• #1

Lächerliche Schwärmerei? Wie kann ich meine Unsicherheit kurz vor der Hochzeit loswerden?

Hallo, ich (w25) bin etwas verzweifelt und hoffe hier vielleicht irgendwelche Tipps bzw Erfahrungsberichte zu bekommen. Ich bin mit meinem Partner mit 17 zusammengekommen. Er war bzw. ist heute noch mein Traummann. Er ist genau das, was ich mir je gewünscht habe. Er macht wirklich alles für mich und ich weiß er liebt mich. Nach 2 1/2 Jahren hatten wir jedoch ein kurzes Tief und er hat sich von mir getrennt. Er meinte, er liebt mich nicht mehr und sei nicht mehr glücklich. Ich war am Boden zerstört, musste seine Entscheidung aber akzeptieren. Jedoch haben wir nach kurzer Zeit wieder zueinander gefunden. Er wollte mich zurück, entschuldigte sich und versprach mir, mich nie wieder zu verletzen. Ich hab ihm verziehen und ich war wieder überglücklich. Das nächste Tief kam nach 4 Jahren Bez. Ich fand heraus, dass er mit einer anderen Frau schreibt. Was sie genau geschrieben haben, weiß ich leider nicht, da er die meisten Nachrichten gelöscht hatte. Ich hab daraufhin nachgedacht, mich von ihm zu trennen, jedoch hab ich's dann nicht getan, weil ich weiß, dass er eigentlich ein guter Mensch ist und ich ihn sehr liebe. Nach einer Aussprache und ein paar Wochen später war wieder alles in Ordnung, wir waren wieder total glücklich. Ich vertraue ihm zwar nicht zu 100%, war mir aber sicher, diesen Menschen heiraten zu wollen. Wir zogen dann in unsere erste gemeinsame Wohnung. Nach 6 Jahren Bez. fragte er mich dann, ob ich ihn heiraten wolle, ohne zu zweifeln sagte ich JA, ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Wir sind fast am Ende der Hochzeitsplanung. Hochzeit ist im August d.J. Vor cirka 2 Monaten fühlte ich mich plötzlich zu einem anderen Mann so sehr hingezogen, dass ich meine Beziehung in Frage stellte. Ich hab auch mit diesen Mann darüber gesprochen, dass ich mich in ihn "verliebt" hätte. Er war nicht unbedingt abgeneigt, jedoch meinte er, ich hätte nur Angst vor der Ehe und kalte Füße. Ich habe daraufhin meinem Verlobten erzählt, dass ich mich zu einem anderen Mann hingezogen fühle und Angst habe, dass in unserer Beziehung etwas nicht stimmt. Mein Verlobter war am Boden zerstört. Er sagte mir, dass er mich so sehr lieben würde und alles Mögliche tun würde um mich nicht zu verlieren. Ich sagte mir dann, dass es sicher nur eine lächerliche Schwärmerei sei und hackte das Thema ab. Es ging auch wieder alles gut. Ich entschuldigte mich bei meinem Verlobten und war mir wieder zu 100% sicher meinen Verlobten heiraten zu wollen. Bis vor 2 Wochen. Mir ist das selbe wieder passiert. Ich fühlte mich wieder zu jemand anders so sehr hingezogen und schwärmte wieder von einem anderen Mann. Ich war wieder durcheinander und gedanklich nur bei diesem Mann. In der ganzen Beziehung ist mir so etwas nie passiert. Ich weiß nicht, ob ich mich vielleicht trennen sollte oder ob so eine Schwärmerei bzw "Verliebtheit" normal ist? Oder hab ich wirklich nur kalte Füße vor der Ehe? Habt ihr vielleicht Tipps für mich wie ich vorgehen könnte? Lg
 
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  • #2
Ich
vertraue ihm zwar nicht zu 100%, war mir aber sicher, diesen Menschen heiraten zu wollen.
Oder hab ich wirklich nur kalte Füße vor der Ehe?
Ich glaube nicht, dass das übliche "kalte Füße vor der Ehe" auf Dich zutrifft, als theoretischer Wert.
Du willst einen Mann heiraten, dem Du aus guten Gründen nicht mehr zu 100% vertraust. Das ist eine richtig dumme Idee.
Heiraten heißt: es kann nicht einfach einer so gehen. man geht eine Menge dauerhafter Verpflichtungen ein. Das sollte man nur mit jemandem tun, dem man wirklich vertraut. Durch die Scheidung kann man sich mit mehr oder weniger Schaden aus einer Beziehung wieder befreien, aber manchmal ist es eben so, dass man sein Leben mit den Ehefolgen zu tun hat und sein nacheheliches Leben nicht so führen kann, wie man es will.
Daher sollte man heiraten, wenn
- man dem Partner nicht 100% vertraut (selbst dann kann es schief gehen)
- man sich seiner eigenen Gefühle nicht sicher ist.
Bei Dir sind beide Punkte gegeben

