• #1

Kostenaufteilung bei Eigenheim?

Sehr geehrte Foristen,
ich habe eine wichtige Frage bezüglich der Kostenaufteilung in der Beziehung.

Ich bin mit meinem Freund seit 2,5 Jahren zusammen.
Bislang haben wir ein 50:50 Modell, wir teilen die Miete und die Essenkosten fair auf.

Nun ist es so dass er ein Grundstück geerbt hat und auf diesem ein Einfamilienhaus baut. EG, OG und Keller.
Da das Haus auf seinem Grundstück gebaut wird herrscht Einheitsprinzip, sodass dieses Haus ihm gehören wird wenn es fertig gebaut und abbezahlt ist.
Diesbezüglich hatten wir schon besprochen dass er alleine den Kredit für den Hausbau aufnimmt. Ich würde ihm dann "Miete zahlen" sobald wir eingezogen wären. Es wurde noch nichts konkret festgehalten aber wir hatten einen Betrag von 800 Euro geschätzt.
(Im Falle von Elternzeit sollte der Betrag halbiert werden)

Diesbezüglich hatte ich allerdings eine Diskussion mit meinen Familienangehörigen.
Sie finden das dieser Betrag zu hoch ist. Ich würde indirekt den Hauskredit mit abzahlen hätte im Falle einer Trennung aber nicht vom investierten Geld.
Unter anderem sind einige der Ansicht er solle mich kostenlos mit im Haus wohnen lassen, bzw Ich könnte zumindest einen Teil der Nebenkosten und Lebensmittel übernehmen.
Ich möchte meinem Freund allerdings nicht auf der Tasche liege da ich selber arbeite und finanziell unabhängig sein möchte.

Ich weiß dass es hier im Forum keine Rechtsberatung gibt aber ich möchte gerne eure persönlichen Erfahrungen und Ratschläge hören.

LG
 
  • #2
Schwierig und hier immer wieder Thema.

Das "Einheitsprinzip" habe ich nicht verstanden. Man könnte auch zusammen ein haus bauen und Einigkeit darüber erzielen, dass bei einem Verkauf der Zeitwert des Grundstücks vorab abgezogen wird.

Aus meiner Sicht sollte selbstverständlich sein, dass Du die Hälfte der Nebenkosten trägst und einen Anteil zu Reparaturen etc. für die man rechnerisch eine Rücklage bilden sollte. Darüber hinaus finde ich die "ortsübliche" Miete übertrieben. Vielleicht zahlst Du einfach weiter die "Kaltmiete", die Du bisher getragen hast?

Mit Elternzeit ändert sich das. Wenn er Dir den durch die Elternschaft entgangenen Lohn ersetzt oder aber das Gesamteinkommen dann geteilt wird ist die Situation anders als wenn Du Dein Einkommen durch Elternschaft verlierst. Welchen Mietanteil müssten die Kinder bezahlen? Finde ich irgendwie absurd, dafür Regelungen festzulegen.

Was wäre Dein favorisiertes Modell, wenn Du frei wählen könntest? Dein Partner möchte ein Haus bauen und dort einziehen. Unter welchen Voraussetzungen möchtest Du dort einziehen?
 
  • #3
Ich würde indirekt den Hauskredit mit abzahlen hätte im Falle einer Trennung aber nicht vom investierten Geld.

Mit einer Miete bei einem fremden Vermieter tust du das auch und hast ebenfalls nichts vom Haus. Dummes Argument also. Wenn die Summe der Wohnfläche und dem Standard entsprechend angemessen ist, gibts da nichts zu meckern.

Wieso diskutierst du das überhaupt mit deiner Familie? Das geht sie überhaupt nichts an.

Mein Mann wohnt in meinem Haus und übernimmt alle Nebenkosten zu 100%.
Auf dem freien Markt würde er für dieses Haus und den Standard mehr als 3000€ Miete bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Also ich fände es korrekt, wenn Du dich hälftig an den Nebenkosten beteiligst.
Ihr seid ein Paar, da ist Miete nicht angebracht. Mach aber für den gerechneten Betrag einen Bausparvertrag, so dass Du im Fall der Fälle finanziellen Spielraum hast.
 
