• #1

Let's talk about sex

Liebes Forum,

manchmal habe ich den Eindruck, dass Gleichberechtigung und Kommunikation an der Schlafzimmertüre abgegeben werden bzw. aufhören. Auf Grund des Threads "Kein Orgasmus mit 40" würde ich gerne folgende Fragen an euch stellen:
  • Welche Rolle spielt Sex für euch in einer Beziehung?
  • Redet ihr mit euren Partner über eure sexuellen Bedürfnisse (nicht nur abstrakt)?
  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?
  • An die Männer: Legt ihr wert auf aktive Frauen und wisst ihr wie man eine Frau stimulieren kann?
Auf eure (bitte offenen) Antworten bin ich sehr gespannt.
 
  • #2
In meiner langjährigen Ehe zu meinem Mann spiel Sex erwartungsgemäß keine große Rolle mehr. Prinzipiell ist mir Sex aber schon wichtig, deshalb lebe ich auch nicht monogam. Und ja, mein Mann weiß davon ;-)
Ich habe jedoch erkannt, dass für mich das Interessanteste beim Sex der Erfahrungszuwachs ist. Ich genieße dabei die Selbstbestätigung, das Werben, die Auf-und Erregung, die neuen Erfahrungen. Wenn das gegeben ist, sind meine Bedürfnisse an Sex erfüllt. Für mich ist Sex eine intensive Form sozialer Interaktion, das rein "körperliche" beim Sex ist damit für mich persönlich eher Nebensache.
Denn mal ganz ehrlich, was kann ein Mann schon, was Frau nicht allein noch viel besser könnte ;-).
Über Sex zu reden bringt meiner Erfahrung nach nur dann etwas, wenn man damit "anheizen" will, ansonsten wird Gesprächsbedarf schnell als Kritik aufgefasst - und gerade in dem Bereich sind Männer äußerst empfindlich.
Natürlich weiß ich, wie man Männer stimuliert - glücklicherweise gibt es da große Parallelen zwischen den Individuen und ansonsten lasse ich mir auch gern zeigen, was dem jeweiligen Mann gerade am Besten gefallen würde.
w,39
 
  • #3
Jeder/ jede glaubt, er ist die Kanone im Bett. Sexualität ist ein so tief verwurzelter Teil des Selbstbildes/ Selbstwertes, daß das eben auch so sein muß.
  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?
  • An die Männer: Legt ihr wert auf aktive Frauen und wisst ihr wie man eine Frau stimulieren kann?
Diese Frage wird also niemand mit nein beantworten.
Das Reden über sexuelle Bedürfnisse - obwohl ich es natürlich auch immer empfehle - ist nicht leicht. Einerseits ist das Formulieren von Wünschen schon eine Herausforderung, und dann gibt es die Bedenken, wie das beim Gegenüber ankommt. Wird er/sie verletzt sein, glauben nicht gut genug zu sein, sich belehrt vorkommen, daran zweifeln, wie man es jahrelang gemacht hat? Bei extremen Wünschen abgestoßen und angeekelt?
"Wenn du nicht magst, wie er küßt, dann zeig es ihm einfach!" Und was ist, wenn er das als Zurückweisung und Zweifel an seinen Qualitäten sieht?
Mir ist Sex in einer Beziehung extrem wichtig, mittlerweile. Meine Erfahrung würde ich (nicht ganz ernst gemeint, aber irgendwie doch...) so einteilen:
1% genialer weltbewegender Sex
10% guter Sex
59% ok Sex, naja, es ist ja gesund, und Kalorien verbraucht es auch, und wir haben ja eine Beziehung.
30% elendiges Herumgefummel, "weiß der wirklich nicht, wo was ist?", und die völlige Aussichtslosigkeit auf orgasmischen Endpunkt bei mir.
Hab ich die 100% voll?
w,54
 
G

Gast456

Gast
  • #4
Was verstehst du mit deiner Aussage: Wisst ihr wie man einen Mann verwöhnen kann?

