicht alleine, und ich überlegs mir auch.

Man kann ja auch mal einen Schlusstrich ziehen - als Eskalation und zum Selbstschutz - und möglicherweise sind sie Monate und Jahre später dann noch mal dankbar und zur Besserung bereit, wenn man unter Bedingungen den Kontakt wieder aufnimmt.
 
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  • #5
Ja, das habe ich vor knapp 10 Jahren angefangen, nachdem meine Mutter immer garstiger wurde, meine Tochter, damals mit 8 Jahren versuchte mit zu involvieren und mir auf der Silberhochzeit meiner Schwester und dem gleichzeitigen 50. Geburstag meines netten Schwagers, im Beisein meiner beiden Schwester, süffiant laut ins Gesicht sagte, dass ich mich doch mal wieder durchfi... lassen sollte, damit ich gute Laune bekomme.

Ein ander Mal sagte sie mir vor allen Gästen, dass ich eine genauso hinterhältige und bösartige Frau bin wie diese eine Schauspielerin, über deren Rolle, wir uns unterhielten.

Meine Schwestern haben natürlich nichts gehört, die anderen Gäste auch nicht.

Mein Kind wurde vor Jahren innerhalb von 3 Jahren 6 x operiert, alle wusten davon, keiner kam ins Krankenhaus und hat mir beigestanden. Asl mein Kind geboren wurde, kam mich keiner besuchen, abgeholt hat mich auch keiner. Alle Umzüge habe ich alleine gemeistern, meine Familie kam nur, wenn irgendwas abzustauben gab, oder wenn ich ihnen Geld borgen sollte, was ich mir mühsam wieder beschafft habe, nachdem längst die Zeit überschritten war und meine Schwester es nicht nötig hatte, mich um Verlängerung zu bitten, sondern frech behauptete, dass wir nie über eine Rückzahlung des Geldes gesprochen hätten usw. und so fort...

Allen Menschen, die mich durch Beruf usw. kennen und ich das denen erzählt habe, sind schockiert, weil ich keine bösartiger und hinterhältiger Mensch bin, sondern im Gegenteil eine liebenswürdige, grossmütige und taffe Frau bin, die sich allerdings nichts gefallen lässt.

w 50
 
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Gast

  • #6
Ich habe den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen, weil wir nie eine Familie waren. Ich habe von meinen Eltern nie Liebe erfahren, allerdings auch keine Ablehnung. Es kam mir, schon seit Kindertagen, so vor, als wären wir eine Zweckgemeinschaft. Vier (später fünf) Menschen, die lediglich unter einem Dach wohnen und den Nachnamen teilen.

Dann ist da bis heute diese Gedankenspiel, dass mein Vater nicht mein Vater ist. Es ist eine Mischung aus Gefühl und Ahnung, wenn ich selten daran denke. Ich habe meine Vater immer abgelehnt, ohne es zu wollen.

Dass ich bis heute nicht der Lage bin, anderen Menschen Zuneigung zu geben oder von ihnen anzunehmen, wäre ein Grund, meine Eltern zu hassen. Doch das tue ich nicht. Ich spüre dann einfach diese Gleichgültigkeit von damals heute auch in mir.

Ich habe seit Jahren von ihnen nichts gehört und sie nichts von mir, ich weiß nicht, was meine Brüder heute so machen oder wie sie aussehen und ich hege keinen Wunsch, an dieser Situation irgendetwas zu ändern.

Ich schaue nur nach vorne.

Und, nein, ich selbst möchte keine Familie gründen.

m, 34
 
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Gast

  • #7
Also, meine eigene Familie kann ich ganz gut um mich haben, auch wenn wir alle sehr unterschiedlich sind... Aber es besteht eine große Toleranz bezüglich anderer Ansichten und den "mitgebrachten Partnern";-) Das macht vieles einfach und immer eine nette Atmosphäre.

Allerdings hatte ich mal einen Partner, der eine unmögliche Familie hatte. Man stritt sich bei jeder Zusammenkunft wie die Kesselflicker und kam dann möglichst bald erneut zusammen, um so zu tun, als wäre nichts passiert. Natürlich krachte es dann sofort wieder.
Irgendwann hat es mich erwischt, als ich ganz harmlos etwas erklärte, wurde ich von meinem Schwager verbal sehr angegriffen. Da ich mir meine Freunde zum Glück selber aussuchen kann, bin ich dann einfach nicht mehr mit zu den Familienfeiern gegangen. Schlüssiger hätte ich es gefunden, wenn Vater und Mutter der betreffenden Familie ihr Kind mal "auf den Pott gesetzt" hätten. Aber man sprach da einfach nicht über Probleme. Ich glaube, die streiten sich heute noch.

