• #61
Frauen verman(n)zipieren sich und Männer verfrauenzipieren sich.
Das habe ich leider auch bei mir erlebt. Ich habe dann zu 80% die Hausarbeit übernommen und dachte, dass dies nicht so schlecht wäre. Dann steigerte sich mein Arrangement auf fast 100%. Irgendwann habe ich aber die Reisleine gezogen und wollte nicht mehr. Da meine Ex sich zu "fein" für diese Tätigkeit war, dachte ich dass man ja dies durch einen privaten Service erledigen kann. Leider war aber meine Ex nicht dazu bereit, auch ihren Anteil an diesen Service zu bezahlen.

Das Ende war dann die Trennung und ich würde so etwas nie wieder tun. Aus Erfahrung wird man klug.
 
  • #62
Hallo Mooseba, ich bin erschüttert darüber, dass du es als "pubertär" und "unerwachsen" ansiehst, wenn aufgrund von schlechtem oder zu wenig Sex die Kosequenzen gezogen werden! Die Liebe zwischen zwei Erwachsenen muss auf drei Ebenen funktionieren: der partnerschaftlichen, der freundschaftlichen und der physischen. Sie hat nichts zu tun mit einer reinen Zweck- und Organisationsgemeinschaft zur Erziehung gemeinsamer Kinder! Ich verstehe ganz allgemein auch nicht, warum die heute üblichen Trennungen so ein Drama sein sollen?! Bei einer Lebenserwartung von fast neunzig Jahren grenzt es doch geradezu an Utopie, das ganze Erwachsenendasein mit derselben Person zu verbringen. Wir sollten uns etwas von diesem christlich-romantischen Ideal distanzieren; dies hat sowohl gestern als auch heute nur in Ausnahmefällen funktioniert. Eine Trennung lässt sich auch freundschaftlich und um das Wohl der Kinder bemüht durchführen; ich kenne Beispiele. Ich frage mich, warum sich alle so über die Scheidungsstatistiken aufregen. Es ist doch positiv, dass Menschen heute ehrlicher zueinander sein können als früher. In manchen Fällen ist eine Trennung humaner und respektvoller, als aus wirtschaftlichen Gründen oder "der Kinder wegen" (die Armen!) in einem Lügengebäude festzusitzen. Eine Ehe ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.
 
  • #63
Nichts macht einen Mann weniger sexy als wenn er mit ü30 noch immer nicht geschafft hat, sich vom Vorbild der Eltern zu lösen...
FS

Das kommt darauf an, welches "Elternbild" vorgelebt wurde, ich glaube ein stabiles und harmonisches Miteinander prägt positiver als ein geschiedenes, zerstrittenes und von wechselnden Partnern geprägtes Kinderbild.

An Werten wie Moral, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit kann ich niemals was negatives finden und sie prägten meine Kindheit und das Leben meiner Eltern.
 
  • #64
@Peter Pan

Natürlich wollen viele Frauen das "alte" Rollenspiel nicht mehr, ob es am Ende schlechter war - da scheiden sich die Geister, denn es hat immer noch viel Gesprächsstoff, nicht jede Frau (Hausfrau) war damals kreuzunglücklich und ich glaube nicht, das jede mit Doppelbelastung "beglückte" moderne Frau im 7. Himmel schwebt.

Vieles erweist sich als Lüge, die Powerfrau, welche nie und nimmer das alte Rollenspiel "leben" möchte, lebt genau das, nur noch intensiver, sie rackert sich im Job ab, nach Feierabend wird eingekauft, zu Hause gekocht und gewaschen - womöglich noch die Kids irgendwo abgeholt inkl. nach ältlchen Eltern noch kurz geguckt (besucht) und was macht der Göttergatte??? Gerade Überstunden, steht im Stau, ist gerade einen noch trinken mit den Kollegen oder zu Hause und guckt Sportschau.

Sorry, aber ich kenne keine Superfrau, die im Grunde genau das lebt, was sie niemals sein wollte - die Frau von gestern.
 