Ich halte mich für genauso aktiv wie jede andere Durchschnittsfrau, zumindest aber mehr, wie die meisten Männer. Ich bin in Partnerschaften immer der gewesen, der sehr viel über Sex reden und praktizieren wollte und alles ausprobieren wollte. Sex möglichst viel, lang und ausgiebig. Gerne auch mehrfach hintereinander. Leider waren das alles Traumschlösser. Meist war es den Männern zu unangenehm, peinlich, schräg oder zu schlüpfrig. Auch von anderen Frauen wird man das häufig bestätigt.
Übrigens gibt es sehr viele Männer, die keinen Oralverkehr mögen, sehr verklemmt sind und am liebsten Licht aus beim Sex, aber diese Männer gehen damit nicht an die Öffentlichkeit oder reden gar mit ihren Kumpels darüber! Will das nur mal so gesagt haben!

Ist 79 dein Geburtsdatum? Ich vermute, du suchst dir einfach viel zu junge und unerfahrene Frauen.

Die meisten Frauen ab 35 genießen ausreichend, unverklemmten Sex. Darunter sehe ich es dagegen kritisch, da ist man noch sehr viel seiner Optik im Bett beschäftigt und sucht körperliche Bestätigung.

Vielleicht solltest du dir einfach mal eine andere, sexuell offenere Zielgruppe suchen. Einfach nur schimpfen auf Frauen, gilt nicht! Damit beweist du dir selber, wie unfähig du bist, das passende, Gegenstück zu suchen.

Ich würde in deinem Fall zu einer abgeklärten Frau greifen, die reifer ist und weiß, was du suchst.
 
  • #5
Denn mal ganz ehrlich, was kann ein Mann schon, was Frau nicht allein noch viel besser könnte ;).

w,39

Das ist schon wieder eine (ganz andere) Frage. Leicht, aber nicht in der Kürze zu beantworten, dennoch erfahrbar.

Womit ich bei den Fragen, das Reden und Handeln, des FS wäre.

Sex(ulität) in einer Beziehung ist für mich so selbstverständlich, dass ich eher selten darüber rede eher und gerne (aus)probiere, lerne und erfahre. Die Frage der Aktivität ist für mich eine Modeerscheinung und hat den fahlen Beigeschmack, nicht -schlaf, des Herumturnens. Aktiv in dem Sinne, dass jede/r ihren/seinen Beitrag leistet, Initative zeigt und offensichtlich kundtut was gefällt, aber auch missfällt, setzte ich wiederum als selbstverständlich voraus. Da ich intensives Erleben, auch in der Sexulität mag, finde ich stellt man(n) recht schnell fest, ob es passt oder eben nicht, und das ist für mich eine unabdingbare Voraussetzung für eine Partnerschaft.

PS: Nein, nicht alle Frauen können "ausgiebig verwöhnen", müssen sie auch nicht, weil es weder DEN Mann noch DIE Frau gibt und die Palette der Vorstellungen und Wünschen doch recht lang. Da heißt es voneinander lernen und erfahren.
 
  • #6
Ja, mittlerweile schon.
In meiner ersten Beziehung, die 14 Jahre währte, und er auch mein erster Mann war, sprachen wir nicht darüber, doch es funktionierte trotzdem ganz gut und jeder wußte wie er den anderen stimuliert und was er mochte.
Mit den Männern die danach kamen sprach ich auch nicht, obwohl ich hier zum Teil deutliche Defizite in meinem Sexualleben hatte. Dann hatte ich das Glück auf einen Mann zu treffen, der sehr offen diesbezüglich war, viel wissen wollte von mir, der mir sagte und auch zeigte was er mag. Ich erlebte eine neue Welt.
Davon profitierte mein letzter Partner Er war es auch nicht gewohnt darüber zu sprechen und auch für ihn taten sich neue Welten auf.
Wir sagten uns was wir wollten und was nicht und hatten schlichtweg einfach tollen Sex.
Mir ist Sex heute wichtiger wie vor 20 Jahren, weil ich Spaß daran gefunden habe.
 
