• #61
Oh nein.

Wirkliche Bildung kommt durch Offenheit im Geist. Durch Neugierde, Fragenstellen und nach Antworten suchen. Dadurch, dass ein Mensch fähig ist, aus dem, was er weiß, was er erfahren hat, seine eigene Haltung zu BILDEN. Das hat mit einem bestimmten Fach nichts zu tun. Ich komme aus einer sog. gebildeten Familie, die war zur Hälfte naturwissenschaftlich-medizinisch ausgebildet, zur anderen Hälfte sprachlich-musisch. Die beiden Richtungen haben sich oft gut ergänzt.

Ich kenne es, dass es einem Menschen Schwierigkeiten macht, wenn er ohne diese geistige Offenheit, ohne Förderung darin aufgewachsen ist. Das hat mit "Fleiß" oder "Lebensleistung" nichts zu tun, sondern mit einer eben nicht erlebten Förderung und Anregung, sich selbst Bildung anzueignen. Wenn man sich dessen bewusst wird, dass man "nicht gebildet" ist, entwickelt sich dem gegenüber eine Haltung - und die ist oft von Scham geprägt. Da Scham eher schwächer macht, wird sie gern umgewandelt in Aggression, in Vorurteile und Spott gegenüber Gebildeten. Dieser Prozess ist hier schön nachzulesen.

Ja, gebildete Menschen bleiben oft unter sich. Und entwickeln in ihren eigenen Kreisen oft sogar eine Attraktivitäts-Latte, die jeweils immer noch ein bisschen höher liegt. Da ist eine Frau mit Professorentitel noch attraktiver als die Promovierte. Bildung macht eben etwas mit einem Menschen, sie prägt das Leben ganz anders und zieht eine andere Lebensführung nach sich. "Nicht attraktiv" bezieht sich meines Erachtens dann auf Menschen aus dem jeweils anderen Lager. Und ist eigentlich eine Wertung, die aus Fremdheit und Unverständnis herrührt.
 
  • #62
Nahezu 60% meines Jahrgangs studieren oder haben abgeschlossen, das ist mittlerweile Standard und hat mit Elite aber so rein gar nichts mehr zu tun.

1/4 aller Absolventen arbeiten anschließend langfristig in Stellen, die überhaupt keine akademische Ausbildung benötigt hätten. Was früher Bürokaufleute gemacht haben, machen heute BWLer.

Früher war es sicher elitär einen Hochschulabschluss vorzuweisen. Das ist heute Massenware von der Stange. Und es werden noch mehr werden nach allen vorliegenden Prognosen.
Ich sehe das genauso. Dein Partner mit dem Abschluss auf dem 2. Bildungsweg ist doch auch Akademiker.

Wenn Deine Behauptung stimmt, dass heute 60 % eines Jahrgangs einen akademischen Abschluss hat, was bedeutet das dann für die restlichen 40 %?
Ist es heute noch so, dass man mit der Hälfte der Punkte gerade so besteht?
 
  • #63
Es könnte natürlich auch sein, dass Bildung nur eine Folge von mangelnder Attraktivität ist. Wer in jungen Jahren schon durch das andere Geschlecht, Familienplanung usw. abgelenkt ist, hat wahrscheinlich andere Prioritäten und wichtigere Lebensinhalte als Bildung und Karriere.
Kann ich nicht bestätigen. Ich könnte schon lange Kinder haben, mein Partner & ich sind schon lange zusammen, aber Kinder & Haus sind für uns einfach eben nicht die wichtigsten Lebensinhalte.
Sicherlich wünscht sich kein Mann eine Frau, die wenig Zeit hat und in ihrer Freizeit ständig erschöpft ist, weil sie zu viel Stress hat.....Viele nicht-studierte Durchschnittsverdiener bevorzugen Frauen, die ebenfalls pünktlich Feierabend machen und ihr Leben genießen statt sich den Stress auf der Arbeit schön zu reden.
Bildung heißt nicht automatisch Karriere & Beruf über alles zu stellen & deswegen ständig erschöpft oder gestresst zu sein.
Nicht jeder der studiert hat, arbeitet danach in einer solchen Position. Da kenne ich Leute, die ohne studiert zu haben, weit mehr Stress haben oder genauso be***issenere Arbeitszeiten haben, wie jemand der zB Arzt in einem Krankenhaus ist & dafür jahrelang studiert hat & auch besser verdient..
Es ist aber doch eher so, dass sich mit Bildung und Karriere nur Frauen beeindrucken lassen, die selbst viel Wert auf Karriere und Bildung legen
Ist doch garnicht wahr. Da war erst vor einiger Zeit eine Frage von einer Frau ohne akademischen Abschluss, die von ihrem studierten Mann erwartet hat, er solle doch mit seinem Abschluss viel Geld verdienen, damit sie Luxus (Haus, 2 schicke Autos, 3 Kinder & 3 Urlaube pro Jahr) haben kann, ohne selbst verhältnismäßig viel dazu bei zu tragen. Sich selbst weiter zu bilden um selbst mehr zu verdienen, kam für sie aber nicht in Frage.
Bildung kommt durch Auswendiglernen.
Viele bilden sich darauf etwas zu viel ein.
Im Bachelor waren die ersten 4 Semester insofern sicher hart, als dass man da unendlich viele Folien auswendig lernen musste. Davon hängengeblieben ist maximal 20%. Nach der Prüfung war es weg. Praktische Anwendung Fehlanzeige. Danach wurde die Studienzeit sehr entspannt für mich.
Darf ich dich fragen was du studiert hast?
Ich kann das mit dem "nur Auswendiglernen" von meinem Studium nämlich überhaupt nicht nachvollziehen..

Ich kenne aber auch niemanden, der sich darauf etwas einbildet. Natürlich ist man stolz darauf & froh das durchgezogen zu haben ohne zu scheitern, aber Leute aus meinem Kreis mit zB abgeschlossener Lehre sind da berechtigterweise genauso stolz drauf, wie andere auf ihr abgeschlossenes Studium.
 