Ich finde, in der eigenen Familie sollte man seine Bedürfnisse gezielt formulieren können. Wenn aus irgendeinem Grund keine gut Kommunikation da ist, oder die normalen Grenzen der Höflichkeit "unterschritten" werden, würde ich mich von meiner Herkunftsfamilie auch entfernen. Der gute Wille muß von beiden Seiten erkennbar sein.

Wenn Dich also etwas zu sehr belastet, sprich es an. Wenn kein Kompromiss gefunden werden kann, würde ich einfach nicht zu solchen Veranstaltungen gehen...

Neid ist ja oft in Familienverbänden vorhanden, das scheint mir normal zu sein.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #8
Liebe FS,

ich habe es getan und seit über 2 Jahren keinen Kontakt zu meiner Mutter. Dies soll auch so bleiben, da schwerwiegende Dinge in der Kindheit passiert sind, die noch heute mein Leben beeinflussen. Auch ist der weitere Kontaktabbruch eine bewusste Entscheidung meinerseits. Wenn Du schreibst, dass Du Dich schützen musst, tue es. Lerne, Dich abzugrenzen und auf Dich zu achten. Auch ist die innere Haltung ist oft entscheidend, schau, wovor Du Angst hast.

Alles Liebe !

w, 33
 
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Mooseba

  • #9
Man sollte sich immer von der Familie abgrenzen, sich örtlich weit entfernen und den Kontakt auf ein Minimum reduzieren. Immer. Sonst wird man nicht erwachsen.

(m, 32)
 
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Gast

  • #10
Hallo FS,
ja, ich gehe nicht zu Familienfesten, wenn meine Tante anwesend ist (fast immer), weil dann ein uralter Konflikt zwischen ihr und meiner Mutter ausbricht. Meine Mutter wird verachtet, lächerlich gemacht und meine Schwester schlägt sich auf die Seite meiner Tante. Das psychische Wrack, dem meine Mutter dann immer wieder ähnelt, versuche ich aufzubauen/zu schützen. Mir ist klar, dass meine Mutter sich auch aus der Opferrolle bewegen könnte (müsste), es aber nicht schafft.
Der Konflikt der beiden Frauen hat sich mittlerweile in die nächste Generation fortgesetzt: meine Schwester und ich haben schlimmste Auseinandersetzungen, weil ich mich immer wieder schützend vor meine Mutter stelle.
Mittlerweile sehe ich meine Eltern nur, wenn meine Schwester nicht anwesend ist. Ich habe ein sehr schlechtes Gewissen meinem betagten Vater gegenüber, weil er an seinem Lebensabend das Auseinanderbrechen der Familie erleben muss. Meiner Tante gegenüber empfinde ich ohnmächtige Wut, die fast schon an Hass grenzt. Als sie lebensbedrohlich erkrankte, habe ich keinen direkten Kontakt mit ihr aufnehmen können (wollen). Auch da: sehr schlechtes Gewissen.
Die Ursprungsfamilie meiner Mutter ist von tiefem Schmerz durchsetzt, Suchterkrankungen etc.

Obwohl ich oft über diese ganze Familienmisere trauere, schütze ich vor dem Strudel an Konflikten, indem ich konsequent von Familientreffen fernbleibe. w
 