  • #7
Hallo zusammen, hier die FS

vielleicht hätte ich das gleich hinzufügen sollen, nun zur Klarstellung ich DIE FS bin eine Frau (36 / w / heterosexuell).
 
  • #8
  • Welche Rolle spielt Sex für euch in einer Beziehung?
Nicht die wichtigste, aber eine wichtige. Ich (43) brauche schon jede Woche Sex, aber mir reicht auch 1-2x. Umarmen, küssen, Händchen halten, schmusen, kuscheln - das brauche ich hingegen täglich.
Für meinen Partner (52) gilt das alles auch. Insofern passt es, wir sind kompatibel.
  • Redet ihr mit euren Partner über eure sexuellen Bedürfnisse (nicht nur abstrakt)?
Ja, wir benennen alles beim Namen und können das ohne Scham und Stottern. Das ist neu für mich, das kannte ich vorher nicht. Aber für meinen Partner ist das so selbstverständlich, ich habe das sofort übernommen.
  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?
Ja, ich werde selbst aktiv und kann meinen Partner ausgiebig verwöhnen.
  • An die Männer: Legt ihr wert auf aktive Frauen und wisst ihr wie man eine Frau stimulieren kann?
Bin zwar Frau, aber antworte für meinen Partner: Ihm sind aktive Frauen wichtig. Und er weiß genau, wie man eine Frau stimuliert.


 
  • #9
Was ist gut...Was ist ausgiebig...
Meine Freundin ist in der BDSM Schiene, da kämen wohl andere Antworten als von mir.
Dort gilt aber darüber reden, Wünsche, Grenzen grundsätzlich dazu und es gäbe dort wohl die Frage nicht.

Vorab rede ich nicht über Sex...Ich bin die letzte die da als erste mit dem Kopf rangehen möchte.
Dann gibt es die ersten Begegnungen der Körper, die auch einfach neu und unsicher sein können.
Großer Unterschied zu inkompatibel...
Aber mir ist Sex viel wichtiger als als junge Frau und ich bin heute nicht mehr anpassend sondern viel aktiver.
Über Wünsche und Phantasien reden finde ich normal und wichtig...mit meinem Partner!
Denn ich habe kein Interesse ein öffentliches Diplom als Verwöhnerin und Besorgerin zu bekommen.
Ich möchte Spaß, Erregung...Harmonie etc mit einem Partner haben!
Und auch da gilt Offenheit aber nicht immer alles bierernst nehmen.
Es gibt keine to do Liste.
Und wenn man etwas ausprobiert und es klappt nicht bzw die Knochen knacken beim Kamasutra....Ist laut lachend im Arm liegen auch schön.
 
  • #10
Der Sex unterscheidet eine Beziehung, von reinen Freundschaften. Somit, ein sehr wichtiger Punkt!
Ich hatte noch nie Probleme damit, absolut offen über Sex, Wünsche und Fantasien zu sprechen. Halte das auch für sehr wichtig. Bisher habe ich auch nur Frauen kennengelernt, mit denen eine offene Kommunikation kein Problem war. Sollte das mal der Fall sein, gut, manche brauchen vielleicht Zeit um aufzutauen. Wäre eine Frau aber grundsätzlich zu verschlossen, dann würde ich das als Zeichen sehen, das es mit uns nicht passt.
 
  • #11
1. mittlerweile spielt er eine größere Rolle, weil er mehr Spaß macht
2. ja wir reden drüber, wenn es gut läuft nicht viel, wenn wir etwas anders wollen, oder irgendwas gerade nicht, dann sehr offen und deutlich und nicht abstrakt
da ich ein Mann bin (46) 4. Sie sagt mir, dass ich sie sogar sehr gut stimulieren kann (ich bin darüber völlig verwundert). Was völlig anders ist, als ich es kenne. Sie kommt meistens vor mir. Und ich lege wert auf eine aktive Frau

Am Anfang der Beziehung hatte ich Versagensängste - sie ist deutlich jünger. Wir reden oft drüber einfach so, heizen uns teilw. tagsüber auf...
Zuvor war das ein eher totes Thema (Verklemmtheit hauptsächlich auf meiner Seite)
 

Laleila

Cilia
  • #12
  • Welche Rolle spielt Sex für euch in einer Beziehung?