  • #64
Was soll man dazu sagen? Ein Sport- und Studienkumpel sagte mir vor ein paar Wochen in einer Kneipe sinngemäss, dass bei Elitepartner sich die beziehungsunfähigen Akademiker tummeln. OK, nach ein paar Bier und Whiskies kann man ´solch eine Äusserung nicht mehr objektiv diskutieren.
Aber irgendwie stimmt es. Fast alle meiner ehemaligen Kommilitonen sind Singles, leben in Patchwork-Familien oder trauern ihrer grossen Liebe nach. Das ist meiner Erfahrung nach kein typisch deutsches Problem. Auf diversen beruflich bedingten Auslandsaufenthalten bekam ich den Eindruck, dass dieses Phänomen zumindest typisch westlich ist, wobei ich mit dem Terminus nicht die westliche Himmelsrichtung, sondern den Kulturkreis der Demokratie meine.
Meine 'Ex' meinte sogar, wir sollten doch mal mehr wie "Kevin und Chantal" sein. Aber ist das erstrebenswert?! Ist nicht Bildung notwendig, um am Leben teilzunehmen? Das habe ich bewusst überspitzt formuliert.
Jemand behauptete allen ernstes, dass Frauen die 'harten Kerle' bevorzugen, die auch mal bereit sind, zuzuschlagen. Zumindest haben angeblich weniger Gebildete eher die 'kernig-männlichen' Gesichtszüge und die oft bewunderte 'grosse Klappe', die gewisse Frauen (ich will hier nicht verallgemeinern und anklagen) so sehr schätzen. Diese Präferenz wird noch unterstützt durch die Überpräsenz der hier erwähnten Exemplare der Gattung 'Mann' in den Medien. Diese sollten sich jedoch bewusst sein, dass das dadurch katalysierte kurze Vergnügen eingetauscht wird mit Langerweile und eventuell schlechter Behandlung durch den 'harten Kerl'.
Vielleicht ist es aber auch nur die Tatsache, dass die am wenigsten Gebildeten am lautesten sind, am meisten prahlen und dadurch diejenigen, die sich durch deren Verhaltensmuster abgestossen fühlen, nicht zu Wort kommen lassen.
 
  • #65
Du verwechselt zwei grundlegende Dinge: Affäre und Beziehung.
Beides hat, bis auf den Geschlechtsakt, keine Gemeinsamkeiten.

Früher dachte ich mal, ich könnte mich geschmeichelt fühlen, wenn ein Mann mir zeigte, dass er mich attraktiv fand und dass er an Sex interessiert wäre. Erst später Begriff ich, dass es absolut kein Kompliment ist, sondern mitunter eher das Gegenteil, nämlich wenn er sich nur für Sex mit mir interessierte, ich selbst ihm aber egal war.

Das Gleiche hast du mit den 30jährigen Frauen erlebt. Viele Frauen testen Sex mit einem jüngeren Mann aus. Es ist der Reiz, einmal etwas nicht gesellschaftskonformes zu tun. Deine Persönlichkeit, du als Mensch und deine Intelligenz interessierten in dem Moment absolut Null.

Du denkst völlig falsch, wenn du daraus schließt, dass Frauen keinen Wert auf Intelligenz legen. Diese spielt für eine Affäre einfach keine Rolle.

Eine Beziehung hingegen wären diese Frauen mit dir nie eingegangen. Sicher mag zum einen der Altersunterschied eine Rolle gespielt haben, vor allem aber warst du nicht interessant genug für diese Frauen. Für Sex warst du gut genug, für eine Beziehung aber schauen diese Frauen sich nach Ihresgleichem um.

Mach also nicht den Fehler und bilde dir irgendwas darauf ein, dass du mit einer Akademikerin im Bett warst. Sie haben dich als Partner verschmäht und wollten dich nicht. Das ist der entscheidende Punkt.

In Affären entstehen keine Kinder, jedenfalls nicht gewollt. Frauen wollen keine Kinder von einem ONS. Wozu auch, wenn feststeht, dass sie dieses Kind allein erziehen müssten? Kinder bekommt man mit einem Partner, den man auch noch in 15 Jahren an seiner Seite sieht, also in einer Beziehung.

Du hast es nicht geschafft, eine Akademikern für eine Beziehung mit dir zu begeistern. Woher willst du also wissen, dass diese Frauen auf dich stehen, nicht nur sexuell? Im Gegenteil zeigt sich doch, dass du gerade nicht gut ankommst. Mit einer Frau im Bett zu landen, ist keine Kunst, eine dauerhafte Beziehung zu führen schon.

Übrigens habe ich im Studium etwas anderes gemacht als nur auswendig lernen. Schon in der Schule waren unsere Abi-Vorklausuren in drei Teile unterteilt: Anforderungsniveau I - Wiedergabe des Gelesenen, Anforderungsniveau II - Anwendung des Gelesenen und Anforderungsniveau III - eigene Wertung und Problemlösung.

Auswendiglernen rangiert bei diesen Stufen auf der Stufe 1. Also verstehen was man liest und Wiedergabe dessen. Mit diesem Niveau gab es in der Uni 3 Punkte = durchgefallen.
Gelernt habe ich in der Uni vor allem, mich in unbekannte Themen einzuarbeiten und selbst eine Lösung zu entwickeln. Das macht auch den wesentlichen Teil meines Berufes aus.
Eine meiner Mitschülerinnen, die in der Schule nur auswendig gelernt hat und damit bis zum Abi gut durchkam, ist damit an der Uni gescheitert, denn da kommt man mit Auswendiglernen ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter, nämlich dann, wenn es darum geht, eigene Lösungen zu entwickeln.
 
  • #66
Wirkliche Bildung kommt durch Offenheit im Geist. Durch Neugierde, Fragenstellen und nach Antworten suchen. Dadurch, dass ein Mensch fähig ist, aus dem, was er weiß, was er erfahren hat, seine eigene Haltung zu BILDEN.
ja genau. Ich verstehe hier immernoch nicht warum das ständig mit Studium und Strebertum in der Schule gleichgesetzt wird. Es gibt Kinder und auch Erwachsene, denen macht auswenig lernen keinen Spass...weil es vorgegeben ist. Man möchte doch eher selbst auf Ideen und Lösungen kommen, kreativ sein. Das wird weder im Studium noch in der Schule gefördert. Da wird der fleißige dann eben mit guten Noten belohnt. Erfolg hat auch nur der, der zielorientiert ist und Durchhaltevermögen besitzt. Ich habe das eben nicht, daher bin ich nicht erfolgreich...
 
  • #67
Nachtrag:
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich mir nichts auf meinen akademischen Grad einbilde und viele nicht studierte Freunde habe, die nicht weniger logisch denken können. Würde man in meinem Bekanntenkreis ein Gespräch zwischen Akademikern und Nichtakademikern verfolgen, so bin ich überzeugt, dass es schwer sein würde, herauszufinden, wer von ihnen an der Uni war. Meine Studienmotivation war weder Status noch Geld, sondern einfach Interesse und Begeisterung. Leider hatte ich an der Uni einige arrogante Schnösel kennengelernt, die durch ihr Verhalten alte Klischees erhärteten.
Insgesamt bin ich sehr beunruhigt, dass in der heutigen Zeit mehr Aufwand betrieben wird, die Unterschiede zwischen den Menschen herauszustellen, anstatt Gemeinsamkeiten zu finden.
 
