• #31
Lieber @Tom26 (und so, wie ich Dich hier lese, weder pöhse noch alt ;) )

eine schöne Frage, danke dafür! Den Begriff "Beweis" kann man so oder so deuten. Wenn man ihn wohlwollend betrachtet, finde ich es schön, von meinem Liebsten immer wieder mal daran erinnert zu werden, dass ich geliebt und wertgeschätzt werde von ihm. Natürlich erfolgen diese Gesten (oft versteckt in Kleinigkeiten) nur freiwillig, ansonsten wäre es kein Liebesbeweis, sondern Manipulation und Berechnung ("Ich zeige dem Anderen jetzt meine Liebe, damit er bei mir bleibt/nicht schimpft/mir auch etwas zurück gibt" etc.).

So gesehen sind solche Liebesbeweise nur dann echt, wenn sie ohne Erwartungen an den Mann und an die Frau gebracht werden bzw. idealerweise einfach nur darauf abzielen, dem Anderen eine Freude zu bereiten und ihn/sie glücklich zu machen. Deshalb sind es meist die leisen Töne, in welchen ein solcher Liebesbeweis mitschwingt.

Dir und Deiner V wünsche ich weiterhin etliche freiwillige Liebesweise und viele gemeinsame Herz-Hüpf-Momente 🥰

w46
 
  • #32
wenn Männer drohen: "lass dir jetzt ein Tattoo machen, weil ich das geil finde".
Die Idee, dass sich meine Frau/Freundin ein Tattoo stechen lassen will würde ich eher als Bedrohung sehen und wenn sie es sich besonders sichtbar stechen lassen würde (Gesicht, Ausschnitt o.ä.) als Anlass für eine Trennung erwägen.

Dementsprechend käme ich überhaupt nicht auf die Idee solche Wünsche zu äußern.

Wenn jemand dies von mir einfordern würde bekäme er jedenfalls keinen entsprechenden "Liebesbeweis".

bei uns lief es nicht gut, aber er wollte mit Kumpels in ein Bordell gehen oder
Da habe ich es als Mann einfach. Frauen konsumieren keinen bzw. kaum Kaufsex. Wenn sie es doch machen würden und meine Frau/Freundin würde dies in der Beziehung mit mir machen wäre es aus. Schon die ernsthafte Ankündigung würde, wäre der Einstieg ins Aus.

Es soll aber Männer geben die sehen Kaufsex nicht als "Fremdgehen" an.

Vielleicht wäre es ein Liebesbeweis wenn ein Mann mit dieser Einstellung dieses Hobby von sich aus einstellt wenn er die Dame seines Herzens gefunden hat.

Wäre interessant was unser FS @Tom26 dazu meint.

ein Familienmitglied lag im Sterben und er schlug vor, jetzt auf eine Party zu gehen. Seine Aufgabe wäre gewesen, erstmal seine Beziehung zu richten, bevor er dran denkt, sein Vegnügen woanders zu haben - auf Kosten aller anderen, während hinter ihm gerade alles zerfällt.
Das man in solchen Situationen nicht Party macht sondern Empathie und sinnvolles Engagement zeigt bezeichne ich als Verantwortung in einer Beziehung übernehmen und erwachsen sein. An beidem hat es deinem Ex gefehlt. Dazu passt auch, dass er immer noch über euren Trennungsgrund rätselt. Er ist immer noch ein Kind.

Ein Liebesbeweis wäre es in diesem Zusammenhang vielleicht wenn ein grundsätzlich verspielter Partyboy selbst den Ernst der Lage halbwegs erkennt und auch wenn er lieber Party machen würde Rücksicht auf Gefühle und Leid nimmt sowie entsprechend unterstützt oder dies zumindest versucht.

Der eigentliche Liebesbeweis wäre sein Verzicht und Bemühen selbst wenn es nicht perfekt wäre.
 
  • #33
Da müssen Männer wohl mehr tun als Frauen. Als Frau mache ich das doch im Übermaß schon von mir aus. ...die Muttertypen, mit denen man später eine Familie gründet.
Für mich egoistische und weltfremdes Wunschdenken, sorry. Wenn eine Frau hormonvernebelt und in Torschlusspanik "alles" tut, nur damit er sie erhört, eine Familie gründet und mit ihr Kinder bekommt, hat das mit "Liebe" wenig zu tun. Und hier klingt auch oft durch "Ich bin eine Frau, damit alleine tue ich genug und jetzt ist der Mann dran". So eine Attitüde kann eigentlich nur scheitern.

