• #31
Ist schon über 40 Jahre her. Wir sind noch immer befreundet und treffen uns auch noch regelmäßig. Der Freundeskreis ist also immer noch völlig intakt.
Das ist selten. Wenn es passt, ist es doch super.

Mir wurde da auch vorgeworfen, dass so etwas fehlende Weiterentwicklung ist. Wir haben uns doch trotzdem weiter entwickelt.
Keiner kennt deine Kontakte persönlich. Vielleicht hast du den sechser im Lotto gezogen, dass deine Freunde von damals ausgerechnet durch Zufall sich so entwickelt haben, wie du es selbst für dich getan hast und ihr euch deshalb jetzt noch so gut versteht.

Normalerweise ist das eben nicht so und die Freundschaften werden mehr aus Gewohnheit gepflegt als aus tatsächlichem Interesse. Dadurch werden viele Menschen tatsächlich ziemlich träge und bleiben stehen. Ob das bei dir auch so ist, kannst vermutlich nur du beurteilen.

Trotzdem frage ich mich was dagegen spricht Freunde von früher zu haben. Das sind doch schließlich diejenigen die man nach seiner eigenen Familie am besten kennt.
Da spricht gar nichts dagegen. Mich kennen allerdings Freunde, die erst seit ein paar Jahren in meinem Leben sind und mich auch so kennen gelernt haben wie ich eben nach meiner ganzen Entwicklung so bin meist deutlich besser als die, die ich schon lange kenne. Den von dir als "Fakt" dargestellten Zusammenhang kann ich also überhaupt nicht bestätigen.

Mich würde auch mal interessieren ob ihr noch Freunde von früher habt.
Ich habe noch einen Sandkastenfreund sehr eng heute um mich herum, zu dem ich allerdings über 10 Jahre gar kein Kontakt hatte. Sonst müsste ich lügen, wenn ich aus Schulzeiten noch jemanden als einen "Freund" bezeichnen würde. Aus der Studentenzeit sind noch 2-3 übrig geblieben, ansonsten sind meine engsten Freundschaften eher dort entstanden, wo ich mich mit Mitte/Ende 20 hin entwickelt habe.

m33
 
  • #32
Ja aber in einem kleinen Dorf lernt man doch eher Freunde kennen wie in einer Großstadt wie Hamburg wo du ja ursprünglich her kommst.
Das stimmt so nicht, Freunde kennenlernen, Freunde haben oder auch nicht, hat andere Ursachen, ich mag z.B. kein dörfliches, neugieriges Verhalten und Geplapper, wo die Leute aufgrund der Neugierde über jeden Bescheid wissen, hinter dem Vorhang stehen, warten und schauen, was sich gerade vor dem Haus abspielt! Es ist kein aufrichtiges, menschliches Interesse, dass sich solche Menschen für andere Menschen interessieren, es sind Leute, die aus reiner Neugierde und Wunderfitz, sich so verhalten, was ich nicht ausstehen kann, möchte mit solche Menschen nichts zu tun haben!
 
  • #33
Ich mag keine Leute um mich, die hinterwäldlerisch denken und sich nicht weiterentwickeln können und dann andere mit ihrer Meinung runterziehen. Sowas dulde ich in meinem Kreis nicht.
Ich auch nicht, aber ist automatisch jeder, mit dem du im Kindergarten/Schule warst, ein Hinterwäldler? Das ist schon eine massive Abwertung aller anderen, auch wenn es aus meiner Erfahrung auf viele zutrifft. Aber nun nicht jeden, und man hatte auch nicht jeden als Freund.


Ich habe mich halt einfach enorm weiterentwickelt, habe viele neue Interessen bekommen, da wechselt man nun mal öfters die Menschen, die auf gleichem Level sind und lässt die hinter sich, die nicht mitziehen können, sonst würde ich heute noch mit den Kneipenkumpels abhängen, mit denen ich mit 20 saufen ging.
Sehe ich auch so.

Ja, ich vernehme es auch so, dass viele Männer sich nie weiterentwickeln und es auch nicht wollen.
Stimmt, ich sehe da allerdings keine Geschlechterabhängigkeit. Das geht vielen Menschen so, und häufig sind diese mit ihrem Leben auch zufrieden - oft zufriedener als die, die ständig den Drang zur Weiterentwicklung haben. Daran finde ich nichts verwerflich. Es passt dann eben nicht.

Ich habe selten kluge Geister kennengelernt da draußen. Überall wird gelästert, jeder lebt nur in seinem 0815-Alltag mit schlechten Beziehungen, keine kann sich dort rausentwickeln.

Puh, jetzt klingst du aber weitaus negativer bzw. destruktiver als Jochen, dem du genau das vorwirfst. Wenn du selten kluge Geister kennengelernt hast und "überall gelästert" wird, bist du wohl lange noch nicht so weit, wie du dich beschreibst. Sollte das Beschriebene (was extrem absolut ist: "überall", "jeder", "keine") noch Teil deiner Erfahrungen und deines Lebens sein, hast Du noch einiges zu tun. Es gibt genug kluge Geister da draußen, nur findet man diese eben nicht einfach so auf der nächsten Party, weil sie sich von diesem beschriebenen Elend längst abgelöst haben.

Ich halte es dennoch für wichtig, nicht nur in seiner Bubble zu leben und noch ein Ohr an der "Durchschnittsgesellschaft" zu halten. Übrigens eine meiner Hauptmotivationen um hier ab und zu mitzulesen.
 