  • #5
Liebe Helena,
wenn du zur Miete wohnst, zahlst du immer indirekt den Kredit von jemand ab, bzw. lieferst eine Rendite für eine getätigte Investition. Irgendjemand hat das ja immer gebaut.
Insofern scheint mir die Regelung fair.
Ob die 800 Euro zu hoch sind hängt von der Lage ab. Sind die Betriebskosten darin enthalten?
Ich würde aber auf jeden Fall einen Mietvertrag mit ihm abschließen und alle Regelungen darin festhalten, auch, wenn dir das zwischen Partnern komisch vorkommt.
Alternativ könntet ihr die Hypothek gemeinsam aufnehmen. Dann müßtest du natürlich mit im Grundbuch eingetragen werden, würdest aber auch das Risiko mit tragen.
 
  • #6
Diesbezüglich hatte ich allerdings eine Diskussion mit meinen Familienangehörigen.
Sie finden das dieser Betrag zu hoch ist. Ich würde indirekt den Hauskredit mit abzahlen hätte im Falle einer Trennung aber nicht vom investierten Geld.
Unter anderem sind einige der Ansicht er solle mich kostenlos mit im Haus wohnen lassen, bzw Ich könnte zumindest einen Teil der Nebenkosten und Lebensmittel übernehmen.
Exakt auch meine persönliche Meinung! Miete verlangen von seiner geliebten Partnerin...
Du zahlst die Hälfte der Betriebskosten, Ernährung wird wie bisher aufgeteilt. Wenn Du meinst, dass Du Deinen Partner damit ausnutzen würdest, lade ihn zum Urlaub ein etc.
Wenn Dein Partner tatsächlich Miete von Dir verlangen würde, ist er nicht der Richtige!
ErwinM, 52
 
  • #7
Da das Haus auf seinem Grundstück gebaut wird herrscht Einheitsprinzip, sodass dieses Haus ihm gehören wird wenn es fertig gebaut und abbezahlt ist.
Kann, aber muss es nicht.
Man kann auch einen anderen Weg gehen und genau den würde ich in eurem Fall wählen: für das fertige Haus und das Grundstück wird der Makrtprtreis ermittelt und entsprechend den Anteilen (Haus hälftig und Grundstück er, d.h. sein Anteil ist höher) werdet ihr im Grundbuch eingetragen, mit Vorkaufsrecht für ihn im Trennungsfall, weil das Grundstück sein Eigentum ist.
Schlag ihm das vor und geht zum Notar. Da wredet ihr presiwert beraten, wie man das in die richtige rechtliche Form gießt.

Dann kannst Du Dich an der Hälfte der Hausbaukosten und aller Betriebskosten beteiligen und fertig ist die Kiste.
Ich finde, das ist in dem Fall der fairste Umgang, den mit steigendem Marktwert des Hauses hast auch Du einen Gegenwert für Deine Zahlungen.

Diesbezüglich hatten wir schon besprochen dass er alleine den Kredit für den Hausbau aufnimmt. Ich würde ihm dann "Miete zahlen" sobald wir eingezogen wären.
Das ist wieder voreilige Milchmädchenrechnerei, bei der die Frau über den Tisch gezogen wird.
Warum bittest Du nicht vorher um Bedenkeit und machst Dich kundig, holst Meinungen ein, warum erst nachträglich das weiblich-inkompetente Rumgemaule?
Hattest Du Angst, dass der Kerl Dir von der Fahne geht, wenn Du Dich anders aufstellst als er das will?

Es wurde noch nichts konkret festgehalten aber wir hatten einen Betrag von 800 Euro geschätzt.
Du musst wissen, was es Dir wert ist, in dem Haus zu wohnen und ob Du so viel fürs wohnen ausgeben willst, Dir das auch leisten kannnst.
Zahl für etwas nie mehr für etwas, als es Dir wert ist (also wohnen, nicht dafür, dass der Mann bei Dir bleibt).

Ich würde indirekt den Hauskredit mit abzahlen hätte im Falle einer Trennung aber nicht vom investierten Geld.
Da hat sie recht. Warum bist Du nicht selber drauf gekommen und hast eine andere Lösung gesucht, s.o.

Allerdings: wenn Du irgendwo zur Miete wohnst, dann zahlst Du auch und bildest damit kein Eigentum.

