• #1

Langzeitsingles und ihre Marotten

Langzeitsingles entwicklen mit der Zeit oft ihre eigenen Verhaltensweisen und Denkmuster, die einer Beziehung im Wege stehen, und die ihnen oft nicht bewusst sind.

Welche sind Euch aufgefallen und wie könnten sie damit umgehen?
 
  • #2
Ich habe das nicht beobachten können. Manche sind von Natur aus schon immer seltsam gewesen. Aber das hat nichts mit Singlesein zu tun, man versucht es nur, daran festzumachen, weil man denkt "das würde ich nicht haben wollen, daraus folgt: deswegen ist er/sie wohl allein".

Ich habe früher mal gedacht, dass Menschen, die allein leben, solche Marotten entwickeln. Da sieht man z.B. am Kaffeetisch ein Benehmen, das für andere eklig ist.
Aber da ich solche Verhaltensweisen auch bei Paarmenschen gesehen habe (und mich fragte, wie die sich aushalten), hängt das wohl nicht damit zusammen, dass jemand allein ist, sondern eher damit, wieviel Acht er darauf gibt, sich zu benehmen und wieviel Toleranz die Partner da zeigen, wenn sie nicht selber so sind.
Bei frischgebackenen Eltern habe ich mich manchmal gewundert, weil sie auf einmal das Verhalten ihres Kleinkindes, das natürlich noch nicht weiß, wie man sich benimmt, imitieren, weil es ja "normal" geworden ist in ihrem Haushalt.

Welche sind Euch aufgefallen und wie könnten sie damit umgehen?
Dazu müsstest Du schreiben, welche Marotten Du hast, damit man konkrete Tipps geben kann.
 
  • #3
Langzeitsingles entwicklen mit der Zeit oft ihre eigenen Verhaltensweisen und Denkmuster, die einer Beziehung im Wege stehen, und die ihnen oft nicht bewusst sind.
Sehe ich nicht so, eher umgekehrt! Wer alleine nicht leben kann und deshalb auch nicht alleine leben will von denen gibt es sehr viele, haben meist ein Verhalten, das einer guten Beziehung nicht förderlich ist und somit echt im Wege steht!
Für eine gute und gesunde Beziehung ist es also sogar notwendig, auch allein funktionieren zu können. Nur dann kann man auch der Einsamkeit begegnen. Wer sein Single-Dasein dafür nutzt, dieses Alleinsein zu üben und zu lernen, was er braucht, wenn er schwach und mutlos ist, der belastet später seine Beziehung nicht mehr als nötig.
Wer dies allerdings nicht gelernt hat, gerät leicht in die Erwartungshaltung, den Partner für das eigene Glück verantwortlich zu machen. Bleibt dies aus, kann auch ein liierter Mensch überfordert sein und sich einsam fühlen - trotz einer Beziehung, da gibt es jede Menge negative Beispiele im eigenen Umfeld/RL wie auch hier in diesem Forum!
 
  • #4
Eine Spirale des immer weiter niederbrechenden Selbstwertgefühls.

Ein Teufelskreis, denn man geht in zwischenmenschlichen Beziehungen immer zaghafter vor, erzeugt dabei bei den Menschen nur noch mehr Verstörtheit und Ablehnung, verliert durch diese Misserfolge weiter an Selbstwertgefühl, wird noch zaghafter und zieht sich noch mehr zurück usw. usf.
 
  • #5
Das mit den Denkmustern stimmt, zumindest habe ich das bei mir nach einiger Zeit festgestellt. Ich habe irgendwann zu viel gedacht und weniger gefühlt. Es gab zu hohe Erwartungen ZB dachte ich irgendwann, alles muss der Mann aktiv tun, sonst hätte er kein Interesse. Habe mich dann sogar mal absichtlich zurückgenommen. Grund dafür war, dass ich auf zu viele Meinungen gehört habe, warum es bislang nicht geklappt hatte bei mir. Männer wollen jagen hieß es. Jagen hat aber nicht viel mit melden zu tun, sondern mit Interesse zeigen. Zeigt die Frau gar kein Interesse, hört der Mann auf zu jagen und außerdem bin ich keine Beute? Kommunikation ist das A und O, obwohl wenn jemand gut lügen will/kann, glaubt das Gegenüber das auch. Sich auf jemanden einzulassen ist eine Entscheidung, Verhaltensmuster sind Gewohnheiten, die man ändern kann. Als Single gehe ich bestimmt öfter aus und mache noch mehr Unternehmungen als in einer Partnerschaft. In der Partnerschaft pflege ich meine üblichen Hobbies weiter, räume aber der Partnerschaft natürlich die Zeit ein. Prioriäten setzen heißt es dann. An mir habe ich festgestellt, dass ich Regeln haben wollte. Die gibt es aber nicht. Jeder Mensch ist anders. Nachdem ich aufgehört habe, zu viel zu denken, habe ich einen Mann kennen gelernt. Er ist nicht der Kommunikationsfreudigste, zeigt aber bei unseren Treffen sein Interesse deutlich. Auf einander zugehen heißt es. Hollywood bleibt in Hollywood.
 
