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  • #1

Liebe in Zeiten von Corona

Hallo allerseits,
ich lese hier schon länger mit und wollte jetzt mal fragen, wie sich die Corona-Lage eigentlich auf eure Beziehungen oder euer Single-Dasein auswirkt. Und natürlich habe ich auch gerade ein eigenes Problem:

Ich war bisher und bin eigentlich (jaja, ich weiß...) noch immer in einer sehr schönen Beziehung, aber leider vertreten mein Partner und ich unterschiedliche Meinungen zum Thema Impfen. Ich bin da sehr tolerant, allen und auch seiner Position gegenüber, und finde es schade, wenn Menschen sich unnötigen Stress deswegen machen, ich würde es einfach so stehen lassen, dass man halt verschiedene Sichtweisen hat, alles gut.
Aber er kann meine Entscheidung irgendwie nicht akzeptieren. Wir reden öfters darüber, aber das endet dann leider meistens damit, dass ich weine, weil ich es so schlimm finde, dass wir uns deswegen streiten, denn ich möchte mich nicht streiten. Und irgendwie verletzt es mich sehr und macht mich unendlich traurig, dass man zunehmend auf dieses eine Thema reduziert wird. Der Rest unserer Beziehung ist wunderschön, wir sind nett zueinander und haben viel Spaß zusammen usw., aber dann sagt er nur aufgrund dieser einen kleinen Meinungsverschiedenheit plötzlich so Sachen wie "Ich kann so nicht leben". Das macht mich sehr, sehr traurig und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, denn ich liebe ihn sehr und es tut mir auch leid, dass ich ihn in diesem Punkt so, naja, ärgere, ich mache das nicht mit böser Absicht, aber ich sehe es auch nicht ein, jetzt nur ihm zuliebe meine Sichtweise zu ändern, kann ich auch einfach nicht. Ich würde mir wünschen, dass wir das Thema irgendwie ausklammern können, im Prinzip habe ich kein Problem, mich darüber zu unterhalten, aber er will mich eigentlich nur überzeugen, dass er Recht und ich Unrecht habe. Ich würde das sogar akzeptieren, wir können meinetwegen dabei bleiben, dass ich vielleicht falsch liege oder eine dumme Sichtweise habe, das würde ich sogar so hinnehmen, das kann man doch dann einfach so stehen lassen, man muss ja nicht immer in allem gleich und perfekt sein, aber das reicht ihm nicht, er will mich von seiner Meinung überzeugen und das gelingt ihm nicht. Und das ist nun eben eine blöde Situation. Und ich finde es ungerecht, dass alles andere Schöne scheinbar nichts mehr wert ist, nur wegen einer Sache, das kann ich gar nicht nachvollziehen. Immer, wenn wir uns deswegen streiten, was wir früher nie getan haben, dann habe ich das Gefühl, mein Herz zerbricht jedes Mal ein wenig, mich beschäftigt das noch stundenlang später und ich muss dann weinen und es macht mich sehr traurig, neulich hatte ich sogar den ersten Nervenzusammenbruch meines Lebens deswegen, ich finde es so schade und traurig und irgendwie auch unfair. Wisst ihr, was man da machen kann?

Ich will hier keine Corona-Diskussion führen, nicht dass hier auch noch Streit entsteht, sondern mich interessiert, wie man mit so einem Konflikt umgehen kann. Erlebt ihr Ähnliches, habt ihr auch Erfahrungen damit?
w
 
  • #2
Du stellst ein Corona Problem und möchtest aber keine Corona Diskussion, verstehe ich das richtig? Wenn du dich nicht impfen lassen willst, ist das natürlich deine, wenn auch von sehr vielen Menschen nicht nachvollziehbare, Entscheidung. Ich würde mit so jemandem nicht zusammen sein wollen, denn das sagt mehr über dich und dein Gedankengebäude aus als die schönen Zeiten. Wenn jemand so denkt, will ich ihn nicht in meiner Nähe haben, nicht als Bekannte, nicht als Freundin und schon gar nicht als Partnerin. Das ist so weit von meinem Denken entfernt wie der Mond von der Erde.
 
  • #3
Hallo,

es tut mir leid für euch, dass es nicht gut läuft.
Es wäre finde ich noch interessant zu wissen wer von euch beiden sich nicht impfen lassen möchte.

Ich für meinen Teil könnte auch nicht damit umgehen, wenn mein Partner bei so grundlegenden Sachen eine andere Meinung hätte. Sich nicht Impfen lassen, AfD wählen, Untreue etc. sind Sachen über die ich auch in einer sonst harmonischen Beziehung nicht hinwegsehen könnte.

