• #31
Eine LAT- Beziehung kommt für mich nicht in Frage.
Entweder eine richtige Beziehung mit gemeinsamen Leben, gemeinsamer Kasse, gemeinsamen Entscheidungen oder Single.

Den Benefit einer LAT- Beziehung oder Freundschaft+ mit einem gleichaltrigen oder älteren Mann sehe ich für mich nicht.

Wenn es nur um Sex geht findet Frau ohne weiteres junge, attraktive Boys und für Unternehmungen und Freizeitgestaltung hat sie einen Freundes- und Bekanntenkreis.
 
N

nachdenkliche

  • #32
Auch ich habe ja eine lange Fernbeziehung hinter mir und wäre innerhalb der ersten 3 Jahre zu ihm gezogen. Ich merkte mit den Jahren aber immer mehr, dass ich mir das immer weniger vorstellen konnte.
Was spricht denn dagegen in der gleichen Stadt jeder in seiner Wohnung zu leben..? Man kann sich sehen, so oft man es will, für mich ist das die ideale Lösung..
 
  • #33
Ich kenne das anders. Gerade Frauen wollen LAT. Nachweislich bedeutet für Frauen Zusammenziehen nur mehr Arbeit, deshalb wollen das viele nicht.
Ich hab das jahrelang gemacht und verstehe nicht, dass es Leute gibt, die glauben es wäre dann eine unverbindliche Beziehung. Ob man zusammen wohnt oder nicht, hat nichts mit der Verbindlichkeit der Beziehung zu tun. Mit meinem jetzigen Partner bin ich nur zusammen gezogen weil er beruflich viel unterwegs ist und nicht immer zu hause. w54
 
  • #34
Ich kenne beide Begriffe nur hier aus dem Forum und so wie ich es verstanden habe, sind es zwei völlig verschiedene Dinge.

Während meiner Mitlifecrisis war ich die Milf, die Typen waren jung ( max. 30 Jahre ) und attraktiv. Da hatte ich Freundschaft+-Beziehungen, solange das eben das richtige für mich war. Mit anderen Männern, also meinesgleichen hätte ich das nie gemacht.

Ich habe in jungen Jahren zweimal je einige Jahre mit einem Mann zusammen gelebt und ich sehe außerdem die vielen zusammen lebenden Paare um mich herum und weiß daher, dass ich das nicht mehr möchte.
Nach meiner Erfahrung wollen die Männer das immer und ich mußte ihnen schonend beibringen, dass sie nicht bei mir einziehen dürfen.
Mein jetziger Schatz hat selbst ein großes schönes Haus und dort außerdem alles, um an seinen Oldtimern rumzuschrauben.
Er will auf gar keinen Fall bei mir einziehen.
Ich bei ihm erst recht nicht.
Und so führen wir eine wunderbare LAT-Beziehung. Das kann meinetwegen ewig so weitergehen, ich finde es ideal.

w 48
 
  • #35
Lieber FS,

wenn es keine anderen Probleme gibt, darüber nachzusinnen, welche Beziehungsformen man leben möchte, dann ist es ja schon mal gut.
Probiere doch am besten alles aus, die Möglichkeiten hat man doch heute und schau, wie du dich dabei fühlst. Du solltest nur nicht vergessen, den anderen, den du für deine Beziehungskonstrukte benötigst, davon in Kenntnis zu setzen, damit sie/er auch die Wahl hat und entscheiden kann, ob man sie/er das möchte. Leider wird das meistens versehentlich immer vergessen. Ansonsten.......jeder kann und darf so sein, wie er will......
Ich bevorzuge noch die *konservative* Beziehung und kann sie mir leisten, weil frei von Ängsten und sonstigen psychischen Traumen. Ich habe den hohen Anspruch, Liebe zu leben.
 
P

Papillon

  • #36
Was für eine schreckliche Abkürzung dieses LAT....schade um unsere Sprache....aber hier würde mir die Ernsthaftigkeit der Beziehung fehlen. Langfristig zusammensein und eine Familie zu bilden, dass wäre für mich schön...ansonsten klingt das Modell sehr aufgeräumt und damit problemlos. Freundschaft + wäre für mich innerlich nicht nachvollziehbar. Aber andere denken anders. Teste es doch aus, aber sage es vorher der Frau und halte sie nicht, wenn sie mehr möchte.
 