Im Falle von Elternzeit sollte der Betrag halbiert werden
Ganz schlechtes Arrangement. In der Elternzeit bekommst Du befristet reduziertes Elterngeld und Dein Partner ist Dir gegenüber unterhaltspflichtig. Da musst Du erstmal gucken, ob Du überhaupt zahlen kannst und willst, denn zuerst kommt Dein Lebensunterhalt und der Deines Kindes.

Insgesamt: wenig partnerschaftlich, wenig Gemeinsamkeit und seinerseits wenig Vertrauen darein, dass es mit euch hält. Darum sichert er sich sein Eigentum für sich allein und lässt Dich das Haus mitbezahlen.
 
  • #8
Bei der Frage streiten sich die "unterschiedlichen" Geister.
Ich bin selbst mal ua an einer solchen Frage, mit einer Beziehung gescheitert...weil eben die Geister /Einstellung von uns unterschiedlich waren.
Da ging es zwar um: gemeinsam kaufen
Er wollte 50:50 und ich vom unterschiedlichen Gehalt abmachen und auch nur mit meinem Anteil ins Grundbuch.

So fühlt sich fair, für jeden anders an

Ich denke: wenn jeder profitiert, dann ist es der beste Weg

Zb er bekommt Miete und das ist sein Gewinn, Du zahlst ggf nicht mehr als jetzt oder was Du sowieso gerne bezahlen möchtest und vorallem kannst, um auch in einem anderen Objekt schön zu wohnen.
Und am Besten: was für jeden danach zum "freien" Leben übrig bleibt, ist ähnlich.

Denn das wird oft später das Problem...einer hat viel und leistet sich viel und der andere hat kaum noch was über um sich was gutes zu tun.
So ein Ungleichgewicht, bringt negative Stimmung

Balanciert zusammen aus , dass zeigt ob eure Charaktere grundsätzlich gut harmonieren
 
  • #9
Ich möchte meinem Freund allerdings nicht auf der Tasche liege da ich selber arbeite und finanziell unabhängig sein möchte.
Hier liegt der Hase im Pfeffer. Ist er dein Freund oder Partner? Wenn du ans Kinder denkst, dann seid ihr eine Familie. Unabhängig zu sein und Familie zu haben geht nicht, da man in einer Beziehung immer irgendwie abhängig ist. Wenn du schon an eventuelle Trennung denkst und sonst dich unabhängig siehst, wird euer Konstrukt, egal, was ihr vereinbart, scheitern.
Was die Zahlen angeht - 800 finde ich auch sehr viel. Du zahlst für nichts und im Fall der Trennung stehst auf der Straße. Jaja, Miete zahlt man so oder so - stimmt, aber da kann man aussuchen, wo man wohnt und wieviel man zahlen bereit ist, ausserdem hat man freie Hand, was Gestaltung angeht und auch ist man vertraglich abgesichert.
Freiwillig mehr kannst du zahlen, wenn dein Freund sich sehr entgegenkommend zeigt, was hier irgendwie nicht der Fall ist. Immer noch in Elternzeit 400 Euro Miete zahlen?? Zu den anderen Kosten?? In dieser Zeit hast du Verdienstausfall, was dir dein Freund nicht zahlen wird, an deiner Stelle hätte ich dieses Geld lieber in Privatvorsorge gesteckt oder zum Vermögenaufbau.
Hier scheint wieder ein Fall zu sein, wo der Mann schaltet und Walter und Frau nur "dazugehört".
 
  • #10
Ich persönlich würde meinem langjährigen Partner, mit dem ich meine Zukunft plane, Hochzeit und Kinder, keine Miete zahlen, erst recht nicht in der o.g. Höhe. Es hat einen komischen Beigeschmack.
Kann, aber muss es nicht.
Man kann auch einen anderen Weg gehen und genau den würde ich in eurem Fall wählen: für das fertige Haus und das Grundstück wird der Makrtprtreis ermittelt und entsprechend den Anteilen (Haus hälftig und Grundstück er, d.h. sein Anteil ist höher) werdet ihr im Grundbuch eingetragen, mit Vorkaufsrecht für ihn im Trennungsfall, weil das Grundstück sein Eigentum ist.
Schlag ihm das vor und geht zum Notar. Da wredet ihr presiwert beraten, wie man das in die richtige rechtliche Form gießt.