  • #68
Wenn Männer mit hohem Einkommen so gefragt für die Familiengründung sind, müsste es doch in der Oberschicht Kinder ohne Ende geben.
Man kann die Oberschicht leicht mit der Mittelschicht verwechseln. In der Oberschicht gibt es tatsächlich viele Kinder. Frau von der Leyen ist dabei ein Beispiel. Das ist auch leicht erklärbar.

Leute, die 3x soviel wie das Durchschnittseinkommen von 33000 Euro im Jahr bei 30 Stunden Arbeit pro Woche verdienen, sind in Deutschland nicht die Oberschicht.

Und die in der oberen Mittelschicht haben tatsächlich wenige Kinder, weil sie später heiraten und im Berufsleben stehen und für diesen Verdienst auch liefern müssen. Sich selbst ihr erstes Haus verdienen müssen und dergleichen.

Es sieht alles etwas relaxter aus, wenn man schon 1000 Häuser bei Geburt hat oder einen Krankenhauskonzern oder ähnliches. Und wenn man einige Millionen oder sehr viele in Investments, dann gehört man langsam auch zur Oberschicht.
 
  • #69
Es es doch auffällig und überall bekannt, dass Akademiker wenig Kinder haben und auch sonst bei der Partnersuche oft nicht sonderlich erfolgreich sind. Woran liegt das? Macht Bildung unattraktiv?
Sehe ich nicht so. Betrachte ich auch nicht als "überall bekannt". Ich erlebe in meinem Umfeld durchaus, dass Akademiker Kinder haben. Die meisten sind auch in Beziehungen. Woher Du auf die Idee kommst, dass Bildung unattraktiv macht, ist mir schleierhaft.

Ich denke, Du betrachtest zu wenig das "Gesamtpaket". Akademiker alleine bringt keine Familie oder Beziehung.
 
  • #70
Mit Bildung meine ich hier im Allgemeinen einen Uniabschluss.
Bildung geht nicht unbedingt mit einem »Uniabschluss« einher und ein Uniabschluss zieht nicht unbedingt »Bildung« nach sich.

Dass Bildung auf »Auswendiglernen« beruht, habe ich nun auch noch nicht gehört. Demnach müsste eine allumfassende Bildung ein recht mühsamer Lernvorgang sein - mit dem Ziel, möglichst viel Wissen aufzutürmen, um dieses robotermäßig abzuspulen, wenn es gefragt ist. In diesem Fall würde ich dir sogar zustimmen: eine »Bildung« dieser Art fände auch ich nicht attraktiv oder gar sexy.

Also ich habe das Gefühl, dass du, lieber @Frage428, hier einfach mal im Salat herumstocherst und selbst nicht weißt, was du willst bzw. einforderst. Besonders intelligent klingen weder deine Eingangsfrage noch deine Folgekommentare. Wo ist dein Defizit? Bist du kürzlich bei einer gescheiten und gebildeten, weltoffenen Frau abgeblitzt und musst nun etwas sinn-entleert (Bindestrich ist gewollt) um dich schlagen?
Oder brauchst du eine Bestätigung eigener Gedanken zu deiner Frauenwahl, die du »schweigend und knutschend« getroffen hast. Wenn dir und deiner Frau das genügt (hat) und es passt, ist doch alles gut?!
 
  • #71
Übrigens habe ich im Studium etwas anderes gemacht als nur auswendig lernen.

Eine meiner Mitschülerinnen, die in der Schule nur auswendig gelernt hat und damit bis zum Abi gut durchkam, ist damit an der Uni gescheitert, denn da kommt man mit Auswendiglernen ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter, nämlich dann, wenn es darum geht, eigene Lösungen zu entwickeln.[/QUOTE]
 
  • #72
Interessanter Themenwechsel...
In meinem Studium hielten sich logisches Erfassen von Zusammenhängen und Faktenlernen die Waage. Ich persönlich mag erstgenanntes weit mehr. Da ich während meiner Promotion Seminare für Medizinstudenten gegeben hatte und auch mit der Leitung eines Praktikums betraut gewesen war, kam ich oft mit den Studenten ins Gespräch. Sie beklagten oft, dass das Medizinstudium zum Grossteil aus Faktenlernen bestand. Meine Entgegnung, dass doch auch die Fülle der Fakten sich zu einem logischen System vereint, welches man unter Voraussetzung ausreichender Faktenkenntnis logisch erfasst, verursachte nur ein mitleidiges Lächeln.
Trotzdem, ein Studium auf stupides Pauken zu reduzieren zeugt meiner Meinung nach von mangelnder Sachkenntnis.
 
  • #73
Bildung kommt durch Auswendiglernen. Viele bilden sich darauf etwas zu viel ein. Gegen Intelligenz habe ich hier nichts geschrieben.
Mit Bildung meine ich hier im Allgemeinen einen Uniabschluss.
Ach mensch, du läufst hier echt mit der Axt durch den Wald und verallgemeinerst, was das Zeug hält. Was soll man da noch diskutieren?

Nein, Bildung hat primär NICHTS mit Auswendiglernen zu tun. In meinem Hochschulabschluss habe ich vielleicht 5% auswendig lernen müssen, der Rest war Anwendung. Das gilt in Sprachwissenschaft genauso wie auch in Ingenieurswissenschaften und anderen Fächern. Gut, Medizin wäre ein Gegenbeispiel, aber deine Aussagen sind mir einfach zu pauschal:
Wenn Männer mit hohem Einkommen so gefragt für die Familiengründung sind, müsste es doch in der Oberschicht Kinder ohne Ende geben. Es ist aber doch eher so, dass sich mit Bildung und Karriere nur Frauen beeindrucken lassen, die selbst viel Wert auf Karriere und Bildung legen. Diese Frauen bekommen aber häufig gar keine Kinder. Wo ist also der Vorteil, wenn man beliebt bei solchen Frauen ist, wenn man Kinder will?.
1. Wurde schon von jemandem gesagt, in der Oberschicht gibt es deutlich mehr Kinder, weil die sich wieder Nanny und auch sonst finanziell die Kinder leisten können. Die Oberschicht besteht ja nicht nur auch Akademikern, Akademiker sind doch heute schon Mittelschicht. Oberschicht sind z.B. Milliardärserben, mit denen du garantiert gar nicht erst in Kontakt kommst.