  • #37
Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich jetzt annehmen, du setzt das gleich mit 'zusammenleben'.
Wir wissen aber doch sicher, dass es Menschen gibt, die
- sich lieben und zusammen leben
- sich nicht lieben und zusammen leben
- sich lieben und nicht zusammen leben
- sich nicht lieben und nicht zusammen leben
Es gibt keinen kausalen Zusammenhang.

w 48
 
  • #38
Ich selbst lebe die sagen wir einmal konservative Variante. Jedoch könnte ich mir auch diese LAT Geschichte vorstellen. Meistens scheitert es aber m.E. immer daran, wenn einer die konservative Variante zwingend leben möchte. Aber Grundsätzlich finde ich die Idee nicht wirklich schlecht oder verwerflich. Sollte ich noch einmal Single werden ( was ich nicht hoffe, aber man soll ja niemals nie sagen) dann, würde ich mich auch für so eine Variante Entscheiden. F+ ist nichts für mich. Ich möchte schon Wissen zu wem ich gehöre. Und zwar nur ich. Aber jedem das seine.
m44
 
  • #39
.....wenn ich überlegen müßte, welche Beziehungsformen ich wählen sollte und nicht wüßte welche, würde ich mich freiwillig einer Therapie unterziehen. Das hat für mich wenig damit zu tun, dass man die Liebe sucht, sondern Teilbereiche und Vorteile rauspicken und frei von Verantwortung sein möchte. Allein die Abkürzungen und Begriffe, die hier in Verbindung mit Beziehung und Liebe durch das Forum geistern, werden benutzt, um zu signalisieren, wie überaus wichtig man ist und sich bestens im Singlerestmüll auskennt und voll im Trend liegt. Eigentlich ein Wunder, dass noch keiner neue Marktlücken entdeckt hat, die genau darauf abstimmen, wie z.B. 2-Zimmerwohnungen mit Hintertürchen und dergleichen mehr.
 
  • #40
Welche Beziehungsform lebt Ihr oder möchtet Ihr leben?
Also wenn man keine gemeinsame Familie hat, gibt es auch keinen Grund, warum man unbedingt zusammenziehen muss. Für mich wäre der einzige Grund, dass man sich auch vieles an Geld spart, da in meiner Gegend eine Wohnung unter 2000€ utopisch ist, aber ansonsten finde ich gerade aufgrund meiner Kinder die Living.apart-together-Variante super!
Solange der Mann nicht nur zu mir kommt!
Ich hatte so eine Beziehung nämlich mit einem, der 8 Monate JEDES WE zu mir kam, ich war in der ganzen Zeit genau 3 mal bei ihm. Er hat nie eingekauft, er konnte nicht kochen, zum Essen eingeladen hat er mich auch selten. Auf sowas kann ich verzichten. Ich brauche keinen Mann als 3. Kind, der sich von mir bekochen lässt und danach noch Sex will.
Aber wenn jeder seinen eigenen Freiraum behält und man am WE trotzdem schöne Dinge miteinander unternimmt und gemeinsam ausgeht, fände ich LAT optimal.
Wenn es auf lange Zeit passt, reift evtl. sowieso der Wunsch von beiden, zusammenzuleben.
Aber zu viel Nähe killt ja auch oft das Sexleben. Insofern finde ich das keine schlechte Idee. ich mag sowieso lieber freiheitsliebende Männer. :)
Und ein gemeinsames Konto hatte ich noch nie, nicht mal in meiner Ehe!?
Geht auch keinen Mann was an, wofür ich mein Geld ausgebe.
Allerdings finde ich die Vorstellung auch schön, einen Menschen zu finden, ohne den man gar nicht mehr sein will.
Aber nach einer Ehe und mit 2 Kindern brauche ich auch manchmal Tage ganz alleine für mich!
 
  • #41
Vollzeitbeziehung, habe ich jetzt auch noch nie gehört. Klingt so anstrengend wie ein Vollzeitjob. Wenn man Beziehungen natürlich solche bedeutungsschwangeren Begriffe gibt hätte ich auch Angst.