  • #6
Die Freiheit und Unabhängigkeit genießen - steht definitiv einer Beziehung im Wege. Die Frage ist aber, ob das schlecht ist oder nicht, richtig? Wenn ich mich frage, um wieviel % eine Beziehung mein Leben verbessern würde, bin ich momentan bei 2-5% (mit leichter Ironie wegen der Zahlen...)
Jeder der mehr als 30% hat (nicht schlagen wegen der willkürlich gewählten Zahl) sollte meiner Meinung nach vorher noch an sich arbeiten, bis eine Beziehung nicht mehr so NOTWENDIG ist... Eure Meinungen? Eure Prozentzahl?
 
  • #7
Guten Morgen lieber Rondos,

ja, man muß sich schon selber ganz ordentlich im Griff haben, um nicht sonderlich zu werden ;-). Was mir so bei Singles auffällt, ist dieser Gesichtsausdruck mit der Aufschrift auf der Stirn *ich bin mir selbst genug*. Bei Singles Ü50 fallen mir besonders so kleine Verhaltensmacken auf, wie der offenstehendene Mund, obwohl es nichts zu bestaunen gibt.
Bei mir fällt mir auf, dass ich im Auto immer noch vergesse, den Finger an der Kreuzung aus der Nase zu nehmen ;-), weil mich nie jemand darauf aufmerksam macht.
Ich denke lieber FS......jeder, ob Single, oder nicht, hat so seine Marotten und Denkmuster. Inwieweit tragbar, oder nicht mehr aushaltbar, das hängt von einem jeden selbst ab. Ich sehe auch Pärchen mit festgefahrenen Denkmustern und sonderlichen Auffälligkeiten, wie das Zurechtrücken von Vatis Krawatte in der Öffentlichkeit, oder gaaaanz schlimm, wenn sie auf die Finger spuckt, um das Haar ihres Allerliebsten zu glätten......
 
G

Ga_ui

Gast
  • #8
Ich will ja nichts sagen, aber unabhängig jeder Beziehung entwickelt jeder gesunde Mensch seine eigenen Denkmuster, schlichtweg weil jeder Mensch ein Individuum ist. Nur in Beziehungen werden eigene Denkmuster oft so derart krankhaft untergraben, bis manche sich im eigenen Denken völlig aufgelöst haben, und sie nicht mehr sie selber sind.

Dazu habe ich erst heute morgen einen passenden Spruch in einem Beziehungsratgeber gelesen: "Den Partner wählen wir, um uns vom uns selbst zu entsorgen."

Ich würde es nicht Marotten nennen, sondern Selbstverwirklung. Langzeitsingles vertreten authentisch was sie. Mit Partner kann man sich praktisch so gut wie gar nicht selbst verwirklichen. Singles können sich frei benehmen, wie sie sind und sein was sie wollen. Etwas, das alle gerne täten, aber nur die wenigsten tun können oder dürfen.
 
  • #9
Hi Rondo,

ich denke, eine häufig zu findende Marotte bei Langzeitsingles, vor allem ü45/ü50 ist eine gewisse Starrsinnigkeit :) (ich nenne sie mal Altersstarrsinn).Ich glaube, dass man vor allem auch in diesem Alter als Langzeitsingle nicht mehr von starren Gewohnheiten im Allgemeinen und auch von Vorstellungen, wie die Dinge und eine Beziehung zu laufen haben, abweichen möchte...
 
