• #61
Wer sagt, dass ich nicht hart und täglich daran arbeite?
Trotzdem bin ich nur ein Mensch.
Jeder hat seine eigenen Themen und Schwachstellen.
Sorry, wenn ich dir das so direkt und offen sage, nein du arbeitest nicht an dir, nicht daran, würdest du daran arbeiten, du könntest das alles nicht von dir geben, was du hier schreibst, wie du schreibst, ja du bist ein Mensch, das ist lediglich eine Ablenkung und reine Ausrede, denn wir alle sind Menschen, Punkt! Jeder hat sein eigenes Thema und Schwachstelle, das ist hier nicht die Frage, du hast viel mehr, als nur das, weichst ganz typisch deiner ICHPerson aus, versuchst Erklärungen zu finden und zu geben und hier Bestätigung dafür zu bekommen, die du von reifen Menschen nicht kriegen kannst! Guter Tipp von mir: du brauchst dringend fremde und kompetente Hilfe, alleine kommst du aus diesem Hamsterrad nicht raus!! Alles Gute!
 
  • #62
Ich kenne die von dir erwähnte Studie nicht, frage mich aber, ob dieser Druck, den sich so viele Frauen wegen der Familiengründung machen, tatsächlich aus einem inneren Herzenswunsch nach einer eigenen Familie entsteht oder ob das nicht auch stark gesellschaftlich geprägt ist und dass v.a. Frauen suggeriert wird, dass sie ohne Partner und Kinder nicht vollständig sind und nicht dazugehören, weil es nun mal so ist, dass Frauen heiraten und Kinder bekommen und das alle so machen. Bei Männern wird das Leben als "ewiger Junggeselle" eher akzeptiert und wird seltener negativ dargestellt.
Also, ich kenne wirklich viele Frauen, die sich immer Kinder gewünscht haben - sogar auch sehr viele Männer. Ich selbst hatte ja nie so einen Kinderwunsch, kann das daher nur begrenzt nachvollziehen, aber mal ganz einfach gesagt: Biologisch ist es logisch, dass Menschen Kinder haben wollen um ihre Gene weiterzugeben. Das ist eigentlich der Selbstzweck. Es wäre sehr seltsam, wenn ALLE Menschen irgendwann denken, sie wollen eigentlich keine Kinder. Dann hätte die Evolution echt was falsch gemacht :D
Wohlgemerkt; ich finde es sehr gut, dass man heutzutage (jedenfalls in meinem Umkreis) Single sein kann und/oder kinderfrei, ohne dass jemand doof schaut. So sollte es sein. Aber immer zu sagen, es ist nur die Gesellschaft (wer ist das? wir ja alle), ist doch Quatsch. Die Gesellschaft bildet ja ab, was die meisten Menschen wollen, meist auch instinktiv. Soziale Regeln sichern das Überleben, Kinder sicher auch das Überleben der Gruppe usw. Das sind Regeln, die sich aus Instinkten herleiten lassen, jedenfalls grob.
Dass Frauen eben nicht unendlich Zeit haben, ist auch was, was sich biologisch einfach herleitet. Wenn man sich nicht entschieden hat, dann ist es eben irgendwann zu spät; für Männer gilt das nicht. Auch das sagt nicht die ominöse Gesellschaft, sondern das ist halt einfach so.
Zum Thema: Wenn man so auf die Meinung der Eltern angewiesen ist, dann wäre eine Therapie wirklich zu empfehlen. Das kann sehr helfen, endlich zu lernen, nur auf sich zu hören, nicht immer darauf, was die Eltern gern hätten. Man kann als Single glücklicher sein als in einer unzufriedenen Beziehung, das ist doch klar. Einfach irgendeinen Freund, das bringt ja auch nichts. Ich hab für mich gelernt, dass ich nie wieder in einer unglücklichen Beziehung verharre. Dazu ist das Leben zu kurz und mir geht es dann viel schlechter als allein. Natürlich bin ich trotzdem gern lieber in einer glücklichen Beziehung als Single, weil ich ein Beziehungsmensch bin, das schon. Aber da müssen eben einige Faktoren zusammentreffen, dass alles passt.
 
  • #63
Es wäre sehr seltsam, wenn ALLE Menschen irgendwann denken, sie wollen eigentlich keine Kinder. Dann hätte die Evolution echt was falsch gemacht :D
Wohlgemerkt; ich finde es sehr gut, dass man heutzutage (jedenfalls in meinem Umkreis) Single sein kann und/oder kinderfrei, ohne dass jemand doof schaut. So sollte es sein. Aber immer zu sagen, es ist nur die Gesellschaft (wer ist das? wir ja alle), ist doch Quatsch.
Nein, das ist mir schon klar, dass der Kinderwunsch natürlich nicht nur aufgrund von gesellschaftlichem Druck vorhanden ist, aber mir kommt es schon so vor, dass das oft auch stark mit hineinspielt und das vorhandene Leid, wenn es mit dem Partner und Kindern einfach nicht klappen will, noch verstärkt. Vielleicht irre ich mich da aber auch. Ich finde es einfach traurig, welch großen inneren Druck der Kinderwunsch verursacht und dazu führt, dass Frauen (und sicher auch Männer) dann oft auf die Liebe pfeifen und stattdessen irgendwen nehmen, Hauptsache der Kinderwunsch geht in Erfüllung, Hauptsache sie sind nicht mehr allein. Natürlich muss jeder diese Entscheidung selbst für sich treffen und wenn das für diejenigen passt, dann ist es natürlich auch in Ordnung. Für mich persönlich wäre es unvorstellbar eine Beziehung einzugehen, die nicht auf Liebe basiert.
Ich habe einfach großes Mitgefühl mit Frauen, die todunglücklich sind, weil es mit der eigenen Familie und dem richtigen Partner einfach nicht klappen will und die deswegen furchtbar leiden, wie ich das letztens in dem Thread von Singlegirl mitbekommen habe, die deswegen sogar Selbstmordgedanken hatte. Dieses "Partner und Kinder um jeden Preis" halte ich für ungesund und da frage ich mich, ob ein Loslassen (muss ja kein Aufgeben sein) im Vertrauen, dass das eigene Lebensglück auch dann möglich ist, wenn sich dieser Wunsch vielleicht nicht erfüllt, nicht sehr viel Leid und Druck ersparen würde. Ich kann eben nur aus eigener Erfahrung sagen, dass mir dieses Loslassen und der Gedanke daran, dass mein Glück nicht von der Erfüllung dieses Wunsches abhängt und alles so kommt, wie es sein soll und dass ich selbst in der Hand habe, mir ein schönes Leben zu erschaffen, sehr geholfen hat und diesen furchtbaren inneren Druck aufgelöst hat. Das hat mir meinen inneren Frieden zurückgegeben und man ist dann m.M.n. auch innerlich freier dafür, dem Richtigen zu begegnen, wenn es so sein soll.
Aber wie gesagt, ich spreche nur für mich und es ist sicher so, dass für viele Frauen und Männer die Prioritäten anders liegen und die deswegen auch mit einem Partner zufrieden sind, mit dem es nur halbwegs passt.
 