  • #34
Als Mensch, der wirklich überhaupt keine Freundinnen hat kann ich dir sagen, sei glücklich, dass du gute Freunde hast. Ob du sie in Kindheitstagen (ist doch besonders schön, so viele gemeinsame Erinnerungen, man kennt sich ja praktisch in und auswendig) oder erst im Studium, Job kennengelernt hast. Finde ich wirklich völlig egal. Da könnte man jetzt einen Bogen zu "sich nicht entwickelt haben" spannen oder auch nicht. Mein Vater trifft sich auch noch einmal wöchentlich mit seinen alten Schulkumpels. Und ja, keiner von denen ist jemals weit weggezogen. Mein Vater hat seit seiner Ausbildung immer im gleichen Unternehmen gerabeitet. Eine gewisse Beständigkeit im Leben finde ich gar nicht verkehrt. Oftmals erlebe ich solche Menschen als ausgeglichener und zufriedener als die, welche von A nach B springen, erst dies und das und dann jenes ausprobieren.

Aber so oder so: das wahre Problem ist eher, überhaupt keine Freunde zu haben.
 
  • #35
Ich habe mich halt einfach enorm weiterentwickelt, habe viele neue Interessen bekommen,
Da sind wir wieder bei der Weiterentwicklung. Was heisst das denn genau? Ich habe den Eindruck, dass einige damit das Voranschreiten auf der Karriereleiter und das Sammeln von Interessen meinen.

So gesehen habe ich mich auch ordentlich weiterentwickelt: zwei Bachelor-Abschlüsse gemacht, dennoch einen nichtakademischen Beruf ergriffen, weil es mein Traumberuf ist, mich aus einer unerträglich gewordenen Ehe befreit, neue Hobbys angefangen, Haus gekauft, usw.
Aber ich finde, dass ich grundsätzlich noch immer dieselbe Person bin wie vor 20 Jahren. Die Anlagen, die wohl schon immer in mir schlummerten, haben sich entfaltet. Deshalb bin ich aber kein ganz anderer Mensch geworden.

Und glücklicherweise bin ich nicht überheblich geworden:
Ich mag keine Leute um mich, die hinterwäldlerisch denken und sich nicht weiterentwickeln können und dann andere mit ihrer Meinung runterziehen.
Stell dir vor, ich auch nicht. Erstaunlicherweise sind die wenigsten meiner ehemaligen Mitschüler Hinterwäldler geworden. Oder vielleicht betrachte ich einfach nicht jeden, der anders lebt und denkt als ich, als Hinterwäldler.
 
  • #36
@Vikky wohnt ja jetzt auch in einem Dorf im Allgäu. Es muss also doch noch Vorteile haben.
Falsch, ich wohne jetzt in einer österreichischen Stadt - im Vergleich zu Hamburg tatsächlich eine Kleinstadt, aber weil Zentrum der Region mit gutem Kulturleben und den Menschen, welche dieses anzieht.

Das Dorf war nur Zwischenstation. Meinem Mann war vollkommen klar, dass Dorf mit mir nicht geht, weil es für mich keinerlei Vorteil hat. Darum hatte er damals die Wohnung gekauft.
Er ist nun ebenfalls froh, mitten in der Stadt zu wohnen - zuhause und an seinem Arbeitsort, schätzt die unmittelbare Errreichbarkeit von allem und wir sind trotzdem ganz fix mitten im Grünen.
Übrigens machen das alle Familienangehörigen meines Mannes unserer Generation so: Berufsleben zuende, alle ziehen (von den Frauen veranlasst) runter in die Städte am See mit guter Infrastruktur für diese Lebensphase. Die Häuser/Unternehmen werden von der jungen Generation übernommen.

Als wir im Allgäu wohnten - Traumlage am Ortsrand, unverbaubarer Bergblick haben sich alle meine alten Erfahrungen wieder gezeigt - nichts geändert.
Ruhe gibt es da auch nicht: am WE fahren die landwirtschaftlichen Fahrzeuge weil das Wetter es erfordert und parfümierte Gülle ist auch nicht das, was ich unter frischer Luft verstehe.

Oft ist es ja so, dass man sich in Dörfern schnell kennen lernt.
Oft schnelle und näher als Du willst.
Ich will meine Zeit nicht mit Leuten vertun, die zufällig grad nebenan wohnen, sondern mit Menschen die mich interessieren, mit denen ich auch noch andere Gesprächsthemen als meine Rosen habe - was dann trotz aler Pracht kritisiert wird, weil die Beete nicht so sind wie bei den Nachbarn. Die machen wie schon vor/seit 100 Jahren und ich gucke, wozu englische und französische Gartenkunst mich inspirieren.

Das macht für mich den Unterschied aus: nicht so wie immer weitermachen, sondern offen für Neues und auch nach neuen Ideen suchen. Muss man nicht - kann man aber machen.
Ich bin so und mich ziehen diese Menschen (vorsichtig, fragend suchend) an, während ich zu den"immer schon so Macher" aus gutem Grund gern Abstand halte.
 
  • #37
Ich habe leider gar keine Freunde mehr aus der Kindheit/Jugend.

Geboren bin ich in Frankreich und habe dort viele Jahre mit meiner Familie und Geschwistern gelebt, dann umgezogen nach Deutschland, in der Grundschulzeit wieder umgezogen nach Norwegen, dann wieder nach Deutschland und dort ins Gymnasium gegangen. Dann zwei Jahre wieder in Frankreich.
In der 10. Klasse wieder in eine andere Stadt innerhalb Deutschlands gezogen und dort Abitur gemacht.

Mein Vater war hochrangiger Offizier und wurde alle paar Jahre versetzt, und meine Mutter und Geschwister hatten gar keine andere Wahl als mitzukommen. Kaum hatte ich Anschluss gefunden mussten wir auch schon wieder umziehen.
Von daher fühle ich mich auch heute nirgends richtig heimisch.
Nach der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin dann wieder umgezogen zum ersten Job bei den amerikanischen Streitkräften und dann wieder zweimal umgezogen durch Jobwechsel und Heirat.