Wenn in einer Beziehung einer von beiden auf Dauer ernsthaft das Gefühl hat, mehr tun zu müssen oder mehr bekommen zu müssen, ist die Beziehung für mich gescheitert. Egal ob ich nun irgendwelche Taten von Mutter Teresa aufgedrängt bekomme oder ob ich merke, dass ich ausgenommen werde. Eine funktionierende Beziehung lebt von einem ungeforderten einigermaßen gleichmäßigem Austausch.

Ich hatte meinem Ex oft sehr dramatisch in diversen Dingen gedroht, wenn es die Beziehungspflege gefährdete. ...bei uns lief es nicht gut, aber er wollte mit Kumpels in ein Bordell gehen oder ein Familienmitglied lag im Sterben und er schlug vor, jetzt auf eine Party zu gehen. Seine Aufgabe wäre gewesen, erstmal seine Beziehung zu richten, ...
Eine Beziehung richten beide. Oder beenden sie. Eine Dramaqueen hat wohl noch keine Beziehung damit gerettet.
 
  • #34
Hallo Tom. Ich halte geforderte Liebesbeweise für infantil und würde da nur bei sehr jungen Leuten ein Auge zudrücken, wenn die damit kämen. Weil das vielleicht ein Reifeprozess ist. Bei den Fragen der besagen FS hatte ich so meine Zweifel nach der Echtheit der erzählten Geschichte.
Liebesbekundungen in einem angemessenen Ramen sind aber was ganz schönes, ebenso, wie Liebesbezeugungen.
@Ejscheff `s Osterhasen im Blumenbeet seiner Dame fand ich z.B. sehr süß, oder wie bei Dir, dass Du Deiner Partnerin den BMW aufhübscht.....
Alles andere wäre für mich albern überschreitende Machtausübung oder Blöd-Dödel-tum, braucht kein Mensch.
 
  • #35
Wäre interessant was unser FS @Tom26 dazu meint.
Ganz exclusiv und ausschliesslich für mich gesprochen
Nein, ich sehe es nicht als Liebesbeweis an, dass ich gar keine Lust mehr auf andere Frauen habe.
Das liegt einzig und allein an meinem bezaubernden Mädel. Wenn man es so sehen will, dann erbringt V den Liebesbeweis - indem sie mich nach wie vor fasziniert.
Und da bei uns sexuelle Exclusivität nicht vereinbart wurde, gibt es überhaupt kein "Fremdgehen".
 
  • #36
Ich bin froh, dass er mich aufgenommen hat. Ich könnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Es wäre ein schreckliches Leben. Niemals will ich ihn verlieren. Das habe ich nicht verdient. Er passt so gut zu mir. Ich liebe ihn.
Das wird schief gehen, meine Liebe. Deine Anbetung wird ihm todlangweilig werden, Deine Rückgratlosigkeit und Selbstaufgabe wird sicher nicht zu einer Beziehungsgarantie führen, sondern eher zum Gegenteil.

Aber bitte, wie Du denkst. Wir trösten Dich dann im Forum, wenn er Dir einen Tritt verpasst haben wird.

(Ein Tipp von einer alten Frau: Männliche Wackelkandidaten bleiben sehr viel eher, wenn sie Angst haben müssen, dass ihre tolle, selbständige Frau mit einem schönen eigenen Freundeskreis jederzeit verschwinden könnte. Eine unterwürfige Klette ist maximal unattraktiv. Denk mal darüber nach.)
 
  • #37
Liebesbeweise finde ich okay, wobei das auch einseitig sein kann. Wobei ich erwarte das jetzt nicht.

Ich backe meinem Partner jeden Tag ein Kuchenherz, und stelle ihn den auf den Tisch. Er soll sich jeden Tag geliebt fühlen von mir. Er ist mein Ein und Alles, ich bin so glücklich, dass ich ihn habe.

Gott hat ihn mir geschenkt.

Vergiss nur nicht dass derselbe liebe Gott ihm seine Exfrau und die 4 Kinder geschenkt hat.
Dein Herz ist kein Liebesbeweis sondern deine pure Verzweiflung.
Du machst alles für ihn und trotzdem verleugnet er seine Kinder nicht - da du wegen ihm zum Islam konvertiert bist und sogar Kopftuch trägst, solltest du wissen das er niemals seine Kinder, sofern Söhne, alleine bei seiner Ex lassen wird.
Von Beweis sehe ich hier nichts, ich habe nur Mitleid - falls es dich überhaupt gibt.