  • #65
Ich meine das traf nur auf Männer zu, nicht für Frauen. Wahrscheinlich auch nur für die ältere Generation Männer, die sich ohne Frau schlechter ernährt, mehr getrunken hat, keine Gesundheitsfürsorge betrieb und risikoreicher lebte ohne weibliche Fürsorge. Die jungen Männer heute leben hoffentlich unabhängig von einer Beziehung gut und lange.
Das ist sicher auch ein Aspekt. Aber ich glaube es ist auch der seelische Aspekt. Katzen haben bewiesenermassen einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Sie haben eine beruhigende Wirkung und wir haben weniger Herzinfarkte. Ist bewiesen.

Das Gleiche ist doch mit Beziehungen. Es geht nicht nur um Essgewohnheiten/Sport/Trinkgewohnheiten. Es geht auch um das Seelische. Wenn du eine tolle Beziehung pflegst gibt dir das unheimlich viel Energie und hat einen sehr positiven Effekt auf dein allgemeines Wohlbefinden. Du hast dann automatisch weniger Frustessen, weniger Suchtgefahren etc. Und weniger Depressionen, Selbstmorde etc. etc. Auch seelisches Ungleichgewicht führt SEHR OFT zu körperlichen Krankheiten. Ich sehe eher da die Hauptursache für das länger leben.

Zu FS: Es ist offensichtlich, dass deine Eltern hier falsch liegen. Oder willst du jetzt glauben dass du als Single unvollständig bist? Man ist ja sehr lange Single, die ganze Kindheit etc. Da ist man auch schon alleine ein vollwertiger Mensch. Zudem kannst du auch als Erwachsene allein leben. Es ist sogar essentiell eine Zeit lang ganz alleine zu leben. Damit lernst du dich besser kennen und deine Wünsche etc. Du kannst nicht ständig in einer Beziehung sein nur damit du nicht alleine bist oder ansonsten "unvollständig" bist. Das ist eine kranke Aussage. Weisst du wie abhängig du von einem Partner bist wenn du ansonsten unvollständig bist? Du würdest durchdrehen.

FS ich finde nicht dass du den Kontakt abbrechen musst. Sie haben (anhand der Reaktion deiner Mutter) eine sehr sture engstirnige Meinung in diesem Thema. Du könntest einfach sagen, dass sie dieses Thema bitte sein lassen sollen und du eine eigene, andere Meinung dazu hast die auch nicht schlechter ist. Niemand hat von Kontaktabbruch gesprochen, das wäre auch übertrieben. Und FS, wenn dir die Meinung deiner Eltern SO EXTREM wichtig ist, würde ich daran arbeiten. Die Meinung tut dir offensichtlich nicht gut. Das ist ein bisschen wie eine Abhängigkeit. Und ich finde auch, dass du ein bisschen zu viel jammerst und dramatisiert. Du kannst also weiter so diesen Weg gehen, oder es erkennen und ändern. Es ist ganz simple. Ein wenig Distanz reicht auch, es muss kein Kontaktabbruch sein. Das alles liegt an dir.
 
  • #66
Dieses "Partner und Kinder um jeden Preis" halte ich für ungesund und da frage ich mich, ob ein Loslassen (muss ja kein Aufgeben sein) im Vertrauen, dass das eigene Lebensglück auch dann möglich ist, wenn sich dieser Wunsch vielleicht nicht erfüllt, nicht sehr viel Leid und Druck ersparen würde
Das sehe ich auch so, aber ich kann es eben auch nicht so nachvollziehen, wie stark der Kinderwunsch sein kann. Von außen kann man das halt leicht sagen. Ich kenne sogar einen homosexuellen Single-Mann, der so unbedingt ein Kind haben möchte, dass er den ganzen Prozess mit Leihmutter, Eizellenspenderin usw. durchmacht und dafür einfach extrem viel zahlt - der macht das nicht, weil die Gesellschaft das will; bei ihm ist es ja eher so, dass die meisten das schräg finden. Ich denke, das ist einfach so ein Instinkt, der bei manchen Menschen eben stärker ist als bei anderen (oder bei manchen gar nicht vorhanden), nicht die Gesellschaft. Denn es ist heutzutage wirklich nicht mehr so, dass man ein totaler Außenseiter ist, wenn man keine Kinder hat. Ich denke, das ist wirklich heutzutage eher was von innen, hormonell bedingt, dieser Wunsch nach einem Kind. Mir haben auch schon einige Frauen erzählt, dass sie nie Kinder wollten, aber dann plötzlich mit Ende 30 ganz stark auf Kinder reagiert haben und doch überlegten. Das hängt sicher auch mit der Biologie zusammen, dass der Körper nochmal die letzte Möglichkeit ergreifen will, nehme ich an; denn das waren teilweise lesbische Frauen, die wirklich auch von außen schon lange nicht mehr dem Bild dee Familie mit Vater und Kind entsprechen wollten.
 
M

MarianneZ

Gast
  • #67
Sorry, wenn ich dir das so direkt und offen sage, nein du arbeitest nicht an dir, nicht daran, würdest du daran arbeiten, du könntest das alles nicht von dir geben, was du hier schreibst, wie du schreibst, ja du bist ein Mensch, das ist lediglich eine Ablenkung und reine Ausrede, denn wir alle sind Menschen, Punkt! Jeder hat sein eigenes Thema und Schwachstelle, das ist hier nicht die Frage, du hast viel mehr, als nur das, weichst ganz typisch deiner ICHPerson aus, versuchst Erklärungen zu finden und zu geben und hier Bestätigung dafür zu bekommen, die du von reifen Menschen nicht kriegen kannst! Guter Tipp von mir: du brauchst dringend fremde und kompetente Hilfe, alleine kommst du aus diesem Hamsterrad nicht raus!! Alles Gute!

