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  • #1

Liebe am Arbeitsplatz. Eure Erfahrungen? Was würdet ihr tun?

Meine Freundin arbeitet seit 5 Jahren für einen IT-Dienstleister in NRW (amerik. Konzern).
Ich habe kürzlich ein Jobangebot bekommen (gleiche Abteilung, anderer Standort) und weiß nicht, ob ich das Angebot annehmen soll.
Wir würden zwar nicht direkt zusammenarbeiten, aber an 2 Tagen/Woche würden wir im gleichen Büro sitzen.

Ich bin ein privater Mensch und möchte nicht, dass meine Beziehung zum Thema am Arbeitsplatz wird und so meiner Karriere schadet, oder sogar meiner Beziehung. Und was passiert, wenn wir uns irgendwann mal trennen? ich hätte keine Lust, wegen ihr, meinen Job kündigen zu müssen. Die Beziehung können wir auch nicht mehr verheimlichen, da schon fast jeder über mich Bescheid weiß. Meine Freundin erzählt gerne und viel Privates auf der Arbeit...

Könnt ihr mir irgendwelche Ratschläge geben? Was würdet ihr tun?
Meine Freundin will von all dem nichts wissen und besteht darauf, dass ich den Job annehme.
 
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  • #2
Lieber FS,

höre auf dein Bauchgefühl. Ich "lese" da eher heraus, dass du es nicht unbedingt willst, oder?
Ich hatte (leider) eine kurze Liäson mit einem Kollegen, die ich nicht mehr wollte und seitdem gehe ich mit Bauchschmerzen zur Arbeit, weil er eingeschnappt ist und es mich total spüren lässt mit spitzen Bemerkungen vor anderen etc..
Das Kollegium weiß zum Glück nichts. (Hoffe ich zumindest).
Es sollte daher wirklich gut überlegt sein.

W
 
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  • #3
Ich kann Deine Bedenken absolut nachvollziehen. Ich bin seit geraumer Zeit in eine Kollegin verliebt, habe dieselben Bedenken wie Du und werde u.U. deshalb nicht aktiv. Tolle Sache ...

Ich würde es nicht grundsätzlich ausschließen, so wie Du Deine Freundin beschreibst, käme es für mich aber wohl nicht in Frage.

Ich finde das fordernde Verhalten Deiner Freundin übrigens auch ziemlich daneben, denn Deine Bedenken sind, gerade wenn Du ein sehr privater Mensch bist, ja absolut berechtigt.

Letzlich ist es Deine Entscheidung und nicht die Deiner Freundin. Ein Kompromiß wäre vielleicht, daß sie Dir verspricht, über allzu Privates, was die Beziehung betrifft, nicht mit den Kollegen zu sprechen?

m, 34
 
  • #4
Meine Freundin arbeitet seit 5 Jahren für einen IT-Dienstleister in NRW (amerik. Konzern).Ich habe kürzlich ein Jobangebot bekommen (gleiche Abteilung, anderer Standort) und weiß nicht, ob ich das Angebot annehmen soll.

Ich schätze dass dies nicht so laufen wird. Ich war selber vor einigen Jahren bei einen amerikanischen Konzern tätig und dieser Konzern hatte eine Art von Verhaltensbuch. In diesem Buch waren jegliche Beziehungen innerhalb des Konzerns untersagt und es endete dann immer dahin, dass einer von den Beiden gegangen ist. Entweder freiwillig oder mit Nachdruck. Auf der anderen Seite habe ich aber auch zum Glück mir Beziehungen am Arbeitsplatz immer erspart.
 
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  • #5
Never in your own company!

Ich war selbst mal in einem Großkonzern in leitender Position beschäftigt. Dort habe ich mich mit meiner Sekretärin eingelassen, die leider den Mund nicht halten konnte, so dass die eigentlich belanglose aber sehr heftige Affaire schnell die Runde gemacht hatte. Sie hat sogar Einzelheiten verbreitet, z.B. wo wir es in der Firma miteinander getrieben haben. Danach war das für mich das reinste Spießruten laufen. - Daher: Finger weg!
 