  • #65
Ich glaube nicht, dass die Frauen heute glücklicher sind.. Es ist einfach schwerer für sie geworden durch die Doppelt- und Dreifachbelastung Job, Kinder, Haushalt, Ehe. Eines bleibt meist auf der Strecke. Und weil man abends eben kauptt ist, ist das meistens die Ehe.
Der Mann beschwert sich (zu Recht), dass die Frau "nicht will" und die Frau hat (zu recht) einfach keine Lust, weil sie müde ist. Oder sie will einfach mal irgendwo NEIN sagen, weil sie das weder im Job noch bei den Kindern sonst tun kann. Die meisten Männer bekommen den Kopf frei, wenn sie Sex haben. Das entspannt sie. Die meisten Frauen müssen einen freien Kopf haben, um Sex zu wollen, das ist der Unterschied.
Auch fällt es vielen Frauen schwer, sich einfach als Frau zu fühlen und dies betrifft dann vor allem Frauen, die sich im Job behaupten müssen.
Man hat's nicht leicht, dieser Tage, weder als Frau, noch als Mann. Diese ganze Emanzipationsgeschichte ist auch nicht so das gelbe vom Ei. Man lässt uns glauben, dass Frauen und Männer gleich sind. Das sind sie aber nicht, und das ist gut und richtig so, sonst wären wir schon ausgestorben (und darum ist auch die Geburtenrate in unseren Breiten so gering).
Gleiche Rechte? Natürlich. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Klar.
Diese Dinge sind wichtig und richtig. Aber gleichwertig ist nicht gleichbedeutend mit "ohne Unterschied". Da wird von vielen Menschen die Emanzipation einfach falsch verstanden.
 
A

Ares

  • #66
Weil die Alternative, gepaart mit dem neuen Scheidungsmodel heisst...Kids in die Kita und arbeiten...denn Du als Frau bekommst nicht mal eben so langfristig Unterhalt. Wenn Du jahrelang zuhause warst, wartet aber ein guter Job kaum auf Dich!
_Ja, das sind die "Errungenschaften" der Emanzipation. Frauen "dürfen" nicht nur arbeiten gehen, sie "müssen" jetzt eben auch auf eigenen Füßen stehen.
Im Grunde stellt sich die Frage nach altem und neuem Modell nicht mehr. Frauen tragen heute einerhebliches Risiko selbst, im Grunde können sie es sich bei klarem Verstand gar nicht mehr leisten, sich auf den Partner zu verlassen. Wenn es schiefgeht, tragen sie die Konsequenzen erheblich mit, nicht mehr nur der Mann wie früher...
 
  • #67
FS

Ich gebe da einigen Frauen total recht, die sagen, mir reicht der Versorger nicht mehr, weil ich mich einfach auf keinen Mann mehr verlassen kann und damit bin ich wieder bei den "alten Werten".

Die Männer waren damals anders als heute.
Meine Mutter war nicht naiv, sie wusste, dass mein Vater ein treuer und zuverlässiger Zeitgenosse war mit dem sie gemeinsam alt werden konnte inkl. Kinder, Familie und....Berufsaufgabe.

Dies können heute Frauen nicht mehr, den Typus "Mann" gibt es nicht mehr, von der männlich markanten Optik, rede ich da noch garnicht. Männer sind in der Regel, weicher, unsicherer, selbstzerstörerischer und absolut charakterlich instabil geworden, die meisten jedenfalls.

Meine Eltern heirateten, da war meine Mutter 24, mein Vater 22, mit Anfang 30 hatten sie zwei kleine Kinder und ein Haus, das dritte Kind wurde später geboren.
Heute sind viele da gerade wieder getrennt.

Die ehemals starke und in sich gefestigte Generation stirbt aus inkl. des Werteverfalls und kommt nie wieder.

Wer wird heute wohl noch seinen 60. Hochzeitstag feiern im Kreise der Kinder und Enkel?? Eben Nobody.
 
  • #68
Die Frage war. ..Ob die alte Rollenverteilung besser war.
Es ist völlig okay zu differenzieren...Als gesellschaftliche Vorgabe ist sie einer Freiheitsberaubung gleich, weil es viele Jahrhunderten die Menschen in Rollen presste.
Hier soll und darf jeder seine Meinung und seinen Standpunkt schreiben..
Es sollte aber frei von menschlichen Bewertungen sein!
Es artet sonst darin aus, dass Menschen deren Leben und Charakter wir nicht kennen angegriffen fast ihrer Würde entraubt werden.
Damit ähnelt es der schwarzweissmalerei die ohne Anerkennung der einzelnen, Menschen in Schubladen steckt.
Wie man es macht, sollte jeder entscheiden dürfen.
 
  • #69
Wie soll man diese Frage denn beantworten? Wie soll man sich denn vergleichen, da man sich in nur der einen Version wieder findet?

