• #31
Zweimal Vollzeit geht nicht. Das funktioniert aber weder mit der Karrierefrau noch mit der Hausfrau
Oh mein Gott, wenn ich sowas lese, sträuben sich meine Nackenhaare. Ich bin Alleinerziehend, arbeite Vollzeit und im 2. Beruf nebenberuflich, wir haben einen Hund und einen Garten. Ich koche sehr gerne für meine kleine Familie und für Gäste. Für meine Freunde habe ich immer Zeit, wenn sie Hilfe benötigen, obwohl viele davon in Partnerschaften leben und eigentlich meine Hilfe nicht benötigen würden. Meine Nachbarin, die nicht arbeitet, braucht oft meine Hilfe, Abends wenn ich von der Arbeit nach ca. 10 Stunden incl. Hin- und Rückfahrt komme. Da hat sie gar keine Skrupel denn ihr Mann muss ja dann auf der Couch relaxen.
Meine Tochter (14) hat jeden Tag nach der Schule (ca. 16 Uhr) eine Aufgabe: Spülmaschine ausräumen oder staubsaugen, Wäsche aufhängen oder auffalten, bügeln oder Papiermüll rausbringen. Wir müssen uns halt gegenseitig helfen und das klappt ganz gut. Auch für ihr zukünftiges Leben ist das sicherlich hilfreich. Oder wer will in einer WG mit jemanden wohnen, der das alles nicht kann?
W53
 
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Deleted member 29413

  • #32
Hallöchen,

also mir wäre es egal ob Haus- oder Karrierefrau. Solange ich Spaß mit habe und sie genauso viel Geld hat wie ich.

m 52
 
  • #33
Hallöchen,
also mir wäre es egal ob Haus- oder Karrierefrau. Solange ich Spaß mit habe und sie genauso viel Geld hat wie ich.
Genau !
Und der Hausfrau, die auch ohne Kinder komplett zuhause bleibt und die du nicht finanzierst, die das nicht braucht, weil sie z.B. ordentlich geerbt hat, ist es auch egal, was du so machst, Hauptsache, du bezahlst alles für dich selbst und machst auch komplett deinen ganzen Haushalt alleine.
Geht ganz super bei LAT.
Falls du mit ihr zusammen wohnst, könnte es vielleicht Konflikte geben, weil du das Bad nicht oft genug putzt und dir Essen aus dem Kühlschrank nimmst, das sie eingekauft hat.

Aber auch dafür würde es sicher Lösungen geben, z.B. dass du eine Putzfrau bezahlst, die zweimal pro Woche alles Grobe macht, während deine Freundin, die privatisiert ( davon reden wir, nicht von der klassischen Hausfrau, die natürlich nicht so viel Geld hat wie du ), einkauft und kocht und dir was abgibt.
Deine Wäsche und andere eindeutig zuzuordnende Arbeiten machst du selbst.
Alles, was du rumliegen lässt, sammelt sie einmal täglich in einem Müllsack zusammen, dann reduziert sich dieses Ärgernis nach und nach ohnehin.

Joa, so würde es gehen, wenn man partout zusammenwohnen wollte und sich trotzdem noch liebhaben.

Ah, hab vergessen, es könnte ja auch sein, dass du der ordentlichere Part bist. Soll's geben. Mein Bruder z.B. hat in seiner Frau seinen Herrn und Meister gefunden.
Sie schafft es z.B. ganz entspannt, auch die fünfte Mülltüte zuzuknoten und neben den Mülleimer und die anderen vier Mülltüten zu stellen.
Wenn deine Privatisierende also den ganzen Tag chillt oder auch schönen und sinnvollen Tätigkeiten nachgeht, ihr euch einig seid, was die Hausarbeit betrifft, kann es auch klappen, wenn du gar nichts dafür bezahlen willst.
Macht sie ja auch nicht.
Man kann trotzdem leben.

Mein Bruder hatte uns mal alle eingeladen und ich war eine Stunde zu früh.
Ich bot an, nochmal die Wollmäuse vom Laminatboden zu entfernen, bevor die anderen Gäste kommen. Sie hatten aber leider keinen Mop oder etwas derartiges. Nach zwei Jahren ! Sie hatten in dieser Zeit noch nie gewischt !
Ich betone, dass ich keinen Witz mache.
Was soll ich sagen, sie leben immer noch.
Das Kind auch, ist inzwischen schon 13, groß und kräftig.

Also ja, meinetwegen, es geht alles, wenn man will.
Du gibst der Hausfrau kein Geld und sie macht keine Arbeit.
Wäre das ok für dich ?

