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  • #1

Konvertieren aus Liebe zu einer Frau?

Hallo liebes Forum!
Meine Frage steckt eigentlich bereits in der Überschrift.
Eine wundervolle Frau fasziniert mich, seitdem ich sie kenne. Von Anfang an war ich absolut von ihr begeistert. Sie ist eine wunderschöne, gebildete, intelligente, liebenswerte junge Dame. Es passt einfach alles bei ihr, eine wahre Traumfrau. Ich weiß, dass sie auch Interesse an mir hätte, wäre da nicht das Problem mit der Religion. Sie ist Muslima und darf nicht mit einem nicht muslimischen Mann zusammen sein.
Ich weiß mir keinen Rat!
Hat jemand Erfahrung und kann mir einen guten Rat geben, wie ich es am geschicktesten anstelle?
Vielen Dank für eure Meinungen und Tipps!
 
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  • #2
Darf oder will sie nicht? Ist es der Druck der Familie, oder ihre persönliche Überzeugung? Wie alt ist sie?

Dir muss klar sein, dass in jedem Fall eine sehr große Verantwortung auf dich zukommt. Wenn sie traditionell geprägt ist, wird sie bzw. ihre Familie erwarten, dass bald geheiratet wird, möglicherweise gibt es ohne Hochzeit gar keine Beziehung "davor".
Wenn sie für dich ihre Religion und ihr kulturelles Umfeld aufgibt (scheint aber nicht zur Debatte zu stehen), musst du ihr eine sichere Zukunft bieten, denn sie verliert vielleicht ihre Familie und ihren ganzen privaten Rückhalt.

Wenn du dich darauf einlassen willst, wird dir ein Vertreter der muslimischen Community da besser weiterhelfen können, wie das ganze Prozedere von Konversion, Werbung etc. funktioniert. Hängt auch sehr davon ab, wie traditionell die Familie wirklich ist.
Eins muss dir klar sein, mit einer religiösen Muslima kannst du nicht einfach "Beziehung ausprobieren", wie es im Westen üblich ist. Ganz oder gar nicht.


Vielleicht ist es auch nur ein höflicher Korb? Hast du sie schon einmal gefragt, ob sie das wollen würde?
 
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  • #3
Informiere dich über Islam. Was du zur Zeit in den Medien hörst und siehst - das sind Irrsinnige und keine Muslime. Frag deine Bekannte. Lass dir erzählen. Lies vielleicht Bücher von Lamya Kaddor, oder google ihren Namen und mach dich kundig.
Bekenne dich nicht zum Islam, wenn es rein formell ist und du dich gar nicht damit anfreunden kannst. Das fände ich heuchlerisch.
Ist deine Freundin denn praktizierende Muslima oder ist sie in diese Tradition einfach hineingeboren, ohne dass sie ihr etwas bedeutet? Was würde sie von dir erwarten? Wie liberal ist sie? Bist du überhaupt religiös/spirituell/gläubig oder ist das Ganze für dich völlig abwegig?
Sind es ihre Eltern, ist es ihre Familie, oder würde sie selbt es wünschen, dass du dich zum Islam bekennst?
Sei dir bewusst, dass Islam für Viele nicht einfach eine Religion, sondern eine Lebensweise ist. Eine, wie ich finde, gute, wenn es ein toleranter, liberaler, friedlicher, demokratischer Islam ist, der die Trennung von Religion und Staat gutheißt. Kannst du dahinter stehen?
Wärst du bereit, Hingabe an Gott zu leben - denn nichts anderes heißt Islam?

w, Muslima, verheiratet mit einem nicht-muslimischen Mann, was eigentlich gar nicht geht ...
 