Weisst du eigentlich, wie unterschiedlich die Ansprüche heute / gestern in der Kindererziehung sind? Wenn du heute daheim bleibst aufgrund der Kindererziehung und den Anspruch hast, deine Kinder richtig zu fördern, brauchst du schon eine sehr gute Bildung und musst sehr flexibel und flott im Lernen sein, v.a. aber kreativ. Es artet in Stress aus, der in den 60 er Jahren, in denen du Kind warst, nicht vorhanden war. Du kannst das Leben heute nicht mit dem Leben deiner Eltern vergleichen. Sicher geht es heute auch mit einem Minimum, klar. Irgendwie überlebt man auch so. In meinem Umkreis gehen die meisten Kinder auf irgendwelche Privatschulen (Stadt, wir haben die Auswahl), werden mehrsprachig, musisch, sportlich usw. erzogen, d.h. du gibst die Erziehung/ Schulung nicht einfach so ausser Haus, sondern kümmerst dich selbst drum. Es ist ein richtiger Job (samt gute Küche/ Ernährung/Kultur usw….), in dem man ohne Kollegen da steht. D.h. es ist schon recht einsam.

Also, das Bild der marmeladekochenden Hausfrau gegen das Bild der schicken Geschäftsfrau gibt es heute nicht mehr so. Die Grenzen haben sich verschoben.
 
  • #70
Dies können heute Frauen nicht mehr, den Typus "Mann" gibt es nicht mehr, von der männlich markanten Optik, rede ich da noch garnicht.
Doch, den gibt es noch. Ich bin mit genau so einem verheiratet. Stabile Werte, Zusammengehörigkeitsgefühl, Versprechen werden gehalten.
Wobei ich den Verweis auf die "markante Optik" - mal wieder - reichlich unpassend und lächerlich finde.

Wenn du heute daheim bleibst aufgrund der Kindererziehung und den Anspruch hast, deine Kinder richtig zu fördern, brauchst du schon eine sehr gute Bildung und musst sehr flexibel und flott im Lernen sein, v.a. aber kreativ. [....] Es ist ein richtiger Job (samt gute Küche/ Ernährung/Kultur usw….), in dem man ohne Kollegen da steht. D.h. es ist schon recht einsam.
Unterschreibe ich 1:1. Heutige "Hausfrauen" sind keine "kleinen Dummchen", die nichts anderes könn(t)en.
 
  • #71
FS

... Männer waren damals anders als heute ... den Typus "Mann" gibt es nicht mehr, ... Männer sind in der Regel, weicher, unsicherer, selbstzerstörerischer und absolut charakterlich instabil geworden, die meisten jedenfalls.

Die ehemals starke und in sich gefestigte Generation stirbt aus inkl. des Werteverfalls und kommt nie wieder.

Wer wird heute wohl noch seinen 60. Hochzeitstag feiern im Kreise der Kinder und Enkel?? Eben Nobody.
Tja, liebe Herakles, das gehört zu den Früchten des Gender Mainstreaming: entmannte Männer. Ich sehe auch einen Trend der Polarisierung: Weicheier und Machos. Aber welche Frau will denn auch schon einen "Normalo", außer als Opfer für Vaterschaft und Unterstützung / Alimentation?
 
  • #72
FS

Ich gebe da einigen Frauen total recht, die sagen, mir reicht der Versorger nicht mehr, weil ich mich einfach auf keinen Mann mehr verlassen kann und damit bin ich wieder bei den "alten Werten".
...
Dies können heute Frauen nicht mehr, den Typus "Mann" gibt es nicht mehr, von der männlich markanten Optik, rede ich da noch garnicht. Männer sind in der Regel, weicher, unsicherer, selbstzerstörerischer und absolut charakterlich instabil geworden, die meisten jedenfalls.
Sie können sich nicht annähernd in die Rolle des Mannes reinversetzen. 70% der Scheidungen gehen von Frauen aus. Welches Geschlecht kann sich nicht auf wen verlassen?

Irgendwas läuft falsch und schon wird der Mann als Sündenbock ins Rampenlicht gezogen. Das Wagnis Ehe wird
für viele Männe heute zum Drahtseilakt, natürlich noch mit dem Nachruf "Mann hast du es gut" (im Gegensatz zu deiner armen Frau"). Schon komisch, dass immer noch die Mehrzahl der Frauen bei einem gutverdienen Partner gar nicht schnell genug "hinter den Herd kommen" und Männer immer mehr die Ehe scheuen.