Viele dieser Rahmenbedingungen klopft man ja schon vor Beziehungsbeginn ab. Dank Corona kam ein potenziell neues Minenfeld hinzu, was man vorher evtl. nicht abgeklopft hat.

Während ich viele Themen für unwichtig genug halte und überhaupt kein Problem mit Kompromissen habe, könnte ich das nicht in Bezug auf Impfunwilligkeit.
Du hast bestimmt auch deine Themen bei denen du nicht kompromissbereit bist.
Wenn dein Freund die Wichtigkeit dieses Themas ähnlich einstuft wie ich, und ihr euch nicht annähern könnt, kann ich verstehen, dass das einen Keil zwischen euch treibt.

w 36
 
  • #4
Also ich hätte auch ein Problem wenn mein Partner Impfgegner wäre . Meine beste Freundin vertraute auch auf ihr immunsystem und erkrankte im Juli so schwer dass sie ins Krankenhaus musste und Sauerstoff bekam . Vorerkrankungen hatte sie keine . Bei Bekannten könnte ich es noch stehen lassen drei meiner Kolleginnen in der Schule sind auch nicht geimpft , ich kenne auch Pflegepersonal dass nicht geimpft ist . Kann ich tolerieren . Eine Bekannte habe ich verloren da sie mir täglich impfgegner Videos schickte obwohl ich bereits zweimal geimpft war und mich beschimpfte . Diesen Kontakt habe ich beendetet . Bei euch geht nicht hervor wer welche Position hat . Dass dein Partner dich so unter Druck setzt dass du einen Nervenzusammenbruch bekommst halte ich für sehr bedenklich . Einen Rat habe ich keinen .
 
  • #5
Ich will hier keine Corona-Diskussion führen, nicht dass hier auch noch Streit entsteht, sondern mich interessiert, wie man mit so einem Konflikt umgehen kann. Erlebt ihr Ähnliches, habt ihr auch Erfahrungen damit?
Das Thema ist leider wieder sehr aktuell zur Zeit.

Wir sollten uns tatsächlich auf den Kern der Frage beschränken, wie im obigen Zitat zu lesen.

Konflikte in der Beziehung wegen dieses Themas, das uns spätestens seit März 2020 beschäftigt.

Politische Diskussionen sind hier nicht gern gesehen.

Aber liebe FS,
ich weiß nicht, wer bei euch beiden geimpft oder ungeimpft ist. Ich vermute, du willst nicht.

Ich kenne diese Gespräche aus meinem Arbeitsumfeld. Manchmal fasst man sich da nur noch an den Kopf. Aber nur ganz heimlich, denn ich muss ja mit den Leuten klarkommen. Also bleibe ich auch bei krudesten Theorien freundlich und bin froh, wenn das Thema dann auch wieder beendet ist.
 
  • #6
Hallo Schokokuchen! Ich sage dir meine sehr reflektierte Meinung in aufrichtiger und authentischer Form. In einer sehr schönen Beziehung läuft das nicht ab, was du hier beschreibst, da nimmt man gegenseitig Rücksicht und pocht nicht einseitig und stur auf seine Meinung, das geht nicht. Ich sage dir etwas real hartes, du liebst ihn einseitig, er dich aber nicht adäquat, das macht genau den Unterschied in diesem Partner-Konflikt aus! Es geht dabei nicht einmal um die Impfung als solche, es geht dabei ausschließlich um egoistisch Recht haben wollen, das Impfthema ist dafür nur Mittel zum Zweck, Punkt! Du wirst dich in der Zukunft auf weitere solche Attacken einstellen können! Würde er dich genauso lieben wie du ihn, er könnte dich niemals so knallhart angehen und dich niemals verletzen, dich auch niemals zum weinen bringen! Stell dir das einmal umgekehrt vor, könntest du mit ihm so umgehen, wie er das mit dir macht, dann hast du die passende Antwort! Ich an deiner Stelle würde diese Beziehung hinterfragen, auch und gerade wenn es so weh tut! Ich lebe seit Jahren eine sehr glückliche und harmonische Beziehung, ich kann mir das nicht vorstellen, das so etwas abläuft bei mir, wie es bei dir geschieht!
 
