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  • #1

Kosten für Ferien des Kindes bei geschiedenen Eltern

Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

Wir sind geschieden und haben eine Tochter im Grundschulalter, die dieses Jahr in ein Feriencamp möchte. Ich zahle den Barunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle. Juristisch ist es eindeutig: Kosten für den Urlaub des Kindes sind da mit inbegriffen und die Mutter müsste das Feriencamp bezahlen.

Praktisch ist es so, dass beide (Mutter und Kind) mich gebeten haben, das zu organisieren, was ich auch mache. Auf die Kosten angesprochen sagte meine ex-Frau, dass ich den Urlaub selbstverständlich zu bezahlen hätte, sie wäre evtl. bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.
Die rechtliche Lage habe ich ihr natürlich dargelegt. Das beeindruckt sie aber nicht besonders.

Das Problem ist: einerseits wird die Zeit langsam knapp für die Buchung und ich müsste das endlich machen, andererseits finde ich es unfair, wenn meine ex-Frau sich nicht ans Gesetz hält, wenn es mal zu ihren Lasten geht. In der Trennung/Scheidung hat sie alle gesetzlichen Möglichkeiten zu ihren Gunsten ausgenutzt, weshalb es bei mir finanziell etwas schwierig aussieht.

Das einfachste wäre natürlich: meine ex kümmert sich um das Feriencamp. Macht sie aber nicht bzw. kriegt das nicht hin, ist mit sowas überfordert.

Hat jemand ´ne Idee?
 
  • #2
Tja, da habt ihr ihn: Den kaukasischen Kreidekreis...

Jetzt ist es die Frage, wer von euch den längeren Atem hat
Ist es Sturheit deiner Ex- Frau, oder tatsächlich Überforderung? - Und was deine Seite anbetrifft, pochst du jetzt nur auf dein Recht?

O Mann, es geht um dein Kind!
Pfeife auf juristische Gegebenheiten, organisiere das Feriencamp und gib fürs Erste nach. Die Finanzen sind jetzt zweitrangig.
 
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  • #3
Letztendlich wird es so sein, dass die Gemeinde hier gleich wieder auf dich einhackt was für ein mieser Rabenvater du bist, weil du deiner Verantwortung als Vater nicht nachkommst, während sich deine Ex Vollzeit um die Kinder kümmert. Und dass du das gefälligst zahlen sollst..

Schlussendlich würde ich dir raten das ganze erstmal auf dich zu buchen, an der Kleinen soll es schließlich nicht ausgelassen werden. Wenn du dann tatsächlich auf die faire Kostenteilung bestehst, kannst du dich ja dahingehend fachmännisch beraten lassen.
 
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  • #4
Deine Ex macht es sich schön einfach - Du sollst alles auf die Beine stellen und auch noch bezahlen? Finde ich ehrlich gesagt ziemlich ehrlos und unverschämt von ihr. Mach was anderes - fahre Du mit Deiner Tochter in den Urlaub - wenn Du schon alles zahlen und organisieren sollst, darfst Du ja schließlich auch etwas davon haben. Und: Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik - so einfach ist das. Dass Deine Ex nicht einmal das Buchen eines Ferienlagers auf die Reihe bekommt und mit sowas "überfordert" ist, ist kein Grund, ihr diese Arbeit abzunehmen - sie macht es sich schön bequem auf Deinem Rücken und auf Deine Kosten, sorry!
 
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  • #5
hier der FS:

Klar kümmere ich mich drum und bezahle das auch im Zweifel erstmal. Geht ja nicht, dass das Kind darunter leidet.
Die Tochter möchte zum ersten Mal alleine mit einer Freundin für eine Woche in Urlaub.
Und in anwaltlicher Beratung bin ich ja auch, finde ich aber vom Kostenverhältnis her unvernünftig, da noch einen Streit zu führen.
Andererseits muss man irgendwo auch mal eine Grenze ziehen, weil ich auch noch Kleidung für das Kind bezahle, die eigentlich auch mit dem Barunterhalt abgedeckt ist.
 
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  • #6
Die Fragestellung kommt mir bekannt vor. Das ganze geht ja dann noch weiter, wofür die gute Frau auch noch Geld zurücklegen müssen, z,B. Konfirmation und sowas.

