• #1

Langjährige Freundschaften

Durch den Thread der erst kürzlich gestellt wurde bin ich doch mal neugierig geworden was ihr so darüber denkt. Mir geht es hier nicht um Ehe oder Beziehung, sondern um ganz normale Freundschaften.

Ich habe ja schon angedeutet, dass ich auch Freunde noch von ganz früher habe. Also mit denen ich schon im Sandkasten oder auf dem Spielplatz gespielt habe und mit denen ich auch im Kindergarten war. Ist schon über 40 Jahre her. Wir sind noch immer befreundet und treffen uns auch noch regelmäßig. Der Freundeskreis ist also immer noch völlig intakt.

Der Grund warum ich das frage ist folgender. Mir wurde da auch vorgeworfen, dass so etwas fehlende Weiterentwicklung ist. Wir haben uns doch trotzdem weiter entwickelt. Natürlich sind in der Zeit auch andere Freundschaften entstanden. Trotzdem frage ich mich was dagegen spricht Freunde von früher zu haben. Das sind doch schließlich diejenigen die man nach seiner eigenen Familie am besten kennt.

Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.
 
  • #2
Mir wurde da auch vorgeworfen, dass so etwas fehlende Weiterentwicklung ist. Wir haben uns doch trotzdem weiter entwickelt.

Ich denke damit war gemeint, dass Du nicht aus Deiner vertrauten Umgebung gekommen und anderweitig Menschen kennengelernt und Freundschaften geknüpft hast.


Trotzdem frage ich mich was dagegen spricht Freunde von früher zu haben. Das sind doch schließlich diejenigen die man nach seiner eigenen Familie am besten kennt.

Dagegen spricht nichts, aber das sie mich am besten kennen?
Ich denke nicht, dass die Dauer einer Freundschaft grundlegend ein Kriterium für die Tiefe und Qualität dieser Freundschaft ist.

Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.

Sandkasten, Schule, Ausbildung - nein, kein Kontakt, außer Klassentreffen. Da war auch keine tiefe Bindung.

Meinen (vielleicht) besten Freund habe ich kennengelernt als ich 27 war. Studienzeit. Zwischen 27 und 35 habe ich die meisten Freunde gefunden, Kontakte die bis heute halten. In den Jahren danach kam noch der ein oder andere (lockere) Freund dazu.
 
  • #3
Ja ich habe auch Freunde von früher. Aus Kindergarten und Grundschule zwar nicht mehr. Aber Mittelstufe, Oberstufe und Unizeit. Es sind nur einzelne Wenige, aber sehr enge Freunde.
Dann sind über Beruf und Freundeskreis meines Mannes einige Bekannte dazugekommen.
Insgesamt sind viele Bekannte nach und nach weggebröckelt - wenn ich bedenke wie viele wir mal waren bei WG Partys oder Grillen im Park. Da zerbrechen im Verlauf Beziehungen, Wohngemeinschaften, Umzüge, neuer Job, Kinder, alles Veränderungen, die Freundschaften enden, einschlafen lassen, bzw Bekanntschaften.

Wirklich wahre Freunde kenne ich seit 20 Jahren und kann sie an einer Hand abzählen. Wir sind auch in schlechten Zeiten füreinander da. Sie sind mir sehr wertvoll.

Eine fehlende Weiterentwicklung sehe ich da nicht. Wir alle entwickeln uns ja weiter, zusammen, auch in unterschiedliche Richtungen. Die Freundschaft bleibt trotzdem bestehen. Gerade das macht die ganz alten Freunde so spannend, weil sie teilweise nicht (mehr) zur eigenen Filterblase gehören und man ihnen heute nicht mehr begegnen würde. Was wirklich schade wäre.

W36
 
  • #4
Der Grund warum ich das frage ist folgender. Mir wurde da auch vorgeworfen, dass so etwas fehlende Weiterentwicklung ist. Wir haben uns doch trotzdem weiter entwickelt.
Ich dachte damals schon, das so ein Thread noch von dir kommen wird! Es war kein Vorwurf, es war lediglich eine allgemeingültige Feststellung, die ich auch unterschreiben kann! An sog. berühmten Ausnahmen, halte ich mich nicht fest, wenn einer einen Großgewinn im Lotto gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass mir das auch passieren wird!
Natürlich sind in der Zeit auch andere Freundschaften entstanden. Trotzdem frage ich mich was dagegen spricht Freunde von früher zu haben. Das sind doch schließlich diejenigen die man nach seiner eigenen Familie am besten kennt.
Lieber Jochen, du brauchst dich nicht rechtfertigen für dich, oder hier für uns, es ist sowieso so, wie es nunmal ist und wenn es für dich so passt, dann ist doch gut, beruhige dich also!
Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.
Nein, habe ich nicht, ich war ein einziges Mal bei einem Schülertreffen zum 40. ich habe mir gesagt, ich mache das nicht mehr mit, weil ich für mich gemerkt habe, dass die alle noch den Stand von früher hatten, ich konnte mit denen nichts mehr anfangen, als nur blabla reden! Meine längste Freundschaft habe ich mit zwei Menschen, mit einer Frau und unabhängig davon mit einem Mann, seit 9 Jahren. Menschen kommen, Menschen gehen, Freunde kommen, Freunde gehen, Partner kommen, Partner gehen, Kinder kommen, Kinder gehen, eine Tür wird zugemacht, eine neue Tür öffnet sich, das ist normales und gesundes Realleben!
VG IM
 
  • #5
Ich finde es gut, wenn man in der Lage ist, so langjährig Freundschaften zu erhalten, man sich gemeinsam weiterentwickelt.