Und glaubst du, die Friseuse von nebenan lässt sich nicht durch Bildung und Karriere beeindrucken? So klingt dein Zitat. Die wäre der Familiengründung wohl auch aufgeschlossen und einem gebildeten Mann nicht abgeneigt.
Sorry, dein Weltbild ist so zementiert, dass du eine Ausrede hast, warum du als Invididuum bei "den Frauen" erfolglos bist. Deine Verallgemeinerungen sind so ungriffig, dass man nicht vernünftig diskutieren kann. Ich wünsche dir, dass du aufgeschlossener wirst, um die Welt nicht mehr nur in schwarz und weiß zu teilen.
w35
 
  • #74
aber Leute aus meinem Kreis mit zB abgeschlossener Lehre sind da berechtigterweise genauso stolz drauf, wie andere auf ihr abgeschlossenes Studium.
Exakt! Die Auszeichnung an der Wand! In meinem Büro hängt mein Gesellenbrief an der Wand. Meine beiden Meisterbriefe hängen im Pausenraum meiner Auszubildenden.
Sowie alle Auszeichnungen meiner Azubi´s für Lehrgänge und Weiterbildungen und ihren Gesellenbriefen in Kopie, derjenigen die es gepackt haben. Die ganzen Titel und Qualifikationen an dieser Wand spiegeln den Erfolg meiner Unternehmen in jeder Beziehung wieder.
Nicht eine einzige Auszeichnung wurde mit Auswendig lernen ergattert. Wir alle müssen verstehen, was bei den Prüfungen dafür abgefragt wurde. Und ja, ich habe großen Respekt vor den meisten Akademikern mit abgeschlossenem Studium. Weil ich weiß was es heißt, eine Druckbetankung im Kopf bekommen zu haben.
Aber weder mehr Bildung macht unattraktiv noch weiter, attraktiv. So ein Unsinn.es gibt solche und solche, so einfach ist das. Die welche sich ein Schild umhängen, sind die , die nichts anderes ausstrahlen. Sie sind nichts besonderes sondern letztendlich gewöhnlich und von der Stange.
Schön rausgeputzt, hat nichts genutzt.
Die Akademiker die ich kenne, sind irgendwie anders als hier manche solche beschreiben. Außer ein Wirtschaftsingenieur der nix anderes kann als sein Job, aber menschlich und auch noch wirtschaftlich eine totale Pfeife ist, sind alle anderen normale Menschen.
M48
 
  • #75
Wir haben uns schon geküsst bevor ich ihren Namen kannte. Gespräche kamen erst nach einer halben Stunde und dann lief die Sache praktisch von alleine.
Oh, Gott ... :D

Wahrscheinlich kannst du dir sowas nicht einmal ansatzweise vorstellen, aber der Weg in mein Bett führt über meinen Kopf. Ein Mann, der mit meinem Kopf nichts anfangen kann, hat keine Chance. Punkt. Und dabei bin ich nicht einmal Akademikerin. Mein jetziger Partner übrigens auch nicht (aber immerhin abgebrochenes Studium :p). Mein Exmann ist Akademiker und auf vier Kinder haben wir es trotzdem gebracht. Und an seiner "unattraktiven Bildung" ist die Ehe definitiv nicht gescheitert.

Einer wie du anscheinend bist wäre mir damals nicht einmal aufgefallen. Zumindest nicht positiv.
 
  • #76
Das stimmt doch überhaupt nicht @ Hanna 17, ich habe VWL studiert und habe sämtliche BWL Bestandteile, die nicht gering sind, mit auswendiggelernten Karteikarten bestanden und zwar mit sehr gut. Da ist nichts groß mt Transfer. Die Massen an Studenten sind eben nicht sonderliche intelligent, es machen mittlerweile 70% eines Jahrgangs Abi, das waren mal 20% vor nicht allzu langer Zeit. Und die Noten werden immer besser! In VWL selbst ist eine reine Inselbegabung notwendig, und die nennt sich Mathe! Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. In Jura gibt es Erhebungen, die besagen, dass für ein Vollbefriedigend ein durchschnittlicher IQ ausreichend ist und lediglich 30% des Abschlussexamens etwas mit Intelligenz zu tun haben. Das Studium heute ist insbesondere im Bachelor durch und durch verschult, man muss die Folien auswendig lernen in Rekordzeit, dann kommt man da gut durch, außer man wählt ein Fach, für welches keinerlei Begabung vorhanden ist. In Ingenieurswissenschaften ist mit Lernen nicht so viel zu wuppen, wenn die Inselbegabung, wiederum die Mathematik, nicht vorhanden ist. Ist diese da, dann ist auch das gut machbar. Es kommen Massen raus an Absolventen und der Arbeitsmarkt nimmt diese Massen auf, aber zu teils unterirdischen Bedingungen. Mangelfächer in manchen Teilen der Mint Studiengänge und jurstische Staatsexamen ab 8 Punkte aufwärts mal außen vor. Mangelberufe sind überwiegend nichtakademisch, Pflege, Techniker, Handwerker, letztere beiden Gruppen verdienen mittlerweile oftmals mehr wie BWL Absolventen mit einerm gut.Soviel zu den Aussagen, die hier von standardmäßig ökonomischen Vorteilen ausgehen. Das war einmal in der Breite gesehen, in der Zukunft schaut das anders aus! Zumindest für das Gros. Eine Einkommenselite wird es immer geben auch unter Akademikern. Aber eben nicht nur.
 
  • #77
Ich bezweifel mal sehr stark, dass Frauen für Affären völlig andere Männer bevorzugen als für Beziehungen. Es gibt einfach einige Dinge, die Frauen bei Männern gut finden wie Gesundheit, Kraft, sozialer Status (und damit meine ich eher Durchsetzungsfähigkeit und Beliebtheit in Vereinen, Freundeskreisen und Orten, die die Frau auch kennenlernt. Welchen sozialen Status man im Büro hat, weiß die Frau meistens nicht, wenn sie keine Kollegin ist) und ein starker Sexualtrieb.
Schüchternheit, Krankheiten und typisch weibliche Charaktereigenschaften finden wohl die wenigsten Frauen anziehend. Unabhängig davon, ob es um eine Affäre oder eine Beziehung geht.
Ich habe auch nicht versagt als ich es mal Sex mit Akademikerinnen um die 30 hatte. Ich wollte doch keine Beziehung zu einer deutlich älteren Frau und auch sonst sehe ich keine Vorteile für mich, wenn eine Frau einen Uniabschluss hat. Also wieso sollte ich da versagt haben?
Ich selbst habe sogar einen Bachelorabschluss in Maschinenbau und habe nach dem Studium 5 Monate als Ingenieur gearbeitet. Beim Studium muss man wirklich wenig denken und bei Problemen fragt man einfach den nächsten Doktoranten. Der erklärt einem doch alles. Der Job als Ingenieur war mir aber zu komplex und weil die Projekte und Aufgaben über mehrere Monate gingen, konnte ich nach der Arbeit nicht abschalten. Mir war das zu stressig und ich bin für Bürojobs sowieso ungeeignet. Danach habe ich eine handwerkliche Ausbildung bei einem großen Konzern gemacht und verdiene da jetzt auch wirklich sehr gut für meine 35 Stunden in der Woche. Um 15 Uhr Feierabend und entspannt nach Hause ist super für mich.
Ich bin auch in einer sehr reichen Familie aufgewachsen und wurde daher damals zum Studium gedrängt. Die Zeit an der Uni war die mit Abstand größte Zeitverschwendung meines Lebens, da ich trotz Uniabschluss für Bürojobs unpassend bin, aber daher kann ich Studenten/Absolventen recht gut mit Berufsschülern/Arbeitern vergleichen.