Hinweis an alle, die mich gerne wörtlich nehmen und sich entsprechend empören: mir ging gerade der Hut hoch...weiß nicht, ob man das gemerkt hat.

w 51
 
  • #34
Oh mein Gott, wenn ich sowas lese, sträuben sich meine Nackenhaare. Ich bin Alleinerziehend, arbeite Vollzeit und im 2. Beruf nebenberuflich, wir haben einen Hund und einen Garten. Ich koche sehr gerne für meine kleine Familie und für Gäste. Für meine Freunde habe ich immer Zeit, wenn sie Hilfe benötigen, obwohl viele davon in Partnerschaften leben und eigentlich meine Hilfe nicht benötigen würden.
Ja, es gibt diese Übermütter, die natürlich neben dem Vollzeitjob noch den Haushalt wuppen ohne Hilfe und selbstverständlich kümmern sie sich um die Kinder.
Ich glaube das nicht, da sträuben sich mir wiederum die Nackenhaare. Ich bin überzeugt, dass zwei Vollzeitstellen sich nicht mit Familienleben vereinbaren lassen. Wenn es für Dich aber so einfach ist, das alles neben 1,5 Jobs zu erledigen, warum jammern dann so viele Frauen über "das bisschen Haushalt"? Ich möchte so mein Leben nicht verbringen.
 
  • #35
Diese Diskussion ist schon etwas älter und ich bin durch Zufall darauf gestoßen. Karrierefrau und Karrieremann sind in meinen Augen nicht gleichzusetzen mit beruflich engagierten Menschen im Allgemeinen. Karrieremenschen beider Geschlechter haben manchmal etwas unsympathisches, was vielleicht am besten dadurch zu beschreiben ist, dass sie für ihr Ego bewusst ihren Charakter zumindest teilweise aufgeben. Menschen mit diesen Charakterdefiziten sind wohl eher nur bedingt als Partner geeignet, Männer wie Frauen. Wer will schon die meiste Zeit des Lebens mit jemandem zusammen sein, der sich selbst deutlich wichtiger sieht als den Partner/die Partnerin.
Da somit der Karrieremann/die Karrierefrau oftmals (nicht immer) ungeeignet für ein Zusammenleben ist, beziehe ich mich hier auf das Thema des Zusammenlebens mit einer beruflich engagierten Frau. Zusammenleben mit einer beruflich engagierten Frau ist das, was ich bevorzuge. Es wurde hier bereits erwähnt, dass berufstätige Menschen einen weiteren Horizont haben als diejenigen, die zu Hause bleiben.
Ein Aspekt, der selten erwähnt wird ist, dass auf den Mann/Partner einer Hausfrau die gesamte Last des 'Geld nach Hause Bringens' liegt, er also einem zusätzlichen Druck ausgesetzt ist. Dieser Druck, ob er nun bewusst wahrgenommen wird oder nicht, birgt die Gefahr der psychischen Unausgeglichenheit, welche wiederum die Partnerin zu spüren bekommt oder schlimmer noch, eines psychosomatisch bedingten vorzeitigen Verschleiß.
Doch jedes Paar muss für sich selbst entscheiden, welchen Weg es geht. Wichtig ist nur, dass beide vermeiden, Defizite in Kauf zu nehmen, die erst nach Jahren ihr volles Konfliktpotential entfalten.
 
  • #36
Ein Aspekt, der selten erwähnt wird ist, dass auf den Mann/Partner einer Hausfrau die gesamte Last des 'Geld nach Hause Bringens' liegt, er also einem zusätzlichen Druck ausgesetzt ist.
Ja, dies auf der einen Seite, die finanzielle Abhängigkeit der Hausfrau auf der anderen.

Nicht selten führt der Mann sich dann auf und will bestimmen, welches Geld wofür ausgegeben wird.

Erlebe ich live täglich im Umfeld.

Die Frau hat kein eigenes Konto, kein Geld und muss an sein Portemonnaie gehen, um Geld für Lebensmitteleinkäufe zu entnehmen.

Jegliche persönliche Ausgabe muss sie absegnen und kommentieren lassen.

Und so eine Situation führt mit Sicherheit auch zu Spannungen.

Das wäre auch absolut nichts für mich. Da geh ich lieber voll arbeiten und bestimme selbst, was ich mir kaufen mag.
 