  • #7
...aber leider vertreten mein Partner und ich unterschiedliche Meinungen zum Thema Impfen. ...ich würde es einfach so stehen lassen, dass man halt verschiedene Sichtweisen hat, alles gut.
Haben wir auch. Genau wie bei Dir, wer geimpft ist und nicht ist mir im persönlichen Umgang völlig egal. Das gesellschaftliche Problem sehe ich, aber dafür veranstalte ich keine privaten Besserwisserveranstaltungen. Sonst müsste ich auch eine Reihe Bekannte komplett streichen.
... dann sagt er nur aufgrund dieser einen kleinen Meinungsverschiedenheit plötzlich so Sachen wie "Ich kann so nicht leben".
Wie? Geimpft? Das Thema wird leider in vielen Kontexten völlig überdreht. Ich toleriere Nichtgeimpfte in meinem Umfeld genauso wie ich Veganer oder Pferdeliebhaber toleriere. Es betrifft den persönlichen Umgang schlicht nicht.
Ich würde mir wünschen, dass wir das Thema irgendwie ausklammern können, im Prinzip habe ich kein Problem, mich darüber zu unterhalten, aber er will mich eigentlich nur überzeugen, dass er Recht und ich Unrecht habe.
Das würde ich klar sagen. Sein Interesse wird hoffentlich auch nicht sein, dass die Beziehung daran scheitert. Sonst scheitert sie auch in anderen Fragen an Intoleranz.
...sondern mich interessiert, wie man mit so einem Konflikt umgehen kann. Erlebt ihr Ähnliches, habt ihr auch Erfahrungen damit?
Gleicher Konflikt, volle Toleranz.
Du liest hier aber auch, wie viele Dir gleich inhaltlich antworten, weil sie anderer Meinung sind als Du und Deine Meinung nicht tolerieren können.
Sich nicht Impfen lassen, AfD wählen, Untreue etc. sind Sachen über die ich auch in einer sonst harmonischen Beziehung nicht hinwegsehen könnte.
Das ist eine legitime Sichtweise, dann sollte man die Beziehung tatsächlich beenden. Unterschiedliche politische Ansichten sind durchaus manchmal problematisch, allerdings eine andere Kategorie als Untreue.
Während ich viele Themen für unwichtig genug halte und überhaupt kein Problem mit Kompromissen habe, könnte ich das nicht in Bezug auf Impfunwilligkeit.
Beim Impfen sehe ich die pauschale Auswirkung auf eine Beziehung erstmal nicht. Nichtimpfung beruht zum Teil einfach auf Unsicherheit und Ängsten. Mit denen sollte man in einer Partnerschaft wiederum behutsam umgehen können.
 
  • #8
Ganz allgemein bei unterschiedlichen Standpunkten zwischen mir und meinem Partner kommt es wirklich auf den Inhalt an. Generell neigt er auch dazu, unbedingt Recht haben zu wollen und ewig auf mich einzureden, damit ich ihm zustimme.

Wenn es unwichtiges Pillepalle ist (zB unterschiedliche Erinnerung daran in welchem Monat wir welche Pflanze eingepflanzt haben oder ähnlich Unwichtiges), kann ich auch mal sagen "Jaja du hast Recht", damit er Ruhe gibt. Da breche ich mir keinen Zacken aus der Krone.

Wenn es aber ein Thema ist, was mir wichtig ist und ich mich im Recht fühle (zB. Metoo oder wenn er bei manchen Menschen die Diagnose einer Depression in Frage stellt und ihnen unterstellt, sie wollen bloß Opfer sein und profitieren), dann muss ich auf meinem Standpunkt beharren und wir kriegen uns in die Haare. Für mich endet die Diskussion wenn ich sage "Ok, wir sehen das hier eben unterschiedlich, das müssen wir beide so akzeptieren." Er schmollt dann noch eine Weile, weil er unbedingt wollte, dass ich ihm zustimme, aber das treibt keinen Keil zwischen uns.

In grundlegenden Ansichten - Impfen, Politik - sind wir zum Glück einer Meinung. Würde er sich als Impfgegner, Coronaleugner oder AfD-Wähler entpuppen, hätten wir ein Problem. Dann wäre er als Partner nicht länger tragbar für mich.

W37
 
  • #9
ich lese hier schon länger mit und wollte jetzt mal fragen, wie sich die Corona-Lage eigentlich auf eure Beziehungen oder euer Single-Dasein auswirkt. Und natürlich habe ich auch gerade ein eigenes Problem:
Mein Freund und ich sind beide geimpft. Uns hat die Pandemie noch enger zusammengeschweißt, Konflikte gab es kaum. Wir haben die viele Paarzeit sehr genossen. Wenn man unglücklich in seiner Beziehung ist oder ein sehr extravertierter Mensch, kann ich mir aber gut vorstellen, dass die Zeit die Hölle gewesen ist.

Zu deinem Problem: Ich könnte mir vorstellen, dass dein Freund einfach Angst um dich hat, dass du schwer erkranken könntest. Er möchte dich nicht verlieren. Also ich würde es ihm nicht übel nehmen, dass er nicht von seiner Meinung abweicht.
 