Manchmal beneide ich die Leute, die noch Freunde aus dem Sandkasten haben, auf der anderen Seite hatten wir als Familie auch was von der Welt gesehen und sind nicht ein Leben lang in der gleichen langweiligen Kleinstadt wie alle meine vielen Cousins und Cousinen geblieben.

Die sind in dieser öden Kleinstadt geboren und leben dort immer noch. Nie umgezogen und werden auch dort sterben.
Stelle ich mir richtig öde vor, daher bin ich eigentlich jetzt froh dass mein Vater uns durch seinen Beruf auch andere Länder zeigen konnte.

Auch wenn ich keine Freunde aus der Jugend habe 😊.
 
  • #38
Wenn einer mal für paar Jahre wegzieht, dann wird enger Kontakt gehalten und wenn derjenige wiederkommt, wird er mit offenen Armen wieder zurückempfangen und gespannt seinen Geschichten gelauscht, die er so mitbringt. So haben alle ihren Lebensweg unabhängig voneinander gemacht, Kinder bekommen, geheiratet, aber jeder wusste: da wo die Freunde sind, da ist zu Hause. Und so geht es nun seit fast 30 Jahren.🤷‍♀️
Das hört sich wunderbar an. Schön, dass Du das gefunden hast. Für Dich reines Glück. Und Freunde gingen, kamen wieder, brachten neues mit.
Vielleicht ist das ein Unterschied, zu denen, die nie weggingen.

Du hast mir was mitgebracht. Gisbert von Knyphausen und sein "Licht dieser Welt".;)

Das habe ich in meinem jetzigen Dorf leider nicht erlebt. Aber ich bin ja auch kein "alter" Freund, der zurückkam. Sondern war neu, richtig neu. Da war kein Interesse, was man für Geschichten zu erzählen gehabt hätte.
Ich kann das verstehen. Jeder hat nur eine bestimmt Zeit und Energie zur Verfügung. Der soziale Rahmen in meinem Dorf war durch alte Freunde und die sehr verwurzelten Familienbande gestaltet. Es haben hier auch eigentlich alle mir Bekannten, wiederum unter den Alteingesessenen geheiratet.
Interesse und Zeit für WIRKLICH neue Leute ist da nicht.
Schön finde ich, ein paar ausgesuchte besondere Kinderzeitfreunde zu haben, aber auch neue dazukommen zu lassen.
In meinem Ort finde ich das geradezu unheimlich, wie geschlossen das ist.
Ich habe mal mit der Bibliothekarin darüber gesprochen, ich komme immer mit vielen ins Gespräch, und sie sagte mir, "der Ort beginne erst jetzt langsam, sich zu öffnen".

Allerdings habe ich dann für mich innerlich auf gespürt, dass ich weiterziehen möchte, irgendwann, weil so zu leben auch nicht meine Art ist. Meine Schwester wiederum ist ganz Boden-verwurzelt. Mein komplettes Gegenteil. Aber wir mögen uns und ich mag gern von ihr hören.
Ich bin einfach zu neugierig! Auf Menschen. Ihre Geschichten. Ihre Art. Und ich habe wohl auch das Herz eines Nomaden.

Nach fünf Jahren reicht es mir eigentlich. Dann könnte ich wieder los. Wenn ich das durchrechne schaffe ich noch mindestens vier Umzüge, bis ich altersbedingt nicht mehr kriechen kann. Vielleicht mehr. Ich freu mich schon!

@Jochen, ich empfinde Dich als interessiert und ruhig, und ja, auch bodenständig. Warum denn nicht? Du liest hier mit, Du willst Dinge wissen. Freue Dich über Deine Freunde. Und wenn der Wind mal ein neues Blatt in eure Mitte weht, dann denke an diesen Strang zurück. Vielleicht öffnest Du / Ihr eine Tür?...
Denn alles im Leben ist irgendwann doch Wandel.
w46
 
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  • #39
Lieber Jochen, ich hatte mir schon gedacht, dass Du diese Frage stellen wirst. Ich finde das gut. Und ja, es gibt Klischees. Und sie haben oft einen echten Kern, und stimmen doch nicht immer so. Es liegt ja an uns selbst, ob wir sie leben.
mich ziehen diese Menschen (vorsichtig, fragend suchend) an, während ich zu den"immer schon so Macher" aus gutem Grund gern Abstand halte.
Ja! Sehr treffend formuliert...
Ruhe gibt es da auch nicht: am WE fahren die landwirtschaftlichen Fahrzeuge weil das Wetter es erfordert und parfümierte Gülle ist auch nicht das, was ich unter frischer Luft verstehe.
Da hab ich noch was...
Reinhard Mey : "Irgendein Depp mäht irgendwo immer".
Ich liebe Reinhard. Und diesen Song. Und er ist so wahr! Jedenfalls in meiner Realität.
Ich hab auch keine Ruhe. Gott sei Dank hat der Ort Bahnanschluss....
Mein Nachbar gegenüber -- reines Klischee, aber er mäht....
Er mäht in meine Seele bis sie kahl ist...Alle drei Tage!

