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  • #1

Langes Singlesein - von Singles eher positiv gerahmt?

Liebes Forum

Mir ist in meinem persönlichen Umfeld aufgefallen, dass Singles, die länger als 5 Jahre ohne festen Partner sind, eher sehr zurückhaltend aber positiv mit ihrer Situation umgehen. Im vertrauten Einzelgespräch kommt dann doch zum Vorschein, wie sehr viele Langzeitsingles emotional leiden. Kurzzeitsingles jammern eher sehr offensiv und laut, dass sie alleine sind.

Kennt ihe dieses Phämomen? Falls ja, ab wann glaubt ihr, dass ein Single eher zurückhaltend kommuniziert, dass er/sie Single ist? Nach zwei, drei, vier,... Jahren? Mir kommt es so vor als könne man (also Singles) damit eine gewisse Zeit kokettieren, aber ab wann nicht mehr?
 
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  • #2
Liebe FS, So wie Du das schreibst, müssten wir ja erstmal davon ausgehen, dass eine Beziehung das Nonplusultra und der wünschenswerteste Zustand ist. Das ist, Du magst es kaum glauben, bei vielen Leuten aber nicht so. Klar, viele wünschen sich einen Partner, andere wiederum sind sehr glücklich als Langzeitsingles. Das bedeutet ja nicht, dass sie keine Kontakte zum gleichen oder anderen Geschlecht haben, keinen Sex haben, keine geteilte Gefühlswelt haben, und so weiter. Deinen Schilderungen zufolge ist langes Singlesein ein Makel und das empfinde ich als ehemaliger Langzeitsingle überhaupt nicht so. Beides hat so seine Vor- und Nachteile und ich zumindest habe nie unter der Situation gelitten. Also, "kokettieren" ist hier wirklich das falsche Wort. Ich achte alle meine Freunde gleich, ob lange in Beziehungen oder lange Single. w34
 
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  • #3
Ich finde, das kommt auch auf das Alter an. Wenn man noch jung ist und an Familienplanung denkt, dann mag man sich insgeheim schon sehr nach einer Partnerschaft sehnen.
Ich bin w 60 und seit 9 Jahren geschieden. Ich habe mich ca. 2 Jahre nach der Scheidung (die von mir ausging) doch mal wieder nach einem Mann umgeschaut, hatte dann 2 halbjährige Beziehungen und habe dann noch ca. 1-2 Jahre gesucht. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich nach ca. 4-5 Jahren nach der Scheidung für mich entschieden habe, dass ich lieber alleine bleibe. Die Beziehungen haben mich mehr belastet als genutzt. Ich hatte das Gefühl, dass mich diese Männer nur aussaugen, es kam nichts zurück.
Ich habe einen sehr guten Freundeskreis und fühle mich in meinem Singleleben recht wohl. Ich habe auch einige männliche Freunde, möchte aber keine Beziehung mit ihnen eingehen.
Nein, auch im engen Freundeskreis und in noch so vertraulichen Gesprächen werde ich mich nicht dazu bekennen, mit meiner Situation unzufrieden zu sein - weil es nicht so ist, ich müsste sonst lügen.
Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass mir igendwann nochmal ein toller Mann über den Weg läuft, den würde ich dann wahrscheinlich auch nicht von der Bettkante schubsen. Aber ich sehne mich nicht danach.
 
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  • #4
Ich glaube das kommt sehr auf die Situation und Hintergründe des einzelnen an.

Ich persönlich (w/33) bin zwar erst seit 3 Jahren Single, aber mir gehts immer besser damit - erst Recht seitdem ich die Vorzüge für mich erst so richtig realisiert habe und die auch ausgiebig auskoste. Und seit es mir egal ist, wie die Gesellschaft von sowas denken könnte bzw. ich lege da keinen Wert mehr drauf und wenn ich es recht bedenke - ich habe mir damit sehr viel Freiraum und Entfaltungsmöglichkeiten und Spielwiesen erkämpft.

Zufällig hat mich aber vorhin jemand angerufen, der ist erst seit 2 Jahren Single und meinte, ihm würde es immer schlechter dabei gehen.
Er hat aber auch andere Ziele - dem schwebt noch das normale Familienmodell vor und der sei auch mehr der Typ, der sich lieber auf eine andere Person konzentriert und damit glücklich ist.
Für den sind 2 Jahre auch schon eine lange Zeit und diverse missglückte Anbahnungsversuche die reinste Niederlage.