  • #10
Was mir zB an manchen Langzeitsingles so auffällt:
Sie entscheiden selbst wann, was und wieviel sie essen.
Entscheiden was sie anziehen oder eben nicht
Entscheiden wann sie schlafen gehen und wann sie aufstehen
Entscheiden wie oft und wie sie ihre Wohnung putzen
Entscheiden selbst wann und ob sie zum Arzt gehen
Entscheiden welches Auto sie fahren
Entscheiden auf welche Geburtstagsfeier sie gehen
Entscheiden welchen Job sie machen und auch wofür sie ihr selbst verdientes Geld ausgeben
Entscheiden welche Hobbies sie erfüllen, ihnen Ausgleich verschaffen
Entscheiden genau mit welchen Menschen sie ihre Zeit auf Erden verbringen wollen
Fühlen sich nicht zu schlechtem Sex verpflichtet und vermeiden diesen.

Dass das etwas Besonderes ist, ist ihnen aber meist wie du richtig schreibst nicht bewusst, sie sind damit oft einfach nur zufrieden/glücklich ohne dies zu hinterfragen, diese Eigenschaften stehen aber auch ebenso richtig erkannt einer 0815-Beziehung im Weg. Damit umgehen kann man indem man es akzeptiert und lieben lernt oder die Langzeitsingles eben in Ruhe lässt wenn man nicht damit klar kommt.
btw. sehr interessante Fragestellung und guter Thread, bin schon gespannt auf andere Posts, Danke.
M31
 
  • #11
Man sollte unterscheiden zwischen Leuten, die freiwillig Single sind (ist mir persönlich nie begegnet) und solchen, die diesen Zustand als unnormal ansehen und ihn so schnell wie möglich beenden wollen. Die mentalen Reaktionen in den Köpfen der Betreffenden dürften sich erheblich unterscheiden.
 
  • #12
Mit Partner kann man sich praktisch so gut wie gar nicht selbst verwirklichen.

.....das sehe ich anders, da gibt es Raum und Möglichkeiten ohne Ende. Wer sich entwickeln will, der tut es, ob mit oder ohne Beziehung. Der Feind ist die Trägheit und Bequemlichkeit gerade in einer Beziehung. Wie gerne gibt man an den anderen ab und schiebt ihm gleichzeitig den Buhmann zu.

Wer alleine nicht leben kann und deshalb auch nicht alleine leben will von denen gibt es sehr viele, haben meist ein Verhalten, das einer guten Beziehung nicht förderlich ist und somit echt im Wege steht!

... und daraus entstehen dann die Handelsabkommen und Dramen, wie wir sie hier lesen. Selten ist dann die Person gemeint, sondern der Komfort, den eine Beziehung bietet. In so einer Beziehungskonstellation, kann man sich wahrlich nicht entwickeln, weil man einen Klotz am Bein hat.
 
  • #13
Ich bin jetzt drei Jahre Single und würde mich als solchen langsam einstufen. Manche Marotten, die ich so entwickele, merke ich wohl nicht, weil sie natürlich für mich sind.

Was ich für mich festgestellt habe:
Ich lebe viel flexibler und habe keinen großartigen Zeitplan. Ich mache die Dinge, wann ich möchte, auch das lästige Zeug. Es gibt keine festen Zeiten mehr, wann man isst oder z.B. ab wann man den Müll runterbringt. Das ist alles superentspannend, wenn man es auch anders kennt. Wenn jemand neues um die Ecke kommt, passt man sich sowieso aneinander an, wenn man länger zusammen ist.

Gerade Frauen scheinen auf dem Trip zu sein, dass Männer als Langzeit-Singles komisch werden. Ich schätze, dass man mit zunehmenden Alter durchaus einige Dinge anders handhabt als mit 20. Die Spontanität geht sicher etwas verloren und je älter man wird, hat man sicher mehr Freude an seinen Ritualen, seien sie für Aussenstehende noch so unsinnig. Trotz all der Marotten, die wir so entwickeln, denke ich, dass diese häufig belanglos werden, wenn man sein passendes Gegenstück trifft. Von daher bewerte ich das nicht über.
 
P

Provence

Gast
  • #14
»Marotten« zeigen sich, wenn sie denn »vorhanden« sind - völlig unabhängig vom Status des Trägers. Entweder wir haben Sozialverhalten erlernt und verinnerlicht, oder es fehlt. Auch das steht nicht im Zusammenhang mit dem späteren Beziehungsstatus.