Laut prahlen, einen auf harten Kerl machen und Kampfsport haben bei Frauen (auch bei Studentinnen) auf jeden Fall immer einen besseren Eindruck hinterlassen als Gespräche über Bauprojekte und das Studium. Natürlich kann das auch daran liegen, dass mir das Studium und der Job als Ingenieur nie gefallen haben und ich dabei eine so negative Ausstrahlung hatte. Trotzdem war die Single und Kinderlosenquote auf Studenten/Akademikerpartys (teilweise auch mit Gästen weit über 30) immer deutlich höher als in der Werkstatt in der ich arbeite.
 
  • #78
Ich habe viele Freundinnen mit akademischer Bildung und viele haben sogar einen Doktortitel. Sie sind alle verheiratet und haben Kinder, sie sind dazu noch hübsch und berufstätig. Es gibt auch welche dabei, die hübscher sind aber im Großen und Ganzen unabhängig vom Aussehen, haben alle jemanden finden können. Von daher kann ich deine These wenigstens in meinem Leben nicht bestätigen. Aber ich kenne auch eine ehemalige Kommilitonin, die keinen Partner gefunden hat. Der Grund war aber m. E. nicht ihre Bildung sondern die Art, wie sie mit ihrer Bildung umgegangen ist. Sie war sehr arrogant und hat Menschen in Schubladen gesteckt. Sehr oft war sie unzufrieden, grimmig, unnahbar. Keine konnte sie zufrieden stellen und sie wollte jemanden haben, der sehr reich, sehr intelligent, sehr berühmt ist.
Irgendwann fand sich einen Herren, der mit ihr versuchen wollte und sie waren auch verlobt. Aber sie hat soviel Anforderungen gestellt, dass er auch irgendwann erschöpft aufgegeben hat und die Verlobung zurückgezogen hat.
 
  • #79
Es ist aber doch eher so, dass sich mit Bildung und Karriere nur Frauen beeindrucken lassen, die selbst viel Wert auf Karriere und Bildung legen. Diese Frauen bekommen aber häufig gar keine Kinder.
Das halte ich für einen Irrtum. Eine Frau, die Wert auf Bildung bei sich legt, muss noch lange kein Interesse daran haben, sich durchzuboxen im Berufsleben einer Akademikerin. Es ist was anderes, Doktorin zu werden, als mit dem Titel eine erfüllende Arbeit zu finden und dort gut zu verdienen. Ich denke, deswegen verschiebt sich das alles nur nach hinten. Frau studiert und ist glücklich, Frau macht Dr und ist glücklich, Frau findet Job und arbeitet darin. Was kommt jetzt? Wenn man schon alles erreicht hat, was man wollte, konzentriert sich das Interesse vielleicht mehr aufs Privatleben. Sie findet einen Mann, der eine Akademikerkarriere machen kann oder hat ihn beim Studium schon kennengelernt, beide fragen sich, ob sie Kinder wollen, oder wissen das schon, dann entdeckt die Frau, dass sie sich um ihr Kind kümmern will auch noch nach den ersten drei Jahren, ist raus aus dem Akademikerkarrierenjob und der Mann bringt ja genug Geld. Dh. aber auch, er muss sie heiraten und absichern, sonst ist das nicht der richtige Mann fürs Kinderkriegen.
Es ist sicher auch Bequemlichkeit dabei, wenn man einen Gutverdiener als Partner hat, dass man nicht mehr versucht, wieder einzusteigen. In die Wissenschaft kommt man wohl gar nicht mehr hinein. Vielleicht ist das Paar umgezogen für seine Karriere und die Frau hat nun nicht mal mehr Kontakte, die ihr helfen könnten, wieder einzusteigen. Von der Kinderbetreuungssituation mal abgesehen, ich hab neulich eine Diskussion im TV gehört, wo es um Misshandlungen durch Kinderbetreuerinnen ging, weil die so überfordert waren mit den vielen Kindern.

Aber ich würde sagen, mehr Frauen als früher wollen und MÜSSEN nicht mehr von einem Mann abhängig sein und finden selbst Spaß an Bildungskarrieren. Frau definiert sich nicht mehr als "Frau Doktor" und der Mann ist Doktor, sondern sie ist es. Ich denke auch, dass viele Männer gar nicht mehr so früh heiraten und Kinder wollen.
Heutzutage sind die Arbeitsplätze auch nicht mehr so sicher wie früher. Weiterhin ist die ganze Welt offen durch Globalisierung und man kann auch in die Welt gucken, was andere so erreichen. Also es sieht so aus, als hätte man viel mehr Möglichkeiten als früher, sich zu verwirklichen.
Wenn eine Bankenkrise so richtig vorkommt im Bewusstsein eines Menschen, fühlt er sich unsicherer, denke ich, und dann geht er keine Risiken ein wie Kinderkriegen, das hier immer noch ein Armutsrisiko sein kann.
 
  • #80
Jemand behauptete allen ernstes, dass Frauen die 'harten Kerle' bevorzugen, die auch mal bereit sind, zuzuschlagen. Zumindest haben angeblich weniger Gebildete eher die 'kernig-männlichen' Gesichtszüge und die oft bewunderte 'grosse Klappe', die gewisse Frauen (ich will hier nicht verallgemeinern und anklagen) so sehr schätzen.
Ich musste gerade lachen. Man hat ja festgestellt, dass der Homo sapiens sich auch gern mit dem Neandertaler paarte, und wir haben alle wohl auch Gene von ihm noch inside. Das war ja der "Ugh-Ugh" mit den Muskeln und den Überaugenwülsten, aber die Entdeckung, dass sich Dinger ohne Ecken besser und schneller fortbewegen lassen auf dem Boden, wird ihm nicht zugeschrieben, soweit ich weiß.
Also vielleicht liegt es einfach NOCH in der Natur des Menschen, dass Muskeln, kantige Kinnpartien, laute Brunftschreie und effektiv wirkendes Abwehrgebrüll Frauen anmacht? So als Zeichen von Potenz und "ich kann dich schützen", denn wer sich nicht potent und fähig einschätzt, macht nicht auf sich aufmerksam?
Es gibt Studien, da kommt raus, dass Frauen in der fruchtbaren Phase auf Männer mit kantigen Gesichtszügen stehen, da das von mehr Testosteron zeugt. Aber danach wollen sie Männer mit weicheren Zügen, die so aussehen, als wollten sie sich kümmern, statt wieder mit der Keule raus zu wollen. (kann man durchaus zweideutig verstehen)

Aber auch Männer stehen ja auf Männer mit großen Klappen, weil nicht jeder die "Alphaposition" in einer Gruppe ausüben kann. Ist vielleicht allgemein eine Eigenschaft, die Menschen anzieht, weil man denkt, man sei besser geschützt und der kann das. Selbstvertrauen wirkt kompetent.

