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Gast

  • #1

Kontaktabbruch zur Mutter?

Hallo zusammen,

der heutige Tag ist Anlass für diesen Beitrag hier.
Ich (w26) war mit meiner Mutter (56) Kaffee trinken. Da ich noch studiere habe ich bis vor einem halben Jahr (aus finanziellen Gründen) bei ihr gewohnt, was der absolute Horror war. Sie hat mich täglich entweder nieder gemacht und provoziert oder mir im nächsten Moment wieder das Herz ausgeschüttet, mich mit ihrem Frust und ihren Sorgen vollgeladen, was mich sehr belastet. Unabhängig davon, ob ich es gerade hören wollte oder nicht. Rücksicht gab es da nicht. Kurz: Es war nicht mehr auszuhalten, weshalb ich damals zu meinem "Freund" gezogen bin (eig viel zu früh, aber besser als dort).

Sie hat es schon früher immer geschafft, mich niederzumachen oder zu verunsichern. In ihren Augen mache ich alles falsch, bzw. ich BIN falsch. "Wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen du bist nicht mein Kind" hieß es auch schon mal.

Dass ich mich nach meiner beendeten Ausbildung (sie wollte, dass ich eine Ausbildung mache und danach arbeite) noch dazu entschlossen habe zu studieren hat ihr von Anfang an nicht gefallen und das lässt sie mir regelmäßig deutlich spüren. Ich war in der Ausbildung / im Job absolut nicht glücklich und unterfordert, das wollte sie lange Zeit nicht hören. Sollte ich doch arbeiten, einen Mann finden, heiraten und Kinder bekommen. Heiraten kann ich mir - zumindest momentan - nicht vorstellen und Kinder weiß ich auch noch nicht. Aber das wird nicht akzeptiert!

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, ich kann mich so schlecht gegen sie abgrenzen. Mir geht es absolut nicht gut, ich fühle mich schlecht, minderwertig und traurig. Ich komme gegen sie nicht an. Ich kann nicht bei mir bleiben, und das ganze "locker" sehen.

Die Frau tut mir nicht gut, das weiß ich. Ich denke mir oftmals, ob es nicht besser ist, den Kontakt abzubrechen, bzw. ihn auf ein absolutes Minimum zu beschränken, dh keine Kaffeekränzchen, Telefonate, Besuche mehr...


Liebe Grüße,
w26
 
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Gast

  • #2
Du mußt lernen, Grenzen zu setzen. Sicher - ein Außenstehender kann das leicht sagen. Aber Du wirst darum nicht herumkommen.

Deine Mutter hat offensichtlich nur ein ein geringes Selbstwertgefühl. Solche Menschen fühlen sich besser, wenn sie den anderen auf ihr niedriges Selbstwert-Level herunterziehen können. Ein dauerhaftes Zusammenleben ist mit dieser Sorte Mensch nicht wirklich möglich bzw. endet immer in einer Katastrophe.

Daß Du ausgezogen bist, war absolut richtig. Damit hast Du erst mal einen wichtigen Schritt vollzogen. Du kannst darüber hinaus auch den weiteren Kontakt einschränken - aber das ist nicht der wesentliche Punkt. Im Grunde wäre das nur ein Fortlaufen.

Du mußt Deiner Mutter Grenzen setzen. Dazu mußt Du erst mal lernen, Dich selbst zu achten und Dich selbst wichtig zu nehmen. Was Deine Mutter denkt, ist unwichtig. Es ist nur ihre unmaßgebliche Meinung, die sie auch gerne für sich behalten darf. Und genau das wirst Du ihr gegenüber auch kommunizieren müssen.

M 49
 
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Gast

  • #3
Also, was manche Müttern ihren Töchtern antun...
Da ist's doch besser, keine Kinder zu bekommen.
Das sind so gewisse Muster, welche deine Mutter garantiert von ihrer Mutter übernommen.
Kennst sie wahrscheinlich nicht anders.
Du musst nur aufpassen, dass du selbiges nicht an deine Nachkommen weitergibst.
 
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Gast

  • #4
Liebe FS,

lies bitte ganz schnell un dringend die viele Beiträge im Internet über narzistische Mütter. Auch hier gab es vor nicht langer Zeit schon mal eine ähnliche Frage mit guten Antworten.

Meine Mutter ist auch so "nett" drauf wie deine. Ich habe viel zu spät das gescheckt, dass sie psychisch krank ist und daher über keine Selbstreflexion verfügt und ihr Verhalten daher nicht ändern kann.

Daher habe ich den Kontakt seid mehr als 10 Jahren erst eingeschränkt, es wurde immer schlimmer und dann komplett abgebrochen, um mich zu schützen. Seitdem geht es mir psychisch auch viel besser.

Du hast das Glück so jung zu sein, um nicht unnötige Jahre und Lebensfreude mit solchen Menschen, auch wenn es die eigene Mutter ist, verbringen zu müssen.