Danke für deine Meinung, möchte aber noch mal genauer nachhaken:
Welches Hamsterrad meinst du genau, wenn ich fragen darf?

Wenn man so empathisch und psychologisch gut drauf WÄRE, wüsste man auch um die Abhängigkeiten und Verstrickungen der Menschen mit ihren Themen und wie schwierig es ist, da rauszukommen. ;) Dass das alles weit in die Vergangenheit zurückgeht und nicht mit einem Fingerschnippen erledigt ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #68
Welches Hamsterrad meinst du genau, wenn ich fragen darf
Es ist das Hamsterrad deiner Befangenheit, du lebst im Gefängnis mit dir selbst, befreie dich!
Stelle dir diese Fragen und beantworte diese aufrichtig und authentisch:
  • Wer bin ich?
  • Wo komme ich her?
  • Wo will ich hin?
  • Wer ist mir wichtig?
  • Was will ich erreichen?
  • Was macht mich zufrieden und glücklich?
Aus dem Hamsterrad zu kommen, ist eine Frage der Persönlichkeit, wie wichtig einem das ist!
Es ist Mach der Erziehung und Gewohnheit einfacher, jeden Tag dasselbe zu tun und befohlene Anweisungen auszuführen, als den eigenen Weg ins Ungewisse zu planen! Da muss man sich schon unbequemen Gedanken stellen und nach passenden Lösungen suchen!
Wenn man so empathisch und psychologisch gut drauf WÄRE, wüsste man auch um die Abhängigkeiten und Verstrickungen der Menschen mit ihren Themen und wie schwierig es ist, da rauszukommen. ;) Dass das alles weit in die Vergangenheit zurückgeht und nicht mit einem Fingerschnippen erledigt ist.
Stimme dir zu, jedoch ist es für den Menschen gesprochen, der es versäumt hat, an sich zu arbeiten, nur die eigenen "S" Werte Arbeit bei sich selbst, befreit einen und macht einen zu einem freien, unabhängigen Menschen, der mit sich alleine in der Selbstverantwortung als Single, zufrieden, glücklich und fähig ist, so zu leben!
 
  • #69
Ich finde es einfach traurig, welch großen inneren Druck der Kinderwunsch verursacht und dazu führt, dass Frauen (und sicher auch Männer) dann oft auf die Liebe pfeifen und stattdessen irgendwen nehmen, Hauptsache der Kinderwunsch geht in Erfüllung, Hauptsache sie sind nicht mehr allein.
So krass würde ich es nicht ausdrücken, ich bin ja w32 und habe viele Bekannte in dem Alter. Niemand nimmt einen Partner, den er total schrecklich findet.

Vielmehr ist es so: Frau ist 30/Anfang 30/ Mitte 30 und hat keinen Partner, wünscht sich aber noch rechtzeitig Familie. Sie nimmt dann halt aus den Möglichkeiten, die sie hat, die beste Wahl.

Klar ist es vielleicht nicht der absolute Traumprinz oder die große Liebe, aber es passt ungefähr mit Komoromissen.

Sie nehmen also auch einen Mann, den sie vor 10 Jahren ohne Zeitdruck nicht genommen hätten. Es passt nicht gar nicht, es passt aber auch nicht wie der Märchenprinz. Ist doch in Ordnung, dann haben sie wenigstens eine Familie mit Kindern. Wer weiß, wenn sie auf den Traumpartner warten würden, wäre der Zug für Familie evtl schon abgefahren. LG w32
 
  • #70
Sorry, wenn ich dir das so direkt und offen sage, nein du arbeitest nicht an dir, nicht daran, würdest du daran arbeiten, du könntest das alles nicht von dir geben,
Sag mal Master, kam bei dir die "Erleuchtung quasi auf Knopfdruck?
Bei mir war es ein Prozess, ein auf und ab und ein immer mal wieder daran zweifeln. Du nennst das Fremdkonditioniert. Daran glaube ich auch....aber je nach dem wie tiefgreifend das war, desto intensiver. Prozesse brauchen unterschiedlich lang. Je nach Erfahrung, Umfeld, Leidensdruck, etc.

was du hier schreibst, wie du schreibst, ja du bist ein Mensch, das ist lediglich eine Ablenkung und reine Ausrede, denn wir alle sind Menschen, Punkt! Jeder hat sein eigenes Thema und Schwachstelle, das ist hier nicht die Frage,
Doch genau DAS ist die Frage! Jeder Mensch muss zu seinen Bedingungen, in seinem Tempo da durch. Jeder Mensch durchläuft seine eigenen Phasen. Manche nicht in diesem Leben. Das gilt es zu respektieren.
Du predigst immer vom Ergebnis. Das hilft aber Menschen nicht, die vielleicht noch nicht mal den Weg vor Augen haben. Menschen die sich erstmal mit ihren Ängsten und Zweifeln konfrontieren müssen. Du hast ein gewisses Sendungsbedürfnis. Du machst dir immer wieder Mühe, deine Botschaft zu verbreiten. Ich werde das Gefühl nicht los, sie würde besser ankommen, wenn du in deinen Ausführungen auch den Weg dahin würdigst ;-)
 
