• #1

Liebesglück ohne Zusammenwohnen?

Immer mehr Paare entscheiden sich bewußt gegen eine gemeinsame Wohnung. Welche Probleme oder Vorteile bietet eine solche Lebensform? Aus welchen Motiven heraus präferiert man die getrennte Wohnsituation?
 
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  • #2
Ich glaube, dass getrennt wohnen das wahre Glück ist, in einer gemeinsamen Wohnung gibt es zwangsläufig leider immer Streit und zudem lässt die leidenschaft für einander stark nach. Schade dass sich eine Ehe mit getrennten Wohnungen aber durch die Anwesenheit der Kinder nicht umsetzen lässt...Möglicherweise wenn man 2 Wohnungen nebeneinander im selben Stock hat könnte das gehen, müsste man testen.

Es gibt ja heute noch viele Kulturen beidenen der Alltag von Männer und Frauen getrennt ist, man trifft sich halt nach absprache sporadisch und dann dafür mit Sinn und Zweck. Gegessen, geschlafen, gearbeitet wird getrennt.
 
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  • #3
Seit 10 Jahren getrennt wohnend. Wir wollen nie zusammen wohnen. Man ist noch wie frisch verliebt und freut sich JEDESMAL wenn man sich sieht. Da gibts kein Murren und kein Streiten, kein gestresster Alltag, wo man sich abends am Liebsten aus dem Weg gehen möchte, sondern man trifft sich dann eben nur, wenn man gutgelaunt ist und Interesse für den Partner hat. Vollgefurzte Sofas und Betten gibt es nicht, jeder hat noch Respekt vor dem anderen.

Für mein Weltbild ist es die Ideallösung in heutiger Zeit. Alles andere verstehe ich nicht und will ich auch nicht verstehen. Warum man schon sofort nach 1-2 Jahren zusammen leben will ist mir schleierhaft. Will ich nicht haben und nicht verstehen, wie andere so leben können, um sich dann nach ein paar Jahren Frust sowieso wieder zu trennen. Aber jeder ist seines Glückes eigener Schmied.
 
  • #4
Für mich der absolute Horror. Keine gemeinsamen Lebenspläne, kein Alltag, keine Spontaneität, immer Sachen packen, meist das Falsche im Gepäck, der Kühlschrankinhalt vergammelt, weil nicht mehr vernünftig geplant werden kann. Bei jemand zu Besuch sein bzw. Besuch empfangen, sich nie richtig heimisch fühlen und entspannen können. Furchtbar.
Für mich hat das weder etwas mit ernst gemeinter Beziehung, noch mit Intimität zu tun, sonder eher mit gegenseitiger Benutzung für eingegrenzte Zwecke. Und dafür will ich gemeinsam mit meinem Partner noch zu viel vom Leben. Apart Together ist für mich permanentes On-Off.
Das hat bei mir etwas mit ganz früher Prägung zu tun, ich bin als Kind mal hier, mal da abgestellt worden, wohnte mal bei der einen Oma, mal bei der anderen, dann wieder bei der Tante, manchmal bei den Eltern. Im Erwachsenenleben brauche ich so etwas nicht, da kann ich mir die existenzielle Sicherheit geben, indem ich mir einen Partner suchen, der genauso wie ich, Zusammenwohnen schätzt.
Ich schätze es total, wenn ich in der gemeinsamen Wohnung die Geräusche des andere höre, dann trifft man sich mal wieder, redet etwas miteinander, dann macht man wieder Seins. Für mich ist das besser und entspannender.
 
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  • #5
Ich halte das "getrennt wohnen" völlig unsinnig.
Wenn man sich liebt, respektiert, toleriert, Verständnis zeigt für den anderen, dann sollte einem
Zusammenleben nichts im Wege stehen.

Ich glaube, dass die Menschen, die eine getrennte Lebensform bevorzugen, keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen, sie möglicherweise auch Ängsten unterliegen. Sie wollen keine Kompromisse eingehen und ihr eigenes Reich für sich beanspruchen. Ich halte solche Menschen für egoistisch. Sie leben getrennt vom Partner weil sie vermutlich wissen, dass sie aufgrund ihres Charakters keine nähere Bindung und daher auch kein richtige Beziehung führen können.
Vermutlich behalten sie sich vor das, sollte es zu einer Trennung kommen, sie dann in ihrer Wohnung bleiben können und nicht wieder umziehen müssen.