Da klingt Living apart together schon unangestrengter. Für mich wäre das aber trotzdem nichts weil ich es für Rosinenpickerei halte. Aber jedem so wie es gefällt. Wenn für dich bis dato alle Modelle zu anstrengend waren muss du dich eben für die Light-Version entscheiden. Da werden sich sicherlich auch Frauen für finden.

Allerdings werden diese Modelle oftmals erst nach dem Beginn einer Beziehung verhandelt. Da wähnt man sich in einer normalen Beziehung und der andere sieht das eher als Freundschaft plus oder überlegt sich noch was der Situation jetzt angemessen wäre. Da bekomme ich persönlich immer die Krise, vor den Männern die vor ihrer eigenen Courage Angst haben.:)
 
  • #42
Ich dürfte offenbar keine derartig abschreckenden und einschränkenden Beziehungserfahrungen gemacht haben, sodass ich mir heute Gedanken wie der FS machen müsste. Über mangelnden Freiraum habe ich mich noch nie beklagen müssen oder Klagen gehört.

In Sachen Beziehung: Treue, Loyalität und Verantwortungsgefühl für den Partner sind sowieso Bedingung. Gemeinsam wohnen gern, sofern die Lebensarten zusammenpassen, es genug Platz für jeden gibt und es finanziell Sinn macht, auch hinsichtlich der Anreise wenn man sich gegenseitig besucht. So etwas entwickelt sich ohnedies.
Freundschaft+ ist für mich ein anderes Wort für Affäre, sonst nichts und hat mit Ersterem nichts zu tun.
 
M

Mooseba

  • #43
LAT hat eben den Vorteil, dass das Schlussmachen noch leichter ist. Deswegen bevorzugen das viele.
 
  • #44
Ich dürfte offenbar keine derartig abschreckenden und einschränkenden Beziehungserfahrungen gemacht haben, sodass ich mir heute Gedanken wie der FS machen müsste. Über mangelnden Freiraum
...das Erschreckende daran ist, dass der FS bisher wohl leider nicht auf die Idee gekommen ist, in sich zu gehen und zu reflektieren, warum er diese Erfahrungen gemacht hat und so wird er, egal für welche Beziehungsform er sich entscheidet, weiterhin diesen Virus verbreiten und das Herz anderer Menschen und auch seines zerbröseln. Dazu benötigt es keine blankgeputzten Glaskugel und hellseherischen Fähigkeiten.
 
  • #46
Da klingt Living apart together schon unangestrengter. Für mich wäre das aber trotzdem nichts weil ich es für Rosinenpickerei halte.
Das klingt jetzt fast so, als sei es etwas schlechtes, Rosinen zu picken.

Wir leben in einer Zeit des Wohlstands.
Die Zeiten, in denen das Gericht, mit dem billig die vielen Mäuler gestopft werden mußten zu 95 % aus widerlichem Getreidemampf bestand, dem 5 % Rosinen beigemengt wurden, sind vorbei.
Wir können, falls wir das wollen, nur die Rosinen essen.
Und darüber bin ich SEHR froh.

Übersetzung des Bilds:
Die Zeiten, in denen die Ehe vor allem aus Arbeit, Mühsal, Verzicht und Duldung bestand und in der man schon zufrieden war, wenn der Mann nicht soff, Geld verdiente und die Frau nebst Kindern nicht schlug und in der es 5% schöne Momente gab, sind vorbei.
Wir können, falls wir das wollen, nur die schönen Momente haben.
Und darüber bin ich SEHR froh.

Mein Freund und ich lieben und respektieren uns.
Jeder hat sein Haus, sein Konto, seine Behördengänge, seine Dreckwäsche und die Möbel, die ihm allein gefallen.
Er hat eine Putzfrau, ich mache meinen Dreck selbst weg.
Jeder entscheidet, wie er den Alltag meistert.
Keine Kompromisse nötig.
( 95 % widerlicher Haferschleim )
Am WE treffen wir uns und dann ist es zu 95% schön.
5%: ich bringe schon mal seinen Mülleimer raus oder nähe das Futter seiner Lederjacke, er zieht mir am Samstag die Winterreifen auf...
Es ist eine feste, verbindliche, monogame, harmonische Beziehung, obwohl wir nur Rosinen essen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

w 48
 
  • #47
Mein Freund und ich lieben und respektieren uns.
Jeder hat sein Haus, sein Konto, seine Behördengänge, seine Dreckwäsche und die Möbel, die ihm allein gefallen.
So haben wir das seit 2 Jahren auch. Es ist schön und momentan praktisch. Noch arbeiten wir, machen Dienstreisen, pflegen an zwei Abenden persönliche Freiräume (Sport und nicht kompatibles Hobby). In einer gemeinsamen Wohnung würden wir kaum mehr gemeinsame Zeit verbringen.