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Gast

  • #11
Ja, habe ich. Habe den Kontakt komplett gekappt. Ich bin heute 50 und habe immer noch mit Dingen aus meiner Kindheit und Jugend zu kämpfen, Dinge, die heute mehr denn je hochkommen und mich in Wut versetzen. Sobald der Telefon klingelte und jemand aus meiner Verwandschaft war dran, war mein Tag gelaufen. Es hat lange gedauert (viele Therapiesitzungen) zu erkennen, dass nicht ich als Kind schuld daran war, dass meine Oma gesoffen hat und meine Mutter ach sooo krank wurde, weil ich die Frechheit besaß, auf die Welt zu kommen (als ob ich mir das selbst ausgesucht hätte, ha ha). Ich komme aus einer 1A-Narzissenfamilie und habe nach über 40 Jahren jegliches Verständnis und jegliches Schulsuchen bei mir selbst dieses und den Kontakt komplett eingestellt. Ich habe mir verbeten, jemals mich wieder anzurufen und habe klipp und klar gesagt, dass ich nie wieder was mit ihnen zu tun haben möchte. Seitdem geht es mir gut, fühle ich mich gestärkt - es ging auf jeden Fall aufwärts. Von meiner "Familie" hat niemand etwas für mich getan, es gab niemals Förderung oder Hilfe - es gab immer nur Vorwürfe über mein Versagen, wenn ich mal Hilfe benötigt habe. Familie würde ich es nicht einmal nennen, da sind zwei Leute in die Kiste gestiegen - und ich bin entstanden, zufällig. Die Schuld dafür habe ich jedoch bekommen - plus permanent Schläge mit dem Ausruf: "Du siehst genauso aus wie Dein Vater..."

Mein Vater ist übrigens kein wirklicher Vater, sondern nur mit sich selbst beschäftigt. Interessiert hat er sich nie für mich, als es dann aber Enkelkinder gab, kam er ständig mit der Kamera an, "Familienbilder" knipsen, die er dann stolz rumgezeigt hat überall. Aber mal Hilfe oder Interesse am eigenen Kind, an mir? Gab es nicht - nur rumzeigen und prahlen überall mit seinen Enkeln...

Ich habe mir alle Verwandschaft vom Halse geschafft. Zu meinen erwachsenen Kindern habe ich ein wunderbares Verhältnis, wir halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ich habe auch keine Probleme, wenn sie ihre Großeltern besuchen, will aber keine Einzelheiten wissen, weil ich sonst wieder nur platze vor Wut. Seit die bei mir nicht mehr anrufen, geht es mir viel besser. Keine Verwandtentreffen mehr, kein Geburts- oder Feiertagsgedöns, nichts mehr. Meine eigenen Kinder sind stark genug, sich da nicht manipulieren zu lassen - und ich habe mit den Personen, bei denen ich leider aufwachsen musste, nichts mehr zu tun. Ich bin endlich frei von Schuldgefühlen und kann mich so annehmen, wie ich bin. Dazu musste ich 50 werden...
 
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Gast

  • #12
Ja, habe ich. Habe den Kontakt komplett gekappt. Ich bin heute 50 und habe immer noch mit Dingen aus meiner Kindheit und Jugend zu kämpfen, Dinge, die heute mehr denn je hochkommen und mich in Wut versetzen.

Ich komme aus einer 1A-Narzissenfamilie
Mir ging/geht es ähnlich und es gibt im Internet div. Foren, wo ganz ganz viele deutsche Menschen (meistens Frauen) ähnliches schreiben. Männer checken das nicht, oder rede/schreiben nicht darüber, oder kaum. Deutschland ist ein Volk von Narzissten, Schuld daran haben m.E. auch die beiden großen Weltkriege.

Weil es so viele Narzissten gibt und die Kinder darunter leidern müssen, bis heute als über 50zig-Jährige, gibt es auch so viele Singles.

Wer einmal dem narzistischen und infantilen Familienclan entronnen ist, halbwegs gesundet ist, wird sich genau anschauen, mit wem er sich in Zukunft intensiv einlässt. Das hat nichts mit Bindungsangst zu tun, sondern eher damit, dass es zu wenige halbwegs psychisch gesunde und liebenswerte Menschen gibt.

w
 
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Gast

  • #13
Liebe FS, ja ich kenne das und kann dir nur raten den Schlussstrich zu ziehen!
Ich fühl mich richtig befreit und habe soviel neue Energie, seit ich Konsequenzen gezogen habe.
Letztes Jahr (Weihnachten wann sonst sollte dieser heuchlerische Kontakt aufrecht erhalten werden) gab es noch ein Telefonat mit betroffener Verwandschaft, das wird es dieses Jahr als letzten Schritt auch nicht mehr geben, da mir selbst diese 5 Minuten am Telefon zu heuchlerisch und somit völlig verschwendete Lebenszeit ist.

Viel Glück!

M32
 
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Gast

  • #14
Ja, absolut. Habe auch Erfahrungen mit narzisstischen Eltern. Ein Kontaktabbruch ist meiner Ansicht nach nicht unbedingt notwendig, sondern einfach den Kontakt auf ein gesundes Minimummaß reduzieren, damit du dich wieder mehr auf dich besinnen kannst. Bzw. Grenzen für dich setzen, wie es dir gut tut.