Somit gehen sie jeden Kompromiss und jeder Verantwortung aus dem Weg. Sie machen es sich einfach. Natürlich ist es jedem selbst überlassen wie sie leben, solange sich zwei Menschen gefunden haben, die eine solche Lebensform akzeptieren bzw. bevorzugen.

Es ist aber zweifelhaft, ob sie so je den Partner richtig kennenlernen.
Denn gerade der Alltag ist die Herausforderung den Partner auf lange Sicht zu respektieren und mit ihm auf Augenhöhe zu leben.

m (47)
 
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  • #6
Interessant, dass anscheinend sich mehr Frauen für das getrennte Wohnen entscheiden und die Männer so sehr gerne zusammen ziehen wollen.

Bin gespannt, wie sich mein derzeitiger Freund in der Hinsicht äußern wird. Ich würde nämlich gerne getrenntes Wohnen bevorzugen, weil es tatsächlich die Liebe frisch hält. Wir kennen uns aber zu kurz, um dieses Thema schon besprechen zu wollen bzw. zu müssen.

w 49
 
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  • #7
Für mich würde eine permanente Trennung der Wohnung nicht in Frage kommen. Wo wäre dann auch der Sinn einer Beziehung?

Für mich kommt es gerade darauf an, nicht nur die schönen Zeiten sondern auch den Alltag miteinander zu teilen. Das es da auch Probleme gibt, ist völlig normal und stärkt m.E. eine Beziehung.Meinen Partner immer nur dann sehen zu wollen, wenn man gute Laune hat, ist für mich das Rauspicken von Rosinen aus dem großen Kuchen Beziehung.
 
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  • #8
Ich finde getrennte Wohnungen schrecklich und ich möchte es auch nicht leben. Ich habe das mal eine Zeit lang gehabt, weil mein Ex sich nicht entscheiden konnte, ob und wo wir zusammen leben wollten. Mir fehlte das Alltagsleben, dass gewöhnliche miteinander leben. Dieses ständige Tasche packen, immer zwei Kühlschränke voll oder leer, dann fehlte was etc. Finde ich auf Dauer anstrengend und unentspannend und ist auch nicht mein Ziel. Eine Ausnahme wäre evtl. getrennte Wohnungen in einem Haus, müsste ich ausprobieren. Jedoch sonst nicht, dann bräuchte ich auch keine Beziehung eingehen. Für mich gehört das einfach dazu, zusammen zu leben. Ich sehe auch den Alltag als Herausforderung für eine stabile Beziehung. Für mich bedeutet getrennt wohnen, sich die Rosinen aus dem Kuchen heraus zu picken und nie das ganze zu nehmen wie es ist. Wenn in einer Beziehung achtvoller Umgang vorhanden ist, sollte es doch kein Problem sein. w (45)
 
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  • #9
@5 - ich kann dir das erklären: Ein Grund: Frauen haben ab 40plus es einfach satt, das Hausmädchen für Familie und für den Herrn zu spielen. Wer vorher Familie mit Haus, Hund und Gatten hatte, und nun endlich das eigene Leben genießen möchte und kann, will niemandem mehr hinterher putzen. Mit vielen Männern (nicht mit allen) schleicht sich dann aber diese Gewohnheit ein: Frau putzt, kocht, wäscht, usw. Das wollen Frauen nicht mehr. Daher bevorzugen sie ihre eigenen Wohnung, dann ist er in seiner Wohnung für seinen Dreck verantwortlich.

Es funktioniert nur, wenn Frau und Mann da klare Absprachen tätigen - wer tut was - und sich auch daran halten. Zeit genießen möchte beide, aber auch bitte für beide der gleiche Anteil am Alltag.

Ich persönlich habe die ersten Jahre unsere getrennten Wohnungen auch bevorzugt, weil noch Kinder vorhanden sind und wir beide, unabhängig voneinder viel geschäftlich unterwegs waren. Mittlerweile haben wir einen Konsens, dass es passt - aber eben mit klaren Absprachen.
 
