• #121
Es gibt inzwischen gar nicht so wenige Frauen, die sogar stolz darauf sind, dass sie im Haushalt (kochen, nähen, stopfen, bügeln) total unfähig sind.

In diesen Fällen nehme ich eine radikale Neubewertung der Situation vor. Vielleicht können sie ja was anderes gut, dann ... allenfalls ...

Mit dieser Einstellung sind Frauen für eine Partnerschaft aus meiner Sicht vollkommen unbrauchbar.

Dabei suche und brauche ich ganz bestimmt keine "Putze" - aber so geht es dann auch nicht. Eine Frau muss mir nicht hinterherräumen - aber ich räume auch keiner Frau hinterher.

Der Schlüssel zueiner erfolgreichen Beziehung liegt in Komplementarität. Wie genau die aussieht - das muss sich nicht an einem traditionellen Modell orientieren - aber eben auch nicht an einem pseudo-emanzipierten.
 
  • #122
Es gibt inzwischen gar nicht so wenige Frauen, die sogar stolz darauf sind, dass sie im Haushalt (kochen, nähen, stopfen, bügeln) total unfähig sind.

In diesen Fällen nehme ich eine radikale Neubewertung der Situation vor. Vielleicht können sie ja was anderes gut, dann ... allenfalls ...

Mit dieser Einstellung sind Frauen für eine Partnerschaft aus meiner Sicht vollkommen unbrauchbar.

Dabei suche und brauche ich ganz bestimmt keine "Putze" - aber so geht es dann auch nicht. Eine Frau muss mir nicht hinterherräumen - aber ich räume auch keiner Frau hinterher.

Der Schlüssel zueiner erfolgreichen Beziehung liegt in Komplementarität. Wie genau die aussieht - das muss sich nicht an einem traditionellen Modell orientieren - aber eben auch nicht an einem pseudo-emanzipierten.
Hannes, alles kann man lernen, wenn der gute Wille da ist. Ich bin mit 20 auch zuhause ausgezogen und konnte weder kochen noch nähen noch stopfen. Wenn man will und muß, geht alles. Kenne allerdings auch einige Männer, die handwerklich eine glatte Null sind (ich selbst habe meinem Nachbarn die Küche gemalert während er was schönes zu Essen gekocht hat). Viele Abiturienten haben heutzutage einen derart straffen Tagesplan, daß neben der Schule für wenig Zeit bleibt. Das Vorhandensein von Mensen und Kantinen zwingt einen auch nicht gerade dazu, kochen zu lernen. Richtig kochen gelernt (ich lerne immer noch) habe ich erst, als mein Kind unterwegs war.
 
  • #123
Der eigentliche Fortschritt ist doch, dass ich heute selbst entscheiden kann, welches Rollenbild ich (vor)leben möchte.
- das beruftätigen und finanziell versorgenden Vaters mit Hausfrau und Kindertagesbereuung
oder
- das des gleichberechtigten an Haushalt, Finanzen und Kinderbetreuung beurftstätigen Elternpaares
Das alte Rollenbild existierte fast ausschließlich noch bis weit in die Mitte der 80iger Jahre (ich meine, Frau lernt einen Beruf oder macht ihr Diplom, man heiratet anschließend, baut ein Haus, sie gibt ihren Beruf auf, bekommt Kinder und wird Hausfrau).
Dies sind heute die Eltern oder Großeltern der heutigen Generation.
Das eine Rollenbild ist weder besser oder schlechter als das ander. Beide Rollenbilder beinhalten diverse Vor- und Nachteile und egal welches Rollenbild gelebt wurde, viele dieser Kinder sind heute genauso erfolgreich, wie damals.
Nur heute kann ich es mir selbst aussuchen, nach welchen Rollenbild ich leben möchte oder kann, dies bestimmen die Rahmenbedingungen und meine persönliche Einstellung.
Dem alten Rollenbild ist halt negativ zu zu rechnen, eben dass man sich nicht bzw. erst nach langem zögern getrennt hat, wenn eigentlich eine Trennung unvermeidbar war. Da war es meist, Augen zu und durch und man musste diverse Kröten als Ehefrau schlucken, wenn der Ehemann seine Versorger-Beschützer-Rolle nicht erfüllt hat.
Damals gab es nur das eine Rollenbild und wenn es immer so hervorrangend funktioniert hätte, würden wir es heute 1zu1 fortführen und nicht bestehendes bewährtes verändern wollen, wie schon bereits Ende der 50iger Jahre für mehr Gleichberechtigung der Frauen zu kämpfen. Nicht alle Feministinnen sind oder waren hirntote Querulantinnen.
 
  • #124
FS

Gestresst wirken bei mir im Job durchweg die Muttis in Teilzeit.
Tut mir ja leid, aber gestresst und gehetzt habe ich meine Mutter nie erlebt, bis heute bewundere ich ihre Gelassenheit.