Bei mir hat es größtenteils nicht gepasst, irgendwie hat es sich verlaufen, da ich frühzeitig ein Kind bekam und dann andere Themen und Interessen hatte. Man hat sich unterschiedlich entwickelt, die gemeinsame Basis wie Schulzeit ist irgendwann keine Gesprächsgrundlage mehr.
Später hatte ich dann kein Interesse mehr an zB Kinderthemen.

Zu anderen hab ich ganz bewusst den Kontakt abgebrochen, wenn ich gemerkt habe, dass sie mir nicht guttun.

Bei mir ist es so, dass ich viele langjährige Freundschaften habe, aber auch immer wieder neue dazu kommen oder andere sich verlaufen, wenn man keine gemeinsamen Themen mehr hat.
 
  • #6
Ich habe sehr viele langjährige Freundschaften, engere und weniger enge. Zwar nicht aus Kindergartenzeiten (war nie im Kindergarten) und Abi-Treffen kenne ich auch nicht (mein Gym. war eine internationale Schule im Ausland und wir kamen aus aller Herren Länder - ein späteres Treffen war also immer unrealistisch).

Aber ich habe Freunde aus dem Studium und vor allem auch solche aus meinem späteren abwechslungsreichen Job. Einmal pro Jahr, wenn mal gerade keine Pandemie dagegen spricht, lade ich ca 30 dieser alten Freunde und Freundinnen zum Brunch zu mir ein. Da kommen fast immer alle, auch wenn sie quer über die Republik verstreut leben. Das geht seit fast 20 Jahren so, sie kennen und mögen sich inzwischen alle mehr-oder-weniger, obwohl ursprünglich fast nur ich die Bezugsperson war.

Heute bin ich sehr froh, über den großen Freundeskreis, auch wenn uns nicht alle alles miteinander verbindet. Es ist eine »Grundfreundschaft« vorhanden, die zwischendurch auch mit Einzelnen aus dem Kreis gepflegt wird.
Weiterentwickeln tun wir uns alle - und genau das interessiert uns bei den Begegnungen. Das Erleben, der Umgang mit der Welt, die Veränderungen ... wichtige Punkte für jede/n Einzelne/n von uns.

Natürlich gibt es viele Menschen, denen Freundschaften nicht so wichtig sind. Oft wissen sie aber nicht, was sie dabei versäumen. »Freundschaften knüpfen und pflegen« will gelernt sein, meist geschieht das im Elternhaus. Meine Geschwister und ich durften immer beliebig viele Freunde in den Ferien oder am WE mit nach Hause bringen. Das Haus war riesig, Schlafsäcke gab es ausreichend. Der Fußboden war Lager genug. Manchmal waren wir so viele, dass wir spontan ein Theaterstück üben und gemeinsam aufführen konnten.

Das ging über in unsere eigenen Familien und unsere Kinder machen es heute nicht schlechter. Ich finde das bereichernd und nie langweilig.
 
  • #7
Nein, habe ich nicht, ich war ein einziges Mal bei einem Schülertreffen zum 40. ich habe mir gesagt, ich mache das nicht mehr mit, weil ich für mich gemerkt habe, dass die alle noch den Stand von früher hatten, ich konnte mit denen nichts mehr anfangen, als nur blabla reden!
Ich fand die Schülertreffen immer ganz gut. Ich konnte mit ihnen ganz gut reden.

Meinen besten Freund kenne ich jetzt seit 15 Jahren. Ich habe ihn allerdings nur durch einen Zufall kennengelernt. Ich habe damals meinen 30. Geburtstag gefeiert. Ein anderer Freund von mir hat mich damals gefragt ob er ihn auch mitbringen kann. Seither kenne ich ihn. Also auch schon ziemlich lange.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #8
Hallo @Jochen1 ,

schönes Thema :)

Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.

Ich habe aus meiner Kindergarten-Zeit noch drei FreundInnen, mit denen ich nicht viel, aber dennoch regelmäßig Kontakt habe (bis vor zehn Monaten waren es vier, aber eine liebe Freundin ist leider an Corona verstorben R.I.P)

Diese "Sandkasten"-Freundschaften haben mehrere Jahrzehnte und meinen "Export" als Kind nach Deutschland überlebt!

Eine Freundin lebt immer noch in ihrem Heimatdorf, eine weitere ist in die nächste große Stadt gezogen und ein Freund lebt jetzt in USA, wir haben über FB Kontakt.

Das sind nicht unbedingt die Freunde, die mich am besten kennen, aber auf eine besondere Weise sind sie vielleicht doch die, die mir besonders nahe stehen und ich ihnen... einfach weil die gemeinsamen Wurzeln und die gemeinsame Kultur vorhanden sind.

Ich bin viele Jahre in Deutschland zur Schule gegangen. Aus dieser Zeit habe ich keine Freundschaften mehr, die ich pflege.
 
  • #9
Trotzdem frage ich mich was dagegen spricht Freunde von früher zu haben. Das sind doch schließlich diejenigen die man nach seiner eigenen Familie am besten kennt.
Überhaupt nichts spricht dagegen, wenn Du Dich mit ihnen wohlfühlst.

Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.
Ich nicht. Ich war als Kind der totale Aussenseiter. Im Kindergarten war ich garnicht.
Von den anderen Nachbarkindern habe ich mich aus guten Gründen ferngehalten. Ich hatte genug Geschwister, alle altersmäßig nah beieinander und einen Hund - mehr brauchte ich nicht.

Bis zur 6. Klasse war ich aus gesundheitlichen Problemen je Schuljahr noch nichtmal ein volles Halbjahr in der Schule und das auch nicht am Stück, also auch keine Kontakte in der Grund- und Realschule. Da wurde ohnehin deutlich, dass ich etwas anders bin als der Rest, mich andere Dinge als die anderen interessierten, die aber richtig.

Mitten in der 6. Klasse wechselte ich dann aufs Gymnasium in der Kreisstadt - 30 km entfernt und der Bus gondelte eine Stunde lang über die Dörfer. Ich war dort auch das einzige Mädchen aus meinem Ort. Elterntaxi gab es damals nicht, also keine Chance für Treffen nach der Schule. Schule war gut, an die anderen Kinder kann ich mich nicht erinnern - spielte für mich keine Rolle ob es sie gab oder nicht.

Zur 11. Klasse wechselte ich in einen anderen Ort auf ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium mit einem gleichstarken künstlerischen Zweig. Da fand ich zum ersten Mal Gleichgesinnte, d.h. man hat was miteinander gemacht und verstand sich recht gut. Aus der Zeit hatte ich Jahrzehnte einen sehr guten Freund - war aber nicht unkompliziert mit seiner genauso langjährigen Partnerin, weswegen nach meiner Scheidung der Kontakt zu ihm abbrach und sein früher Tod eine spätere Wiederannäherung unmöglich machte.

Zum Studium wechselte ich wieder den Ort (weiter weg von der Heimat). Da lief es ähnlich wie in der gymnasialen Oberstufe - es gab einige Leute mit denen ich gut konnte, sowohl im akademischen wie im kreativen Zirkus, aber keine die Studienzeit überdauernden Freundschaften. Ich denke, es hatte was damit zu tun, dass mir klar war: ich bin nur zum studieren dort.

Dauerhafte Freundschaften entstanden erst, als ich im jungen Erwachsenalter eine gefestigte Persönlichkeit war. Wegen mehrerer Ortswechsel verteilen die sich auch über verschiedene Orte. Nach Jahrzehnten HH habe ich dort 5 echte Freunde/Freundinnen.

An meinem jetzigen Ort bin ich noch nicht lange genug um Freundschaften begründen zu können - aber viel Familienkontakte über meinen Mann.

Also insgesamt wenige Freunde an verschiedenen Orten, Freundschaften alle nach der Jugend begonnen und ab Mitte 20 in den jeweilien Lebensabschnitten wenige hinzugekommene Menschen, die aber dauerhaft.

Klassentreffen: bitte ohne mich, Alumni ebenso -liegt aber am Fachwechsel.
 
  • #10
Der Grund warum ich das frage ist folgender. Mir wurde da auch vorgeworfen, dass so etwas fehlende Weiterentwicklung ist.
Wenn Du ausschließlich Freunde aus der Kindergartenzeit hast, ja. Sonst völliger Unsinn.
Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.
Ja, die ältesten Freundschaften auch so um die 40 Jahre.
 
  • #11
Mitten in der 6. Klasse wechselte ich dann aufs Gymnasium in der Kreisstadt - 30 km entfernt und der Bus gondelte eine Stunde lang über die Dörfer. Ich war dort auch das einzige Mädchen aus meinem Ort. Elterntaxi gab es damals nicht, also keine Chance für Treffen nach der Schule. Schule war gut, an die anderen Kinder kann ich mich nicht erinnern - spielte für mich keine Rolle ob es sie gab oder nicht.
Ja aber du hast ja bestimmt jemanden gehabt der neben dir gesessen ist. Ich bin mit den meisten von meiner Klasse gut ausgekommen. Ich wurde von der Klasse auch zum Klassensprecher gewählt. Hatte zwar keine Lust darauf. Habe es trotzdem gemacht.
 
B

Blume94

Gast
  • #12
Ich hab bei jeder „Station“ mindestens eine Freundschaft mitgenommen: Kindergarten, Grundschule, Realschule, Gymnasium, Uni, Berufsschule, Geburtsvorbereitungskurs etc.. Man lernt immer irgendwo Leute kennen und wenn man sich sympathisch ist, warum dann nicht einen freundschaftlichen Kontakt aufbauen und pflegen.
Ich kann beobachten je ähnlicher die Lebenswelten, desto eher klappt eine Freundschaft oder bleibt aufrecht erhalten, zb. besteht mein Freundeskreis aus vielen anderen Müttern (nicht nur, aber vor der Geburt meines Sohnes waren alle meine Freunde kinderlos und nun hat sich das schon geändert in mehr Freunden mit Kindern).

Meine Freundin aus Hamburg kenne ich seit 22 Jahren, wir sehen uns deshalb nicht so oft (schreiben oder telefonieren miteinander) aber wenn wir uns sehen dann ist es so als wär sie nie weg gewesen, ich kann das schlecht beschreiben (wir sind quasi die „Alten“ obwohl wir uns lange nicht gesehen haben).

