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Gast

  • #1

Liebt er mich überhaupt wenn er alles was ich mache, kritisiert ?

Wir, mein Freund ( 28) und ich, sind seit 2 Jahren zusammen. Es gab zwischendurch eine Beziehungspause, weil wir uns nicht verstanden hatten, dann haben wir einen Neustart gewagt und nun wohnen wir seit 2 Monaten in seiner Wohnung zusammen. Leider kritisiert er mich ziemlich häufig. Wir haben dann jedes Mal Streit und ich fühle mich unwohl. Ihn stört, wenn ich mal im Bad die Handtücher nicht geordnet hinhänge oder wenn Krümel von meinem Brötchen auf dem Küchentisch zurück bleiben. Ihn stört es, wie ich meine Schuhe hinstelle und er räumt meine Handtasche sofort in die Garderobe, wenn ich gerade Heim gekommen bin und sie auf die Couch lege. Mein Freund ist gewiss nicht überpingelig oder sonderlich sauber, aber alles, was meine Sachen angeht, da macht er Theater. Er schimpft zwar nicht, aber er lässt ständig Sprüche fallen. Wie soll ich denn das einordnen ? Als ich sagte, dass ich wohl wieder ausziehe, meinte er glatt, dass ich mir keinen Zwang antun sollte. Ich liebe ihn und verstehe nicht, was mit ihm los ist. Bitte ratet mir nicht, dass ich ausziehen soll. Denn das möchte ich nicht. Ich liebe meinen Freund. Ich habe allerdings nun schon täglich Bauchschmerzen, weil er einfach immer an mir rumkritisiert. Vielleicht wäre eine gemeinsame andere Wohnung besser für uns ?!
 
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Gast

  • #2
Vielleicht wäre eine gemeinsame andere Wohnung besser für uns ?!
Natürlich wäre es das. In SEINER Wohnung hat ER das Recht, über das Maß an Ordnung zu bestimmen - wenngleich sein Prinzip auch etwas Erdrückendes, den persönlichen Freiraum Einschränkendes hat. Seinen Charakter wirst Du nicht ändern können, also hüte Dich nach dem Wohnungswechsel vor dem neuerlichen Einreißen solcher Dominanzbestrebungen. (m)
 
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Gast

  • #3
Hallo FS,

du sagtest ja schon das wir dir nicht raten sollen auszuzuiehen aber ich kann es trotzdem nicht lassen. Womöglich möchtest du der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken und es deshalb nicht hören. Ich finde das Verhalten deines Freundes absolut respektlos und er zeigt dir mit seinen Sprüchen das du eigentlich gar nicht erwünscht bist. Selbst wenn du alle diese Dinge fein säuberlich immer aufräumen würdest, würde er sich eben am Haar im Waschbecken aufhalten. Fakt ist du kannst es ihm nicht Recht machen weil er es gar nicht zulässt. Ich schätze er fühlt sich durch dich in "seinen" 4 Wänden eingeengt o. ä.!

Ich würde darüber nachdenken ob du evtl. für ne gewisse Zeit bei ner Freundin unterkommen kannst, dann merkt er vielleicht das du ihm fehlst. Aber ich für meinen Teil hätte mit so einer Aussage "tu dir keinen Zwang an" noch am selben Abend meine Sachen gepackt und wäre gegangen. Das sind Machtspielchen vom Allerfeinsten und du lässt es mit dir machen weil DU ihn liebst. Ich sehe bei ihm keine allzu große Liebe mehr. Sorry

Alles Gute
w/29
 
G

Gast

  • #4
Es ist nicht sinnvoll eine Frage zu stellen und gleich Antwortmöglichkeiten auszuschließen. Dann bleibe doch bei Deinem Freund. Lass Dich weiter kritisieren, lass Dir sagen, dass es ihm egal ist ob Du mit ihm zusammen wohnst oder ausziehst usw. Was schreibst Du dann hier?
Klar hatte Dein Freund die Wohnung lange alleine und muss ich erst umgewöhnen. Aber offensichtlich sieht er diese Umgewöhnung negativ. Das hat seinen Grund. Und dieser ist ganz sicher nicht die überbordende Liebe zu Dir.
Wenn Du ganz sicher gehen willst, dann frage ihn direkt:
Klar gibt es jetzt durch mich Veränderungen in der Wohnung, die Dir sicher manchmal schwer fallen. Aber ich finde es schön, dass wir zusammen wohnen und denke, wir raufen uns schon noch vollends zusammen.
Und dann achte genau, was er antwortet.
Und noch ein Tipp: Du machst Dich sowas von unglaubwürdig wenn Du mit Auszug drohst aber es ja gar nicht willst.
 
