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  • #1

Lässt sich einmal beschädigtes Vertrauen wieder herstellen?

Gegenseitiges absolutes Vertrauen gilt als Grundpfeiler einer gelingenden Beziehung.

Spielt für Euch dafür die Vergangenheit des Partners eine Role, oder zählt nur die gemeinsame Gegenwart und die Zukunft?

Und wenn ja, was sind (mal ausgenommen von Fremdgängen, wenn man Exklusivität vereinbart hatte) bzw. waren schon einmal für Euch Vetrauenskiller?

Lässt sich einmal massiv beschädigtes Vertrauen überhaupt wieder herstellen? Falls nein, wie konsequent geht Ihr mit so einer Herausforderung in einer Beziehung um?
 
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  • #2
Wie Du schon schreibst: "Gegenseitiges absolutes Vertrauen gilt als Grundpfeiler". Erweist der andere sich als des Vertrauens nicht würdig, ist der Grundpfeiler weg, und es bleibt ein Trümmerhaufen.

Man mag dann vielleicht trotzdem eine Beziehung führen können, aber es ist nicht mehr dasselbe. (m)
 
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  • #3
Spielt für Euch dafür die Vergangenheit des Partners eine Rolle...

Ja, tut sie!

Ich bin eigentlich gar kein Single, sondern komme so sehr von der "Seite der Personen in Dauerbeziehungen", wie kaum ein normaler Single in meiner Altersklasse.

Dem entsprechen suche ich eine Partnerin, die so weit wie mögliche auch von "dieser Seite" kommt und nicht zu dem gehört, was bei Singles um die 40 normal zu sein scheint, nämlich ein Sammelsorium von Beziehungen, Affairen und ONS hinter sich zu haben.

Wenn eine Geschichte sich nicht ungefähr so anhört "Ich hatte zwei Freunde in meiner Teenager- bzw. Studienzeit, dann traf ich meinen Mann, von dem ich mich leider vor 2 Jahren trennte und seit dem suche ich wieder..." oder so ähnlich, lasse ich es gleich!

Kruden vitas kann einfach man nicht trauen!

m43
 
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  • #4
Mein damaliger Freund hatte mein Vertrauen mißbraucht. Lügen, andere Frauen usw.

Wir haben nicht mehr zueinander gefunden.Da ging nichts mehr.
 
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  • #5
Das kommt darauf an, was Du unter Vertrauensbruch ansiehst.... Um was geht es? Geht es um eine Kleinigkeit, oder schon um mehr? Ich brauche mehr Informationen, um Deine Frage richtig beantworten zu können.
 
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  • #6
Ich habe selbst unlängst eine neue Beziehung angefangen. Was vergangen ist, interessiert mich nicht, und gehört auch in eine andere Zeit. Was zählt, ist das Hier und Jetzt. Alles andere macht nur schlechte Gefühle, die ich in meiner jetzigen Beziehung nicht haben möchte.
 
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  • #7
Lässt sich einmal massiv beschädigtes Vertrauen überhaupt wieder herstellen?

Das ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden. Ich persönlich gehöre nicht zu denjenigen, die schnell Vertrauen fassen. Entsprechend reagiere ich sehr sensibel auf Verletzungen jeder Art und kann einen Vertrauensbruch, sei es eine Lüge o. gar Betrug, weder vergessen noch verzeihen - auch wenn ich es wollte, könnte ich dies langfristig nicht.

Spielt für Euch dafür die Vergangenheit des Partners eine Rolle...

Definitiv ja, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen im Grunde ihres Charakters nicht ändern. Vielleicht versuchen sie es eine Zeit lang, dem Partner zurliebe, aber früher oder später kommt jeder unterdrückte Charakterzug wieder hervor.
Ein Beispiel aus meinem Leben, das mich prägte: Ich war mit einem Mann über einige Jahre zusammen, der vor unserer gemeinsamen Zeit seine Frau mit einer Arbeitskollegin betrogen und letztlich seine Fam. für diese Frau verlassen hat. Als er es mir mit sichtlich schlechtem Gewissen erzählte, war ich sehr erstaunt, um nicht zu sagen geschockt, denn ich habe bislang noch keinen so empathischen, liebevollen, hilfsbereiten, sensiblen Mann kennen gelernt und hätte ihm dieses Verhalten, welches ich von je her verurteile, niemals zugetraut. Aber ich war verliebt und er schwor mir seine Liebe...., und ich dachte mir, schließlich gehören immer Zwei zu einer Trennung.
Was mich letzten Ende engeholt hat, können sich viell. einige denken: Er hat mich ebenfalls mit einer Arbeitskollegin betrogen und für sie verlassen.
Zufall? Nein.
 