Ich finde es nicht so schlimm mehrere Freundschaften aus Kindheitstagen zu haben.

W 27
 
  • #13
Lass dir doch von anderen nichts einreden. Dass du noch Freunde aus dem Kindergarten hast, ist doch toll. Das heisst nicht, dass du dich nicht weiterentwickelt hast. Es passiert zwar oft, dass Freundschaften einschlafen, weil man sich in verschiedene Richtungen entwickelt, aber es muss nicht so laufen.

Und was heisst schon sich weiterentwickeln? Manche werden mit den Jahren exzentrisch, andere egoistisch, elitär, etc. Ich kenne einige Menschen, deren Entwicklung meiner Meinung nach in keine positive Richtung gegangen ist. Wenn du, Jochen, Freunschaften über Jahrzehnte lebendig halten konntest, spricht das für dich. Meine Meinung.
 
  • #14
Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.

Aus Kindergarten- und Schulzeit: Nein.
Ich war Außenseiter und bin es meine ganze Schulzeit über geblieben. @Jochen1: Ob jemand neben einem gesessen hat, ist dafür nicht relevant - diejenigen haben sich ja nicht zwangsläufig freiwillig dahin gesetzt.

Die wenigen Freunde, die ich habe, habe ich im jungen Erwachsenenalter gefunden. Und wenn nicht gerade Corona kursiert, treffen wir uns jedes Jahr einmal in größerer Runde (ähnlich wie bei @Amytan) für ein verlängertes Wochenende.

Gerade bin ich durch neuen Job vor knapp drei Jahren in der Situation, dass ich mich mit einigen Kollegen sehr gut verstehe und sich so etwas wie Freundschaft entwickelt - dauert aber bei mir etwas länger.
 
  • #15
Bei den Freunden die ich noch von ganz früher kenne sehe ich vor allem die Eltern noch regelmäßig. Sie sind also fast Nachbarn von mir.
 
  • #17
Ja aber du hast ja bestimmt jemanden gehabt der neben dir gesessen ist.
Ich erzähle ja immer die Geschichten von damals: damals haben die Lehrer entschieden, wer neben wem sitzt - so wie es ihnen genehm war.
Neben mir wollte wegen meiner Neurodermitis keiner sitzen. Also saß ich wenn der Platz es hergab allein. Hat micht nicht gestört.
Gab es der Platz nicht her, wurde ich meistens neben die Störenfriede gesetzt, weil man mich zu keinem Unfug veranlassen konnte. Die Lehrer hatten es gern angenehm. Dass die Störenfriede meistens Charakterschweine waren und mich piesackten interessierte die Lehrer nicht - mich irgendwann auch nicht mehr, weil ich schön früh Expertin in ignorieren geworden bin.

Im Bus saß ich meistens allein - war genug Platz. Sollte sich jemand neben mich setzen, habe ich es garnicht wahrgenommen bzw. ignorriert (gelesen oder Hausaufgaben gemacht).

Ich bin mit den meisten von meiner Klasse gut ausgekommen
Ich habe aufgepasst, dass ich ihnen möglichst wenig begegne - dann gings.


Ja aber in einem kleinen Dorf lernt man doch eher Freunde kennen wie in einer Großstadt wie Hamburg wo du ja ursprünglich her kommst.
Im Dorf gibt es nicht so viel passende Leute, wenn Du da vom Interessen- und Verhaltensmainstream abweichst.
Daher war der Wechsel in die Großstadt ein Befreiungsschlag aus der geistigen Enge und den begrenzten Möglichkeiten der Provinz für mich. So erklären sich auch die späten ersten Freundchaften.
Die Dörfler (halten Neurodermitis für sündenbedingte Lepra) waren nichts für mich. In der Sadt regiert nicht der Pfaffe, da hat man einen anderen Horizont - remember: Stadtluft macht frei - habe ich genau so empfunden.

Das die mit dem Alter schlauer werden, konnte ich anfangs nicht feststellen - irgendwann, als sie alt waren (so 40+ , wäre das vielleicht feststellbar gewesen, aber da interessieerten sie mich so wenig, dass ich es garnicht mehr rausfinden wollte - war eh nur auf Familienkurzbesuch da, also Pflicht.
 
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  • #20
Lass doch bitte mal deine "ja, aber" weg.
Nicht jeder Mensch tickt wie du.
Sorry ist leider eine Angewohnheit mit mit dem ja aber. Ich werde mich bemühen es weg zu lassen.

Ich wohne jetzt nicht gerade in einer richtig großen Stadt. Hat etwas mehr als 20000 Einwohner. Ich bin mit den Nachbarländer immer sehr gut ausgekommen. Da war auch einer dabei mit dem ich im Kindergarten war.

Oft ist es ja so, dass man sich in Dörfern schnell kennen lernt. Ist jetzt nur eine Vermutung. So viel ich weiß wohnt ja der Nutzer @Aries in einem kleinen Dorf. Er hat ja schon mal von den Vorteilen geschrieben. @Vikky wohnt ja jetzt auch in einem Dorf im Allgäu. Es muss also doch noch Vorteile haben.
 