Wir alle kennen merkwürdiges/uns fremdes Verhalten bei Anderen, ich beobachte Singles, die ständig ihre Ellenbogen einsetzen, aber auch solche, die sehr sensibel auf ihr Umfeld reagieren. Ich erlebe Paare im Supermarkt, die sich nur zurechtweisen und angiften. Andere wiederum legen liebevoll ihren Arm um den oder die Partner_In und suchen gemeinsam aus, was in den Einkaufskorb soll.

@Landlibell hat beispielsweise ein wohltuendes Verhalten von Singles in seinem Beitrag aufgezählt: sie wissen, was sie wollen, entscheiden selbstbewusst darüber, was sie ablehnen. Im Gegensatz dazu runzle ich immer wieder die Stirn, wenn ich beobachte, wie »Muttis« ihrem Gemahl Haar oder Krawatte zurecht rücken. Gesten, mit denen (unbewusst) dokumentiert wird »ER GEHÖRT MIR! Finger weg!« Und »er« lässt das auch noch über sich ergehen!

»Schrullig« werden Singles genauso oft (bzw. selten), wie auch Menschen in einer Partnerschaft.
 
  • #15
Menschen, die schon lange alleine leben sind weniger bereit Kompromisse einzugehen. Zumindest ist dies meine Erfahrung. Mein bester Freund ist seit knapp 10 Jahren in keiner Beziehung mehr gewesen und wohnt seither eben allein. Er ist nun 42 und seine Bereitschaft sich in einer Beziehung dem Gegenüber anzupassen sinkt immer mehr.

Er arbeitet viel, eigentlich 7 Tage die Woche. Kann ich verstehen, denn was sollte er sonst tun ? Wer kennt das nicht als Single, ich habe ich auch immer in die Arbeit gestürzt. Jedoch ist das mittlerweile so eingefahren bei ihm, dass er das nicht mehr ändern wollen würde. Wir treffen uns regelmäßig an festen Tagen in der Woche, das würde er nicht ändern wollen und zudem hat er die Befürchtung, dass eine neue Partnerin mit mir als seiner beste Freundin ein Problem hätte.

Er hat sich mit seinem derzeitigen Leben arrangiert. Ihm ist durchaus bewusst, dass er sein Leben wohl als Single Natürlich fehlt ihm hin und wieder die Nähe einer Partnerin, aber das steht in keinem Verhältnis zu seiner schwindenden Kompromissbereitschaft.

Ich verstehe ihn und mir würde es wohl ähnlich ergehen, wäre ich jetzt Single, aber trotzdem manchmal schade mit anzusehen ...
 
  • #16
Wir gehen sonntags oft in ein bestimmtes Cafè zum Frühstück.
Da ist auch oft ein Mann in unserem Alter, mit dem wir uns dann ein bißchen unterhalten.
Er ist gepflegt und offensichtlich gebildet, aber er hat einfach keine Tischmanieren.
Leckt allen Ernstes den Teller ab und solche Sachen.
Ich denke, er hat keine Partnerin, die ihm sagt, dass das unmöglich ist.

w 48
 
  • #17
bis eine Beziehung nicht mehr so NOTWENDIG ist..
Langzeit-Singles haben lange genug gewartet (müssen). Da kann man nicht sagen:"Bleib locker und warte weiter - weil das nicht so wichtig sei."

Für die Menschen, die eine Paarbeziehung wünschen, ist dieses Ziel wichtig, und ggf. für ihre Psyche notwendig. Das ist ganz normal.
Die Frage des Threades ist: Was passiert mit ihnen, wenn sie Dieses trotzdem nicht haben ?

Sehr viele weibliche (Langzeit-) Singles zwischen 40 - 60 vermitteln den Eindruck, als ob sie keinen Partner haben wollen. Und Männer genauso wie Frauen nur im Freundeskreis.

Oder die Frauen stellen sich so schlecht an, und sind so schwierig geworden, (z.B. Drama-Queen) dass kein Mann sie haben will. Weil er schnell merkt, dass er es als Single leichter hat und besser dran ist, als mit solchen Frauen. Er ist froh, was ihm erspart bleibt. Weil solche Beziehungen sich als Belastungen anstatt Bereicherungen erweisen.
(m,53)
 
  • #18
Leckt allen Ernstes den Teller ab und solche Sachen.
Ich denke, er hat keine Partnerin, die ihm sagt, dass das unmöglich ist.
Sowas meinte ich.
Aber lustigerweise habe ich Ebenbürtiges bei Verpartnerten gesehen und frage mich, warum DA der andere nichts sagt. Deswegen bin ich wieder abgekommen von dem Gedanken, dass es was mit Single oder nicht zu tun haben kann.