  • #8
Wenn eine Geschichte sich nicht ungefähr so anhört "Ich hatte zwei Freunde in meiner Teenager- bzw. Studienzeit, dann traf ich meinen Mann, von dem ich mich leider vor 2 Jahren trennte und seit dem suche ich wieder..." oder so ähnlich, lasse ich es gleich!

Kruden vitas kann einfach man nicht trauen!

m43

Eine Frau wird dir NIE im vollen Umfang ihre Sexualhistorie ausbreiten. Vorher friert die Hölle ein.

Deswegen ist es egal, ob sie Weltmeisterin im Rudelb*msen ist oder keusch gelebt hat.
Du kannst es ihr nicht nachweisen.

Du hast Angst, daß deine zukünftige Neue promiskuitiv ist, also dir wieder abhaut.

Keine schmalziges Eheversprechen, keine teuren Luxusgeschenke nicht mal Zwang werden es verhindern, daß dir deine Frau wegläuft, wenn sie einen besseren findet. Treue kann man nicht einfordern
(Siehe Menscheitsgeschichte) so sehr ich mir das selber wünschen würde. Treue kann nur von der
betroffenen Person selbst kommen.

Selbst unter Androhung des Todes (Afghanistan) wird fremdgegangen.

Du hast nur eine Chance: du musst der beste Mann sein, den deine Frau mit ihrem Aussehen und ihrem Alter halten kann. Dann wird deine Frau automatisch treu. Und du musst ein Mann sein.

Alle anderen "Vorsichtsmaßnahmen" weder von männlicher, als auch weiblicher Seite, sind nutzlos,
ebenso die Vorauswahl nicht promiskuitiver Partner.

Das ist nur ein Schutz, den man sich selbst vor die Augen hält, um sich zu beruhigen. Der aber nutzlos ist.


m, Psychiater
 
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  • #9
Ich lebe im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit interessiert mich nicht. Ich komme aber auch mit aller Art von Menschen klar. Überhaupt was ist an Vertrauen so wichtig? Ich bevorzuge, wie die meisten heute, eine offene, tolerante Beziehung/Ehe. Du wirst keinen Menschen mehr heute finden, der sich zu 100% an dich aufopferungsvoll kettet. Das sind Träumereien, und wenn du das erwartest, dann wirst du nur belogen und betrogen und von Egoisten enttäuscht.
w
 
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  • #10
Gegenseitiges absolutes Vertrauen gilt als Grundpfeiler einer gelingenden Beziehung.
Das stimmt nicht. - Der Grundpfeiler einer Partnerschaft ist nicht Vertrauen, sondern Loyalität. - Partnerschaft ist eine Bringschuld, keine Holschuld.

Sobald die Loyalität schwindet, ist es auch keine wahre Partnerschaft mehr. - Es muss also erst gar kein Vertrauen verloren gehen, damit eine Beziehung keine Basis mehr hat, sich gegenseitig nicht zugeneigt zu sein, nicht loyal zu sein, das reicht schon.

m
 
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  • #11
Definitiv ja, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen im Grunde ihres Charakters nicht ändern. Vielleicht versuchen sie es eine Zeit lang, dem Partner zurliebe, aber früher oder später kommt jeder unterdrückte Charakterzug wieder hervor..

Und ob sich Menschen ändern können. Die meisten wollen es nur nicht, weil es anstrengend ist. Man muss sich selbst reflektieren, seine Schwächen anerkennen und hart an sich arbeiten. Aber da die meisten Menschen dumm, faul und egozentrisch sind, haben Sie im Grunde doch Recht.
 
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  • #12
Tolle Statements zum Thema "Vertrauen".

@Gast 5: Du hast es sehr treffend beschrieben.
Bewundernswert, wenn Mann/Frau das so handhaben kann, und
sicherlich die beste Basis für eine gesunde Partnerschaft.

w, 46 Jahre
 
  • #13
Eine Frau wird dir NIE im vollen Umfang ihre Sexualhistorie ausbreiten.
Doch wird sie aber nur, wenn sie ehrlich ist und du ihr erklären kannst, warum es dir wichtig ist, das zu wissen. Ich meine keine Details, sondern wie viele gab es und warum ging es zu Ende.