Informiere dich und alles gute für deinen Weg. Achte dich, lass nicht zu, dass man dich so schlecht behandelt.

w 51
 
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Gast

  • #5
Die Frau tut mir nicht gut, das weiß ich. Ich denke mir oftmals, ob es nicht besser ist, den Kontakt abzubrechen, bzw. ihn auf ein absolutes Minimum zu beschränken, dh keine Kaffeekränzchen, Telefonate, Besuche mehr...
Hast du dir doch bereits selbst beantwortet. Aber was ist denn ihr Problem? Warum macht sie das mit dir, frag sie doch mal?
 
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Gast

  • #6
Ich habe mich von meinen Eltern mit 29 getrennt. 6 Jahre lang. Danach haben wir uns langsam und auf einer anderen Ebene wieder angenähert. Die 6 Jahre Funkstille waren sehr wichtig für mich.
 
  • #7
Ich unterstütze den Ratschlag von Gast 1.
Wie reagierst du eigentlich, wenn sie solche Aussagen macht?
Mach doch mal eine Verhaltenstherapie, in der du trainierst angemessen zu reagieren.
 
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Gast

  • #8
Wenn Du nach einer Ausbildung noch studiert hast, dann solltest Du auch woandern wohnen, wenn Dir Deine Mutter ohnehin nicht passt. So etwas verstehe ich schon mal gar nicht. Wenn sie Dich schon immer schlecht behandelt hat, dann bist Du wirklich selbst schuld, bei ihr zu wohnen.
Du wirst doch elternunabhängiges Bafög bekommen, nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Und einer geringfügigen Beschäftigung kannst DU nebenbei auch noch nachgehen. AUßerdem wird sie Dir dann ja wohl das Kindergeld auszahlen. Das bekommt man doch bis 27 oder liege ich hier falsch?
Ich kann mir im Übrigen nicht vorstellen, dass eine Mutter einfach so und von sich aus, solche Worte bringt. Vielleicht erzählst Du uns mal, was Du alles so ablässt, wer was bisher bezahlt hat....welche Ansprüche Du hast. Du stellst DIch mit 26 als Opfer dar, was Du nicht bist. Du musst Dir von ihr weder irgendwas anhören, noch musst Du ihr von Dir irgendwas erzählen.....Du machst einen unreifen Eindruck, mit 26! Übernehme die Verantwortung für Dein Leben. Was ist denn mit Deinem Vater, warum wohnst Du nicht bei ihm?
 
  • #9
Mein Kontakt zu meiner Mutter (Osteuropäerin, sehr elitäre Kinderstube und sehr fixe Ansichten) wurde erst dann besser als ich auszog und ihr extrem deutlich gesagt hatte das wenn sie ihr verhalten mir gegenüber nicht ändert ich den Kontakt zu ihr abbrechen werde..

das gleiche hat mein Bruder auch getan. Seit dem ging es stetig bergauf. heute ist sie überbordend Stolz auf ihren Sohn und was er erreicht hat im Leben..
 
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Gast

  • #10
Auch wenn das viele anders sehen und dementsprechend hier auf dich eindreschen werden, du hast keine Verpflichtung, deine Mutter glücklich zu machen, nicht mal, für sie da zu sein.

Stelle dir vor, eine Nachbarin oder Kollegin behandelte dich so.
Selbstverständlich würdest du den Kontakt abbrechen oder eben auf das unbedingt notwendige Minimum beschränken.

Zieh dich zurück.
Wenn du sehr fair sein willst, kannst du es ihr auch, vielleicht in einem Brief, begründen.
Und ihr, wenn du dich dann besser fühlst, sagen, dass ihr euch in einigen Monaten oder Jahren evtl. wieder treffen könnt, falls sie dann bereit ist, dir höflich und freundlich zu begegnen.

Ich habe mich vor Jahren von einem Onkel und meinem Stiefvater verabschiedet, weil beide einfach unerträglich waren und habe es nie bereut.
Eine spätere Annäherung gab es nicht.

Ich wünsche dir viel Stärke, das wird nicht leicht.

w 47
 
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Gast

  • #11
Du kannst darüber hinaus auch den weiteren Kontakt einschränken - aber das ist nicht der wesentliche Punkt. Im Grunde wäre das nur ein Fortlaufen.
M 49
Das was solche Mütter treiben ist emotionalle Misshandlung und solchen Müttern kann man gerne Grenzen setzen, aber die begreifen das nicht und machen weiter so.

Ein Kontaktabbruch ist kein Forlaufen, wer den Kontaktabbruch so betitelt, wertet ja damit automatisch Betroffene als schwach und hilflos ein, aber gleichzeitig sollen diese Menschen dann Grenzen setzen. Wie soll das gehen?