Die Eigenständigkeit und der ausgefüllte Wochenplan, die hier angesprochen wurde, die könnte wirklich ein Problem werden. Bei der Eigenständigkeit sehe ich das solange entspannt, wie man dem anderen nicht sein Muster aufdrücken will, falls man sich noch mal mit wem zusammenfindet. Aber das ist auch kein Singleproblem, denn bei vielen Paaren ist es auch sichtbar, dass sich der Partner über liegengelassene Klamotten aufregt und der andere sich aber nicht anpassen will. Oder dass Männer jammern, dass sie immer dies und das tun sollen, weil die Frau das will, und das geht schon seit Jahren so.

Manchmal liest man hier ja auch von Anbahnungen, wo die neue Person ein Zeitfenster von 2 Stunden Sonntag vormittags zugesprochen bekommt, ansonsten sind Hobbys und Freunde wichtiger. Darin sehe ich ein wirkliches Problem, dass man nicht mehr partnerschaftstauglich ist.
 
  • #19
Schon wieder ein Singlebashing - herrjee - warum soll mit Dauersingles immer irgendwas nicht stimmen???

Mich nervt dass - entweder muss/soll man Neurosen, Psychosen oder zu kleinen Penis, sexuelle Krampfanfälle oder sonst was haben nur weil man nicht liiert um jeden Preis ist.

Wieviele verheiratete oder niemals Singles gewesene Leute haben ne Macke und der anspruchslose Partner "erträgt" jahrelang irgendwelche Psychosen aus Gründen der Perspektivlosigkeit oder geringem Selbstwert?

Darüber schreibt hier niemand.

Es gibt Menschen, die sich fortpflanzen wollen und auf Teufel komm raus einen Partner suchen - okay.
Und es gibt Menschen, die frei, unabhängig und absolut selbstbestimmt leben wollen und eine Partnerschaft nicht als non plus ultra des Lebens sehen - auch okay.

Was bitte soll daran unnormal sein?
Langsam habe ich das Gefühl, das es Singles egal ist ob jemand liiert ist oder nicht, aber die Verbandelten scheint es immer wieder zu "wurmen" warum jemand gut alleine leben kann - tchja.....
 
  • #20
Seit 3 Jahren Single und ein paar Marotten:
- Ich spreche mit meinen Katzen
- Ich erwische mich manchmal meine Gedanke laut auszusprechen
- Ich renne nach dem Duschen Ewigkeiten nackt durch die Wohnung
- Mein Auto ist zeitweise ein Haushalts- und Sportwarengeschäft
- Wenn ich mal ganz gute Laune habe mache ich mir 80er-Musik an und tanze im Wohnzimmer
- Ich bügel erst, wenn wirklich nichts mehr in den Wäschekorb passt

80% davon würde ich mir mit einem Partner ganz schnell wieder abgewöhnen.

Mal im Ernst: Wer kein Benehmen hat und verschroben ist, der wird es als Single und Beziehungsmensch sein. Ebenso gibt es bei beiden Lebensformen gefrustete Menschen, die mit zunehmenden Alter nögelig werden und komische Macken haben.
 
  • #21
Eingefahrene Denkmuster haben viele (ich will mich davon nicht ausnehmen), unabhängig vom Beziehungsstatus. In der Beziehung haben dann manchmal beide die gleichen eigenartigen Denkmuster, haben möglicherweise auch durch diese zueinander gefunden. Im Freundes- oder Bekanntenkreis kann ich jedenfalls keine Tendenzen erkennen, ob Singles oder Paare die meisten Marotten haben. Ich kenne Dauersingles, die sich normal benehmen und unaufregende Denkweisen haben und Paare, wo einer oder beide eigenartig sind.

Auch wenn ich mich bei einigen hier jetzt unbeliebt mache:
Ich halte die Fragestellung für wenig konstruktiv. Diese Einstellung zeigt m.E. ein vorurteillastiges Denkmuster auf, das hinderlicher in einer Beziehungsanbahnung wäre, als das Dauersingledasein an sich.
 