Woher kommt die Sicherheit, ihn trotzdem heiraten zu wollen. Damit solltest Du Dich auseinander setzen.

ich weiß, dass er eigentlich ein guter Mensch ist und ich ihn sehr liebe.
An diesem Satz stört das Wort "eigentlich". Wenn man da die Lampe draufhält kommt meistens was sehr Ungutes zutage. Also leuchte das "eigentlich" mal richtig aus, dann weißt Du, warum Du ihn nicht heiraten solltest, bis das "eigentlich" weg ist.

Ich weiß nicht, ob ich mich vielleicht trennen sollte oder ob so eine Schwärmerei bzw "Verliebtheit" normal ist?
Verliebtheiten, auch wenn man verheiratet ist, kommen vor - ist mir auch passiert. Die Frage ist, was man macht, wenn die Beziehung in Dysbalancen kommt. Bei mir war es ein kollege und ich habe mich ganz klar entschieden, dass ich in meiner Ehe bleibe und das auch mit ihm geklärt - bevor was passiert zwischen uns.

Dein Partner hat Dich schonmal verlassen, er hatte auch Kontakte während Eurer Beziehung zu einer anderen Frau. Du selber hast gleichgezogen und hattest Kontakt zu einem anderen Mann, hast mit ihm über Deine Verliebtheit geredet. Nun bist Du wieder fremdverliebt.
Das ist alles so akut, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht heiraten würde sondern noch 2-3 Jahre abwarten würde, wie sich die Beziehung zwischen Euch entwickelt, ob sie sich stabilisiert oder zerfällt.
 
  • #3
Du hast dich nicht ausgelebt . Das kann dann passieren . Heirate nicht ! Stecke in der Scheidung mit meiner Jugendliebe , es ist so schlimm sich scheiden zu lassen ! Verschiebt es erstmal ! Guckt in 1-2 Jahren nochmal
 
  • #4
Ich glaube du hättest keine kalte Füsse vor der Ehe bekommen, wenn du schon mehrere Beziehungen hinter dich hättest bzw. mehr Erfahrung mit verschiedenen Männern auf allen Gebieten.

Dein Freund ist offensichtlich bis jetzt der einzige Mann gewesen mit dem du auch deine Liebeserfahrung und Sex hattest. Ich glaube du fühlst dich deswegen zu anderen Männern hingezogen, weil du dich vermutlich unbewusst fragst: ist das alles in meinem Leben? Endet mein Leben mit der Ehe und ich kann nichts mehr anderes erleben?

Ich weiss nicht, was ich dir raten soll, ausser dir zu schreiben, dass mein Cousin mit 18 seine Freundin kennen gelernt hatte, die damals 17 war (wie du) und heute ist er 52 und sie waren die einzigen für einander und hatte nie einen anderen Partner. Sie sind verheiratet und haben zwei Kinder. Sie haben die besten Chancen die Goldene Hochzeit zu feiern.

Gehe in dich und frage dich, was der Grund dafür ist, dass du dich zu anderen Männern hingezogen fühlst? Ist es die Endgültigkeit deine Entscheidung und das Gefühl dass sein Leben endet? Oder spürst du jetzt plötzlich, dass du noch viel anderes machen und erleben möchtest ohne deinen Verlobten, weil du noch so jung bist und weisst, dass du irgendwann später wieder heiraten könntest?

Und stell dir jetzt bildlich vor du bist schon verheiratet und lebst mit ihm zusammen und bekommst auch Kinder. Wie fühlt sich dieser Gedanke an? Fühlst du dich dabei überglücklich oder eher traurig, einsam und eingesperrt? Fühlst du dich, wie wenn du eine falsche Entscheidung getroffen hättest und dir damit viele Chancen im Leben versäumt hättest?

Indem du dich in eine bestimmte zukünftige Lebenssituation (Ehe mit Kindern) gedanklich visualisierst und dabei auf die aufkommenden Gefühle achtest, kannst du in der Gegenwart die bewusste Entscheidung treffen, ob du dich von deinem Freund trennst oder ihn doch heiratest.
 