Meine 'Ex' meinte sogar, wir sollten doch mal mehr wie "Kevin und Chantal" sein. Aber ist das erstrebenswert?!
Kommt drauf an, was sie damit meinte. Man kann ja auch alles tothirnen. Wenn man als Paar den Sonnenuntergang betrachtet, will man da erklärt kriegen, dass es Partikel in der Luft sind, auch Luftverschmutzung, die die roten Wellenlängen genau in die Richtung ablenken, wo man sitzt, während sich die kurzwelligeren Sonnenlichtanteile mehr streuen?

Unterm Strich stehen sich mE die Leute, die sie wohl mit "Kevin und Chantal" meinte, genauso problembehaftet gegenüber wie "Maximilian und Marie", sie leben nur ihre persönlichen Probleme, seelische Wunden und Beziehungsunfähigkeiten anders aus. Wer intelligent ist, lernt dazu, wer es nicht ist, scheitert in der Kategorie "Glücklich in einer Partnerschaft", ganz unabhängig von Diplomen, Mastern, Doktoren- oder Prof-Titeln. Gilt natürlich für die, die eine Beziehung suchen und wollen. Die anderen müssen nur glücklich mit sich werden, dafür gibt es aber auch keine Bildungsabschlüsse.
 
  • #81
Man kann die Oberschicht leicht mit der Mittelschicht verwechseln. In der Oberschicht gibt es tatsächlich viele Kinder. Frau von der Leyen ist dabei ein Beispiel. Das ist auch leicht erklärbar.

Leute, die 3x soviel wie das Durchschnittseinkommen von 33000 Euro im Jahr bei 30 Stunden Arbeit pro Woche verdienen, sind in Deutschland nicht die Oberschicht.

Und die in der oberen Mittelschicht haben tatsächlich wenige Kinder, weil sie später heiraten und im Berufsleben stehen und für diesen Verdienst auch liefern müssen. Sich selbst ihr erstes Haus verdienen müssen und dergleichen.

Es sieht alles etwas relaxter aus, wenn man schon 1000 Häuser bei Geburt hat oder einen Krankenhauskonzern oder ähnliches. Und wenn man einige Millionen oder sehr viele in Investments, dann gehört man langsam auch zur Oberschicht.
Einige sollten sich mal besser informieren wie die Oberschicht definiert ist. Ab 150% des Durchschnittseinkommens gehört man zur Oberschicht. Also ca. 20% der Bevölkerung. Ein Single ohne Kinder ist mit 60000 Euro Jahreseinkommen bereits in der Oberschicht.
 
  • #82
Jeder, der auf einer Party war, weiß, dass eine Unterhaltung bei der Lautstärke und nach ein bisschen Alkohol nicht immer so einfach ist. Eine Partyknutscherei entsteht doch auch häufig. An Karneval sieht man das an jeder Ecke. Also muss man hier nicht so tun als wäre das eine exotische Art sich kennenzulernen. Karnevalsfeiern und Schützenfeste helfen bei der Partnersuche schon seit jeher.
Wenn hier Leute keine kinderlosen Akademikerinnen kennen, aber ganz viele mit Kindern, muss das schon eine sehr verzerrte Wahrnehmung sein oder man hat diese Bekannten beim Elternsprechtag kennengelernt. Da haben natürlich alle Akademikerinnen Kinder. Sonst würden sie da nicht hingehen.
Wenn eine Frau einen Doktortitel macht und dann erst Kinder in die Welt setzen möchte, besteht doch ein hohes Risiko, dass sie bereits zu alt ist oder sehe ich das falsch? Viel Zeit bleibt da zumindest nicht und ich bezweifel sehr stark, dass diese wenigen Jahre so gut genutzt werden. Übrigens werden auch Männer mit dem Alter nicht zeugungsfähiger. Ein Mann, der fast 40 ist, hat auch schon ein recht hohes Risiko, dass er keine Kinder mehr zeugen kann. Wenn sich also zwei Doktoren Mitte/Ende 30 zusammen tun und noch ein Kind möchten, ist da nunmal ein recht hohes Risiko, dass es zu spät ist, dabei. Man muss doch einfach akzeptieren, dass man älter wird.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #84
@Frage428
Nicht Bildung oder ein relativer "Mangel" an Bildung im Verhältnis zum Gegenüber verringern die Attraktivität, sondern eine verbitterte, sture, an steifen Kritereien sich festbeißende Grundhaltung gegenüber potentiellen Partnern oder dem Leben im Allgemeinen. Und davon bist du keineswegs frei.
Du wirfst Bildung, mangelnde Attraktivität und eine geringere Kinderanzahl in einen Topf und unterstellst damit implizit, dass alle Menschen würden Kinder haben wollen, wenn sie nur die Gelegenheit dazu hätten. Entschuldige bitte, aber das ist kompletter Stuss.
Die Intelligenz war es immer, die mich konsequent hat verhüten lassen, weil ich, wie sich letztlich auch herausstellte, unbewusste aber berechtigte Zweifel an der Integrität der Frauen hatte mit denen ich intim gewesen bin.
Du hast in gewisser Weise wohl nicht ganz unrecht mit dem, was du schreibst. Aber anders, als du es meinst.
Ich glaube, Intelligenz setzt sich über einem gewissen Grad nicht durch bzw. pflanzt sich nicht fort, weil sie den faulen Braten für das eigene Leben binnen Sekunden auf Jahre im Voraus abschätzen kann. Schau dich mal in der Welt um, wieviele emotionale männliche Wracks es gibt, die als Familenväter entsorgt worden. Das sind Menschen, die Kinder lieben, aber von ihren Frauen, als die Kinder gezeugt und aus dem Gröbsten raus waren, nicht mehr als Männer wahrgenommen wurden, weil sie dem von den Frauen ursprünglich gewünschten Familendasein zu entsprechen versucht hatten, dabei aber ihre männliche Anziehung verloren haben. Dem gegenüber steht eine Vielzahlt an Frauen, die sich von einem an Kindern gänzlich uninteressierten Mann mit Ende 20 bis Mitte 30 haben wegen einer tickenden Uhr "notschwängern" lassen und seitdem auf die bösen Männer schimpfen.
Aufgrund solcher Erfahrungen habe ich andere, aussichtsreichere Prioritäten für meine Leben gesetzt als Kinder und Familie.
Es ist gar nicht so lange her, dass ein Freund, der akademisch höher gebildet ist als ich, zu mir sagte, dass er es schade findet, dass sich ein Mensch meiner Intelligenz gegen Kinder in seinem Leben entschieden hat. Nunja. Bei den Aussichten würde ich mich eher an den Genitalien aufknüpfen lassen.
m40
 
  • #85
Mit Bildung meine ich hier im Allgemeinen einen Uniabschluss.
Du hast eben einen starken Hang zur Simplifizierung. Für mich ist ein Uniabschluss nicht per se ein Zeichen für hohe Bildung sondern in unserem Bildungssystem der höchste Ausbildungsabschluss. Verstanden?: Ausbildung ist nicht zwingend auch Bildung.