Ansonsten finde ich das Wort generell zu schwülstig.
Ich werde niemals einen Raucher wollen oder jemanden, der jeden Sonntag Motorrad fährt, tätowiert ist oder sonst was in die Richtung.
Ich habe selbst ein extremes Hobby welches auch sehr zeitaufwendig teuer ist und entweder er hat es auch oder ich lasse es gleich bleiben.
Aufgeben werde ich mein Hobby erst wenn es gesundheitlich nicht mehr geht. Als Beweis hier etwas zu ändern, wäre Selbstverleugnung.

Ich finde es keine Liebe wenn ich was beweisen muss.
Entweder ich liebe oder eben nicht.
Wenn ein Mann mich mit nicht gewollten Geschenken oder Beweisen versucht, mich von ihm zu überzeugen, ist das Verzweiflung und total unsexy.
Auch dies hat mit Liebe wenige zu tun.
Mal sein Eis mitbringen oder sein Lieblingsessen kochen, sind Aufmerksamkeiten in meinen Augen.
Ich kann mit dem Wort nichts anfangen.
 
  • #38
@Jochen1
Neee, mir geht es um die unterschiedliche Motivation.
Was veranlasst einen Partner dazu, entweder etwas zu fordern, oder gefordertes tatsächlich zu erbringen, was steht dahinter.
Möchte man, dass jemand tatsächlich Liebe beweist, oder Verantwortung übernimmt?

Ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass Liebe - außer durch diese kleinen Aufmerksamkeiten, Empathie und dem, was unaufgefordert kommt - nicht bewiesen werden kann.
Forderungen sind entweder unehrlich und eigennützig, oder appellieren an Vernunft und Verantwortung. Egal ob Motorrad, Diät, Haare, Tattoo.

Ich muss mein Hirn aber auch noch etwas sortieren. Irgendwie beschäftigt mich das hier doch sehr (danke für das Thema).
 
  • #39
Ganz exclusiv und ausschliesslich für mich gesprochen
Nein, ich sehe es nicht als Liebesbeweis an, dass ich gar keine Lust mehr auf andere Frauen habe.
Das liegt einzig und allein an meinem bezaubernden Mädel. Wenn man es so sehen will, dann erbringt V den Liebesbeweis - indem sie mich nach wie vor fasziniert.
Und da bei uns sexuelle Exclusivität nicht vereinbart wurde, gibt es überhaupt kein "Fremdgehen".

Ich habe schon verstanden, dass du und V euch gegenseitig keine Monogamie zusagt bzw. abverlangt aber ihr so voneinander begeistert seit, dass Fremdsex zur Zeit uninteressant ist (?)

Ich wollte mit der Satzstellung nur unkommerziellen Fremdsex und kommerziellen Fremdsex voneinander abgrenzen. Ist es eigentlich für dich abgesehen vom Geld ein Unterschied ob du den Sex kostenlos bekommst oder bezahlst?

Wäre es für dich eine Art Liebesdienst für V wenn du auf Fremdsex zu ihren Gunsten verzichtest würdest auch wenn du Lust darauf hättest?

Allerdings ist das ja ein rein theoretisches Konstrukt, wenn ich dich richtig verstanden habe ist es V ja egal ob du Fremdsex hast oder nicht. So ein Liebesdienst würde also ins Leere gehen.
 
  • #40
Ist es eigentlich für dich abgesehen vom Geld ein Unterschied ob du den Sex kostenlos bekommst oder bezahlst?
Da gibt es durchaus Unterschiede
Der erste ist offensichtlich: Sex als Dienstleistung ist bequem, der Erfolg ist garantiert ..... du kannst bequem vom Hotelzimmer aus eine Lady bestellen, die erscheint auch und geht mit dir ins Bett. Dazu kommt Punkt 2 - es gibt manchmal Dinge, die die eigene Frau ablehnt oder einfach nicht kann .... oder die du auch beim ONS höchstselten findest und schon gar nicht in hoher Qualität. Du kannst also deine Phantasien im gewissen Rahmen ausleben. So können durchaus individuelle Wonnen erlebt werden - und die kommen ja auch der eigenen Freundin zu Gute. Und Punkt 3 - ein sehr unterschiedliches Sexbedürfnis kann so nivelliert werden.
Nachteile gibt es auch - das Erfolgserlebnis fehlt.
Mit Strassenstrich für die schnelle Nummer habe ich keine Erfahrung. Reizt mich persönlich null.