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  • #4
Ich würde es nicht machen. Auch wenn ich nicht sonderlich religiös bin, so bin ich doch zu stark in den Werten verhaftet, die mit der christlichen Religion über die Jahre so mitgegeben wurden. Ich kann also wenig (noch weniger) mit anderen Religionen anfangen, was soll ich mich da in etwas hineinbegeben, von dem ich nicht auch nur ansatzweise überzeugt bin. Die eine Frau mag toll sein, aber dafür so einen Schritt? Als Kind hatte ich - auch bedingt durch den weitläufigen Bekanntenkreis meiner Eltern - schon Kontakte mit den wesentlichen anderen Religionen, es gab durchaus interessante Diskussionen, aber so richtig verlockend war das alles nicht. Ich käme an deiner Stelle mir fremd vor, da das Konvertieren nicht von einer Auseindandersetzung des Glaubens getragen wird, sondern lediglich von einer Liebe zu einer bestimmten Person - ich halte den Gedanken für nicht denkenswert unter den Bedingungen. Die Entscheidung ist einfach etwas anderes als mal ein grün-rot-kariertes Hemd mit blauen Punkten anzuziehen, um jemanden zu gefallen und offenbar bist du dir der Tragweite nicht bewußt.
 
  • #5
warum konvertiert sie nicht "raus" aus dem Islam? oder ist ihr Umfeld so, dass sie dann die angedachte, entsprechende Strafe beim Austritt fürchtet? ( = Tötung) dann solltest du nämlich NICHT konvertieren..
 
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  • #6
Nö, ich würds nicht machen, dann müsste ich ja ständig heucheln. Soll doch die Frau ihren Glauben ablegen, wenn sie damit Probleme hat. Ich würde auch niemals meinen Kindern eine Religion aufzwingen. Religionen sind schlicht kontraproduktiv für ein freies Denken und Handeln, so meine Auffassung als Atheist.
 
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  • #7
Hätte, hätte.
Um den Schritt des konvertierens zu gehen, der nicht ganz einfach ist und auch mit einigen Einschränkungen verbunden ist, da Sie auch nach den Werten des Islam leben werden müssen,
wäre es vielleicht ersteinmal der erste Schritt, ob die Auserkorene überhaupt Interesse an Ihnen hat.
Möchte sie mit Ihnen eine Beziehung eingehen? Wenn ja, dann hat auch sie es nicht leicht. Wie steht die Familie dazu? Möchte die Familie für ihre Tochter einen deutschen Partner?

Ich würde ersteinmal die Grundpfeiler einer Beziehung prüfen bzw. nicht den letzten Schritt vor dem ersten Schritt machen.

Ansonsten können Sie gern zu Islam konvertieren. Den Koran gut kennen und empfohlen wir nach der Konvertierung auch die Beschneidung.

w
 
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  • #8
Wenn Du konvertieren möchtest, dann tue das bitte ausschliesslich aus Liebe zu Allah und nicht zu einer Frau! Sorry, aber das ist eine Farce... Ich denke, Du hast die rosarote Brille ein bischen zu tief auf der Nase sitzen, denn wenn die Dame wirklich so "intelligent" wäre (und so gläubig, wie sich das nach außen hin darstellt), dann würde sich diese Frage gar nicht ernsthaft stellen, und sie als gläubiger Mensch solch einen Unsinn gar nicht zulassen! Es kann sicherlich nicht im Sinne von ihrem Allah und ihrer Religion(sgemeinschaft) sein, dass jemand aus Liebe zu einem anderen Menschen zu einem Glauben konvertiert, den er nicht hat.Das selbe gilt für jede andere Religion.Falls sie das überhaupt zulassen würde, dass Du als "Ungläubiger" konvertierst, würde ich ernsthaft an ihrer Authentzität zweifeln und die Dame für durch das Elternhaus indoktriniert halten.Dann mag sie tatsächlich hübsch, gebildet und blaa sein, aber sicherlich alles andere als intelligent;-) mach' mal in Deinem eigenen Interesse die Augen auf und schau' Dir das ohne die Verliebtheitsbrille genau an!