  • #5
Wenn ich Deine Beschreibung so lese, klingt es für mich nach zwei Menschen, die beide ihre Beziehung immer wieder mal ernsthaft in Frage stellen. Für mich bestätigt das, dass On-Off-Beziehungen nicht funktionieren können. Auch nicht, indem man dann heiratet. Mir stoßen diese ganzen "Entschuldigungen" irgendwie auf, sie klingen für mich nach Höflichkeit, aber nicht nach einem ernsthaft geglückten "Kitten" der Beziehung. Wobei ich sowieso nicht glaube, dass "Kitten" funktioniert.
 
  • #6
So, wie du das grade beschreibst, habe ich spontan erstmal ein verdammt schlechtes Bauchgefühl, wenn ich daran denke, dass ihr heiraten werdet.

Ich finde, ihr seid extrem jung zusammen gekommen, was ja an sich schön ist, aber statistisch betrachtet sind die wenigsten mit 35 noch mit ihrer Jugendliebe zusammen. Und selbst bei euch gibt es aller paar Jahre Ausbruchsversuche von einem von euch beiden, was ich irgendwie auch normal finde. Insofern steht die Ehe ja auf einem wackeligen Fundament.

So einen richtigen Rat kann man da auch nicht geben, denn das Ja-Wort ist ja eure alleinige Entscheidung. Ihr seid erwachsen und tragt eure Konsequenzen letztendlich auch selbst.
Ich habe nicht den Eindruck, dass das was mit kalten Füßen zu tun hat, sondern eher mit dem Drang nach Erfahrung sammeln. Ihr habt bisher nur euch beide kennengelernt und vermutlich auch nur euch als ernstzunehmende Sexualpartner bisher gehabt. Es ist doch eigentlich auch normal bis nachvollziehbar, dass man auch andere Erfahrungen machen will, in dem jungen Alter. Selbst mit 25 hat man noch eine Menge vor sich. Wenn ihr euch beide zwingen wollt, auf diese Erfahrungen zu verzichten, und euch wirklich gegenseitig versichern könnt, dass ihr diesem Bedürfnis nicht nachkommen werdet, sondern zum Essen immer schön nach Hause kommen werdet, ja, dann heiratet halt. Es kann ja auch sein, dass es gut geht. Wenn ich von mir aus gehe, könnte ich mir niemals vorstellen, mit 17 jemanden kennenzulernen und mein gaaaaanzes Leben bis ins hohe Alter immer nur mit einem Partner zu verbringen (das ist doch Sinn und Zweck der Ehe, oder? Familie gründen, bis das der Tod uns scheidet).

Warum es immer gleich heiraten sein muss, versteh ich zwar nich, bin aber grundsätzlich auch Heiratsgegnerin. Aber das tut ja für dich jetzt erstmal nichts zur Sache.
Ich hätte mich persönlich mit 25 nicht an die Kette legen lassen (so empfinde ich heiraten), schon gar nicht, wenn ich noch kaum Erfahrungen gemacht hätte. Aber da ist jeder anders und jeder ist seines Glückes Schmied.
 
  • #8
Oh oh.
Also, es kann 2 Gründe haben:
1, du hast tatsächlich nur Angst vor der Ehe. Sowas gibt es, wenn man einen großen Schritt wagt. Dass du plötzlich davor unsicher wirst und Panik bekommst. Dann erstmal 1-2 Tage Ruhe finden, sortieren, Kopf frei bekommen. Verreise zB zu Eltern, oder Freunde für 1-2 Tage. Jedoch vermute ich eher
2, dein Körper zeigt dir, dass es doch nicht die Beziehung ist, die du dir für ewig wünschst. Ich wage dies zu schreiben, weil es bei mir auch so war. Vor meiner Ehe fand ich plötzlich andere Männer toll, sexuell auch. Die Ehe hielt 2 Jahre. Es war eben nicht das, was passte. Das zeigt sich relativ früh, in Form von Unsicherheiten und diese Anziehungskraft.
Es geht auch nicht um die anderen Männer - guck mal, es waren 2 verschiedene, und es kommen wohl evtl. noch andere.

Ich denke aber, die meisten ziehen die Hochzeit dann schon durch so kurz davor. Du wirst deine Erfahrung auch machen, ob es nun harmlos war, oder ob die Schwärmerei doch ein ernstes Zeichen ist. Ich sehe es aber als eine Warnung an, leider - weil ich es eben auch genauso erlebt habe.
 