@FS
Ohne Vertrauen würde ich keine Beziehung anfangen können. Das heißt nicht, dass das andere nicht können, sondern für mich würde das nicht gehen und Alternative wäre only Single.
Die Vergangenheit ist wichtig und Teil des Lebens, spielt dh. auch für die Zukunft eine Rolle. Menschen können sich ändern oder ein wenig anpassen aber der Charakter bleibt.
Enttäuschtes Vertrauen lässt sich nicht wieder herstellen und je nach dem, auf welcher Ebene der Vertrauensbruch ablief, kann man vielleicht damit Leben aber es bleibt im Hirn und wenn es vergessen ist, wird die Situation ab und an wieder wach gerüttelt.
 
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  • #14
Meine Vertrauen wird unterminiert durch mehrfache Lügen, Unzuverlässigkeiten, unterschlagenen Wahrheiten und dem Versäumnis, die Fehler einzugestehen bzw. zu ändern.
Manchmal kann eine Lüge charmant und sinnvoll sein, weil sie größeren Ärger unterbindet oder eine recht unterhaltsame Dramatik nach sich zieht. Über solche Geschichten kann man später schmunzeln.
Beim Kennenlernen über Online-Portale erwarte ich höchste Integrität von Anfang an. Unter dem Deckmantel der Anonymität wird so gern die Kehrseite der Saubermannfassade genussvoll rausgehangen. Aber bei mir landet man nicht mit der getunten Version von sich selbst, sondern mit der nackten biographischen Wirklichkeit. Daran ermesse ich, ob ich einen Mann bewundern kann oder eher verachten muss. Wer nicht mal seinen Heimatort richtig benennt, aus Angst, dass man ihn als hinterwäldlerisch einordnen könnte, bevor man ihn anschreibt, hat etwas falsch verstanden in der Angelegenheit "Partnersuche".
Ich habe inzwischen sehr feine Antennen für derartige Beschönigungen der Herren, und sie lassen mich beim ersten Anzeichen sofort auf Abstand gehen.
Gerade bekomme ich von einem die schönsten Komplimente, die ein Mann je für mich hatte, und doch können sie die oben beschriebenen Fehler nicht ausbügeln. Wo Liebe wachsen soll, muss man Vertrauen sähen. Er schenkt mir derweil künstliche Rosen.

w, 38
 
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  • #15
Eine Frau wird dir NIE im vollen Umfang ihre Sexualhistorie ausbreiten. Vorher friert die Hölle ein.

Deswegen ist es egal, ob sie Weltmeisterin im Rudelb*msen ist oder keusch gelebt hat.
...
Treue kann nur von der betroffenen Person selbst kommen.
...
Du hast nur eine Chance: du musst der beste Mann sein, den deine Frau mit ihrem Aussehen und ihrem Alter halten kann.
...
Alle anderen "Vorsichtsmaßnahmen" weder von männlicher, als auch weiblicher Seite, sind nutzlos,
ebenso die Vorauswahl nicht promiskuitiver Partner.
...
m, Psychiater


Lieber Herr Kollege,

Sie haben ja recht, dass es absolute Sicherheit nie geben wird. Aber es gibt doch auch unterschiedliche soziosexuelle Orientierungen... und die ganze Forschung um diese herum zeigt konklusiv, dass die Wahrscheinlichkeiten sehr wohl Typ- resp. Persönlichkeits-abhängig sind.

Stets der beste sein muss man nur bei unreifen, egoistischen, prinzipienlosen Partnerinnen - wobei klar ist, dass 1. hier die Übergänge fließend sind und 2. vergangene Promiskuität (in Ihren Worten: "Weltmeisterin im Rudelb***en") sehr wohl ein Indikator für zukünftiges Verhalten darstellt.

Klar sieht man in der Berufspraxis vor allem die verkorksten Fälle jeglicher Provenienz, aber ich denke schon, man müsse aufpassen, dass dabei kein allgemeiner Zynismus ("déformation professionnelle") entsteht. Das wäre ebenso schade wie es nicht repräsentativ wäre. Denn immerhin: mehr als die Hälfte aller Ehen gelingt selbst heute noch.

M (Anfang 50, hier von interessierter Seite auch schon mal als geltungssüchtig apostrophiert :))
 
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  • #16
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser (smile). Ohne Vertrauen geht es nicht. Wenn die Kontrolle anfängt bzw. vermeintlich von einer Seite anfangen muss, ist es meistens irgendwann zu Ende.
 
  • #17
Doch wird sie aber nur, wenn sie ehrlich ist und du ihr erklären kannst, warum es dir wichtig ist, das zu wissen. Ich meine keine Details, sondern wie viele gab es und warum ging es zu Ende.