Wann kann man nicht mehr damit kokkettieren - ich weiß es nicht.
Vielleicht gehen auch mir irgendwann die Ideen aus, aber meine Zeit ist so verplant und aktiv gestaltet, ich wüßte gar nicht, wo ich da einen Partner unterbringen sollte ohne dass der mich stören würde.
Kontakte und vielfältige Interessen gibts auch genug. Langeweile und Frust gibts da eigentlich eher nicht und ist auch noch lange nicht in Sicht. Vielleicht kommts ja irgendwann.

Wann und wie das kommt - Ich glaube aber auch, dass das mit recht unterschiedlichen Distanz-/ und Nähebedürfnissen der einzelnen Personen zusammenhängt und der Fähigkeit, auch wirklich mit sich allein sein zu können und irgendwann hat wohl jeder mal genug davon. Der eine früher, der andere später.
Wie gesagt - noch gehts mir bestens.
Die breite Masse dürfte da vielleicht doch anders gepolt sein als ich.

Warum Kurzzeitsingles sehr offensiv jammern - vielleicht sind die es im Gegensatz zu den Langzeitsingles einfach nur noch nicht gewohnt mit sich alleine zu sein. Und da passt das auch noch ins Bild und man sucht vielleicht auch noch den direkten Anschluss an das bisher gewohnte (würde ich als Warmwechsler bezeichnen)

Warum Langzeitsingles irgendwann anfangen zu leiden aber nicht offensiv drüber reden - vielleicht kommen die irgendwann an den Punkt, wo es auch für diese genug ist, aber was bringts, sich selber runterzuziehen.
 
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  • #5
Ich bin ein 46-jähriger Mann und war mein ganzes Leben lang Single, hatte also noch nie eine Beziehung. Ich habe allerdings schon mit etwa 30 erkannt, dass ich mit anderen Menschen nicht zusammenleben kann. Allein durchs Leben zu gehen ist zwar auch nicht schön, aber in solchen Fällen ist es das kleinere Übel
 
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  • #6
Ich bin ein 46-jähriger Mann und war mein ganzes Leben lang Single, hatte also noch nie eine Beziehung. Ich habe allerdings schon mit etwa 30 erkannt, dass ich mit anderen Menschen nicht zusammenleben kann.
Woher willst du wissen das du nicht mit einem Menschen zusammenleben kannst? Laut deiner aussage hattest du noch nie eine Beziehung.

Irgendwie habe ich das Gefühl das sich viele Dauersingles ihre Situation selber schön reden. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das jemand gerne alleine ist. Es geht doch nicht um den Austausch von Körperflüssigkeiten, sondern um nähe. War selber einige Zeit alleine, aber es gibt doch nichts schöneres als nach hause zu kommen und da ist jemand.

Auch wenn die Dauersingles behaupten es ist toll alleine zu sein. Glaube ich das man sich die eigene Situation nur schön redet. Niemand ist gerne alleine.
 
  • #7
Liebes Forum

Mir ist in meinem persönlichen Umfeld aufgefallen, dass Singles, die länger als 5 Jahre ohne festen Partner sind, eher sehr zurückhaltend aber positiv mit ihrer Situation umgehen. Im vertrauten Einzelgespräch kommt dann doch zum Vorschein, wie sehr viele Langzeitsingles emotional leiden. Kurzzeitsingles jammern eher sehr offensiv und laut, dass sie alleine sind.

Kennt ihe dieses Phämomen? Falls ja, ab wann glaubt ihr, dass ein Single eher zurückhaltend kommuniziert, dass er/sie Single ist? Nach zwei, drei, vier,... Jahren? Mir kommt es so vor als könne man (also Singles) damit eine gewisse Zeit kokettieren, aber ab wann nicht mehr?
Das hast du vielleicht einmal erlebt, das Langzeitsingles im Einzelgespräch zugeben, dass sie emotional leiden. Ich vermute eher, dass Langzeitsingles sich an den Zustand gewöhnen und wissen, dass jammern nicht hilft. Also macht man das Beste daraus. Wenn sie jemanden kennenlernen und sich verlieben: Gut. Wenn nicht: Auch gut.

Wozu sollte man als Langzeitsingle eigentlich zurückhaltend mit dieser Information sein? Weil gleich viele denken: Mit dem stimmt was nicht? Tja, das wäre dann sowieso nicht der Richtige. Wenn es sich im Gespräch thematisch ergibt, kann man es auch sagen. Wieso nicht.
Der Vorteil an Langzeitsingles ist, dass sie unter den Nicht-Single-Bekannten sehen, wie es nicht gehen sollte und sich entsprechend ihre Gedanken machen. Man lernt ja auch durch in Augenscheinnahme und aus Erzählungen sozusagen.