Ich musste meinen Horizont erst um diese Facette erweitern, ihm zuliebe. Manchmal fehlt mir etwas, das ich am besten als das Wir-Gefühl beschreiben kann. Jeden Morgen der gemeinsame Kaffee an der Küchentheke, das „drück dich“ am Abend. Mir fehlt’s und doch ist er es wert, dieses Thema nicht überzustrapazieren. Dennoch: Getrennt zusammen leben ist nicht das Selbe wie, „ich teile mein Leben mit dir“.

Wir sind um die 60. Er entscheidet gerne aus der Situation heraus. Ich brauche zumindest einen Plan B, denn perspektivisch wird sich unser Leben in den nächsten Jahren verändern.

Als Rentnerin möchte ich nicht alleine beim Frühstück sitzen und aus der Ferne an den ebenfalls frühstückenden Partner denken. Ich stelle mir meine 80-jährige Tante vor, die mit Rollator und Koffer mit dem Bus zum Bahnhof fährt, um ihn zu besuchen. Von dort mit dem Taxi zu ihm und das Ganze womöglich 3 Stockwerke hoch, ohne Aufzug. Wer krank wird braucht Fremde für Einkauf, Haushalt und um zum Arzt zu kommen. Zeit fürs Altersheim? Gemeinsam ginge es vielleicht noch einige Jahre im vertrauten Umfeld. Nach 20 Jahren LAT fehlt möglicherweise die Flexibilität, sich umzustellen. Nähe des anderen und die damit verbundene Einlassung sind Übungssache, Ungewohntes verkümmert. Auch daran denke ich, die große Freiheit hat nicht nur Sonnenseiten.

Für meine Situation sehe ich mittelfristig Optimierungsbedarf und seien es zwei getrennte Wohnungen im selben Haus.
 
  • #48
Ich vergeude meine Zeit auch gerade mit einen Mann der das LAT- Model bevorzugt.
Innerlich bin ich noch nicht trennungsbereit. Jedoch fehlt nicht mehr viel.
Ich habe es satt so oft alleine aufzuwachen ... ständig zu warten und dieser Unverbindlichkeit.
Das scheint wirklich nur etwas für Männer zu sein.
Der nächste Partner wird auf jeden Fall jünger sein - mit den älteren hatte ich bislang kein Glück!

W/ 42 (kinderlos)
 
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  • #49
Ich könnte mit LAT auch nichts anfangen. Einen Rückzugsraum im gemeinsamen Heim, ja. Vor allem mit der Möglichkeit, dass jeder im eigenen Bett schlafen kann, wenn er mal seinen Schlaf braucht.
 
  • #50
Ich kann nicht nachvollziehen, warum viele Geschlechtsgenossinnen so scharf aufs Zusammenwohnen sind. Bei Kinderwunsch sehe ich es noch ein, obwohl ich tatsächlich ein Paar kenne, das trotz gemeinsamen Kindern nicht zusammenziehen will.

Aber ohne Kinder? Was sind dann die Vorteile am Zusammenwohnen? Okay, in einer gemeinsamen Wohnung wäre bei medizinischen Notfällen jemand zur Stelle. Man spart auch ... Wege, Zeit, Geld. Und es ist jemand da, der Spinnen jagt oder Möbel aufbaut.