  • #71
Sie nehmen also auch einen Mann, den sie vor 10 Jahren ohne Zeitdruck nicht genommen hätten. Es passt nicht gar nicht, es passt aber auch nicht wie der Märchenprinz. Ist doch in Ordnung, dann haben sie wenigstens eine Familie mit Kindern. Wer weiß, wenn sie auf den Traumpartner warten würden, wäre der Zug für Familie evtl schon abgefahren. LG w32
Daran glaube ich nicht mehr. Außer beide Partner sind eher genügsame Naturen. Das was ich immer wieder sehe, sind Paare die sich irgendwann nur noch anöden. Schlimmstenfalls schlägt es in Hass um. Die vielgepriesenen Kompromisse greifen eigentlich nur bei "Pillepalle Themen". Wenn es um ernstes geht, funktioniert das auf Dauer nicht. Dann sind am Ende nämlich beide unzufrieden, weil keiner sich im Recht fühlt und ein Kompromiss eben immer eher faul ist. Das weis jeder Mensch, der schon mal versucht hat sich für einen anderen zu verbiegen. Es holt dich ein! Irgendwann sitzt du in einem selbstgebauten Käfig aus Enttäuschung, nicht erfüllten Wünschen und Vorstellungen und machst es dem anderen mehr oder weniger still zum Vorwurf.
Die Frau, die sich nach über 10 Jahren besonnen hat, dass mein Ex- ja doch ne gute Partie ist, macht gerade allen Beteiligten das Leben zur Hölle. Vor allem unserem Kind. Vorher war sie frustriert weil ihre Zeit abläuft, nach einem Jahr schnell ein Kind bekommen......jetzt ist sie frustriert, weil sie hat, was sie wollte aber eben mit dem "falschen" Mann. Ein Mann wird doch nicht auf einmal der Richtige, weil ich keinen besseren finde. Das macht dann eben auch nicht Glücklich....aber wie gut das es Genug Schuldige im Außen gibt, dann merkt man es nicht!
 
  • #72
Ist doch in Ordnung, dann haben sie wenigstens eine Familie mit Kindern.
Ist doch in Ordnung. Dann hat man eine Ehe wie Blume, mit Haus, Kind, Hund.
Beneidenswert.
Wer möchte da nicht gerne mit ihr tauschen.
Nicht beschweren, wenn man später AE ist. "Kompromisse" bei der Partnerwahl machen nicht glücklich. Passt oder passt nicht. Dazwischen ist nicht. Lau führt nicht zum Märchenende und wenn sie nicht gestorben sind, sondern im besten Fall zur einvernehmlichen Trennung, und zu oft zu gruseligen Ehen, Fremdgehen, Scheidung mit Rosenkriegen. Tiefen Verletzungen bei allen Beteiligten und die richtigen Opfer sind die Kinder. Die Frau so unbedingt wollte.
 
  • #73
Naja, aber was ist jetzt die Lösung? Wie MissCosmo richtig bemerkte: Frauen haben nicht ewig Zeit. Und wenn der Traumprinz nicht kommt, muss man zwangsläufig einen Kompromissmann nehmen, oder allein bleiben und auf Kinder verzichten. Alles geht eben in vielen Fällen nicht.
 
  • #74
Hauptsächlich Eltern.. leider ist mir deren Meinung sehr wichtig - warum auch immer
Liebe Marianne,
Deine Eltern sind vom "alten Schlag",
d.h., dass eine Frau bei ihnen ab einem gewissen Alter verheiratet sein muss, evtl. eine Familie gründen sollte und falls nicht, würde sie zur "alten Jungfer" mutieren, die keinen mehr abbekommt... Ist es nicht so!? Du hast diese Denkweise zu 100 % übernommen bzw. verinnerlicht, sie hat sich in Deinem Gehirn manifestiert und Du kannst Dich nur schwer davon lösen! Ich denke, dass Dein Selbstwertgefühl durch die veralteten
Ansichten, die Du übernommen hast, großen Schaden erlitten hat... Aber Du kannst Dich davon befreien, wenn Du Dir stets vor Augen hältst, dass viele sich in unglücklichen Beziehungen befinden und sich zu zweit einsamer fühlen als sie es in ihrer Singlezeit waren! Dein Motto sollte zukünftig heißen :"Lieber gar nichts, als was Lauwarmes"! 😉
 
  • #75
Naja, aber was ist jetzt die Lösung? Wie MissCosmo richtig bemerkte: Frauen haben nicht ewig Zeit. Und wenn der Traumprinz nicht kommt, muss man zwangsläufig einen Kompromissmann nehmen, oder allein bleiben und auf Kinder verzichten. Alles geht eben in vielen Fällen nicht.

Eben. Den absoluten Traummann, wo alles stimmt, gibt es eh nicht.
Ich hätte nie auf eigene Kinder verzichtet. Hätte ich mit Mitte 20 nicht meinen damaligen Mann kennengelernt, in den ich absolut verliebt war, hätte ich wahrscheinlich auch in meinen 30ern einen Kompromissmann genommen.

Eigene Kinder zu haben ist etwas Wunderschönes und Kostbares. Der Mann dazu muss aber natürlich auch passen. Nur gibt es eben zu keiner Zeit im Leben den Prinzen auf dem weißen Pferd.
Abstriche muss man immer machen.
 
