• #1

Macht eine Beziehung erfolgreich?

Fördert eine glückliche Beziehung die Produktivität im Job? Studien zeigen, dass Menschen in einer glücklichen Partnerschaft länger im Büro bleiben und produktiver sind als Singles. Wie ist das in Ihrer Beziehung? Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?
 
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Gast

  • #2
Ich bleibe in einer glücklichen Partnerschaft natürlich NICHT länger im Büro und mache Überstunden - warum denn auch, wenn mein Partner/Familie zu Hause wartet?

Meine Arbeit habe ich stets so gut wie möglich/nötig gemacht, egal ob ich Single war oder verheiratet. Ich habe auch unabhängig von meinem Beziehungsstatus Überstunden stets abgelehnt, da wenn diese regelmäßig notwendig sind, etwas mit der Organisation in der Firma nicht stimmt und ich keine Lust habe, dies auf meinem Rücken auszutragen.

Diesbezüglich habe ich zwischen mir und meinem Mann keinen Unterschied festgestellt - wir machen unsere Jobs gerne, achten aber immer darauf, dass wir nicht leben, um zu arbeiten.
 
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Gast

  • #3
Ich weiß es nur, dass ich fast täglich mit irgendwelchen Vorurteilen als Alleinerziehende zu kämpfen habe. Auf dem Arbeitsmarkt z. B. sind die Alleinerziehenden immer die 2. Wahl, es fängt schon bei der Einstellung und hört es bei der Beförderung auf. Aufgrund dessen kann ich es behaupten, dass die These stimmt. Die Verheirateten leben glücklicher und erfolgreicher.
 
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Gast

  • #4
ch bleibe eher länger im Büro wenn ich Single bin. Wartet zu Hause ein Mann auf mich freue ich mich eigentlich darauf bald nach Hause zu kommen.

Aber sicherlich ist man beschwingter bei der Arbeit wenn zu Hause jemand auf einen wartet.

Eigentlich führt doch die Tatsache dass Männer immer so lange im Büro oft zu Beziehungsproblemen. Insofern kann ich die Ergebnisse dieser Studien nicht nachvollziehen.

w46
 
  • #5
Ich glaube, dass eine Beziehung die Produktivität im Job eher hemmt. Wenn ich mich (Single) und meine Kollegen anschaue, dann zeigt sich, dass die Vergebenen (selbst die ohne Kinder) früher nach Hause gehen, weniger Überstunden machen, mit weniger Leidenschaft bei der Arbeit sind, weil sie den Fokus eher aufs Privatleben legen. Sie gucken eher mal auf die Uhr und freuen sich auf den Feierabend mit dem/der Liebsten, während es den Singles egal ist, ob sie noch zwei Stunden länger im Büro sind oder an Ostern Urlaub haben. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich glaube, dass Singles, die Spaß an ihrem Job haben, die produktivsten sind.
 
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Gast

  • #6
Singles sind besser im Job, da Sie mehr Zeit haben. Die Vergebenen schauen immer, dass Sie gerade das Nötigste tun. Auch Urlaub ist den Vergebenen immer mega-wichtig. Ich bin Unternehmerin und bemerke das schon länger. Wobei die Herrn, auch wenn sie verheiratet sind, trotzdem ehrgeiziger bleiben. Aber auch hier gibt es Ausnahmen.
 
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Gast

  • #7
Eine Beziehung, vor allem in der Anfangsphase, wo man frisch verliebt ist, hemmt eigentlich eher beim Job bzw. der Karriere. Man macht zwar auch trotzdem seine Arbeit, aber der Ehrgeiz ist nicht so stark, als wenn man Single ist. Jedenfalls war es bei mir so. Erst als ich nach einer mehrjährigen Beziehung wieder allein war, habe ich versucht mich beruflich weiterzuentwickeln, mich selbst zu verwirklichen, meinen Job und meine Zukunft als eine Art Aufgabe zu sehen. Nicht, dass es das vorher nicht auch war, aber als ich in einer Beziehung war, habe ich eben den Fokus eher darauf gerichtet. Jetzt möchte ich beruflich durchstarten.
 