Das Argument kenne ich: Wenn mal sich mal weigert, dass zu übernehmen, ist man ganz schnell der Buhmann. Da können Frauen ganz schön erpresserisch sein.

Eigentlich betrifft dass dann noch den gemeinsamen Urlaub mit Papa! Wie ist es denn in solchen Fällen? Bisher habe ich die Kosten dann übernommen.

VG
M, 46
 
  • #7
Also im Prinzip ist mit der monatliche Zahlung an die Mutter des Kindes alle finanzielle Belange abgetan und die Mutter ist für die Zahlung der Reise zuständig. Wenn man sich die Düsseldorfer Tabelle anschaut, dann sieht man deutlich wie das Geld mit dem Alter des Kindes ansteigt, damit auch solche größeren Sonderwünsche zusammengespart werden können.

Was heißt hier bitte, kaukasischen Kreidekreis... das Kind hat zwei Eltern, bei der Scheidung wurde so etwas geregelt. FS zahl die Kleidung der Tochter nicht mehr und auch die Reise nicht, klar ist das bitter für die Kleine ABER ihre Mutter sollte auch ein Herz für sie haben.

Gehe besser wieder vors Gericht und bestehe auf eine 50% Regelung, so kannst du auch dann für deine Tochter solche Sachen bezahlen und verbringst mehr Zeit mit ihr.

Also die Urlaubsreisen mit dem Vater, das ist in meinen Augen, die Sache des Vaters und seine Finanzierung.
 
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  • #8
Es kommt sehr darauf an, wieviel Unterhalt du zahlst! Der Kindesunterhalt sollte die Kosten des Lebensbedarfs des Kindes abdecken. Wenn du aber nicht genügend zahlen kannst, oder, wie bei meinem Ex, nicht willst, reicht es halt vorn und hinten nicht. Mein Ex zahlt nur € 35,-- / Monat und das auch nur unter Zwang (Androhung von Gehaltspfändung, etc.). Ist ja klar, dass die restlichen Kosten an mir hängen bleiben. Reisen könnten somit auch unter "Mehrbedarfe oder Sonderbedarfe" fallen, die deine Ex einklagen kann!
 
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  • #9
Hallo FS,

genau das kenne ich auch. Mein Kind lebt zwar bei mir, aber meine Ex fährt genau diese bzw. eine ähnliche Strategie. Sie bittet mich zu organisieren und damit auch erst einmal das Geld vorzustrecken und hat danach plötzlich vergessen dass sie sich an den Kosten beteiligen wollte. Ich habe irgendwann einen Strich gezogen und lasse sie eiskalt auflaufen. Die Kosten für mein Kind trage ich sowieso.

Du solltest das jetzige Camp noch bezahlen und beim nächsten Mal einfach einen Kostenbetrag, den du nach deinem Ermessen festlegst, zusichern. Der Rest geht dich nichts an. Damit zwingst du deine Ex zu handeln und tust mehr als gesetzlich nötig. Darüber hinaus würde ich mit der Kleinen noch gemeinsame Ferien verbringen deren Kosten du eh trägst. Damit kommst du deiner Fürsorge als Vater mehr als genug nach und deine Ex kann dich nicht mehr unter Druck setzten.

m43 (AE Vater)
 
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  • #10
Deine Ex ist clever - klar sollst Du das buchen! Angeblich ist sie damit überfordert (mir kommen die Tränen...), in Wahrheit geht es doch aber darum, dass der Vertrag mit dem Reiseveranstalter mit DIR geschlossen wird - und wenn Du buchst, musst Du auch zahlen.
Mit dem Unterhalt sind Deine Pflichten abgegolten, was macht die Ex eigentlich mit dem Geld? Rauchen, ihre Hobbies finanzieren? Sollte nicht die erste Ex sein, die auf Kosten eines Zahlvaters ein angenehmes Leben führt und Unterhalt und Kindergeld als nettes kleines Zubrot sieht...
 