Die arme Frau hinter dem Herd und der glückliche Mann, der sich im Hamsterrad kaputschuften darf, ist typisch feministischer Quark.

Ihr Frauen solltet aufhören wie Rohspätze über die "bösen", weil nicht gefügigen Männer und gucken was ihr in einer Partnerschaft an den Tsich bringt. Sonst werden die Männer imm bindungsunwilliger.
 
  • #73
Die alte Rollenverteilung war für die Frau besser.
Und die neue ist für den Mann besser. Was sich langsam in der Männerwelt rumspricht. Frauen haben die alte Rollenverteilung aufgegeben um noch mehr Vorteile zu erlangen. Das war ein Schuß in den Ofen.

Ihr Frauen wolltet das ganze Programm haben.
Aus reiner Selbsüberschätzung und Egoismus.
Sexuelle Freiheit und gute Ausbildungen in den 20ern, Monogamie und gute Versorgung in den 30ern. Die Maximierung weiblicher Interessen. Auf Kosten der Männer. Da wundert frau sich warum die Männer da nicht mitspielen?

Und was habt ihr bekommen? Bindungsunwillige Männer durch einen endlos offen Partnermarkt, den ihr selbst geschaffen habt. Doppelbelastungen durch Arbeit und Kindererziehung. AE-Dasein. Ganztagsbetreuung.
Kein automatische Mitversorgung durch den Ehemann.

Meiner Meinung nach war das alte Modell besser. Siehe auch die ganzen Wehklagen hier über fehlende männliche Monogamie und Heiratswiligkeit (Versorgung) bei Ü30-Frauen. Sobald das sexuelle Experimentieren und die gute Ausbildung durch sind, kann das alte Modell gar nicht schnell genug auf den weiblichen Tisch kommen.
Wenn es dann nicht klappt, dämmert es so langsam den Frauen, dass ihre Emanzipation die Emanzipation des Mannes mitangestoßen hat. Zu ihrem Nachteil. Was so nie geplant war.
 
  • #74
Gar nichts läuft falsch! Die heutige wirtschaftliche Situation vieler Frauen ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben. Sie sind nicht mehr abhängig von ihren Männern. Die Heirat ist meistens kein wirtschaftliches Phänomen mehr,, sondern ein hoch emotionales und Gefühle lassen sich größtenteils kontrollieren. Und wenn Frauen für sich rational entscheiden, dass sie ein anderes Leben wollen, dann hat das Gefühl Liebe keine Chance mehr. Dies fällt um so leichter je besser die Frau selbst positioniert ist, aber auch die klassischen sozialen Sicherungssysteme erleichtern Entscheidungen.
 
A

Ares

  • #75
Die heutige wirtschaftliche Situation vieler Frauen ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben. Die Heirat ist meistens kein wirtschaftliches Phänomen mehr,, sondern ein hoch emotionales und Gefühle lassen sich größtenteils kontrollieren.
Ja, so ist es wohl. Nur sehen immer weniger Männer ein, warum sie denn ein emotionales Phänomen mit einem juristischen Vertrag mit entsprechenden wirtschaftlichen Konsequenzen besiegeln sollen. die selbstbestimmten Frauen brauchen das doch eigentlich auch gar nicht mehr...
 
  • #76
FS

Die leider bald "verschwundene" ältere Generationen habe ich bewundert in Punkto Partnerschaft, man gab sich ein Versprechen und hielt es. Ein Mann ein Wort konnte man damals durchweg glauben.

Heute verspricht erst keiner was, weil er weiß, dass er nix halten kann. Ich mag ältere Menschen, die schon sehr lange verheiratet sind und deren Lebensgeschichten, auch aus dem Kundenbereich.

Diese erzählten mir selbst, wir trennten uns nicht gleich, wenn es mal nicht so gut lief, wie es heute geschieht, wir wussten schon bei der Trauung, dass nicht nur angenehme Zeiten kommen werden.

Und gerade das geht vielen "modernen" Paaren nicht ab, sie wollen von schwierigen Zeiten, die man gemeinsam durchsteht nichts wissen, nee, da wird sich getrennt, wir sind ja so modern, haben die freie Wahl, rechtens ist alles im Lot, es gibt das www und diverse Partnerbörsen und den Partnerwechsel non stop.

Na super, und das ist dann das große Glück oder was?? Nee, sorry, vom großen Glück der modernen Partnerschaften liest man hier ja täglich -lol-.
 