Kurzzeitsingles jammern auch nicht laut und hysterisch - sie nehmen sich wahllos einfach den Nächstbesten, um nicht alleine zu sein. Dadurch kürzere Beziehungszeiten und häufiger Wechsel der Partner.

Was besser ist, soll jeder für sich entscheiden.
 
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  • #8
Ich bin w,42, Langzeitsingle. Aber auch nur, weil ich das so will. Ich könnte Männer haben, bin auch wirklich nicht häßlich, nur warum sollte ich mich deswegen zurückziehen? Mir geht es gut so, ich hab mir die Situation ja selber ausgesucht. Wer darunter leidet, der muss halt was tun. Wenn man zu Hause bleibt, lernt man eben niemanden kennen.
 
  • #9
Reine Frage der Persönlichkeit, nicht des Alters und auch nicht der Dauer die jemand Single ist.

Es gibt Menschen denen fällt die Decke auf den Kopf wenn Sie Single sind, andere kommen eben gut mit klar.

Eines aber: Ich hab immer dann die Mädels angezogen wenn ich locker und mit mir zufrieden war. Wenn ich auf die Piste (oder ins Netz) bin mit einem " nix muss, alles kann" Bewusstsein.
 
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  • #10
DAS ist der fundamentale Irrtum, liebe FS: auch und gerade in einer Beziehung kann man sich sehr , sehr alleine fühlen. Ich habe es nach 13 jähriger Partnerschaft, von der ich etwa die Hälfte dieser Zeit retrospektiv als schön und bereichernd bezeichnen würde, so wie die "Gästinnen" #2 und #3 darauffolgende Beziehungsanbahnungen erlebt. Das war eher enttäuschend und anstrengend, vielleicht sehe ich jetzt alles nur realistischer und habe nicht gleich die rosarote Brille auf. Ausserdem definiere ich mich nicht über den Status "besetzt oder frei";)Wer hinhört und hinsieht, weiss, dass die allermeisten Partnerschaften auf dem Angst vor dem Alleinsein,finanziellen Aspekten, "unbepartnert" dastehen usw., beruhen, was keine gute Basis ist. Natürlich fände ich es toll, wenn es irgendwann einmal wieder einen Mann in meinem Leben geben sollte, der für mich etwas Besonderes ist und mit dem ich mir auch eine längere und innige Partnerschaft vorstellen kann. Krampfhaft auf der Suche bin ich nicht, denn ich fühle mich nicht einsam und lebe auch nicht wie eine Nonne...und erstaunlicherweise habe ich immer mehr Interessenten, obwohl ich ja soooo jung nicht mehr bin, weil ich Zufriedenheit und gelassenheit ausstrahle (wie mir gestern gerade ein Kollege sagte, der nur lachte, weil mich eine Kollegin unbedingt verkuppeln wollte, auch mit irgendeinem Ladenhüter;) Wenn ich ganz ehrlich bin, geht es mir emotional ohne festen Partner, der viel Energie abzieht und wenig zurückgibt, wesentlich besser. Sollte jemand erscheinen, der genauso geben kann und mag wie ich-dann freue ich mich!
w.45
 
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  • #11
Irgendwie habe ich das Gefühl das sich viele Dauersingles ihre Situation selber schön reden. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das jemand gerne alleine ist. Es geht doch nicht um den Austausch von Körperflüssigkeiten, sondern um nähe. War selber einige Zeit alleine, aber es gibt doch nichts schöneres als nach hause zu kommen und da ist jemand.
Du scheinst noch relativ jung zu sein. Früher habe ich auch so gedacht. Aber solange man ein Single zu sein, als ALLEIN sein empfindet, ist man noch nicht so weit, überhaupt eine reife und seelsich gute Beziehung führen zu können.

Ich denke, Frauen habe weniger ein Problem damit, ohne Mann an ihrer Seite zu sein. Für den Sex gibt es immer Männer, das ist meistens nicht das Problem.

Ich bin auch schon länger Single, aber heute sehe ich rückblickend, dass es gut so war. Ich musste diesen Single-Jakobs-Weg gehen, um richtig erwachsen zu werden. Dazu hatte ich durch Kind und Job zu wenig Freiraum für die Suche und den Aufbau einer guten Beziehung.

Ist ja nicht so, dass ich keine Männer kennenlernte. Aber viele Männer sind noch sowas von unreif, wollen nur Spass, können nicht gut kommunizieren, was für eine gute Beziehung sehr wichtig ist, achten weder körperlich noch seelisch gut auf sich. Was soll ich mit so einem Mann? Der ist doch für mich nur eine Belastung. Und ich dann für ihn auch, weil ich unzufrieden wäre.