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  • #11
Ich habe jahrelang für ein Kind, freiwillig 700,00 Euro gezahlt und dann kam auch noch die Urlaubsnummer oben drauf. Okay, habe ich gezahlt und bei der nächsten Unterhaltszahlung wieder dem entsprechend um diesen Urlaubs Betrag gekürzt. Reden hätte hier nichts genützt. Aber diesen Weg hat Sie verstanden, nun fragt Sie nicht mehr. :)
 
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  • #12
Lieber Fragensteller
Deine Tochter ist im Grundschulalter und möchte verreisen. Ich würde die Aktion auf nächstes Jahr verschieben und selbst einen kleinen Urlaub (innerhalb deiner finanziellen Vorstellungen) mit deiner Tochter unternehmen.
Bis zum nächsten Jahr könnt Ihr dann gemeinsam eine Lösung finden. Sonst hast du nachher zwei Damen die Forderungen stellen.
AE Mutter, die ihre Kinder alleine ernährt und kleidet …..
 
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  • #13
Tja...

Alles nicht so einfach...

Der Vater meiner Kinder zahlt Unterhalt für unsere beiden Kinder an mich.
Ich komme für sämtliche Kosten der Kinder auf, wir leben weiterhin in unserer Mietwohnung.
Die Kinder bekommen beide Unterricht an der Musikschule, was nicht billig ist und haben auch das eine oder andere kostenintensive Hobby.
Mein Ex zahlt keinen Unterhalt für mich.
Wenn ich genau aufrechnen und klagen würde, müsste er sicherlich einen kleineren Betrag an mich zahlen.
Aber ich will das nicht.

Wir haben es bisher so gehalten, dass wir uns die Kosten für größere Abschaffungen für die Kinder, also z.B. Fahrrad oder die teureren Weihnachtsgeschenke geteilt haben, ebenso die Kosten für z.B. die Kommunionsfeier und das Geschenk.
Ich habe meinem Ex auch den Zehner für den Friseur in die Hand gedrückt, wenn er mit unserem Sohn beim Friseur war. Wenn er aber von sich aus den Kindern Klamotten oder Schuhe kauft, dann ist das eben sein Ding und außerhalb der Unterhaltszahlung.
Da lasse ich mir auch gar nicht an den Karren fahren.
Ich zahle auch die Familien-Jahreskarte für das Schwimmbad in seinem Heimatort, obwohl ich dort in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht auftauchen würde.

Wahrscheinlich werden wir uns auch die Kosten für das mehrtägige Feriencamp der Kinder teilen. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich ihm in aller Ruhe auflisten, wie der von ihm gezahlte Unterhalt von den laufenden Kosten aufgezehrt wird.
Dass der gezahlte Kindesunterhalt zu einem Leben in Saus und Braus verführt, kann ich nicht behaupten. Der Vater der Kinder hatte höhere Ausgaben, als er noch hier im Haushalt lebte... und das weiß er...

Und ich denke, so wie wir es bisher halten, dass er in die Betreuung der Kinder weiterhin integriert ist, ist er eben nicht zum "Zahlvater" geworden.
Ich finde nämlich den Gedankengang "Ich zahle doch Unterhalt für die Kinder, also bin ich aus dem Schneider und muss mich um nichts mehr kümmern." eigentlich für zu einfach und zu kurz gedacht.

w, 44
 
  • #14
Zahl es. Die Rache wird dein sein, irgendwann. Oder auch nicht, niemand wird es je erfahren. Aber am Ende bist du besser dran, wenn du eher mal großzügig bist. Mein Sohn bekommt jetzt eine neue Brille, dazu einen Laptop, meine Tochter Rollerblades etcpp. Es sind und bleiben meine Kinder. Die Mutter mag eine psychotische Zicke sein, ok, wer will das so genau entscheiden. Aber auch wenn sie es nicht wäre, wenn sie weiterhin meine geliebte Lebenspartnerin wäre, nur mal angenommen (Mir graut bei dem Gedanken)? Dann würden die Kinder das alles auch ohne Wimpernzucken von mir bekommen, oder???
Und das ist doch der entscheidened Punkt: Was ich den Kindern zukommen lasse, hat doch nichts mit der Mutter zu tun, oder? Also: Zahl es! Es sind deine Kinder. Und, auch wenn du es dir heute schwer vorstellen kannst: Ihr Dank wird dir gewiss sein! [Mod.= gelöscht]

Egal. Nimm die Chance wahr, deinen Kindern gegenüber großzügig zu sein!
 