Praktische Gründe fürs Zusammenwohnen gibt es, zugegebenermaßen. Aber für viele Frauen scheint der Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung ja etwas zutiefst emotionales zu sein. Und da komme ich irgendwie nicht mit. Ich empfinde es als wohltuend, mein eigenes Territorium zu haben. Und für die Beziehungsqualität dürfte es eher förderlich sein, NICHT zusammenzuwohnen! Viele Beziehungen zerbrechen an banalen Alltagsproblemen, die bei getrennten Wohnungen gar nicht aufgetreten wären und über die zu streiten mir meine Zeit und v.a. der Mensch an meiner Seite zu schade wäre. Mit dem Mann meines Herzens will ich nicht über volle Mülleimer diskutieren, sondern die schönen Seiten des Lebens genießen. Was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass für mich gegenseitige Unterstützung in einer Beziehung nicht wichtig wäre. Das wäre sie sehr wohl - aber in wirklich wichtigen Dingen, nicht bei irgendwelchem Alltagsmist. Wozu eine schöne Beziehung mit solch banalem Kram belasten?

Freundschaft+ ist ein GANZ anderes Thema! Das sind i.d.R. halbherzige Arrangements zwischen Menschen, die einsam und sexuell unterversorgt, aber einander für ein festes Bekenntnis nicht gut genug sind. Sowas will ich nicht nochmal. Ich habe F+ in 2 Varianten erlebt: einmal war ich verliebt und hab mir mehr erhofft - das war denkbar demütigend und schmerzhaft. Ein anderes Mal war ich nicht verliebt und habe somit nicht gelitten - dafür hat mir der Sex auch nicht viel gegeben.

Nein, ich wünsche mir schon einen Mann, der JA zu mir sagt und zu dem auch ich aus vollem Herzen JA sagen kann.

Moderation: Chat entfernt.
 
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  • #51
LAT hat eben den Vorteil, dass das Schlussmachen noch leichter ist. Deswegen bevorzugen das viele.
Ich kenne ein Ehepaar, dass getrennt wohnt. Auch das gibt es.

Was mir an der Eingangsfrage nicht gefällt sind zwei Dinge:
1. Der FS nennt LAT und Freundschaft+ in einem Atemzug. Das sind zwei völlig unterschiedliche Beziehungskonzepte. Was sucht er den nun eigentlich wirklich?
2. Er tut, als wäre mit den Frauen etwas falsch. Es kann doch jetzt echt nicht sein, dass seine Beziehungsideen sich nicht durchsetzen! ....sowasaberauch.... ;)

Frauen haben ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Pläne. Wenn die Frauen nicht anbeißen, dann liegt es in ihren Augen wahrscheinlich an der Attraktivität des Angebots.
 
  • #52
LAT hat eben den Vorteil, dass das Schlussmachen noch leichter ist. Deswegen bevorzugen das viele.
Deswegen bevorzugen das alle, die unfähig sind, eine Beziehung zu führen, zu entwickeln, Kompromisse mit dem Partner auszuhandeln, sich mal zurücknehmen zu können, innere Verpflichtungen eingehen wollen usw. Das sind die Gründe, warum ich keinerlei Wert auf einen Menschen mit solchen Partnerschaftsunfähigkeiten leg. Dann doch besser gleich eine klare Ausspache: Affäre, aus der man sich fix verabschieden kann.

.... egal für welche Beziehungsform er sich entscheidet, weiterhin diesen Virus verbreiten und das Herz anderer Menschen und auch seines zerbröseln.
Exactly. Darum wollen im RL so Wenige und hier, wo sich so viele Beziehungsgeschädigte finden, wird das Modell gehypt.
Fakt ist: man liest sehr oft von Männern, dass sie es wollen, aber offensichtlich die Frauen dafür nicht finden.
Ein Mann mit dem Wunsch nach dieser Lebensform hat dafür Gründe, s.o., hat nie eine zufriedenstellende Beziehung führen können, weil er es nicht kann. Deswegen will ich keine Männer, die LAT wollen, mit denen bekäme ich nur (Beziehungs-)Probleme.

Ich bevorzuge noch die *konservative* Beziehung und kann sie mir leisten, weil frei von Ängsten und sonstigen psychischen Traumen.
Da ist was dran. Ich höre auch nur von Menschen, dass sie LAT wollen, weil sie vorher so schlechte Erfahrungen mit engeren Beziehungen gemacht haben, d.h. reichliche soziale Defizite im Zusammensein mit anderen haben.
Eine Beziehung mit jemandem, der so einen Rattenschwanz an negativen Erfahrungen hinter sich herzieht und den neuen Partner unter Generalverdacht stellt, genauso zu sein, wie die "Schlechten" aus seiner Vergangenheit, hat seine gescheiterten Beziehungen nicht aufgearbeitet, außer Vermeidung nichts draus gelernt, was ich nicht als Lernerfolg bezeichnen würde. Erst recht hat er nicht gelernt sein eigenes beziehungsschädliches Verhalten zu erkennen und zu ändern - ist also auch kein Mensch, mit dem ich eine Beziehung wollte.
 