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  • #6
Ich verstehe dein Problem, denke aber, dass dies durchaus lösbar ist. Zunächst solltest du auch die Vorteile sehen. Außerdem seid ihr nicht täglich zusammen in einem Büro "gefangen".
Werdet euch einig darüber, wie ihr euch im Büro verhaltet.

Wie lange seid ihr schon zusammen?
Und weiß der Konzern von eurer Beziehung?
 
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  • #7
Also ich hatte meinen Mann am Arbeitsplatz im Krankenhaus kennengelernt und nach dem wir es 3 Monate geheimgehalten hatten, wusste es doch irgendwie jeder.
Wir kamen auch nicht jeden Tag in der Klinik miteinander in Kontakt, aber es war weder für Andere noch für uns ein Problem.
Wenn der Job gut ist, kannst du das sicherlich machen. Andere Menschen machen sich nur halb so viel Gedanken um Euch als Du nun denkst.
Deiner Karriere schadet es sicherlich nicht, solange ihr nicht Privates mit den Kollegen besprecht.

w,40,damals 32
 
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  • #8
Wenn ich das richtig sehe, kannst du in die Firma wechseln, bei der sie schon arbeitet. Getrennte Arbeitsplätze, bis auf 2 Tage die Woche. Wenn ihr ohnehin schon ein Paar seid und der Job dich reizt, warum nicht? Aber Obacht: gibt es in der Firma einen Verhaltenskodex diesbezüglich - das sollte man vorher wissen.
 
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  • #9
Ich habe kürzlich ein Jobangebot bekommen (gleiche Abteilung, anderer Standort) ....aber an 2 Tagen/Woche würden wir im gleichen Büro sitzen.

Die Beziehung können wir auch nicht mehr verheimlichen, da schon fast jeder über mich Bescheid weiß. Meine Freundin erzählt gerne und viel Privates auf der Arbeit...

Was würdet ihr tun?
Meine Freundin... besteht darauf, dass ich den Job annehme.

Lieber FS,
ob ich einen Job annehme, entscheide ich immer noch selber - der Partner hat da auf rein garnichts zu bestehen, es geht ihn/sie nichts an.

Und weil Deine Freundin eine Tratschliese ist, spricht alles dagegen, den Job anzunehmen, wenn Du Wert auf Privatsphäre legst.
Ich (ebenfalls ITler) würde den Job nicht annehmen, wäre mir zu peinlich. Wer weiß, was sie in guten Zeiten erzählt und was dann in schlechten. NoGo!
 
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  • #10
Das kann ich verstehen, ich würde auch nicht gern mit meinem Partner im gleichen Unternehmen arbeiten. Aber es gibt auffällig viele Paare, die genau das wollen und auch machen oder sich sogar gemeinsam selbständig machen und dann 24 Stunden zusammen hängen. Ich glaube, ich könnte das gar nicht. Wenn du auf den Job nicht angewiesen bist, weil du schon einen anderen hast, oder falls dich das inhaltlich nicht sehr reizt, kannst du es doch lassen. Vielleicht wäre es ja auch völlig ok., aber auf jeden Fall kommt Dein Privatleben dann teilweise mit zur Arbeit.
 
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  • #11
Also bei uns in der Firma gab es etliche Paare die sogar in der selben Abteilung gearbeitet haben. An Probleme kann ich mich nicht erinnern. Viel problematischer sind Betriebsfeiern, die geradezu eine Einladung zu sein scheinen, mit Arbeitskollegen in die Kiste zu hüpfen, zugegeben ist die Versuchung auch sehr hoch und ich bin ihr auch manches mal erlegen.
 
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  • #12
Ich habe gerade große Arbeitgeber als Beziehungsbörsen gesehen. Da haben diverse Paare sich gefunden und geheiratet. Ich kenne auch auf der jetzigen Arbeit Paare und Ehepaare. Man muss tagsüber damit professionell umgehen. Dann klappt das auch. Keine Schmusereien, nicht in der Pause ewig aneinanderkleben oder Extrawürste einräumen. w47
 
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  • #13
Paarkonstellationen am Arbeitsplatz finde ich schon hochgradig unprofessionell. In dem "Irrenhaus" - das von mir denen Namen gerade wegen des Beziehungsirrsinns und "rumvöge..." unter Kollegen bekommen hat - klappt das gar nicht.