Ach ich setzt noch einen drauf! Reinhard Mey, "Männer im Baumarkt". Mein Nachbar hat für alles - ein Gerät. Und laut muss es sein, es muss krachen!!! ;)
 
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  • #40
Also saß ich wenn der Platz es hergab allein. Hat micht nicht gestört.
Ich bin übrigens in der Schule auch am liebsten alleine gesessen. Da konnte ich mich dann besser konzentrieren.
Ich mag keine Leute um mich, die hinterwäldlerisch denken und sich nicht weiterentwickeln können und dann andere mit ihrer Meinung runterziehen. Sowas dulde ich in meinem Kreis nicht.
Ich habe hier niemanden mit meiner Meinung runter gezogen. Natürlich habe ich mich auch weiter entwickelt. Ein sehr guter Freund von mir hat keine 5 Minuten zu Fuß von mir gewohnt. Natürlich hat er genau so wie ich jetzt eine Familie.
Auch du Jochen böllerst hier oft unzufrieden herum. Vielleicht täte dir ein Tapetenwechsel auch mal gut. Menschen, die immer nur mit den selben schlechten Leuten abhängen, wirken auf mich immer irgendwie hoch unzufrieden und das bist du.
Wann habe ich das letzte Mal geschrieben, dass ich unzufrieden bin? Sri bitte ehrlich. Wann habe ich das letzte Mal geschrieben, dass ich angeblich unzufrieden bin. Du kennst mich schließlich nicht. Es kann nämlich auch nicht sein, dass mir Fragen vor ein paar Jahren immer noch vorgeworfen werden. Ich habe auch neue Freunde dazu gewonnen. Es sind ja auch nicht extrem viele Freunde von früher. Mit 2 habe ich noch regelmäßig Kontakt.
Stell dir vor, es gibt einfach auch Sandkastencliquen, wo keiner „scheiße“ geworden ist. Wo keiner hinterwäldlerisch denkt, wo kein einziger Corona - Leugner ist,
Da kann ich mich nur anschließen. Wenn ich Corona leugnen würde hätte ich mich auch nicht dagegen impfen lassen. Das nur am Rande. Würde zu sehr vom Thema abweichen. Ich habe natürlich auch gesehen wie sich meine Freunde verändert haben. Ich sehe nämlich die Eltern noch regelmäßig. Mit ein paar anderen bin ich nach Jahren wieder in Kontakt gekommen. Hauptsächlich durch Facebook.
 
  • #42
Es ist ja nicht so, dass ich keine neuen Freunde kennen gelernt habe. Ich habe natürlich auch Freunde die ich erst relativ spät kennen gelernt habe. Also vor ungefähr 3 Jahren.
Lieber @Jochen1 , es tut mir fast weh, wie du dich hier immer wieder rechtfertigst. Das musst du doch nicht. Wie du dein Leben lebst, ist völlig in Ordnung, solange du und deine Familie zufrieden seid. Egal wie du lebst, irgendwer wird immer was zum Kritisieren finden.
Du darfst auch nicht vergessen, dass du hier in einem eher elitären Forum unterwegs bist. Hier ist vielen wichtig zu betonen, wie gebildet, vielseitig interessiert, beruflich erfolgreich, aktiv, etc. sie sind. Einige halten sich für etwas Besseres. Da werden dann halt auch deine Sandkastenfreunde als Hinterwäldler bezeichnet, obwohl wir die ja überhaupt nicht kennen.

Leben und leben lassen, sollte die Devise sein.
 
  • #43
Freu dich, wenn du gute Freunde hast. Das Thema Freundschaft gab es hier früher oft. Damals war man übereingekommen, dass echte Freundschaften sehr wertvoll sind. Und eigentlich sogar selten. Zumindest, was "echte" Freundschaft angeht.

Ein dickeres Fell tut hier not. Unberechtigte Kritik oder versteckte Gemeinheiten sollte hier niemand annehmen.
Du selbst kennst dich besser als jeder andere hier dich jemals kennenlernen wird.
 
  • #44
Es ist ja nicht so, dass ich keine neuen Freunde kennen gelernt habe. Ich habe natürlich auch Freunde die ich erst relativ spät kennen gelernt habe. Also vor ungefähr 3 Jahren.
Lieber Jochen, und schon sieht man, Du entsprichst dem Klischee nicht. Es kommen dann auch neue Freude dazu. Und es passen eben auch nicht unendlich neue Leute dazu. Jeder hat nur eine begrenzte Zeit und Kapazität, Menschen ins eigene Leben mit aufzunehmen.
Für mich war das OK, ich habe das irgendwie verstanden. Und irgendwie auch nicht. Ich habe mich gefragt, ob es einem reichen kann, immer die gleichen Leute zu sehen. Und sonst nichts weiter wissen zu wollen. Aber das nur, weil ich eben so nicht gestrickt bin. Und mein Ort ist schon echt krass, egal wen ich durch die Kinder kennenlernte, alle waren schon immer da, und blieben, oder kamen wegen der Familie, die schon immer da gewohnt hat, zurück. Und hatten auch zumeist untereinander geheiratet. Das fand ich sehr kurios. In der heutigen Zeit.

Schön ist, weil man Freude hat, wenn die gut zu einem passen. Je nachdem, was man sich von der Freundschaft erwartet. Und nicht, weil man befreundet ist, weil das eben immer schon so war. Dann wäre für mich persönlich, die Würze raus. Sondern, weil man sich "immer noch" gut versteht, auch wenn man selbst auch älter geworden ist.
LG, w 46
 
  • #45
ist automatisch jeder, mit dem du im Kindergarten/Schule warst, ein Hinterwäldler? ...... auch wenn es aus meiner Erfahrung auf viele zutrifft. Aber nun nicht jeden
Da hast Du schon recht. Irgendwo unter denjenigen hätte jemand stecken können, der für mich ein Interaktionspartner hätte sein können - ist mir aber weder durch Wortmeldungen oder sonstige Taten in der Schule aufgefallen und mir auch nicht im Buchladen oder der Bücherei begegnet.
M.E. hat es damit zu tun, dass wer sich unbehaglich in seinem Umfeld fühlt, sich möglichst unauffällig/schwer wahrnehmbar macht und den Konflikten mit der Mehrheit auszuweicht.

Warum soll ich auf dem Dorf bleiben, dort mit der Lupe nach was suchen, was höchstwahrscheinlich garnicht dort ist und mich mit der Allgemeinheit trotzdem unwohlfühlen?
Nee, da sitze ich die Jahre ab, weiche maximal allen Problemen aus bis zum Studienbeginn und dann ab dafür, never come back. Woanders kann ich mir neue und auch bessere Chancen erschließen durch ein viel größeres Angebot.