Und zur persönlichen Situation:
Mir reicht die Abwesenheit des "Verbotes" völlig aus. Und diese ist im Grunde mehr "Honorar" für meine Aufrichtigkeit als Wunsch von V. Von daher würde ich mir schon zweimal überlegen "Muss das jetzt wirklich sein ?". Momentan eine theoretische Überlegung. Als "Liebesbeweis" allerdings würde ich das nicht sehen. Es ist halt so.
 
  • #41
Nein, ganz gewiß nicht. Den Gefallen würde er mir nicht tun. In jedem zweiten Satz von ihm heiligt er seine Exfrau und seine 4 Kinder, da bleibt für mich nicht soviel Platz. Hinzu kommt, dass seine Eltern mich nicht mögen! Seine Eltern leben auch in Deutschland. Trotzdem darf ich ihn haben. Ich liebe ihn jeden Tag mehr. Den Rest der Verwandtschaft lerne ich im Iran kennen.

In meinem vorherigen Thread, ging es wohlgemerkt, wie ich das Kopfkino abstellen kann. In meinem 1. Thread ging es darum, dass ich das Gefühl habe, dass ich ihm nicht wichtig bin und wie ich damit umgehen soll. Nun haben viele zur Trennung geraten. Was soll ich damit anfangen. Ich bin froh, dass er mich aufgenommen hat. Ich könnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Es wäre ein schreckliches Leben. Niemals will ich ihn verlieren. Das habe ich nicht verdient. Er passt so gut zu mir. Ich liebe ihn.


Ich versuche jeden Tag das Beste aus meinem Leben zu machen.
Ich habe noch nie so eine verblendete Frau gesehen wie dich. Hast Du irgendwann mal eine Gehirnwäsche erhalten? Das ewige gejaule wegen der Ex und den 4 Kindern kann auch keiner mehr hören.
 
  • #42
Liebesbeweise fordern zu wollen, macht man vielleicht mit 15. Damals wollte ich unbedingt eine Kette von meinem damaligen Freund, damit auch jeder sieht, wie sehr er mich liebt. Das ist totaler Quatsch.
Mein Freund zeigt mir seine Liebe in Kleinigkeiten. Wenn ich zu ihm fahre, steht dann im Kühlschrank mein Lieblingsbier oder etwas, was ich gerne esse. Auch bügelt er mir meine Wäsche, wenn er bei mir ist und ich arbeiten muss und viel um die Ohren habe. Einfach so, ohne gefragt zu werden. Er kocht für mich oder lässt mich ne Runde schlafen, wenn ich müde bin. Auch erträgt er mich und meine Teenagerin. Das ist Liebesbeweis genug.
Wenn ich mit jemandem zusammen komme, kenne ich in der Regel die Hobbys vorher. Wie kann man dann in der Beziehung etwas verbieten?
Ich laufe gerne, mein Freund war früher Handballer und hat jetzt kaputte Knochen. Da geht nix mehr....vielleicht noch Wandern und Fahrradfahren. Aber ich mache mein Ding wenn ich Laufen gehen will. Das ist für mich selbstverständlich. Warum sollte es auch anders sein?
 
  • #43
Sollte er sich von sich aus als "Liebesbeweis" beispielsweise von einem seiner Hobbys trennen, weil er weiß, dass ich sein Hobby doof finde, dann würde ich mich von ihm trennen, da ich keinen Partner haben will der sich meinetwegen verbiegt.
Es ist ja wohl auch ein Unterschied ob man ein Hobby komplett aufgibt oder etwas zurücksteckt. Eine Beziehung oder Ehe kann genauso wenig funktionieren wenn man mehr Zeit mit seinen Hobbys verbringt.
 
  • #44
Das geht schon ....
Und zwar wie folgt:
Man versucht, dem Partner sein Hobby vorzustellen, schmackhaft zu machen.
Bei uns hat das geklappt ..... inzwischen mag V auch gerne im Cabrio touren und ich habe die Schönheit der Orchideen entdeckt.

Gerade wer zeitintensive Hobbies pflegt sollte diesen Weg gehen. Denn so muss keiner verzichten .....
 
  • #45
Man versucht, dem Partner sein Hobby vorzustellen, schmackhaft zu machen.
Bei uns hat das geklappt ..... inzwischen mag V auch gerne im Cabrio touren und ich habe die Schönheit der Orchideen entdeckt.
So etwas kann gehen... Aber Du kennst den schönen Satz Es kommt darauf an.