  • #9
Ist er der einzige Mann in deinem Leben gewesen?
Falls ja, hast du einfach ein wenig Schiss, dass du was verpasst. Die Diagnose "kalte Füsse" war so schon richtig.
Bist du ziemlich eingebunden in dörfliches Leben? Wissen alle Freunde und Bekannte schon Bescheid wegen der Hochzeit? Alles gebucht und geplant und gekauft?
Man zweifelt oft, wenn man vor einem wichtigen Schritt im Leben steht.
Ich würde mich an deiner Stelle für einen Tag in die Natur zurückziehen. Friedliche Umgebung, ganz alleine. Ohne Handy und Musik etc. Mit etwas Proviant, einem Block und einem Kuli bewaffnet. Setz dich irgendwo hin, wo du alleine bist und nicht abgelenkt. Mit warmen und regendichten Klamotten geht das auch bei den Temperaturen. Und dann schreib deine ganzen Gedanken auf. Wenn du "leer" bist, dann versuch diese Dinge zu ordnen.
Am Abend wirst du wissen, was du willst.
 
  • #10
Wärst du 10 Jahre älter, würde ich sagen "zieh es durch", vor allem, wenn du Kinder willst. Insgesamt scheint der Mann ganz in Ordnung zu sein. Da du jedoch erst 25 bist und noch alle Chancen der Welt hast, jemand anderen kennen zu lernen, würde ich raten, genau nachzudenken, was dich an den beiden anderen Männern fasziniert (hat). War es ihr Verhalten, wie sie mit dir umgegangen sind, ihr Aussehen, ihre Attraktivität? Was haben/hatten sie, was dein Freund nicht hat? Überlege dir genau, ob dein Freund wirklich dein Traummann ist und ob er dir das geben kann, was du dir wünschst. Du bist noch so jung und vermutlich war er dein erster richtiger Freund. Wenn er auf Dauer deine Bedürfnisse nicht befriedigen kann, in welcher Hinsicht auch immer, ist ein Scheitern ja schon vorprogrammiert. Was ist, wenn wirklich mal Probleme kommen, mit Kindern, der Familie, finanziell usw.? Kann die Beziehung dann bestehen? Ist es wirklich die große Liebe, der du vollends vertrauen kannst oder seid ihr eher schon aus Gewohnheit zusammen? Alles Gute wünsche ich dir!
 
  • #11
Liebe FS

Du hast dich 1. noch nicht ausgetobt und 2. habt ihr durch eure On/Off Beziehung keine gute Basis mehr um guten Gewissens heiraten zu können!

Das ist dein Problem! Dein Gewissen!

Die Vorbereitungen für die Hochzeit sind erledigt, alle Einladungen verschickt, da möchte man eigentlich das Ganze nicht noch mal verschieben, weil peinlich und unschön. Das verstehe ich sehr gut! Trotzdem möchte ich es dir sehr ans Herz legen! Verschiebe die Hochzeit nochmal um 1-2 Jahre und schaue, ob ihr in eurer Beziehung nochmal ein Level erreicht welches ein besseres Fundament für eine Ehe wäre.

Scheidungen sind sehr unschön und kosten sehr viel Geld. "Ich bin geschieden" wird dich dann immer begleiten. Nicht schön!
Wenn du deinen Freund jetzt heiratest, werdet ihr euch mit ziemlicher Sicherheit irgendwann scheiden lassen, denn ihr arbeitet nicht an eurer Beziehung sondern glaubt mit eurer Ehe die nächste Ebene, ein Stück Sicherheit gewonnen zu haben, ohne an den Problemen die schon vor der Ehe bestanden, gearbeitet zu haben. Kann nur schief gehen! Du bist junge 25! Was ist dabei erst mit 27 zu heiraten, wenn ihr wirklich wisst, was ihr wollt und wo ihr hingehört?!
 