Wie ich es ganz geschickt geregelt habe:

- Familienfeste und Weihnachten gestalten sich mittlerweile recht kurz. Mein Plan ist immer voll, ich habe an Feiertagen selbst viel zu arbeiten, so dass es nur kurz zum Essen kommt und man sich dann gleich wieder auf macht. Auch meine Eltern sind mittlerweile alt und müde, als dass man da stundenlang am Tisch sitzen und sich unterhalten könnte!

- Meine Familie weiß, Telefonate nehme ich gar nicht an. Dafür gibt es heutzutage Emails, so antworte ich, wenn ich das will und nicht, wenn ich dazu genötigt werde. Die Spielerei mit dem Computer beschäftigt unter anderem meine Mutter ganz praktisch. Bis sie eine Email getippt und den "Senden"-Knopf gefunden hat, vergehen Tage. Außerdem habe ich meiner Mutter Youtube gezeigt, so kann sie den ganzen Tag Videos gucken. Ab und an krieg ich dann mal einen Link von Videos zugeschickt, die sie interessant findet. Soll wohl eine Art Kommunikation darstellen.

- Meine eigenen gesundheitlichen Lebensumstände gaben mir auch zum Anlass, dass ich gar kein Kaffee mehr trinken kann. Das weiss meine Mutter, so fallen die Sonntagsbesuche mit Kaffee und Kuchen häufiger flach. Sie hat dafür ein neues Hobby gefunden und gärtnert öfters. Ich komme derweil nicht mehr zum Kaffee, sondern um ihr eine neue Pflanze zu schenken, dann hat sie Beschäftigung für paar Stunden und freut sich.

Ich habe auch gemerkt, ich habe früher meine Familie häufig mit meinen negativen Spannungen belastet, so dass sie sich wohl im Gegenzug zu viel auf mich konzentriert haben. Seitdem ich einfach viel mehr mit mir selber beschäftigt bin,, kommen sie damit klar, dass man sich eben nicht mehr so häufiger trifft.

w
 
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Gast

  • #15
Hab ich gemacht. Von ein paar Personen habe ich mich getrennt. Es ist zwar sehr traurig, aber es geht mir viel besser. Nun kann ich meinen eigenen Weg finden, finde zu mir selbst, kann mich persönlich gut entwickeln. Auch wenn es seine Zeit dauert. Ich habe beschlossen, nur mehr jene Menschen in meine Nähe, mein Umfeld zu lassen, die mir gut tun.
Dies kann ich nur weiterempfehlen! :)
w
 
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Gast

  • #16
Liebe(r) FS
Ja. Wer eine Familie hat wie die meine der braucht eigentlich auf dieser Welt keine weiteren Feinde mehr.
 
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Gast

  • #17
Weil es so viele Narzissten gibt und die Kinder darunter leidern müssen, bis heute als über 50zig-Jährige, gibt es auch so viele Singles.

Wer einmal dem narzistischen und infantilen Familienclan entronnen ist, halbwegs gesundet ist, wird sich genau anschauen, mit wem er sich in Zukunft intensiv einlässt. Das hat nichts mit Bindungsangst zu tun, sondern eher damit, dass es zu wenige halbwegs psychisch gesunde und liebenswerte Menschen gibt.

w
Unterschreibe ich.

In meiner Herkunftsfamilie gab es über Generationen Neid-, Hass- und Machtspiele. Das muss man erst einmal erkennen - am Anfang wundert man sich nur, warum dieses und jenes so und so ständig passiert. Für meinen Teil habe ich nie mitgespielt, wurde aber immer wieder hineingezogen. Wenn man etwas, hier also ein Verhalten, innerlich sehr eklig findet, stösst es einen sowieso intensiv ab. Manche werden dann selber zu "Tätern" - andere werden zu "Gegnern", so wie ich.

Jahrelange Versuche, immer wieder die Hand zu reichen, wurden als "Schwäche" interpretiert - und von meinen beiden Geschwistern, die ich einmal sehr geliebt habe, wurde die nächstbeste Möglichkeit genutzt, als ich mal sie als Geschwiester benötigt hätte, mit dem metaphorischen Dolch von hinten auf mich einzustechen.