  • #77
FS

Welche optimale heutige Erziehung bei Kindern?

Danke, bitte, guten Tag und Aufwiedersehen können heute kaum noch irgendwelche Kinder sagen, ich bekomme es täglich im Beruf mit, ganz wenige sind so gut erzogen und ich frage mich wer erzieht denn diese Kinder?

Stil, Niveau und Manieren bringt das Elternhaus mit und sorry, ich kann es bei den heutigen Kindern nicht mehr finden. Ein fremdländisches Paar hatte vor einigen Tagen einen Termin bei mir und siehe, deren Kinder waren noch nach "alten" Werten wohlerzogen.

Ach ich vergaß, die alten Werte sind ja überholt -lol-.
 
  • #78
Wenn es dann nicht klappt, dämmert es so langsam den Frauen, dass ihre Emanzipation die Emanzipation des Mannes mitangestoßen hat. Zu ihrem Nachteil. Was so nie geplant war.
Ich finde nicht, dass es zum Nachteil der Frauen ist, wenn sich Männer mitemanzipieren. Ich denke auch, dass ein emanzipierter Mensch keine Beziehung eingehen kann mit einem nichtemanzipierten.
Umso zufriedener kann doch das Paar sein, wenn nicht jeder irgendeine Rolle im Leben des anderen spielen muss, sondern selber entscheidet, was er möchte. Nicht jeder Mann will eine Frau und die Familie allein versorgen und nicht jeder Mann kriegt die Krise, wenn er daran denkt, dass er mal Frau und Familie versorgen sollte.

Es wurden doch auch früher viele Männer in diese Rolle gedrängt, haben sich einen abgerackert, Krisen und Infarkte bekommen, weil sie vielleicht arbeitslos wurden und die Familien nicht ernähren konnten usw.
Sie sind doch auch von der Rolle befreit und müssen sich nicht mehr überflüssig vorkommen, wenn sie arbeitslos werden oder die Frau mehr Geld nach Hause bringt. Und die Frauen, die einen Ernährer wollen, der nach ihrer Pfeife tanzt, sind nicht emanzipiert. Aber es gibt sie, sie sitzen mit den Kindern zu Hause und haben den Mann fest im Griff. Es sind aber auch bestimmte Männer, die das so brauchen, die sind selber nicht emanzipiert und meinen, das konservative Beziehungsbild sei das höchste und alles andere ist nicht gesellschaftsfähiges Lotterleben. Scheidung schon gar nicht, denn dann ist man Vollversager.

Eine wirklich emanzipierte Frau wird nie von einem Mann verlangen, dass er nicht emanzipiert ist und noch die alte Rolle übernimmt.
 
  • #79
Die alte Rollenverteilung war für die Frau besser.
Und die neue ist für den Mann besser. Was sich langsam in der Männerwelt rumspricht. Frauen haben die alte Rollenverteilung aufgegeben um noch mehr Vorteile zu erlangen. Das war ein Schuß in den Ofen.

Ihr Frauen wolltet das ganze Programm haben.
Aus reiner Selbsüberschätzung und Egoismus.
Sexuelle Freiheit und gute Ausbildungen in den 20ern, Monogamie und gute Versorgung in den 30ern. Die Maximierung weiblicher Interessen. Auf Kosten der Männer. Da wundert frau sich warum die Männer da nicht mitspielen?

Und was habt ihr bekommen? Bindungsunwillige Männer durch einen endlos offen Partnermarkt, den ihr selbst geschaffen habt. Doppelbelastungen durch Arbeit und Kindererziehung. AE-Dasein. Ganztagsbetreuung.
Kein automatische Mitversorgung durch den Ehemann.