Die Keule Liebesbeweis wird gerne geschwungen, wenn man sich eine*n unpassende*n Partner*in gesucht hat, und dann versucht, sie/ihn passend zu machen. Die Tendenz hierzu liegt eher bei den Frauen.
Themen - Fernbeziehung, wer zieht um, LAT, Kinder, Ehe, etc. - als die großen "Liebesbeweise"

Im Kleinen auch die Hobbies - natürlich habe ich nach einem Partner gesucht, der mein politisches Engagement akzeptiert und den Zeitaufwand.
So wie ich bergsüchtig bin und hier einen Partner wollte, den ich für Berge und Natur begeistern kann, und der solche Touren auch gesundheitlich mitmachen kann. Das kann mit Ü50 nicht mehr jeder, wer noch nie was gemacht hat, kommt da nicht mehr hin. Ein Couchpotatoe funktioniert für mich nicht, den werde ich auch nicht dafür begeistern können.

Bei anderen Sachen ist es eine Chance, neue Interessen, Impulse - die Unterschiede bereichern ja auch.

Meine Schwäche für schnelle Autos teilt mein Sohn - und ich darf sein entsprechendes Cabrio gelegentlich fahren 😂, auch mal für einen Urlaub.
Sein Liebes"beweis" an Mami.

W, 50
 
  • #46
Das geht schon ....
Und zwar wie folgt:
Man versucht, dem Partner sein Hobby vorzustellen, schmackhaft zu machen.
Bei uns hat das geklappt ..... inzwischen mag V auch gerne im Cabrio touren und ich habe die Schönheit der Orchideen entdeckt.

Gerade wer zeitintensive Hobbies pflegt sollte diesen Weg gehen. Denn so muss keiner verzichten .....
Das geht natürlich gut bei so banalen Sachen wie Auto fahren oder Blümchen anschauen. Das kann jeder mal einen Nachmittag machen und dem anderen damit eine Freude bereiten, so etwas ist ja auch mal sehr nett. Man kann beides mit einem Abendessen in einem schönen Restaurant verbinden oder auch einfach nur mit einem Glas Sekt in der Sonne danach - sehr gemütlich und schön aber eben auch todlangweilig und vermutlich eher was für ältere Menschen.

Aber es geht genügend Hobbys die etwas mehr einfordern.
Ich betreibe auf fast Profiebene einen seltenen Sport, kombiniert mit meinem Beruf.
Hier kann ich nicht mal jemand schnell mitnehmen, alleine die zusätzliche KV kostet mich fast EUR 700.- im Jahr, jahrelanges Training ist notwendig und auch eine passende Ausrüstung die mehrere Tausend Euro kostet. Ich bin dann auch nicht erreichbar und in den Ferien teils tagelang ohne Internet.
Und hier kann und will ich nicht zurück stecken, selbst wenn jemand mit meinem Hobby anfangen würde, würde es Jahre dauern um auf mein Niveau zu kommen.
Klar habe ich schon versucht , mich anzupassen.
Aber ich bin dann wirklich unglücklich , schau mir Reportagen an und heule innerlich fast dabei. Ich habe versucht meine Ferien in den Bergen zu verbringen und ich habe sogar Familienurlaube versucht.
Es geht nicht.... Aber zumindest ist mein Hobby sehr männerlastig, daher lerne ich immer wieder Männer kennen und hatte auch schon tolle dates und tolle Männer kennen gelernt.
Aufgeben werde ich mein Hobby erst wenn es gesundheitlich nicht mehr geht, das ist sicher.
Alles andere wäre Selbstbetrug und würde niemanden auf Dauer glücklich machen....
 
  • #47
Meine Schwäche für schnelle Autos teilt mein Sohn - und ich darf sein entsprechendes Cabrio gelegentlich fahren 😂, auch mal für einen Urlaub.
Sein Liebes"beweis" an Mami
Lach .... da habe ich es gut ... meine Mami fährt nur noch extreme Kurzstrecken und mochte Cabrios noch nie .... und V mag Schaltgetriebe nicht.
Die andere Sache - ich denke, dass zu wenige Menschen überhaupt versuchen, ihre Begeisterung für ihren "Spleen" überhaupt zu teilen. Ja, man muss sich Gedanken machen, und ja, man muss selbst auch etwas Neues kennen lernen.
Wie kann ich jemanden zu etwas bewegen wozu ich selbst nicht bereit bin ? Hier sehe ich den Knackpunkt. Hier fehlt dann die Glaubwürdigkeit. Egal, ob im Kleinen privat - oder im Geschäft in gross.
 
  • #48
Die andere Sache - ich denke, dass zu wenige Menschen überhaupt versuchen, ihre Begeisterung für ihren "Spleen" überhaupt zu teilen. Ja, man muss sich Gedanken machen, und ja, man muss selbst auch etwas Neues kennen lernen.
Anregungen aufnehmen, gerne. Neues wagen, auch gerne.