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  • #10
Ich frage mich, warum hier einige meinen, dass das Zusammenleben zwangsläufig auf Respektlosigkeit, Streitereien und das Ende der Ehe bzw. Beziehung hinausläuft?

Es kommt immer auf die Einstellung der beiden Partner zueinander an.
Denn das "getrennt leben" ist keine Garantie auf Glück und Verliebtsein auf Ewigkeit.
Es bedeutet eher, dass man den Partner einseitig kennenlernt und nicht alle Facetten seines
Lebens.

Beim getrennten wohnen bekommt man im Alltag vieles von der Person, die man "liebt" gar nichts mit und lernt ihn diesbezüglich nicht richtig kennen.

W, 43
 
  • #11
Da gibts kein Murren und kein Streiten, (...) Vollgefurzte Sofas und Betten gibt es nicht, jeder hat noch Respekt vor dem anderen.
Ich lebe doch nicht mit einem Orang Utan zusammen, sondern mit einem völlig normalen Menschen.
Das würde doch heißen, dass ich mir alles, das negativ bewertet würde, verkneifen müsste, bis ich wieder allein bin. Eine Schönwetter-Beziehung also. Hält die Probleme aus?
 
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  • #12
Oh Mann, das sollten mal meine Eltern hier lesen (fast 44 Jahre gemeinsames Schlafzimmer). Wenn ich bei meinen Eltern übernachte, wache ich (wenn ich Ohrstöpsel vergesse) durch das laute Schnarchen meines Vaters (3 Zimmer weiter!), auf, während meine Mutter direkt daneben liegt und sich noch NIE beschwert hat....
Schon irgendwie schade, was Paare heutzutage für Problemfragen haben..
w, 38
 
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  • #13
@5 - ich kann dir das erklären: Ein Grund: Frauen haben ab 40plus es einfach satt, das Hausmädchen für Familie und für den Herrn zu spielen. Wer vorher Familie mit Haus, Hund und Gatten hatte, und nun endlich das eigene Leben genießen möchte und kann, will niemandem mehr hinterher putzen.

... dann sollten Frauen 40plus vielleicht erst mal lernen eigene Grenzen zu ziehen und "Nein" zu sagen?
Dafür den Mann, ja noch besser alle Männer verantwortlich zu machen ist nur eines:
total unemanzipiert.
w, 38
 
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  • #14
Ich (m, 31) halte nicht viel von den neumodischen Beziehungsmodellen.
<- mod Nebenthema gelöscht >

Getrenntes Wohnen finde ich ausnahmsweise mal klasse! Da kann sich jeder die eigene Wohnung nach seinem Geschmack einrichten, man ist für seine eigene Unordnung verantwortlich, man kann auch mal seine Ruhe haben, muss nicht jede freie Minute aufeinander hängen, nicht immer das Genörgel über freche Kollegen/Kolleginnen, ungerechte Arbeitgeber, zickige Freundinnen und Bekannte ertragen, es gibt keine Streitigkeiten über das Fernsehprogramm, man kann jederzeit seine Freunde einladen (auch kurzfristig), man muss nicht den neuesten Liebestest der Cosmopolitan à la "wie gut passt mein Partner zu mir?" über sich ergehen lassen, es gibt keine ermüdenden Diskussionen über Mode oder Astrologie, man kann ruhig mal den Valentinstag oder verschiedene Jubiläen vergessen und man kann den/die Partner/in jederzeit rausschmeißen wenn er/sie nervt.

Außerdem fällt eine Trennung wesentlich leichter, da man keinen gemeinsamen Kitsch hortet und problemlos Distanz zueinander aufbauen kann. Diesen Aspekt sollte man im Hinblick auf die Schnelllebigkeit der heutigen Beziehungen nicht außer Acht lassen.

Sollte man sich für eine gemeinsame Familie entscheiden, ist das Konzept natürlich nicht mehr lebbar.
 
