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Gast

  • #1

Kurzer oder langer E-Mail Kontakt vor Date. Was macht das aus?

Nette emails hin oder her, zum Schluß möchte doch jeder einen Partner finden der zu einem passt. Und da ist die reale Begegnung entscheidend.

MIr geht es so, dass ich lieber schnell ein Treffen haben möchte um den Mann persönlich erleben zu können. Vorher telefonieren ist auch klar, im Gespräch wird schon deutlich ob evtl. eine Sympathie vorhanden ist.

Jetzt passiert es mir aber auch, dass wegen der Entfernung ein Treffen nicht sofort möglich ist und ich oder er auch ein Telefongespräch nicht sofort forcieren. Dadurch entwickelt sich ein durchaus netter Gedankenaustausch und eine Art Vertrautheit kann sich einstellen.

Dadurch stelle ich bei mir fest, dass ich vor einem ersten Treffen eine höhere Erwartungshaltung habe, aber auch "positv eingestimmt" auf den Mann bin, mich freue und nicht nur neugierig bin.

Das erste Date könnte also je nach Vorspiel anders ausgehen, oder ist das ein Trugschluß?

Wie sind Eure Erfahrungen und Meinungen.
 
  • #2
Das erste Date könnte also je nach Vorspiel anders ausgehen, oder ist das ein Trugschluß?
Nein, natürlich nicht. Man trifft ja keinen ganz Fremden mehr. Das Problem aber ist wenn Du dann eine "höhere Erwartungshaltung" aufbaust. Das Geheimnis guter Dates liegt auch darin KEINE Erwartungen in Sachen Liebe zu haben. Egal wieviele mails vorher gelaufen sind. Man trifft einfach einen interessanten, netten Menschen. Liebe ist nur eine Option. Dann wird man lockerer und das wiederum erhöht die Chance auf Liebe. Komisch aber so funktioniert halt unser Kleinhirn.

Ich persönlich bin mit längerem Mailverkehr vor einem Treffen besser gefahren. Dadurch nur durch die Bank tolle Frauen gedatet die auch ohne den berühmten Funken die Reise Wert waren. Aber es ist und bleibt eine Frage der Persönlichkeit.
 
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Gast

  • #3
Aber wie die Erwartungshaltung niedrig halten wenn vorher schon eine Sympathie entstanden ist?

Oder ist das wieder so ein Frauen/Männer Ding?? Das wir unterschiedlich ticken?

@Kalle

Okay, das erste Date war positiv, hat letztendlich aber nicht zum Ergebnis geführt. Vorausgesetzt, eine langfristige Partnerschaft in Liebe und Zuneigung wird angestrebt.
Wieso hat es nicht geklappt? Wenn es tolle Frauen waren?

Der berühmte Funken, damit er fliegt, ist es dann letztendlich nicht egal wieviel und wielange man vorher Kontakt hatte?

Mir geht es nicht darum, nette Dates zu haben die mann/frau nicht bereut oder als Zeitverschwendung sieht.
 
  • #4
Ich hatte sowohl tolle Dates nach kurzem Mailwechsel und völlig ohne Telefonat als auch miserable Dates nach nettem und längerem Mailverkehr und gutem Telefonat. Aber ich gebe dir völlig recht: Ein langer Mailwechsel lässt auch bei mir die Erwartungen steigen und der Absturz kann dann umso heftiger sein - und war das auch schon bei mir.
Deshalb favorisiere ich jetzt, nach nur einigen Tagen Mailschreiben ein Telefonat zu führen und sich einige Tage später auch zu treffen.

Dir viel Glück und Erfolg!
 
  • #5
Man trifft einfach einen interessanten, netten Menschen. Liebe ist nur eine Option. Dann wird man lockerer und das wiederum erhöht die Chance auf Liebe. Komisch aber so funktioniert halt unser Kleinhirn.
Genau das ist der Punkt, durch längeren Mailverkehr wird eine Vertrautheit geschaffen, was nicht falsch sein muss und wenn es Dir gelingt, dich nicht in die Mails zu verlieben und keine zu hohe Erwartungshaltung aufzubauen, dann ist längerer Mailverkehr mit Pingpongeffekt sehr hilfreich. Du triffst dann keinen kpl. fremden Menschen und hast schon viele Anhaltspunkte, worüber Du reden kannst. Es ist ja beim ersten Date so, dass auf beiden Seiten eine Unsicherheit da ist und ggf. den Menschen ganz anders erscheinen lässt und das passiert bei vielen Mails vorher lange nicht in dem Maße.
Das Wichtigste ist wirklich, wie von Gast 1 geschrieben: Du fährst nicht zum Date, sondern Du möchtest einen netten Menschen kennenlernen und einen schönen Tag haben (das sollte im Hirn stecken) und bewahrt vor Enttäuschungen.
 
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Gast

  • #6
Dass langer Mailverkehr oft völlig falsche Erwartungen aufbaut, haben wir ja gerade sehr schön in einem Parallelthread gelesen.

Und man trifft sich mit einem völlig Fremden, um das noch mal klar zu sagen, auch nach längerer Mailerei. Ein Mensch ist fremd bis zum persönlichen Treffen; nur das allein entscheidet darüber, ob und wie es weitergeht.

Für die Länge des Mailkontaktes bei größerer Entfernung habe ich keine Tipps.
Da für mich eine Fernbeziehung auf gar keinen Fall in Frage käme, kann ich dazu nichts sagen und habe damit keine Erfahrung.
 