Mir geht es als Single gut, wenn ein Mann dazu kommt, muss es mir weiterhin so gut gehen. Geht es das nicht, weil es nicht passt, dass heisst nicht, dass der Mann Schuld hat, dann bleibe ich lieber Single.

w
 
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  • #12
Wenn ich ganz ehrlich bin, geht es mir emotional ohne festen Partner, der viel Energie abzieht und wenig zurückgibt, wesentlich besser. Sollte jemand erscheinen, der genauso geben kann und mag wie ich-dann freue ich mich!
w.45
Mir geht es genaus, ich kann allen Gästen, die ähnlich schreiben nur zustimmen. Es gibt einfach zu viele männliche Energie-Vampire. Und so einen Mann brauche und will ich nicht.

w
 
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  • #13
Ich bin jetzt 30. In den Jahren zw. 18 und 27 war ich durch das Studium und verscheidene Reisen und länge Aufenthalte durchschnittlich nach einem Jahr immer wo anders. Wahrscheinlich hatte ich das auch im Hinterkopf und suchte mir unbewusst nichts ernstes.Die wenigen Beziehungen haben nicht lange gehalten und haben mir auch nicht das gegeben was ich eigentlich von einer Beziehung erwartet hätte. Mir wurde erst klar, dass ich eine längere Beziehung haben möchte, wenn ich gesehen habe, dass alle anderen in meiner Nähe auch eine lange Beziehung hatten und ich als einzige single Freundin übrig blieb. Da ging es mir ordentlich auf die Nerven. Klar mit meiner besten Freundin habe ich darüber gesprochen, aber sonst gejammert habe ich nicht. Was bringt das?

Ich weiß, dass ich mich nicht schnell verliebe und zuerst ein längeres Kennenlernen benötige. (Darunter verstehe ich nicht notgedrungen 20 Dates oder so, aber dass man sich einfach so trifft. ...hm vielleicht hatte ich auch deshalb nie eine "ausgesprochenes Date"? :D ) WEnn ich mich dann für eine Beziehung entscheide, bin ich voll und ganz dabei. Das hat tut dann aber auch verdammt weh, wenns plötzlich endet. Ich brauche wahrscheinlich auch eine längere Singlepause dazwischen, ich möchte niemanden als Trostpflaster benützen und ich bin auch überzeugt, dass man alleine auch glücklich sein können muss, dass man es zu zweit erst recht sein kann.
 
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  • #14
Da möchte ich doch gern mal einen anderen Aspekt in die Diskussion einbringen.

Ich bin erst seit ein paar Monaten Single und war das auch nie wesentlich länger. Möchte ich auch nicht. Ich finde es einfach sehr schön, sich regelmäßig mit jemandem über das Leben auszutauschen, Dinge zusammen zu unternehmen, die Vertrautheit zu genießen, aber auch regelmäßig tollen Sex zu haben und mit jemandem ganz allgemein zusammen in eine Richtung zu schauen, zu lieben und geliebt zu werden (all das ohne dass man zwingend zusammen wohnen müsste). Ich habe natürlich auch Freundinnen, recht viele Bekannte, mit denen ich Dinge unternehme, aber das ist halt eine andere Ebene.
Meine Erfahrung ist eher, dass Menschen, die länger Single sind, sich das Leben allein nach einer Weile einrichten und auch so eigen in vielem werden, dass sie nicht mehr so gern und so gut mit einem anderen Menschen auskommen können. Und dann ewig Single bleiben. Und dann auch noch sagen, sie fänden das toll. Kunststück, sie kennen es ja auch schon gar nicht mehr anders.
Natürlich ist das nicht bei jedem so, das will ich gar nicht behaupten.
 
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  • #15
Auch wenn die Dauersingles behaupten es ist toll alleine zu sein. Glaube ich das man sich die eigene Situation nur schön redet. Niemand ist gerne alleine.

Du verwechselst "alleine sein" mit "einsam sein".
Ich war in meiner Ehe 20 Jahre lang einsam, seit meiner Scheidung vor ca. 6 Jahren bin ich nicht mehr einsam, denn ich habe einen großen Freundeskreis, den ich nun auch pflegen kann, ohne dass mir ein Mann meine Freundinnen vergrault und ohne dass ich mich rechtfertigen muss, weil ich mit einer Freundin ins Theater gehen möchte.
Ich bin alles andere als einsam, aber ich lebe alleine.
Vielleicht reden sich nämlich auch so manche Nicht-Singles das Leben mit einem Partner schön. Ich habe das auch viele Jahre lang getan.