  • #37
Die Frau hat kein eigenes Konto, kein Geld und muss an sein Portemonnaie gehen, um Geld für Lebensmitteleinkäufe zu entnehmen.
Im Ernst? o_O Sowas kann ich ja absolut überhaupt nicht nachvollziehen.
Ich meine, mir hat es ja auch nicht unbedingt gut getan, so lange Hausfrau zu sein. Aber DAS war bei uns nun gar kein Problem. Wir hatten von Anfang an ein gemeinsames Konto und gemeinsam die Verfügungsgewalt - für Lebensmitteleinkäufe musste ich also zu keinem Zeitpunkt an sein Portemonnaie. Auch nicht für Kleidung und kleinere Haushaltsanschaffungen. Da wäre ich mir wirklich blöd vorgekommen. Schließlich musste ich mich auch um alles andere selbst kümmern.

Es wurde hier bereits erwähnt, dass berufstätige Menschen einen weiteren Horizont haben als diejenigen, die zu Hause bleiben.
Ja, das wird gern mal erwähnt. Es ist und bleibt aber trotzdem Unsinn. Diejenigen, die zu Hause bleiben, haben nämlich den Freiraum und die geistige Kapazität, sich mit den unterschiedlichsten Dingen zu beschäftigen, während der arme Vollzeitbeschäftigte abends heimkommt, auf das Sofa fällt und den Fernseher anmacht. Wo ist da bitte der weitere Horizont?
 
  • #38
Sorry, aber wo gibt es denn sowas noch dass die Hausfrau kein eigenes Konto hat und ans Portemonnaie des Partners muss um Geld für Einkäufe zu holen....?

Und das erlebst du täglich live im Umfeld? Ich frage mich gerade, was für ein Umfeld das wohl sein mag...

Ich kenne keinen einzigen solchen Fall in meinem Umfeld.
Als ich fast 20 Jahre zuhause war mit unseren drei Kindern (Mann war mind. 12-16 Stunden täglich außer Haus) hatten wir ein gemeinsames Konto, von dem ich jederzeit so viel Geld abheben konnte wie ich brauchte.

Wir leben nicht mehr in der Nachkriegszeit, wo der Mann der Frau das Haushaltsgeld pro Woche zugeteilt hat.
Vielleicht noch bei ganz armen Familien in Problemvierteln - aber doch nicht in normalen Mittelschichtsfamilien.
Keine einzige Freundin oder Bekannte von mir muss an das Portemonnaie des Mannes um sich Geld zu holen.

Komische Vorstellung.....
 
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  • #40
Und das erlebst du täglich live im Umfeld? Ich frage mich gerade, was für ein Umfeld das wohl sein mag...
Rein beruflich... er ist selbständig, sie Hausfrau, 70m2 Wohnung ein, 10jähriges Kind. Schule in 5 min Fußweg zu erreichen. Das Kind hat nichtmal Hobbys oder Musikunterricht wo es ständig hin gebracht werden müsste.

Aus meiner Sicht keinerlei Notwendigkeit, dass sie nicht arbeiten geht.

Ich glaube er findet das auch nicht wirklich gut, sie steht immer rum und stört irgendwie, will helfen, aber tut es nicht...sie will wohl in der Nähe ihres Mannes sein, der sich daraufhin noch mehr in sein Büro verkriecht und unnötige Arbeiten generiert. Irgendwie traurig.

Interessant aber, wie ungleich er uns behandelt. Mit ihr spricht er wie mit nem Kleinkind von oben herab, mit mir und meiner Kollegin normal.

Ich denke die Tatsache, dass wir beide Vollzeit arbeiten und trotzdem Kindererziehung, Haushalt, etc auf die Reihe bekommen haben, bringt vielleicht auch etwas mehr Respekt ein.
 
  • #41
Das ist jetzt ein Beispiel für eine Hausfrau die unterfordert ist...

Es gibt auch unzählige Beispiele von Vollzeit-berufstätigen Frauen die vollkommen überfordert sind um zusätzlich noch ihre Kinder zu erziehen und sie mit Dosenfutter abends erschöpft abfertigen...

Ich zumindest bin sehr glücklich, dass ich immer Zeit für meine Kinder hatte und sie heute toll ihren Weg gehen und glückliche Erwachsene sind (ein Teenager noch).

Geld verdienen kann man noch lange genug - die Zeit mit den eigenen Kindern zuhause kommt nie wieder zurück.

Und Hausfrauen als dumm und interesselos hinzustellen ist sehr respektlos und geht an der Realität vorbei.
Ich habe beim Kochen z.B. immer
Englisch-oder Französischsprachige Wissenschaftssendungen geschaut - ich glaube kaum, dass man das am Fließband oder im Büro mit seinen immer gleichen Aufgaben machen kann...

Also bitte aufhören mit dummen Vorurteilen über Frauen, die sich aktiv um Kindererziehung und ehrenamtliche Arbeiten in Schule, Kita und Kirche kümmern.
Ohne diese Frauen könnte unsere Gesellschaft nicht leben!