  • #10
Ich habe vor 4 Wochen eine schwere Tumoroperation am Kopf durchgemacht und 2 Tage nach der Operation zum Schrecken der Ärzte Covid bekommen, und zwar die bösartige Delta-Variante. Es hat mir das Leben gerettet, daß ich doppelt geimpft war. Nun bin ich zu Hause, kämpfe aber noch mit den Folgen und bin auch noch nicht virusfrei. Es geht mir aber relativ gut. Ich frage mich, was in den queren Köpfen von Menschen vor sich geht, die sich aus irgendwelchen mysteriösen Gründen nicht impfen lassen. Die Intensivstationen sind voll mit Ungeimpften. Was solche Leute machen, ist russisches Roulette. Mit ihrem Leben können sie ja machen, was sie wollen, aber sie nehmen den Vernünftigen die Betten auf der IS weg.
 
  • #11
Ich möchte noch hinzufügen, daś ich dank meiner Impfungen nicht auf die Covid-Station mußte, weil ich nur einen leichte /mittelschweren Verlauf hatte und somit keinem Patienten ein Bett weggenommen habe.
 
  • #12
In grundlegenden Ansichten - Impfen, Politik - sind wir zum Glück einer Meinung. Würde er sich als Impfgegner, Coronaleugner oder AfD-Wähler entpuppen, hätten wir ein Problem. Dann wäre er als Partner nicht länger tragbar für mich.

W37
So sehe ich das auch. Uneinigkeit in wirklich sehr wichtigen und grundlegenden Themen wäre für mich ein Trennungsgrund. Da liegt ja sozusagen die Basis und einfach nur stillschweigend hinnehmen auch keine Option für mich. Corona bzw Impfen gehört tatsächlich für mich zu so einem Basic. Hätte sich mein Partner gegen das Impfen entschieden, würde ich auch echt ins Grübeln kommen. Umgekehrt genauso. Mein Mann ist Arzt,hat lange als Notarzt gearbeitet und ist jetzt schon länger als Intensivmediziner tätig. Corona war von Anfang an hart, aber mittlerweile bringen in Impfgegner richtig auf die Palme, weil die Argumentationen einfach nicht haltbar sind. Im gleichen Atemzug muss er sich täglich beruflich mit solch Beratungsresistenten beschäftigen, die ihn Zeit und Mühe kosten, die bei "unverschuldet" bei ihnen gelandeten Patienten fehlt. Zusammengefasst: ich denke, bei uns wäre dieses Thema auch stark beziehungsgefährdend, obwohl wir Ü20 Jahre zusammen sind.
 
  • #14
Wie? Geimpft? Das Thema wird leider in vielen Kontexten völlig überdreht. Ich toleriere Nichtgeimpfte in meinem Umfeld genauso wie ich Veganer oder Pferdeliebhaber toleriere.



Beim Impfen sehe ich die pauschale Auswirkung auf eine Beziehung erstmal nicht. Nichtimpfung beruht zum Teil einfach auf Unsicherheit und Ängsten. Mit denen sollte man in einer Partnerschaft wiederum behutsam umgehen können.
Bei einem Pferdeliebhaber handelt es sich um eine persönliche Vorliebe. Beim Impfen um wissenschaftliche Tatsachen. Das ist für mich ein Unterschied. Würde mein Partner sich nicht Impfen lassen, so wäre ich in Sorge um meine persönliche Gesundheit, da man ja Zuhause im Zusammenleben wohl kaum mit Maske, Abstand etc agiert. Mittlerweile sind die Fakten, die FÜR das Impfen sprechen so überzeugend, dass ich ein grundsätzliches Problem hätte. Bei Freunden und Bekannten ist der Fall anders, die gehen mit mir weder auf die Couch, noch ins Bett.
 
  • #15
Metoo oder wenn er bei manchen Menschen die Diagnose einer Depression in Frage stellt und ihnen unterstellt, sie wollen bloß Opfer sein und profitieren), dann muss ich auf meinem Standpunkt beharren und wir kriegen uns in die Haare.
Aus meiner Sicht völlig unnötige Streiterei zu Themen, bei denen man unterschiedliche Standpunkte haben kann.
Für mich endet die Diskussion wenn ich sage "Ok, wir sehen das hier eben unterschiedlich, das müssen wir beide so akzeptieren."
Könntest Du dann gleich sagen, ohne erst einen Streit zu riskieren.
Ich habe vor 4 Wochen eine schwere Tumoroperation am Kopf durchgemacht und 2 Tage nach der Operation zum Schrecken der Ärzte Covid bekommen, und zwar die bösartige Delta-Variante.
Gute Besserung, ich drücke alle verfügbaren Daumen.👍
 
  • #16
Haben wir auch. Genau wie bei Dir, wer geimpft ist und nicht ist mir im persönlichen Umgang völlig egal. Das gesellschaftliche Problem sehe ich, aber dafür veranstalte ich keine privaten Besserwisserveranstaltungen. Sonst müsste ich auch eine Reihe Bekannte komplett streichen.