Ich sag mir immer "lieber alleine glücklich als zu zweit unglücklich"
 
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  • #16
Wie zahlreiche Studien zeigten, sind die wenigsten Singles freiwillig allein. Wer über längere Zeit gegen seinen Willen Single ist, muss davon ausgehen, dass er / sie auf dem Partnermarkt zu den Ladenhütern gehört. Diese bittere Erkenntnis, verbunden mit dem unterfüllten Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit und erotischer Erfüllung macht Menschen seelisch stumpf und lässt sie letztlich resignieren. Gegen aussen wird dieser Umstand äusserst zurückhaltend kommuniziert, denn als Verlierer will sich kaum jemand outen.
 
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  • #17
Wie zahlreiche Studien zeigten, sind die wenigsten Singles freiwillig allein. Wer über längere Zeit gegen seinen Willen Single ist, muss davon ausgehen, dass er / sie auf dem Partnermarkt zu den Ladenhütern gehört. Diese bittere Erkenntnis, verbunden mit dem unterfüllten Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit und erotischer Erfüllung macht Menschen seelisch stumpf und lässt sie letztlich resignieren. Gegen aussen wird dieser Umstand äusserst zurückhaltend kommuniziert, denn als Verlierer will sich kaum jemand outen.
Das sind niedermachende Gedanken, die von einem gehässigen Menschen geschrieben sind, der sich nur auf angebliche Studien beruft.

Ich bin weder seelisch stumpf noch resigniert und habe es auch nicht nötig, mich als Verlierer zu sehen. Im Gegenteil. Was ich hier lese und was ich selber in der Realität erlebt habe, stehe ich als nichtgeschiedene, da nie verheiratete Frau, finanziell, psychisch, beruflich usw. mit fast erwachsenen Frauen und auch mein weiblicher Freundeskreis sehr gut da, im Gegenteil zu vielen verheirateten Frauen und Männer, die einen Haufen Stress haben, oft finanziell schlecht dastehen usw.

Zum Schluss zählt das Ergebnis und mit meiner Bilanz bin ich sehr sehr zufrieden.

w 49
 
  • #18
Wie zahlreiche Studien zeigten, sind die wenigsten Singles freiwillig allein. Wer über längere Zeit gegen seinen Willen Single ist, muss davon ausgehen, dass er / sie auf dem Partnermarkt zu den Ladenhütern gehört. Diese bittere Erkenntnis, verbunden mit dem unterfüllten Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit und erotischer Erfüllung macht Menschen seelisch stumpf und lässt sie letztlich resignieren. Gegen aussen wird dieser Umstand äusserst zurückhaltend kommuniziert, denn als Verlierer will sich kaum jemand outen.
Dann wird es höchste Zeit für eine neue Studie. Und mich würde mal interessieren, wie diese Studie aufgebaut wurde und wo man die Probanden dafür her hatte: Wenn sie aus diesem Forum stammt, ist es wohl kein Wunder. Ebenso, wenn man in (psychosomatischen) Kliniken Umfragen startete.

Keine Regel ohne Ausnahme. Aber bitte, wen es glücklich macht und wer sich bestätigt fühlt, der kann ja gerne an diese "zahlreichen Studien" glauben und sich damit bei der Partnersuche noch mehr irre machen lassen.
 
  • #19
Ich bin erst seit ein paar Monaten Single und war das auch nie wesentlich länger. Möchte ich auch nicht. Ich finde es einfach sehr schön, sich regelmäßig mit jemandem über das Leben auszutauschen, Dinge zusammen zu unternehmen, die Vertrautheit zu genießen, aber auch regelmäßig tollen Sex zu haben und mit jemandem ganz allgemein zusammen in eine Richtung zu schauen, zu lieben und geliebt zu werden (all das ohne dass man zwingend zusammen wohnen müsste). Ich habe natürlich auch Freundinnen, recht viele Bekannte, mit denen ich Dinge unternehme, aber das ist halt eine andere Ebene..
Wer möchte das nicht - aber doch nicht zwanghaft. Mich würde interessieren, wie man sich in kürzester Zeit so schnell wieder (wahllos?) verlieben kann? So ein Geheimrezept und Internetpartnerbörsen könnten zu machen ;)