Definitiv nicht die Wichtigste. So einmal die Woche reicht mor locker, dafür tauschen wir ansonsten sehr viele Zärtlichkeiten aus, küssen und berühren uns ständig, schlafen auch engumschlungen ein. Körplichkeiten insgesamt sind mir schon sehr wichtig.

  • Redet ihr mit euren Partner über eure sexuellen Bedürfnisse (nicht nur abstrakt)?

Ja klar, sehr konkret und selbstverständlich, auch während des Sexes sagen und zeigen wir uns was wir gerade möchten.

  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?

Lustige Fragen, ja auch ich werde selbst aktiv und ich kenne meinen Mann sehr genau, ich weiss woe ich ihn verwöhnen kann und tue dies auch.
Beim Sex ausserhalb meiner Beziehung habe ich kein Interesse daran den Mann zu verwöhnen, da hole ich mir nur was ich möchte.
 
  • #13
dass Gleichberechtigung und Kommunikation an der Schlafzimmertüre abgegeben werden bzw. aufhören.
Die Leute wollen Sex haben - aber nicht darüber reden geschweige diskutieren.
Momentan immer beliebter, auch bei Frauen: Harter, dominanter Sex.

Da sind solche "Weicheier" nicht gefragt, die zuerst diskutieren wollen, wie man was praktizieren will ? Die Frauen wollen Männer, die wissen, was die Frau wirklich will. Und die Männer umgekehrt ebenso.
und wisst ihr wie man eine Frau stimulieren kann?
Ich finde die stimulierenden Punkte an einer Frau leichter,
als einen freien Parkplatz mittags in der Innenstadt, MO-SA.
 
  • #15
dafür tauschen wir ansonsten sehr viele Zärtlichkeiten aus, küssen und berühren uns ständig, schlafen auch engumschlungen ein. Körperlichkeiten insgesamt sind mir schon sehr wichtig.
Das wäre mir als Mann auch wichtiger, anstatt mehr Sex. Deswegen bin ich nicht so begeistert von Fernbeziehungen oder getrennten Wohnungen. Weil dabei Vieles ausbleibt, besonders Spontanes.

Mir gefallen Paare, die ohne ein Wort genau wissen, in welchen Momenten der Gegenüber welche Zärtlichkeit mag. Oder dazu bereit ist.

Was ist schon Sex, wenn man zu zweit kuschelt, sich in eine gemeinsame Decke hüllt, an einem warmen Abend draußen den Sonnenuntergang geniest, und den Moment mit einem leidenschaftlichen Kuss krönt ?
 
  • #16
Ja, ich gebe Gleichberechtigung und Kommunikation im engeren Sinne an der Schlafzimmertür ab.

Ich halte beide für Liebestöter im Sinne von lustfeindlich.

Das mag damit zusammenhängen, dass ich in einer Zeit erwachsen wurde, in der man festgestellt hat, dass der Feminismus viele Männer stark verunsichert hat und häufig zu toter Hose in westdeutschen Schlafzimmern führte.

Ich habe noch keinen Mann näher kennengelernt, der nicht wusste, dass die Befriedigung der Frau ein Muss ist. (Insofern können wir Alice und Mitstreitern gar nicht dankbar genug sein!)
Und so ging es bei mir immer nur um Feinabstimmung, an der ich auf ganz natürliche Weise situationsbedingt "arbeite" - ohne großartig Gespräche zu führen.

Sex ist mir wichtig, aber ich halte ihn insgesamt für überbewertet.

Kein Paar der Welt hat lebenslang ohne Unterlass Supersex.

Es reicht meiner Meinung nach aus, wenn er in für beide Seiten befriedigender Weise überhaupt stattfindet, und sich ein Paar hin und wieder sexuelle Erlebnisse verschafft, an die man länger zurückdenken kann.