Wenn mir jemand schon lange nicht mehr gut tun, eine Kommunikation darüber aus welchen Gründen nicht möglich ist, eine Veränderung erst recht nicht, denn dazu gehört ja, dass der Andere sein unmögliches Verhalten bemerkt und bereit ist, es sofort zu ändern, dann bleibt nur noch das GEHEN. Auch wenn es die eigene Familie ist.

w
 
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Gast

  • #12
Du kommst jetzt in ein Alter, wo du stark an deiner Abnabelung arbeiten musst und glücklicherweise noch kannst, mit allen dir möglichen Mitteln. Das wird sich jetzt bis, sagen wir mal, zum 30.-33. Lebensjahr noch immens steigern. Der Kampf zwischen:

-"eigentlich bin ich ja alt genug bzw. werde imer älter und älter, und sollte völlig unabhängig sein" und

-"eigentlich bin ich ja noch sehr abhängig, fühle mich minderwertig, klein und kriege nichts im Leben auf die Reihe, weil die Mutter das so sagt"

beginnt.

Auch dein Umfeld merkt das, und deine Partnerschaft leidet. Vor allem DU leidest. Bei mir war der Höhepunkt mit der Mutter zum 31.-32. Lebensjahr erreicht, danach flachte es schlagartig ab. Bis dahin flogen einige Fetzen, Türen und es wurde sogar geprügelt zwischen Mutter und Tochter. Lass es nicht soweit kommen, denn eines Tages kommst du im Alter an einen Punkt, wo du selber psychisch nicht mehr kannst, weil deine Mutter dein Leben beherrscht. Je älter du bist, desto weniger Möglichkeiten hast du, noch was an deinem Zustand zu ändern. Mit über 35 ergeben sich viele dann ihrem Schicksal und bleiben lebenslang abhängig von der Mutter.

Ich empfehle dir das Buch: Liebeskämpfe: Wie Töchter ihre Mütter abnabeln.
 
  • #13
Klare Ansage mit konkreten Beispielen, was deine Mutter wann zu dir gesagt hat und wie du dich dabei gefühlt hast. Kein "immer machst du mich runter".

Dann Kontaktsperre, damit sie über das nachdenken kann, was du ihr sagst. (Monate!) Wenn sie sich bessert, kannst du den Kontakt Stück für Stück erweitern, wenn nicht wieder ein halbes Jahr Kontaktsperre.

Und mach dich finanziell unabhängig, solche Menschen locken dann gerne mit Geld oder Geschenken.
Oder kommen auf die Mitleidstour ("Ich bin soooo einsam" "Meine eigene Tochter will mich nicht sehen") Ignorier das konsequent. Wenn ihr so viel an dir gelegen wäre, würde sie dich nicht runtermachen.

Diese abwerten geht (vermutlich) in Richtung Persönlichkeitsstörung. Da muss man den Leuten klipp und klar die Konsequenzen ihres "Spielverhalten" offenbaren. Man spricht im Fachjargon von "Kosten".

Wenn das der komplette Kontaktabbruch ist, dann ist das so. Auch beim eigenen Blut.

Menschen die dir die Energie aussaugen, die muss man meiden. Sonst kann man kein selbstbestimmtes Leben führen.
 
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Gast

  • #14
Liebe FS,

ich glaube ich kann Dir ganz gut nachempfinden. Viele Ratschläge und Anmerkungen hier empfinde ich nicht besser als die Verhaltensweise Deiner Mutter: besserwisserisch und bevormundend.

Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern vor 2 Jahren abgebrochen. Bis dahin war es ein ewiges Auf und Ab. Ich hatte das Gefühl für das Lebensglück meiner Mutter verantwortlich zu sein und mir wurde beigebracht, dass Liebe nicht ohne Gegenleistung (Zuckerbrot und Peitsche) zu haben ist. Doch dies zu erkennen und sich dem entsprechend zu verhalten, hat sehr lange gedauert. Es ist schwer einen Menschen, dessen Liebe man möchte und nicht (fast bedingungslos) bekommt, wegzuschicken und unabhängig zu sein, wenn man sein ganzes bisheriges Leben Abhängigkeit erfahren hat.

Mir hat der Kontaktabbruch und dessen deutliche Aussprache gegenüber meiner Mutter sehr gut getan, obwohl mich der Gedanke, dass ich sie wahrscheinlich nie mehr wiedersehen werde, doch ab und zu beschäftigt. Doch dann brauche ich mir nur zu vergegenwärtigen, welches Grauen und Vergangenheitserinnerungen solch ein potentielles Wiedersehen in mir erzeugt.

Mein Rat ist: Versuche Dein eigenes Ding zu machen und auszuprobieren wie es Dir dabei geht. Was Deine Mutter davon hält ist völlig uninteressant.