Und was machst Du denn, würdet Ihr Euch in ein paar Jahren trennen, und Du verliebst Dich neu in eine Buddhistin oder Christin? Wieder mal die Religion wechseln, deren Glauben Du gar nicht hast? Denk' nicht mal an so einen Unsinn... (und das ist er ja wirklich!).Wenn die Frau Dich wirklich liebt und für ihr Leben will, und so intelligent ist wie Du schreibst (und Intelligenz bedeutet auch Toleranz gegenüber Andersdenkenden und -gläubigen, solange die niemand anderem etwas zuleide tun!), wird sie keinen wert darauf legen, dass Du konvertierst.Willst Du wirklich eine Frau, der ihr Sektentum (egal welche Religion) und irgendwelche Götter und Gottheiten o_O ihr immer wichtiger sind, als DU es bist? So toll kann doch keine Frau sein...
 
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  • #9
Sie ist Muslima und darf nicht mit einem nicht muslimischen Mann zusammen sein.

Naja ganz ehrlich, findest du wirklich eine Frau so toll die sich von ihrer Religion (und vermutlich auch von ihrer Familie) diktieren lässt, wie sie ihr Leben anzustellen hat?
Wir leben hier in Deutschland und da muss Frau garnix, nichtmal als Muslima.
Denn mit einer Konvertierung ist es ja in dem Fall nicht getan. Du wirst die Religion ausleben müssen, (inkl. Ramadan und Co... die Kinder werden so erzogen usw.) Weihnachten ist für dich gestrichen.
Willst du das wirklich obwohl es nicht deiner Überzeugung entspricht? Meinst du wirklich dass du viele viele Jahre mit einer Religion leben kannst die du nur deiner Frau wegen angenommen hast und unter Umständen noch von ihrer Familie gegängelt wirst?
Der Islam ist kein Spielplatz, vor allem wenn wie im Fall deiner Angebeteten auch noch massive Ernsthaftigkeit dahintersteht. Mit dieser Mentalität zu leben ist für einen Europäer ziemlich schwer. Nicht nur für Frauen die einen muslimischen Mann lieben.
Mir wärs das nicht wert, für niemanden.

w25 (hat 1 Jahr in Ägypten gelebt und viele muslimische Freunde die den Islam nicht so "eng" sehen.)
 
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  • #10
Oh je, sie darf nicht? Wenn du sie heiratest, lässt du dir dann auch dein Leben von ihrer Familie oder ihrem Imam vorschreiben? Für mich wäre das nichts.
Ich bin selber praktizierender Katholik und mit einer Atheistin verheiratet. Ich hätte nie von meiner Frau verlangt, meinen Glauben anzunehmen. Wie soll das auch gehen? Irgendein Brimborium, nur anderen Menschen zuliebe, obwohl es einem eigentlich sonstwo vorbei geht? Wer hat denn davon was?
Wenn du nach reiflicher Überzeugung der Meinung bist, dass der Islam das Richtige ist für dich, kein Problem. Aber nicht hopplahopp und schon gar nicht für jemand anderes, auch nicht für eine Frau. Wenn sie sowas von dir verlangt, kann sie so toll nicht sein. Sorry.
 
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  • #11
Wenn sie so intelligent und toll wäre, würde sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und einen Mann unabhängig von gesellschaftlichen Normen, Religionen oder Idologien (in einem gewissen Rahmen) lieben können.

Meine Freundin ist katholisch und gläubig und liebt mich obwohl ich Agnostiker bin. Und sie würde nie versuchen mich zu konvertieren, noch würde ich je versuchen sie von ihrem Glauben abzubringen.

Um Menschen die ihr Leben konsequent entsprechend der Vorgaben ihres Glaubens ausrichten würde ich einen großen Bogen machen. Du spielst im Leben so einer Person nur eine untergeordnete Rolle. Zuerst kommt die Religion, danach erstmal lange Zeit gar nichts.
 
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  • #12
Ich bin selber Moslem, wurde aber sehr offen und tolerant erzogen.
Ich würde dir jedoch raten, nicht zu konvertieren, selbst wenn die Familie dich überreden möchte.
Wenn sie dich wirklich liebt, wird sie sich für dich entscheiden und ihr Familie hat das dann zu akzeptieren.
Das hat nichts mit Islamophobie oder Diskriminierung zu tun.
Man sollte nur konvertieren, wenn man sich zu den Werten der Religion bekennt und an die Religion glaubt.