Aber - es gibt die Grenze zwischen Anregung und Überzeugen wollen, bis zum Missionieren.
Du hast V Deine Leidenschaft vermitteln können, es ist Deine Begeisterung, (und die Gefühle für Dich), die angesteckt hat. Sie war aber nicht absolut dagegen.
Und heute - ich interpretiere - genießt sie vor allem die Zeit mit Dir, DEINE Freude an Oldtimern und Cabrios...

Was wäre, wenn V Deinen "Spleen" gänzlich abgelehnt hätte, Dir erklärt, dass es sinnlos, Blödsinn, etc. ist...
ICH würde mir meinen Teil denken, über Toleranz und Passung nachdenken.

Wenn ich jemanden kennen lerne, möchte ich sehen, wofür jemand brennt, welche Interessen, Leidenschaften.
Ist da nichts, dann wird es für mich nichts, weil es schlicht fad wird.
Ist da was, dann schaut man - Kann sein, es gibt Überschneidungen, kann sein, es gibt Neues, für mich erstmal nur Ungewohntes, aber nichts was ich grundsätzlich ablehne, oder es hat jemand Interessen, die ich nicht akzeptieren /tolerieren mag. Man muss ja auch nicht alles teilen.

Bei Bergtouren - das ist zeitintensiv, da braucht es für mich einen Partner, der mitziehen mag.
Gerne zeige ich es auch, gerne mag ich meine Begeisterung teilen. Aber wenn der Andere grundsätzlich Bewegung eher meidet? Vielleicht aufgrund Rücken/Knie/Bluthochdruck nicht kann?
Natur eher mit Abstand genießen mag?

Mit einem Antialkoholiker werde ich keine Weinprobe genießen, etc.

Ihr werdet genug Gemeinsames haben - gerne Reisen, genießen, Gäste, Gespräche...

Also, Offenheit, Neugierde braucht es, die
Bereitschaft, neue Gedanken anzunehmen, Impulse, Veränderungen als Chancen zu sehen, und immer wieder die Bereitschaft, den anderen zu nehmen wie sie/er ist...

Aber es gibt Grenzen, und die muss man sich auch bewusst sein.

W, 50
 
  • #49
Das geht schon ....
Und zwar wie folgt:
Man versucht, dem Partner sein Hobby vorzustellen, schmackhaft zu machen.
Bei uns hat das geklappt ..... inzwischen mag V auch gerne im Cabrio touren und ich habe die Schönheit der Orchideen entdeckt.
Das ist ja on Ordnung. Ich persönlich gehe beispielsweise extrem ungern shoppen. Das mache ich aber auch. Auf der anderen Seite macht sie auch mal das was ich will. Sie ist auch schon mal mit ins Stadion gegangen. Du weißt ja das war ja vor über einem Jahr mal eine Frage von mir. Natürlich macht auch mal jeder was für sich. Ich gehe auch beispielsweise gerne mal alleine ins Stadion.
 
  • #50
Für mich würde es schwierig bei Dingen wie "Wenn du mich liebst dann gibst du Motorradfahren / Fallschirmspringen / Tanzen/ Rauchen ...... etc auf". Oder gar Persönliches einfordern wie Haare färben, auch Sonntags rasieren, Tattoo oder Abnehmen .... in dem Bereich geht es für mich schon in Richtung Nötigung oder Erpressung.
Wünsche darf man äussern ... aber Forderungen stellen ?
Wie geht ihr damit um ? Stellt ihr Forderungen ?
Also grundsätzlich möchte ich, dass der Partner glücklich ist. Ich möchte ihm nichts wegnehmen oder ihn quälen.
Aber "ich lass' dich zu 100% so, wie du bist" - da gibt es bei mir kleine Ausnahmen, die ich jetzt mal begründe:
Wenn ich jemanden wirklich liebe, möchte ich, dass er einigermassen gesund ist und vor allem am Leben bleibt. Wenn er monatelang Raucherhusten hat, würde ich tatsächlich anfangen Druck zu machen, dass der Partner mit Rauchen aufhört. Wenn er in Depression versinkt, würde ich wollen, dass er mal zum Arzt oder Therapeuten geht, oder das Problem angeht, was ihn depressiv macht.
Und umgekehrt würde ich meinen Partner auch dazu berechtigen, mich zu kritisieren, wenn ich mich "gehen lasse".
Ich finde, wenn man sich über selbstzerstörerisches Verhalten beklagt ist das nicht genau dasselbe, wie wenn man einen Partner "ummodeln" möchte.
 