Meine Erfahrung ist eher, dass Menschen, die länger Single sind, sich das Leben allein nach einer Weile einrichten und auch so eigen in vielem werden, dass sie nicht mehr so gern und so gut mit einem anderen Menschen auskommen können. Und dann ewig Single bleiben. Und dann auch noch sagen, sie fänden das toll. Kunststück, sie kennen es ja auch schon gar nicht mehr anders.
Natürlich ist das nicht bei jedem so, das will ich gar nicht behaupten.
Gut. Es ist nämlich auch nicht bei jedem so.
Und - wenn man offenen Auges durch seine Umwelt geht und sich den Bekanntenkreis mal genauer ansieht:
Auch die Einzelteile von Paaren werden - nicht mal selten - ziemlich eigen. Und wenn ein Anzeichen für Eigentümlichkeit auch nur ist, dass keiner mehr ohne den anderen anzutreffen ist oder keine Entscheidungen mehr treffen darf ohne noch hundertmal "Schatzi" zu fragen.
Oder - wie man auch oft bei Paaren feststellen kann - einer hat dauernd den Schnabel auf und der andere sitzt wie ein verschüchtertes Mäuschen daneben: also die Situation, wo man unschwer erkennen kann, dass es ein deutliches Ungleichgewicht zwischen beiden gibt. Was man im persönlichen Gespräch auch über kurz oder lang bestätigt bekommt.
 
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  • #20
....dass eine Beziehung das Nonplusultra und der wünschenswerteste Zustand ist. Das ist, Du magst es kaum glauben, bei vielen Leuten aber nicht so. Klar, viele wünschen sich einen Partner, andere wiederum sind sehr glücklich als Langzeitsingles. Das bedeutet ja nicht, dass sie keine Kontakte zum gleichen oder anderen Geschlecht haben, keinen Sex haben, keine geteilte Gefühlswelt haben, und so weiter.
Nun du müsstet mal deine Vorstellung von "viele Leute" definieren. Wie einer meiner Vorredner schreibt, ist die Mehrheit der Singles tatsächlich nicht gern Single, und nachweislich haben Eheleute immer noch mehr Sex als Singles. Die Sexfrequenz bei dem Großteil der Singels ist traurig niedrig. Rein statistisch gesehen. Vermutlich weißt du gar nicht mehr richtig, wie (schön) es sich anfühlt, in einer Partnerschaft zu leben. Und was man nicht mehr nachfühlen kann, vermisst man eben auch nicht.
 
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  • #21
Wie zahlreiche Studien zeigten, sind die wenigsten Singles freiwillig allein. Wer über längere Zeit gegen seinen Willen Single ist, muss davon ausgehen, dass er / sie auf dem Partnermarkt zu den Ladenhütern gehört. Diese bittere Erkenntnis, verbunden mit dem unterfüllten Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit und erotischer Erfüllung macht Menschen seelisch stumpf und lässt sie letztlich resignieren. Gegen aussen wird dieser Umstand äusserst zurückhaltend kommuniziert, denn als Verlierer will sich kaum jemand outen.
Welche zahlreichen Studien? Koennten Sie die Studien bitte benennen (Quellenangabe, Link, etc)? Viele Teilnehmer dieses Forums ueben sich gerne in der Kunst der Generalisierung - und scheitern daran.

Nicht jeder Mensch leidet Dauerhaft an einem 'Single' - Dasein und wird "seelisch" stumpf. Selbstveraendlich verstehe ich es, wenn ein Durchschnittsmensch sich ab und zu einsam fuehlt und sich nach einer Beziehung sehnt - vor allem wenn er eine erfuellte Partnerschaft in seinem Leben schon gefuehrt hat. Doch um wie ein schlechtgewordener Joghurt bitter zu werden braucht es ein wenig mehr an psychischem Druck und Not.

Ich weiss nicht, ob ich mein fernbleiben vom Partnermarkt nach meiner letzten langjaehrigen Beziehung - drei Jahre sind es jetzt - positiv oder negativ betrachten sollte. Ich nehme mir die Zeit mein Scheitern aufzuarbeiten. Gleichzeitig zeigt mit meine Anwesenheit in diesem Forum, dass ich mich durchaus nach einem Partner sehne. Aber deshalb werde ich nicht die Illusion von einer heilen Welt nicht verlieren.
 
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  • #22
hier noch mal Gast #12.

Meine Erfahrung ist eher, dass Menschen, die länger Single sind, sich das Leben allein nach einer Weile einrichten und auch so eigen in vielem werden, dass sie nicht mehr so gern und so gut mit einem anderen Menschen auskommen können. Und dann ewig Single bleiben. Und dann auch noch sagen, sie fänden das toll. Kunststück, sie kennen es ja auch schon gar nicht mehr anders.
Natürlich ist das nicht bei jedem so, das will ich gar nicht behaupten.
Da kann ich dir als ehemaliger "ewiger Single" nur Recht geben. Ich hatte am Anfang meiner letzten Beziehung schon leichte Schwierigkeiten meine Bedürfnisse bzw. meine Eigenheiten seinen anzupassen. Jedoch hat sich mein Bedürfnis nach seiner Nähe als so stark erwiesen, dass ich gerne die Kompromisse eingegangen bin. Wenn man richtig verliebt ist, dann vergisst man einige Eigenheiten gerne.