Ich hoffe für dich, dass das ein schönes Ende nimmt.
Viel Glück!
 
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  • #13
Eine wundervolle Frau fasziniert mich, seitdem ich sie kenne. Von Anfang an war ich absolut von ihr begeistert. Sie ist eine wunderschöne, gebildete, intelligente, liebenswerte junge Dame. Es passt einfach alles bei ihr, eine wahre Traumfrau. Ich weiß, dass sie auch Interesse an mir hätte, wäre da nicht das Problem mit der Religion. Sie ist Muslima und darf nicht mit einem nicht muslimischen Mann zusammen sein.

Ich persönlich würde nicht vor Beginn einer Beziehung konvertieren, ohne zu wissen, was aus dem Interesse an der Frau überhaupt wird. Was machst Du, wenn es nichts wird und die nächste Frau keinen Muslim möchte? Religionen wechselt man doch nicht wie Unterhosen.

Ich persönlich kann auch mit dem Islam als Religion nichts anfangen, weil mir viele Sichtweisen zu radikal und zu rückständig sind. Ijre Familie wirdmerwarten, dass Du dann aktiver Muslim wirst. Ist das für Dich eine ernsthafte Option?

m, 46
 
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  • #14
Hallo Fs,

ich bin selber eine "Muslimin" bzw. bin als Eine geboren. Weder meine Familie noch ich sind religös, dieses liegt aber mehr oder weniger an meiner Konfession.
Die Frage bei Euch wäre, möchte sie nicht oder darf sie nicht? Der familiäre Druck würde sich auf Eure Beziehung stark auswirken.
Die nächste Frage, eher das nächste Problem wäre, könntest du wie ein Moslem leben? Wenn sie eine überzeugte Muslimin ist, wird sie auch all die Regeln von dir erwarten. Wie lange willst du das durchhalten? Also, ich würde das für keine Liebe der Welt tun! Mein Bruder ist mit einer Christen liiert, bei den Beiden klappt es hervorragend, weil aber Beide nicht fanatisch bzw. absolut nicht religös sind.
Denke an die Zukunft, wenn ihr Kinder haben solltet usw. usf. ...
 
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  • #15
Das Problem gäbe es nicht, wenn die Frau wirklich so gebildet und intelligent wäre. Da hätte dann nämlich eine derartige Intolleranz und Engstirnigkeit keinen Platz.
 
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  • #16
Gast #11 ist vermutlich ein Mann.

Als Mann darf er eine Christin oder Jüdin heiraten.
Als muslimische Frau darf man keinen Nicht-Muslim heiraten, wenn man's genau nimmt.
Ich hab's getan, streng gesehen ist unsere Ehe zivilrechtlich gültig, aber nicht religiös.
In meinem Fall und mit meiner Familie ist das überhaupt kein Problem, aber oft ist das anders;
vielleicht oder wahrscheinlich auch in dem vom FS geschilderten Fall.

Trotzdem: ich würde dir, Fragesteller, vom Konvertieren abrate, AUSSER, du meinst es wirklich ernst.
Lies über Islam, frag deine Bekannte. Du wärst nicht der Erste, der mit Überzeugung konvertiert. Mir ist schon klar, gerade über Konvertiten hört man gerade gar nichts Gutes ... lass dich nicht irre machen. Es gibt auch vernünftige Menschen, die Muslime werden.
Ich habe es an anderer Stelle in diesem Thread schon mal geschrieben:
Lies z. B. Bücher von Lamya Kaddor, such ihren Namen im Internet.
Das ist EIN Beispiel für einen liberalen Islam. Es gibt noch viele andere.

