• #1

Latente Homophobie oder ganz normales männliches Empfinden?

Ein Freund von mir hat mir gerade erzählt, dass er ein Problem mit einem schwulen Mannschaftskameraden in seinem Fussballverein hat. Er findet es einfach persönlich als sehr unangenehm, von einem schwulen als potentielles Sexobjekt wahrgenommen und nackt unter der Dusche betrachtet zu werden. Er würde ja auch nicht nackt vor irgendwelchen Frauen duschen und das gleiche Argument müsse ja wohl für schwule Kameraden gelten.

Frage an die Männer: Seht Ihr das auch so oder könnt Ihr das zumindest nachfühlen? Fühlt es sich anders an, von einem schwulen Mann nackt betrachtet zu werden als von einem heterosexuellen Mannschaftskameraden?

Bitte seid ehrlich! Es geht um Eure innersten Gefühle, nicht darum, was politisch korrekt oder realistisch durchsetzbar wäre.

(Als Frau kann ich sagen, dass mich eine Lesbe in der Dusche nicht stört. Ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Es geht hier also ausnahmsweise wirklich mal nur um die Männer.)
 
  • #2
Viele Männer sind da ganz furchtbar ängstlich. Insofern ist es beides: Normales männliches Empfinden und latente Homphobie. Ich glaube, das hat damit zu tun, daß sie ihre Art, sich Sexobjekten (in dem Fall Frauen) zu nähern, auf den schwulen Mann projizieren: Glotzen und womöglich Phantasien haben. Auch wenn der sich für Heteroä...e garnicht interessiert.
Aber ich bin sehr gespannt auf die Antworten der Männer.
 
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  • #3
Auch wenn es eine theoretische Situation ist, kann ich in mir kein Unwohlsein bei der geschilderten Vorstellung spüren. Ich glaube ich wäre sogar geschmeichelt, wenn ein schwuler Mann meinen Körper als Sexobjekt empfinden würde - zumindest habe ich im Umgang mit schwulen Freunden immer sehr humorig mit den Thema umgehen können.

Ich behaupte ich bin mir meiner eigenen Sexualität bewusst genug, um zu akzeptieren, dass andere ihre eigene Sexualität haben.

Ich denke aber auch, dass es nicht unbedingt homophob sein muss, wenn man nicht so fühlt. Ich gehe davon aus, dass die meisten Männer die wenig mit dem Thema in Berührung gekommen sind, eher eine Unsicherheit im Umgang damit führen, als eine gezielte Angst.

(m39)
 
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  • #4
Herrlich, und soll sein schwuler Mannschaftskamerad jetzt zu den Damen zum Duschen gehen? Diese betrachtet er ja dann nicht als Sexobjekt.

Spaß beiseite, ich (hetero) hatte vor ca. 10 Jahren eine WG mit einem Schwulen. Wir haben absolut gut WG-technisch harmoniert. Hier aber jetzt mal zwei Beispiele die auch mich damals "gestört" haben. Dazu muss man voranführen, dass wir natürlich auch über die "Objekte unserer Begierde" ab und an gesprochen haben.

1. Ich wusste das er auf sehr stark behaarte Männer steht (was ich bin). Eines Abends nach dem Duschen - ich in meinem kurzen Schlafpyjama - wir quatschen noch ein bisschen in der Küche. Naja, sein Blick ruhte m.E. ein bisschen seeehhhrr lange auf meinen beharrten Beine. Habe es mir nicht anmerken lassen, aber empfand ich es als unangenehm? Ja klar.

2. Wir beide abends am WE auch mal ausgegangen, natürlich auch mal in Schwulenkneipen. Tja, und wenn dann halt auch Männer ein Auge auf dich werfen - also ich empfand jetzt beides nicht als schrecklich, die Männer waren ja schnell abserviert - aber eben doch als unangenehm.

Warum? Ganz einfach, weil ich sexuell eben auf Frauen stehe und ungern von Männern als Sexobjekt wahrgenommen werden möchte.

Da ist keine irgendwie geartete Angst das ich schwul werden könnte oder eine grundsätzliche Abneigung gegenüber Schwulen, es ist in solchen Fällen tatsächlich einfach mein Empfinden gewesen, eben ein Unangenehmes.
 