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  • #21
Ich verstehe nicht, wie man Freunde aus dem Sandkasten haben kann. Man ändert doch seinen Stil, seine Vorstellungen im Laufe des Lebens, spätestens bei den Corona-Leugnern müsste sich Spreu von Weizen trennen, aber auch schon bei anderen politischen Konflikten. Oder nimmst du alles mit, egal wie scheiße es ist? Meine Freunde vertreten letztendlich auch mich.
Ich mag keine Leute um mich, die hinterwäldlerisch denken und sich nicht weiterentwickeln können und dann andere mit ihrer Meinung runterziehen. Sowas dulde ich in meinem Kreis nicht.

Ich habe mich halt einfach enorm weiterentwickelt, habe viele neue Interessen bekommen, da wechselt man nun mal öfters die Menschen, die auf gleichem Level sind und lässt die hinter sich, die nicht mitziehen können, sonst würde ich heute noch mit den Kneipenkumpels abhängen, mit denen ich mit 20 saufen ging.

Ja, ich vernehme es auch so, dass viele Männer sich nie weiterentwickeln und es auch nicht wollen. Sie reden immer noch genauso wie früher, haben die selben Hobbys und Freunde, gehen zu den selben Stammtischen, haben sich nie über den Tellerrand gewagt, tun sich daher auch schwer mit Frauen. Ich denke, es macht unzufrieden, mit den falschen Menschen abzuhängen. Ich habe selten kluge Geister kennengelernt da draußen. Überall wird gelästert, jeder lebt nur in seinem 0815-Alltag mit schlechten Beziehungen, keine kann sich dort rausentwickeln.

Ich weiß nicht, ob ich Freunde möchte, die mich "so kennen, wie ich früher war". Das bin ich halt nicht mehr nach 40 Jahren und Freunde wollen einen oft nicht in seinem Wesen gehen lassen und akzeptieren, dass man jemand anderes geworden ist.

Auch du Jochen böllerst hier oft unzufrieden herum. Vielleicht täte dir ein Tapetenwechsel auch mal gut. Menschen, die immer nur mit den selben schlechten Leuten abhängen, wirken auf mich immer irgendwie hoch unzufrieden und das bist du.
 
  • #22
Nettes Thema. Bei mir kommt immer mal wieder eine Person dazu von Studium, Freizeit oder Arbeit und ich habe auch viele Bekannte und reine "Uni- oder Arbeitsfreunde", also so Leute, mit denen ich mich gut verstehe, im Gang quatsche und mit denen ich gerne meine Pausen verbringe, die ich jedoch nicht unbedingt privat treffe. Meine ältesten zwei Freundinnen aber kenne ich aus Kindergarten und Grundschule und irgendwie ist das eine besondere Verbindung, so viele gemeinsame Erinnerungen. Gerade vor ein paar Tagen haben meine Schwester und ich unsere gemeinsame beste Freundin besucht, mit der wir seit über 20 Jahren befreundet sind. Wir haben keinen täglichen Kontakt und uns auch zwischendurch mal ein Jahr lang gar nicht gesehen, als wir im Ausland verstreut waren, ja, und da wir alle sehr unterschiedliche Wege gegangen sind, haben wir uns im Vergleich zu früher, wo wir tagelang am Stück beieinander übernachtet haben und täglich durch den Park gestromert sind auf der Suche nach Abenteuern, sicher auch etwas entfremdet, da gab es immer verschiedene Phasen, aber wir sind immer befreundet geblieben und es ist spannend zu beobachten, was aus uns wird, was wir jeweils studieren, was wir jetzt für Partner haben usw., das finde ich sehr interessant zu beobachten.

Dann habe ich noch eine zweite Grundschulfreundin, mit der ich zwischendurch 5 Jahre gar keinen Kontakt hatte, denn sie hatte damals einen schlimmen Unfall und ist dann mit ihrer Mutter in die USA. Aber plötzlich vor einigen Jahren kam irgendwann von ihr ein Brief und seitdem haben wir wieder Kontakt und sind besser befreundet denn je, aber sie lebt in einer anderen Stadt, also telefonieren und besuchen wir uns in unregelmäßigen Abständen.

Mit meinen drei besten Schulfreundinnen, die ich seit der 5. Klasse, also seit der Gymnasialzeit, kenne, und mit denen ich meine Schulzeit verbracht habe, bin ich auch noch immer befreundet und wir treffen uns ein paar Mal im Jahr alle zusammen, gehen zusammen im Wald spazieren oder machen Pizza, Schokofondue oder Spieleabende.

Allgemein, stelle ich fest, habe ich zu meinen Freundinnen und Freunden eher lockeren Kontakt, mich stört es gar nicht, wenn man sich nur alle paar Monate sieht, also ich habe nicht diese Art beste Freundin, mit der ich täglich alle meine intimsten Gedanken teile. Mein bester Freund für den täglichen Austausch, für Gespräche und Freizeitaktivitäten ist immer mein jeweiliger Partner, deswegen habe ich gar nicht das Bedürfnis, mich sehr oft mit Freund*innen zu treffen. Ich pflege meine sozialen Kontakte durchaus und bin auch eine große Liebhaberin von schönen Briefen und Brieffreundschaften, aber es ist für mich überhaupt kein Aufwand, weil wir gegenseitig nicht darauf bestehen, uns permanent zu kontaktieren, lieber Qualität als Quantität.
w26
 
  • #23
Ich weiß nicht, ob ich Freunde möchte, die mich "so kennen, wie ich früher war"
Ich habe keine Freunde von früher, aber hier ist leider etwas Wahres dran.