  • #15
Ich bevorzuge ebenfalls das Alleineleben. Der wichtigste Punkt dabei ist, dass ich einen Rückzugsort brauche, was bei einer 70 Quadratmeterbude meist nicht gegeben ist, es sei denn ich sitze in den Keller. Außerdem bleibt die Beziehung frisch, man sieht sich nicht täglich, man ist nicht den Launen das anderen ausgesetzt, im selben Bett zu schlafen ist die Ausnahme, nicht die Regel, ist deshalb umso aufregender, schöner, mehr zu genießen. Weniger vom Partner ist manchmal einfach mehr und der Gedanke, in einem eheähnlichen Zustand zu leben, hat etwas erstickendes.

Dass man einander nicht richtig kennenlernt, wie #9 behauptet, sehe ich anders.
Man verbringt immer mal wieder ein Wochenende beieinander, kocht zusammen, kümmert sich gemeinsam um den Haushalt, den Einkauf. Es ist alltägliches Leben. Wenn nicht richtig kennen lernen bedeutet, dass ich nicht erlebe, wie mein Mann faul auf der Couch sitzt, sich im Schritt kratzt und nach einem Bier brüllt, dann nehme ich das liebend gerne in Kauf.
 
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  • #16
Nun dieses getrennte Wohnen hat für mich was mit "immer ein Hintertürchen offen halten"
zu tun.
Einige der Damen hier scheinen ja schreckliche Erfahrungen mit Ihren Männern gemacht
zu haben.
Sollte ich jemals über den Kennenlern-Status hinaus kommen,gibt es für mich keine
Alternative wie zusammenzuleben/wohnen.
Alles andere hat für mich den "Besucherstatus"

M46
 
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  • #17
@12 - genau weil die Frau dann Grenzen setzt und emanzipiert ist, wohnt sie auch nicht mit dem neuen Mann zusammen. Außer, sie stellt im Laufe der Beziehung fest, er ist kompromissbereit und kein Macho, bzw. hat sein Leben und seine Einstellung geändert. Mein LG war es als Manager und Hauptverdiener der Familie gewohnt, ALLES von seiner Ex abgenommen zu bekommen. So war die Regelung. Die Quittung hat er erhalten, indem sie nicht gearbeitet hat, vor lauter Langeweile sich einen Lover suchte und ihn dann abservierte und finanziell ausnahm. Danach kamen wir zusammen, ich bin finanziell unabhängig und ziemlich emanzipiert. Das passte ihm einerseits gut, da er ja kein Versorger mehr sein wollte. Aber die angenehmen Gewohnheiten des Machos aufzugeben, der eine Frau zuhause sitzen hat, und nun alles selbst zu erledigen, war für ihn ein weiterer Prozess des Lernens. Und das findet man bei Männern dieser Altersklasse Ü45 nach wie vor sehr häufig.
 
  • #18
Ha, witzig!

Da will die überwältigende Mehrheit in diesem Forum keine FB aber dann doch bitte auch nicht zu nah-ergo zusammen wohnen. Und natürlich gehts auch nicht dass der Partner einen Job hat in dem er öfter mal über Nacht weg ist....

Ja, Probleme lösen sich wenn man ihnen aus dem Weg geht. Man kann nicht miteinander- da muss man zusammenbleiben aber getrennt wohnen...

Oder vielleicht ist es eher so dass wenn Zusammen wohnen Streit bedeutet vielleicht besser nicht zusammen ist.... Zwangsläufig Stress gibts nämlich nicht.

Also ich finde nicht dass Living apart together eine erstrebenswerte Beziehung ist. Aber ich bin eh kein Mensch für halbe Sachen. Ganz oder gar nicht. Und ganz heisst einfach auch nach einer gewissen Zeit gemeinsames wohnen. Leg ich zwei Haushalte zusammen ist auch genügend Kohle für Rückzugsräume vorhanden. Wenn ich meine Nägel schneide mach ich halt die Badtür zu. Und weiso ein schlecht erzogener Mensch nur aufm Sofa furzt wenn die Dame grad in Ihrer Wohnung ist erschliesst sich mir auch nicht.
 
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  • #19
Aus welchen Motiven heraus präferiert man die getrennte Wohnsituation?

Weil die Angst vor dem Scheitern der Beziehung grösser ist als das Vertrauen und die Zuversicht in die Partnerschaft. Die eigene Wohnung ist vergleichbar einer Risikoversicherung für den (wahrscheinlichen) Fall der Trennung.