Hat man Spannungen mit einem Teil aus der Paarkonstellation, dann bleibt das nicht profesionell bei einer Meinungsverschiedenheit mit einer Person. Nein, dann hat man gleich zwei Personen "gegen" sich, denn die Partner reden privat auch über Firmeninterna und kaum ein Partner bleibt neutral, sondern ergreift innerlich Partei für sein Liebchen. So hat man dann eine ganz "tolle" Beziehungsdymamik in so einem Laden....Vertrauen unter Kollegen geht verloren, da man nicht mehr nur mit einem aus einer Paarkonstellation vertraut reden kann, der wird es ja mit Sicherheit seinem Partner weitererzählen.

Bei uns in der Firma vög....zur Zeit eine Teamkoordinatorin/sprich Vorgesetzte mit einem Typen aus ihrem eigenen Team, also einer Person für die sie Verantwortung trägt, Personalgespräche führen muss, evtl. auch alles kritischer Natur. Er profitiert davon zunehemnd in seinem sozialen Status. Er hockt jede Stunde bei ihr im Büro- welches sie mit 3 anderen Teamleitern teilt, darf dann Pausen überziehen und profitiert inzwischen von Bevorzugungen gegenüber anderen Kollegen, in gleicher Position. Der Laden toleriert, dass die beiden ihr Geplänkel in der Firma ganz offen ausagieren....mir wird davon langsam schlecht und ich fühle mich belästigt, denn der Typ läuft alle 50 Minunten an mir vorbei und dann sehe ich, wie der schon wieder "auf den Schoß" seiner Vorgesetzten-Trulla hüpft.. ekelhaft.

Bei uns dürfen Vorgesetzte sich alles an Grenzüberschreitungen herausnehmen, was bei einfachen Angestellten sofort getadelt wird. Was sicher damit zusammenhängt, dass bei uns hohe Positionen generell immer aufgrund von Vitamin B besetzt werden und alle irgendwie befreundet oder verwandt sind...Ich komme mir vor, als würden viele Kollegen die Firma mit ihrer Familie verwechseln, wenn es so ist, dann wäre das rumvög....ja, im übertragenen Sinne, schon Inszest. Ich halte viele Leute für dermaßen bedürftig, dass sie es nicht mehr schaffen ihre Bedürfnisse im Privatleben abzudecken. Das wird leider in die Betriebe verlagert.

Also, ich kann Dir nicht dazu raten mit Deiner Freundin zusammen zu arbeiten!! Ich würde Arbeitsleben und Berufsleben immer klar trennen. Ihr bekommt dadurch nur Konflikte, die von Außen in Eure Beziehung hineingetragen werden und auch innerhalbe Eurer Beziehung gären. Mir als Arbeitsnehmer mißfallen Liebesbeziehungen am Arbeitspaltz sehr, denn die meisten Menschen können damit nicht neutral umgehen!
 
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  • #14
Gute Jobs in einer globalen Firma kommen nicht jeden Tag daher. Du musst hier erst mal an dich und deine Zukunft denken. Ist der Job eine besonders gute und eher seltene Gelegenheit?

Ansonsten erzählt deine Freundin ja schon jetzt Privates in der Firma (darüber würde ich mit ihr reden denn mich würde das auch stören, kommt aber auch darauf an wie privat). Du bist an einem anderen Standort und die 2 Tage/Woche überlebt man auch zusammen im Büro. Da geht jeder seiner Arbeit nach, vllt. verbringt man zusammen die Mittagspause, aber ansonsten sehe ich kein Problem, sich normal zu verhalten. Man kann ja auch vorher besprechen (zumal sie will dass du den Job annimmst), dass man eventuelle Spannungen vom Vorabend nicht ins Büro trägt oder am besten noch vor dem Zubettgehen klärt um es gänzlich zu vermeiden.

Und wenn die Beziehung auseinander geht, auch wenn man nie weiß wie der andere dann damit umgeht, bist du immer noch überwiegend an einem anderen Standort bzw. kannst dich eventuell in der Firma entsprechend versetzen lassen. Ich würde meine berufliche Karriere in jedem Fall über eine möglicherweise kurzlebige Beziehung stellen.