Vor vielen Jaren bekam meine Mutter eine junge Arbeitskollegin, mit der ich als Jugendliche für einige Monate befreundet war. Als zwischen den beiden das Thema auf mich kam, fiel der Frau als erstes eine unangenehme Jugendgeschichte ein, von der ich am liebsten wollte, dass sie jeder vergessen hätte ....

Vor einigen Jahren sah ich nach langer Zeit meine 3 Jahre jüngere Cousine wieder. Auch sie erinnerte sofort an eine Geschichte, die mir heute peinlich ist (sie und ich sind damals zu den Erwachsenen ins Wohnzimmer gegangen und haben ihnen etwas vorgesungen. Ich imitierte dabei eine Sängerin, die ich besonders toll fand. Könnte um 1978 herum gewesen sein :) ). Mir wäre es lieber gewesen, die Geschichte wäre für immer in der Versenkung verschwunden. Aber immerhin fand meine Cousine die Geschichte nicht peinlich.
 
  • #24
Ja aber in einem kleinen Dorf lernt man doch eher Freunde kennen wie in einer Großstadt wie Hamburg wo du ja ursprünglich her kommst.
Im Dorf gibt es nicht so viel passende Leute, wenn Du da vom Interessen- und Verhaltensmainstream abweichst.
Daher war der Wechsel in die Großstadt ein Befreiungsschlag aus der geistigen Enge und den begrenzten Möglichkeiten der Provinz
So, ich jetzt auch noch fix. Ich kann @Vikky da absolut verstehen. Geht mir auch so. Im Dorf ist es doch so, dass man Freude hat, wenn man selbst ein Dörfler ist. Alle wohnen im gleichen Claim. Die Eltern in der Nebenstraße. Schwestern, Brüder alle ums Eck. Die eigenen Kinder gehen wiederum in die Grundschule, in die man selber ging. Man hat seine Sippe, Interesse an Kontakten von außen, eher unbeliebt.
Woher ich das weiß. Ich lebe gerade so. Wegen der Kinder. NOCH.
Ein kleinere Mittelgemeinde. Mein Sohn wurde hier eingeschult. Beim ersten Elternabend kam mir das schon so verdächtig cliquenartig vor. Alle kannten sich, waren selbst in der gleichen Schule. Ich hatte das Gefühl, ich bin wieder in der 10. Klasse.
Kulturelle Einrichtung Schützenverein mit Vätern und Großvätern sozusagen, und der Baumarkt! Inneres Kulturzentrum!
Meine Söhne lernten die Ureinwohner natürlich kennen, über die Kinder. Aber gerade die Mütter blieben gern unter sich. Sie kannten sich aus dem Sandkasten, zum Mädelsabend wurde ich nicht eingeladen. Nicht unfreundlich, eher desinteressiert. Hier hatte man alle und alles, was für das kleine Leben nötig war. Alles sicher.
@Jochen, aber wenn es Dir gut geht, dann ist das gut so für Dein Leben. Wir haben heute die Wahl, uns zu entscheiden, wie wir leben möchten. Und so trennt sich, was nicht passt.

Mir war es nie schwer gefallen, neue Leute kennen zulernen. Dorf scheint eine Ausnahme, jedenfalls wenn man noch jung ist. Daher kamen hier neue Freunde nicht dazu.
Ja, die Leute heißen hier sogar mit Nachnamen wie die umliegenden Meiler. Oder nach den Straßen.... Oder andersrum? Die Straßen nach den Sippen benannt? Strange!
Ich hatte mir das idyllisch vorgestellt. Aber es ist ein innerlich geistig geschlossener Kosmos. Dabei hätte ich gegen ein bisschen Landfrauen-Brauchtum nichts gehabt.
Kann sein, es ist nur in diesem "Dorf" so, ich will nicht verallgemeinern.
Aber die Welt hat so viel zu bieten! Hinterm Tellerrand gehts los! Hat der Nachwuchs die Schule fertig, tja dann... Ich weiß noch gar nicht wohin! Richtung Norden. Stadtluft macht frei.
Vielleicht werde ich auf einer Landkarte würfeln...!;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #25
Ich habe ja schon angedeutet, dass ich auch Freunde noch von ganz früher habe. Also mit denen ich schon im Sandkasten oder auf dem Spielplatz gespielt habe und mit denen ich auch im Kindergarten war. Ist schon über 40 Jahre her. Wir sind noch immer befreundet und treffen uns auch noch regelmäßig.
Es hat viel weniger mit der Persönlichkeit zu tun, als mit der Lebensführung.
Wer immer am gleichen Ort bleibt, hat zwangsläufig mehr Kontakt zu Leute, die ebenso im Umfeld geblieben sind.
Wo sollen neue Kontakte auch herkommen?
Ob man sich immer so weiterentwickelt, wie sich die meisten hier selbst einreden, halte ich für zweifelhaft.
Eher denke ich, zeigt man in verschiedenen Altersstufen oder Lebensphasen andere Seiten von sich.
Wenn sich das Anforderungsprofil der Umwelt verändert, verändert sich auch das Verhalten des jenigen.
Tief im inneren ist jedoch der gleiche Mensch.
Ohne große Veränderung.
Ich bin mir sicher, gerade die Aussenseiter ändern sich nicht so sehr, wie sie denken.
Eher suchen sie sich ein Umfeld, zu dem sie besser passen und können dann zeigen, wie sie wirklich sind und schon immer innerlich waren.