  • #53
Manchmal fehlt mir etwas, das ich am besten als das Wir-Gefühl beschreiben kann. Jeden Morgen der gemeinsame Kaffee an der Küchentheke, das „drück dich“ am Abend.
Manchmal fehlt mir etwas, das ich am besten als das Wir-Gefühl beschreiben kann. Jeden Morgen der gemeinsame Kaffee an der Küchentheke, das „drück dich“ am Abend.
Genauso habe ich auch die ungewollte Fernbeziehung erlebt und festgestellt, dass das Getrenntleben auf Dauer nichts für mich ist, egal ob FB oder LAT.
Eine Partnerschaft kann ich nur mit dem Menschen haben, neben dem ich morgens auch aufwachen will und mit dem ich ohne Reibungen durch den Alltag komme. Wenn ich das nicht möglich ist, dann ist es der falsche Mann und dann brauche ich nicht LAT sondern einen anderen Partner.

Viele Beziehungen zerbrechen an banalen Alltagsproblemen, die bei getrennten Wohnungen gar nicht aufgetreten wären.....
Mit dem Mann meines Herzens will ich nicht über volle Mülleimer diskutieren, sondern die schönen Seiten des Lebens genießen.... ......Was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass für mich gegenseitige Unterstützung in einer Beziehung nicht wichtig wäre.
Für mich gehört das Profane des Alltags, allerdings auf ausreichend Wohnraum zum Zusammenleben dazu. Ich war sehr lange verheiratet und habe davor mit 2 Männern zusammengelebt. Fragestellungen wie Müll runterbringen o.ä gab es nie, uns verband wirklich was anderes.
An solchen sozialen Unverträglichkeiten ist bei mir nie eine Beziehung gescheitert, sondern es gab wichtige Themen, in dneen es nicht passte.
Du glaubst wirklich daran, dass 2 Menschen sich in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen, bei denen eine Beziehung an der Diskussion um den vollen Mülleimer scheitert? - neverever.
Wie Mooseba oben schreibt: LAT machen Menschen, damit sie schnell bei Problemen verschwinden/auf Tauchstation gehen können.


Meine Meinung und das praktiziere ich auch. Jeder andere kann leben wie er will. Es wird auf Dauer nicht funktionieren, wenn beide nicht die gleiche Lebensform wollen, sich einer anpasst, damit die Beziehung überhaupt erst zustande kommt.
 
N

nachdenkliche

  • #54
Liebe @Andriana ,ich bin ganz Deiner Meinung. Viele denken aber, dass genau dieser blöde Alltag , Mülleimer, Regale zusammen bauen usw. ist, der für eine reife Beziehung wichtig ist. Nur wenn man dieses alles schafft als Paar und sich nach Jahren dann noch leidenschaftlich liebt (ich drücke das mal über trieben aus), hat man gute Arbeit geleistet. Nur dann ist es eine reife Beziehung.
Ich brauche das alles nicht mehr, weil schon durchlebt. Für mich ist eine verbindliche Beziehung auch in zwei getrennten Wohnungen möglich.
 
N

nachdenkliche

  • #55
Genauso habe ich auch die ungewollte Fernbeziehung erlebt und festgestellt, dass das Getrenntleben auf Dauer nichts für mich ist, egal ob FB oder LAT.
Eine Partnerschaft kann ich nur mit dem Menschen haben, neben dem ich morgens auch aufwachen will und mit dem ich ohne Reibungen durch den Alltag komme. Wenn ich das nicht möglich ist, dann ist es der falsche Mann und dann brauche ich nicht LAT sondern einen anderen Partner.