Meiner Meinung nach war das alte Modell besser. Siehe auch die ganzen Wehklagen hier über fehlende männliche Monogamie und Heiratswiligkeit (Versorgung) bei Ü30-Frauen. Sobald das sexuelle Experimentieren und die gute Ausbildung durch sind, kann das alte Modell gar nicht schnell genug auf den weiblichen Tisch kommen.
Wenn es dann nicht klappt, dämmert es so langsam den Frauen, dass ihre Emanzipation die Emanzipation des Mannes mitangestoßen hat. Zu ihrem Nachteil. Was so nie geplant war.
Immer wenn ich sowas lese, bin ich total froh dass sich bei mir nie ein Kinderwunsch eingestellt hat. Zwar bin ich nun auch lebenslang verpflichtet arbeiten zu gehen und ja, ich bin trotzdem nebenbei noch die Hauptzuständige für den Haushalt - aber wenigsten kein Risiko, irgendwann mal mit Kind(ern) allein sitzengelassen zu werden. Zum Beispiel von solchen Leuten wie bigger. Wahrscheinlich denken immer mehr Frauen so, daher die stetig sinkenden Geburtenzahlen. Wozu soll man denn als Frau all die Nachteile in Kauf nehmen die man hat wenn man Mutter wird? Was bekommt man denn dafür als Gegenleistung? Weder der eigene Partner würdigt es entsprechend, noch die Gesellschaft, dass man ihnen solch ein Geschenk macht und so eine enorme Leistung erbringt. Undank ist der Welt Lohn. Daher würde ich sagen, wenn kein Mann mehr Versorger sein will, bitteschön - dann gibt es aber auch keinen Nachwuchs mehr. Alles hat seinen Preis.
 
  • #80
Bindungsunwillige Männer durch einen endlos offen Partnermarkt, den ihr selbst geschaffen habt.
Die "bindungsunwilligen Männer" Ü30 sind meiner Beobachtung nach eher übrig gebliebene, sozial inkompetente Loser, die sich ihr Restposten-Dasein schönreden.
"Normale" Männer sind in diesem Alter fast alle verheiratet bzw. in langjährigen Partnerschaften und haben/planen Familie. Mit spätestens Mitte 30 treffen sich auf dem Singlemarkt halt nur noch die Frustbolzen, sowohl männlich als auch weiblich. Passt ja.
 
  • #81
Gar nichts läuft falsch?
Warum lese ich dann von Frauen permanent, wie glücklich sie doch sind? Sie schreien es mir geradezu entgegen. So wie Herakles, zum Beispiel.
Wahrscheinlich habe ich als Mann nur nicht genug Empathie, das nachfühlen zu können. Denn auf mich wirkt es seltsam anders.
Im Übrigen mag "bigger" ja gerne mal provokant zuspitzen, aber er trifft auch hier mal wieder des Pudels Kern. Für viele Männer sind mit der (gerade auch sexuellen) "Emanzipation" der Frau geradezu paradiesische Verhältnisse entstanden. Die einzigen wirklich Dummen sind die, die einer Frau glauben, dass sie sich mal eben neu erfunden hat (/genauer: meint, erfinden zu wollen...), wenn sie so zwischen Mitte 20 und Anfang 30 einen Versorger sucht, der natürlich (Stichwort "Hypergamie") Status und Finanzen gewähren soll, Windeln wechselt und Hausarbeiten macht - und erforderlichenfalls als Zahlpapa ohne eigene Rechte bereitsteht (Frau weiß ja nie, was in der Zukunft noch "passieren" kann).
Ganz heiß sind solche Spielchen dann, wenn sie in manipulativer Absicht einen auf "Hard-to-Get" macht, nachdem sie sich "ausgetobt" hat.
Wenn dann dieselbe Frau auf Männer stößt, die das Spiel kennen und durchschaut haben, beginnt das große Wehklagen über die Ungerechtigkeit der Welt - und im Zweifel wird nach dem Staat gerufen. Am schlimmsten wird es für die Frau, wenn ihre Attraktivität nachlässt, auf die sie sich so lange verlassen und auf der sie sich so wunderbar bequem ausgeruht hat.
Umgekehrt muss man einem Mann erst einmal überzeugend erklären, wozu er sich in eine feste Bindung mit einer "Karrierefrau" begeben sollte. In der Summe entsteht zunehmend genau die Situation, die bigger skizziert hat.
Individuelle Ausnahmen gibt es, ja. Das sind wahrscheinlich Frauen wie Pia oder Serenissima. Die wissen, dass sowohl bei Männern als auch bei Frauen die "markante Optik" nicht das einzige Attraktivitätsmerkmal ist und die ihrerseits so etwas wie Bindungsfähigkeit und Verlässlichkeit ausstrahlen. Sie sind leider ziemlich selten geworden.
 