So war es zu mindestens bei mir.
Sehr lange galt ich als schüchtern und introvertiert.
Schon als Kind, dachte ich mir manchmal: stimmt das überhaupt? So bin ich?
Tatsächlich bin ich sehr extrovertiert. Mein Umfeld war nur zeitweise so überfordernd für mich, dass innerlicher Rückzug die einzige mir mögliche Strategie war.
Ich hab sehr viele nahe Freunde wieder verloren.
Umzüge, Partner, Kinder...es reicht nicht die Zeit um da Kontakte zu haben.

Allerdings hab ich auch noch zwei Freundinnen aus der Schulzeit.
Sie sind mittlerweile im Ausland und wir skypen regelmäßig.
Ich hatte mir das idyllisch vorgestellt. Aber es ist ein innerlich geistig geschlossener Kosmos.
So befürchte ich es auch.
In der grossen Stadt in der ich wohne, gibt es diese festen Gruppen übrigens auch.
🙈
 
  • #26
Ich habe mich halt einfach enorm weiterentwickelt
Wer sich so anpreist - um den würde ich einen großen Bogen machen; zu selbstherrlich.
Ich habe selten kluge Geister kennengelernt da draußen. Überall wird gelästert, jeder lebt nur in seinem 0815-Alltag mit schlechten Beziehungen, keine kann sich dort rausentwickeln.
Fortsetzung, gleiche Richtung. Mag daran liegen, dass du selbst nicht offen bist, dich lieber über andere erhebst?
Auch du Jochen böllerst hier oft unzufrieden herum. Vielleicht täte dir ein Tapetenwechsel auch mal gut. Menschen, die immer nur mit den selben schlechten Leuten abhängen, wirken auf mich immer irgendwie hoch unzufrieden und das bist du.
Ich finde nicht, dass »@Jochen1 hier unzufrieden herum böllert«. So erlebe ich eher dich. Was stimmt nicht mit dir, dass du - wenn du schon meinst, über den Tellerrand gucken zu können - so miesepetrig auftrittst?

Überleg doch mal (meinetwegen ganz vorsichtig) was jemand mitbringt, der über viele Jahre Freundschaften leben kann und das auch noch genießt? Dazu gehört u.a., dass es sich um eine stabile Persönlichkeit handelt, eine, die es schafft, zu verbinden und zu integrieren, interessant zu bleiben, die Ideen entwickelt, nicht langweilig sondern am Leben interessiert ist.

Was ist falsch daran, Kindergartenfreundschaften zu leben - solange man nicht mehr mit Eimerchen und Schaufel spielt, aber weiterhin im Geiste gemeinsam »Sandburgen« baut, also gemeinsam über Gegenwart und Zukunft diskutieren kann?

Ich finde die Menschen in meinem Umfeld spannend, die sich das erhalten haben. Sich nicht auf ein Podest stellen und verkünden »... da schau her, was aus mir geworden ist!« Denn genau DAS macht unnahbar und vermutlich auch einsam.
 
  • #27
Freunde aus der frühen Kindheit habe ich keine, das ist so lange her und ich bin schon sehr oft umgezogen. Allerdings gibt es noch eine Freundin und ein en Freund aus der Gymnasialzeit und meine ersten besten Freund auch aus dieser Zeit. Das hat sich gehalten, auch wenn wir wenig Kontakt haben, aber wenn wir ihn haben ist es wie immer, das ist ein Geschenk. Durch viele Ortswechsel sind manche Menschen dazu gekommen, manche wieder verschwunden. Im Grunde bin ich mit Menschen enger befreundet, die so leben und vor allem so arbeiten wie ich. Mein Mann ist da komischer Weise die Ausnahme. Wo halt die Liebe hin fällt. Ich war auch nie mit Müttern befreundet nur weil sie Mütter sind, das war nicht meine Lebenswelt. Auch bei Freundschaften gehen manche weg, letztens erst habe ich 2 ehemalige Freundinnen an die corona Leugner verloren.
 
  • #28
Ich verstehe nicht, wie man Freunde aus dem Sandkasten haben kann. Man ändert doch seinen Stil, seine Vorstellungen im Laufe des Lebens, spätestens bei den Corona-Leugnern müsste sich Spreu von Weizen trennen, aber auch schon bei anderen politischen Konflikten. Oder nimmst du alles mit, egal wie scheiße es ist? Meine Freunde vertreten letztendlich auch mich.
Stell dir vor, es gibt einfach auch Sandkastencliquen, wo keiner „scheiße“ geworden ist. Wo keiner hinterwäldlerisch denkt, wo kein einziger Corona - Leugner ist, wo man noch sachlich politische Einstellungen diskutieren kann, wo Konflikte erwachsen ausdiskutiert werden, ohne sich abzuwerten, wo jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Lebensvorstellungen- und weisen hat, und wo sich alle gegenseitig in ihren Unterschieden mögen und schätzen, weil sie alle für sich eine Bereicherung für die Freundesgemeinschaft sind. Wenn einer mal für paar Jahre wegzieht, dann wird enger Kontakt gehalten und wenn derjenige wiederkommt, wird er mit offenen Armen wieder zurückempfangen und gespannt seinen Geschichten gelauscht, die er so mitbringt. So haben alle ihren Lebensweg unabhängig voneinander gemacht, Kinder bekommen, geheiratet, aber jeder wusste: da wo die Freunde sind, da ist zu Hause. Und so geht es nun seit fast 30 Jahren.🤷‍♀️
Meine Freunde vertreten auch mich, tatsächlich. Und ich bin sehr stolz auf meinen Freundeskreis, die haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass ich zu der Person geworden bin, die ich heute bin. Und ich find mich klasse. Und meine Freunde auch, da ist keiner Scheiße geworden, alles ganz feine Leute.
Manchmal sitz ich mit denen so im Garten am Lagerfeuer, und starre in den Sternenhimmel und denke mir, was ich für ein Glück habe, dass mir diese Leute an meine Seite gestellt worden sind, mit denen ich durchs Leben gehen darf und die mich über die ganzen Jahrzehnte begleitet haben und niemals im Stich gelassen haben. Wie gut ichs hab und wie wohl ich mich mit denen fühle. Für nichts auf der Welt würde ich diese Leute eintauschen wollen gegen was anderes.
Schade, dass es hier so wenig Menschen gibt, die diese wunderbare Erfahrung gemacht haben.
 