  • #76
Eigene Kinder zu haben ist etwas Wunderschönes und Kostbares. Der Mann dazu muss aber natürlich auch passen. Nur gibt es eben zu keiner Zeit im Leben den Prinzen auf dem weißen Pferd.
Abstriche muss man immer machen.
Aber du hast doch damals auch keine Abstriche gemacht, oder? Du warst in deinen Mann verliebt. Ich habe das Gefühl, dass diese Ratschläge vermehrt von Leuten kommen, die noch nie in der Situation waren, dass sie mit einem Kompromissmann zusammen waren, für den sie nur lauwarme Gefühle hatten und deswegen leicht reden. Meine Mutter ist auch so und hat mir schon oft gesagt, dass ich keine Liebe auf den 1. Blick erwarten darf und dass ich auch jemanden in Erwägung ziehen soll, den ich nicht so attraktiv und anziehend finde. Sie selbst war in meinen Papa damals aber Hals über Kopf verliebt und hatte nie einen Mann, für den sie nur lauwarme Gefühle hatte. Wie schon erwähnt, hab ich ihr das in jüngeren Jahren geglaubt und mich 3mal auf einen Kompromissmann eingelassen (zum Glück nur kurz). Diese Erfahrungen waren nicht schön und es ist auch nicht fair dem anderen gegenüber. Ich würde nie mit einem Mann zusammensein wollen, der Abstriche bei mir gemacht hat, damit er seinen Lebenstraum von Kindern verwirklichen kann. Was für eine schreckliche Vorstellung! Man muss sich das einmal bewusst machen. Wenn beide so empfinden, wäre es etwas anderes. Dann wäre es eine einvernehmliche Zweckbeziehung von der ich jedoch bezweifle, dass sie die Beteiligten langfristig glücklich machen wird, aber dann ist der Lebenstraum von eigenen Kindern für beide erfüllt. Ich verstehe Frauen, die nicht auf die eigene Familie verzichten können und wollen und diesen Traum deswegen über alles andere stellen. Für mich persönlich wäre es das Ticket ins Unglück, eine Beziehung mit einem Mann zu führen, den ich nicht toll finde und/oder er mich nicht und wo keine echte Liebe vorhanden ist. Aber jeder hat andere Prioritäten. Man sollte sich dann aber vorher sehr gut überlegen, ob man mit den weiteren Konsequenzen dieser Entscheidung leben kann und in Kauf nimmt, dass man evtl. auf Liebe verzichtet (den die entwickelt sich glaube ich bei solchen Konstellationen nur selten).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #77
Aber du hast doch damals auch keine Abstriche gemacht, oder? Du warst in deinen Mann verliebt. Ich habe das Gefühl, dass diese Ratschläge vermehrt von Leuten kommen, die noch nie in der Situation waren, dass sie mit einem Kompromissmann zusammen waren, für den sie nur lauwarme Gefühle hatten und deswegen leicht reden. Meine Mutter ist auch so und hat mir schon oft gesagt, dass ich keine Liebe auf den 1. Blick erwarten darf und dass ich auch jemanden in Erwägung ziehen soll, den ich nicht so attraktiv und anziehend finde. Sie selbst war in meinen Papa damals aber Hals über Kopf verliebt und hatte nie einen Mann, für den sie nur lauwarme Gefühle hatte. Wie schon erwähnt, hab ich ihr das in jüngeren Jahren geglaubt und mich 3mal auf einen Kompromissmann eingelassen (zum Glück nur kurz). Diese Erfahrungen waren nicht schön und es ist auch nicht fair dem anderen gegenüber. Ich würde nie mit einem Mann zusammensein wollen, der Abstriche bei mir gemacht hat, damit er seinen Lebenstraum von Kindern verwirklichen kann. Was für eine schreckliche Vorstellung! Man muss sich das einmal bewusst machen. Wenn beide so empfinden, wäre es etwas anderes. Dann wäre es eine einvernehmliche Zweckbeziehung von der ich jedoch bezweifle, dass sie die Beteiligten langfristig glücklich machen wird, aber dann ist der Lebenstraum von eigenen Kindern für beide erfüllt. Ich verstehe Frauen, die nicht auf die eigene Familie verzichten können und wollen und diesen Traum deswegen über alles andere stellen. Für mich persönlich wäre es das Ticket ins Unglück, eine Beziehung mit einem Mann zu führen, den ich nicht toll finde und/oder er mich nicht und wo keine echte Liebe vorhanden ist. Aber jeder hat andere Prioritäten. Man sollte sich dann aber vorher sehr gut überlegen, ob man mit den weiteren Konsequenzen dieser Entscheidung leben kann und in Kauf nimmt, dass man evtl. auf Liebe verzichtet (den die entwickelt sich glaube ich bei solchen Konstellationen nur selten).
Sehe ich genauso. Außerdem wird hier immer so geschrieben, als gäbe es eh keinen Traummann, man müsste immer Abstriche machen. Entweder haben diejenigen eine riesige Liste an konkreten absurden Ansprüchen wie „er muss ein Auto haben“, was an anderer Stelle genannt wurde. Da sind Kompromisse wie kein Auto sicher einfach zu machen.. oder sie haben Brad Pitt als Traummann und daher gibt es nur Kompromisse.
Bei mir waren die meisten Freunde einfach verliebt in den, den sie geheiratet haben, und fertig. Mein Partner ist mein Traummann, da brauche ich gar keine Kompromisse eingehen, was nicht heißt, dass wir uns nicht auch mal streiten.
 
  • #78
Klar ist es vielleicht nicht der absolute Traumprinz oder die große Liebe, aber es passt ungefähr mit Komoromissen.
Für mich passt es mit Kompromissen niemals! Du wirst noch selbst dahinter kommen!
So krass würde ich es nicht ausdrücken, ich bin ja w32 und habe viele Bekannte in dem Alter. Niemand nimmt einen Partner, den er total schrecklich findet.
Das überzeugt mich nicht, viele Frauen sind mit einem schrecklichen Charaktermann zusammen!
Vielmehr ist es so: Frau ist 30/Anfang 30/ Mitte 30 und hat keinen Partner, wünscht sich aber noch rechtzeitig Familie. Sie nimmt dann halt aus den aus den Möglichkeiten, die sie hat, die beste Wahl.
Das ist die beste Voraussetzung, um alleinerziehend zu werden, wers mag?
Sie nehmen also auch einen Mann, den sie vor 10 Jahren ohne Zeitdruck nicht genommen hätten. Es passt nicht gar nicht, es passt aber auch nicht wie der Märchenprinz. Ist doch in Ordnung, dann haben sie wenigstens eine Familie mit Kindern. Wer weiß, wenn sie auf den Traumpartner warten würden, wäre der Zug für Familie evtl schon abgefahren.
Unsinn!
Sag mal Master, kam bei dir die "Erleuchtung quasi auf Knopfdruck?
Bei mir war es ein Prozess, ein auf und ab und ein immer mal wieder daran zweifeln. Du nennst das Fremdkonditioniert. Daran glaube ich auch....aber je nach dem wie tiefgreifend das war, desto intensiver. Prozesse brauchen unterschiedlich lang. Je nach Erfahrung, Umfeld, Leidensdruck, etc.
Was soll diese Frage, ich habe mich immer sehr gefreut, das ist bis heute so geblieben, an brauchbaren Erfahrungen von anderen Menschen zu lernen!
Doch genau DAS ist die Frage! Jeder Mensch muss zu seinen Bedingungen, in seinem Tempo da durch. Jeder Mensch durchläuft seine eigenen Phasen. Manche nicht in diesem Leben. Das gilt es zu respektieren.
Du predigst immer vom Ergebnis.
Stimmt nicht, ich rede immer von den Ursachen, möchte diese jetzt bewusst nicht wieder aufzählen, du solltest meine Beiträge intensiver wahrnehmen und studieren, sofern diese dich interessieren!
Das hilft aber Menschen nicht, die vielleicht noch nicht mal den Weg vor Augen haben. Menschen die sich erstmal mit ihren Ängsten und Zweifeln konfrontieren müssen. Du hast ein gewisses Sendungsbedürfnis. Du machst dir immer wieder Mühe, deine Botschaft zu verbreiten. Ich werde das Gefühl nicht los, sie würde besser ankommen, wenn du in deinen Ausführungen auch den Weg dahin
Du bist du und ich bin ich, du machst es so, wie du es für richtig findest und ich mache es für mich so, wie ich es für richtig finde, so einfach!
 
