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  • #1

Kulturelle Unterschiede bei Schönheitsidealen?

Grundsätzlich bekommen wir ja tagtäglich von den Medien ein gewisses Schönheitsideal aufgezwungen: Groß, dünn, blond, blauäugig. Ist das hier nur ein europäisches Phänomen oder kann man hier von einem gobalem Vorbild sprechen?
 
  • #2
Die Frage: Natürlich sind die Schönheitsideale unterschiedlich. Gross blond blauäugig macht in Japan, China und Scharzafrika auch wenig Sinn, oder?

Und wieso wird uns was aufgezwungen? Kannst Du nicht selbst denken und Deinen Geschmack entwickeln? Und wieso glaubst Du dass nicht auch Frauen die dunkelhäutig- haarig-äugig sind nicht auch Schönheitsideale sind? Iris Berben galt über viele Jahre hinweg zu recht als attraktivste Frau Deutschlands. Dagegen ist Vroni Verres ein Mauerblümchen. Wer von den beiden ist blond?
 
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  • #3
Ich lasse mir nichts aufzwingen.
Außerdem ändert sich so etwas ständig. Noch vor 100 Jahren waren die Zeitungen voller Kleinanzeigen zu Mittelchen, mit denen man schnell und problemlos zunehmen konnte, damit man nicht so unattraktiv dünn war.
 
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  • #4
...oder in den arabischen Ländern, da herrscht auch ein anderes Schönheitsideal. Bei uns schwappt das doch manipilativ aus den USA herüber. Ich (m/40) kann das alles nicht mehr sehen und bevorzuge sowieso den authentischen Typ Frau, die ihren eigenen Stil gefunden hat. Egal ob blond, braun, rot oder schwarzhaarig - alles Bullshit
 
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  • #5
Ich glaube nicht, dass es ein globales Vorbild ist. Angelina Jolie, Megan Fox, Cindy Crawford, Katy Perry, Dita van Teese, Nicole Scherzinger, Cheryl Cole, Laetita Casta, Cathrine Zeta Jones u.a. sind nicht blond und trotzdem schön. Und ich bekomme auch haufenweise Komplimente (von Männern und Frauen) und bin nicht blond und blauäugig (sondern eher ein Schneewittchentyp).
@ #3 "Egal ob blond, braun, rot oder schwarzhaarig - alles Bullshit "? Seit wann sind Haarfarben Bullshit? Sollen die Haare vielleicht pink sein? Oder bevorzugst du Frauen mit Glatze?
 
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  • #6
@4
Mit Bullshit meinte er nicht die Haarfarben, sondern alle Schönheitsideale.
 
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  • #7
Jede Kultur und jede Zeit hat ihre Ideale. Marilyn Monroe wäre heute übergewichtig. Von den meisten Foristen würde sie wegen "ein paar Pfunden zuviel" nicht angeschrieben werden.

Eine Bekannte, Kleidergröße 36, ging nach Saudi Arabien. Dort ist sie ein mageres Hühnchen und für die meisten Männer völlig unattraktiv. Sie nimmt gerade zu. Ziel ist Größe 40/42.

Blond wird, wie Umfragen von EP sagen, von vielen Männern bevorzugt. Andere Umfragen haben als Ergebnis, dass blonde Frauen für Affären begehrt sind, geheiratet werden lieber Brünette.

Interessant, dass es für Männer nicht diese Schönheitsideale gibt! Sehr gern würde ich mal ausgiebig über Haarfarbe und Gewicht von Männern diskutieren und diese Fragen von Männern im Forum auch noch als diskussionswürdig bewertet finden.

Liebe Frauen - AUFWACHEN!
 
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  • #8
Das Schönheitsideal ist überall gleich. Deshalb hängt die Zunge nicht nur bei Afrikanern sondern auch bei Asiaten aus dem Mund, wenn sie eine Blondine sehen. Bei schwarzhaarigen Mandelaugen sieht man dies sehr selten.
 
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  • #9
Also als blonder und grosser Mann komme ich bei Asiaten sehr gut an, nur leider finde ich die unattraktiv. Ich stehe ebenfalls auf gross, blond und schlank.
 
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  • #10
Ich stehe überhaupt nicht auf Blond, sondern mir gefallen dunkelhaarige und -äugige rassige Frauen.
Die Schönheitsideale sind kulturell und persönlich sehr verschieden.
Cathrine Zeta Jones oder Königin Rania von Jordanien sind für mich zwei der schönsten Frauen der Welt
Und wie viele Männer finden Asiatinnen schön!
 
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  • #11
@7

Es stimmt zwar dass Afrikaner und Asiaten z.T. extrem auf Blonde reagieren, das liegt aber daran dass es für diese Nationalitäten was Ungewöhnliches ist und Seltenheitswert hat. So als würde bei uns ein Angehöriger eines Urwaldstammes mit Lendenschurz und tellergroßen Ohrlöchern durch Berlin laufen. Mit ,,Schönheitsideal" hat das nichts zu tun - ich habe auch kaum jemals Afrikanerinnen oder Asiatinnen gesehen, die sich blond färben und blaue Kontaktlinsen verwenden...
 