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  • #15
Lieber FS,
auch bei Unterhaltszahlungen nach der Düsseldorfer Tabelle ist so ein kleines extra wie Ferienlager nicht abgedeckt. Natürlich musst Du streng juristisch betrachtet nicht zahlen - Deine Tochter überlebt auch ohne diese Ferienreise. Fair wäre, wenn Du und Deine Ex jeweils die Hälfte der Kosten tragen würdet und wenn ihr das Kind aus Euren kleinkarierten und von Geiz und Missgunst gezeichneten Konflikten raus lasst. das ist wirklich übel, weil Kinder das mitbekommen, sich entwertet fühlen und ihr Leben lang darunter leiden.

Wenn Deine Ex in einer Mietwohnung lebt, nicht in einer eigenen abbezahlten Immobilie, dann gehen die Unterhaltszahlungen die Du leistest allein für den anteiligen Wohnraum (Kinderzimmer, Mietnebenkosten und einen Teil der Kleidung drauf). Dann hat Dein Kind kaum was gegessen, davon ist noch keine Kinderbetreuung bezahlt, kein Fahrrad, keine Geschenke, wenn deine Tochter zu Kindergeburtstagen eingeladen ist, keine Klassenreisen, Schulmaterialien, Sport, Kino usw.
Deine Frau, bei der Euer Kind wohl überwiegend lebt, leistet mit Sicherheit den größeren Anteil an der Kinderaufzucht - einfach mal drüber nachdenken und wie ein erwachsener Mensch handeln.
 
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  • #16
hier nochmal der FS:

Danke für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch!

Das mit dem Feriencamp dieses Jahr ist quasi abgemacht und ich hab´s der Tochter zugesagt und dann versuche ich das auch einzuhalten.
Werde zusätzlich auch noch Urlaub mit ihr machen, was kleineres wie Zelten an der Nordsee oder so.

Mit der Kleidung ist das nicht so einfach. Wenn ich .B. mitkriege, dass die Kleine im tiefsten Winter bei Schnee nur mit Sommerschuhen herumläuft, bleibt mir nichts anderes übrig als zum nächsten Schuhgeschäft mir ihr zu fahren und Winterschuhe zu kaufen.
Zum Friseur gehe auch ich nur mit ihr.

Ich zahle den vollen Betrag nach Düsseldorfer Tabelle. Freiwillig mehr bezahlen geht nicht, dazu ist die Tochter auch zu oft bei mir, wäre ja noch unfairer...
 
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  • #17
Ich kann da auch nich eine Geschichte zu beisteuern:
Vor 14 Jahren haben ich meine Ex geheiratete die damals schon zwei Kinder im jugendlichen Alter hatte. Der Kindesvater konnte nur ganz wenig Unterhalt zahlen oder gar nicht. Sie hat es dann auch nicht weiter eingefordert. Also habe ich indirekt die Kinder mitfinanziert, was sie aber so nicht war haben wollte, wenn ich das mal zur Sprache brachte. Von Dankbarkeit keine Spur.

Jetzt sind wir geschieden und ich zahle jetzt auch für unseren gemeinsamen Sohn. Dann habe ich ihm noch ein Fahrrad gekauft, ab und zu mal ein paar Klamotten. Sowas macht man halt als Vater, aber drüber nachdenken darf ich dabei dann aber nicht, sonst kommt schon so etwas wie Groll hoch - wenn man die ganze Geschichte sieht.

VG
M 46
 
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  • #18
schon mal drüber nachgedacht, dass die Kinder sowieso irgendwann deine Erben sind? Wieso gönnst du ihnen dann jetzt nichts?
 
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  • #19
Hier nochmal die 11
Der Fragensteller gibt sich Mühe mit der Tochter siehe Winterschuhe und Friseur. Vom Sparen am eigenen Kind kann keine Rede sein.
#17 Bei einer Trennung treten tiefgreifende finanzielle Veränderungen ein. Man selbst muss sich einschränken und die Kinder auch. (Weihnachtsgeschenke fallen dann kleiner aus, Ferienfreizeiten von gewissen Organisationen sind sehr günstig, die Kinder können dort auch ihren Spaß haben) Von Vererben, kann bei steigender Lebenserwartung und der noch aufzubringenden eigenen Altersversorgung, jetzt noch nicht die Rede sein.
 