Ich bin ganz ihrer Meinung. Es wäre neudeutsch "nice to have", wenn Frauen so ehrlich wären.

Und sie werden kaum eine Frau finden, die das zugibt. Deswegen denken sie so, wie sie denken.

"Ich hatte einen Freund mit 15. Meine Jugendliebe. Dann noch mal einen langjährigen Freund
während des Studiums und du bist jetzt der Dritte"

HAHAHA
Der Sex mit dem netten Poolboy auf Mallorca und den ganzen Urlaubsbekannschaften und dem netten Nachbarn. Wird alles nicht mitgezählt. Die Frau war ja nicht "verliebt". Oder hatte ein Glas Wein getrunken.

Sie glauben mir nicht?
66% unserer Gene sind weiblich, weil sich in der Menschheitsgeschichte 80% der Frauen mit nur 40%
aller Männer fortgepflanzt haben. (zu Zeiten, in denen Ehebruch mit dem Risiko des Todes behaftet war)

Sie können sich vorstellen, was in unserer liberalen Gesellschaft mit Verhütung so abgeht.

zu Beitrag 14:
ihre "soziosexuellen Studien" haben alle einen Haken. Sie beruhen auf Eigenaussagen der Frauen.
Und wenn die Frau den netten Nachbarn für sich selbst nicht mitzählt, dann auch nicht in den Studien.

Männer würden diese Studien nur allzugern für bare Münze nehmen und Frauen verkaufen sie uns
nur allzugern als Wahrheit. ("Gutes Mädchen vs. böse Schlampe") ("Es gibt ein paar von solchen Frauen,
aber ich bin nicht so")

Sobald sie in den Genen des Nachwuchses nachschauen, sind ihre soziosexuellen
Studien Essig.
 
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  • #18
Für mich ist diese Sache mit dem Vertrauen für beide Seiten gegeben. Ich schenke einem potenziellen Partner, überhaupt Menschen in meinem Leben gerne prinzipiell gerne Vertrauen, von Anfang an.
Jedoch muss dieses Gefühl auch von der anderen Seite kommen. "vertrauenswürdig sein", klingt bisschen seltsam, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der/die andere dazu auch etwas tun muss.

(leider) aus eigener Erfahrung, ist mir in meiner letzten Beziehung was unangenehmes passiert. Diese bin ich eingegangen, obwohl dieser Mann ein sehr intensives Liebesleben vor mir hatte, selbst in der Anfangsphase wimmelte es nur so von Exen und Freundinnen. Ich habe das als Vergangenheit abgelegt. Dieser Mann hat sich aufgrund seiner Handlungen und Worte im Jetzt für mich als ernstzunehmender Partner gezeigt. Doch ich gebe zu, irgendwas fühlte sich seltsam an, ich habe es abgetan.

Nach drei Jahren bemerkte ich den Umschwung. Es kamen plötzlich wieder neue Frauen in sein Leben, ebenso viele Ex-Frauen tauchten wieder auf und er war denen gegenüber sehr loyal. Ich rutschte immer mehr in den Hintergrund, wurde von ihm kritisiert und diese Frauen wurden von ihm regelrecht angehimmelt. Mein Bauchgefühl meldete sich.
So etwas habe ich noch nie erlebt, ich bin über die Trennung sehr froh gewesen, auch wenn es mich sehr verletzt hat.

Mein Urvertrauen behalte ich, nur bin ich eben vorsichtiger geworden.

Ich denke seitdem, dass - wie ebenfalls hier geschrieben - ein Mensch sicherlich eine kurze Zeit so tun kann, als ob.
Aber der wahre Charakter rutscht irgendwann in den Vordergrund.

Also lege ich ab jetzt wieder großen Wert auf mein Bauchgefühl, meine Intuition. Das ist mein Kompass, mit dem ich immer richtig liege
w/42
 
  • #19
Lieber Herr Kollege,

Sie haben ja recht, dass es absolute Sicherheit nie geben wird. Aber es gibt doch auch unterschiedliche soziosexuelle Orientierungen... und die ganze Forschung um diese herum zeigt konklusiv, dass die Wahrscheinlichkeiten sehr wohl Typ- resp. Persönlichkeits-abhängig sind.

Stets der beste sein muss man nur bei unreifen, egoistischen, prinzipienlosen Partnerinnen - wobei klar ist, dass 1. hier die Übergänge fließend sind und 2. vergangene Promiskuität (in Ihren Worten: "Weltmeisterin im Rudelb***en") sehr wohl ein Indikator für zukünftiges Verhalten darstellt.