Viel Kraft und eine weise (Lebens)Entscheidung

45m
 
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Gast

  • #15
Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diesem Kreislauf zu entfliehen: Ordne dein Leben in allen Gebieten. So dass du sagen kannst: "Ja, ich bin jetzt unabhängig. Unabhängig im Job, ich verdiene mein eigenes Geld, kann man eigene Miete zahlen, mein eigenes Essen, meine eigene Wohnung herrichten und sauberhalten, meine eigenen Freunde und Partnerschaften suchen, heiraten wen ich will, wohin gehen wo ich will, niemand verbietet mir dies oder jenes zu machen, ich lebe unabhängig und weit genug von der Mutter entfernt, so dass sie mich weder beherrschen, belauschen, noch kontrollieren kann, wenn ich in Not bin oder Hilfe brauche, habe ich Rücklagen, kann mir selber helfen oder gehe zu entsprechenden professionellen Stellen und Ämtern, und brauche dafür die Mutter nicht".

Du musst beruflich, häuslich, geldlich und gesundheitlich, einfach rundum, völlig abnabeln. Ansonsten wird es immer noch ein Punkt geben, wo deine Mutter dich wieder angreifen kann. Eventuelle "Lecks" in deinem Boot musst du stopfen! Viele brauchen später wieder die Hilfe der Mutter, z.B. wen sie ein neues Gebiss brauchen, oder ein neues Auto, oder Schulden haben.
Sorge also heute schon vor, dass du dir alles alleine leisten kannst und aus deinen eigenen Problemen rausfindest!
Demzufolge sollte man immer ein paar Tausender im Sparschwein haben, für den Fall solcher Fälle. Ich habe das gleich gemacht, nachdem ich mich von der Mutter gelöst habe. So kann mir nichts passieren.

w
 
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Gast

  • #16
Hier die Fragestellerin:

Aufgrund der Nachfrage: Mein Vater ist vor 1,5 Jahren gestorben - danach wurde mit ihr alles noch schlimmer.

Meine große Schwester (29J) redet seit Jahren nichts mit ihr.

Als ich vor einem halben Jahr ausgezogen bin, war das eine Reaktion auf einen Streit mit ihr. Und nach 2 Wochen absolut keiner Meldung schrieb sie mir mehrere SMS am Tag, wo ich sei, sie würde sich Sorgen machen, ich solle zurückkommen (auch nachdem sie dann wusste, wo ich bin und dass es mir gut geht - besser als bei ihr).

Ich glaube, ich habe lange Jahre versucht, für sie "richtig" zu sein, alles erdenkliche für sie und unsere "Beziehung" getan und mich teilweise darin aufgegeben, in der Hoffnung, es würde irgendwann reichen und es würde endlich alles gut sein. (Wurde es nie.)

Sie hat (immer noch) so einen großen Einfluss auf mich, dem ich mich irgendwie nicht richtig entziehen kann. Wenn ich ihr auf SMS und Anrufe nicht antworte, habe ich stundenlang ein schlechtes Gewissen, bis ich es tue oder sie besuche.
Vielleicht dauert es eine Weile oder ich muss es erst lernen, hart zu bleiben beim Abkapseln von ihr...

Danke für all die Antworten bisher!
 
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Gast

  • #17
Ein Kontaktabbruch ist kein Forlaufen, wer den Kontaktabbruch so betitelt, wertet ja damit automatisch Betroffene als schwach und hilflos ein, aber gleichzeitig sollen diese Menschen dann Grenzen setzen. Wie soll das gehen?
Offensichtlich haben Sie meinen Kommentar nicht vollständig gelesen. Sonst hätten Sie mir diese Frage nicht gestellt. Also bitte noch mal aufmerksam und in Ruhe lesen. Ich bin sicher, Sie finden die betreffenden Sätze. Sie schaffen das ganz bestimmt, Sie müssen es nur wollen.

M 49 #1
 
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  • #18
Offensichtlich haben Sie meinen Kommentar nicht vollständig gelesen. Sonst hätten Sie mir diese Frage nicht gestellt. Also bitte noch mal aufmerksam und in Ruhe lesen. Ich bin sicher, Sie finden die betreffenden Sätze. Sie schaffen das ganz bestimmt, Sie müssen es nur wollen.

M 49 #1
Doch, den Kommentar habe ich gelesen und bitte nicht in diesem Oberlehrerton, dass ich es nur wollen muss. Viellleicht merken Sie das nicht, wie Ihre Art zu schreiben ankommt? Aber vielleicht meinen Sie es anders?

Solchen Menschen kann man oft keine Grenzen setzen, weil solche Mütter gar nicht verstehen, warum man ihnen Grenzen setzt und dann noch wütender werden und ihre Respektlosigkeiten verstärken. Daher ist der Kontaktabbruch notwendig, um aus der Endlos-Schleife rauszukommen, um wieder positive Energie tanken zu können, was man für das eigene Leben braucht.

Finger weg von Energieräubern!
 
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  • #19
Eltern können so werden, leider.

Ich (m44) habe den kontakt zu meiner Mutter vor 16 Jahren abgebrochen.
Der Grund dafür war das sie Ihre Finger nicht von mir lassen konnte, als ich mich noch nicht wehren konnte.