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  • #5
Ich (w) hab einmal einen sehr interessanten Artikel eines Psychiaters darüber gelesen. Er (hetero) vertrat die Ansicht, dass diese Homophobie bei Männern der zweifachen und widersprüchlichen Angst entspringen würde, 1. dem Mann zu gefallen und 2. dem Mann nicht zu gefallen. Dem Mann nicht gefallen möchte man aus Angst, über eine homoerotische Ausstrahlung zu verfügen. Gefallen möchte man ihm, weil man eben doch möglichst sexuell attraktiv sein möchte.

Ich finde die Argumentation deines Freundes insofern sehr eigenartig, weil nicht einmal ich als Frau ein Problem damit hätte, von Männern nackt gesehen zu werden. Ich bin generell nicht der Typ, der sich gerne halböffentlich nackt zeigt, aber wenn, wäre mir das Geschlecht eigentlich egal.

Aus eigener Erfahrung mit Männern muss ich deine Eingangsfrage auch mit "Homophobie" beantworten. Jeder Mann, mit dem ich über diese Themen gesprochen hatte und der ähnliches berichtet hatte wie du (ok, waren keine Massen, aber immerhin 6), war auch ansonsten homophob eingestellt.
 
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  • #6
Gerade im Bereich Fußballverein ist der Anteil der Männer, die in diesen Dingen eher konservativ denken, höher als im Rest der Gesellschaft, schließlich ist es ja ein klassischer Männerzirkel. Nicht umsonst weiß man (ich jedenfalls) von keinem einzigen schwulen Profifußballer, obwohl es die sicherlich gibt. Wenn sich aber einer outen würde, dann wäre das vermutlich das Ende seiner Karriere.

Ich persönlich habe damit kein Problem. Ich habe auch schwule Bekannte, mit denen ich zwar noch nicht geduscht habe, aber das wäre nichts, was mich abschrecken würde. Dafür ist das Bild vom "Schwulen in der Dusche" einfach zu abgedroschen und billig. Das hat so was von "Heb' doch mal die Seife auf".

In der Sauna dusche ich ja auch nackt mit irgendwelchen Frauen und denke mir nichts dabei. Ich habe mir bislang keine Gedanken darüber gemacht, ob irgendeiner der Männer, mit denen ich dusche, schwul sein könnte. Es ist aber ein interessanter Gedanke, denn ich würde schon gerne erfahren, wie die Situation aus dem Blickwinkel eines schwulen Mannes aussieht, genauso, wie ich gerne manchmal in den Kopf einer Frau sehen würde, da ich als heterosexueller Mann ja nicht genau verstehen kann, was sie an Männern sexuell reizt. Aber das ist rein intellektueller Natur und meiner Neugier geschuldet.
 
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  • #7
Ja, das kann ich teilen.

Bei mir ist der Gedanke, dass mir ein Mann zu nahe kommen könnte widerlich. Und dieses Gefühl wird nicht nur in Gedanken erzeugt, bei der Vorstellung er würde mich berühren, sondern eben schon dabei, wenn er mich ansehen würde (mit anderen Gedanken als üblich). Derzeit bin ich ungebunden, daher macht mir derselbe Gedanke bei einer Frau zunächst einmal nicht dieselben unangenehmen Gefühle.

Wenn ich das von einem Mann weiß, wäre es mir unangenehm. Dabei ist klar, wenn ich es nicht weiß, kann es aber trotzdem passieren. Aber darum mache ich mir dann halt weniger einen Kopf/da mache ich mich nun nicht verrückt.

Ich selbst habe auch ein paar Schwule im Umfeld Arbeit und Freizeit, aber angezogen, macht mir das überhaupt nichts aus.

@4: Die Begründung des Psychiaters zu 2. lautet zusammengefasst: die Homophobie entspringt der Angst homoerotisch zu wirken. Ich kann nicht erkennen, was daran per se spezifisch für Männer ist. Diese Begründung könnte genauso für Frauen gelten.