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  • #20
Bei mir ist es genauso. Mein Sohn fährt mit der Klasse 5 Tage nach Paris. Ich übernehme ganz einfach die Hälfte. Zum Glück ist meine Ex-Frau damit auch vollkommen einverstanden. Wäre sie es nicht, würde ich alles bezahlen und die Hälfte vom nächsten Unterhalt abziehen. Es ist ein mühsamer Weg, das über das Jugendamt einzuklagen und, da Du den Urlaub bezahlt hast, wird es eh im Sande verlaufen.
 
  • #21
Lieber FS

Das einfachste wäre natürlich: meine ex kümmert sich um das Feriencamp. Macht sie aber nicht bzw. kriegt das nicht hin, ist mit sowas überfordert.

Mit der Kleidung ist das nicht so einfach. Wenn ich .B. mitkriege, dass die Kleine im tiefsten Winter bei Schnee nur mit Sommerschuhen herumläuft

Ähem, also diese Dame sollte das Kind NICHT grossziehen. Sie ist mit dem Kind nicht nur generell überfordert (ein Feriencamp zu buchen ist eine Petitesse) sondern kümmert sich offenbar nicht wirklich um Ihr Wohlergehen.

Hol das Kind zu DIR, unter diesen Voraussetzungen hast Du beste Chancen dafür. Dann muss Sie Dir Unterhalt zahlen und das Ganze Problem hat sich erledigt.

Das Kind im Winter nur leicht bekleidet rauszuschicken ist Verwahrlosung!
 
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  • #22
Kalle, du kamst mir zuvor. Genau das habe ich auch gedacht - und ich bin Mutter! Aber eine Frau, die mit soetwas schon überfordert ist?!? Oder eben, sie stellt sich dumm, und du FS bist dumm genug, dies auch noch zu glauben. Wobei ich weiß, wie lebensunfähig Exfrauen sein können, insbesonder wenn es darum geht, dadurch mehr Geld herauszuschlagen.

Entweder du holst das Kind zu dir, schickst sie arbeiten und sie muss zahlen - ich lese ja hier schon, das Kind ist sowieso oft bei dir - also versuche wenigstens ein Wechselmodell, damit du nichts mehr zahlen musst.

Oder du zahlst jetzt die Reise, kündigst ihr kurz vorher schriftlich an, du ziehst ihren Anteil - mind. 50 % - von der nächsten Unterhaltszahlung ab, damit sie nicht den Aufwand hat, dir das Geld zu überweisen. (denn offiziell darfst du nichts abziehen - es muss für sie nur ein Entgegenkommen und eine Erleichtung durch dich sein!)

Viel Glück! w/43
 
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  • #23
Als ich die Sache mit den Sommerschuhen in Winter gelesen habe, habe ich auch gedacht: Wieso ist das Kind nicht beim Vater? Ich habe zwei Kinder zuhause - arbeite einmal in Teilzeit angestellt in Schichten und einmal freiberuflich (also zwei Jobs), bin alleinerziehend und habe immer noch die Zeit, mit meinem jüngeren Kind Schuhe kaufen zu gehen, bzw. mit ihm online auszusuchen und zu bestellen. Jeden Tag wird frisches Mittagessen gekocht aus besten frischen Zutaten - und ich habe noch genug Zeit für mich selbst. Ich glaube, mancher stellt sich mit Absicht blöd, um keine Kosten zu haben. Wer es nicht fertig bringt, seinem Kind bei diesem dicken Winter warme Stiefel zu kaufen, der bringt auch sonst nichts auf die Reihe. Das Kind sollte wirklich beim Vater leben, denn das ist wirklich Verwahrlosung, wenn man sich nicht einmal um elementare Dinge kümmern kann!

Hallo FS, nimm das Kind zu Dir und lass die Mutter arbeiten gehen und Unterhalt zahlen! Kindergeld und Dein Unterhalt sind nicht dazu da, dass Muttern sich einen faulen Lenz machen kann, sondern um für das Kind zu sorgen!
 
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  • #24
(...) und du FS bist dumm genug, dies auch noch zu glauben.

Wenn ich mitkriege, dass das Kind im Winter mit Sommerschuhen durch den Schnee läuft, dann ist keine Zeit für Diskussionen oder Überlegungen, was zu glauben ist und was nicht. Das Kind kann nix dafür und hat Anspruch auf richtige Winterstiefel. Versetzt euch doch mal in die Lage des Kindes. Wenigstens bekomme ich Dankbarkeit zurück.