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Gast

  • #5
Ihn stört, wenn ich mal im Bad die Handtücher nicht geordnet hinhänge oder wenn Krümel von meinem Brötchen auf dem Küchentisch zurück bleiben. Ihn stört es, wie ich meine Schuhe hinstelle und er räumt meine Handtasche sofort in die Garderobe, wenn ich gerade Heim gekommen bin und sie auf die Couch lege.
Diese Zeilen könnten von meiner fast 18jährigen Tochter sein. Sie beschreibt ihre "Unordnung" auch so. Tatsächlich ist ihre Unordnung tausend Mal schlimmer. Wir wissen nicht, ob es bei der Fs vielleicht nicht auch so ist und der Freund daher so angeblich überreagiert.

Fakt ist, man muss sich gegenseitig an den Anderen gewöhnen und ich frage mich, warum es für die FS so schwer ist, ihre Handtasche in der Garderobe abzustellen und die Handtücher ordentlich hinzuhängen. Warum soll der Mann sich an ihre Form der Ordnung gewöhnen?

Ich frage mich, warum die Beiden nicht schon früher, über das Thema Ordnung gesprochen haben, bevor sie zusammen gezogen sind?

Ich frage mich, ob die Fs uns vielleicht nur die Hälfte erzählt, aber die 100% Antwort ihres Freundes, die natürlich auf ihre Form der Schilderung unangemessen ist. Aber vielleicht hat uns die FS ja nicht die wahre Form ihrer "Ordnung" erzählt?

Ich liebe meine Tochter sehr, aber ihr extremes Chaos in ihrem Zimmer, was oft noch Abesenker ins Wohnzimmer, Flur, Küche und Bad hat, hasse ich. Wegen diesem Chaos, Dreck usw. gibt es bei uns auch Streit. Ich war früher in dem Alter auch sehr unordentlich, aber so schlimm wie meine Tochter war ich nicht.

Also FS, was meinst du zu meinen Gedanken?

w 50
 
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Gast

  • #6
Das was dein Freund von dir verlangt klingt jetzt nicht übermässig kompliziert und auch nicht schädlich für dich, ganz im Gegenteil.
Deshalb solltest du auf seine Kritik (bzgl. dieser Punkte) hören und entsprechend handeln.
 
G

Gast

  • #7
Ihn stört, wenn ich mal im Bad die Handtücher nicht geordnet hinhänge oder wenn Krümel von meinem Brötchen auf dem Küchentisch zurück bleiben.
Das hört sich an wie meine Ex-Frau. Da lag jede Fernbedienung exakt ausgerichtet an ihrem Platz - eigentlich alles in der Wohnung. Toilettenpapierrollen wurden Naht auf Naht gestapelt. Das sie selbst ein Problem hat, hat sie nie erkannt. Meine Erfahrung war, dass ein Wohnungswechsel gar nichts ändert, weil sich der Mensch dahinter nicht ändert. Sobald die Ordnung nicht ihren Vorstellungen entsprach, brach sie einen Streit vom Zaun, dem man gar nicht ausweichen konnte.

Ihr Jetziger leidet ebenfalls darunter. Zudem zeigt sie nie, dass sie einen liebt. Er hat es letzt nur an der Reaktion bemerkt, als er von einer anderen Frau Nachrichten auf sein Handy bekam (welches auch kontrolliert wird). Das war ihr dann keineswegs egal.

Ich würde aber vermuten, dass es zwei Themen sind, nicht eines. Einmal sein gleichgültiges Verhalten dir gegenüber und einmal eure überhaupt nicht kompatiblen Ordnungsansichten.
 