Reinhard Mey : "Irgendein Depp mäht irgendwo immer".
Aber am eigenheimzersiedelten Stadtrand ist es schlimmer. Der Bauer macht in der Zeit ein Riesenfeld, industriell verpackt fertig, während im Speckgürtel in der gleichen Zeit noch nichtmal die Hälfte der Nachbarn mit Rasenkantentrimmen, vertikutieren und mähen fertig ist :)
Mann, ist es schön, auf den See zu gucken und nur die Dampfer tuten zu hören.

Wenn ich Corona leugnen würde hätte ich mich auch nicht dagegen impfen lassen. Das nur am Rande.
Nee, Hardcoreleugner bist Du nicht. Ich erinnere mich jedoch an ebenfalls einen Freundschaftsthread von Dir, als Corona schon Monate durch die Welt marschierte, Du aber immer noch meintest, dass Grippe schlimmer ist, obwohl die Todeszahlen der letzten Grippewelle bereits weit überschritten waren.
Ein paar weitere Wochen später, meintest Du Dich dann hier für die Verharmlosung entschuldigen zu müssen.

Das ist für mich so ein Prototyp für die Provinz - es braucht etwas länger bis die Message ankommt, weil man ja anderweitig beschäftigt ist und nicht so sehr interessiert, über die Dorfgrenze hinauszugucken, jedenfalls nicht unnötig. Darum gibt es ja auch wenig Bestreben, mal rauszuziehen in die Welt und zu gucken, ob es woanders noch was gibt.
Entweder man mag das so oder man mag das nicht - wenn nicht, dann geht man sowie es möglich ist.

es tut mir fast weh, wie du dich hier immer wieder rechtfertigst. Das musst du doch nicht.
Finde ich nicht - er erklärt seine Sicht, so wie alle anderen auch. Seine Sicht ist absolut ok, denn er fühlt sich in seinem Leben wohl und will es nicht anders.
Das ist erstrebenswert, egal wie man lebt.
 
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  • #46
Warum wird davon ausgegangen, dass sich jemand, der eine Sandkasten-Freundschaft pflegt sich nicht weiterentwickelt hätte? Warum wird davon ausgegangen, dass ein Sandkasten-Freund sich nicht weiterentwickelt hat? Ist doch Quatsch. Man kann doch trotz Weiterentwicklung miteinander befreundet bleiben, oder nicht?
 
  • #47
Warum wird davon ausgegangen, dass sich jemand, der eine Sandkasten-Freundschaft pflegt sich nicht weiterentwickelt hätte? Warum wird davon ausgegangen, dass ein Sandkasten-Freund sich nicht weiterentwickelt hat? Ist doch Quatsch. Man kann doch trotz Weiterentwicklung miteinander befreundet bleiben, oder nicht?
Ich vermute, weil die meisten die so etwas äußern, selbst ziemlich sattelfest in ihrer Filterblase sitzen. Mir erschließt sich der Zusammenhang auch nicht wirklich. Entwickeln im Sinne von älter und faltig werden tun wir ja alle automatisch. Soll man mit 20 Jahren seinen Sandkastenfreunden sagen "tut mir leid, eigentlich mag ich euch sehr. Aber die Zeit zum Spielen ist vorbei. In mir steckt Großes und keiner mit dem ich die Sandkastenschaufel geteilt habe, kann das Fassungsvermögen besitzen, mich in meiner einzigartigen Größe zu begreifen. Wir sind doch alle so unterschiedlich, wollt ihr das denn nicht sehen? Irgendwann kommt doch sowieso der Zeitpunkt, an dem wir uns auseinander leben. Also dankt mir für meinen Edelmut und nutzt die Chance euch Leute zu suchen, die wirklich zu euch passen. ICH tue es nicht".

Völlig absurd. Viel theoretische schwarz-weiß Annahme, geschuldet einer erheblichen Portion Selbstüberschätzung und Indivualismus.
 
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  • #48
Aber am eigenheimzersiedelten Stadtrand ist es schlimmer. Der Bauer macht in der Zeit ein Riesenfeld, industriell verpackt fertig, während im Speckgürtel in der gleichen Zeit noch nichtmal die Hälfte der Nachbarn mit Rasenkantentrimmen, vertikutieren und mähen fertig ist :)
Wie wahr. Ich blieb heute daheim, will noch eine Leinwand für meinen Sohn bemalen.... Aber heute ist Samstag! Rasenmähen oder Wagen waschen stehen im Kleinstaat zur Wahl.
Wagen waschen fällt gesetzlich aus. Was bleibt wohl übrig???
Drüben knöttern die Benziner-Kanonen.
ES fährt gerade Geschütze auf und knattert durch die frischen Gänseblümchen!😩 Dabei waren die noch nicht mal ganz raus aus dem Grün und noch jungfräulich.
Mann, ist es schön, auf den See zu gucken und nur die Dampfer tuten zu hören.
Will auch!

Ich brüte noch die Kinder fertig und lauere auf den Schulabschluss....aber dann! Natürlich habe ich Verantwortung übernommen, sie gehen noch vor. Gehört sich für mich so, sie gut auf den Weg zu bringen. Aber dann!
Allerdings, Sohn 1, will hier unbedingt weg. Am besten sofort.
Sohn 2, hat Nr. 1 überholt und jetzt eine Freundin.
Aus dem Ort....natürlich....ist ja nun mal so in dem Alter, bevor die ausziehen.