(...) und ziehst ihren Anteil - mind. 50 % - von der nächsten Unterhaltszahlung ab, damit sie nicht den Aufwand hat, dir das Geld zu überweisen. (denn offiziell darfst du nichts abziehen - es muss für sie nur ein Entgegenkommen und eine Erleichtung durch dich sein!)

Eben, ich darf nichts abziehen und da die Anwältin der ex-Frau routinemäßig den Unterhaltsanspruch hat titulieren lassen (was von meiner Seite unnötig war, da ich von Anfang gesagt habe, dass ich den Kindesunterhalt zahle), und ich eine Geschichte aus dem Bekanntenkreis kenne, wo eine ex-Frau aus Bösartigkeit nach einem Streit mithilfe des Titels die Konten des Mannes hat pfänden lassen, obwohl er zahlte, werde ich mich hüten, irgendetwas zu kürzen.
Und bevor hier eine Diskussion losgeht, das ginge nicht. Doch das geht. Die Bank kann nicht prüfen, ob die Pfändung gerechtfertigt ist. Die Konten werden erstmal gesperrt.

Nebenbei bemerkt war genau das wahrscheinlich auch das Ziel der Titulierung.

FS
 
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  • #25
hier nochmal der FS wg. "Kind zu mir nehmen"

Das hätte ich gerne getan und hätte das auch trotz Vollzeitstelle hinbekommen.
Meine ex-Frau hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht vor Gericht für sich erstritten, trotz der Defizite, die auf den Tisch kamen, wo Verfahrenspflegerin und Jugendamt aber meinten, das sei noch im Rahmen und man habe schon Schlimmeres gesehen.
Es war eine unheimliche Gradwanderung: ich wusste, dass man als Vater es sehr schwer hat, das Kind gegen den Willen der Mutter zu sich zu bekommen. Man kann da als Mann nicht volle Breitseite gegen die Frau schießen und versuchen, ihre Erziehungsfähigkeit in Frage zu stellen. Bei der Verfahrenspflegerin und der Frau vom Jugendamt ist man dann ganz schnell in der Schublade: Mann ist nicht der Lage, verantwortungsvollen, erwachsenem Umgang mit der ex-Partnerin im Sinne des Kindes zu pflegen.
Manche Dinge fallen auch unter "unterschiedliche Erziehungsstile" und die spielen vor Gericht keine Rolle oder fallen unter "Probleme auf der Paarebene", die dann auch keine Rolle spielen.

Zur 50:50 Regelung bei der Betreuung:

Leider funktionieren Absprachen zwischen meiner ex-Frau und mir überhaupt nicht. Wir haben komplett verschiedene Auffassungen darüber, was angebracht ist und was nicht.
Letztendlich habe ich das Gefühl, meine ex-Frau vertritt schon aus Prinzip immer die entgegengesetzte Meinung wie ich.

Insgesamt ist es so, dass der Nachweis vor Gericht schwer zu führen ist, warum die Tochter bei mir besser aufgehoben wäre. Die Frau arbeitet halbtags, ich vollzeit und da sagt jeder normal denkende Mensch natürlich: klar, kann die Frau sich ja viel besser uns Kind kümmern.

Bei der Sache mit dem Feriencamp ist die (Rechts)lage eigentlich klar, ich kriege sie aber nicht ohne weiteres durchgesetzt.

Neben dem Geld geht es mir ja vor allem auch um Fairness.

FS
 
  • #26
Hallo FS

Leider funktionieren Absprachen zwischen meiner ex-Frau und mir überhaupt nicht
Das plus Sommerschuhe im Winter, plus das Drama um Sommercamp und Co bringen Dir Chancen dass ein Gericht und das Jugendamt nun anders sehen. Ich hatte so einen Fall im Freundeskreis, da wurde auch erst nach der Scheidung in voller Breitseite klar dass für die Frau das Kind völlig unwichtig war und das hat auch das Gericht so gesehen. Das Kindeswohl ist einfach wichtiger. Sehe zu dass Du möglichst viel von der Verwahrlosung dokumentiert bekommst, am besten zum Beispiel einen Mitarbeiter des Jugendamtes die Schühleins zeigst.

