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Gast

  • #1

Lebenskrise, arbeiten nach heftigem Rosenkrieg...was tun

Also meine Frau hat sich von mir getrennt im Januar. Sie hat alles genau durchplant. Meine Klamotten hat sie in Müllsäcke vor die Türe gestellt. Ich hab fast nix aus unsere Wohnung mitgenommen. Sie hat mir die Kinder nicht geben wollen. 1,5 J und 3 J. Sie hat behauptet ich hätte ihr angedroht sie umzubringen und ich musste lange zum Kinderschutz um die Kids zu sehen. Ich musste den Umgang einklagen. Jetzt habe ich alle 2 Wochen Sonntags die Kinder und ich hab von meinem Geld was ich verdiene eh nix mehr. Aber das ist egal. Viel schlimmer ist, dass ich keine Perspektive mehr habe und keinen Sinn mehr drin sehe mich zur Arbeit zu quälen. Ich arbeite dummrweise als Sozialpädagoge mit depressiven und kranken Leuten die mich dann zusätzlich runterziehen und extrem nerven. Wenn ich jetzt die Arbeit schmeiße, werde ich verschuldet von der Familienkasse. Ich habe eh keine Lust mir nochmal was aufzubauen. Wofür noch? Das wird sich auch bei mir definitiv nicht mehr ändern. Das Patchworkmodell sagt mir einfach nicht zu, weil ich dann immer ständig an meine Kinder denken müsste und solo Frauen wollen oft jemanden der keine Kinder hat. Das musste ich mir schon oft anhören... ich muss für meine Frau noch 1,5 Jahre Unterhalt zahlen. Von dem Geld will sie sich Tatoos machen lassen und ne Schönheitsop machen.Was ein Leben für mich. Das Geld ist egal. Der Schmerz von den Kindern getrennt zu sein ist so schlimm, das ich nicht einsehe unter solchen Qualen noch arbeiten zu gehen. Ob ich mich verschulde oder nicht, ist eh egal, da ich mir eh nix tolles mehr aufbauen kann und möchte. Klar gehören zu ner Scheidung immer 2 Leute, aber sie hat meine Depressionen ausgenutzt um mich überall fertig zu machen. Sie arbeitet auch noch in meinem Betrieb...zum Glück sehen wir uns da nicht, aber es macht die Sache nicht besser, weil sie meinem Chef alle privaten Probleme erzählt hat um mich fertig zu machen....Jetzt redet sie kein Wort mehr mit mir, wobei wir ja die Kinder haben. ...Zusätzlich habe ich eine Abmahnung bei der Arbeit kassiert wegen Schreibkram, den ich seit der Trennung nicht mehr mache, weil ich mich nicht mehr aufraffen kann. Was soll ich bloß machen? Professionelle Hilfe bekomm ich auch schon, aber es nützt leider nix....hat jemand noch andere Ideen? In die Klinik kann ich auch nicht, weil dort meine Klienten sind, die ich betreue und weiter weg möchte ich nicht..Da ich ein Dienstauto habe, wäre das dann auch weg, wäre mir aber mittlerweile auch wurscht....Jemand Erfahrung mit so schweren Lebenskrisen? Dachte da an Dauerkrank und raus aus dem System mit psychischer Erkrankung. Dann im Park spatzieren gehen und die Jahre verstreichen lassen und sich mit Meditationen beschäftigen.....
 
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Gast

  • #2
Du musst tatsächlich (für eine gewisse Zeit!) raus aus dem aktuellen System. Also lass Dich krankschreiben und mache eine Kur in einer (anderen) Spezialklinik, um zu Verstand zu kommen. Dort wird man mit Dir Lösungswege erarbeiten. Wo Du jetzt arbeitest, wirst Du eh nicht bleiben können. Als Depressiver mit Depressiven macht es auch keinen Sinn. Du wirst auch Deinen Kindern nicht gerecht werden können, wenn Du selbst derart von der Rolle bist. Bis Du denn bereits dauerhaft an Depression erkrankt oder wirklich nur derzeit aufgrund der Trennungssituation?