Eine Zeit lange habe ich das, obwohl mir das Verhalten sehr bewusst war, versucht dadurch, dass ich immer wieder genau nicht so reagiere und handle, zu überwinden und ihgnen zu zeigen, dass es auch anders geht. Als ich erkennen musste, dass die Macht-Spiele dann an meinen Kindern weitergeführt wurden, fiel auch da es mir anfangs noch schwer mich zu trennen, da ich gerade den Kindern gegönnt hätte, so etwas wie eine erweiterte Familie zu haben. Als es nicht aufhörte, dass meine Kinder in diese Manipulationen hineingezogen wurden, bin ich raus. Nein danke, solche Familie braucht man nicht. Und ich habe es beleibe nicht leicht als AE, es wäre wirklich wünschenswert gewesen, dass bspw. mein Bruder eine väterlich-männliche Rolle wenigstens in Ansätzen übernommen hätte und meine Schwester nicht die übliche weibische Stutenbissigkeit und manipulative Machtnummer ("von hinten") praktiziert hätte.

Aber: in meiner Familie gab es in früheren Generationen etliche Mitglieder, die eindeutig korrekt waren. So etwas stärkt dann dennoch wieder - virtuell. Ich glaube auch, dass die Kriege ziemliche Herausforderungen an die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung dargestellt haben.

Eigentlich wäre Familie etwas so wichtiges. Wo die Rollenmodelle über Generationen versagt haben, ist es schwierig, aus dem Idiotenkarussel auszusteigen. Dennoch, es geht. Männlichkeit, Weiblichkeit, Verantwortlichkeit, Miteinander - alles das lernt man in der Familie. Oder man lernt, wie es nicht geht. Letzteres leben sehr viele, und merken es einfach nicht. Unsere gesamte Gesellschaft ist davon erheblich geprägt.

Nun denn ... es lebt sich in solchen Fällen besser ohne . :) Man schaut sich mal woanders um, lernt hier und da, und denkt sich etwas neues aus. Was dann auch wieder vielen nicht passt, die das alte Modell leben ...
 
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Gast

  • #18
FS:

Danke für eure Antworten. Ich finde eure Geschichten sehr erschütternd und es klingt bei vielen von euch so, als wäret ihr wirklich ohne diese belastende Familie besser dran. Es scheint ja keiner von euch besonders unter dem Kontaktabbruch zu leiden. Ich denke, dann war es auch die richtige Entscheidung.
Ich habe eher das Problem, dass ich mit meinen Eltern Mitleid habe und sie nicht ganz verlassen möchte. Ich traue mich nicht und ich liebe sie auch, trotz allem! Meine Mutter hat jahrelang getrunken, der Vater nur gearbeitet (Flucht) , Bruder war schon aus dem Haus und gründete eigene Familie- er hat sich eher distanziert und mich nicht vor den Eltern beschützt. Mit seiner Frau komme ich bis heute nicht gut klar, ich denke es ist auch Eifersucht vorhanden, denn als sie in sein Leben trat, war ich mit den Eltern nun allein und war ihren Eheproblemen und permanenten Streitereien (mit Handgreiflichkeiten) total ausgeliefert. Ich hatte keine Jugend und habe daher wichtige Entwicklungsschritte nicht gemacht. Beziehungsunfähigkeit ist mein größtes Problem und ich suche natürlich die Ursachen in meiner schlimmen Kindheit/Jugend. Es gab damals noch keine Anlaufstellen für Kinder psychisch kranker Eltern, heute hat sich da zum Glück viel getan. Ich bin jetzt kurz davor eine Therapie anzufangen.
 
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Gast

  • #19
Liebe FS, Deine Eltern müssen Dir nicht leid tun. Sie sind erwachsen und hätten all die Jahre jederzeit die Möglichkeit und den freien Willen haben können, die Situation zu verändern - was sie nicht haben.
Als Kind hattest Du ein Anrecht auf erwachsene Eltern, die auch reflektieren können. Schuldgefühle und Mitleid brauchst Du nicht zu haben, wirklich nicht, dann DU hast NICHTS falsch gemacht.