Und weil es nicht gut ankommt über Angst und Misstrauen dem Partner gegenüber zu reden, werden dann so Argumente wie Haushalt, Ordnung, persönliche Freiheit, ect., vorgeschoben.

m
 
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  • #20
Einige der Damen hier scheinen ja schreckliche Erfahrungen mit Ihren Männern gemacht
zu haben.
M46

Das ist echt gut, musste total lachen als ich das gelesen habe. Ja, anscheinend ist das so:
Das Schreckgespenst "gemeinsame Wohnung". :))
Ich für meinen Teil sehne mich momentan auch nach nichts mehr als mal wieder Gemeinsamkeit in einer Wohnung zu haben; nachhause zu kommen und da ist jemand....
Die Hoffnung stirbt zuletzt. :)
w, 39
 
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  • #21
Na ich denke mal so, dass hier sich Realisten und Träumer treffen. Die einen haben schon schlimmes erlebt und wollen dort nicht wieder hin und selbst Ängste und Misstrauen dem Mann zu sagen hilft auch oft nicht viel, weil viele Männer sich nicht ändern können oder wollen.

Ich persönlich war früher auch so eine Träumerin, inzwischen geniesse ich meine Freiheit und habe tatsächlich Angst, dass diese verloren geht und damit auch die Liebe, wenn ich mit einem Mann wieder zusammen ziehen würde.

Aber kommt Zeit .... kommt Rat und vielleicht habe ich ja das Glück, dass Mann ähnlich denkt, oder einer der tollen Männer ist und alles wird viel schöner und unkomplizierter, als ich dachte.

w
 
  • #22
Für mich sind getrennte Wohnungen nur in der direkten Nachbarschaft denkbar so das man jederzeit bei einander sein kann. Gemeinsames wohnen kommt für mich nur in Betracht, wenn die Wohnung groß genug ist damit auch jeder seinen Bereich hat und sich ausbreiten kann. Daher ist für mich wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, denkbar und auch beides gleich verbindlich. Ich denke das Bedürfnis nach zu viel Nähe wird halt nach einer gescheiterten Ehe mit Kindern auch weniger.
 
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  • #23
Solange es nur "Freundschaft plus" in irgendeiner ihrer Varianten ist, dann ist getrennt wohnen die beste Lösung, finde ich. Wenn es aber Liebe ist, wenn ich die Partnerin immer spüren und riechen will, auch wenn gerade kein Sonnenschein ist, dann wäre getrennt wohnen für mich undenkbar. Ich nehme zeitweise auch getrennte Wohnungen in Kauf, doch eine Partnerin für immer habe ich ich dabei bestimmt noch nicht gefunden, sollte diese Situation von der anderen Seite auf Dauer so gedacht sein. Wenn ich eine Beziehung habe, dann brauche ich einfach einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt. Die Größe der Wohnung spielt für mich erst mal keine Rolle, auch wenn natürlich eine entsprechend große wünschenswert wäre.
 
  • #24
Mei, kann man das nicht im persönlichen Beziehungs-Einzelfall entscheiden?

Es gibt Menschen, die sind bloß beziehungskompatibel, solange sie bei Bedarf die eigene Tür hinter sich zumachen können. Und sei die nur genau ein Haus weiter. Und seien sie auch sechs Tage die Woche nicht darauf angewiesen, aber am siebten vielleicht.

Und es gibt Menschen, die funktionieren wunderbar zu zweit zusammen in einer Einzimmerwohnung über Jahre hinweg.

Um auf die Frage einzugehen:

(-> das hab ich jetzt nach dem Schreiben sofort wieder gelöscht, hatte nämlich eine ausführliche Liste der Vor- und Nachteile von Zusammenwohnen bzw. getrennt Wohnen erstellt. Ist aber Blödsinn, sowas. Es kommt wirklich auf die individuelle Paarkonstellation und die individuellen Persönlichkeiten an.)