Unstimmigkeiten gehören zum Leben dazu, setz Ihr Grenzen, und sag ihr das klar und deutlich.
Lass Ihr dabei aber auch das Türchen für eine normale Beziehung offen.
Ich denke mir wenn Ihr euch mehr in der Öffentlichkeit trefft und etwas zusammen macht, werden solche Gespräche wie du sie beschrieben hast weniger stattfinden.

Viele Eltern haben nach dem Auszug der Kinder auf einmal nicht nur ein Leeres Zimmer, sondern auch eine innere leere die bisher von den Kindern aufgefüllt wurde.
 
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Gast

  • #20
Dass ich mich nach meiner beendeten Ausbildung (sie wollte, dass ich eine Ausbildung mache und danach arbeite) noch dazu entschlossen habe zu studieren hat ihr von Anfang an nicht gefallen und das lässt sie mir regelmäßig deutlich spüren.
Meine Mutter war auch dagegen, dass ich studiere. Sie hat allerdings auch nie sehr viel mit mir geredet. Allerdings hat sie mich sehr viel geschlagen als Kind. Ich war irgendwie gewöhnt daran, dass sie mich wohl nicht so richtig liebt. Sie hat mich immer kritisiert und mich nie in den Arm genommen oder dergleichen.
Als ich das Studium begonnen habe und gar keine Unterstützung bzw. nur Ablehnung erfahren habe, habe ich den Kontakt beendet.

Als ich selbst Vater wurde ist mir so richtig klar geworden, wie schäbig ich das Verhalten meiner Mutter finde. Ich würde mich gegenüber meiner Tochter niemals so verhalten, wie meine Mutter sich mir gegenüber verhalten halt. Ich unterstütze meine Tochter in allem was sie mag und macht und nehme meine Tochter in den Arm und bin einfach für sie da, auch wenn sie nicht perfekt ist. Meine Tochter ist einfach so wie sie ist und ich liebe sie über alles.

Ich würde der Mutter ganz klar sagen, dass ich ihre Haltung ablehne und keinen Bock habe, Kaffeekränzchen abzuhalten, wenn die Mutter den Wunsch nach Studium nicht unterstützt.

m,42
 
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  • #21
Hallo liebe Fragestellerin,

es ist erstaunlich wieviel wir gemeinsam haben: Auch ich (w, 44) habe eine große Schwester, zu der ich noch nie ein gutes Verhältnis hatte und seit mehreren Jahren auch keinen Kontakt habe. Auch mein Vater ist bereits verstorben. Ich war damals 16 Jahre alt als er starb. Und auch ich habe eine "Mutter", die mir seit ich denken kann das Leben regelrecht zur Hölle gemacht hat. Hätte gerne damals studiert, meine Mutter wollte es aber nicht. Sollte lieber eine Ausbildung machen und ihr das Gehalt geben. Ausgezogen bin ich auch erst mit Mitte zwanzig, weil sie es nicht wollte. Immer wieder drohte sie mit Selbstmord, wenn ich nicht so reagierte wie sie sich das wünschte. Meine Schwester hat sie immer gegen mich aufgespielt. Liebe und Zuneigung habe ich nie durch meine Mutter erfahren. Sie nahm mich auch nie in den Arm, dafür wurde ich aber immer - ob in meinem Beisein oder hinter meinem Rücken - von ihr schlecht gemacht bei allen Leuten. Sie hat mein ganzes Leben lang versucht, alles dafür zu tun, dass ich mich klein und minderwertig fühle. Diese Demütigungen haben bis heute ihre Spuren hinterlassen und mich extrem geprägt. Vor vier Jahren bin ich weit weg von ihr gezogen und seitdem habe ich gänzlich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Diese Entscheidung habe ich NIE bereut. Für mich wäre ihr Tod wie eine Befreiung. Denke heute allerdings schon mit Schrecken daran, dann notgedrungen in Kontakt mit meiner Schwester treten zu müssen, die aus dem gleichen Holz wie meine Mutter geschnitzt ist. Seit dem ich selber eine Tochter habe, ist das Verhalten dieser Frau mir gegenüber noch unverständlicher und ich empfinde nur noch Verachtung ihr gegenüber.
Dir kann ich nur raten, Dich rechtzeitig abzugrenzen. Wenn Dir ein Mensch massiv Schmerzen zuführt, muss Du dies nicht aushalten, auch nicht, wenn dieser Mensch Deine "Mutter" ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!
 
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Gast

  • #22
Doch, den Kommentar habe ich gelesen und bitte nicht in diesem Oberlehrerton, dass ich es nur wollen muss. Viellleicht merken Sie das nicht, wie Ihre Art zu schreiben ankommt? Aber vielleicht meinen Sie es anders?