  • #83
Bei vielen Paaren um die 30-35 kann man doch beobachten, dass diese nach wie vor das klassische Modell leben. Auf dem Land sowieso, aber auch in der (Groß)- Stadt: Beide akademisch gebildet, Altbauwohnung, Einkauf im Biosupermarkt, die Frau bleibt nach der Geburt mindestens ein, zwei Jahre zu Hause und steigt auch dann nicht in VZ ein, das Kind wird optimal gefördet mit Englischkurs und Musikschule, oft gönnt man sich ne Putzfrau, der Mann ist ganz klar der Hauptverdiener und bleibt es in Zukunft auch. Diese Paare gibt es doch zuhauf, somit kann ich keine "Weigerung der Männer, die Versorgerrolle zu übernehmen" erkennen. Die meisten Paare leben ab dem 1. Kind wieder dauerhaft das alte Modell, also ist die klassische Rollenverteilung alles andere als ausgestorben.
 
  • #84
Die traditionelle Rollenverteilung ist doch ein Modell, das sich auflöst. Wie einige schon schrieben, es ist finanziell auch meist nicht möglich nur von einem Gehalt zu leben, wenn davon Frau /Mann und Kind (er) ernährt werden sollen. Zudem haben sich die Ansprüche an das eigene Leben sehr verändert. Welche gesellschaftlichen Entwicklungen zur Erklärung auch immer bemüht werden. Fakt ist und ich kann da nur für mich sprechen, ich hätte keine Lust, mich den ganzen Tag nur um den Haushalt zu kümmern. Ich hätte ganz schnell das Gefühl,etwas zu vermissen. Im Übrigen gefiel diese Vorstellung auch meinem Mann nicht. Er hatte berechtigterweise Existenzängste. Er wollte nie allein für das Geldverdienen verantwortlich sein.
 
  • #85
Die wissen, dass sowohl bei Männern als auch bei Frauen die "markante Optik" nicht das einzige Attraktivitätsmerkmal ist und die ihrerseits so etwas wie Bindungsfähigkeit und Verlässlichkeit ausstrahlen. Sie sind leider ziemlich selten geworden.
Ich kenne sogar ziemlich viele davon. Allerdings befinden die sich alle seit etlichen Jahren in stabilen Langzeitbeziehungen ;). Die haben natürlich nicht bis nach dem 30. Lebensjahr gewartet, um sich endgültig festzulegen und auch entsprechende Männer dafür gefunden.
Wer zu lange wartet (und immer auf was Besseres), den bestraft das Leben ...
 
  • #86
FS

Die leider bald "verschwundene" ältere Generationen habe ich bewundert in Punkto Partnerschaft, man gab sich ein Versprechen und hielt es. Ein Mann ein Wort konnte man damals durchweg glauben...
Herakles, ich kann Deinen selbstgefälligen Quatsch langsam nicht mehr lesen. Du hängst einem Ideal vergangener Zeiten nach, daß es so nie gegeben hat. Was Du nicht siehst, sind die Leichen im Keller, die jede Familie hatte. Mir ging es kürzlich so, daß ich Informationen über ein langjähriges Ehepaar in meinem Familienkreis bekommen habe, die ich mir nie hätte träumen können. Nach außen hin prima Fassade, aber dahinter...! Andauerndes Fremdgehen, Geliebte über mehrere Jahre, ständige Puffbesuche... möchtest Du mit einem solchen Mann verheiratet sein? Für manche ist es eine Gnade, wenn sie sich von einem Alkoholiker scheiden lassen können oder wenn der Familienvater eine neue Jungsche hat und die Mutter auf ihren erlernten Beruf zurückgreifen kann, um sich und die Kinder durchzubringen... Frag doch bitte mal dringend (!) ältere Frauen, ob sie mit ihrer Biografie zufrieden waren! Ich persönlich habe da schon sehr viel Frustration zu hören bekommen.
 
  • #87
Siegfried, ich weiß nicht, woher Du Deine Horrorszenarien nimmst (zu viele Hollywood-Filme?), aber ich kann in meinem Umfeld keineswegs das von Dir beschriebene finden. Die allermeisten Frauen sind zufrieden mit dem, wie es heute läuft. Es gibt kaum noch gesellschaftliche Zwänge, jeder kann es so halten, wie es ihm passt. Keiner ist mehr gezwungen, sich einem "Rollenbild" zu unterwerfen. Davon mal abgesehen kann ich die ganze Diskussion über Rollenbilder langsam nicht mehr lesen. In vielen Familien mußten Frauen schon immer arbeiten! Oder wer saß damals in den Fabriken und arbeitete auf Feld und Stall? Ihr pickt Euch hier eine extrem kleine Bevölkerungsgruppe aus einem eng begrenzten Zeitabschnitt heraus (Nachkriegsjahre Westdeutschland) und erklärt dies dann zum ewig gültigen "Traditionsmodell". Jeder historisch einigermaßen Bewanderte weiß, dass das nicht stimmt. Trotzdem wird die Keule hier regelmäßig geschwungen bzw. die Sau durchs Dorf getrieben. Warum? Weil manche Foristen so viel Frust, Wut und Neid haben, daß sie permanent an den Lebensentwürfen anderer herumreiten müssen um sich selbst ins helle Licht zu stellen.
 