Das alles solltest Du übrigens als in genau dem Bereich Beschäftigter selbst wissen!
Sich als Dauerkranker einen schönen Meditationslebensabend herbeizuträumen ist in Deiner akuten Situation evtl verständlich, aber keine langfristige Lösung.

An einer solchen Krise kann man übrigens auch wachsen und daraus als gestärkter Mensch hervorgehen. Wirst schon sehen. Bau Dich aber erstmal selbst wieder auf und finde Abstand.

m/41 Ex-Burnouter
 
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Gast

  • #3
sorry, aber auch mit Depression, habe ich wenig Verständnis für so ein ****** - alle sind mies, nur Du bist das arme *******. Geht's noch?

Deine Klienten nerven Dich, weil sie psychisch krank sind. Für ihre Probleme solltest Du als Mann vom Fach und selbst Betroffener doch wohl jede Menge Verständnis haben. Wenn Du sie in Deiner aktuellen Krise nicht aushalten kannst, was ich als Betroffene sehr gut verstehen kann, dann lass' Dich krank schreiben und ätz' nicht gegen Menschen rum, denen es viel schlechter geht, als Dir.

Ach, Patchwork willst Du nicht und die Singlefrauen sind böse, weil sie keinen Mann mit Altlasten wollen? In erster Linie wollen sie keinen, der so mies drauf ist, alles niedermacht, eigene Fehler nicht sieht, sich aus der Verantwortung für seine Kinder stehlen, so schlecht über seine Ex redet und aus Rache in der sozialen Hängematte relaxen will.

Deine Frau hat Eure zwei Kinder zu ernähren, arbeitet selber und Du meinst, sie will sich von Deinen Unterhaltszahlungen Tattoos und Schönheits-Ops machen lassen? Ich kenne keine Frau, die in von den Unterhaltszahlungen eines Sozialpädagogen in der Lage gewesen wäre, so einen Reibach zu machen, dass solche finanziellen Abenteuer drin gewesen wären. Den größten Teil Deines Einkommens macht Dein Selbstbehalt aus, rechnet man die Unterhaltszahlungen für Deine Kinder drauf, dann bleibt für Deine Frau nicht mehr viel übrig, jedenfalls nicht so viel, dass sie sich davon in 1,5 Jahren eine Schönheits-OP zusammensparen könnte. Was Du Dir zusammenphantasierst klingt ausgesprochen bösartig und dumm. Lass' einfach mal die Kirche im Dorf.

Wenn Du Dich auf der Arbeit und im sonstigen Leben genauso verhältst wie hier, dann hat Deine Frau rein garnichts dazu beigetragen, Dir dort Probleme zu machen, das hast Du selber getan. Und wenn Du Dich so zeigst, dass Du ein stark beschnittenes Umgangsrecht mit den Kindern hast, finde ich sehr verantwortungsbewusst von den Entscheidern - das tut Deinen Kindern wirklich nicht gut. Das solltest Du selber wissen, egal, wie tief die Depression ist.

Ich habe sehr viel Verständnis dafür, dass es Dir mit der Situation nicht gut geht, aber im Vergleich zu vielen anderen Männern bist Du richtig gut dran - so kleine Kinder und nur 1,5 Jahre Unterhalt für die Ex. Dazu solltest Du Dich selber beglückwünschen, das ist ein überschuabarer Zeitraum, nachdem es langsam wieder aufwärts geht.

Ich denke, Du solltest Dich mit dem Thema eher an ein Depressionsforum wenden, als an ein Partnerschaftsportal - besser aber an einen Psychotherapeuten/Psychiater.
 
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Gast

  • #4
Also meine Frau hat sich von mir getrennt im Januar. Sie hat alles genau durchplant. Meine Klamotten hat sie in Müllsäcke vor die Türe gestellt. Ich hab fast nix aus unsere Wohnung mitgenommen. Sie hat mir die Kinder nicht geben wollen. 1,5 J und 3 J.