Dann kannst Du Dich an der Hälfte der Hausbaukosten und aller Betriebskosten beteiligen und fertig ist die Kiste.
Ich finde, das ist in dem Fall der fairste Umgang, den mit steigendem Marktwert des Hauses hast auch Du einen Gegenwert für Deine Zahlungen.
Schlag ihm das mal vor, da hast du langfristig mehr von.
 
  • #11
Deine Verwandten haben recht! Dies ist jetzt buchstäblich eine andere Hausnummer.

Wenn, dann wohnst du da drin komplett mietfrei, andernfalls wird geheiratet.
Als Ehefrau steht man dann doch anders da.
Es geht hier nicht um den vielbesungenen Materialismus den schwache Männer besingen, sondern um Sicherheiten. Ganz besonders deine Sicherheit.

Falls es zur Trennung kommen sollte, mit oder ohne Kind, stehst du vor dem Nichts!!!!!
Zwischenzeitlich hast du viel Geld bezahlt, verdammt viel persönliche Arbeit und Energie in dieses Haus durch Bewirtschaftung gesteckt. 👀!
Das musst deine persönliche Arbeitskraft auch mit einrechnen!!!! 👆
Wo liegt du dem dann auf der Tasche?
Diese Arbeit wird wohl zum größten Anteil von dir erfolgen. Oder? Da sind bestimmt mehr Fenster zum putzen.

Falls doch Geld von deiner Seite fließt, sorge dafür, dass du im Grundbuch stehst. Irgendwas, was dir Sicherheit verschafft.

Für alle Fälle konsultiere doch einen Anwalt zu einem Beratungsgespräch!
Ich erachte das als notwendig.
Rufe gleich nächste Woche eine Kanzlei an, schildere deinen Fall und vereinbare ein Beratungsgespräch. Das Erstgespräch ist, glaube ich, kostenfrei (falls du keine Rechtsschutz hast).
Abgesehen davon, wer €800,00 Miete zahlen will, kann das Gespräch auch bezahlen.
Das sollte dir deine Zukunft und vor allem deine Sicherheit wert sein.

Immer daran denken, es geht um Sicherheiten! Du bezahlst in DIESEM Fall bei Miete viel Geld, bekommst nix zurück. Du bezahlst seinen Kredit, kriegst nix bei dieser indirekten Zahlung. Da haben deine Verwandten recht!

Ein Anwalt kann dich beraten und ggf. auch vertreten.
 
  • #12
Du hast folgenden Möglichkeiten:
Variante eins: Ziehe in das Haus nicht ein. Suche dir in der Nähe eine kleine Wohnung und lebe das LAT Modell. Dann kannst Du 800 Euro in deiner eigenen Wohnung stecken und gehst dieses Problem (mein Haus/ dein Haus) komplett aus dem Weg.
Zweite Variante: Er soll dich in Bauvorhaben beteiligen in Form von Einliegerwohnung/Mietkauf.
Variante 3: Du ziehst in das Haus ein und zahlt 800 Euro im Monat und wenn die Beziehung in 4 Jahren scheitert (verfluchte 7. Jahr) dann suchst Du Dir eine andere Wohnung.
Ich persönlich bin für die erste Variante.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Wieso diskutierst du das überhaupt mit deiner Familie? Das geht sie überhaupt nichts an.
Genau!
Diesbezüglich hatte ich allerdings eine Diskussion mit meinen Familienangehörigen.
Das geht sie gar nix an!
Da das Haus auf seinem Grundstück gebaut wird herrscht Einheitsprinzip, sodass dieses Haus ihm gehören wird wenn es fertig gebaut und abbezahlt ist.
Das lässt sich ändern, ich würde seinen Vorschlag nicht annehmen!
Für mich gäbe es nur einen einzigen Vorschlag: nur mit Grundbucheintrag und gemeinsam finanzieren zu 50/50, er bekommt lediglich den Zuschlag v. Grundstück, was kann man alles so beim Notar regeln, Ende, Punkt!
Alles andere läuft einseitig gegen dich, ist negativ, destruktiv, belastet die Beziehung und wird sich irgendwann rächen!
Diesbezüglich hatten wir schon besprochen dass er alleine den Kredit für den Hausbau aufnimmt. Ich würde ihm dann "Miete zahlen" sobald wir eingezogen wären. Es wurde noch nichts konkret festgehalten aber wir hatten einen Betrag von 800 Euro geschätzt.
(Im Falle von Elternzeit sollte der Betrag halbiert werden)
Geh auf diesen Vorschlag nicht ein, du wirst es später bereuen, in einer guten Beziehung macht man das so nicht!
Ich weiß dass es hier im Forum keine Rechtsberatung gibt aber ich möchte gerne eure persönlichen Erfahrungen und Ratschläge hören.
Es geht hier nicht um Rechtsberatungen, es geht hier um Beziehungs - Ausgleich und um Beziehungs - Gerechtigkeit!
Ein Anwalt kann dich beraten und ggf. auch vertreten.
Ich brauche dazu keinen Anwalt, nur einen Notar!
 