  • #79
Daran glaube ich nicht mehr. Außer beide Partner sind eher genügsame Naturen. Das was ich immer wieder sehe, sind Paare die sich irgendwann nur noch anöden. Schlimmstenfalls schlägt es in Hass um. Die vielgepriesenen Kompromisse greifen eigentlich nur bei "Pillepalle Themen".
Wer sich nicht mehr wert ist, der macht sowas mit, ich nicht!
Wenn es um ernstes geht, funktioniert das auf Dauer nicht. Dann sind am Ende nämlich beide unzufrieden, weil keiner sich im Recht fühlt und ein Kompromiss eben immer eher faul ist. Das weis jeder Mensch, der schon mal versucht hat sich für einen anderen zu verbiegen.
Es geht nicht um Recht haben, es geht nicht um Schuldzuweisungen, es geht einzig allein darum, wie man das Leben einfacher und besser leben kann!
Es holt dich ein! Irgendwann sitzt du in einem selbstgebauten Käfig aus Enttäuschung, nicht erfüllten Wünschen und Vorstellungen und machst es dem anderen mehr oder weniger still zum Vorwurf.
Die Frau, die sich nach über 10 Jahren besonnen hat, dass mein Ex- ja doch ne gute Partie ist, macht gerade allen Beteiligten das Leben zur Hölle.
Jeder ist seines Glückes Schmied!
Vor allem unserem Kind. Vorher war sie frustriert weil ihre Zeit abläuft, nach einem Jahr schnell ein Kind bekommen......jetzt ist sie frustriert, weil sie hat, was sie wollte aber eben mit dem "falschen" Mann.
Selbst schuld!
Ein Mann wird doch nicht auf einmal der Richtige, weil ich keinen besseren finde. Das macht dann eben auch nicht Glücklich....aber wie gut das es Genug Schuldige im Außen gibt, dann merkt man es nicht!
So manche Frauen glauben, wenn sie den Mann erst mal haben, ihn dann schon noch verbiegen zu können!
Ist doch in Ordnung. Dann hat man eine Ehe wie Blume, mit Haus, Kind, Hund.
Beneidenswert.
Toll, so läuft es oft!
Wer möchte da nicht gerne mit ihr tauschen.
Nicht beschweren, wenn man später AE ist. "Kompromisse" bei der Partnerwahl machen nicht glücklich. Passt oder passt nicht. Dazwischen ist nicht
Das schöne dabei ist, jeder wählt sich sein Partner-Schicksal selbst aus!
 

Laleila

Cilia
  • #80
. Die vielgepriesenen Kompromisse greifen eigentlich nur bei "Pillepalle Themen". Wenn es um ernstes geht, funktioniert das auf Dauer nicht. Dann sind am Ende nämlich beide unzufrieden, weil keiner sich im Recht fühlt und ein Kompromiss eben immer eher faul ist.
Kompromisse sind unabdingbare Stützpfeiler jedes sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders.
Sie sind nicht faul, sondern unabdinglich, weil Menschen Individuen sind.

Ich führe seit über einem Vierteljahrhundert eine verdammt glückliche, krisenfreie Ehe mit einem großartigen Mann.
Wir erfreuen uns stetig aneinander und an dem Glück, welches wir leben. Klingt kitschig oder? Ist es aber nicht, sondern einfach nur schön.
Das gelingt uns so mühelos, weil wir beide kompromissbereit sind.
Kompromisse nicht als einschränkend und negativ betrachten, sondern als Weg einander uns uns selbst gerecht zu werden.

Eines von vielen kleinen Beispielen:
Ich mag stylische Männer. Dabei ist mir der Stil an sich nicht sooo wichtig, aber er sollte erkennbar, in sich geschmackvoll sein und zu dem Typ Mann passen.

Mein Mann hat absolut kein Stilgefühl, für ihn muss Kleidung, bequem und praktisch sein. Anzüge, "überflüssige" Assesoirs, empfindet er nicht nur als unwichtigen Schnickschnack sondern als lästig.
Er fühlt sich am wohlsten in strapazierfähigen Allround-Cargohosen und schlichten karierten Arbeiterhemden. Seine Jacken sind durch die Bank Multifunktions-Outdoor-Jacken. Genau wie die Schuhe.
Er arbeitet als in leitender Position und man akzeptiert ihn dort wie er ist. Nichtmal ein saloppes Sakko ist drin. Weil ich es tue, sind seine Hemden wenigstens gebügelt, für ihn selbst ein völlig überflüssiger Aufwand.

Finde ich das gut? Nein! Rede ich ihm hinein? Natürlich nicht. Mir ist wichtiger, dass mein, ansonsten (für mich "perfekter" ) Partner, sich wohl in seiner wechselbaren "Haut" fühlt.
So ist er entspannt, glücklich und kann mich glücklich machen. Ein toller Kompromiss, ich
gäbe ihn nicht mehr her. :)
 
  • #81
Meine Mutter hat den Kompromiss geheiratet, meine Oma auch.
Beide Ehen sind Beispiele für schädliche Partnerschaften wie aus dem Lehrbuch.
Noch mehr, was es mit dem Kindern macht.
 
  • #82
Kompromisse sind unabdingbare Stützpfeiler jedes sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders.
Sie sind nicht faul, sondern unabdinglich, weil Menschen Individuen sind.
Kompromisse sind sehr oft faul, deshalb weil sie einseitig sind, einer bleibt meist auf der Strecke, wenn es immer derselbe ist, ist bald Ende und gerade wenn man gleich zu Beginn schon Kompromisse machen muss, kannst du den Kontakt grad vergessen!
Ich lebe auch in einer sehr glücklichen Beziehung, wir brauchen keine Kompromisse, wir verstehen uns sehr gut und sind uns einig!
 