Da kann ich Gast #15 nur beipflichten. Man fühlt sich nach einiger Zeit als der Ladenhüter, der selbst nicht im Ausverkauf genommen wird. ...ok, ich würde mich zwar nie so anpreisen, aber nur so zum Verständnis.
 
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  • #23
Wie einer meiner Vorredner schreibt, ist die Mehrheit der Singles tatsächlich nicht gern Single, und nachweislich haben Eheleute immer noch mehr Sex als Singles. Die Sexfrequenz bei dem Großteil der Singels ist traurig niedrig.
Sex als Single könnte ich auch so genug bekommen, dazu muss ich nicht verheiratet sein.

Ich will aber nur Sex mit einem Mann, der mich sehr mag, liebt, ich ihn auch und der mit mir eine Partnerschaft will.

Wenn ich mir so viele Eheleute anschaue, wie die sich körperlich und seelisch gehen lasse, dann habe ich ganz große Zweifel, dass die Eheleute miteinander so viel Sex haben sollten.

Es sei denn, die Eheleute haben Sex mit Prostituierten und Affären, dann stimmt die Aussage tatsächlich, dass Eheleute mehr Sex haben sollen.

w
 
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  • #24
Wer sich als Single als "Ladenhüter" fühlt, der hat ein Selbstwertproblem. Man muß sich doch nur umsehen! Wie viele grottenhässliche, gestörte Menschen leben in Partnerschaften? Dazu gehört doch nun wirklich nichts.
 
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Gast

  • #25
Wer sich als Single als "Ladenhüter" fühlt, der hat ein Selbstwertproblem. Man muß sich doch nur umsehen! Wie viele grottenhässliche, gestörte Menschen leben in Partnerschaften? Dazu gehört doch nun wirklich nichts.
Es gibt sie durchaus, die "grottenhässlichen, gestörten Menschen", die mit einem ebenfalls grottenhässlichen, gestörten Menschen zusammenleben. Lässt man das "gestört" weg, ist es wohl eher so, dass sich kaum jemand einen unattraktiven Partner (Ladenhüter) wünscht, da bleibt Mann und Frau doch lieber allein.
 
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  • #26
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  • #27
Nun du müsstet mal deine Vorstellung von "viele Leute" definieren. Wie einer meiner Vorredner schreibt, ist die Mehrheit der Singles tatsächlich nicht gern Single, und nachweislich haben Eheleute immer noch mehr Sex als Singles. Die Sexfrequenz bei dem Großteil der Singels ist traurig niedrig. Rein statistisch gesehen. Vermutlich weißt du gar nicht mehr richtig, wie (schön) es sich anfühlt, in einer Partnerschaft zu leben. Und was man nicht mehr nachfühlen kann, vermisst man eben auch nicht.
Na, dann lies doch hier mal und zähle. Es ist eben genau nicht so, dss die Mehrheit der Singles unglücklich ist. Das liest nur DU heraus. Wenn das EINER deiner Vorredner schreibt, so ist das eben noch nicht die Wahrheit, denn einige MEINER Vorredner schreiben etwas anderes.
Das ist so eine Sache mit den Statistiken, sie sagen genau das aus, was man gerne hören möchte.

In Sachen Sex in der Ehe - ja du magst recht haben, ich hatte in meiner Ehe durchschnittlich öfter Sex als in meiner Singlezeit. Aber diesem Sex trauere ich nicht nach, denn mir geht Qualität über Quantität. Was nützt mir allwöchentlicher, langweiliger Rein-Rauß-Sex, weil der Göttergatte sich mal schnell erleichtern will? Darauf kann ich gerne verzichten.
Lieber keinen Sex als schlechten Sex, so sehe ich das zumindest als Frau (Männer sehen das anders).
Ich weiß sehr wohl, wie schön es sich anfühlt, einen liebevollen Partner zu haben, aber ich weiß auch, wie schrecklich es sich anfühlt, einen missmutigen und lieblosen Partner zu haben.

Ich denke, dass kein Mensch auf Erden etwas gegen eine harmonische, liebevolle Partnerschaft hat. Aber dafür hast du keine Garantie und jeder Single, der mit seinem Singleleben glücklich und zufrieden ist, kennt den Unterschied.
Ich kenne auch Menschen, denen es wichtiger ist, in einer Partnerschaft zu leben - sie nehmen dabei auch inkauf, dass die Partnerschaft unglücklich ist. Hauptsache man ist nicht alleine. Na ja, wem das reicht....
 