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Gast

  • #8
du kannst ihn auch lieben, wenn du nicht bei ihm wohnst ....
Du wirst es ihm nicht rechtmachen können, denn er scheint da ein machtspielchen zu spielen..
Es war ehemals seine Wohnung, und er will wohl weiterhin gern bestimmen.
Und du hast kein eigenes zuhause mehr, sondern bist da nun in eine Abhängigkeit reingeraten in seinen Augen ....
Such dir ne schöne Wohnung, und dann kann er dich ja besuchen und evt. vielleicht vielleicht dann mal bei dir einziehen ...
 
G

Gast

  • #9
Ihn stört, wenn ich mal im Bad die Handtücher nicht geordnet hinhänge oder wenn Krümel von meinem Brötchen auf dem Küchentisch zurück bleiben. Ihn stört es, wie ich meine Schuhe hinstelle und er räumt meine Handtasche sofort in die Garderobe, wenn ich gerade Heim gekommen bin und sie auf die Couch lege.
Das finde ich schon krankhaft pingelig. Würde ich mir nicht bieten lassen! Wie kann man sich in einer Partnerschaft so bevormunden lassen?

m.
 
  • #10
@Gast #5: also nur weil ich die Handtücher im Bad nicht geometrisch genau gerade aufhänge und, wenn ich gerade nach Hause komme und meine Handtasche gearde mal auf das Sofa abgestellt habe... sorry das sind Punkte, da habe ich NULL Verständnis für Kritik.

Dein Freund kommt mir vor zeigt dir - gewollt oder auch nicht - dass du nur Gast bist und nicht mehr. Gäste haben sich so zu verhalten wie er es möchte. Du bist in seinen Augen kein gleichberechtigter Mitbewohner. Aus diesen Gründen würde ich eine gemeinsame Wohnung, welche ihr zusammen aussucht schon gutheißen.
Allerdings befürchte ich, dass du liebe FS gewissen Zeichen der Risse in eurer Beziehung übersiehst und diese in einer neuen Wohnung auch nicht besser werden.
Hast du ihn mal darauf direkt angesprochen, dass diese Kritik dich kränkt? Ich meine miteinander sprechen, nicht streiten.
 
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Gast

  • #11
Das finde ich schon krankhaft pingelig. Würde ich mir nicht bieten lassen! Wie kann man sich in einer Partnerschaft so bevormunden lassen?

m.
Frage mal andersherum, warum soll er sich in seiner Wohnung von ihrer Unordnung bevormunden lassen? Ich hätte auch keine Lust mir das gefallen zu lassen. Der FS kann ich nur raten sich zu ändern und diese wenig aufwändigen Handgriffe einfach mal zu machen. Immer wieder dagegen halten und das aussitzen und wieder die Handtasche aufs Sofa werfen, kann nämlich schnell als das aufgefasst werden was es passiv aggressiv auch bedeuten soll: Als Respektlosigkeit. Ich hab mir das Jahrzehnte angeguckt wie sich das auswirkt, wenn wie Menschen die so sind wie die FS und ihr Freund so handeln. Das ist ganz und gar nicht angenehm und ist bestens geeignet zerstörerische Kräfte zu generieren.
Du brauchst also nicht ausziehen sondern nur deine Krümel wegräumen und die Tasche und anderes ordentlich verstauen. Wie du auf die Idee kommst das das in einer anderen Wohnung besser geht kann ich im Moment nicht einordnen.
 
G

Gast

  • #12
Handtasche aufs Sofa legen, Krümel auf dem Tisch zurücklassen und ansonsten sehr unordentlich sein, da hätte ich auch ein Problem, weil das meinem Ordnungssinn nicht entspricht. Wenn man das Thema Unordnung schon mehrmals und ganz in Ruhe angesprochen hat und es ändert sich nichts, dann fasse ich das als Respektlosigkeit auf. Ich bin sicherlich nicht überpingelig und lasse auch mal was rumliegen, aber es wird dann auch zeitnah aufgeräumt. Chaos und Schmutz in der Wohnung finde ich ganz schrecklich.