Egal, wie viel nette französische Vokabeln sie hier hinschreiben.

Es ändert nichts an der Natur. Fragen sie Pfizer und andere Pharmahersteller. Die haben über eine Milliarde Dollar zum Fenster rausgeworfen. Weil sie ihren geliebten soziosexuellen Studien (nach Eigenaussagen der Frauen) glauben geschenkt haben. Nämlich bei der Suche nach weiblichem Viagra.

[Mod]

Wenn der richtige Mann kommt, werden auch Nonnen schwach (überspitzt formuliert)

Diese Zweiteilung in auf der einen Seite "die Schlampen", auf der anderen Seite die keuschen ("heiratsfähigen") Frauen, ist Wunschdenken der Männer, durch Frauen verstärkt.

Ich wünschte es wäre anders, dann könnte ich mir meiner Ehefrau "sicher" sein.
Und genau diese "falsche" Sicherheit, läßt Männer unvorsichtig werden.
Und dann ist das Haus weg, die Kinder und man lebt am Rande des Selbstbehalts.

Ein befreundeter Gynäkologe rekonstruiert Jungfernhäutchen. Was meinen sie, wer da ankam?
Lauter Frauen, von denen sie das nie gedacht hätten. Manche sogar dreimal, wo es dann nichts mehr zu rekonstruieren gab. Die waren fast alle verlobt.

Selbst meine Borderlinerinnen (von denen ich weiß, daß sie Sexualpartner im dreistelligen Bereich hatten),
sind bei ihren neuen Freunden die Unschuld von Lande. Ihr neuer Freund ist maximal der Vierte.

Haha.

Beste Grüße Kollege
 
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  • #20
Es gibt vieles, was das Vertrauen in einer Beziehung unterminieren kann: Lügen, Unterstellungen, Ironie, Unzuverlässigkeit, Respektlosigkeit, Unfähigkeit, Fehler einzugestehen und daraus zu lernen, fehlende Kommunikation, Machtspielchen, Ausspionieren, Eifersucht, Gewalt, Bevormundung und, und und.
 
  • #21
@18 Ich kann ihre Meinung verstehen und akzeptiere diese auch. Ein befreundeter Anwalt (übrigens kein Single!?) ist ebenfalls dieser Meinung und sagte mir: "Du kannst dir nicht vorstellen, was da manchmal abgeht und glaube mir: Die sind alle so." Okay es ist seine Meinung und ich habe das auch schon so erlebt aber trotzdem glaube ich an das Gute und würde nicht alle über einen Kamm scheren. Es ist doch so, dass sie, ihre Kollegen und auch ein Anwalt, der viel mit Scheidungen zu tun hat alle eine Gruppe Frauen bedienen und dh. auch dieses Gesamtbild haben. Das muss ich mir aber nicht annehmen, möchte und werde vertrauen und habe deshalb ein anderes Frauenbild.
Und PS: hat "Haha" einen Anspruch?
 
  • #22
Man darf nicht vergessen. Die Natur hat uns hormonell für 3 Jahre verliebt sein konzipiert.
Nämlich dann, wenn der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist. Dann geht man getrennter Wege.

Dieses Mantra aus den Märchen "dann Leben die Seelenverwandten verliebt bis ans Ende aller Tage bis
der Tod sie scheidet." ist letztendlich Hokuspokus.

Liebesheiraten gib es höchstens seit 100 Jahren und nur in der westlichen Welt. Alles andere, bis auf ein paar reiche Aristrokratenehen waren arrangierte Zweckgemeinschaften.

Die Eheleute haben sich vor hundert Jahr nicht mehr und nicht weniger vertraut, sondern sie waren enger aneinandergeschweißt, weil sie eine Zweckgemeinschaft darstellten. Der Mann bringt Essen auf den Tisch, die Frau zieht die Altersversorgung groß (Kinder).

Und heute in der freiheitlichen Gesellschaft mit ihrem Sozialstaat braucht man diese Zweckgemeinschaft
nicht mehr.

Was geblieben sind, die ganzen schönen Worthülsen "Vertrauen", "Seelenverwandte", "ganz viel
Kommunikation". Halt die Mainstream-Bilder, was eine Ehe heute ausmachen soll. Die hat man vor tausenden von Jahren eingeführt, um der Ehe ein bißchen humanen Anstrich zu geben.

Bloß die Worthülsen halten eine Ehe nicht zwangsläufig zusammen. Siehe Scheidungsrate.


[mod]
 
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