Da ich ein sehr gutes Selbstwertgefühl habe und mir egal ist was andere von mir denken, würde mich auch eventuelles Geläster aus Rache nach einer Trennung nicht stören. Wenn ich so etwas in meiner Firma mitbekommen würde, würde ich Folgendes denken: Die Person ist verletzt und will sich rächen. Wer weiß, ob das alles der Wahrheit entspricht. Scheint keinen besonders guten Charakter zu haben, aller Welt Geläster über den/die Ex mitteilen zu müssen. Von der Person halte ich mich fern.
 
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  • #15
Hm Gast 12, ich versuche mir gerade vorzustellen, ob und in welcher Art und Weise ich einer solchen eventuellen Vorgesetzten Respekt zollen sollte? Ich meine, für Klatsch und Tratsch sind Mitarbeiter einer Firma immer geradezu empfänglich und in gesundem Maße ist soetwas ja durchaus auch höchst amüsant, nur frag ich mich ganz ernsthaft, ob diese Galopprennbahn-Mentalität in gesteigertem Maße anzutreffen ist, je höher das Unternehmen dotiert ist?
 
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  • #16
Hm Gast 12, ich versuche mir gerade vorzustellen, ob und in welcher Art und Weise ich einer solchen eventuellen Vorgesetzten Respekt zollen sollte? Ich meine, für Klatsch und Tratsch sind Mitarbeiter einer Firma immer geradezu empfänglich und in gesundem Maße ist soetwas ja durchaus auch höchst amüsant, nur frag ich mich ganz ernsthaft, ob diese Galopprennbahn-Mentalität in gesteigertem Maße anzutreffen ist, je höher das Unternehmen dotiert ist?

Hier ist nochmal Gast 12. Deine Vermutung geht genau in die richtige Richtung! Das Unternehmen ist extrem gut dotiert, ich sag nur: Stromberg lässt grüßen!! Die Branche ist doch dann klar, oder? Und dann noch ganz an der Spitze in der Branche. Zudem erhalten die Vorgesetzten Rückendeckung von oberster Stelle, da sie in irgendeiner Form durch Bekanntschaft reingekommen sind. Eine "falsche Personalauswahl" wird nicht eingestanden, man würde ja das Gesicht verlieren und zugeben, die sozialen und fachlichen Kompetzen verkehrt eingestuft zu haben. Dann fühlen die Leute sich auch noch sicher, da Festvertrag...

Irrerweise hat der Großteil der "normalen Angestellten" die höhere Qualifikation - dh. abgeschlossenes Hochschulstudium. Ich möchte den Vorgesetzten nicht auch fachliche Kompetenzen absprechen, aber der Hochschulabschluss kommt hier nur rudimentär vor oder es liegt gar keine abgeschlossene Ausbildung vor. Das schildere ich, um nochmal das Ungleichgewicht zu verdeutlichen.

Die Hochschulabsolventen sind reflektiert genug die Machenschaften zu durchschauen und schei...drauf dort Karriere zu machen. Schon gar nicht durch rumvög.. mit Vorgesetzten. Je weiter weg von der Vorgesetzten-Riege desto weniger direkte Weisungsgebundenheit und Affenzirkus, also mehr Selbststeuerung, Unabhängigkeit (trotz unterer Hierachieordnung - auch wenn natürlich Arbeitsvorgänge stupider sind). Der Geist wird dann im privaten Rahmen oder Nebenjobs (die die meisten machen müssen, denn das Geld wird oben verteilt) auf Trab gehalten.

Ich versuche der genannten Teamleiterin gegenüber die normalen Umgangsformen zu wahren, was auch gelingt. Was ich privat darüber denke ist ja meine Sache. Mich ärgert aber maßlos, dass das Unternehmen belegen muss, dass dort wo das Geld ist auch die Macht herrscht, sich aufführen zu dürfen wie die allerletzte Sau im Stall....
 
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  • #17
Eine interessante, aber auch schwierige Flirtzone. Verursacht schon Stress, noch bevor man der Person überhaupt ernsthaft nahe gekommen ist. Hatte da mal was am Laufen, es ging aber nicht über Händchen halten hinaus. Vorsichtige Andeutungen, sich vielleicht mal außerhalb zu treffen, wurden abgeblockt. Hab die Sache dann im Sande verlaufen lassen. Ist mir echt zu heikel.
 
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