Ein Umzug in eine andere Wohnung würde doch nix ändern.

Normalerweise kennt man solche Unordentlichkeiten von Teenagern, als Jugendliche sah manchmal mein Zimmer auch unter aller Kanone aus. Jetzt bin ich dafür umso ordentlicher.
 
G

Gast

  • #13
Wir, mein Freund ( 28) und ich, sind seit 2 Jahren zusammen. Es gab zwischendurch eine Beziehungspause, weil wir uns nicht verstanden hatten, dann haben wir einen Neustart gewagt und nun wohnen wir seit 2 Monaten in seiner Wohnung zusammen.!
Da frage ich mich in welchen Bereichen ihr euch noch nicht verstanden habt? Die Dinge, die du hier aufführst sind nämlich Firlefanz. Was spricht dagegen, Handtücher vernünftig aufzuhängen, Krümel wegzuwischen und die Handtasche an der Garderobe zu lassen? Es schaut doch auch gleich netter aus? Und da es seine Wohnung ist und du nicht ausziehen möchtest, wirst dir wohl ein gewisses Maß an Ordnung angewöhnen müssen, was eher seinen Rahmen trifft denn deinen. Das zur Oberfläche. Darunter habe ich aber das Gefühl hat seine Nörgelei und deine Reaktionen darauf noch andere Gründe, die hier noch nicht erwähnt wurden.
 
G

Gast

  • #14
Ich denke, dass du einen Fehler gemacht hast, als du zu deinem Freund in sein Terrain, seine Wohnung gezogen bist. Du hast dich damit in ein Anhängigkeitsverhältnis begeben. Es ist seine Wohnung, nicht eure, und dein Freund sieht sich immer noch als Hausherr an und dich als Gast. Euer Ordnungssinn ist konträr zueinander, so dass es zu Konflikten kommt. Ich persönlich bin ein recht ordentlicher Mensch und wäre auch genervt, wenn du zum 20. Mal die Handtasche wieder auf die Couch werfen oder herumkrümeln würdest, aber ich weiß auch, dass ich meinen eigenen nach meinen Vorlieben geordneten und gestalteten Rückzugsbereich benötige und wohne deshalb alleine. Ich denke, Selbiges hat dein Freund mittlerweile auch erkannt und reagiert deshalb so gelassen auf deine Ankündigung, auszuziehen. Vielleicht wünscht er sich sogar, dass du ausziehst, und sagt nur nichts, um dich nicht zu verletzen oder die Beziehung zu gefährden.

w
 
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Gast

  • #15
Ich bin genauso wie die FS. Mich stört meine Unordnung nicht, meine Unordnung hält sich in Grenzen. 1-2 Mal die Wohnung in Ordnung zu bringen ist ausreichend für mich. Eher umgekehrt: wenn es viel zu ordentlich, fühle ich mich unwohl, ich brauche ein wenig Chaos, keine Rahmen, keine Beschränkungen.
Ich hatte mal auch so einen Freund gehabt, der sich und zugleich mich wahnsinnig gemacht wenn ich meine Sachen dort rumliegen lassen habe, wo es aus seiner Sicht nicht hingehörte. Und diese Kritik hat nie aufgehört: er hat mich ständig kritisiert. Das war eine Fernbeziehung, die ich beendete. Denn Unordnung (bzw. unterschiedliche Ordnungsansichten) hin oder her, aber permanente Kritik sagt nur über eins aus: er mag dich nicht wirklich. Also, am besten erfährt das ganze ein Ende, je schneller, desto besser, sonst kriegt man mit der Zeit irgendwelche Komplexe.
Es ist schon fast 1 Jahr her seit der Trennung. Ich fühle mich wohl und will/wollte nie zurück zu ihm.
 
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Gast

  • #16
Ich bin ja völlig perplex wieviel Leute hier diesem Mann auch noch recht geben. Ich bin nicht unordentlich, aber mit solch einem Ordnungsfanatismus kann ich überhaupt nichts anfangen. Meine Güte, dass ist doch zu Hause! Habt ihr es da alle so pingelig klinisch rein aufgeräumt? Da geht ja jede Gemütlichkeit flöten. Das wär mir so was von egal, ob die Handtasche auf dem Sofa liegt oder nicht ...

m.
 