Ich halte mich nicht für inaktiv, aber wenn es nicht gerade um innige Verschmelzung geht, bin ich lieber der passivere Teil. Weil das nicht ganz gerecht ist, revanchiere ich mich mit viel Lob und Dankbarkeit.

Ob ich weiß, wie ich meinen Mann so richtig verwöhnen kann? Tja, ich denke auch, dass das individuell verschieden ist und natürlich ist es Ehrensache, das zu erkunden. Der Vater meiner Kinder liebte es, stundenlang den Rücken gekratzt zu bekommen(!).
 
  • #17
Ist bei mir definitiv anders. Ich finde es wunderbar, dass ich meinem Freund nicht erklären muss, was ich gerne hätte und welche Technik er anwenden soll und was er jetzt gerade tun muss. Sex hat etwas Magisches, wenn Liebe da ist. Er ist nicht einfach nur körperlich - für mich jedenfalls nicht- sondern Ausdruck einer besonderen Beziehung zu dem Menschen, den ich liebe. Er hat für mich ganz stark eine seelische Komponente. Daher stellen sich die Fragen oben so für mich nicht.
 
  • #18
Sex spielt in meinen Augen eine große Rolle, bzw. sollte ich das lieber sexuelle Kompatibilität und Anziehung spielen eine große Rolle nennen, weil anscheinend die Aussage "Sex spielt eine große Rolle" von anderen manchmal interpretiert wird als "die MENGE spielt eine große Rolle". Das meine ich nicht damit, ich meine die Übereinstimmung in Leidenschaft, Interesse daran, also stecke ich Energie rein in mein Sexleben, dass es spannend bleibt, oder artet das ganze in Routine aus, die in zehn Minuten erledigt ist (das kann man mengenmäßig auch dreimal in der Woche haben, das brauche ich aber nicht. Ich komme mit weniger aus, aber die Qualität spielt eine große Rolle). Wichtig ist: Bin ich offen für Experimente oder nicht. Macht es mir was aus, wenn das Sexleben langweilig wird, oder nehme ich es hin und bin ich hier in Übereinstimmung mit meinem Partner. Weil - wenn es ihm auch nix ausmacht, ist es doch super passend.

Ich hab mit meinem Ex auch oft über Sex geredet, würde es auch wieder tun mit einem neuen Partner und ihn fragen, ob er besondere Wünsche hat, die er nicht so einfach mal erwähnt. Da ich mittlerweile Sex und Liebe zumindest theoretisch trennen kann, wäre ich auch nicht mehr so verschreckt wie früher.

An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?

Da ich die erste Frage ja mit "großes Interesse an Sex" beantwortet habe, ist klar, dass ich auch selbst aktiv bin, Vorschläge einbringe, wenn ich Infos kriege, mir was ausdenke usw. Ich hatte eine Beziehung, in der der Mann nicht aktiv war, aber gut fand, dass ich es bin. Deswegen schreibe ich auch immer, dass Kompatibilität wichtig ist, weil das frustrierend ist, wenn der eine immer nur die Leidenschaft des anderen konsumiert, aber selber nicht "brennt".

Bzgl. ausgiebiger Verwöhnung: Ich stelle mich ja drauf ein zu merken, was besonders anmacht, aber auch hier kann es Missverständnisse geben. Da ich daran interessiert bin, würde es auch am Mann liegen, wenn er nicht 100%igen Genuss bekommt, falls er sich nicht traut, seine Wünsche zu äußern. Wenn ich mir dafür ein Schafskostüm anziehen müsste, würde ich mir das wohl überlegen, wie ich das finde...
 
P

Papillon

Gast
  • #19
  • Welche Rolle spielt Sex für euch in einer Beziehung?
Sex ist ein Teil der Beziehung, wie das Miteinander und unterstreicht es noch zusätzlich. Man ist sich näher als mit anderen (Freunde) und festigt damit die Beziehung. Es sollte einfach das i - Tüpfelchen sein.


  • Redet ihr mit euren Partner über eure sexuellen Bedürfnisse (nicht nur abstrakt)?