Nimm Dich da raus - und fertig. Vielleicht erst einmal für die nächsten 2 - 3 Jahre - und dann ziehe Bilanz. Die Handlungen Deiner Eltern ist allein deren Verschulden, Du bist nicht für sie verantwortlich, im Gegenteil! In der Zeit, da sie für Dich verantwortlich waren, haben sie versagt und hatten nicht einmal die Absicht, etwas zu ändern. Das ist, was uns Menschen ausmacht - wir haben jeden Tag die freie Wahl, unser Leben und das Leben unserer Familien zu verbessern und schöner zu machen - harmonischer für alle. Die Chance haben Deine Eltern verstreichen lassen, Pech jetzt eben.

Geh da weg und gib Deiner Heilung und Genesung eine Chance, sonst ist es so, als würdest Du eine heilende Wunde immer wieder aufkratzen, aufpulen - und unter dem Schorf gucken, ob es "endlich verheilt" ist - so heilt es natürlich NIE und blutet immer wieder vom Neuen. Mit der Seele ist das genau so. Wenn Du Dir die Krankmacher nicht vom Leibe hältst, infizieren sie Dich immer wieder. Manch einer wird immun, stumpft seelisch soweit ab, dass es ihm egal ist - und gibt auf. Macht das nicht, sondern geh und fange für Dich neu an - ohne Deine belastende Vergangenheit. Das Leben selbst liebt Dich!
 
  • #20
Liebe FS,

ich stimme Gast #18 absolut zu.

Meine erweiterte Familie glänzt auch in Bezug auf Neid, Ränken, Intrigen und Fiesheiten, v.A. meine Mutter war lange Opfer.

Sie ist glücklicher Weise eine starke Frau und hatte viel Rückhalt bei meinem Vater, hat aber auch sehr viel für ihn getan.

Aber die Beiden haben viel zu lange immer wieder Schritt auf dieses P.ckvolk zugemacht - und immer wieder Stiche und Tritte zum Dank kassiert.

Als ich langsam erwachsen wurde, haben wir mehrfach lange über all diese Geschichten, die mir immer wieder übel aufstießen, geredet und ich habe meine Eltern beschworen sich zu distanzieren, sich zu retten und sich auf die Menschen zu konzentrieren, die ihnen gut getan haben - Freunde, ganz wenige Familienangehörige.

Es dauerte ein bisschen, es mussten noch ein paar Knaller passieren - inzwischen sind sie richtig glücklich, dass sie sich von diesen missgünstigen Miststücken und - kerlen befreit haben. Ihr Leben ist viel ruhiger und glücklicher, nur noch ganz selten kommen einmal diese alten Kränkungen hoch und sie können sich aber ruhig bestätigen, dass sie dennoch ein gutes Leben haben konnten.

Sie haben es nicht geschafft uns fertig zu machen. Gut so.

Liebe FS, Du hast ein Recht auf ein gutes, eigenes Leben. Nimm es Dir, Deine Eltern sind erwachsen. Wenn sie nicht an sich selbst und ihrem Leben arbeiten können, kannst Du das auf keinen Fall für sie tun - sie ziehen Dich nur zusätzlich in ihren Sumpf hinein. Lass das nicht zu.
 
M

Mooseba

  • #21
Schon The Smiths haben gesungen: "Barbarism begins at home". Gemeinschaften wie Familie oder schlimmeres sind stets eine Brutstätte von Unterdrückung, Gewalt und Intrigen. Ausnahmen bestätigen die Regeln.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie manche immer noch in der Nähe ihrer Eltern oder gar mit ihnen unter einem Dach leben. Reife ist das nicht. Solidarität ist auch nur ein anderes Wort für Machtausübung.
 
G

Gast

  • #22
@20: Reife hat aber auch nichts mit einer frühen Abnabelung der Eltern zu tun!
Man kann auch im Hause der Eltern Reife erlangen und lernen, Verantwortung zu übernehmen, dazu bedarf es nicht eines Auszugs oder des Kontaktabbruchs zu den Eltern!
Selbst heute noch leben 3 Generationen in einem Haushalt und es kann klappen, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht! Wenn sich die Familie versteht ist es ein Vorteil und kein Nachteil!

Ein Holzstock kann einem Orkan nicht standhalten, mehere Holstöcke in gemeinsamer Einigkeit schon!