  • #83
Kompromisse sind unabdingbare Stützpfeiler jedes sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders.
Ich denke, die Leute hier verstehen unter "Kompromiss" was unterschiedliches.
A) Ein Kompromisspartner: Eigentlich hat man sich was anderes vorgestellt, aber z.B. die Zeit wird knapp, man will Familie; oder man möchte eben nicht mehr allein sein und die, die man wirklich toll findet, wollen einen nicht, und daher nimmt man jemanden, den man zehn Jahre vorher nicht genommen hätte. Er entspricht nicht dem, was man sich gewünscht hat und im Endeffekt ist man nicht so verliebt oder hin und weg von ihm wie man gern wäre, aber, es ist eben ein Kompromiss, um nicht allein zu sein, oder noch Kinder bekommen zu können. Vielleicht schielt man dann nebenher heimlich neidisch auf die heiße Frau, die man eigentlich wollte, oder den Alpha-Mann, den man anschwärmt.
B) Kompromiss in sehr abgeschwächter Form, da nicht bewusst abgewogen: Man ist total verliebt in jemanden, obwohl er meinetwegen ein skurriles Hobby oder keinen Sinn für Mode hat. Man nimmt das nicht bewusst in Kauf, sondern findet ihn eben toll und sich damit ab, als liebevolle Macke. Da ist Liebe im Spiel, keine Berechnung.
C) Kompromisse in Beziehungen, im Umgang miteinander. Ja, logisch, dass die nötig sind. Wenn der eine um 8Uhr ins Bett will und der andere um 10Uhr, dann einigt man sich auf um 9Uhr, oder sowas. Das hat aber mit "ich nehme einen Mann als Partner, der eigentlich nicht das ist, was ich wollte, aber ich möchte halt Kinder" genau Null zu tun.
Siehst du da nicht den Unterschied?
Konkret für A und B mal ein ganz fiktives Beispiel: Wenn ein Mann nur auf blonde Frauen steht, und er merkt aber, verdammt, die wollen ihn nie, und dann nimmt er zähneknirschend eine Braunhaarige, aber innerlich denkt er, dass er das eben nur macht, weil die Blonden ihn nicht wollen, so richtig total begeistert ist er jetzt von ihr nicht, aber es ist okay, ein "Kompromiss", denn sonst wär er allein. Dann ist das A und so einen Mann würde ich nicht wollen. Wenn er eigentlich auf Blondinnen steht, aber er verliebt sich einfach in eine braunhaarige und dann ist ihm die Haarfarbe plötzlich bei ihr konkret doch egal, dann ist das B und kommt vor und das fände ich dann auch gar nicht schlimm; im Gegenteil, hat ihn dann ja was total überzeugt von mir.
 
Zuletzt bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #84
Kompromisse sind sehr oft faul, deshalb weil sie einseitig sind, einer bleibt meist auf der Strecke, wenn es immer derselbe ist, ist bald Ende und gerade wenn man gleich zu Beginn schon Kompromisse machen muss, kannst du den Kontakt grad vergessen!
Ich lebe auch in einer sehr glücklichen Beziehung, wir brauchen keine Kompromisse, wir verstehen uns sehr gut und sind uns einig!
Gute Kompromisse sind weder faul, noch einseitig noch nachteilig für einen der Beteiligten.
Und auch bei Euch wird es Kompromisse geben, welche ihr nicht als solche betrachtet oder bezeichnet, sondern als Einigung.
Das ist aber nur ein anderer Begriff.

Es geht beim Essen los, da ich es liebe meinen zu verwöhnen, er tut es ja auch ständig mit mir, koche ich im Zweifelsfall das, worauf er gerade mehr Appetit hat.
Mir schmeckt es ebenso, auch wenn ich an dem Tag etwas anderes präferiert hatte.
Ein Kompromiss, bei dem ich dennoch nicht "draufzahlen" .
Und es gibt dutzende solcher Alltagssituationen.

Das Problem ist, dass die meisten den Begriff Kompromiss nicht in seiner eigentlichen Wertneutralitat benutzen.

Kompromissloses agieren ist weitaus gefährlicher.
 
  • #85
Biologisch ist es logisch, dass Menschen Kinder haben wollen um ihre Gene weiterzugeben. Das ist eigentlich der Selbstzweck
Dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
Ich halte den Kinderwunsch vieler Frauen für etwas Ansteckendes!
Ich habe mehrfach erlebt, dass eine oder mehrere Frauen Kinder bekommen wollen wenn in ihrem Freundeskreis, bei ihren Kolleginnen oder in der Verwandschaft die erste Frau schwanger wird, dann auch fast alle anderen Frauen ein Kind wollen.
Nehmen wir einen Freundinnenkreis von 5 Frauen an. Die erste wird schwanger und innerhalb von 2 Jahren sind von den übrigen 4 auch 3 schwanger.
Was dahintersteckt kann ich nur vermuten. Was Die hat will ich auch, ist wohl ein starkes Motiv.
Nur meine Beobachtung.
 
  • #86
Zum Thema Kompromisse:
Liebe @Laleila, das was du da als Beispiel bringst sind in meiner Wahrnehmung keine wirklichen Kompromisse.
Das verorte ich unter "den anderen lassen können" und seine eigenen Bedürfnisse aus Liebevoller Zugewandtheit auch mal hinten anstellen. All Das tut in der Regel nicht weh und passiert quasi automatisch, wenn ich Liebe. Dann möchte ich, dass es meinem Partner gut geht und ich kann ihn auch mit seinen Eigenheiten lassen.
Ein Kompromiss ist aber etwas, dem vorher ein gehöriger Konflikt voran gegangen sein muss. Beide Partner wollen ihren Standpunkt zu nächst nicht aufgeben und glaube, sie seien im Recht.
Das was du schreibst, sind die von mir weiter oben als "Pillepalle Themen" titulierten Kleinigkeiten, die wohl auch in den besten Beziehungen vorkommen. In dem Moment wo mich so etwas zu Handfesten und schmerzhaften Kompromissen nötigt, ist es keine Liebe.
 