G

Gast

  • #17
Ich glaube, die Machtverhältnisse bei euch sind so klar, dass auch ein Umzug in eine andere Wohnung nichts nutzen würde. Ihr hättet von Anfang an in eine neue Wohnung ziehen sollen, in der DU mitgestaltest und der DU deinen Charakter verleihst - in der du jedenfalls ganz klar signalisierst, ihr wohnt dort zu zweit, und nicht: Ich bin bei dir einzogen. Er signalisiert dir ganz bewusst: Mach dich hier nicht breit, nimm nicht so viel Platz ein, du bist zu präsent! Du brichst in sein Terrain ein, du störst seine Gewohnheiten, auf seiner Couch lag eben bisher kein anderes Zeug rum als sein eigenes. Da gehört aus seiner Sicht eben auch nichts anderes hin. Ich befürchte, du wirst dir deinen Platz hart und vor allem sehr offensiv erkämpfen müssen. Das Zusammenziehen soll doch für euch beide ein neuer schöner Lebensabschnitt sein - dazu gehört auch die Neugestaltung der Wohnung - zur Paarwohnung, zu eurer Wohnung, zu eurem gemeinsamen Zuhause. Neue Farbe, neue (gemeinsam ausgesuchte) Möbel, neue Aufteilung, deine Deko, ein neuer Lebensabschnitt. Vielleicht ist ja sogar Platz für dein eigenes Zimmer. Sei aktiv, sprich dich mit ihm ab, überleg dir Gestaltungsmöglichkeiten, und dann macht zusammen euer gemeinsames Zuhause daraus. Parallel dazu zeigst du Kooperationsbereitschaft, reißt dich am Riemen und versuchst, ein bisschen ordentlicher zu sein. Solange du dich auch nur als Gast verhälst, wird sich nichts ändern...
 
G

Gast

  • #18
Ich finde die Quintessenz liegt tatsächlich in der Frage "liebt er mich, wenn er mich so behandelt". Wenn ich jemand liebe, dann könnte ich nie derart Kritik an einer Person üben. Die Liebe verzeiht nämlich alles ...

m.
 
G

Gast

  • #19
..dass Liebe alles verzeiht ist doch reines Wunschdenken.

Weshalb sollte der Partner der FS ihre Unordentlichkeit dulden, wenn er einfach Ordnung in seiner Wohnung haben möchte? Er verlangt sicher nicht eine klinisch sterile Wohnung. Allerdings setzte auch ich eine gewisse Grundordnung voraus - eine Handtasche auf dem Sofa und Krümel auf dem Tisch würden mich auch nerven - über gewisse Dinge, wie Ordnung sollte man sprechen. Er muss ihr wohl alles hinterher räumen und ist genervt, was ich absolut nachvollziehen kann. Wenn sie sich daran stört, dann finde ich es ebenso respektlos von ihr, wenn sie seine Wünsche ignoriert.

Es wäre wohl für die Beiden besser, wenn sie in verschiedenen Wohnungen leben - dann kann er seinem Ordnungssinn nachgehen und sie kann im Chaos versinken.

w
 
  • #20
Du bist alles andere als ein Messie, den man berechtigterweise umerziehen müsste, sondern Deine Bedürfnisse in Bezug auf Ordnung sind einfach nicht so rigoros wie seine.

Ob es bei ihm ein inneres Grundbedürfnis ist, peinliche Ordnung zu halten, oder ein Machtspielchen, mit dem er die Oberhand über Dich gewinnen will, oder Unsicherheit im Zusammenleben, die er auf diese Weise kompensieren will, oder Distanzwünsche, die er so erreicht, etc., ist eigentlich egal:

Für Dich zeigt sich, dass seine Liebe zu Dir kleiner ist als seine Bereitschaft, Kompromisse in der Partnerschaft einzugehen und Dir das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln.