Für mich gehört das Profane des Alltags, allerdings auf ausreichend Wohnraum zum Zusammenleben dazu. Ich war sehr lange verheiratet und habe davor mit 2 Männern zusammengelebt. Fragestellungen wie Müll runterbringen o.ä gab es nie, uns verband wirklich was anderes.
An solchen sozialen Unverträglichkeiten ist bei mir nie eine Beziehung gescheitert, sondern es gab wichtige Themen, in dneen es nicht passte.
Du glaubst wirklich daran, dass 2 Menschen sich in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen, bei denen eine Beziehung an der Diskussion um den vollen Mülleimer scheitert? - neverever.
Wie Mooseba oben schreibt: LAT machen Menschen, damit sie schnell bei Problemen verschwinden/auf Tauchstation gehen können.


Meine Meinung und das praktiziere ich auch. Jeder andere kann leben wie er will. Es wird auf Dauer nicht funktionieren, wenn beide nicht die gleiche Lebensform wollen, sich einer anpasst, damit die Beziehung überhaupt erst zustande kommt.
Was eine Fernbeziehung betrifft, bin ich allerdings Deiner Meinung. Nach ca. 3 Jahren fühlte ich mich wie am langen Arm verhungert. Ich nahm tatsächlich sehr ab. Und das tut ein glücklicher Mensch einfach nicht.
Wir hätten konkrete Pläne schmieden müssen, haben es aber nicht mehr getan und einfach so weiter laufen lassen.
Ich merkte mehr und mehr, dass wir zu verschieden sind und jeder für sich schon zu lange allein gelebt hat.
Jetzt bin ich schlicht zu "alt" dafür. Bin aber ohne Groll deswegen.
 
  • #56
Da ist was dran. Ich höre auch nur von Menschen, dass sie LAT wollen, weil sie vorher so schlechte Erfahrungen mit engeren Beziehungen gemacht haben, d.h. reichliche soziale Defizite im Zusammensein mit anderen haben.
Ich seh es genau umgekehrt. In jungen Jahren hat das Zusammenwohnen einen großen Reiz: von zu Hause wegkommen, einen eigenen kleinen Haushalt haben, "erwachsensein" spielen.... dann kommen die Kinderjahre, wo es ganz natürlich ist, und dann kommen die Luxusjahre, wo man es sich aussuchen kann: Ruhe haben wollen, die Wohnung genau so haben wollen, wie man will, keinen Alltagsstreß, nur die Rosinen...
Warum sollte das ein Zeichen für ein soziales Defizit sein, wenn ich genau weiß, wer ich bin, was ich will, und was ich nicht will? Ich sehe es als Zeichen von Reife, und wie gesagt, Luxus, weil es natürlich auch nur ohne finanzielle Restriktionen funktioniert. Aber auch emotionalen Luxus: ich darf so sein, wie ich bin.
 
  • #57
Ruhe haben wollen, die Wohnung genau so haben wollen, wie man will, keinen Alltagsstreß, nur die Rosinen...
Warum sollte das ein Zeichen für ein soziales Defizit sein, wenn ich genau weiß, wer ich bin, was ich will, und was ich nicht will? Ich sehe es als Zeichen von Reife, und wie gesagt, Luxus, weil es natürlich auch nur ohne finanzielle Restriktionen funktioniert. Aber auch emotionalen Luxus: ich darf so sein, wie ich bin.
Jatzt habe ich aber doch ein dickes Fragezeichen vor der Stirn.

Weshalb kann ich nicht so sein, wie ich bin, nur weil der Mann und ich zusammen leben?

Ok, ich kann nicht jede Tour fahren, auf die ich Lust hätte. Aber das könnte ich ohnehin nicht.
a) kann ich mal krank sein b) kann das Wetter grausam sein c) habe ich einen Job d) kann einmal eine soziale Verpflichtung gegenüber Partner, Kindern, Eltern, Freunden dazwischen kommen.

Und das kann passieren, wenn ich alleine lebe - und genau so, wenn wir zusammen leben. Wo ist der Unterschied? Seitdem wir zusammen leben, gibt es weniger Reibungsfläche. Wenn ich arbeiten muss, muss ich nicht Rücksicht auf den gemeinsamen Abend nehmen - ich arbeite eben einfach und danach trinken wir noch einen Schluck und verschwinden kuschelnd unter der Decke.