  • #87
Ich halte den Kinderwunsch vieler Frauen für etwas Ansteckendes!
Keine Ahnung, bei mir ist das nicht so. Es ist meist eher einfach zufällig so, dass die Frauen im Freundeskreis im gleichen Alter sind. Wenn alle Kinder wollen, dann ist es natürlich schön, wenn man die etwa gleichzeitig bekommt, das schon. Aber die Frauen, die generell keine Kinder wollen, bekommen auch keine, wenn andere Mutter werden; das ist ja meist eher abschreckend (für mich zumindest...). Die meisten meiner männlichen Freunde wollten ja auch Kinder und oft haben die im Freundeskreis auch etwa alle Kinder - liegt halt am Alter. Ist eher selten, dass sich das zwischen 15 und 70 gleichmäßig verteilt :D
 
  • #88
Konkret für A und B mal ein ganz fiktives Beispiel: Wenn ein Mann nur auf blonde Frauen steht, und er merkt aber, verdammt, die wollen ihn nie, und dann nimmt er zähneknirschend eine Braunhaarige, aber innerlich denkt er, dass er das eben nur macht, weil die Blonden ihn nicht wollen, so richtig total begeistert ist er jetzt von ihr nicht, aber es ist okay, ein "Kompromiss", denn sonst wär er allein. Dann ist das A und so einen Mann würde ich nicht wollen. Wenn er eigentlich auf Blondinnen steht, aber er verliebt sich einfach in eine braunhaarige und dann ist ihm die Haarfarbe plötzlich bei ihr konkret doch egal, dann ist das B und kommt vor und das fände ich dann auch gar nicht schlimm; im Gegenteil, hat ihn dann ja was total überzeugt von mir.

Blöde Frage: Wie erkennst du in der Praxis den Unterschied, wenn er dir das nicht gerade brühwarm erzählt (was ganz schön blöd von ihm wäre)?

(Nicht dass ich als junges Ding schon gewusst hätte, was ich überhaupt wollte ...)
 

Laleila

Cilia
  • #89
Ich denke, die Leute hier verstehen unter "Kompromiss" was unterschiedliches.
A) Ein Kompromisspartner:
Okay, vielleicht liegt es daran, dass mir das Wort Kompromisspartner nie in den Sinn käme, weil ich schlicht nicht davon ausgehe, dass:

A: jemand eine Partnerschaft mit jemanden eingeht, den er als Kompromiss betrachtet.

B: jemand eine Partnerschaft mit jemanden eingeht, der ihn als Kompromiss betrachtet.

Zum Thema Kompromisse:
Liebe @Laleila, das was du da als Beispiel bringst sind in meiner Wahrnehmung keine wirklichen Kompromisse.
Das verorte ich unter "den anderen lassen können" und seine eigenen Bedürfnisse aus Liebevoller Zugewandtheit auch mal hinten anstellen. All Das tut in der Regel nicht weh und passiert quasi automatisch, wenn ich Liebe.
Ja, manngeht gern Kompromisse ein, wenn man liebt.
Für mich bedeutet Kompromiss aber auch nicht ausschließlich die schmerzhafte Einigung, der ein harter Konflikt vorrausgeht, sondern generelle ein einige des aufeinander zugehen, welches so gar nicht schmerzhaft sein muss.
Ein Entgegenkommen, bei dem jeder so viel Strecke zurück legt wie ihm angenehm ist und die Liebe dafür sorgt, dass keiner den anderen zu weit laufen lässt.

Ja, und es braucht auch ein gewisses Selbstbewusstsein, wenn man mit seinem Partner eine Gala oder eine Oper, etc. besucht und dieser in Freizeithemd, Kargohose und Qutdoorbots neben Dir steht *g*

Wenn dies mal kein Kompromiss ist! Die Blicke welche man erntet variieren von Mitleid bis Vorwurf, von der Fassungslosigkeit ganz zu schweigen.

Früher setzte mir das schon zu, da mein Kleidungsstil feminin, modern und individuell bis edel ist, dem jeweiligen Anlass angemessen.

Heute amüsiert mich das und ich finde das völlig natürliche, unbewusste Selbstbewusstsein meines Mannes toll.

Ernsthafte Konflikte gab's in meiner vierteljahrundertalten Ehe nie wirklich.
Vielleicht fehlt mir daher der Zugang zu diesem Thema, allerdings Frage ich mich, warum man eine solch konfliktbeladene Beziehung überhaupt führt.
 
  • #90
Blöde Frage: Wie erkennst du in der Praxis den Unterschied, wenn er dir das nicht gerade brühwarm erzählt (was ganz schön blöd von ihm wäre)?
Kommt wohl drauf an, wie gut der eine schauspielern kann und wie empathisch der andere ist ^^ Manchmal merkt man es dann aber, wenn der Partner nicht besonders gut ist im Verstellen. Ich habe schon gemerkt, als mein Ex mich einfach nicht mehr geliebt hat in der Beziehung, weil ich ihm so wie ich war nicht gepasst hab. Das ist jetzt eine andere Thematik, aber ich habe gespürt, dass der andere mich nicht so liebt. Ich denke, das würde ich schon mitbekommen. Mein Partner jetzt gibt mir einfach durchgehend das Gefühl, ich wäre für ihn die tollste, und ich ihm auch. Bei anderen Pärchen merke ich da schon manchmal, wenn einer den anderen anhimmelt, aber der einfach nicht so hin und weg ist. Ich hab ja einen Fall im Freundeskreis, da ist es ein bisschen so, dass sie nicht alles erfüllt, was er gern hätte (weil seine Ansprüche meiner Meinung nach aber auch zu hoch sind). Und das merkt man. Und die Frau spürt es auch, sie kann nur sicher ihren Finger da nicht drauf legen. Es ist eine Schieflage in der Begeisterung füreinander. Sogar nach außen erkennbar. Da ich mit ihm befreundet bin und nicht mit ihr, misch ich mich da nicht ein, aber sie tut mir leid und an ihrer Stelle würde ich mich trennen.
Ich denke, dass da unterbewusst schon einiges nicht so gut ablaufen kann in der Beziehung, und dann leiden am Ende die Kinder darunter. Denn wenn man nicht wirklich begeistert und zufrieden mit dem Partner ist und diese Schieflage dauerhaft so ist, führt das häufig zu respektlosem Verhalten gegenüber dem Kompromissmenschen (ist auch bisschen so bei dem Paar oben...) und Genervtheit. Der eine gibt dem anderen u.U. das Gefühl, dass der sich ja glücklich schätzen kann, dass man sich mit ihm abgibt. Ganz schwierig.
Meine Mutter hat den Kompromiss geheiratet, meine Oma auch.
Beide Ehen sind Beispiele für schädliche Partnerschaften wie aus dem Lehrbuch.
 
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