  • #15
Hallo Foristen,
ich stimme der Kritik zu.
Juristisch kenne ich mich schlecht aus und da hätte ich mir im Vorfeld Gedanken darüber machen sollen.

Prinzipiell sehe ich dann nur 2 Optionen.
1. Ich beteilige mich an den Kosten und werde ins Grundbuch mit eingetragen. Somit würde das Haus mir zu 50% gehören.
2. Ich zahle einen Teil der Nebenkosten und Proviant und erhebe keinen Anspruch auf das Haus.

Es ist auch nicht so dass mein Freund explizit verlangt hätte: Du Musst Miete zahlen. Ich habe von mir aus angeboten einen bestimmten Betrag zu zahlen. (die Höhe war da allerdings offen)

Die Summe für mich aktuell kein Problem. Nur im Falle einer Schwangerschaft würde ich finanzielle Einbußen haben da die Bezahlung der 24h Dienste dann wegfällt.

LG
 
  • #16
B

Blume94

Gast
  • #17
Hm also, ich bin schon dafür etwas gemeinsam aufzubauen, zusammen, weil vielleicht ist der andere dann irgendwie eingeschränkt (möchte gerne auch etwas selber besitzen was man seinen Kindern vererben kann, wie Wohneigentum und ist dadurch eingeschränkt, weil man seinem Partner Miete zahlen muss weil man zusammen leben möchte und das Haus neu ist und teurer als vllt irgendwo fremd zur Miete zur wohnen).
Das Grundstück hat er vererbt bekommen es ist seins, alles was fest mit dem Grundstück verbunden ist, gehört zum Grundstück also ihm, man kauft ein Grundstück und kein Haus als einzelnes Objekt. Eine Schubkarre als Beispiel auf dem Grundstück, sie hat Räder die kannst du verschieben, sie gehört nicht zum Grundstück, eine Garage die fest mit dem Boden verbunden ist und nicht auf Rädern steht gehört zum Grundstück.

Du könntest ihm vorschlagen, dass du ihm die Hälfte vom Grundstück zahlst und ihr gemeinsam baut (50/50 falls du dir das leisten kannst und euch dies alles dann zusammen gehört, gleichermaßen).
Wenn man seinem Partner ewig Miete zahlen muss und irgendwie als Mieterin zusammen lebt, finde ich das komisch, wenn man noch jung ist und vllt gemeinsam Pläne verwirklich könnte, zusammen Kinder bekommen möchte, die ohnehin irgendwann erben werden (Berliner Testament wäre sinnvoll bei 50/50).

Am Ende müssen sich beide verständigen, wie es für beide vertretbar und in Ordnung wäre, beide müssen es als gerecht empfinden.

Ich denke wenn man älter ist, ist das vielleicht nochmal etwas anders. Aber Nebenkosten und Lebensmittel etc. finde ich hälftig schon angemessen wenn man zusammen wohnt und es ist lieb wenn der Partner einen dann entgegenkommt und sagt für die Miete möchte ich nur ein bisschen oder sogar nichts. Am Ende ist es das Haus deines Partners.

Wohnrecht wäre vllt auch was was du verhandeln könntest, wenn du einen großen Anteil mit trägst.