Red ich also lieber von mir - ich habe schon mit Partnern jahrelang zusammengelebt. Mir wärs am Allerliebsten, in einer freundschaftlichen Großwohngemeinschaft zu leben mit meinem Partner und mehreren anderen Leuten. Mit einzelnen Appartments, auch für mich eins und für meinen Partner ein eigenes. Wo jeder bei Bedarf die Tür hinter sich zumachen kann, aber immer Leute im Haus sind. Für so eine Zusammensetzung wäre ich am ehesten geeignet, da passionierter Beziehungsmensch und Gruppenmensch, aber auch passionierte Eigenbrötlerin. Auch der Entzückende wär für sowas sofort zu haben, Hauptsache, er kann sich zuweilen komplett unbehelligt in sein Reich zurückziehen. Träumen kann man ja, und es steht zu befürchten, dass wir diesen Traum auch mal verwirklichen... ;-)
 
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  • #25
Auch ich kann dieser Lebensform durchaus etwas abgewinnen- zumal man jederzeit "flüchten" kann. Das gibt auch irgendwo Sicherheit.

Bei mir ist es so, dass ich bereits seit 10 Jahren alleine lebe und es somit auch eine Gewohnheitssache ist. Man hat alles in der Wohnung für sich alleine und muss keine Kompromisse eingehen. Man kann sich in der eigenen Wohnung ungeniert bewegen und leben wie man will. Es gibt und gab verschiedene Ursachen dafür, warum ich so lange alleine gelebt habe und irgendwo auch leben will. Das Problem ist nur das, dass meinem Freund das nicht so ganz behagt und er sich auch eigentlich wünscht, dass wir irgendwann einen gemeinsamen Haushalt haben. Nur ist es mit ihm nicht unbedingt einfach- als Mensch. Ich habe dann die Sorge, dass ich in seiner Wohnung nicht wirklich flüchten und zurückziehen kann wenn es mal wieder zu Streitigkeiten kommt. Und dann kann er z.T. ungenießbar werden. Klar wäre es das beste, wenn man sich eine Wohnung nimmt die genügend Raum (3 Zimmer) für jeden bietet. Die Schwierigkeit liegt nur darin, dass die Wohnung, bzw. das Haus seiner Mutter gehört und er somit keine Miete zahlen muss. Die oben genannten Dinge sind eben die Ursache dafür, warum ich mich nicht so richtig traue...

Klar, wenn man Kinder, Heirat etc. plant, so kann man das Zusammenwohnen nicht umgehen.

Frizzante und SusanneHH haben das schon sehr trefflich argumentiert.

w, 33
 
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  • #26
Ich würde untescheiden in freiwillig getrennt wohnen und unfreiwillig.
Wenn beide sich freiwillig für das Getrenntwohnen entscheiden dann ist das doch o.k.
Die werden schon ihre Gründe haben weswegen sie das nicht wollen.
Ein guter Bekannter von mir ist auch auch Verfechter des Getrenntwohnens. Macht er seit Jahren so. Seine Ex erzählte mir, dass er sogar Problem hat bei ihr aufs Klo zu gehen, da er Angst hätte es könnte riechen.
Er will einfach nicht sich wie ein Mensch geben, sondern sich nur treffen um in getrennten Wohnungen und vermeiden, dass es einfach zu intim wird (Klo gehen, Achselgeruch, Mundgeruch, Bettwäschgeruch, Rülpsen oder mal unfreiwillig pupsen). Das geht bei ihm nicht. Das macht er daheim, in seinen eigenen vier Wänden, wenn die Freundin eben auch in ihrer Bude ist.
So gesehen kriegt man nur die Schokoseite des Partners mit (lecker Essen und Sex). Den Rest muss halt jeder mit sich selbst in seiner Bude ausmachen. Und zur Not kann man seine Eltern anrufen um mal richtige Intimität zu haben...... (Ironie aus).
w 38
 
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  • #27
Ich,w55, wünsche mir für die Zukunft andere Bauformen. Die Wohnungen nicht nur für Vater, Mutter und Kind. Dass man die Wände z. B. teilweise durch Schiebetüren verändern kann und so die Möglichkeiten hat, als Einzelperson, als Paar oder als Großfamilie zusammenzuleben. Wenn ich mir anschaue, dass heute noch in Neubaugebieten `Starenkästen` hochgezogen werden. Man mit dem Auto per Fahrstuhl in den 5. Stock hochfährt, um dann direkt vor der Haustüre auszusteigen, dann graust es mich. Für mich sollte mehr Wert darauf gelegt werden, das die verschieden Generationen sich gegenseitig unterstützen. Ich lebe seit einiger Zeit als Alleinerziende mit zwei Heranwachsenden, die dann auch in absehbarer Zeit flügge werden. Und dann ist der momentane Wohnraum überdimensioniert. Für mich ist die Variante alleine im eigenen Umfeld und in nächster Nähe wohnt mein Partner die beste Möglichkeit eine liebevolle und harmonische Partnerschaft zu gestallten.
 