Bist Du Dir sicher, dass er Dich liebt? Ich hätte Zweifel, auch daran, dass sich Euer Problem mit einer gemeinsamen Wohnung grundsätzlich bessert, es würde sich nur "rechtlich" gesehen anders anfühlen, seine grundsätzliche Grobheit Dir gegenüber aber nicht ändern.
 
G

Gast

  • #21
Liebe FS,
Zusammenziehen tötet die Liebe oft schnell.
Mal abgesehen von dieser Tatsache verstehe ich nicht, weshalb Du noch nicht Deine Sachen gepackt hast. Mein Exfreund begann auch, mich auf solche Weise wegzustoßen, anstatt mir zu sagen, daß er keine längere Zukunft mehr mit mir sieht. So nach dem Motto: wenn ich nur ekelhaft genug bin, geht SIE und ich bin auch noch das "Opfer".
Wir haben 12 Jahre zusammengelebt, aber in dem Moment, wo ich den Satz hörte: "Na, dann geh doch, wenn Dir was nicht paßt"-da war die Grenze zur Respektlosigkeit überschritten und ich machte mich sofort auf die Suche nach einer eigenen Wohnung.
Selbstachtung sollte immer zuerst kommen! Immer, ohne Ausnahme.
w.
 
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Gast

  • #22
Liebt er mich überhaupt wenn er alles was ich mache, kritisiert ?


Nein!
 
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Gast

  • #23
Liebt er mich überhaupt wenn er alles was ich mache, kritisiert ?


Nein!
Sehe ich auch so. Disskusionen über Ordnung habe ich mit meiner Frau auch, aber erstens treffen wir uns dann irgendwo in der Mitte und, zweitens, seine Ansage, tu dir keinen Zwang an würde ich in einer intakten, liebevollen Beziehung niemals loslassen. Würde ich das zu hören bekommen, würde ich meine Sachen packen und gehen.
 
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Gast

  • #24
100% Nein! Wenn sich mir gegenüber jemand respeklos verhält, dass könnte man der Fs eigentich auch unterstellen, dass sie dem Mann seine angebliche zu große Ordnung nicht verzeiht, dann müssste sie ihm aus Liebe seine Kritik doch verzeihen oder?

Verzeihen geht nur Hin- und Her und nicht nur in eine Richtung.

w
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Gast

  • #25
also ich kann ihn verstehen. Ich hasse es, wenn Sachen herumliegen, wo sie nicht hingehören, und ich hasse Krümel. All das muss innerhalb weniger Stunden entfernt werden. Außerdem hasse ich zusammengeknüllte, womöglich noch feuchte Handtücher, zusammengeknüllte Wäscheberge, etc., etc.
Ihr Beiden passt in der Hinsicht nicht zusammen. Ihr könnte Euch trotzdem lieben, aber ihr müsst unbedingt getrennt wohnen (idealerweise in derselben Straße oder im Nachbarhaus).
Bleibt ihr zusammen wohnen, werden diese Differenzen - Ordnungsliebe versus Schlamperei - mit 100% Sicherheit Eure Liebe kaputt machen.
W
 
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Gast

  • #26
seine Ansage, tu dir keinen Zwang an würde ich in einer intakten, liebevollen Beziehung niemals loslassen. Würde ich das zu hören bekommen, würde ich meine Sachen packen und gehen.
Heißt es nicht "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus"? Auf die Frage "wäre es dir lieber wenn ich wieder ausziehe" würde ich vielleicht genauso reagieren, diese Stufe der Eskalation kam schließlich von der Frau, und ein liebevolles "nein, natürlich nicht" wäre nicht mehr und nicht weniger als ein Freibrief für jedwede noch kommende Unordnung.

Packte sie daraufhin wirklich ihre Koffer, würde ich sie allerdings schon festhalten, mich tausendmal entschuldigen und sie bitten, sich in punkto Ordnung ein Stück weit zu bewegen, damit wir einander nicht wegen einer so läppischen Sache verlieren.
 