W 27
 
  • #18
2. Ich zahle einen Teil der Nebenkosten und Proviant und erhebe keinen Anspruch auf das Haus.
Ich könnte mir auch ein Konstrukt vorstellen, bei dem einfach beide gleich profitieren. Zum Beispiel die Hälfte Deines aktuellen Kaltmieteanteils als Beitrag zu seinen Kosten und die Nebenkosten komplett teilen.
Es ist auch nicht so dass mein Freund explizit verlangt hätte: Du Musst Miete zahlen. Ich habe von mir aus angeboten einen bestimmten Betrag zu zahlen. (die Höhe war da allerdings offen)
Klingt für mich nach: wir reden nicht darüber und sind dann hinterher sauer, wenn es nicht unseren Erwartungen entspricht.
Nur im Falle einer Schwangerschaft würde ich finanzielle Einbußen haben da die Bezahlung der 24h Dienste dann wegfällt.
Wie ist denn dafür die Planung? Heirat? Aufteilung der Elternzeit? Gemeinsame Kasse? Rentenbeitrag für Dich?

Ich finde das Vorgehen bei gemeinsamer Familienplanung insgesamt schräg.
 
B

Blume94

Gast
  • #19
Die Summe für mich aktuell kein Problem. Nur im Falle einer Schwangerschaft würde ich finanzielle Einbußen haben da die Bezahlung der 24h Dienste dann wegfällt.
Momentchen mal ☝️Familienplanung da gehören zwei zu, man ist eine Familie und man ist beide verantwortlich das es läuft in allen Bereichen, man muss sich dann aufteilen und das alles vorab genau besprechen. Du bist da nicht alleine verantwortlich und musst deinen Pflichten wie zuvor gehandhabt, nicht genauso weiterführen, denn du bist die Frau die erstmal „eingeschränkt“ ist für mindestens ein paar Wochen (in der Mutterschaftszeit bekommst du dein normales Gehalt, Teil KK, Teil AG, danach dann die Elternzeit abhängig vom Einkommen und auch wie lange man Elternzeit in Anspruch nimmt, und sowas bespricht man vorher und wenn ein Partner da nicht unterstützen möchte und meint die Frau wäre alleine für das Kind und zusätzlich noch dafür verantwortlich ihren gewohnten Beitrag zu leisten, dann ist der Kerl der falsche, mit dem sollte man keine Familie gründen oder planen).
Zusammen füreinander da sein, es ist das gemeinsame Kind, für das man zusammen sorgt, da schmiedet man zusammen einen Masterplan, ob das 50/50 sind kann man gucken, ob beide beruflich zurück treten muss man auch gucken und wie das dann passt mit eventuellen Verbindlichkeiten.
Aber gut wenn man das vorher bespricht, wenn man erstmal ne dicke Hausrate an der Backe kleben hat dann ist das unter Umständen zu spät und es gibt vllt nicht so viele Optionen, vor allem wenn einer sehr viel verdient und der andere nur durchschnittlich.

Wir haben auch ein Haus gebaut und das hat natürlich auch eine Stange Geld gekostet, es gehört uns 50/50. Mein Mann verdient einiges mehr als ich und daher blieb uns nur, dass ich die Elternzeit (bis auf zwei Monate) alleine in Anspruch nehme. Wir haben zusätzlich vorgesorgt falls einem etwas passieren sollte, dann hat der andere nicht mehr die ganze Summe Schulden am Hals und ist noch in der Lage es weiter zu bezahlen bzw. er könnte es alleine bezahlen, sonst würde ich immer so planen das es im Regelfall beide bezahlen können, falls der andere ausfällt. Nicht bis Oberkante Unterlippe verschulden.
 
  • #20
Meine Freundin lebt das so.
Er hat das Haus gekauft und über Hypothek finanziert. Sie zahlt ihm Miete. Die Betriebskosten sind inkludiert. Die Lebenshaltungskosten teilen sie.
Sie hat einen Mietvertrag, der ihr zusichert, das im Falle einer Trennung oder seines Todes noch ein Jahr dort wohnen bleiben kann. Denn erbberechtigt bist du ohne Heirat auch nicht einfach so. Kann man aber notariell regeln.
Sie beschwert sich immer, wenn er Geld in das Haus steckt, um zu reparieren oder zu verbessern, weil ihm dann Geld für Urlaub oder gemeinsame Aktivitäten fehlt.
Aber so ist es eben. Ein Haus ist kein Selbstgänger. Es bedeutet auch Verantwortung und kostet Geld.
Wie immer du dich entscheidest, sicher dich ab!
 