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  • #28
Welche zahlreichen Studien? Koennten Sie die Studien bitte benennen (Quellenangabe, Link, etc)?
Nach diesen zahlreichen Studien muss man einfach nur mal googlen und erhhält Trefferlisten, die tendenziell ähnliche Ergebnisse präsentieren. Zum Thema Freiwilligkeit bei Singles z.B. nennt die Ruhr Uni Bochum "Studie Studie zum Vergleich von Singles und gebundenen Personen hinsichtlich ihres Erlebens von Partnerschaft, Glück und des Selbst" die Zahlen 32 % der Singles leben freiwillig allein, 68 % der Singles unfreiwillig. Zum Thema Häufigkeit von Sex zitiert die "Welt" eine Studie, in der der Durchschnitsdeutsche 138 Mal Sex im Jahr hat. Ich glaube kaum, dass es ein Single auf diese Zahl bringt. Google doch mal selbst.
 
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  • #29
Wie zahlreiche Studien zeigten, sind die wenigsten Singles freiwillig allein. Wer über längere Zeit gegen seinen Willen Single ist, muss davon ausgehen, dass er / sie auf dem Partnermarkt zu den Ladenhütern gehört.
Die meisten Menschen wollen in einer glücklichen Partnerschaft leben. Aber richtig gute Partner laufen einem eher selten über den Weg. Gerade dann wenn man sehr attraktiv ist, einen guten Beruf hat und mit seinem Leben auch alleine sehr zufrieden ist, schaut man ganz genau hin, wen man als neuen Partner auswählt und bleibt lieber alleine als schnell wieder gebunden zu sein.

Ich sehe das in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ganz anders: gerade die besonders begehrten sind häufig ziemlich lange alleine bis sie sich dann wieder fest binden.
 
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  • #30
32 % der Singles leben freiwillig allein, 68 % der Singles unfreiwillig. Zum Thema Häufigkeit von Sex zitiert die "Welt" eine Studie, in der der Durchschnitsdeutsche 138 Mal Sex im Jahr hat. Ich glaube kaum, dass es ein Single auf diese Zahl bringt.
ich w, 39 zähle zu 68%. und Sex - tja, 2012 hatte ich 1 Mal und es blieb leider nur beim diesem einem Mal. 2013 - noch gar nicht.

Und ja ich gebe zu - ich bin unfreiwillig Single, und so lauft es seit 2007, damals war ich erst 33. Am Anfang sucht Jeder Single sehr aktiv, so wars bei mir, und ja gestehe - am Anfang jammert man mehr wenns nicht klappt. Man versucht Beuteschema anpassen, Ansprüche überdenken, Altersgrenzen verändern, bei mir war von - 11 bis + 11 Jahren.
Internet - Singlebörse - kenne ich fast alle - erfolgslos.
Man sammelt (ich) auch sehr viele schlechte Erfahrungen, macht Pause, heilt seelische Wunden und versucht wieder. Und wieder erfolgslos.
Ich erzähle mittlerweile gar nicht wie lange ich alleine bin, da es zu 98% zu dummen Spruchen kommt: Ach, bist zu anspruchvoll oder Dann stimmt mit dir etwas nicht, hast sicher ne Macke usw.
Ich jammere auch nicht mehr -da es sowieso nichts bringt. Ich heule auch nicht mehr weil ich allein bin - bringt auch nichts mehr. Ohne Sex - tjaaa - myself heisst das Zauberwort. Da ich habe schon probiert und festgestellt, dass nur reine Sexverhälniss macht mich mehr traurig und unbefriedigt als gar kein Sex. Und ONS - tjaa, ist auch nicht meins - jedes mal wie letztes Mal - voll Gas geben, und sich im Voraus so auspowern beim Sex ( man weiss ja nicht wann nächste Zufall kommt).

Ich lebe einfach mein Leben weiter - versuche es so schön zu gestalten, mit andere schönen Dingen zu fühlen. Ich versuche einfach nicht denken - dass "Ohne Mann ein Mangel da".
Und ich hoffe innerlich - irgendwann einen guten Mann zu treffen.

Ich bin sichr, dass ich absolut normal und beziehungsfähig bin, meine Ansprüche sind absolut in "gesunden Rahmen" und ich habe keine "Psycho-Macken" oder "Depressionen - Minderwertigkeits - Selbstwertproblemen".

Ich sage einfach mir so - wahrscheinlich ist es noch nicht meine Zeit. Aber es kommt irgendwann.

w, jetzt 39
 
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