Der Fs alles Gute!

w, 36
 
G

Gast

  • #23
Sehr schwieriges Thema - für mich.
Ich habe seit einigen Jahren nur sehr eingeschränkten Kontakt zu meinen Eltern.
Es gab Probleme mit Alkohol und Kränkungen.
Ich wurde in meiner Jugend rebellisch, habe später selbst Alkohol getrunken, bin ausgezogen.
Noch viele Jahre später gab es immer wieder verbale Abwertungen.
Das Dumme an der Sache ist, ich habe in meinem Leben tatsächlich gesellschaftlich betrachtet auch nichts groß erreicht. Oft keinen Job, keine eigene Familie gegründet, keine stabilen Beziehungen. Aber es ist mein Leben und gibt Niemanden das Recht mich mit verbaler bzw. psychischer Gewalt verbessern zu wollen.
Auch wenn das Negative nun lang nicht mehr vorgekommen ist, habe ich vor jedem Kontakt ein schlechtes Gefühl.
Meine Eltern können mir scheinbar das nicht geben was ich brauche, das Gefühl als Mensch dennoch angenommen und gewertschätzt zu werden. So wie ich bin.
Ich fühle mich bei Treffen nur wie eine Hülle, ein Zombie. Man redet was so passiert ist - Oberflächlichkeiten. Nichts was für mich wirklich von Bedeutung ist. Mit Niemanden sonst würde ich solch eine Art von Kontakt pflegen. Ich lege wert auf Tiefe, oder z.B. sich verstanden fühlen. Es ist mehr Gefälligkeit den Kotnakt zu halten - oder auch Hilflosigkeit meinerseits.
Es ist nicht so dass alles schlecht war. Auch sind meine Eltern nicht desinteressiert - sie sorgen sich und waren in einigen Nöten da.
Das macht es auch schwierig eine endgültige Entscheidung zu treffen.
Was bleibt ist dennoch das Gefühl nie verstanden oder akzeptiert zu sein.
Als würden sie sich einen Anderen in mir wünschen.
Vielleicht ist das auch heute nicht mehr so - aber es ging zu lange.
Die 2. Lebenshälfte würde ich gern frei sein von dieser Problematik. Ich denke trotz Abstand viel zu oft darüber nach ob ich z.B. zu Familienfesten erscheine oder nicht. Es nimmt zu viel Raum ein. Irgendetwas in mir widersetzt sich da immer noch. Ich bin ja nicht ohne Grund vor Jahrzehnten relativ spontan ausgezogen.
Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich den Kontakt ganz abbrechen sollte.
Eben aus Selbstschutz - und mich auf mein Leben konzentrieren zu können.
Was sicherlich auch nicht verkehrt wäre in Anbetracht meiner Situation.

Alles Gute, besonders denen es ähnlich geht!

Gruß, m40
 
G

Gast

  • #24
Puh, schwierig. Meine Mutter ist ja auch nicht die einfachste, aber den Kontakt ganz abbrechen würde ich nicht tun. Ich weiß, dass sie daran zerbrechen würde und mit dem Wissen möchte ich nicht weiterleben. Ich möchte nicht, dass ein anderer Mensch wegen mir so leiden muss.

Sie ist aber prinzipiell ok und lässt mich mein Leben leben. Fehler macht jeder. Man muss auch verzeihen können.

Kontaktabbruch wirklich nur, wenn es nicht anders geht!

w, 37
 
G

Gast

  • #25
Puh, schwierig. Meine Mutter ist ja auch nicht die einfachste, aber den Kontakt ganz abbrechen würde ich nicht tun. Ich weiß, dass sie daran zerbrechen würde und mit dem Wissen möchte ich nicht weiterleben. Ich möchte nicht, dass ein anderer Mensch wegen mir so leiden muss.

Sie ist aber prinzipiell ok und lässt mich mein Leben leben. Fehler macht jeder. Man muss auch verzeihen können.

Kontaktabbruch wirklich nur, wenn es nicht anders geht!

w, 37
Liebe junge Frau, du bist nicht für die Gefühle deiner Mutter verantwortlich. Mit deinem Denken schädigst du dich selber und willst noch Macht über deine Mutter und deren Gefühle haben, verpackst das aber schön, dass du das machst, damit es ihr nicht dreckig geht. Falscher Ansatz und falscherWeg.