  • #51
Ich habe nun gelernt, wichtiger als solche netten Gesten zu geben, ist
Sie annehmen zu können.
Ohne Zweifel, ohne Hinterfragen, ohne ein - sie/er macht es nur so, es hat keine Bedeutung.

Annehmen mit einem Lächeln und öfters mal mit einem schlichten Danke.

Danke, Tom für Deine netten Worte, ein großes Lächeln und Euch beiden ein schönes, sonniges Wochenende

Lionne.
 
  • #52
Wenn er monatelang Raucherhusten hat, würde ich tatsächlich anfangen Druck zu machen, dass der Partner mit Rauchen aufhört. Wenn er in Depression versinkt, würde ich wollen, dass er mal zum Arzt oder Therapeuten geht, oder das Problem angeht, was ihn depressiv macht.
Ein wenig Sorge ist ja auch ok, ein Hinweis oder ein geäusserter Wunsch auch.
Aber - um in deinem Beispiel zu bleiben ..... es ist ein Unterschied, ob du dich als Gouvernante aufführst oder ob du ihn bittest, wegen seines Hustens weniger zu rauchen.
Der Ton macht die Musik. Und ganz offen - ich werde mit fast 60 nicht mehr heimlich rauchen wollen. Auf etwas reduzieren dagegen kann ich reagieren ......
Um es mal so zu formulieren - Ich gestalte mein Leben selbst. V ist herzlich eingeladen, mit mir zu gestalten. Aber nicht über meinen Kopf hinweg. Das heisst, dass mit ihrem Leben auch so verfahren wird ... sie entscheidet selbst, ich gebe meinen Senf dazu ....
Danke, Tom für Deine netten Worte, ein großes Lächeln und Euch beiden ein schönes, sonniges Wochenende
Dankeschön Lionne, wir erwarten nachher Gäste ..... und freuen uns auf den jungen Mann, der "Töchterchen" den Kopf verdreht hat.
 
  • #53
Ich ziehe hier vor vielen den Hut , dass sie es schaffen auf Lebensweise zu verzichten

Ich kann es auf Dauer nicht
Wenn ich nicht mal durchgelobt werde...geht's mir schlecht
Wenn für den anderen der Liebesbeweis wäre, mir alles zu reparieren aber knuddeln nette Worte und Co fehlen...verkümmer ich

Das ist als liebe ich lakritz über alles und bekomme immer nur noch Gummibärchen
Egal wie toll die Bärchen sind, mir würden Lakritz schmerzhaft fehlen
 
  • #54
Und ganz offen - ich werde mit fast 60 nicht mehr heimlich rauchen wollen.
Wenn meine Frau rauchen würde hätte ich überhaupt kein Problem damit. Was wäre das für eine Beziehung bzw Ehe wenn man sagen würde entweder du hörst auf zu rauchen oder ich verlasse dich. Das kann doch keine Liebe sein. Es ist meiner Meinung nach schon ein Unterschied ob man raucht bzw ob man trinkt. Ich meine natürlich richtig säuft. Das einzige was ich mir verbitten würde, dass in der Wohnung geraucht wird. Wenn bei mir jemand rauchen will den schicke ich auf den Balkon.
 
  • #55
Hallo Tom26,

Liebesbeweise sind ja schön und gut, aber für mich nicht das wichtigste in der Beziehung. Jeder drückt seine Liebe auf unterschiedliche Arten aus und ich finde es ist wichtig, die Liebessprache deines Partners sowie auch deine zu kennen.
Aus dem Buch "Die 5 Sprachen der Liebe" unterscheidet man folgende:
  1. Worte der Anerkennung
  2. Geschenke
  3. Unterstützung
  4. Gemeinsame Zeit
  5. Physische Berührung
Wenn dein Partner "Geschenke" braucht, damit er/sie sich geliebt fühlt, dann musst du darauf eingehen. Für jemand anderen kann es "Unterstützung" wie Kochen, die Garage aufräumen etc. sein.

Kommuniziert eure "Liebessprache" und geh auf den jeweils anderen ein:)
 
  • #56
Man versucht, dem Partner sein Hobby vorzustellen, schmackhaft zu machen.
Bei uns hat das geklappt ..... inzwischen mag V auch gerne im Cabrio touren und ich habe die Schönheit der Orchideen entdeckt.