  • #22
Sie beschwert sich immer, wenn er Geld in das Haus steckt, um zu reparieren oder zu verbessern, weil ihm dann Geld für Urlaub oder gemeinsame Aktivitäten fehlt.
Aber so ist es eben. Ein Haus ist kein Selbstgänger. Es bedeutet auch Verantwortung und kostet Geld.
Wie immer du dich entscheidest, sicher dich ab!
Wer so eingeschränkt mit Haus lebt, hat sich nach meiner Meinung, nicht nur selbst das Haus, sondern auch gleichzeitig sein eigenes Gefängnis gebaut, das wäre nix für mich!
 
  • #23
Mein Partner wohnt mietfrei in meinem Haus. Dies aber nur, weil er sich mit Haus- und Gartenarbeiten, Reparaturen, etc erheblich einbringt. Wir rechnen das nicht aus, ich verlange es nicht, er macht es von sich aus. Das ist unser gemeinsames Leben, eben ein Miteinander. Keiner will den anderen ausnehmen. Er investiert natürlich mehr als in einer Mietwohnung, im Gegenzug bekommt er dafür aber auch Wohnkomfort, den er schätzt und den er sich selbst nicht leisten könnte.. Alle Verbrauchskosten werden geteilt, auch wenn er einiges mehr als ich verdient.

Was dich, liebe Fs betrifft, folgender Gedanke: wenn du eine normale Mietwohnung hast, zahlst du damit auch dem Vermieter einen Teil, damit er den Hauskredit abzahlen kann, ohne dass du dauerhaft irgendwas davon hast oder mitnehmen kannst.

Wenn man eine Beziehung hat, sehe ich jedoch so dass man sich eigentlich aus einem gemeinsamen Topf wirtschaften sollte.

Mein Vorschlag für dich: gehe davon aus, ihr hättet eine gemeinsame Mietwohnung, in der jeder die Hälfte der Miete bezahlen würde. Und diesen hälftigen Betrag würde ich an deiner Stelle ihm als Miete zahlen.

Damit stellst du dich besser, als wenn du eine Wohnung alleine unterhalten musst und er muss dich nicht für lau wohnen lassen, ohne irgendetwas davon zu haben. Ich weiß ja nicht, wo du wohnst und wie dort die üblichen Mieten sind, aber 800 € finde ich dann doch schon auch ganz schön viel.

Ich würde den hälftigen Mietpreis einer durchschnittlichen Zweiraumwohnung ansetzen wo du bislang gewohnt hast.
 
  • #26
Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Ich werde morgen auf jeden Fall das Gespräch mit meinem Freund suchen.
Sollte er auf meine Bedenken nicht eingehen so werde ich zumindest wissen dass ihm eine materielle Absicherung wichtiger ist als eine Partnerschaft.

Bislang waren wir jedoch immer in der Lage konstruktive Gespräche mit Lösungsansätzen zu führen.

LG
 
  • #27
Nun ist es so dass er ein Grundstück geerbt hat und auf diesem ein Einfamilienhaus baut. EG, OG und Keller.
Da das Haus auf seinem Grundstück gebaut wird herrscht Einheitsprinzip, sodass dieses Haus ihm gehören wird wenn es fertig gebaut und abbezahlt ist.
Vielleicht bin ich da zu unbedarft, aber wenn das Grundstück nicht am stillen See liegt oder ein unverbaubarer Meeresblick dran hängt, ist es für mich nur Baugrund. Wichtig ist das, was drauf kommt.

Zudem seid Ihr am Anfang Eures gemeinsamen Lebens und nicht im Midlife. Ihr wollt gemeinsame Kinder und da sollte es doch ein "wir" geben und nicht nur ich, meins. Gemeinsam so wäre es besser. Aber soweit seid Ihr noch nicht. Vielleicht wollt Ihr das beide auch nicht. Jeder für sich selber.

Überlege gut was Du machst und auf was Du Dich einläßt.