Bei einem festen Partner, natürlich. Ich finde es schön in der Ruhe/ Erholungspause ganz leicht zu plaudern. Aber ich kann nicht die Fragen leiden- Wie war ich? - Bist du gekommen? - Sowas nervt
Für mich hat es nicht die Priorität zu kommen, das ist umgekehrt! Für mich hat das mit dem Fortpflanzungstrieb zu tun oder der Sammlerkultur der Frau - und schön ist einfach der Weg dahin ...

  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?

Ja, klar allerdings war es schwierig in jungen Jahren das zu zeigen. Die Lust des Mannes hat meine Libido bei weiten überstiegen und bevor ich was tun konnte, waren die Finger des Mannes schon an mir... Ich hatte das Gefühl nicht mithalten zu können.
Das hat sich jetzt mit 35 Jahren leicht gedreht, als Frau gewinnt man mehr Erfahrung und entwickelt mehr Lust. Meinen Freund (10 Jahre älter) laste ich gefühlsmässig ganz gut aus.

Mein Ex bevorzugte es, dass ich die aktive Rolle übernehme und mein jetziger Freund liebt es wenn ich ganz devot ihn hingebe und er mich dominieren darf. Auch mag er es, wenn er mich streichelt und massiert, aber er kann den umgekehrten Fall nicht leiden...
Frag mich nicht warum, aber funktioniert schon ein Jahr bestens.
Männer haben da ganz unterschiedliche Ansprüche. Was du unter aktiv verstehst, versteht ein anderer anders.

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Liebes Forum,
manchmal habe ich den Eindruck, dass Gleichberechtigung und Kommunikation an der Schlafzimmertüre abgegeben werden bzw. aufhören. Auf Grund des Threads "Kein Orgasmus mit 40" würde ich gerne folgende Fragen an euch stellen:

Jetzt musste ich erst einmal seeeehhhhr lange recherchieren, ob der Fragesteller männlich oder weiblich ist. War nicht leicht herauszubekommen, so unparteiisch ist die Frage wie auch andere Antworten in div. anderen Beiträgen.

Was der Beweggrund der Frage ist, erschließt sich mir trotzdem bisher nicht. Aber den wird es wohl geben, falls es sich nicht um die Frage eines Moderators zur allgemeinen Unterhaltung handelt.

Nichtsdestotrotz meine (w/51) Antworten:
  • Welche Rolle spielt Sex für euch in einer Beziehung?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Beziehungen leben davon, bei anderen ist es eine Begleiterscheinung. Tendenziell nimmt die Intensität jedoch immer ab.
  • Redet ihr mit euren Partner über eure sexuellen Bedürfnisse (nicht nur abstrakt)?
Ja, immer.
  • An die Frauen: Werdet ihr selbst aktiv und wisst ihr wie man auch Mann ausgiebig verwöhnen kann?
Ganz klar: Ja! Und wenn frau dann auch - außer unmissverständlichen Reaktionen - Rückmeldungen seitens des Mannes erhält, weiß sie sehr gut, ob sie auf dem richtigen oder falschen Weg war!

Wichtig ist am Ende ein ungefähres Gleichgewicht, was die Erfüllung der Bedürfnisse beider Partner angeht, auch wenn das nicht jedes Mal der Fall sein muss. Wenn auf Dauer einer von beiden nur der Bediener ist und der andere derjenige, der sich bedienen lässt, kann das nicht zufriedenstellend im Sinne einer Partnerschaft sein.
 
  • #21
Moin,

für mich hört sich das zunächst recht "technisch" an, dieses Modewort "Verwöhnen"... Ich denke, dass ich spüre, wenn wir beide Freude am Sex haben, und es ist superschön, zusammen zu kommen. Das wirklich Besondere ist aber, wie sehr wir einander genießen, wenn gar nichts Spektakuläres passiert, wir "nur so" umschlungen schlafen, oder doch fast;)
Sex ist für mich kein ergebnisorientierter Akt, sondern der "animalische" Teil der Beziehung, ganz loslassen, einfach nur Freude am Verschmelzen mit dem Anderen.

manchmal
 
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