Wie? Geimpft? Das Thema wird leider in vielen Kontexten völlig überdreht. Ich toleriere Nichtgeimpfte in meinem Umfeld genauso wie ich Veganer oder Pferdeliebhaber toleriere. Es betrifft den persönlichen Umgang schlicht nicht.

Das würde ich klar sagen. Sein Interesse wird hoffentlich auch nicht sein, dass die Beziehung daran scheitert. Sonst scheitert sie auch in anderen Fragen an Intoleranz.

Gleicher Konflikt, volle Toleranz.
Du liest hier aber auch, wie viele Dir gleich inhaltlich antworten, weil sie anderer Meinung sind als Du und Deine Meinung nicht tolerieren können.

Das ist eine legitime Sichtweise, dann sollte man die Beziehung tatsächlich beenden. Unterschiedliche politische Ansichten sind durchaus manchmal problematisch, allerdings eine andere Kategorie als Untreue.

Beim Impfen sehe ich die pauschale Auswirkung auf eine Beziehung erstmal nicht. Nichtimpfung beruht zum Teil einfach auf Unsicherheit und Ängsten. Mit denen sollte man in einer Partnerschaft wiederum behutsam umgehen können.
Da kann ich dir nicht zustimmen. Ein Impfgegner im Bett, na danke auch. Die Grundlagen jeder Beziehung sind gleiche Werte, ähnliche Intelligenz und wenn mir da jemand erzählt, Bill Gates will mich chippen, da muss ich doch wirklich an dem Verstand dieses Menschen zweifeln. Lach nicht, eine jetzt ehemalige Freundin hat das von sich gegeben, eine andere ehemalige meinte, die Menschen, die in Italien starben wären nur Schauspieler gewesen, das wäre gar nicht passiert. Soll ich mich, auch noch in einer Partnerschaft, mit sowas abgeben? Das sind grundlegende Werte, das geht nicht. Es beruht auf Dummheit, Unwissenheit und fällt in die gleiche Kategorie wie Antisemitismus, jedenfalls bei mir. Nee, das ist ein Trennungsgrund.
 
  • #17
Bei einem Pferdeliebhaber handelt es sich um eine persönliche Vorliebe.
Ja. Und?
Es ist auch eine persönliche Entscheidung. Ich bin da ohne jeglichen Blutdruck.
…so wäre ich in Sorge um meine persönliche Gesundheit, da man ja Zuhause im Zusammenleben wohl kaum mit Maske, Abstand etc agiert.
Wenn Du geimpft bist, ist das Risiko weitgehend unabhängig von seiner Impfung und eine Ansteckung wäre für Dich meist nicht sehr folgenreich. Auch das wissenschaftliche Tatsachen. Genau deswegen bin ich geimpft. Was meine Mitmenschen machen, ist für mich persönlich völlig egal. (Gesellschaftlich natürlich nicht). Vor Ansteckung habe ich überhaupt keine Angst. Sonst müsste ich mittlerweile ja dauernd paranoid durch die Gegend laufen.
Mittlerweile sind die Fakten, die FÜR das Impfen sprechen so überzeugend, dass ich ein grundsätzliches Problem hätte.
Du scheinst die Fakten selbst nicht zu kennen…

Jemand reduziert auf der persönlichen Ebene in erster Linie sein eigenes Risiko. Ein geimpfter sorgloser Partner ist sicher auch nicht harmloser als ein ungeimpfter vorsichtiger.
Das reduziert die Frage auf die unterschiedlichen Sichten und die Frage, ob man die tolerieren kann.
Bei Freunden und Bekannten ist der Fall anders, die gehen mit mir weder auf die Couch, noch ins Bett.
Die können Dich, egal ob geimpft oder nicht genauso anstecken. Es ist höchstens eine Frage der Dosis. Da sollten wir uns alle entspannen, wenn geimpft.
 
  • #18
Ich habe vor 4 Wochen eine schwere Tumoroperation am Kopf durchgemacht und 2 Tage nach der Operation zum Schrecken der Ärzte Covid bekommen
Das Wichtigste zuerst - Gute Besserung an dich. Ich hoffe, du stehst bald wieder unbeschwert auf deinen Beinen und sowohl die Infektion als auch die Operation sind nur noch Erinnerung.