Solchen Menschen kann man oft keine Grenzen setzen, weil solche Mütter gar nicht verstehen, warum man ihnen Grenzen setzt und dann noch wütender werden und ihre Respektlosigkeiten verstärken. Daher ist der Kontaktabbruch notwendig, um aus der Endlos-Schleife rauszukommen, um wieder positive Energie tanken zu können, was man für das eigene Leben braucht.

Finger weg von Energieräubern!
Wenn Sie meinen Beitrag kritisieren und uns Ihre subjektive Meinung oberlehrerhaft als die unteilbare Wahrheit verkaufen, dann werde ich Sie in gleicher Manier darauf hinweisen. Ob Sie damit zurechtkommen, ist mir völlig egal.

Zur Sache: Zu Respektlosigkeiten gehören immer zwei Parteien. Wer schwach ist, wird keine Grenzen setzen können. Deshalb schrieb ich, die FS muß an sich arbeiten. Sie muß sich selbst verändern, und zwar ganz wesentlich. Meine Meinung. Die darf man auch gerne zur Kenntnis nehmen anstatt sie geflissentlich zu überlesen und andere Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen.

Wenn Sie dazu eine andere Meinung haben, bleibt Ihnen das unbenommen. Aber es ist eben nur Ihre Meinung.
 
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Gast

  • #23
Deine Mutter kann Dich nicht los lassen. Schließlich ist es Deine Entscheidung, ob Du studierst, heiratest, Kinder bekommst oder etwas anderes tust. Sie hat Erwartungen an Dich. Und Du offensichtlich auch an sie und zwar emotionaler Natur. Da sie Deine Mutter ist, willst Du von ihr akzeptiert, gemocht und geliebt werden. Dieser Wunsch ist sehr normal und absolut verständlich. Doch nicht jede Mutter kann ihrem (erwachsenen) Kind das geben. Meine kann das auch nicht. Seitdem ich das erkannt habe und keine Erwartungen mehr an sie stelle, geht es mir viel besser. Ich nehme nicht mehr die Ansprüche und Wünsche meiner Mutter zum Maßstab um mich zu beurteilen, sondern meine eigenen. Kontakt zu meiner Mutter habe ich nach wie vor, doch ich gebe die Zeiten vor.
Man denkt oft lange Zeit, dass die eigene Mutter oder Herkunftsfamilie das emotionale Zuhause ist. Wenn man realisiert "das funktioniert nicht, ich muss ein Zuhause für meine Gefühle woanders suchen", tut das erstmal weh. Doch auf die Dauer ist es besser die Realität anzunehmen als sich von Illusionen gefangen halten zu lassen. Ein Kontaktabbruch oder eine vorübergehende Funkstille ist okay, wenn Du das möchtest. Doch es ist keine Garantie um das Loslassen zu lernen. Seine Erinnerungen schleppt man schließlich mehr als einem lieb ist mit sich herum.
Meine Mutter hat gesagt, sie liebt mich nicht, was mir damals sehr weh getan hat. Ich habe viele Jahre gebraucht um das zu akzeptieren. Seitdem ich sie endlich in Liebe los gelassen habe, geht es mir so viel besser.
w,37
 
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Gast

  • #24
Doch, den Kommentar habe ich gelesen und bitte nicht in diesem Oberlehrerton, dass ich es nur wollen muss. Viellleicht merken Sie das nicht, wie Ihre Art zu schreiben ankommt? Aber vielleicht meinen Sie es anders?

Solchen Menschen kann man oft keine Grenzen setzen, weil solche Mütter gar nicht verstehen, warum man ihnen Grenzen setzt und dann noch wütender werden und ihre Respektlosigkeiten verstärken. Daher ist der Kontaktabbruch notwendig, um aus der Endlos-Schleife rauszukommen, um wieder positive Energie tanken zu können, was man für das eigene Leben braucht.

Finger weg von Energieräubern!
Nein, ich meine das genauso wie ich es schreibe und wie es bei Ihnen ankommt. Wenn Sie oberlehrerhaft meine Meinung in Abrede stellen und aus dem Zusammenhang reißen, sollten Sie die Reaktion schon aushalten können.

Ich schrieb, daß die FS erst mal an sich selbst arbeiten muß, um überhaupt die Fähigkeit zu erlangen, Grenzen setzen zu können. Das dürfen Sie ruhig zur Kenntnis nehmen. Daß Sie eine andere Meinung haben, bleibt Ihnen unbenommenen. Aber die sollten sie dann auch als Meinung kenntlich machen und uns nicht als die unteilbare Wahrheit verkaufen wollen.
 
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Gast

  • #25
Meine Mutter war auch dagegen, dass ich studiere. Sie hat allerdings auch nie sehr viel mit mir geredet. Allerdings hat sie mich sehr viel geschlagen als Kind. Ich war irgendwie gewöhnt daran, dass sie mich wohl nicht so richtig liebt. Sie hat mich immer kritisiert und mich nie in den Arm genommen oder dergleichen.
Als ich das Studium begonnen habe und gar keine Unterstützung bzw. nur Ablehnung erfahren habe, habe ich den Kontakt beendet.