....der wird doch nicht.....😬....

w46
 
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  • #49
Nee, Hardcoreleugner bist Du nicht. Ich erinnere mich jedoch an ebenfalls einen Freundschaftsthread von Dir, als Corona schon Monate durch die Welt marschierte, Du aber immer noch meintest, dass Grippe schlimmer ist, obwohl die Todeszahlen der letzten Grippewelle bereits weit überschritten waren.
Ein paar weitere Wochen später, meintest Du Dich dann hier für die Verharmlosung entschuldigen zu müssen.
Man darf sich auch mal irren. Damals hatte ich Bekanntenkreis von mehreren mitbekommen die damals nur ganz milde Verläufe hatten. Habe erst durch eine Kollegin von mir mitbekommen als ihr Mann im Koma lag. Ein Nachbar von mir hatte sich einen schweren Verlauf. Habe ich erst viel später mitbekommen.
 
  • #50
spätestens bei den Corona-Leugnern müsste sich Spreu von Weizen trennen, aber auch schon bei anderen politischen Konflikten. Oder nimmst du alles mit, egal wie scheiße es ist?
letztens erst habe ich 2 ehemalige Freundinnen an die corona Leugner verloren.
Wo keiner hinterwäldlerisch denkt, wo kein einziger Corona - Leugner ist, wo man noch sachlich politische Einstellungen diskutieren kann, wo Konflikte erwachsen ausdiskutiert werden
Hardcoreleugner bist Du nicht. Ich erinnere mich jedoch an ebenfalls einen Freundschaftsthread von Dir, als Corona schon Monate durch die Welt marschierte, Du aber immer noch meintest, dass Grippe schlimmer ist, obwohl die Todeszahlen der letzten Grippewelle bereits weit überschritten waren.
Ein paar weitere Wochen später, meintest Du Dich dann hier für die Verharmlosung entschuldigen zu müssen
Man darf sich auch mal irren. Damals hatte ich Bekanntenkreis von mehreren mitbekommen die damals nur ganz milde Verläufe hatten. Habe erst durch eine Kollegin von mir mitbekommen als ihr Mann im Koma lag. Ein Nachbar von mir hatte sich einen schweren Verlauf. Habe ich erst viel später mitbekommen.
Ich habe geahnt, dass Corona hier Thema werden muss ... Ist doch vollkommen ok, @Jochen1. Natürlich kann man sich irren und man kann auch zu verschiedenen Themen verschiedener Meinung sein und seine Meinung auch ändern, ich sehe das eher entspannt und finde es total schade, wenn an einem einzigen Thema -- in diesem Beispiel Corona -- jahrelange Freundschaften zerbrechen. Ein Mensch, der eine andere Meinung als man selbst vertritt, ist nicht unbedingt scheiße, das hat evtl. Gründe, die sich nachvollziehen lassen. Man ist doch dann nicht als ganzer Mensch scheiße. Und es ist auch nicht unbedingt jeder hintlerwäldlerisch, der eine andere Meinung als man selbst vertritt, einfach anders. Man kann dann evtl. trotzdem interessante Gespräche zu anderen Themen führen, also ich weiß sicher, dass meine Bekannten und Freunde nicht alle die gleiche Partei wählen und auch zur aktuellen Politik und zu Corona verschiedene Meinungen haben, ich finde das gar nicht so schlimm, man kann dann entweder drüber reden und das diskutieren -- oder einfach über andere Themen reden. Im Detail kommt es natürlich drauf an, aber andere Meinungen sind für mich nicht pauschal ein Grund, Menschen komplett abzulehnen.
w26

Mod.-Anm:
Bitte alle wieder zum Thema zurück. Das Thema soll keine Corona-Diskussion und auch keine Diskussion über Politik werden.
 
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  • #51
Ich habe geahnt, dass Corona hier Thema werden muss ... Ist doch vollkommen ok, @Jochen1. ich sehe das eher entspannt und finde es total schade, wenn an einem einzigen Thema -- in diesem Beispiel Corona -- jahrelange Freundschaften zerbrechen. Ein Mensch, der eine andere Meinung als man selbst vertritt, ist nicht unbedingt scheiße, das hat evtl. Gründe, die sich nachvollziehen lassen. Man ist doch dann nicht als ganzer Mensch scheiße.
Liebe Moderation, liebe @Inanna* : Freundschaften, da hat der @Zuhii schon recht, entstehen und erhalten sich am ehesten, wenn man politisch - weltanschaulich in die gleiche Richtung blickt (Extrembeispiel: niemand, der NPD wählt und sich auf rechten Demos rumtreibt, wird jemals mein Trainingspartner beim Hobby werden, und mit denen sitz ich auch nicht am Lagerfeuer und trinke ein Bier). Ähnlich verhält sich das mit dem Musikgeschmack, wobei da einige Leute ne echt hohe Schmerzgrenze haben. Es gibt noch andere Beispiele.
Bei politischen Anschauungen ist diese Schmerzgrenze geringer, schließlich ist Politik die Ordnung der Gesellschaft, und das, was unser Zusammenleben organisiert und einfach mal JEDEN betrifft. Dadurch wird es hitzig, da prallen Welten aufeinander, konservativ oder links-liberal, Überschneidungen kann es zwar geben, aber es ist einfach eine Frage des MindSets von Leuten, welcher politischen Weltanschauung sie sich zugehörig fühlen. Und so bilden sich Freundeskreise. Das ist völlig normal, und muss als Feststellung nicht abgebügelt werden unter dem Motto "wir wollen hier keine politische Diskussion". Liebe Moderation, dies ist keine. Es ist eine Diskussion über Freundschaft und nicht über Politik.