Wir wirtschaften gemeinsam seitdem wir zusammenwohnen. Und als meine Frau das erste Mal schwanger war, kam sie mit ins Grundbuch. Ganz wichtig, sprecht nicht nur über die Kosten, auch über die Teilung, die Arbeit, den Alltag wenn Nachwuchs da ist. Du wärst nicht die erste Frau, die mit der Betreuung alleine gelassen wird.

Bislang waren wir jedoch immer in der Lage konstruktive Gespräche mit Lösungsansätzen zu führen.
Hat er Deine bisherigen Angebote 800€ und reduziert auf 400€ wenn Du in EZ wärst, so akzeptiert? Da hak mal ganz intensiv nach. Das ist völlig an der Realität vorbei.

Kann es sein, dass Ihr Euch so richtig noch gar keinen Kopf über Eltern werden und die Konsequenzen gemacht habt?
 
  • #28
Mein Partner wohnt mietfrei in meinem Haus. Dies aber nur, weil er sich mit Haus- und Gartenarbeiten, Reparaturen, etc erheblich einbringt. Wir rechnen das nicht aus, ich verlange es nicht, er macht es von sich aus. Das ist unser gemeinsames Leben, eben ein Miteinander. Keiner will den anderen ausnehmen. Er investiert natürlich mehr als in einer Mietwohnung, im Gegenzug bekommt er dafür aber auch Wohnkomfort, den er schätzt und den er sich selbst nicht leisten könnte.. Alle Verbrauchskosten werden geteilt, auch wenn er einiges mehr als ich verdient.
Na ja, ein Widerspruch von dir - er zahlt zwar nichts, du "lässt" ihn wohnen, aber auch nur, weil er sich körperlich einbringt. Also wohnt er keineswegs mietfrei.
Das Argument mit der Miete kann ich auch nicht ganz nachvollziehen - beim Mieter habe ich einen Vertrag, ich kann meine Wohnung aussuchen und frei gestalten, bei jemandem anderen habe ich Null Rechte und muss mich mit bestimmter Lage, Quadratmeter und Ausrichtung begnügen. Und mein Dach über dem Kopf hängt quasi vom Wohlwollen meines Partners ab. In einer Mietwohnung kann ich dagegen lebenslang wohnen.
 
  • #29
Mein Mann wohnt in meinem Haus und übernimmt alle Nebenkosten zu 100%.
Auf dem freien Markt würde er für dieses Haus und den Standard mehr als 3000€ Miete bezahlen.
Sorry das verstehe ich nicht. Dass man sich an den Nebenkosten zu beteiligen hat ist ja in Ordnung. Darüber braucht man auch nicht zu diskutieren. Aber du verursachst ja auch Kosten. Also du verbrauchst Wasser, Strom du heizt usw. Wenn ich dich also richtig verstanden habe zahlt er alles komplett und du überhaupt nicht.
 
  • #30
Dein Freund möchte echt 800€ Miete von dir und kann damit praktisch sein Haus abbezahlen?
Und wenn ihr euch trennt hat er mit deiner guten finanziellen Hilfe sein Haus abbezahlt oder zumindest weitgehend abbezahlt?!

Du kannst dann wieder von vorne bei null anfangen, kannst dich nach einer neuen Wohnung umsehen, dir neue Möbel kaufen, er hat weiter sein Haus das er mit deiner Hilfe abbezahlt hat....

Finde ich total ungerecht.
Wenn ihr noch jung genug seid und über Familiengründung nachdenkt, würde ich mit dem Mann gar nicht zusammenziehen ohne dass er mich heiraten möchte.

Dieses neumodische Zusammenleben mit Kindern ohne verheiratet zu sein empfinde ich für eine Frau als richtige Benachteiligung.
Er kann dich dann mit Kindern aus seinem Haus rausekeln, du hast bei einer Trennung keine Rechte im Haus zu bleiben und musst mit Kindern ausziehen und um jeden Cent feilschen.

Wie alt bist du? Nach 2 1/2 Jahren mit Kinderwunsch würde ich nur mit Heirat zu dem Mann ziehen.
Und wenn du finanziell unabhängig bleiben möchtest wird das richtig schwer mit Kindern.

Das ist dann für mich auch keine richtige Partnerschaft.
Möchte ich auf keinen Fall (vorübergehend) einen finanziellen Ausgleich vom Partner, weil ich seine Kinder bekomme, dann bleibe ich einfach alleine.
 
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