Als ich selbst Vater wurde ist mir so richtig klar geworden, wie schäbig ich das Verhalten meiner Mutter finde. Ich würde mich gegenüber meiner Tochter niemals so verhalten, wie meine Mutter sich mir gegenüber verhalten halt. Ich unterstütze meine Tochter in allem was sie mag und macht und nehme meine Tochter in den Arm und bin einfach für sie da, auch wenn sie nicht perfekt ist. Meine Tochter ist einfach so wie sie ist und ich liebe sie über alles.

Ich würde der Mutter ganz klar sagen, dass ich ihre Haltung ablehne und keinen Bock habe, Kaffeekränzchen abzuhalten, wenn die Mutter den Wunsch nach Studium nicht unterstützt.

m,42
Ja, das ist eine tolle Idee, seine Tochter bedingungslos und kritiklos zu unterstützen in allem was sie macht. Dann wird sie genau eines der verwöhnten, narzisstischen Gören, die sich später über ihre furchtbaren Eltern auslassen. Die verwöhntesten Kinder, die für jeden Mist gelobt werden, werden aggressiv, depressiv und versagen später bei kleinsten Frustrationen.

Wieso muß eine Mutter unbedingt den Wunsch zu studieren unterstützen? Sie hat das halt nicht für sinnvoll erachtet und eine eigene Meinung steht ihr doch zu. Sie hat ihre Tochter, die sie absolut nicht mehr unterstützen mußte, denn diese hatte eine abgeschlossene Ausbildung, doch umsonst bei sich wohnen lassen. Der Dank dafür ist oben zu lesen.

Meine Mutter hat mich auch gefragt, was das denn für eine Idee wäre noch zu studieren und hat mich auch nicht unterstützt. Das habe ich aber auch nicht erwartet, denn ich bin nicht eine derartig verwöhnte Göre und habe nebenbei gearbeitet und mein Studium so selbst finanziert.
Ich hatte ein normales, recht gutes Verhältnis zu meiner Mutter, denn ich weiß, sie war so wie sie war, eine andere Generation mit natürlich völlig anderer Lebensauffassung. Sie wußte es halt nicht besser. - Ich fühle Dankbarkeit, Loyalität und habe meine Mutter sogar einige Jahre gewindelt als sie nicht mehr gesund war, aber so etwas haben verwöhnte Gören wie die FS und andere, die hier schreiben, sie würden ihren Müttern nichts schulden, überhaupt nicht auf dem Schirm.
- verwöhnte Kinder -> ungeliebte Eltern, das ist unter Sozialwissenschaftlern eine Binsenweisheit.

w
 
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Gast

  • #26
Du bist eine erwachsene Frau und kannst machen was Du willst. Das Du hier danach fragst, ob Du radikal den Kontakt abbrechen sollst, lässt eher darauf schliessen, dass das Problem nicht nur auf Seiten Deiner Mutter liegt.

m.
 
G

Gast

  • #27
Ja, das ist eine tolle Idee, seine Tochter bedingungslos und kritiklos zu unterstützen in allem was sie macht. Dann wird sie genau eines der verwöhnten, narzisstischen Gören, die sich später über ihre furchtbaren Eltern auslassen. Die verwöhntesten Kinder, die für jeden Mist gelobt werden, werden aggressiv, depressiv und versagen später bei kleinsten Frustrationen.
w
Ich bin entsetzt, mit welchem aggressiven Ton hier geschrieben wird und Dinge unterstellt werden, die keiner von uns beurteilen darf und kann.

Mit so einer Frau, die so denkt und sich so ausdrückt, auch wenn inhaltlich schon an ihren Gedanken dran ist, möchte ich nicht befreundet sein.

w
 
  • #28
- verwöhnte Kinder -> ungeliebte Eltern, das ist unter Sozialwissenschaftlern eine Binsenweisheit.
Zum Glück fallen zumindest noch etlichen Psychologen andere Gründe für spätere kindliche Abwendung ein: Vernachlässigung, Überforderung, schlicht jegliche Art von emotionalem oder körperlichem Missbrauch oder massiver Misshandlung. Gerade narzisstische Mütter können ihren Kindern massiv schaden.

Verwöhnung ist eine Form des unangemessenen Umgangs mit Kindern, da stimm ich zu, aber weder die einzige noch die allerschlimmste.


Zur FS und den beiden Diskussionskontrahenten: Wenn die FS erst durch räumliche Trennung überhaupt die Kraft und die Konzentration sammeln kann, um so an sich zu arbeiten, dass sie zukünftig ihrer Mutter Grenzen setzen kann, dann ist das zwar nicht perfekt, aber völlig in Ordnung. Man hat soviel Kraft, wie man hat, und mit kluger Berücksichtigung der eigenen Grenzen kommt man auch damit im eigenen Tempo voran. Mehr muss nicht sein!