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  • #28
Mittlerweile halte ich auch ein getrennt Wohnen für eine Variante,aber den anderen so richtig kennen lernt man dadurch nicht.Ich als Mann wohne in einem Haus,aber wenn ich vom Putzen,Wäsche waschen,Bügeln und jegliche handwerkliche Tätigkeiten bei einem gemeinsamen Wohnen auch alles allein machen soll,obwohl zu zweit wohnend,bevorzuge ich ein allein Wohnen mit Eigenständigkeit und eigener Freizeitgestaltung mehr.Für die sexuellen und freizeitlichen Bedürfnisse muß ich nicht den "Sklaven" im eigenen Haus spielen,denn die Stimme im Haus möchte Frau haben. Leider sind viele Frauen im mittleren Alter nicht mehr bereit zu Geben, sondern hauptsächlich aufs Nehmen aus.
Die Haushaltsarbeit wird geteilt,aber die männlichen Arbeiten bleiben ausschließlich trotzdem dem Mann!Soviel zu Emanzipation...,wo bleibt da das Glück und die Zufriedenheit?

m50
 
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  • #29
Wenn ich mir die Beiträge hier anschaue, dann sind die Männer eher fürs Zusammenziehen, die Frauen wollen aber lieber ihren eigenen Haushalt haben. Dieselben Frauen übrigens, die sich lauthals beschweren, dass sie viel weniger verdienen als die Männer und sich nichts leisten können, wenn sie nicht vom Mann eingeladen werden. Aber um die eigene Wohnung zu halten und Monat für Monat eine ganze Stange Geld extra hinzulegen (was sie einfacher und billiger auch haben könnten bei einem gemeinsamen Haushalt) - dafür ist immer Geld vorhanden?!
 
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  • #30
Ich habe das "living apart together Modell" die letzten zwei Jahre gelebt.
Das erste Jahr fand ich total schön, aber dann wurde mir das schlichtweg zu unverbindlich und auch zu anstrengend.
Ich schleppe ständig Koffer, Tasche, Lebensmittel von A nach B...verfahre Unmengen an Sprit, verbringe jede Menge Zeit mit Telefonieren und Terminabsprache "wann wer zu wem fährt" und bin so oft frustriert, wenn ich Lust auf Kuschel-Momente, auf Sex oder einfach nur Sehnsucht nach "IHM" habe!

Ja, ich bin ein gezwungener "living apart together Partner"!
Denn das geht von ihm aus - ER präferiert dieses Modell, weil er kein Vertrauen mehr in die Liebe hat und der Meinung ist, dass ALLE Beziehungen irgendwann scheitern (wie seine erste und letzte richtige Beziehung vor 20 Jahren).
Ich leide massiv darunter und empfinde das inzwischen als Freundschaft mit Sonderleistungen, als "part-time lover", als "rent a couple" Modell!
Für mich sind das Ausreden um Angst vor Nähe, Beziehungsangst/Bindungsprobleme zu kaschieren.

Es gibt so viele schöne Momente, wenn man zusammenlebt, Momente der Nähe, die nie entstehen können, wenn sich jeder gleich in seine eigene Bude zurückzieht.
Meine Eltern sind seit 50 Jahren glücklich verheiratet und schütteln bei solchen Diskussionen nur noch den Kopf.
Zitat meiner 70jähringen Mutter zum obigen Thema:" Kein Wunder, dass heute Menschen in ihren Wohnungen einsam sterben, wenn sie keinen Menschen haben, der für sie da ist und für den sie da sein können & ein Glück dass ich nicht in dieser Zeit jung sein muss"!
w.
 
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