Das Patchworkmodell sagt mir einfach nicht zu, weil ich dann immer ständig an meine Kinder denken müsste und solo Frauen wollen oft jemanden der keine Kinder hat. Das musste ich mir schon oft anhören...

Klar gehören zu ner Scheidung immer 2 Leute, aber sie hat meine Depressionen ausgenutzt um mich überall fertig zu machen.

Was soll ich bloß machen? Professionelle Hilfe bekomm ich auch schon, aber es nützt leider nix....hat jemand noch andere Ideen?
Lieber FS,

anscheinend geht es dir schon längere Zeit sehr schlecht, so dass die Depressionen zur Trennung geführt haben, was mir sehr leid tut. Keine Frau trennt sich ohne Grund, gerade nicht, wenn ihr zwei so kleine Kinder habt.

Warum sollte die Kindesmutter dir die Kinder geben? Du bist doch derzeit nicht mal richtig in der Lage, dich um dich selber zu kümmern.

Du hast dich also schon nach anderen Frauen umgeschaut, wenn du schon oft hören musstest, dass Frauen keinen Mann mit zwei kleinen Kindern haben wollen? Interessant.... und dann wunderst du dich, wenn deine Frau so reagiert?

Sie wird nicht deine Depressionen genutzt haben, um dich fertig zu machen. Das ist nur dein eigene Wahrnehmung, sobald du wieder halbwegs gesund bist, wirst du das auch so sehen.

Hole dir schnellstens prof. Hilfe und du musst aus deinem Umfeld raus, der Dienstwagen muss dir wurscht sein, wenn du weiter so machst, wirst du eh über kurz oder lang deine Arbeit nicht mehr machen können. Ich arbeite in einem ähnlichen Bereich und weis um die Gefahr, Co-Abhängig von seinem Klientel zu werden.

Es gibt zig andere Kliniken und Einrichtungen, wo du Hilfe bekommen kannst. Wenn du halbwegs psychisch wieder fit bist, wirst du auch sehen müssen, ob du deine berufliche Tätigkeit überhaupt noch ausführen kannst.

Also, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern zu Liebe deinen Kindern, sich Hilfe suchen und sich deinem Problem stellen.

w 49
 
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Gast

  • #5
...Jemand Erfahrung mit so schweren Lebenskrisen? Dachte da an Dauerkrank und raus aus dem System mit psychischer Erkrankung. Dann im Park spatzieren gehen und die Jahre verstreichen lassen und sich mit Meditationen beschäftigen.....
Es gibt sehr gute Kliniken für Burnout-Patienten. Ein paar Monate stationärer Aufenthalt werden dich wahrscheinlich wieder auf die Beine stellen.

Wenn das nicht klappt, kannst du dich später immer noch aus dem System schleichen, dich unsichtbar machen, und als Aussteiger leben.

m
 
  • #6
Ich hätte noch einen Zusatz zu den Kommentar von Gast#4.

Wichtig ist, dass du den Aufenthalt durchziehst. Auch wenn es dir nicht gefallen sollte, was die von dir verlangen. So ein Aufenthalt ist schwer. Eine Freundin von mir hat ihn positiv erlebt; mein Mitarbeiter negativ/d.h. er hat es nicht durchgezogen.
Der Unterschied der beiden? Meine Freundin hat sich mit sich und ihrem Leben auseinander gesetzt und hat daraus die Konsequenzen gezogen. Sie hat ihr Leben umgekrempelt und lebt jetzt wieder viel positiver! Manchmal benötigt sie noch ein Tritt in den Allerwertesten von mir oder auch von anderen Freundinnen, aber es klappt.
Mein Mitarbeiter lebt von Tag zu Tag. Einmal geht's ihm ok, dann geht's ihm wieder dreckig. Seine Gefühlslage ändert sich allerdings alle Stunden...und nicht täglich.