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Gast

  • #7
Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass lange Email/Telefonkontakte vorher ein großes Traumschloss aufbauen und man glaubt sogar, dass man bereits Gefühle für den anderen entwickelt hat. Dies ist ein absoluter Trugschluss! Ein paar wenige Emails oder Anrufe genügen völlig aus, um die Grundtendenz festzustellen, ob Interesse an der anderen Person besteht. Ausschlaggebend bleibt die persönliche Begegnung, das Gespräch unter vier Augen. Nur da wird entschieden, ob es in irgendeiner Form weitergeht.
Da ich es selbst erleben musste, dass sich manche sogar ganze Lebensgeschichten ausdenken, nur um an einen Kontakt zu kommen, der für sie dann im Bett enden sollte, schließe ich seitdem langes Hin und Her im Vorfeld komplett aus. Wer emotional aufgeladen in ein 1. Date geht, der hat sowieso schon verloren und genau damit rechnen und spielen viele.
 
  • #8
@2
Okay, das erste Date war positiv, hat letztendlich aber nicht zum Ergebnis geführt. Vorausgesetzt, eine langfristige Partnerschaft in Liebe und Zuneigung wird angestrebt.
Wieso hat es nicht geklappt? Wenn es tolle Frauen waren?
Na ganz einfach, weil Beiderseits auch die Hormone mitspielen müssen. Ich zumindest verliebe mich nicht in jede tolle Frau- und nicht jede tolle Frau verliebt sich in mich. Wieso das entzieht sich unserem rationellen Denken sowieso.

Und man trifft sich mit einem völlig Fremden, um das noch mal klar zu sagen, auch nach längerer Mailerei. Ein Mensch ist fremd bis zum persönlichen Treffen; nur das allein entscheidet darüber, ob und wie es weitergeht
.
Das ist Unsinn- solnge die Mails nicht Substanzlos waren. Man weiss dann schon ein wenig welche Leidenschaften, Werte, Sprache und Denkweise der andere hat. Man weiss dass man hier eine gewissen Schnittmenge hat auf die sich was aufbauen lassen würde.
Verlieben kann man sich natürlich nur in einen Menschen der vor einem steht weil die ganzen Signale die unser Hormonsystem anspringen lassen eben nur "life" wahrgenommen werden können.

Daher, wer es schafft sich nicht in mails zu verknallen fährt sehr gut damit länger zu mailen. Wer das nicht hinkriegt muss schneller daten.
 
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Gast

  • #9
Nach mehr als 100 dates kann ich deine Erfahrung nur bestätigen.

Je mehr "Vertrautheit" vorm Treffen, desto größer die Enttäuschung.
Meine allerbesten Dates hatte ich, wenn ich GAR keine Erwartungen hatte.
 
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Gast

  • #10
Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, habe ich auch eine ganze Reihe anderer Dates über Internetkontakte gehabt. Daraus habe ich gelernt, dass Treffen ohne einen einigermaßen sinnvollen E-Mail-Verkehr vorher wirklich Zeitverschwendung für mich waren - es kommt ja nur ein Personenkreis in Frage, der einigermaßen ähnlich tickt. Daraus sind Freundschaften entstanden, die bis heute andauern, aber eben auch meine Ehe. Mit meinem Mann habe ich mir gut zwei Monate gemailt und telefoniert, weil wir über 200 km auseinander wohnten. Bei mir war aber immer die Einstellung dahinter, dass sich ein intensiver Kontakt auch "lohnt", wenn keine Liebesbeziehung entsteht. Und obwohl natürlich für eine Beziehung äußere Faktoren eine gewisse Rolle spielen, stand bei mir immer die gedankliche und psychische Harmonie im Vordergrund.
 
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Gast

  • #11
Ein (zu) langer Mailkontakt schürt nur hohe Erwartungen an das folgende Date. Man trifft sich nicht mehr mit einem Fremden, sondern mit einer Person, die man schon sehr gut zu kennen glaubt. Wenn diese hohen Erwartungen enttäuscht werden, ist der Absturz brutal.

Wenn man sich nach nur wenigen Mails trifft, ist die Enttäuschung deutlich weniger ausgeprägt und es gibt ein Soft Landing.

Ich (m 43) will ein schnelles Treffen und schlage das bei gegenseitiger Sympathie auch vor. Wenn sie positiv reagiert: So ich ihren Wohnort kenne, suche ich (Internet oder sonst...) ein geeignetes Lokal und schlage ihr vor, uns dort (in ihrer Nähe) zu treffen. Ich nehme klar den Weg (ink. Kosten) auf mich. Wenn sie woanders hin will -oft will man sich nicht gerade vor der Haustüre, wo einen jeder kennt, daten- nehme ich den Vorschlag gerne an.

Meine Erfahrung: Wenn jemand ein Date abblockt oder auf die lange Bank schiebt, ist das ein sehr schlechtes Zeichen. Das ist gechlechterunabhängig. Die Ausrede, es sei zu weit, lasse ich nicht gelten, da ich zu ihr fahre egal wie weit und wenn es nur für einen Kaffee ist. Ich habe ausser den Fahrtkosten und der Konsumation nichts zu verlieren, kann hingegen sehr viel gewinnen. Das ist es mir immer wert, sollte ich daran den geringsten Zweifel haben, dann lasse ich den Kontakt sein.