Meine Einstellung zum Problemfall
ich bin ein Liberaler. Jeder soll machen, was ihm oder ihr richtig vorkommt. Ich bin froh, die Frage der Impfung nur für mich und nicht für andere entscheiden zu müssen. Und habe im Bekanntenkreis mehrere Ungeimpfte - wobei die Begründung recht oft die ist, dass andere Medikamente eine Impfung momentan unmöglich machen.
Diese ganzen Oberlehrer sind ja momentan in Mode. Und meinen sehr oft, jede/n mit ihrer Sicht der Dinge nerven zu müssen. Solche Leute haben bei mir nichts im Bekanntenkreis verloren. Und solch ein unangenehmer Tropf scheint dein Freund zu sein. Schiess ihn ab. Nach Corona kommt das nächste Thema.
(Ich bin übrigens geimpft, sogar schon mit Booster. Den erhält V nächste Woche. Beide, weil wir es für uns wollen)
 
  • #19
Ich habe vor 4 Wochen eine schwere Tumoroperation am Kopf durchgemacht und 2 Tage nach der Operation zum Schrecken der Ärzte Covid bekommen, und zwar die bösartige Delta-Variante
Liebe Toscamore, ich wünsche Dir auch gute Besserung, wünsche Dir viel Kraft und dass Du bald komplett genesen bist!
Ich toleriere Nichtgeimpfte in meinem Umfeld genauso wie ich Veganer oder Pferdeliebhaber toleriere.
Ja, das mache ich auch, denn Nichtgeimpfte in meinem Kollegenkreis/Umfeld haben auch durchaus überzeugende Argumente bzw. Begründungen, die man nicht so einfach von der Hand weisen kann...
 
  • #20
wie sich die Corona-Lage eigentlich auf eure Beziehungen..... auswirkt.
Ich hatte mir mein Leben komplett anders vorgestellt. Ich habe meinen Job aufgegeben und bin umgezogen, um mit meinem Mann zusammenleben zu können.
Pech gehabt, frau sollte in solchen Zeiten keinen Klinikarzt heiraten. Wir sehen uns kaum noch.

Es ist trotzdem kein Problem, weil wir in allen solchen Dingen die gleiche Meinung haben, d.h. uns nie um Differenzen streiten müssen, sondern direkt zusammen nach einem guten Umgang mit der unerfreulichen Situation gucken können.

Und ich finde es ungerecht, dass alles andere Schöne scheinbar nichts mehr wert ist, nur wegen einer Sache, das kann ich gar nicht nachvollziehen.
Naja, es ist ja auch ein Thema, was seit 2 Jahren auf großer Flamme gekocht wird und womit Du rund um die Uhr zugemülllt wirst, wenn ihr euch dem nicht komplett verweigert.

Wenn die schöne Gemeinsamkeit nur bei guter Großwetterlage existiert, ist sie eh nicht viel wert. Kracht es nicht an Corona, dann halt an einem beliebigen anderen Thema in dem es gravierende Differenzen gibt - ist halt auch eine Frage von Toleranz und Kommunikationskultur in einer Beziehung.

mich interessiert, wie man mit so einem Konflikt umgehen kann.
Es gibt Dinge, die einem so wichtig sind, dass sie keine relevanten Abweichungen beim Gegenüber vertragen. Ich habe so ein paar Stellen, mein Mann ebenfalls - bei uns passt es und darum ist es kein Problem.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass für mich nicht tolerierbare Eigenschaften und Meinungen bei einem Partner nunmal Partnerschaft ausschließen bzw. zu deren Ende führen.

Wenn mich jemand in den Zustand versetzt:
ich weine, weil ich es so schlimm finde, dass wir uns deswegen streiten..... verletzt es mich sehr und macht mich unendlich traurig... mein Herz zerbricht...... beschäftigt das noch stundenlang später...... hatte ich sogar den ersten Nervenzusammenbruch meines Lebens deswegen
daß es gesundheitsschädlich wird, dann ist halt Ende im Gelände, denn Deinem Partner mangelt es an Fürsorge und Zuneigung für Dich, wenn er Dich immer wieder in den Zustand versetzt und an Deine Belastungsgrenzen bringt.
 
  • #21
Ich hatte liebe @Toscamore eine kleine Achterbahnfahrt gerade beim Lesen...oh nein und Gott sei Dank...in wenigen Sekunden.
Ich drück fest weiter die Daumen.