Liebe FS, natürlich: Ich würde auch erst einmal wegziehen und durchatmen. Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden, und nimm Dir z.B. vor, einmal im Monat mit Deiner Mutter zu telefonieren oder ihr einen Brief zu schreiben mit Neuigkeiten aus Deinem Leben, wenn Du Dich so weit fühlst, dann ihre Kritik und Tipps zu ertragen.
Du hast wie jeder andere Mensch das Recht, Dein Leben zu leben. Wenn das nur mit räumlich- zeitlichem Abstand zu Deiner Mutter geht, trägst Du daran keine Schuld.
 
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Gast

  • #29
@24, darin, dass eine Mutter nicht alles gut finden muss was man tut, stimme ich Dir zu. Ich kenne viele Eltern, die mit den kleinen oder großen (Lebens)Entscheidungen ihrer Kinder nicht glücklich sind. Es ist auch okay seine Meinung zu sagen. Dazu hat man das Recht, ja. Doch nicht zu mehr. Die Fragestellerin schreibt, dass ihre Mutter sie permanent runter macht. Und so etwas ist wirklich sehr verletzend.
Ich bin alles andere als antiautoritär eingestellt. Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Wenn ich mal Kinder habe, werde ich sie mit Konsequenz erziehen und möchte von ihnen sowohl als liebende Mutter als auch als Autoritätsperson wahr genommen werden. Den Nachwuchs während seiner Kindheit und später als Erwachsene nieder zu machen ist aber definitiv nicht teil des Programms.
Viele Eltern wünschen sich bestimmte Lebensmodelle und Charaktereigenschaften von ihren Kindern. Sie erkennen nicht, dass ihre Kinder eigenständige Menschen sind und keine Ausdehnung des eigenen Ichs.
@liebe Fragestellerin, hast Du Deiner Mutter schon mal gesagt, wie sehr Dich ihr Verhalten verletzt? Warum wendest Du Dich mit Deinem Problem an dieses Forum? Möchtest Du hier eine Absolution für einen Kontaktabbruch erhalten?
Generell bin ich eher dafür, dass man zuerst versucht an Problemen zu arbeiten (Familientherapie, Gespräche) anstatt eine Beziehung zu beenden. Doch das Recht den Kontakt abzubrechen oder vorübergehend auf Eis zu legen hast Du natürlich. Und vielleicht wäre eine (vorübergehende) Funkstille wirklich das Beste. Jede Mutter-Tochter Beziehung ist anders, weshalb es schwer ist aus der Ferne einen guten Rat zu geben.
Meine Mutter hat mich auch oft verletzt und ich habe mich immer bemüht sofort darauf zu reagieren, wenn sie mich kritisiert. Ich habe sie auf ihr Verhalten und das, was es in mir auslöst, angesprochen. Unser Verhältnis ist mittlerweile viel besser als vor ein paar Jahren.
Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass Mütter (und Väter, Menschen,...) fehlerhafte Wesen sind und die Beziehung zur Mutter oftmals eine lebenslange Baustelle ist. So ganz ohne die Bereitschaft Demütigungen zu verzeihen (auf beiden Seiten) hält keine Beziehung dauerhaft.
w,27
 
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Gast

  • #30
Ja, das ist eine tolle Idee, seine Tochter bedingungslos und kritiklos zu unterstützen in allem was sie macht. Dann wird sie genau eines der verwöhnten, narzisstischen Gören, die sich später über ihre furchtbaren Eltern auslassen. Die verwöhntesten Kinder, die für jeden Mist gelobt werden, werden aggressiv, depressiv und versagen später bei kleinsten Frustrationen.
Ich bin der zitierte #19. Dass ich meine Tochter "kritiklos" unterstütze, habe ich nie gesagt, nur dass ich sie unterstütze. Ich habe es nicht nötig, meine Erziehung hier darzulegen, aber ich halte es für elementar, dass Eltern ihren Kindern einen eigenen Weg zugestehen. Ob meine Tochter Pferde oder Fußball oder Hip-Hop gut findet, ist ihre Sache.
Genauso ist es Sache jedes Kindes, studieren zu wollen. Ich habe kein Verständnis für Eltern, die ihr Kind ausbremsen. Ich finde es besser, das Kind zu unterstützen.

Dass Kinder "aggressiv, depressiv und versagend" werden, weil sie Unterstützung bekommen haben, halte ich für sehr weit hergeholt.

Meine Mutter hat mich auch gefragt, was das denn für eine Idee wäre noch zu studieren und hat mich auch nicht unterstützt. Das habe ich aber auch nicht erwartet, denn ich bin nicht eine derartig verwöhnte Göre und habe nebenbei gearbeitet und mein Studium so selbst finanziert.
Das ist gut. Hast du denn selbst auch Kinder und möchtest du, dass deine Kinder es möglichst schwer haben?

m, 42