  • #12
Danke für eure bisherigen Kommentare. Ich muss noch dazu sagen das ich mich mehr als ausgelebt hab, war zwar mit allem etwas früh dran und hatte meinen Spaß, bereue aber nichts. War trotzdem eig schon immer der beziehungstyp. Hatte auch vor meinem Verlobten Beziehungen, haben aber leider nie lang gehalten da ich nie das in diesen Männern gefunden habe was ich mit 17 in meinem Verlobten gefunden hab. Und ja, wenn ich darüber nachdenke ob er mich glücklich machen kann, kann ich nur mit ja antworten, ich bezweifle es sogar das es je ein anderer Mann könnte. Auch die zwei Männer könnten das nicht, fühlte mich jedoch zu ihnen hingezogen. Es ist vielleicht wirklich die Angst das es dann ja endgültig ist, ein Leben lang, bis das der tot uns scheidet. Ich denke jetzt nicht das ich nicht ewig mit meinem Freund zusammen sein könnte, aber irgendwie macht mir das Versprechen an sich Angst. Ich nehm das alles ziemlich ernst und möchte keinesfalls dieses Versprechen brechen. Ich hab auch über die Ängste mit meinem Verlobten gesprochen. Er wäre am Boden zerstört wenn ich die Hochzeit tatsächlich absagen würde, er sagt aber auch das er mich über alles liebt und immer hinter mir und meinen Entscheidungen steht und ich keine Angst haben muss. Ich muss auch noch dazu sagen das trotz einigen auf und ab unsere Beziehung sehr harmonisch ist.
 
P

proudwoman

  • #13
Ich muss auch noch dazu sagen das trotz einigen auf und ab unsere Beziehung sehr harmonisch i
Wenn Du dieser Überzeugung bist, musst Du ihn heiraten und Deine Erfahrungen sammeln. Hat Dein zukünftiger Ehemann sich denn auch ausgelebt und ausprobiert? Habe ich da jetzt was überlesen? Ich will Dir das nicht madig machen, aber wenn ich lese
Er meinte, er liebt mich nicht mehr und sei nicht mehr glücklich
...dann würde mir das etwas Bauchschmerzen machen. "Ich liebe dich nicht mehr, ich bin nicht mehr glücklich mit dir"..sagt man das so einfach daher ? Das sind in meinen Augen starke Worte und eine klare Aussage. Die kommen mir nur über die Lippen, wenn es wirklich vorbei ist. Und andersherum sage ich es auch nur, wenn ich tatsächlich so empfinde, liebe Jasmin.
Eine Jugendliebe heiraten...irgendwie höre ich da immer, die müssen sich doch erst die Hörner abstoßen....
Ich wünsche Euch beiden ganz viel Glück!
 
  • #14
Es ist vielleicht wirklich die Angst das es dann ja endgültig ist, ein Leben lang, bis das der tot uns scheidet. Ich denke jetzt nicht das ich nicht ewig mit meinem Freund zusammen sein könnte, aber irgendwie macht mir das Versprechen an sich Angst. Ich nehm das alles ziemlich ernst und möchte keinesfalls dieses Versprechen brechen.
Hier wäre ein Ansatzpunkt. Nehme die Heirat und das Versprechen doch einfach nicht so ernst. Man kann nichts lebenslänglich versprechen. Man kann nur versprechen das man sein Bestes geben wird um die Ehe zu erhalten.
Du mußt ja nicht gleich ins totale Gegenteil verfallen, wie "Für mich ist die Hochzeit vor allem eine geile Party".
 
  • #15
Für mich klingt es leider so, als ob du einfach den Gedanken nicht aufgeben willst, dass er dein "Traummann" ist und ihr wie im Märchen bis ans Ende eurer Tage glücklich sein werdet.
Schon aufgrund der Aussage, dass du ihm nicht zu 100% vertraust, würde ich dir ganz dringend von der Hochzeit abraten. Warum ist er denn dann dein Traummann?

Ich würde das was dir passiert nicht unbedingt kalte Füße nennen, sondern eher ein ungutes Bauchgefühl. Du weißt, dass ihr eigentlich immer wieder eure Tiefs habt und vielleicht erhofft ihr euch wie so viele Paare eine plötzliche Verbesserung der Beziehung durch eine Hochzeit. Diese Paare sind meist nach 1-2 Jahren wieder geschieden oder haben Affären. Nach einer tollen Partnerschaft "bis dass der Tod euch scheidet" klingt das jedenfalls nicht.
 