Allerdings kenne ich sehr viele Uniabsolventen, welche die Zeit der schulischen und universitären Ausbildung zur übergreifenden Bildung nutzen und im Studium ihre hohe Intelligenz vielseitig trainierten.
Das ist etwas, worauf ich bei einer Partnerschaft sehr viel Wert lege, weil ich Intelligenz sehr sexy finde.
Ein Zusammenhang von hoher Ausbildung, guter sonstiger Bildung und hohem Einkommen ist in der Regel auch feststellbar in unserer Gesellschaftsform, wobei Ausnahmen die Regel bestimmen.

Wenn ich unter Uniabsolventen mit größerer Wahrscheinlichkeit meine Präferenzen finde, dann angele ich doch eher in diesem fischreichen Gewässer als dass ich mich jahrelang erfolglos an einem nahezu leeren Teich versuche.

Manche ältere Semester hier sollten man im Jahre 2019 ankommen. Früher war es sicher elitär einen Hochschulabschluss vorzuweisen. Das ist heute Massenware von der Stange.
Dass Dein Studium weitgehend ergebnislos war, merkt man. Du musst differenzieren zwischen jung/jung und alt/alt. Die älteren Semester können das, die sind im Jahr 2019 - in ihrer Alterskohorte.

Ja, ihr Abschluss war für viele elitär und darum geht für sie dummer Partner 2019 erst recht nicht. Die meisten haben ihre Intelligenz Jahrzehnte in einem anspruchsvollen Berufsleben weiterentwickelt, anders als viele in ihrer Alterskohorte mit schlichteren Abschlüssen - auch hier gibt es Ausnahmen.
Wenn man heute mit einem BWL-Abschluss einen Bürokauffraujob macht und sich darüber hinaus nicht mehr geistig betätigt und auch das Studium dafür nicht genutzt hat, dann passiert da keine Weiterentwicklung.

Auswendiglernen half mir nur in wenigen Faechern im Grundstudium und da wurden in einer Klausur höchstens 20% Begriffdefinitionen/Faktenwissen abgefragt. Damit könnte man keine Klausur bestehen. Der Rest war geistige Eigenleistung und daran scheiterten um die 30% - aber das war halt ein anderes Jahrtausend.
Auch im Berufsleben half mir kein Auswendiglernen weiter sondern nur Neues kennenlernen, mit altem Wissen kombinieren und was Neues draus schaffen.

Anders als den FS hat mich das Arbeiten nie überfordert oder erschöpft, auch wenn ich Mehrarbeit geleistet habe. Ich hatte einen Job, den ich drauf hatte und gern machte. Da wollte ich nicht um 15 Uhr nach Hause gehen und entspannen sondern sehen, was draus wird.

Zu mir passt am besten ein Mann, der genauso drauf ist wie ich. Das geistig träge, erholungsbeduerftige 15 Uhr-Modell hatte ich und bin damit gescheitert.
 
  • #86
Die Zeit an der Uni war die mit Abstand größte Zeitverschwendung meines Lebens, da ich trotz Uniabschluss für Bürojobs unpassend bin, aber daher kann ich Studenten/Absolventen recht gut mit Berufsschülern/Arbeitern vergleichen.
Jetzt drei threads später verstehe ich Dein Problem. Du stammst angeblich aus „sehr reicher“ Familie, wurdest zu Deinem Maschinenbaustudium von Deinen Eltern gedrängt, welches Du zwar mit dem Bachelor abgeschlossen hast, aber es hat Dir nie gefallen. Genausowenig wie Deine anschließende Erstanstellung als Ingenieur. Diese war Dir zu komplex und zu stressig. Daraufhin hast Du bei einem Konzern eine Ausbildung gemacht, verdienst dort ganz gut und hast pünktlich um 15 Uhr Feierabend und keinen Stress mehr. Dir geht es also gut. Sollen wir Dir hierzu nun die Absolution erteilen? In diesem Land herrscht die freie Berufswahl und jeder wie er meint. Mal abgesehen davon, dass ich als mathematisch unbegabte Geisteswissenschaftlerin weder heute noch früher selbst bei 24/7 üben keinen irgendwie gearteten Ingenieursabschluss geschafft hätte, finde ich Deinen Berufsweg okay solange Du ihn okay findest. Ich habe nur explizit etwas gegen dieses allgemeine Berufebashing. Sei es wie hier gegen die Allgemeinheit der Akademiker, ein paar Threads vorher waren es pauschal die Erzieherinnen, @Tom26 hat generell was gegen das Beamtentum, viele halten die komplette Lehrerschaft für faul und inkompetent, irgendwann wurde mal eine arme Arzthelferin zur Schnecke gemacht, ach ja im Nachbarthread sind es auch noch die Immobilienmakler. Wobei ich letzteres noch verstehe, obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich dieser Zunft selbst angehöre. Aber auch hier verschätzt sich ein Großteil, wer allzu doof und sozial inkompetent ist, macht auch in diesem Job auf die Dauer keinen Umsatz.
W,54
 
  • #87
Einige sollten sich mal besser informieren wie die Oberschicht definiert ist. Ab 150% des Durchschnittseinkommens gehört man zur Oberschicht.
Juchu, ich bin Oberschicht. Ich zahle auch den Spitzensteuersatz. Und jetzt? Glaubst Du, die Frauen laufen mir nach?
Die Definition von Schichten ist umstritten, Du verwendest ein Modell, das rein auf Einkommen beruht.

Wenn eine Frau einen Doktortitel macht und dann erst Kinder in die Welt setzen möchte, besteht doch ein hohes Risiko, dass sie bereits zu alt ist oder sehe ich das falsch?
Die meisten dürften unter 30 promovieren. Da ist das mit dem "Keine Kinder mehr" noch nicht wirklich aktuell. Ursprünglich warst Du mal bei "Uniabschluss". Jetzt muss es schon ein Doktortitel sein. Was ist denn genau Deine Erwartung? Und Deine eigene Bildung? Über den Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung haben andere ja schon geschrieben.