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  • #27
Hier die FS: Ich danke Euch für die vielen Antworten, nur kommt es mir so vor, als wenn hier etwas missverstanden wurde. Ich bin ordnungsliebend, keine Frage. Mein Freund auch, aber er lässt zb. seine Sachen da liegen und stehen wo es ihm grad passt und bei mir macht er immer Sprüche. DAS meine ich eigentlich. Es geht darum, dass er mich schikaniert. Er selbst legt seine Aktentasche mal hier mal dort hin, auch Zeitungspapier darf unterm Tisvh landen, solange er es war, der es dort verteilt hat, doch wenn mir sowas passieren würde, gäbe es noch mehr Sprüche. Er duldet irgendwie nichts von mir, dass es wo rumliegt. Und das macht mich so fertig. Hat mit Unordnung in dem Sinne nichts zu tun. Was könnt Ihr mir dazu raten ?!
 
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Gast

  • #28
Hier die FS: Ich danke Euch für die vielen Antworten, nur kommt es mir so vor, als wenn hier etwas missverstanden wurde. Ich bin ordnungsliebend, keine Frage. Mein Freund auch, aber er lässt zb. seine Sachen da liegen und stehen wo es ihm grad passt und bei mir macht er immer Sprüche. DAS meine ich eigentlich. Es geht darum, dass er mich schikaniert. Er selbst legt seine Aktentasche mal hier mal dort hin, auch Zeitungspapier darf unterm Tisvh landen, solange er es war, der es dort verteilt hat, doch wenn mir sowas passieren würde, gäbe es noch mehr Sprüche. Er duldet irgendwie nichts von mir, dass es wo rumliegt. Und das macht mich so fertig. Hat mit Unordnung in dem Sinne nichts zu tun. Was könnt Ihr mir dazu raten ?!
Das klingt für mich nach Territorial-Verhalten (wie aus der Tierwelt bekannt).
Ehrlich gesagt, ich glaube das beste ist, ihr wohnt getrennt oder sucht euch eine neue gemeinsame Wohnung (das wäre dann erstmal neutrales Terrain und die Verteidigung "seines" Territoriums würde wegfallen - hoffentlich). Da bedeutet nicht zwangsläufig dass ihr euch trennen müsst. Aber das gemeinsame Wohnen scheint einfach nichts zu sein für deinen Freund - oder zumindest nicht in seiner Wohnung, die ihm halt nun mal früher komplett alleine zur Verfügung stand.
w
 
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Gast

  • #29
Liebe FS,

Deinen Kummer kann ich gut verstehen - irgendwie liest sich alles wie Schikane. Ich glaube eher, dass da noch alte Probleme versteckt lauern (die die Euch einst in die Trennung trieben). Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um SEINE Wohnung handelt, die er bis vor kurzem noch alleine bewohnte. Trotz einiger längerer und auch kürzerer Beziehungen wohne auch ich seit meiner Scheidung alleine mit meinem Sohn - ich täte mir auch erst mal schwer! Nichtsdestotrotz lassen gegenseitiger Respekt, Achtung und Liebe ein solch niveauloses Mäkeln nicht zu, akzeptiere es bitte nicht weiter. Schon alleine seine Antwort auf Deine eher rhetorische Frage, Du könntest ja wieder ausziehen, ist bezeichnend und darf von Dir nicht einfach übergangen werden. Ich rate Dir zu einer Aussprache, der dann Konsequenzen folgen müssen. Entweder passt Du Dich seiner Diktatur an und gehst daran zugrunde oder aber ihr lebt in getrennten Wohnungen und seht, wie es sich entwickelt. Eine neue, gemeinsame Wohnung wäre mir zu riskant, auch wegen der Kosten.

Viel Glück

w, 45
 
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Gast

  • #30
Liebe FS,
er schikaniert Dich nicht, er will Dich nur nicht in siener Wohnung haben.
Du hast nur die Option: ausziehen in eine eigene Wohnung, die Beziehung stabilisieren (ca. 2 Jahre gucken, wie es sich entwickelt) und es dann vielleicht noch einmal in einer gemeinsamen, neuen Wohnung zu versuchen. Ihr wart schon mal getrennt und dafür gab es Gründe - einfach noch mal auf die Ursachen gucken, ob es was ähnliches ist, wie das, was jetzt gerade läuft.
w, 50+