  • #22
Wir gehen sonntags oft in ein bestimmtes Cafè zum Frühstück.
Da ist auch oft ein Mann in unserem Alter, mit dem wir uns dann ein bißchen unterhalten.
Er ist gepflegt und offensichtlich gebildet, aber er hat einfach keine Tischmanieren.
Leckt allen Ernstes den Teller ab und solche Sachen.
Ich denke, er hat keine Partnerin, die ihm sagt, dass das unmöglich ist. w 48
Das hat nichts mit einer fehlenden Partnerin zu tun, sondern mit fehlendem Niveau. Wenn dieser Herr gebildet wäre und eine entsprechende Position hätte, würde so ein Verhalten auch nicht von seinem beruflichen Umfeld toleriert werden. Vermutlich also einfach strukturiert mit passendem Umfeld. Bei einem Geschäftsessen wäre er mit so einem Verhalten auch mit einer nur-Sachbearbeiterposition das letzte mal dabei gewesen.
 
G

Ga_ui

Gast
  • #23
Was mir zB an manchen Langzeitsingles so auffällt:

Dass das etwas Besonderes ist, ist ihnen aber meist wie du richtig schreibst nicht bewusst, sie sind damit oft einfach nur zufrieden/glücklich ohne dies zu hinterfragen,

Entschuldige, evtl. verstehe ich dich falsch ... Es ist etwas besonderes, selbst entscheiden zu können, welches Auto man fährt, wie viel man isst? Wann man ins Bett geht und wann man aufsteht? Mit wem man seine Zeit auf Erden verbringen will? Welchen Job man gerne machen will? Also das ist der KRACHER!

Für mich sind deine aufgeführten Punkte die Basis des Erwachsenseins und der eigenen Selbstständigkeit!

Wenn das wirklich so ist in Beziehungen, wie du beschreibst, dann bleibe ich lieber lebtags alleine und lache über die Dummheit anderer Leute.
 
  • #24
Schon wieder ein Singlebashing - herrjee - warum soll mit Dauersingles immer irgendwas nicht stimmen???

Guten Morgen liebe Herakles, ein bißchen mehr Humor würde nicht schaden und man muß sich doch nicht automatisch jeden Schuh anziehen. Es menschelt und aneinandergereihte Buchstaben allein können nicht immer das so rüberbringen, wie es vielleicht gemeint ist.
Aber das fällt mir auf, dass der Humor der Menschen ziemlich auf der Strecke bleibt, ob beim Singlerestmüll (Späsken, ich gehöre auch dazu), oder bei den Beziehungskisten. Es wäre so vieles leichter, wenn man miteinander mehr lachen würde, insbesondere über sich selber, statt in gruftige Gruben zu tauchen. Es ist nicht nur alles schlecht und mit Fragezeichen bewaffnet. Vielleicht geht es uns *Menschenskinder* einfach nur zu gut........ Ach und was wäre die Welt ohne Menschen mit Marotten, man würde ja gar nicht erfahren, dass man selber einer, ohne Marotten ist....(auch nur ein Späsken mit Zwinkerlies obendrauf) ;-)
 
  • #25
Schon wieder ein Singlebashing - herrjee - warum soll mit Dauersingles immer irgendwas nicht stimmen???

Mich nervt dass - entweder muss/soll man Neurosen, Psychosen oder zu kleinen Penis, sexuelle Krampfanfälle oder sonst was haben nur weil man nicht liiert um jeden Preis ist.

Wieviele verheiratete oder niemals Singles gewesene Leute haben ne Macke und der anspruchslose Partner "erträgt" jahrelang irgendwelche Psychosen aus Gründen der Perspektivlosigkeit oder geringem Selbstwert?

Darüber schreibt hier niemand.

Es gibt Menschen, die sich fortpflanzen wollen und auf Teufel komm raus einen Partner suchen - okay.
Und es gibt Menschen, die frei, unabhängig und absolut selbstbestimmt leben wollen und eine Partnerschaft nicht als non plus ultra des Lebens sehen - auch okay.