  • #29
Ich habe noch zwei Freunde aus meiner Gymnasium Zeit . Ich finde es tröstlich, dass wir uns schon so lange kennen. Mein guter Freund kennt mich seit ich 16 bin und ich brauche mich gar nicht erklären . Wir sind nach dem Abitur aus unseren Dörfern weggezogen und treffen uns nur Weihnachten . Ich merke schon einen Unterschied zwischen denen , die weggezogen sind und denen, die ihr ganzes Leben an einem Ort verbracht haben. Ich würde nie mehr in unser kleines Dorf ziehen wollen . Meine beste Freundin kenne ich aus der Studienzeit , wir sind ganz eng verbunden, auch wenn uns heute tausende von Kilometern trennen. Ich habe nur eine Handvoll gute Freunde und die schon seit Jahrzehnten. Echte Freundschaften zu schließen wird immer schwieriger , da ich so eingebunden bin mit meinen Kindern und meinem Beruf und es den meisten ähnlich geht . Da ich keinen Partner habe nehmen Freundschaften noch mal einen besonders hohen Stellenwert bei mir ein . Freundschaften machen mein Leben sehr wertvoll und schön. Diesen hohen Wert der Freundschaft habe ich versucht an meine Kinder weiter zu geben . Mein älterer Sohn baut sich gerade erst enge Freundschaften auf , der jüngere hat einen besten Freund seitdem er 1 ist und ist ein sehr guter Freund . Meine Eltern haben Bekannte, mit denen sie etwas unternehmen aber keine tiefen Freundschaften , daher weiß ich nicht ob so etwas weiter gegeben wird . Bei uns sind oft viele Kinder und alle kommen gerne zu uns . Das macht mich glücklich . Ich bin auch gastfreundlich und bekoche gerne meine Freunde . Manche Dinge genieße ich aber auch alleine , schwimmen , walken , und sogar verreisen .
 
  • #30
Super Beitrag @22, das sind exakt genau meine Erfahrungen nur umgekehrt, was das Geschlecht betrifft, mich langweilen meine alten Schul - Freundschaften, und überhaupt meine alten Freundschaften, da sie stehen blieben und unzufrieden zufrieden sind, nicht an der Persönlichkeitsentwicklung gearbeitet haben, im täglichen Trott, in der Vergangenheit und in der bekannten Gewohnheitshölle stecken blieben! Meine Ansprüche sind weitaus höher, die ich auch selbst für mich lebe!
Ich verstehe nicht, wie man Freunde aus dem Sandkasten haben kann. Man ändert doch seinen Stil, seine Vorstellungen im Laufe des Lebens
Ich verstehe das auch nicht! Wer das kann, zeigt sich eben auf seine Art und Weise!
Meine ältesten zwei Freundinnen aber kenne ich aus Kindergarten und Grundschule und irgendwie ist das eine besondere Verbindung, so viele gemeinsame Erinnerungen.
Jeder wie er möchte, ich mag nicht ausschließlich mich in der Vergangenheit aufhalten, um so den Kontakt zu halten!
es ist spannend zu beobachten, was aus uns wird, was wir jeweils studieren, was wir jetzt für Partner haben usw., das finde ich sehr interessant zu beobachten.
Auch das kann jeder so machen wie er möchte, mich interessiert das überhaupt nicht bei Menschen die mich nicht interessieren!
Ob man sich immer so weiterentwickelt, wie sich die meisten hier selbst einreden, halte ich für zweifelhaft.
Eher denke ich, zeig
Es sind nur wenige die sich weiterentwickeln, es sind nicht die meisten!
Tief im inneren ist jedoch der gleiche Mensch.
Ohne große Veränderung.
Es geht um die Geisteshaltung, es geht um die Einstellung, die ändern sich, je nach Erlebnissen und Erfahrungen!
Ich bin mir sicher, gerade die Aussenseiter ändern sich nicht so sehr, wie sie denken.
Eher suchen sie sich ein Umfeld, zu dem sie besser passen und können dann zeigen, wie sie wirklich sind und schon immer innerlich waren.
Das machen nicht nur die Außenseiter, das macht die große Masse auch!
 
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