Es gibt viel weniger Wegezeiten, es fehlen nicht Dinge, die in der anderen Wohnung sind, wir müssen uns nicht ohne Ende abstimmen.

Wenn ich den Mann nicht rundum gut finden würde, wäre ich sehr für LAT, weil ich dann Auszeiten bräuchte und mein eigenes Leben doch noch sehr im Focus stehen würde. Wenn jedoch alles passt, fühlt man sich aufgehoben und kann gleichzeitig Alles tun, was wichtig ist, unterstützt sich gegenseitig und gewinnt dadurch noch Zeit für Alleingänge und Gemeinsamkeiten.

Wo, bitte, ist das Problem?
 
  • #58
Die vielen Beziehungsmöglichkeiten mit Hintertürchen und Unverbindlichkeiten wären für mich entsetzlich langweilig. Ich möchte wachsen und mich ausdehnen. Ich möchte mich entdecken, meine Facetten, die ich vielleicht noch gar nicht kenne, möchte was erschaffen, möchte mich schenken......Niemals könnte ich das in einer Beziehung wo ich mich nicht komplett einlassen kann, mit allem was dazugehört, inklusive Mülleimer, Schmutzwäsche, Finger in der Nase und dergleichen mehr, erleben und ausleben.
Diese ganzen zwanghaften Beziehungsmodelle, in die sich die meisten hineinpressen, weil sie schließlich autark sein wollen, unabhängig und soooo klasse......haben alle eines gemeinsam. Sie fallen in sich zusammen und es entsteht Leere. Liebe läßt sich nicht dosieren und Sex und Liebe läßt sich auch nicht dauerhaft und beständig trennen. Es ist für mich immer wieder rätselhaft, wie man sich seelisch so vermüllen kann.

Eine junge Rechtsanwältin, 36 Jahre alt, sehr hübsch und attraktiv, gab neulich bei einem Gespräch zum Besten, dass sie, wenn sie mit einem Mann zusammenleben würde, niemals seine Wäsche mit ihrer zusammen waschen würde und auf getrennte Waschvorgänge bestehen würde. Das sagt doch alles aus und mich wundert es nicht mehr, warum dieses hübsche Wesen bisher nur eine mehrjährige Affäre leben konnte.
 
N

nachdenkliche

  • #59
Da gibt es kein Problem! Warum verstehen hier einige nicht, dass LAT für manche Frauen genau das richtige ist und für andere Frauen eben nicht ! Wo ist da das Problem? Weder die eine noch die andere Form einer Beziehung ist falsch. Das muss jeder schon für sich alleine entscheiden, oder? Wem tue ich damit denn weh? Wenn ich einen Partner finde, der genauso tickt (LAT), ist doch alles okay! Ich sage ja auch nicht, dass Menschen bzw Paare, die lieber in einer Wohnung zusammen leben, Probleme mit dem Alleinsein haben und klammern. Genauso möchte ich nicht als beziehungsgestört bezeichnet werden, wenn ich lieber in meiner eigenen Wohnung leben möchte.
Ans hohe Alter mit Rollator und Seniorenheim denke ich ja gar nicht! Wer weiß, ob ich überhaupt so alt werde. Erstrebenswert ist das eher nicht.
 
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N

nachdenkliche

  • #60
Eine junge Rechtsanwältin, 36 Jahre alt, sehr hübsch und attraktiv, gab neulich bei einem Gespräch zum Besten, dass sie, wenn sie mit einem Mann zusammenleben würde, niemals seine Wäsche mit ihrer zusammen waschen würde und auf getrennte Waschvorgänge bestehen würde. Das sagt doch alles aus und mich wundert es nicht mehr, warum dieses hübsche Wesen bisher nur eine mehrjährige Affäre leben konnte.
Aha, und dieses Beispiel willst Du jetzt allen LAT Anhängern aufdrücken? Dagegen muss ich Einspruch einlegen! Das ist ziemlich krass und hat mit Liebe nichts zu tun! Für mich ist Ein Paar, welches jeder in seiner Wohnung lebt, NICHT Freundschaft+. Für mich ist das eins von vielen Beziehungsmodellen mit gegenseitiger Treue und regelmäßigem Sehen und gemeinsamen Wäschewaschen in EINEM Waschgang.
 
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