Viele hier schreiben, eine Frau, oder überhaupt ein Mensch, für den die Religion an 1. Stelle steht, käme für sie als Partner nicht in Frage. Auch für mich kommt die Religion, oder sagen wir es ruhig, Gott, an 1. Stelle. Aber das ist eine ganz andere Liga als Beziehungen zu Menschen, und es stellt meine Partnerschaft nicht in Frage. Ganz im Gegenteil.
 
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  • #17
Bildung, Intelligenz und Religiosität schließen einander nicht aus, dass sollte sich inzwischen sogar bei den Engstirnigsten und Vorurteilsbehaftetsten herumgesprochen haben.

Der Vergleich mit Katholizismus und einem Partner mit agnotischer Haltung verfängt nicht, denn für eine praktizierende Muslima ist nicht nur die Religion wichtig, weil sie das ganze Leben durchzieht, sondern auch die Familie, die für einen nicht-muslimischen Ehepartner oft kaum Verständnis haben dürfte. Es gibt aber Ausnahmen.

Du, lieber Fragesteller, solltest dir zunächst die Frage stellen, ob du mit orientalischen Familienstrukturen klarkämst UND ob du mit dem Islam (wir reden doch wohl hier ausschließlich von einem toleranten und liberalen) was anfangen kannst. Konvertieren nur aus Liebe zu einer Frau - nein. Das ist heuchlerisch und oppurtunistisch, und beides würde sowohl von deiner Partnerin als auch von ihrer Familie in Windeseile entlarvt.

Muslima, mit einem christlich getauften und erzogenen Mann verheiratet
 
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  • #18
Ich persönlich würde es nicht machen!
Selbst wenn ich von einem Menschen total begeistert bin und er sämtliche gute Eigenschaften hat, so ist für mich eine der wichtigsten Eigenschaften Toleranz, also dass die Person mich so nimmt, wie ich bin und mich nicht verbiegen will. Wenn das nicht gegeben ist und ich erst Religion, Beruf, Figur oder ähnliches an mir ändern muss, um mit der Person zusammen sein zu können, dann macht eine Beziehung an der Stelle für mich keinen Sinn.
Wie schon ein anderer Gast gesagt hat, solltest du höchstens konvertieren, wenn du dich aus freien Stücken mit der Religion identifizierst und auch ganz unabhängig von der Frau konvertiert wärst. Ansonsten würde ich es lassen.
Alles Gute!
 
  • #19
Zu deinem Vorteil ist das Konvertieren zum Islam sehr sehr einfach. Du brauchst keine formelle Anerkennung einer Kirche, es ist eine Sache, die du mir dir (und von mir aus mit Allah) ausmachst. Du brauchst im Prinzip nicht einmal Zeugen, sagt zumindest die Internet-Quelle, die ich gerade gefunden habe. Allerdings erleichtert dir die Urkunde, die du beim Konvertieren in einer Moschee bekommst, sehr vieles und macht es sicher einfacher, die Eltern zu überzeugen. Grundsätzlich nötig ist sie allerdings nicht.

Es wäre also sehr einfach, das ganze eben mal einfach zu behaupten und die Urkunde abzugreifen und damit zu ihr/ihren Eltern zu gehen. Zumindest so lange, bis sie nicht dein Islam-Wissen auf die Problem stellen.

Klug wäre es sicher nicht, aus den Gründen, die meine Vorschreiber schon angeführt haben.
 
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  • #20
Leider schreiben hier einige Beiträge, die sich mit dem Islam überhaupt nicht auskennen, aber sie urteilen über die Frau. Eins musst man wissen: Nahezu kein Muslim, wie gebildet, verwestlicht, liberal und weltoffen er auch sein sollte, wird vom islamischen Glauben abfallen. Selbst dann nicht, wenn er sich an keine Gebote hält, würde kein muslim den Islam verlassen. Warum? Die schlimmste Strafe erwartet einen Muslim, wenn er den Glauben verlässt, dies wäre die sichere "Höllenstrafe" - selbst wer wenig glaubt, aber dieses Risiko will fast kein Muslim auf sich nehmen.