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  • #12
Das ist ein zigmal untersuchtes Phänomen:

Engel sind IMMER blond,
auf dem Cover von Illustrierten sind viel öfter Blonde abgelichtet,
im TV werden hauptsächlich Blonde (Nachrichten, Moderation) präsentiert,
Claudia Schiffer und Heidi Klum sind beide blond, Stars und Spitzenverdiener,
blond gilt in den meisten Kulturen als schön.

"Blond wie eine Semmel sein,
blonder als der Sonnenschein,
blond wie ein Weizenfeld,
weil Blondinen vieles leichter fällt"

sang schon Reinhard Fendrich.

Dass Männer lieber Brünette heiraten, ist zum o.a. kein Widerspruch, denn Männer wollen eine Frau, die nicht zu sehr auffällt, da sie meist eifersüchtig und besitzergreifend sind (man denke an den Aufstand eines Ehemanns, wenn seine Frau zu sexy gekleidet das Haus verlassen will).

Das Phänomen ist übrigens auch untersucht und hinlänglich bekannt.
Von der Lebenspartnerwahl auf den Attraktivitätsgrad zu schließen ist demnach ein logischer Fehler.

Iris Berben galt als "schönste Frau" weil sie von den Medien gepuscht wurde, deren Eigner der Glaubensrichtung angehören, die von ihr medienwirksam unterstützt wird und wo ein dunkles Erscheinungsbild schon aus politischen Gründen dem blond/blauäugigen vorgezogen wird. Das ist der Grund!
 
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  • #13
Viele dunkelhaarige Frauen wirken geheimnisvoll und verführerisch, während die meisten Blondinen, wenn sie nicht gerade aussehen wie Brigitte Bardot in jungen Jahren, doch eher rüberkommen wie die nette Nachbarin von nebenan und dadurch weniger Angst machen.
 
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  • #14
Zu #11: Ist denn nicht eher das Gesamtpaket entscheidend als nur die blonden Haare und die blauen Augen? Es gibt doch auch viele sehr attraktive brünette/dunkelhaarige Frauen neben denen eine fade mitteleuropäische Durchschnittsblondine so gar nicht auffällt. Und Heidi Klum, Claudia Schiffer & Co. wären auch als Brünette sehr attraktiv weil sie eben insgesamt um Längen besser aussehen als die Durchschnittsbevölkerung. Letztendlich glaube ich daß es weniger die Haarfarbe bzw. die Augenfarbe ist um ein Schönheitsideal festzumachen sondern viel mehr der Gesamteindruck: schönes symmetrisches Gesicht mit großen Augen und vollen Lippen, schöne glatte Haut, gepflegte volle Haare, gute Figur, etc. Der Rest (ob blond, dunkel, rothaarig etc.) ist dann eher eine Frage des individuellen Geschmacks und natürlich auch der kulturellen Prägung - dh. man findet schön was man kennt. Ich glaube dennoch nicht, daß auch nur ein einziger Mann einer unscheinbaren 08/15 - Blondine mit dünnen Fusselhaaren und verkniffenem Rosinenmund mit Kleidergröße 38/40 (wie es nun einmal dem deutschen Durchschnitt entspricht) einer schönen Latina mit 90-60-90 Maßen den Vorzug geben würde (wenn er denn beide haben könnte). Es sein denn er ist blind.
 
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  • #15
In ganz Osteuropa galt bis vor ein Paar Jahren ein Schönheitsideal, das mit blond-groß-blauäugig nichts zu tun hatte.
Rassig war angesagt, groß und hell gilt dort bis heute als langweilig und schwer erregbar -bei Frauen.

Hat unter anderem damit zu tun, dass wenn man ausserhalb der Stadtgrenze von Moskau sich bewegt, man kaum noch einen Menschen mit dunklen Augen und Haaren trifft.

Seit der Verwestlichung und dem massiven Auftreten der Kosmetikindustie hat es sich doch etwas zum westlichen Geschmack hin gewandelt.

Polen ist wiederum anders, da ist die Idealvorstellung der deutschen sehr ähnlich.
 
  • #16
@11
Tja, das ist wohl eine verschobene wahrnehmung, wahrscheinlich weil Du auf Blond stehst.

Ich mag lieber das Teufelchen als den langweiligen Engel

Die weltweit als Idealfrau angesehene Angelina Jolie ist ebenfalls dunkel (hat dieser schöne Mann nicht eine Blondine für Sie verlassen?) Ich kann Dir dutzende weiterer Beispiele nennen, genauso bei Moderatorinnen wie Maybrit Illner, Monika Lierhaus oder Sandra Maischberger.