Das was @Inanna* aber meint, Corona sei Meinungssache, dem muss entschieden widersprochen werden. Diesem Irrglauben erliegen sehr viele in den letzten anderthalb Jahren. Denn das ist weder eine Meinung, noch eine politische Diskussion, wenn man sich weder mit seriösen Fakten beschäftigt, noch Rücksicht auf andere nimmt. Das ist nicht Meinung, sondern pure Dummheit und Egoismus. Und daran zerbrechen Freundschaften eben, wer will schon neben sich dumme und egoistische Menschen haben. Aber @Inanna* hat da offenbar eine andere Schmerzgrenze, ihr macht es eben nichts aus, wenn menschenverachtender Unsinn aus dem Mund einer ihrer "Freunde" kommt. "Deswegen ist ja nicht gleich der ganze Mensch "scheiße"". :rolleyes:

Mod.-Am: Ausnahmsweise, nun aber bitte das Thema nicht weiter in Richtung Politik oder Corona vertiefen. Die Mod. hat da klare Regeln.
 
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  • #53
Du hast vollkommen Recht, nur kenne ich es so, dass diese Art Irrtum und auch die Einstellung dazu (Shit happens, daraus lernen tun wir trotzdem nichts fürs nächste Mal) bezogen auf so ziemlich alle Sachverhalte bei der Landbevölkerunng Vorfahrt haben.
Ich nenne es merkbefreit und es fällt mir schwer, das in der Nähe auszuhalten. Darum für mich: weg da, hin zu Leuten, die nicht so sind.
Dir macht das nichts, Du fühlst Dich damit wohl und bleibst gern.
Beides hat seine Berechtigung weil Menschen verschieden sind und es sein sollen. Um sich nicht zu streiten meidet man sich klugerweise wo es geht. Wo es nicht geht, vermeidet man alle Streitpunkte durch maximal möglichen Abstand.

Ich denke schon, dass es sich genau in dem Freundschaftsthema solche grundlegenden Einstellungen wiederfinden, wenig Bewegung oder viel Bewegung in den Sozialkontakten.

Obwohl ich und mein gesamtes Umfeld zur kritischen Altersklasse gehören und viele in dicht besiedelten Großstädten leben war nicht einer mit Corona infiziert. Ich weiß warum - homogenes Umfeld mit gleichen Einstellungen (nicht nur reden, sondern auch machen).

Freundschaften, da hat der @Zuhii schon recht, entstehen und erhalten sich am ehesten, wenn man politisch - weltanschaulich in die gleiche Richtung blickt
Davon bin ich zutiefst überzeugt. Alles andere sind bei mir eher weit entfernte Bekannte.

Ich kann deren Meinung tolerieren und unkommentiert lassen. Beim Grillen in ihrem Garten nehme ich dann halt nicht die Billigbratwurst aus der Qualhaltung weil mir zutiefst widerstrebt sowas zu essen, sondern nur etwas Brot mit Quark und das auch nur widerstrebend, um sie nicht zu kränken,. Der Quark ja aus der gleichen Haltung kommt.
Ich muss deswegen keine Krise auslösen, aber ich brauche das auch nicht öfter als 3 mal im Jahr.

An solchen Punkten (eigene innere Widerstände/Werte) trennt sich lockere Bekanntschaft von Freundschaft.
 
  • #54
Ich kann deren Meinung tolerieren und unkommentiert lassen. Beim Grillen in ihrem Garten nehme ich dann halt nicht die Billigbratwurst aus der Qualhaltung weil mir zutiefst widerstrebt sowas zu essen, sondern nur etwas Brot mit Quark und das auch nur widerstrebend, um sie nicht zu kränken,. Der Quark ja aus der gleichen Haltung kommt.
Ich muss deswegen keine Krise auslösen, aber ich brauche das auch nicht öfter als 3 mal im Jahr.
Das weicht jetzt zwar etwas vom Thema ab.ich hoffe es ist in Ordnung. Meine Freunde und ich sind da ziemlich ähnlich. Ich würde den Teufel tun wenn ich grille irgendwelche Wurst oder Fleisch vom Discounter zu holen. Schon gar nicht wenn ich andere einladr.da gehe ich dann schon zum Metzger meines Vertrauens.

Jetzt wieder zurück zum Thema. In meinen Freundeskreis von früher habe ich dann auch schon diejenigen mitgenommen die ich noch nicht so lange kenne. Sie sind auf jeden Fall gut aufgenommen worden.
 
  • #55
Bei den Freundschaften aus Kinderzeiten sehe ich beides.

Zum einen sind das wertvolle Verhältnisse. Man kennt sich ewig, hat miteinander verschiedenen Reifeschritte und erste Schicksalsschläge durchlebt. Da siehst Du über eine lange Zeit, wie sich Menschen entwickeln und verhalten.

Zum anderen gibt es auch das, was Du als fehlende Weiterentwicklung beschreibst.
Die Eigenschaften und Position in der Gruppe aus Kinderzeiten wird man in den langen Freundschaften oft nicht mehr einfach los. Überzogen dargestellt bleibt der dichliche Tolpatsch, der spleenige Nerd etc. aus Kinderzeiten weiterhin der Tolpatsch, der Nerd etc. der Gruppe. Der beliebte Klassensprecher behält auch eher diese Rolle in der Gruppe bei.

Dabei sind die Eigenschaften oder die Rolle in der Gruppe nicht Gott gegeben vorbestimmt.

In anderer Umgebung blüht das Mauerblümchen plötzlich zur Beauty auf, der spleenige Nerd ist als Experte gefragt. Der beliebte Klassensprecher kommt dagegen ohne Fanclub in der Fremde nicht mehr klar.

Auf Klassentreffen ist beides immer wieder schön zu sehen, wie sich Menschen entwickeln und verändern, aber auch wie sie in die alten Rollen rutschen, sobald sie wieder in der Gruppe mit den alten Freunden sitzen.
 
  • #56
Mein ältester Freund ist aus der Schulzeit (Gymnasium) und einige Freunde besitze ich noch aus der Bundeswehr- und Studienzeit. Natürlich ist so manches aufgrund der eigenen Lebensumstände weggebrochen, aber ich habe aus den damaligen Zeiten fünf Leute, die ich als gute Freunde bezeichnen würde.