Wer nun anführen, will, dass Männer halt per se homophob sind, führt die Begründung nur ins Absurde zu einer Tautologie, die dann lautet: Männer sind homophob, weil sie halt homophob sind. Das wäre keine wirkliche Erklärung und Erkenntnis mehr. Dies ist also kein gutes Argument und es bleibt die Schlussfolgerung, dass das Argument 2 für beide Geschlechter gelten könnte und nicht erklärt, warum es nur für Männer gelten sollte. Also ist die Erklärung des Psychiaters interessant aber nicht geschlechtsspezifisch, wie er wohl annahm. Ähnliches gilt genauso für Argument 1.
 
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  • #8
Niemals (!) würde ich mit einem Schwulen eine Gemeinschaftsdusche teilen.

Ein Schwuler hat bei Männern nichts zu suchen.

Ich kenne ein paar, die früher verheiratet waren und heute schwul sind - für mich ein Fall für den Psycho, denn da hat ja vorher schon etwas nicht gestimmt.

Ich lasse mir nicht mal von einm männlichen Frisör die Haare schneiden oder gar waschen - ein absolutes NO GO.


m, 50
 
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  • #9
#4: Er meinte nicht, dass alle Männer homophob seien. Er meinte nur, dass jene, die homophob sind, es aus diesen Gründen sind. Warum Frauen diese Probleme generell nicht haben, weiß ich nicht. Aber es ist ja auch kein Geheimnis, dass homosexuellen Frauen deutlich weniger Vorurteile und Abneigung entgegen schlagen als gleichgeschlechtlich liebenden Männern.

Ich persönlich sehe es als eine von vielen Ängsten vor dem Fremden. Ich bin mir sicher, dass der Anteil der Homophoben höher ist unter jenen Personen, die sich generell mit Veränderungen und dem Fremden schwertun, sprich unter Konservativen.
 
  • #10
Schon mal an dieser Stelle großen Dank an die ehrlichen und seriösen Kommentare -- das ist bei solchen brisanten Themen nicht selbstverständlich und ich finde das Niveau hier großartig, ganz egal in welche Richtung eine Antwort jeweils tendiert. Weiter so!
 
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  • #11
homosexuellen Frauen deutlich weniger Vorurteile und Abneigung entgegen schlagen als gleichgeschlechtlich liebenden Männern.

Der Grund ist meiner Meinung nach ganz klar: von Frauen wird keine (sexuelle) Gewalt erwartet bzw. für möglich gehalten. - Von Männern schon. Männer = körperlich stärker, durch Testosteron aggressiver, triebgesteuerter, penetrierend. = Gefahrenpotential

Es geht meiner Meinung nach also nicht primär um die Gleichgeschlechtigkeit, sondern, dass lüstern-gebannte Blicke von (vor allem von alkoholisierten) Männern unangenehm oder je nach Situation auch bedrohlich wirken können. Auf Frauen, wie auch auf Männer.

Den selben lüsternen Blicken von Frauen wird nicht so viel Gefahrenpotential beigemessen. Da geht man und frau eher davon aus: was soll schon passieren - viel mehr als mich anfassen und streicheln kann sie mir nicht antun. ;)

w26
 
  • #12
Wenn sich ein schwuler mann, normal verhält und einem seine sexuelle Neigung nicht spüren lässt, ist er mir ziemlich egal. In wirklichkeit weiß man ja auch gar nicht mit wieviel Schwulen man schon trainiert und geduscht hat.
Wenn man es allerdings von einem weiß, dann werden viele dinge unangenehm, die bei einem normalen Mann gar nicht wahrgenommen werden, vor allem Berührungen, körperliche Nähe, Blicke und Gesten. Da sind viele Dinge mit denen man normal Witze macht plötzlich ernst.

Eine Frau wird die Abneigung von Männern gegenüber schwulen nie verstehen können, weil es für sie normal ist penetriert zu werden. Für einen Mann ist das allerdings das erniedrigenste, was man mit ihm antun kann. Auch im Tiereich bespringen Männchen sich gegenseitig oft nur um das andere Männchen zu unterwerfen.
Für einen Mann ist das im normalfall nur ekelhaft. Es ist eher abnormal, wenn es einem Mann nicht unangenehm ist, sei es durch seine persönliche neigung in diese Richtung oder einfach durch gesellschaftliche Konditionierung. Heute hat ja jeder Film und jede Serie seinen Quotenschwulen.
 