Im Interesse Deiner Tochter, versuchs! Dein Geld oder Fairness gegenüber Dir ist da erstmal zweitrangig.
 
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  • #27
Genau hier sieht man mal wieder, wie ungerecht und lebensfremd die deutsche Un-Rechtssprechung ist. Dieser Mutter gehört kein Kind anvertraut, aber da es ja nur so sein darf... und die Mutter leider ALLE Rechte dieser Welt haben...
Könnte k.tzen, wenn ich so eine schreiende Ungerechtigkeit lese. Und der Mann muss sich ducken, muss alles zahlen, muss Männchen machen, muss ich alles gefallen lassen, um ja sein Kind nicht ganz zu verlieren!
 
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  • #28
Bevor hier wieder der Sturm der Entrüstung losgeht:

Es gibt Sommerschuhe und Sommerschuhe und es kann passieren, dass das Kind sehr wohl Winterschuhe zu Hause hat, diese aber nicht anziehen will.

Ich habe im tiefsten Winter Fünftklässler mit einfachen Sneakers und Chucks durch den Schnee stapfen sehen - und die wollten das so. Die Eltern haben sich zu Hause vermutlich den Mund fusselig geredet.
Mit dem Wort Verwahrlosung wäre ich sehr vorsichtig.

Dass hier jemand ernsthaft das Wechselmodell empfiehlt, kann ich nicht nachvollziehen.

Die Mütter haben per se nicht bessere Karten vor Gericht.
Was ein familienpsychologisches Gutachten bedeutet, weiß ich. Selbst erlebt.

Ich hätte das unseren Kindern gerne erspart, aber mein zukünftiger Ex hat einen unglaublichen Rosenkrieg wegen der Kinder losgetreten - aus purem Egoismus und reiner übersteigerter Selbstdarstellung. Er hat sich dabei nicht mit Ruhm bekleckert.
Es fällt mir deshalb manchmal sehr schwer, nichts Böses über ihn im Beisein der Kinder zu sagen.

w, ü40
 
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  • #29
"Ich habe im tiefsten Winter Fünftklässler mit einfachen Sneakers und Chucks durch den Schnee stapfen sehen - und die wollten das so. Die Eltern haben sich zu Hause vermutlich den Mund fusselig geredet."

Dann gibt es eben mal klare Ansage - nämlich, dass die Kinder im Schnee KEINE Chucks anziehen, sondern Winterschuhe! Eltern haben nicht die Aufgabe, die besten Freunde oder gar beste Kumpels ihrer Kinder zu sein, sondern dürfen (und sollen auch!) bei wichtigen Dingen klare Ansagen machen, die von ihren Kindern eingehalten werden. Wer natürlich immer nur den Weg des geringsten Widerstandes geht und es sich einfach macht, wird sich den "Mund fusselig" reden, die Verantwortung bequem abgeben - und das war es dann auch. Es gibt klare Regeln, und dazu gehört das Tragen von wettergerechter Kleidung - und Ende Gelände :)
 
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  • #30
Danke #28, sehe ich - FS - genauso. Zumal ich wusste, dass sie keine anderen Schuhe hatte und den Rest des Winters ist sie ja dankbar mir den von mir gekauften herumgelaufen.
Waren dann ihre "Lieblingsschuhe"...

Das ist aber ja in der Tat ein Nebenthema und sollte nur anhand zweier Beispiele verdeutlichen, dass ich das Gefühl habe, gar nicht anders zu können, als über den Barunterhalt hinaus weitere Ausgaben für das Kind zu tätigen.

Die ganzen "Basics" sind halt nicht gegeben: meine ex bringt mir das Kind am frühen Nachmittag vorbei und ich frage die Kleine, ob sie schon ein Mittagessen hatte, weil ich weiß, dass meine ex-Frau es mit dem Kochen nicht so hat, und sie hatte "natürlich" noch kein Mittagessen.
Essen, Kleidung, Förderung, überall hapert es.

Wenn dem nicht so wäre, würde ich wegen den Urlaubskosten ja gar nichts sagen und das übernehmen.

Wenn das so weitergeht, lasse ich mich mal vom Jugendamt beraten.

FS
 
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