Liebe FS...schade dass Du Corona mit ins Spiel gebracht hast, denn so geht Dein zweiter Threads unter.
Denn sein Verhalten bezieht sich nicht auf ein Thema.
Beispiel: Leugnen von Depressionen als Krankheit.
Und vorallem sein Umgang mit Dir, wenn Du eine andere Meinung hast.
Gleichzeitig bekommt er Dich in die Ecke, die er Dir zuweist: mundtot und passiv.
Deine Strategie den Mund zu halten, um Streit zu vermeiden ....ist worauf er spekuliert.
Es werden noch andere Themen hinzukommen, denke ich.
Du wirst weinen und dann folgsam sein.
 
  • #22
FS, zu deinem Thema - du bist kein unmündiges Kind, ich nehme an, du hast dich mit dem Thema auseinander gesetzt und dein Freund muss dein Recht auf freie Meinungsäusserung akzeptieren, statt dich zu manipulieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #23
Auch da gestehe ich Dir Deine Meinung natürlich zu.
Sachlich betrachtet: ob Du eine Nacht lang neben einem geimpften oder ungeimpften Infizierten liegst, dürfte fast keinen Unterschied machen.
Die Grundlagen jeder Beziehung sind gleiche Werte,...
..zu denen für mich wesentlich Toleranz zählt.
...Bill Gates will mich chippen, da muss ich doch wirklich an dem Verstand dieses Menschen zweifeln.
Das sind Extremfälle.

Ich erlebe auch völlig andere Konstellationen, durchaus auch welche, bei denen Angst oder Unsicherheit eine Rolle spielt. Ich kann das nachvollziehen. Die Lage in den Medien ist oft völlig verwirrend, es gibt kaum wirklich brauchbare Zahlen (man sehe sich nur die Frage, wie viele denn nun geimpft oder hospitalisiert sind, an). Da ist für mich völlig nachvollziehbar, dass Menschen unsicher sind und nicht mehr wissen, wem sie glauben sollen.
Soll ich mich, auch noch in einer Partnerschaft, mit sowas abgeben?
In meinem Umfeld sind vier promovierte Menschen aus passenden Fachgebieten (z. B. Biologinnen), die mir Informationen geben, die ich nicht widerlegen kann. Sie haben für mich eine andere Sicht als ich und ziehen andere Schlüsse. Ich kann das nicht beurteilen, ich vertraue auf einen guten Ausgang, aber eine gewissen Restwahrscheinlichkeit gibt es auch für andere Szenarien.
Ich erkenne keine "Werte". Es sind abweichende Sichten, durchaus abstrus. Mit "Werten" hat das wenig zu tun.
In dem Fall Dunning-Kruger.
...und fällt in die gleiche Kategorie wie Antisemitismus, jedenfalls bei mir.
Mit Antisemitismus allenfalls vergleichbar wäre dann der Hass, der Andersdenkenden mittlerweile überall entgegenschlägt, ohne sich auch nur zu erkundigen, warum sie sich nicht impfen lassen wollen. Für mich einer der Hauptgründe, mit dem die Nichtgeimpften leider immer fester zusammengeschweisst und in die Ecke gedrängt werden. Ich halte das für falsch. Die Folgen lassen sich in Sachsen schön beobachten.
 
  • #24
Ich breche es mal runter, weil das Corona Thema aufgeladen genug ist. Ich erwarte von meinem Partner ein Minimum an Toleranz! Dazu gehört, dass er meine Meinung stehen lassen muss. Kann er das nicht, würde ich mich nicht aufreiben.
Ohne Toleranz keine Beziehung! Ohne Respekt keine gemeinsame Zukunft!
Ich selber wende mich von Menschen ab die ihre Meinung zum Dogma erklären und versuchen mich um jeden Preis zu missionieren, nur um sich weiter im Recht fühlen zu können.
 
  • #25
Schöner Titel. Das erinnert mich an das Buch „Liebe in Zeiten der Cholera“ 😊.
Generell sollte jedes Paar in der Lage sein Konflikte lösen zu können. Bei gesundheitlichen Themen steht allerdings m. E. die Gesundheit der einzelnen im Vordergrund. Das Thema ist vergleichbar mit Safer Sex. Da müssen auch beide zu einer Einigung kommen. Sonst müsste man sich trennen. So einfach ist es.
 
  • #26
Nun ich finde Corona ist ein sehr gutes Thema, um die Menschen in seinem Umfeld sich genauer anschauen zu können.