  • #16
Was hältst du davon, ein anderes Ritual oder andere Formulierung oder Zeremonie zu machen ... ?
Ich finde es sehr gut, dass du Widerstände spürst, und auch darauf achtest, WAS du fühlst! Viele Leute brabbeln den Eid bzw. das Gelöbnis, ohne sich klar zu machen, was das tatsächlich bedeutet. Auch ich konnte dieses Gelübde nicht ablegen, weil alles damals in mir sich gewehrt hat. Und es war gut so.
Ein Gelübde ist ein Beitritt zu einer Vereinigung bzw. die Be-Ja-hung der Regeln dieser Vereinigung. Die Religion um die es sich hierbei handelt, ist sehr patriarchisch.
Gott selbst ist sicherlich gnädiger als manche Religion und ihre Forderungen.
Vielleicht wäre dein Partner einverstanden, wenn ihr ein Hochzeits-Ritual macht, das ehrlicher ist, als ein großmäuliges Versprechen ...
Mann könnte z.B. formulieren 'Ich will mich bemühen, dich zu lieben, zu achten und zu ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, so gut ich kann. Ich will mich bemühen, dich immer besser kennenzulernen und wertzuschätzen. Und ich bitte dich, mir dabei zu helfen, mit deiner Liebe und deiner Einzigartigkeit.'

Es ist gut, wenn man nicht überheblich ist, in seinen Versprechungen. Gott und Göttin freuen sich sicherlich sehr darüber.
Und es gibt sehr spirituelle Menschen, die euch den Segen geben können. Jeder Mensch kann und darf einen anderen Menschen segnen. DU darfst auch dein Brot segnen. Und deine Lieben - jetzt, heute, morgen ... und alles was du tust ... immer! Deine Hände sind heilig, sie können heilen. Wir alle sind so.

Mein Religionslehrer war ein Pater ... er hat auch andere Trauungen gemacht, freiere. Viele ehemalige Schüler haben sich von ihm trauen lassen. Auch im Freien, an schönen Orten der Göttin Erde, in einem Garten oder Wald. Vielleicht würde dir so etwas viel besser helfen?
Nicht jedes Kloster schwört dem Vatikan. Sondern sie geloben Gott und der Gemeinschaft Jesus Christus. Dieser hätte niemals von dir verlangt, dass du etwas geloben sollst, was nicht der Wahrheit deines Herzens entspricht.
 
  • #18
Menschen unter 30 scheinen heute sehr unreif für eine Hochzeit zu sein. Ich rate dir ab, derzeit zu heiraten. Außer du kannst mit einer Scheidung in ein paar Jahre leben.

Nach eurem ersten Tief hättet ihr reden und eine Lösung finden sollen. Nach dem zweiten auch. Nach dem dritten auch.

Du wirst schon wild, weil dein Mann mit einer Frau schreibt? Das wird dein ganzes Leben passieren, dass immer wieder neue Frauen und Männer eure Beziehung durchkreuzen. Und in jeder Ehe passiert es, dass Schwärmereien oder Affären auftauchen. Damit muss man umgehen lernen.

Du merkst, dass dein Partner Dinge tut, die du nicht magst und merkst, dass es da draußen in der Welt noch andere Männer gibt, die anderes versprechen. Du musst dir erstmal eine Grundreife im Leben aneignen, damit dir das nichts mehr ausmacht.

Hochzeitsvorbereitungen kann man verschieben.
 
  • #19
Hier wäre ein Ansatzpunkt. Nehme die Heirat und das Versprechen doch einfach nicht so ernst. Man kann nichts lebenslänglich versprechen. Man kann nur versprechen das man sein Bestes geben wird um die Ehe zu erhalten.
Du mußt ja nicht gleich ins totale Gegenteil verfallen, wie "Für mich ist die Hochzeit vor allem eine geile Party".
Genau! Das ist das einzige, was man versprechen kann, es versuchen das Beste zu geben, damit die Ehe auch nicht geschieden wird aber nicht versprechen, dass man sich nicht scheiden lässt egal wie die Ehe ist.

Wenn also dein Verlobter nicht dein erster Mann war mit welchem du die sexuellen Erfahrungen gemacht hast, dann ist das in Ordnung aber wie ist es bei ihm? Bist du seine einzige Freundin gewesen mit welcher er Sex hatte? Falls ja, wird wohl bei ihm (und das ist ja schon geschehen) auch der Moment kommen, wo er andere sexuelle Erfahrungen sammeln möchte. Und dann wird er - so glaube ich - sogar betrügen und nicht mehr mit dir darüber reden, weil er dann weiss, dass du dagegen sein wirst. Er wird dir das verschweigen müssen, weil er nur so auch andere Erfahrungen machen kann und nicht anders.

Ausser er kommt eines Tages und sagt dir: "du bist die einzige Frau mit der ich geschlafen habe und ich möchte so gerne auch mit anderen eine Erfahrung sammeln, wollen wir zusammen in einen Swingerclub gehen?"
 
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