Wie sehr praktiziert sie den Glauben? Wenn sie sehr liberal ist, dann wäre es möglich, dass sie eine Konvertierung nur auf dem Papier "akzeptiert". Ich kann dir aber nur einen Weg empfehlen: Beschäftige dich mit dem Islam, rede mit ihr über den Islam, geh in eine Moschee und sieh dir Gebete an und rede mit den Muslimen dort, die sind meist sehr nett und aufgeschlossen, wenn du Interesse hast. Wenn du wirklich überzeugt bist, an Gott glaubst, dann wäre der Weg zum Islam aus diesem Glauben heraus möglich und sogar logisch (denn du glaubst dann an den letzten Propheten und die direkte göttliche Offenbarung). Eure Beziehung wird, v.a. wenn sie praktiziert, wahrscheinlich nur funktionieren, wenn du wirklich überzeugter Muslim werden kannst.

Ich bin diesen Weg (als Frau) gegangen. Ich war mit einem Muslim zusammen, was vorher für mich immer ausgeschlossen war, aber ich liebte ihn. Die Beziehung zerbrach, erst danach konvertierte ich, weil ich mich dem Islam immer mehr angenährt hatte. Jetzt habe ich einen muslimischen Mann gefunden, mit dem ich sehr glücklich bin. Über den Islam habe ich zu einem glücklichen Leben gefunden, einen Mann der mich liebt und den ich liebe und der Glaube ist eine Erfüllung und Kraftquelle, die vorher einfach gefehlt hat. Es war die beste "Wendung" in meinem Leben. Ich wünsche dir alles Gute bei deinem Weg.
 
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  • #21
Nahezu kein Muslim, wie gebildet, verwestlicht, liberal und weltoffen er auch sein sollte, wird vom islamischen Glauben abfallen. Selbst dann nicht, wenn er sich an keine Gebote hält, würde kein muslim den Islam verlassen. Warum? Die schlimmste Strafe erwartet einen Muslim, wenn er den Glauben verlässt, dies wäre die sichere "Höllenstrafe" - selbst wer wenig glaubt, aber dieses Risiko will fast kein Muslim auf sich nehmen.

Ich bin auch Muslima, und darum darf ich das, hoffe ich, sagen:
Mit diesem Beitrag, liebe Schwester, erweist du dem Islam einen Bärendienst.
Apostasie, also die Abwendung vom Islam, ist bei bestimmten islamischen Richtungen durchaus möglich (das sollte übrigens selbstverständlich sein!) und von keinerlei Strafen bedroht, weder weltlichen noch göttlichen. Mit Höllenfeuer zu argumentieren hält jeden einigermaßen vernünftigen Menschen vom Konvertieren ab, und es ist, pardon, ein Kinderglaube, mit Hölle und Paradies zu argumentieren.
Der einzige Grund, zum Islam überzutreten und dabei zu bleiben, sollte innere Überzeugung sein, keine Hoffnung auf eine naive Vorstellung vom Paradies, keine Angst vor einem wie auch immer gearteten Höllenfeuer. Und auch nicht die Liebe zu einem Menschen.

Lieber Fragesteller, der Rat ist richtig: befasse dich mit dem Islam, überleg, ob er für dich richtig ist.
Deine Freundin wird ihre Religion nicht aufgeben, weniger aus Angst vor der Hölle, sondern einfach, weil sie so erzogen ist und die familiären Bindungen sehr stark sein werden. Oder weil sie überzeugt ist, im besten Falle beides.
 
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  • #22
Meine Frau ist gläubige Christin. Nach 2 Jahren Zusammensein mit ihr bin ich freiwillig zum bekennden Christen geworden. Das war die beste Entscheidung meines Lebens, teile ich dieses doch jetzt mit Gott und meiner supertollen (inzwischen) Ehefrau!

Ich kann dir "nur" einen christlichen Ratschlag geben - konvertiere und bekehre dich nicht zu einem Gott an den du nicht glaubst bzw. bei dem du auch nicht vorhast auf die Suche nach ihm zu gehen. Gott sieht in dein Herz und sieht deine Ehrlichkeit & Aufrichtigkeit in der Suche nach ihm und im Versuch dein Leben in seine Hände zu legen und ihm voll und ganz zu vertrauen.