Gerade wer zeitintensive Hobbies pflegt sollte diesen Weg gehen. Denn so muss keiner verzichten .....
Grundsätzlich stimme ich dem zwar zu, aber gerade bei zeitintensiven Hobbys geht das oft nicht. Denn es ist eben nichts, was man alle zwei Wochen mal mitmacht. Unter zeitintensiv verstehe ich ein Hobby, dass jemand mehrmals die Woche ausübt, also richtig begeistert dabei ist, und das wirklich viel Zeit und Energie und manchmal auch Geld verschlingt. Dann kann es sein, dass der neue Partner sich dafür begeistern kann - ideal. Aber zwingen kann und sollte sich dazu keiner. Ich hab viele Dinge angefangen, weil mein (Ex-)Freund das sehr gern gemacht hat; Schlittschuhlaufen (jede Woche ein-zweimal im Winter), Computerspiele, Motorradfahren, Skaten. Ich hatte von diesen Dingen meist vorher wenig Ahnung, aber ein leichtes Interesse; und dann habe ich es sehr gern gemacht oder mach es immernoch gern. Dann gab es aber z.B. auch noch Dinge, da konnte ich mich nicht für begeistern. Mountainbike ist einfach nicht meins; ich werde absolut aggressiv beim Hochfahren und leide Todesängste bei der Abfahrt. Das konnte ich mit meinem Ex dann einfach nicht teilen, genauso wie Ausgehen in großen Gruppen, ständig Leute um einen herum... Oder ich könnte mich im Leben nicht für Fußball begeistern. Wenn da ein Partner so ein krasser Fußballfan wäre, der jedes Wochenende zu Spielen fährt und dann noch Training hat zwei- oder dreimal, würde mich das auf Dauer nerven, weil einfach kaum Zeit für gemeinsame Sachen bleibt. Gesehen bei einer Freundin. Und ich würde auch nicht erwarten, dass jeder sich für meine Hobbys begeistern muss. Das geht eben nur, wenn Grundinteresse da ist oder wenn es eben nicht sehr zeitintensiv ist. Ich schaue daher schon am Anfang, ob der andere irgendwelche krassen Interessen hat, die früher oder später zum Problem werden könnten.
 
  • #57
Grundsätzlich stimme ich dem zwar zu, aber gerade bei zeitintensiven Hobbys geht das oft nicht. Denn es ist eben nichts, was man alle zwei Wochen mal mitmacht.
Liebe Mokuyobi,
es geht zunächst gar nicht darum, sich selbst für bspw meine Oldtimerei oder das Mountainbike zu begeistern. Sondern zuerst mal darum, sich das anzuschauen. Dann verstehe ich, was ihr Freude macht. Und sie versteht mich.
V hat es bspw mit den Orchideen . Das heisst nicht, dass ich mit dem Züchten dieser Pflanzen anfange - aber ich hatte mal die Hände in der Erde, weiss, dass für sie eine solche blühende Pflanze das ist , was für mich ein zum Leben erwachender Motor ist. V schraubt auch nicht an meinen Autos, sie tankt nicht einmal ihres selbst. Aber sie mag die Cabriotouren, wenn auch mehr das Rahmenprogramm.
Ist doch immerhin etwas ... dafür plane ich die Strecken inzwischen so, dass eine Burg, ein Eiscafe o.ä. auf dem Weg liegt. Oder auch mal Outlet City .....
Man muss auch nicht alles gemeinsam machen ....
Kommuniziert eure "Liebessprache" und geh auf den jeweils anderen ein
Hier sehe ich es so - die richtige Mischung macht es. Und die haben wir gefunden.
 
  • #58
Ich halte nichts von Forderungen und bin bedacht, schlichtweg zu sagen, wenn mich etwas stört. Auf einen Mangel, etc. hinweisen ist für mich in Ordnung. Ob das Gegenüber dann selbst entscheidet darauf einzugehen oder nicht, liegt nicht in meinem Ermessen. Ich denke, es kommt lediglich darauf an, wie man selbst behandelt werden möchte. Genauso sollte es auch nach außen hin gelebt werden. Alles was nicht materiell ist, kann nicht eingefordert werden. Das ist meines Erachtens reines Wunschdenken. Ich denke hierbei an das Wörtchen -muss-. Was muss ich? Ich muss essen, trinken, mich erleichtern, f***** und sterben.
Liebesbekundungen/-beweise sind ein Geschenk und sollten als solche gesehen werden. Natürlich kann kommuniziert werden, ob es gefällt oder nicht. Sowas als selbstverständlich anzusehen und eine Erwartungshaltung an den Tag zu legen, wird einen selbst nicht zufrieden und glücklich machen. Bei sich bleiben und authentisch bleiben, nicht verbiegen oder überwinden.
 
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