  • #88
@Constanze

Wo sind denn die viel gerühmten modernen Paare hier im Forum vertreten? Wenn man sich die Rubriken Trennung und Familie durchliest kann man froh sein Single zu sein, also Deine Lobgesänge auf moderne Ehen und "emanzipierte" Frauen finde ich hier im Forum nicht und auch nicht in den sich häufenden Scheidungsakten der Anwälte.

Leider werden die Scheidungen nicht weniger und betone immer wieder dass nicht alle Frauen/Hausfrauen damals sooo unglücklich waren, sie hatten vorwiegend einen Ehemann auf den sie sich verlassen konnten und gerade das ist der Neid und der Frust vieler "heutiger" Paare, dass die Werte einfach nicht mehr da sind, wo man sich versprach gerade dann zu unterstützen wenn es nicht gut läuft.

Dieses Versprechen gibt heute kein Mensch mehr, weil alle wissen, was interessieren uns die schlechten Zeiten, wir wollen nur gute und wenn die nicht mehr da sind, wird gewechselt.

Lebensabschnittspartner mit TÜV-Plakette, frustrierte Alleinerziehende (kenne ich aus meinem Kundenbereich viele) finanziell belastete Geschiedene mit ewigem EX-Komplex gehören für mich nicht in die ach so tolle "Moderne".

Heute mögen Paare alles haben, zusammenhalten tut es sie trotzdem nicht.
Weil Werte wie Moral, Treue, Bodenständigkeit fehlen und diese waren damals präsent und wurden mehr gelebt als heute, heute lebt man nicht mehr, man ist ein lebender Toter.
 
  • #89
Wo sind denn die viel gerühmten modernen Paare hier im Forum vertreten?
Die sind hier nicht allzu stark vertreten, vermute ich. Wahrscheinlich schreibt hier kein einziger meiner bekannten glücklichen Paare, warum auch?

( Sicher, meine Liebe, habe ich Gründe hier zu schreiben oder zu lesen, aber ich bin in einer glücklichen Beziehung). Und so haben auch die anderen ihre Gründe, warum sie das tun. Solche Foren ziehen aber im Allgemeinen Menschen mit einem bestimmten Kummer an. Von daher sind alle Kummerfreien nicht hier oder kennen das hier nicht.
 
  • #90
@Constanze

Wo sind denn die viel gerühmten modernen Paare hier im Forum vertreten? Wenn man sich die Rubriken Trennung und Familie durchliest kann man froh sein Single zu sein, also Deine Lobgesänge auf moderne Ehen und "emanzipierte" Frauen finde ich hier im Forum nicht und auch nicht in den sich häufenden Scheidungsakten der Anwälte.
Herakles, die viel gerühmten modernen Paare haben Besseres zu tun, als in diesem Forum zu schreiben. Die haben ein intaktes Familien- und Liebesleben und sind damit ausgelastet. Dieses Forum ist ja nun weißgott nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.
Es ist doch wohl logisch, daß sich hier überwiegend Alleinstehende mit ihren Problemen finden (ist ja der Sinn der Aktion!).
Werte wie Treue, Moral und Bodenständigkeit waren damals vermutlich genau so häufig vertreten wie heute. Der einzige Unterschied ist der, daß der gesellschaftliche Druck, zusammenzubleiben und die Ächtung Alleinstehender, Geschiedener und Frauen mit Kindern ("gefallene Mädchen") weggefallen ist. Gott sei Dank! Die Männer sind vermutlich dankbar, daß sie nicht mehr zwingend die Frau heiraten müssen, welche sie versehentlich geschwängert haben.
Unsere modernen Zeiten sind halt deutlich schnellebiger als früher. Die Menschen sind mobiler und müssen sich nicht schicksalsergeben in ihr Los fügen. Trotz allem halten 50% aller Ehen.
Sag mir bitte konkret: Wie lange würdest Du mit einem Mann, der peu a peu zum Alkoholiker mutiert, leben? An dem alle Versuche und Bemühungen, seinen Zustand zu ändern, abperlen?