Fehlt das, ist nicht nur dein Glaube nichts wert sondern auch deine Ehe mit Gott (dem Herrn) als verbindendem Glied in der Mitte - EHE = (E)iner, der (H)err, (E)ine. Ich glaube das Spannungsfeld würde dich auf Dauer dann einfach innerlich zerreißen.
 
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  • #23
Lieber FS, ich bin in einer fundamentalistisch-christlichen Glaubensgemeinschaft aufgewachsen. Der Glaube wurde gelebt und das prägt jeden Gedanken den jemand hat, jedes Gefühl. Zum Beispiel das Credo: Nur wir haben den richtigen Glauben, und alle anderen sind verloren. Wir geben uns möglichst wenig mit den Verlorenen ab. Ein andersgläubiger Partner wäre nie in Frage gekommen. Sex vor der Ehe - strengstens verboten. Uneheliches Kind - dann wärst du nicht mehr unsere Tochter, hieß es! - Andersgläubige Freundinnen wurden gerade so geduldet.
Von daher - ich KANN mich in diese Welt ein wenig hineinversetzen. Für einen streng gläubigen Muslim wird es in seiner Gedankenwelt auch immer die Rechtgläubigen und die Ungläubigen geben, da ist doch immer etwas wie ein großer, tiefer Graben zwischen ihm und denen, die den "falschen" Glauben haben. Ich verstehe das. Heute bin ich immer noch überzeugte Christin, aber nicht mehr fundamentalistisch. Trotzdem sage ich dir, FS: Ein muslimischer Partner würde für mich niemals, wirklich niemals, in Frage kommen. Es dürfte auch ansonsten nur jemand sein, der nicht der Meinung ist, dass ich "den falschen Glauben" habe bzw eine "Ungläubige" bin. Ich lehne auch im Grunde jeden Expansions-Drang bei einer Religion ab!!! Und ich lehne alle Zwänge ab. Ich lese z.B. Drewermann und Grün (und natürlich das Neue Testament - das NEUE, wohlgemerkt!) FS, lass die Finger von ihr, ich kann dich nur warnen.
 
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  • #24
Ich hörte von einigen Frauen mit einem anderen als dem christlichen Glauben, die einen Westeuropäer geheiratet haben. Ohne die Umstände genauestens zu kennen, hatte ich nicht den Eindruck, als hätten diese Männer konvertiert oder wären dem Druck überhaupt ausgesetzt. Ich sah keinen Mann, der zu einem gläubigen Moslem wurde, was natürlich nicht bedeutet, dass es keine Männer gibt, die das aus dem eigenem starken Interesse am Islam heraus nicht sowieso getan hätten. Also kann die fehlende Konvertierung, in Deutschland sowie anderswo in Westeuropa, kein Totschlagkriterium sein. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass es von den Seiten beider Partner und vor allem mit den Familien ausgehandelt wird. Es soll Familien auch von muslimischen Töchtern geben, die damit kein Problem haben. Ich würde mir an deiner Stelle zuerst die Frage stellen, warum die Frau und/oder ihre Familie diesen Anspruch von großer Tragweite an dich stellen, der keine zwingende Voraussetzung ist, wenn man sich die Realität der zweigläubigen Ehen anschaut? Was steckt genau dahinter? Einerseits ist es schön, dass sie dich als "Einen der Ihren" mit in die Familie aufnehmen möchten. Gleichzeitig würde ich mich fragen, ob ich zu Menschen, die solche Denkstrukturen aufweisen, passen würde. Wie stehst du gefühlsmäßig zu der Konvertierung, ist es für dich okay und siehst du es locker als Formsache, oder fühst du dich verbogen, nimmst es also sehr ernst und denkst an die damit verbundenen Verplichtungen, und do they care at all? w
 
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