@6 Wo lebst Du denn? Natürlich gibts diese Ideale auch bei Männern. Wampe kommt auch bei uns Jungs nicht gut, dazu noch bitteschön volles Haar, männliche Gesichtszüge, Kindliche Körperbehaarung (keine) Muckis, Sixpack etc.
 
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  • #17
Lieber Kalle,

es ist, aus eigener Erfahrung gesprochen, doch wohl so, daß sehr oft Männer, die beileibe nicht als Adonis durchgehen, auch bei viel gutem willen nicht, Frauen bewerten nach ihrem Äußeren und diese dann schon genau danach aussortiert werden, oder nicht, die Kriterien sind hinlänglich bekannt und benannt worden.
Wenn sich ein kleiner schuddeliger glatzköpfiger Dickbauch darüber mokiert, daß ich über Weihnachten wohl zugenommen hätte, schicke ich den mit einem Blick unsangespitzt in die Eiswüste.....er hatte übrigens recht! :-(
Aber es stimmt schon, wenn man nicht eiem bestimmten Schönheitsideal entspricht, braucht man heutzutage andere schwerwiegende Qualitäten, um zurecht zu kommen und Erfolg zu haben.
 
  • #18
@16
grins- natürlich gibts Menschen die meinen alles verlangen zu können und selbst nichts zu bringen...Die darf man eben nicht Ernst nehmen. Und einer Frau zu sagen dass Sie zugenommen hat- was für ein Anfängerfehler! Mal ehrlich, das hättest Du auch einem Adonis nicht durchgehen lassen, oder?
 
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  • #19
Na klar gibt es kulturelle Unterschiede bei Schönheitsidealen. Da brauchst Du nicht mal nach Afrika schielen. Da reicht schon der Blick zu unseren nahen Nachbarländern. Zum Beispiel Frankreich vs. Schweden.
 
  • #20
Schönheitsideale sind kulturell bedingt, das ist ein Faktum. In Saudi Arabien wird die brünette Frau mit hellen Augen und weiblicher Figur (kurvig wird leider heutzutage als ein charmantes Synonym für fettleibig verwendet, ich spreche nicht von Übergewicht sondern von Weiblichkeit) bevorzugt (siehe libanesische Schönheiten wie Nicole Saba, Nancy Ajram oder Anabella Hilal). Was Blondinen betrifft sind dort slawische Frauen beliebter aufgrund ihrer Erscheinung die von den Skandinavierinnen eindeutig unterscheidet.
 
  • #21
Da richtiges Blond aussieht wie Gold und diese Haarfarbe wesentlich seltener ist von der Natur her, waren blonde Haare in der Geschichte total begehrt, habe ich mal gelesen. Die Römerinnen hatten, nachdem sie die Sklavinnen aus dem Norden gesehen hatten, verschiedene Prozeduren, um ihr Haar zu bleichen oder sie schnitten die Haare ab, um sich blonde Perrücken zu fertigen.
Die gemeine Barbie ist blond, die früheren Sexsymbole sind blond usw. Ich hab mal gehört, dass Blonde sehr aufsehenerregend sind in Ländern, wo die schwarze Haarfarbe vorherrscht. In nordischen Ländern dagegen sind die Brünetten mit bräunlicher Haut gefragter. Aber das Schönheitsideal ist ja noch lange nicht das, was man als Partner bevorzugt, denn hier scheint es ja mehr so zu sein, dass die Mehrheit KEINE auffälligen Menschen wählt, die vom eigenen Aussehen sehr abweichen, außer es geht nur um Narzissmus. Deswegen gibt es ja auch immer Diskussionen, ob jemand zu schön ist oder wenn sich jemand verliebt hat in eine Person mit anderer Hautfarbe und die Familie Stress macht.

Ich denke, seit jeder ohne Probleme jede Haarfarbe haben kann und blondes Haar nicht mehr mit so viel Strapazen verbunden ist wie Hüte nur mit Krempe stundenlang in der Sonne sitzend zu tragen und eine Paste ins Haar schmieren, um dann Stroh auf dem Kopf zu haben, ist es sowieso viel individueller geworden und die Geschmäcker können sich viel mehr differenzieren, weil halt alles immer vorhanden ist.

Mit Haarfarben werden durchaus verschiedene Eigenschaften und Klischees verbunden. Blond gilt als frivol, naiv und jugendlich, dunkel als rassig, ernsthaft und geheimnisvoll, rot als selbstbestimmt, erotisch und leidenschaftlich. Das Klischee kann m.E. aber nur gelten, wenn man in der Bevölkerung von Natur aus alle drei Haarfarben hat, denn es gäbe ja dann keine frivolen oder leidenschaftlichen Chinesen. Keine Ahnung, woher die Klischees kommen, ich denke, die Filmindustrie hat kräftig mitgewirkt, das zu prägen. Es gab oft auch abgründige Blondinen, denn die eiskalte Verführerin war auch meist ne Blonde in den Filmen. Also von wegen langweilige Nette.