  • #13
Weder noch

Ich weiss nicht wieso Dein Kumpel sich dabei unwohl fühlt, ich hab damit kein Problem. Vielleicht liegts ja am Kopfkino, wenn Du das natürlich am laufen hast bin ich mir recht sicher dass da dann fast alle Hetero-jungs unbehagen verspüren. Solange sich derjenige normal verhält ist es mir egal. Ist ja im Duschzelt nach dem Marathon nicht anders- natürlich ist da auch der eine oder andere Schwule dabei. unwohl dabei gefühlt hab ich mich dabei nie, nichtmal in Köln.

Aber es ist ja auch kein Geheimnis, dass homosexuellen Frauen deutlich weniger Vorurteile und Abneigung entgegen schlagen als gleichgeschlechtlich liebenden Männern.
Das kann ich Dir erklären: Der homo-sex bei Frauen weicht technisch nicht allzusehr vom Hetero-sex ab. Bei dem Schwulen Jungs aber schon-deshalb ist da das Kopfkino, na ja, etwas gruselig.
 
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  • #14
Ich sehe das so wie #10. Das hat sie als Frau ganz gut beschrieben. Scheinbar empfinden Frauen und Männer ähnlich gegenüber Fremden. Dabei geht es, denke ich, nicht vordergründig um die Angst vor Schwulen, sondern um die Kontrolle der Situation. Ich begebe mich ungern ungeschützt (nackt) in Situationen die ich nicht als 100% sicher empfinde.

Es ist doch so, niemand wird gerne wider Willen als sexuelles Lustobjekt wahrgenommen, ganz gleich ob Mann oder Frau. Und klar habe ich auch als Mann Respekt anderen Männern gegenüber, vor ihrer Physis, vor ihrer Entschlossenheit ihren Willen durchzusetzen, und vor ihrer Agressivität die sie bisweilen dabei an den Tag legen. Es geht darum andere Männer richtig einzuschätzen und keine Situationen zu schaffen die eskalieren könnten. Deshalb versuche ich auch nicht Schwule mit meiner Nacktheit zu reizen und präsentiere ich mich nicht als potentieller Geschlechtspartner. Somit würde ich auch niemals mit Schwulen gemeinsam duschen.

Wenn jetzt die Situation eintreten würde, dass jemand sich als schwul outet mit dem ich schon 1000x unter der Dusche gestanden bin, dann würde mir ein eiskalter Schauer über den Rücken laufen - ich hätte schlicht und einfach diesen Menschen in einer wichtigen Facette schon immer falsch eingeschätzt, ein Fehler, der zum Glück keine Konsequenzen hatte, aber ich würde nie wieder freiwillig mit diesem Mann duschen.
 
  • #15
gast nr . 10 hat es recht gut getroffen, finde ich..

Ich habe gestern im Bus zufaellig ein paar Maedchen gesehen die sich aneinander kuschelten, rein freundschaftlch nehme ich an, denn sie waren sehr jung und es war frueh und kalt. Ein solches verhalten wuerde bei jungens schnell als sehr unmaennlich gelten. Mann und Mann ist eher Mann "gegen" Mann und schon garnicht zaertlich. das sitzt bei den meisten tief drin und wird sich wohl auch nicht aendern da der Mann schon immer gleichzeitig ein "Gefahrenpotential" war.

Mir persoehnlich ist es egal ob mich ein Mann oder eine Frau attraktiv findet, ich empfinde es als kompliment und bedanke mich in beiden Faellen und lehne in beiden Faellen weitergehendes hoeflich ab. (es sei denn die Frau interessiert mich UND ich bin solo)
 
  • #16
@13
ähhh....
Deshalb versuche ich auch nicht Schwule mit meiner Nacktheit zu reizen und präsentiere ich mich nicht als potentieller Geschlechtspartner

wenn das für Dich auch für Frauen gilt ist es ok, wenn nicht find ichs seltsam. Also mein Verständnis einer Dusche ist Körperreinigung, nicht die präsentation als potentieller Geschlechtspartner. Der Gedanke ist mir weder in einer gemischten Sauna noch bei der Dusche danach gekommen. Und schon gar nicht nach dem Sport.
 