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Gast

  • #8
Nein, viele Künstler, Erfinder, Exzentriker und Freidenker, die großes geschaffen haben, waren lebtags nicht selten alleine oder in schwer komplizierten Beziehungen. Bekanntlich fördert Depression, Einsamkeit und Traurigkeit bei vielen Menschen eine große Kreativität und Ideenreichtum, man denkt über viel mehr existenzielle Dinge nach. Wer immer nur eine rosarote Brille aufhat, der hat keine Sorgen im Leben und muss über nichts nachdenken.

Wer alleine ist, hat mehr Zeit, sich solchen Dingen zu widmen, während ein Leben in einer Beziehung meist komplett befüllt ist mit Job, Stress, Partner, Kino gehen, essen und Sex. Für viel mehr anderes ist da nebenher gar keine Zeit mehr und auch keine Lust, und meist verbietet es auch der Partner.

Wenn ich bisher in Beziehungen war, war da nie Zeit für Hobbies, der Partner erwartet meist minium 2-3 mal pro Woche, dass ich den Abend mit ihm verbringe (oder gar täglich!!!), also zwischen 4-6 Stunden oder länger. Damit ist der Abend, Tag oder Nachmittag komplett kaputt für mich. In der Zeit hätte ich viele andere Dinge machen können. Ich hetze also zwischen Job und Partnerschaft permanent umher, von Tag zu Tag und Woche zu Woche. Da hat man nichtmal mehr Lust ein Buch zu lesen, auch weil ein Partner einen meist völlig ablenkt und die Konzentration leidet und ständig was will (Aufmerksamkeit, Zeit, Gespräche, Diskussionen). Außerdem hat der Partner Ansprüche oder spontante Launen, wonach man sich richten muss. Also zusätzlich Stress.

Wenn ich mir meine verheirateten Freunde so ansehe, mit denen möchte ich gar nicht tauschen wollen. Neidisch bin ich darauf nicht. Das ganze Leben wird nach Frau und Kindern ausgerichtet. Für persönliche Interesse bleibt da schlichtweg keine Zeit mehr.

Erst seit ich mehrere Jahre Single bin, kann ich erstmals viele Aktivitäten wieder aufnehmen, die ich seit mehr als 20 Jahren schon tun wollte und nicht mehr gemacht habe, aufgrund eines einengenden Partners, darunter stapelweise Bücher lesen, ausgehen, spontane Kurzreisen machen, kommen und gehen wann ich will, nach dem Job entspannen, sich um nichts mehr kümmern müssen, es sich gemütlich machen, ins Bett gehen wann ich will, nicht den Stress zu haben, abends sich nochmal mit einem Partner treffen und reden müssen, kreativ sein, malen, Bücher schreiben, Sprachen lernen, sich weiterbilden.

All das wäre mit einem Partner plus Job kaum möglich für mich. Schon rein psychisch würde mich das komplett kaputt machen.
 
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Gast

  • #9
Die produktivste Zeit ist immer die nach dem ersten Karriereschritt UND wenn man gleichzeitig Single ist. 60-70 Std./Wo. und max. 14 Tg. Urlaub/Jahr (1 Woche im Frühjahr u. eine im Herbst) waren da bei mir völlig normal, ohne dass ich mich irgendwie besonders belastet gefühlt hätte. Das ist das Fundament, wenn man erfolgreich werden will.
 
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Gast

  • #10
Das erlebe ich (zumindest in meinem Unternehmen) genau anders herum.
Singles machen eher spontan Überstunden, weil zuhause sowieso niemand auf sie wartet. Die Kollegen/Koleginnen mit Partner/Familie sind eher darauf bedacht pünktlich Feierabend zu machen.

Ich habe mich vor ein paar Jahren ebenfalls mehr um meinen Job gekümmert, ihn regelrecht zu meinem Lebensmittelpunkt gemacht, als eine langjährige Beziehung zerbrach, und mich innerhalb von 2 Jahren an die Spitze hochgearbeitet.
Als die Beziehung noch bestand hat mir der Job zwar Spass gemacht, ich habe mich auch immer engagiert, aber die Prioritäten lagen bei mir doch mehr in Freizeit und Partnerschaft.
Als Single blieb ich dann gerne länger und habe mich um diverse Projekte gekümmert bzw. einige sogar selber gestartet.
Dafür habe ich viel Freizeit geopfert und es brachte mir den Erfolg.

Wer seine Freizeit mit keinem Partner abstimmen muß/möchte ist nun einmal flexibler.
Familie mit Kindern schränken einen organisatorisch noch mehr ein.
Was soll ich mit einer Famile, wenn ich bereits mit der "Firma" verheiratet bin?