Ich finde es nicht rückständig, langjährige Freundschaften zu pflegen. Ganz im Gegenteil, schafft es eine Verbindung zu vergangenen gemeinsam erlebten Zeiten und eine Vertrautheit, die man mit Leuten aus späteren Zeiten sehr viel schwerer schafft, auch wenn es nicht unmöglich ist.

Auf Schultreffen war ich recht wenig, weil ich die Klassen an sich als Zweckgemeinschaften gesehen habe, wo ich schon damals den einen oder anderen nicht sonderlich interessant fand. Das letzte Klassentreffen ist schon Jahre her und war trotzdem ganz nett. Bei einigen hatte ich den Eindruck, dass sie genauso sind wie damals. Andere haben sich weiter entwickelt und sind dadurch interessanter geworden. Trotzdem lege ich in solche Sachen keine große Aktivität.

Für mich spricht gar nichts gegen alte Freundschaften, ganz im Gegenteil empfinde ich sie als Bereicherung. Freundschaften sind für mich wichtig im Leben, aber ich benötige nicht unendlich viele Freunde. Ein paar gute reichen und wann ich sie kennen gelernt habe, ist für mich nebensächlich. Einen guten Freund finden ist nicht einfach. Bekannte dagegen schon. Deswegen kommen und gehen sie in Regelmäßigkeit, die meisten Freunde aber bleiben. Zumindest bei mir ist das so.
 
  • #57
Das weicht jetzt zwar etwas vom Thema ab.ich hoffe es ist in Ordnung. Meine Freunde und ich sind da ziemlich ähnlich. Ich würde den Teufel tun wenn ich grille irgendwelche Wurst oder Fleisch vom Discounter zu holen. Schon gar nicht wenn ich andere einladr.da gehe ich dann schon zum Metzger meines Vertrauens.
Ich habe eine wirklich beste Freundin und eine gute Freundin, alles andere ist für mich Bekanntschaft. Auch Bekanntschaftn von früher, die Frau mit der ich während der Grundschule viel Zeit verbracht habe, habe ich sporadisch immer mal Kontakt gehabt. Die nenne ich frühere Freundin, aber nicht langjährige Freundin.
Ach ja, die richtige Grillwurst ist extrem wichtig.

Mit meiner beste Freundin habe ich glaube ich zweimal gegrillt, weil runder Geburtstag. Ansonsten treffe ich mich mit ihr nur alleine. Aber das ist meine Art, mein Mann handhabt das anders.
 
  • #58
Mein Ex-Partner hatte einen sehr guten Freund. Die waren zusammen im Kindergarten und Grundschule. Die haben zusammen das Abitur gemacht und das gleiche Studium gemacht. Später waren sie in der gleiche Branche tätig. Sie haben sich einfach sehr gut verstanden und haben sich immer gegenseitig geholfen. Das war wirklich schön zu sehen. Leider ist der Freund viel zu jung gestorben. Ich denke mal es gibt solche und solche langjährige Freundschaften.
 
  • #59
In anderer Umgebung blüht das Mauerblümchen plötzlich zur Beauty auf, der spleenige Nerd ist als Experte gefragt. Der beliebte Klassensprecher kommt dagegen ohne Fanclub in der Fremde nicht mehr klar.

Auf Klassentreffen ist beides immer wieder schön zu sehen, wie sich Menschen entwickeln und verändern, aber auch wie sie in die alten Rollen rutschen, sobald sie wieder in der Gruppe mit den alten Freunden sitzen.
Eine Beobachtung, die ich nachvollziehen kann.
Ich persönlich halte es zumindest für sinnvoll, auch mal das eigene Nest verlassen zu haben. Sei es fürs Studium, oder Arbeit, oder der Liebe wegen.
Damit man mal was anderes kennt, als die eigene heimische Zone, in der man immer sicher war. Und auch mal neu ist, sich einfinden muss.
Dann ist es doch auch OK, wieder heimzukehren. Oder sogar im Haus der Eltern zu wohnen. Ist in meinem Ort, ganz groß, im Haus der eigenen Kindheit zu wohnen. Oder in der Nebenstraße. Das ging hier noch bis ca. vor 15 Jahren, weil noch Bauplätze frei. Jetzt ist es voll.
Für mich wär das jetzt nix, ich hätte immer meine Eltern vor Augen.
Einige machen das ja auch, weil es eben günstiger ist, mit Wohnkosten und Hilfe in der Familie durch Betreuung.
Und alte Freunde können gute sein, genau wie neue.
Wichtig ist wohl, dass man mal raus war. Jedenfalls in meiner Denke.
w46
 
  • #60
Ich habe 5 Freunde aus frühen Kindertagen bzw. aus ausbildung/Studium + meinen Bruder. Ich kann euch sagen, was Schöneres gibt es nicht. Die wohnen alle irgendwo anders in Deutschland, haben ihre Familie , Haus, HundKatzeMaus us.w Wir kommen 2 mal im Jahr (sicher) zusammen. Am besten ist Himmelfahrt, da gehen wir in irgendeinem Gebirge in Deutschland (immer ein neues) wandern und quasseln und trinken auch ja. Aber ganz ehrlich das will ich nicht missen ,denn NIEMALS wieder habe ich so Freunde fürs Leben gefunden. Viele Menschen sind gekommen und gegangen und ja auch mal gute Bekannte oder nette Arbeitskollegen dabei, aber richtige Freundschaft puhh das hat sich jetzt fast Jahrzehnte entwickelt. Das hab ich nicht mehr geschafft. Und wenn man das nicht hat, also da würde mir was fehlen. Wie aufgeregt dann immer alle sind, wenn wir uns treffen.... toll
 
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