Ich würde eher formulieren, dass Charaktereigenschaften unattraktiv machen als Bildung.
 
  • #88
Ich habe da größten Respekt vor, wenn jemand als Ingenieur gute Arbeit leistet. Ich hätte das möglicherweise auch geschafft, aber der Preis dafür wäre mir zu hoch gewesen. Ich wäre mit dem Bürojob total unglücklich.
Ich bin auf die Frage gekommen, weil ich vor Kurzem nochmal meinen Cousin gesehen habe. Er ist 39 und seit ca. 9 Jahren an eine 34 Lehrerin vergeben, die er eigentlich gar nicht mag und die er sich auf keinen Fall als Mutter für seine Kinder vorstellen kann. Ich verstehe nicht ganz, warum er sich nicht schon vor vielen Jahren von ihr getrennt hat, aber am Ende des Tages hat er es mit fast 40 Jahren immer noch nicht geschafft eine geeignete Frau zu finden, die seinen Kinderwunsch erfüllt. Als er noch jünger war, hatte er ständig eine Neue und war sicherlich mit vielen Frauen im Bett. Er hat damals viel Sport gemacht, viel gefeiert und ist in der Schule mal sitzengeblieben. Seit er Anfang 30 ist, arbeitet er sehr viel und ist beruflich sehr viel unterwegs. Er sieht auch mittlerweile echt nicht mehr gut aus. Den Stress kann man ihm leider sehr deutlich ansehen. Ich gehe mal davon aus, dass der umbeschwerte und sportliche Typ mit einem recht gewöhnlichen Einkommen, der er vor 10 Jahren war, bessere Chancen auf eine geeignete Frau mit Kinderwunsch hätte als der sehr gut verdienende und gestresste Karrieremensch, der er heute ist.
Ich habe die Frage mit Absicht etwas provokativ gestellt, weil dann mehr antworten kommen und die Diskussion angeregt wird. Dass Bildung unattraktiv macht, ist hier offensichtlich nicht die allgemeine Meinung, aber möglicherweise sind andere Eigenschaften wie eine zu starke Fixierung auf Geld das Problem, dass gebildete Leute oft haben. Dass es nur am längeren Ausbildungsweg liegt, glaube ich nicht. Abi hat man mit 18, den Bachelor kann man mit 21 haben und dann kann auch ein Akademiker einen guten Job mit Festvertrag bekommen. Am besten da, wo man vorher Werkstudent war.
 
  • #89
Ich bin auch in einer sehr reichen Familie aufgewachsen und wurde daher damals zum Studium gedrängt. Die Zeit an der Uni war die mit Abstand größte Zeitverschwendung meines Lebens, da ich trotz Uniabschluss für Bürojobs unpassend bin, aber daher kann ich Studenten/Absolventen recht gut mit Berufsschülern/Arbeitern vergleichen.
Du hast das falsche Studium gewählt bzw wurdest dort hin gedrängt.
Hast du dir davor überhaupt keine Gedanken gemacht, wo du beruflich hin möchtest? Man studiert doch nicht einfach mal was, um dann danach drauf zu kommen, dass man mit dem gewählten Studiengang garnicht dort arbeiten kann, wo man hin will?
Natürlich ist das dann Zeitverschwendung

Du kannst auch nicht von dir & deinem Studium auf andere Studierende & Studiengänge schließen.
Schon der Aufbau der unterschiedlichen Studiengänge unterscheidet sich teilweise gravierend. Einige haben viel Praxis, andere müssen viel auswendig lernen, bei anderen kommt man mit stumpfen auswendig lernen überhaupt nicht weiter, das kann man doch nicht alles verallgemeinern.

Wenn sich also zwei Doktoren Mitte/Ende 30 zusammen tun und noch ein Kind möchten, ist da nunmal ein recht hohes Risiko, dass es zu spät ist, dabei. Man muss doch einfach akzeptieren, dass man älter wird.
Ja ist so. Und?
Ich denke, dass sich diese Leute dem Risiko bewusst sind, unter Umständen auch einfach keine Kinder wollen, oder leider Pech haben.
Es gibt ja auch Paare, die während dem Studium Kinder bekommen, das Studium für das Kind pausieren, man kann auch immer noch einen Master oder Dr. dran hängen, sobald der Kinderwunsch abgeschlossen ist. Also sagt keiner, dass man Bachelor, Master, Dr machen muss & dann erst Kinder bekommen kann..
Genauso gibt es auch Menschen, die auch ohne Doktor erst ende 30 oder mit 40+ Kinder bekommen, weil der passende Partner davor nicht vorhanden war.
 
  • #90
Es gibt Studien, da kommt raus, dass Frauen in der fruchtbaren Phase auf Männer mit kantigen Gesichtszügen stehen, da das von mehr Testosteron zeugt. Aber danach wollen sie Männer mit weicheren Zügen, die so aussehen, als wollten sie sich kümmern, statt wieder mit der Keule raus zu wollen. (kann man durchaus zweideutig verstehen)
eine Bildungsabschlüsse.
Diese Studien sind widerlegt. Ich habe lange Zeit im Bereich Biotechnologie gearbeitet, was natürlich Kenntnisse auf dem Gebiet der Biochemie voraussetzt. Gerade die zitierte Studie ist ein klassisches Beispiel, versucht wird, wie bequemem Wunschdenken einen wissenschaftlichen Gehalt aufzuprägen. Für viele Bereiche scheint ein sozialdarwinistisches Verhalten (uh-uh, ich habe die dickeren Muckis, hu-ha, ich habe mehr Geld... bumm-bumm, ich bin was besseres...) vorteilhaft zu sein. Leider verhalten sich Mitarbeiter allzu oft entsprechend diesem Verhaltensmuster, wenn sie sich Vorteile erhoffen, wobei ich nicht körperliche Gewalt meine, sondern egoistisch-infantiles Imponiergehabe, was im Endeffekt auf das Gleiche hinausläuft, auch wenn das entsprechende Tier (Mensch will ich hier nicht sagen) einen akademischen Grad besitzt.
Was Frauen betrifft, so denke ich, dass viele von ihnen emotional sich an alte Geschlechterrollen gebunden fühlen, da diese oftmals in der Erziehung auch noch heute kommuniziert werden. Rational sehen sich moderne Frauen als gleichberechtigt. Da in allem, was Partnerschaft betrifft jedoch die emotionale Komponente dominiert, greift diese oftmals bei Entscheidungen bezüglich Männern, also das Archaische. Biochemisch kann das allerdings nicht begründet werden.
 
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