Mein - nun Ex--Partner und ich wir waren beide erkrankt im Frühjahr. Der Verlauf war der einer normalen Grippe.
Da ich mich auch nie gegen Grippe impfen lasse, sehe ich auch aus medizinischen Gründen keine Notwendigkeit, mich gegen Corona impfen zu lassen, insbesondere da ich es ja nun schon hatte. Bei ihm sprachen sogar Vorerkrankungen gegen eine Impfung.

Bis zum Ablauf seines Genesenren-Zertifikats vertrat er auch diese Meinung, regte sich täglich über die teils widersinnigen Maßnahmen auf.

Mit Einführung von 2 G bekam er einen Koller. Er hielt mir vor, dass ihm unsere Beziehung keinen Spaß mehr macht, weil man mit mir ja nichts mehr unternehmen könne, wenn ich mich nicht impfen lassen will.

Daraufhin habe ich unsere Beziehung (auch noch aus anderen Gründen aber hauptsächlich deswegen)beendet, weil mir klar wurde, dass er meinen Wert offenbar lediglich als Freizeit-Buddy sieht, obwohl er soviel in die Beziehung und unsere gemeinsame Zukunft investiert hat.

Schlimm genug, dass man offiziell diesbezüglich derartig schon unter Druck gesetzt wird, aber vom eigenen Partner sich zu einer medizinisch nicht notwendigen Entscheidung drängen lassen ? Geht gar nicht für mich....

Er hat dann sofort einen Impftermin gemacht, um sich ins Veranstaltungs und Partygetümmel stürzen zu können, was ich wiederum aus Angst vor Ansteckung vermeiden würde, da ja auch Impfungen nun keinen sterilen Schutz bieten.

Ich kann darüber einfach nur ungläubig den Kopf schütteln. Aber eigentlich bin ich letztlich froh darüber, dass ich diese Einstellung von ihm erkannt habe, bevor er endgültig zu mir gezogen war.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Dann schau doch mal nach Bayern. Die Impfzentren sind jetzt gut besucht, 2G, ein bisschen Druck, schon klappt es.
 
  • #28
Beim Impfen sehe ich die pauschale Auswirkung auf eine Beziehung erstmal nicht. Nichtimpfung beruht zum Teil einfach auf Unsicherheit und Ängsten. Mit denen sollte man in einer Partnerschaft wiederum behutsam umgehen können.
Dabei geht es weniger um die Auswirkungen auf eine Partnerschaft.
Es geht mir mehr um Grundeinstellungen die ich bei einem Partner kongruent zu meinen Einstellungen erwarte.
Wenn ich in so wichtigen Fragen mit einem Partner nicht übereinstimme weiß ich nicht ob ich ihn in dem Maße respektieren kann wie es für eine Partnerschaft sein sollte.

Bei Freunden hätte ich damit auch kein Problem, solange sie mich nicht belehren wollen, oder sich verantwortungslos verhalten. Aber bei einem Partner erwarte ich da einfach mehr Passung.

Von daher würde mich interessieren wer in Schokokuchens Beziehung der Impfunwillige ist. Wenn ihr Partner dagegen sie von der Nutzlosigkeit der Impfung überzeugen will, verstehe ich nicht, dass sie so liberal reagiert.
 
  • #29
Du stellst ein Corona Problem und möchtest aber keine Corona Diskussion, verstehe ich das richtig? Wenn du dich nicht impfen lassen willst, ist das natürlich deine, wenn auch von sehr vielen Menschen nicht nachvollziehbare, Entscheidung. Ich würde mit so jemandem nicht zusammen sein wollen, denn das sagt mehr über dich und dein Gedankengebäude aus als die schönen Zeiten. Wenn jemand so denkt, will ich ihn nicht in meiner Nähe haben, nicht als Bekannte, nicht als Freundin und schon gar nicht als Partnerin. Das ist so weit von meinem Denken entfernt wie der Mond von der Erde.
Ich stimme dir da zu. Ich finde es sollte sogar zu einer Impflicht kommen. Ich habe nämlich keine Lust auf den nächsten Lockdown. Das würde nämlich unsere Wirtschaft nicht verkraften. Wenn sich jeder impfen lassen würde könnte man die Pandemie überwinden. Das ist einfach ein egoistisches Verhalten.
 
  • #30
ich kenne auch Pflegepersonal dass nicht geimpft ist . Kann ich tolerieren .
Das kann ich überhaupt nicht tolerieren. Ich habe früher die Krankheit auch verharmlost. Das wisst ihr ja mittlerweile. Gegen später habe ich von mehreren mitbekommen due sehr starke Verläufe hatten.

Das sich Pflegepersonal nicht impfen lässt kann ich überhaupt nicht tolerieren. Die Patienten sind ja durch sie dann extrem gefährdet.
 
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