Als Alternative wäre für dich der Weg der Auseinandersetzung, der Gespräche mit deiner Mutter, aber nur du kannst wissen, ob sie dafür die Intelligenz und das Selbstreflexionsvermögen hat. Meine Mutter hat es nicht, daher ist sie nicht in der Lage, zu verstehen, was falsch gelaufen ist und was sie in Zukunft anders, vor allen Dingen, anders reden könnte. Bei ihr kommt nur narzisstisches Geschwafel raus, alle Menschen sind böse, sie ist die Tolle und sie geht auch gesundheitlich nicht gut mit sich um. Therapie hätte sie natürlich nie nötig gehabt.

w
 
G

Gast

  • #26
Mir geht es sehr schlecht heute.
Seit Jahren streite ich heftigst mit meiner Mutter.
Versuche sie aus meinem Leben zu halten.
Es ist zermürbend und furchtbar. Immer und immer wieder Psychogesprache, tolle Einsichten, dann beginnt alles wieder von vorne. Ihre Einsichten sind in Luft aufgelöst, wir haben den gleichen Quatsch wieder.
Sie weiß was gut für mich ist, sie weiß wer ich bin, was ich lesen, essen denken sollte! Einmischung in alles!
Ich kann kein normales Leben führen, sie weiß alles besser.
Besonders übel ist es wenn es mir nicht gut geht, es wird immer wieder drauf gehauen!
 
M

Mooseba

  • #27
Liebe junge Frau, du bist nicht für die Gefühle deiner Mutter verantwortlich. Mit deinem Denken schädigst du dich selber und willst noch Macht über deine Mutter und deren Gefühle haben, verpackst das aber schön, dass du das machst, damit es ihr nicht dreckig geht. Falscher Ansatz und falscherWeg.

Als Alternative wäre für dich der Weg der Auseinandersetzung, der Gespräche mit deiner Mutter, aber nur du kannst wissen, ob sie dafür die Intelligenz und das Selbstreflexionsvermögen hat. Meine Mutter hat es nicht, daher ist sie nicht in der Lage, zu verstehen, was falsch gelaufen ist und was sie in Zukunft anders, vor allen Dingen, anders reden könnte. Bei ihr kommt nur narzisstisches Geschwafel raus, alle Menschen sind böse, sie ist die Tolle und sie geht auch gesundheitlich nicht gut mit sich um. Therapie hätte sie natürlich nie nötig gehabt.

w
Was soll es denn bringen, über Dinge zu reden, die nicht mehr rückgängig zu machen sind? Bei uns würde das eh nur zu mehr Unversöhnlichkeit führen, man würde sich nur gegenseitig hochpuschen. Gäbe es meine Großeltern und andere Verwandte nicht, der Kontakt wäre quasi null, wovon er jetzt schon nicht weit entfernt ist.
 
  • #28
Egal ob Familie oder andere Personen ! Von Leuten die mir nicht gut tun,ziehe ich mich zurück !
 
G

Gast

  • #29
Mir geht es sehr schlecht heute.
Seit Jahren streite ich heftigst mit meiner Mutter.
Versuche sie aus meinem Leben zu halten.
Es ist zermürbend und furchtbar. Immer und immer wieder Psychogesprache, tolle Einsichten, dann beginnt alles wieder von vorne. Ihre Einsichten sind in Luft aufgelöst, wir haben den gleichen Quatsch wieder.
Sie weiß was gut für mich ist, sie weiß wer ich bin, was ich lesen, essen denken sollte! Einmischung in alles!
Ich kann kein normales Leben führen, sie weiß alles besser.
Besonders übel ist es wenn es mir nicht gut geht, es wird immer wieder drauf gehauen!
Tja, da hilft nur eins, sich mit der Krankheit "Narzissmus bei Frauen" beschäftigen und sofortiger Kontaktabbruch.

Meine Mutter würde genauso reagieren, daher habe ich mich dafür entschieden, keine Gespräche usw. mit ihr mehr zu führen, weil sie nicht in der Lage ist, ihr Verhalten zu verändern.

w
 
  • #30
Nach dem Tod meiner Mutter möchte auch ich keinen Kontakt mehr zu meiner Familie. Ich machte diesen "Familienzirkus" meiner Mama zuliebe mit. Es gibt eine sehr einfache aber wirkungsvolle Methode sich darüber im Klaren zu werden wie man zu seiner Familie steht. Man schaue sich die einzelnen Mitglieder an und frage sich ob man sie zu einem Grillabend oder mit ihnen generell was unternehmen möchte. Wenn man sich diese Frage mit einem klaren NEIN beantworten muss ist alles klar!!! *grins
 
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