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  • #17
@#15

Kalle, schwule Männer stehen körperlich auf andere Männer, ok? Dabei ist es vollkommen egal erstmal, ob der Andere auch schwul ist oder nicht.
Gedankengängen könnten z.B. sein: "Hmmm, schade dass das ne' Hete ist ... mit so einem Ding und so einem Knackarsch".

Und diesen potentiellen Gedankengang würdest du nicht als unangenehm empfinden, dass kann ich fast nicht glauben?

Genauso sehe ich ja auch einer Frau, die ich sexuell interessant finde, erstmal nicht an ob sie eine Lesbe ist oder nicht. Und dennoch könnte diese Lesbe es als unangenehm empfinden dass ich sie praktisch "mit den Augen aufesse".

Ich geben dir natürlich vollkommen recht dass es bestimmte Bereiche gibt, wo Erwachsene an alles andere als an Sex denken und auch denken sollten. Und ich unterstelle auch nicht das schwule Männer immer irgendwelche Hintergedanken haben.
Aber könnten sie welche haben? Ja, natürlich - genauso wie Hetenmänner die tollsten Gedanken bekommen könnten beim Anblick einer nackten Frau in der Sauna, was diese Dame wahrscheinlich auch als unangenehm empfinden würde.
 
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  • #18
Unter der Vereinsdusche, in der Sauna oder beim Sonnenbaden ist es nicht Ziel sich sexuell zu präsentieren.

Und dennoch nimmt man immer sehr wohl wahr wer attraktiv ist und wer nicht, auch ohne dem anderen etwas wegzuschaun. Zumindest mir geht es so, ein flüchtiger Rundumblick reicht völlig um zu registrieren wer alles anwesend ist, es würde mich schwer wundern wenn das bei andern so völlig anders ist.
 
  • #19
@16
Gedankengängen könnten z.B. sein: "Hmmm, schade dass das ne' Hete ist ... mit so einem Ding und so einem Knackarsch".

Und diesen potentiellen Gedankengang würdest du nicht als unangenehm empfinden, dass kann ich fast nicht glauben
Ich sagte ja, das Kopfkino machts da aus. ich bin nunmal keiner der versucht sich vorzustellen was im Kopf des Herren unter der Dusche neben mir so vorgeht. In der situation im Duschzelt nach dem Marathon hab ich anderes im kopf- zum Beispiel die Seife nicht fallenzulassen (Nein nicht wegen des Herrn neben mir sondern weil ich Sie wieder aufheben müsste was nach 42,2km nicht mehr ganz so geschmeidig geht...)

Solange er mich also nicht anmacht, antatscht oder lüstern anguckt ist es mir völlig Banane was in seinem Kopf vorgehen mag.
 
  • #20
Das ist wohl eher ein reines Männerproblem. Ich kenne nicht eine einzige Frau, der es unangenehm ist mit einer lesbischen Frau die Dusche zu benutzten. Einige Ausführungen von Männern hier finde ich abstrus. Schwule Männer dürfen keine Männerduschen benutzten. Also wer da Psycho ist wird doch bei solchen aussagen mehr als deutlich.
 
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  • #21
Ich würde darüber wenige Gedanken verlieren. Ich bin in Bezug auf Sexualität recht ungezwungen - und was in anderer Leute Köpfen vorgeht, berührt mich nicht.

Ich würde auch nicht davon ausgehen von einem schwulen Mitbürger unter der Dusche angefallen zu werden. Das sind normale Menschen mit denselben ethischen und moralischen Grundsätzen wie alle anderen auch.

Ich finde es schon bedenklich, wo die Gedanken manch anderer Männer hier hingehen. Allerdings schaden sie nur sich selbst, also jedem das seine.
 
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  • #22
Latente Homophobie IST ganz normales männliches Empfinden.
Hat mir der geschlechtsspezifischen Sozialisation der Männer zu tun.
 
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