Jeder braucht halt einen Lebensmittelpunkt, und nicht selten machen Singles ihren Beruf zu diesem. Entsprechend engagierter sind sie bei der Arbeit.

w, 43
 
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Gast

  • #11
Das hängt davon ab, wie die Partnerschaft ist- ich kenne so einige Vergebene, die es gar nicht eilig haben, nach Hause zu kommen-beispielsweise Männer, die kleine Kinder zuhause haben (ist anstrengend und man wartet dann lieber, bis die Kleinen im Bett sein müssten). Hier sehe ich auch einen Unterschied zwischen Männern und Frauen-letztere verhalten sich eher unterstützend in einer Beziehung. Allerdings will ich da nicht alle über einen Kamm scheren. Eine junge Frau, die während des Studiums und beim Eintritt ins Berufsleben mit einem etablierten (schon älteren Partner) liiert ist und zuhause weder Putzfrau noch Köchin sein muss, hat sicher auch eher den Rücken frei für eine Karriere:)
Wer glücklich ist in einer Partnerschaft, ist sicherlich sehr motiviert, etwas für ein schönes gemeinsames Leben zu tun und sich dafür auch beruflich zu engagieren. Allerdings will er / sie dann bestimmt nicht 14 Stunden dafür weg sein von Zuhause-dann wäre der Partner auch bald weg..!
 
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Gast

  • #12
Eine junge Frau, die während des Studiums und beim Eintritt ins Berufsleben mit einem etablierten (schon älteren Partner) liiert ist und zuhause weder Putzfrau noch Köchin sein muss, hat sicher auch eher den Rücken frei für eine Karriere:)
Den Zusammenhang mußt du mir jetzt mal erklären, wieso eine junge Frau den Rücken eher frei haben soll für eine Karriere, wenn der Partner zuhause schon älter und etablierter ist??

Ein Mann der ebenfalls noch jung ist und sich im Job engagiert hat doch viel eher Verständnis dafür, wenn sie es ihm gleich tut.
Je jünger die Männer sind, desdo moderner wurden sie in der Regel auch erzogen.
Und desdo unwahrscheinlicher ist es, dass sie zuhause eine Putzfrau und Köchin wollen.

Ein noch nicht "alter und etablierter" Mann hat auch noch gar nicht das Einkommen sich eine "Putzfrau und Köchin" zu halten, unterstützt es entsprechend eher, wenn die Frau sich ebenfalls anstrengt das gemeinsame Einkommen zu erhöhen.

Ein wirklich billiger Versuch jungen Frauen mal wieder unterschwellig einzutrichtern, dass sie doch lieber ältere Männer nehmen sollen. Das ging dann wohl nach hinten los.
 
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Gast

  • #13
Ich weiß es nur, dass ich fast täglich mit irgendwelchen Vorurteilen als Alleinerziehende zu kämpfen habe. Auf dem Arbeitsmarkt z. B. sind die Alleinerziehenden immer die 2. Wahl, es fängt schon bei der Einstellung und hört es bei der Beförderung auf...
Das kann ich als Alleinerziehende nur bestätigen!
Männer in Beziehungen haben Vorteile im Job, weil Firmen fest damit rechnen, dass die Partnerin ihm den Rücken freihält uns sich um die Kinder, den Haushalt, etc. kümmert. Das wiederrum macht die Partnerin nicht gerade glücklich!

Frauen in Beziehungen haben Nachteile, da sie ja schwanger werden könnten und deshalb für die Firma nicht mehr zu gebrauchen sind.

Die Antwort auf die Frage:"Macht eine Beziehung erfolgreich?" ist also abhängig davon wen man fragt!
 
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Gast

  • #14
Zumindest als Frau ist man in Beziehungen nicht erfolgreicher - meine Meinung.
Da hat man "nebenbei" noch ganz anderes zu tun im Alltag mit dem Anhang und dessen Wünschen und Problemen und Problemen, die daraus entstehen.
So richtig merkt man das aber erst, wenn man wieder Single ist, wie produktiv und kreativ man dann plötzlich sein kann.
So viel besser, dass man sich als Frau schon direkt überlegen könnte, ob man das nicht generell besser so beibehalten sollte.

w/34