Was bitte soll daran unnormal sein?
Langsam habe ich das Gefühl, das es Singles egal ist ob jemand liiert ist oder nicht, aber die Verbandelten scheint es immer wieder zu "wurmen" warum jemand gut alleine leben kann - tchja.....
Da gebe ich dir Vollkommen Recht. Es ist Schwachsinn! Für das Schlechte benehmen ist meine Mutter und mein Vater verantwortlich. Im übertragenen Sinne. Meine Macken habe ich so oder so. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob ich Single bin oder nicht. Das! Ist für mich Kinderkacke. Wenn ich Single wäre und das war ich auch über ein Jahr. (kurz), dann lebe ich lediglich unter anderen Bedingungen. Muss nicht besser und nicht schlechter sein. Es ist das, was ich daraus machen möchte.
m44
 
  • #26
Seit 3 Jahren Single und ein paar Marotten:
- Ich spreche mit meinen Katzen
- Ich erwische mich manchmal meine Gedanke laut auszusprechen
- Ich renne nach dem Duschen Ewigkeiten nackt durch die Wohnung
- Mein Auto ist zeitweise ein Haushalts- und Sportwarengeschäft
- Wenn ich mal ganz gute Laune habe mache ich mir 80er-Musik an und tanze im Wohnzimmer
- Ich bügel erst, wenn wirklich nichts mehr in den Wäschekorb passt
Hey, ich bin kein Single. Aber stell dir vor. Das sind genau die Macken und einige mehr, die ich auch habe. Bis auf das Bügeln. Das hat sie mir verboten, weil ich da wirklich völlig Talentfrei bin.( Bluse ruiniert, Grins....) Du siehst es gibt da keine Unterschiede.
m44
 
  • #28
Was mir an Langzeitsingles gefällt:
- Sie sind Menschen, die einen festen Freunden/Verwandtenkreis haben und einen flexiblen Bekanntenkreis. Da kommen immer wieder neue Menschen dazu bzw. sie trennen sich davon
- Sie sind fähig, innerhalb von 24 Stunden zu entscheiden wo und wann die Urlaub machen.
- Sie haben ihr Leben - den Haushalt , das Kontaktleben, das Arbeitsleben so organisiert, wie es ihnen guttut und gefällt.
- es sind Menschen, mit denen man gut reden kann, die nicht von einem Partner angegiftet werden, der sie zuerst zum Getränkeholen und dann zum Brötchenholen schickt und motzt weil sie vier statt sechs Getränkeflaschen mitbringen .( So gesehen bei einem alten Ehepaar im Cafe, wo sie ihn herumkommandierte)
- es sind Menschen, die auch mal sagen - nein heute möchte ich nicht ausgehen- heute möchte ich keinen Besuch - diesen Film möchte ich mir nicht ansehen. ( Nicht mitgehen und dann pausenlos motzen wie schlecht und langweilig der Film ist)
- es sind Menschen, die im Beruf und Privatleben Leistung bringen und dies wissen und sich auf keine faulen kompromisse einlassen müssen
- es sind Menschen, die partnerschaftsfähig sind, weil sie alleine leben können
- es sind Menschen, mit denen man - wenn das Gespräch gut läuft - auch mal einen diskurs bis nachts um vier uhr führen kann
- und so weiter und so weiter .
Ach übrigens - gut verheiratete Paare - und nur wenige Paare sind gut verheiratet also mit ihrem Partner zufrieden - passen in die Freundeskreise von Langzeitsingles.
 
B

BigRed

Gast
  • #29
Im Gegensatz dazu runzle ich immer wieder die Stirn, wenn ich beobachte, wie »Muttis« ihrem Gemahl Haar oder Krawatte zurecht rücken. Gesten, mit denen (unbewusst) dokumentiert wird »ER GEHÖRT MIR! Finger weg!« Und »er« lässt das auch noch über sich ergehen!
Wieso sollte er es denn nicht "über sich ergehen lassen"? Er merkt, sie ist a) eifersüchtig und hält ihn b) für wertvoll, wichtig und toll und c) hat Angst ihn zu verlieren, was d) voraussetzt, dass sie denkt, es gäbe einen "Markt" für ihn. Männern schmeichelt das (in Maßen), umgekehrt Frauen ebenso. Ist ganz normales Paarverhalten.

Zum FS, ich glaube, die "gefährlichste" Marotte ist das Gewöhnen an seine vollständige Selbstbestimmung, die dann trotz Wunsch nach Partnerschaft nicht mehr abgegeben werden kann oder möchte und letztendlich den Weg zur Einsamkeit ebnet. Es gibt (wenn, dann eher weibliche) Singles, die haben einen riesengroßen Freundes-oder Bekanntenkreis, die Mehrheit vegetiert jedoch in zunehmendem Alter eher einsam vor sich her oder hin, denn auch für langfristige, enge Freund-und Bekanntschaften muss der Single ja Kompromisse und Einschränkungen eingehen und das ist ja noch weniger lohnenswert, als in einer festen Beziehung. Nene...
 
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