Die Kolleginnen in moderner Kindererziehung und Jobbewältigung wirklen alles andere als selig fröhlich, Karriere ist bei uns eh gelaufen, da sie Vollzeit nicht können, somit sind sie ewig auf dem dritten Platz, verdienen wesentlich weniger, so daß sie dennoch finanziell vom Gatten weiterhin abhängig wären, bei einer Trennung mit Kids ständen sie im Regen.

Sie wirken beruflich überlastet, oft gereitzt, wenn sie kritisiert werden oder man sie etwas fachliches fragt. Kein Wunder, wenn Kids, Ehegatte oder gar Schwiegereltern das Handy klingeln lassen, weil sie nach der "Schicht" noch was besorgt haben wollen
oder die Kita mal wieder Probleme mit den "Kleinen" hat.

Also erzähl mir hier keiner von Freiheit oder Genuß der modernen Frau von heute, die alles am Hals hat und dem Burnout nahe ist.

Meine Mutter als "nur Hausfrau" war das nie. Soviel zum negativen Rollenverhalten von einst.
 
  • #125
Es gibt inzwischen gar nicht so wenige Frauen, die sogar stolz darauf sind, dass sie im Haushalt (kochen, nähen, stopfen, bügeln) total unfähig sind.
Das mag deine Wahrnehmung sein, dass diese angeblich vielen Frauen, hast du so viele genauer kennengelernt?, angeblich stolz darauf sind, im Haushalt nicht mehr so fit sind, wie frühere Generationen.

Deine Wahrnehmung muss aber nicht stimmen.

Ich kann nicht stopfen und nähen, brauchte es auch nie, war jahrelang AE-Mutter, mein Kind kann inzischen besser kochen als ich und ist Haushaltstechnisch gut geworden. Aber nur durch ihre Ausbildung nach dem Abi. Es ist erschreckend, was die jungen Leute in der Schule heute nicht mehr beigebracht bekommen.

Deswegen hatte ich ihr geraten, erstmal eine bodenständige Ausbildung zu machen, wo sie viel fürs Leben lernt, studieren kann sie später immer noch und ist dann auf das Leben und die Berufslaufbahn viel besser vorbereitet.

w
 
  • #126
FS
Sie wirken beruflich überlastet, oft gereitzt, wenn sie kritisiert werden oder man sie etwas fachliches fragt. Kein Wunder, wenn Kids, Ehegatte oder gar Schwiegereltern das Handy klingeln lassen, weil sie nach der "Schicht" noch was besorgt haben wollen
oder die Kita mal wieder Probleme mit den "Kleinen" hat.

Also erzähl mir hier keiner von Freiheit oder Genuß der modernen Frau von heute, die alles am Hals hat und dem Burnout nahe ist.

Meine Mutter als "nur Hausfrau" war das nie. Soviel zum negativen Rollenverhalten von einst.
Ich verstehe deinen Ansatz und dein Hochloben deiner Mutter nicht. Kaum eine halbwegs gut gebildete Frau kann es sich leisten, heutzutage bei dem Arbeitsmarkt, der Globalisierung, des nicht so guten Schulssystems, Hausfrau zu werden. Das ist Selbstmord in Raten.

Schlimm genug, dass unsere Gesellschaftssystem und die Arbeitgeber so mit Müttern umgehen, aber gleichzeitig klagen, es gibt immer wenige gute Fachkräfte, weniger guten Nachwuchs, viele junge Leute sind nicht ausreichend fit, für eine Ausbildung usw.

Die wahren Ursachen fangen doch schon viel früher an. Je mehr unser Gesellschaftssystem, die Arbeitgeber, die Kollegen, als du und ich, diese Mütter unterstützen, ihnen zur Seite stehen, desto mehr wird das gesamte Arbeitssystem gestützt, es fallen weniger Krankheitstage an, global gesehen, wünsche ich mehr Unterstützung, Hilfe, Verständnis, als ein missbiligender Blick auf die angeblich armen Teilzeitmütter, die kurz vorm Burnout stehen.

w
 
  • #127
Je mehr unser Gesellschaftssystem, die Arbeitgeber, die Kollegen, als du und ich, diese Mütter unterstützen, ihnen zur Seite stehen
Viele berufstätige Mütter neigen zur Rosinenpickerei: Einerseits wollen sie arbeiten, andererseits nur so wie es ihnen in den Kram passt. Mein Bruder ist Arzt und berichtet regelmäßig davon, wie die Muttis prinzipiell alle Wochenend- und Feiertagsdienste an die kinderlosen Kollegen abdrücken wollen, weil sie "schließlich Kinder haben!" Als hätten Kinderlose nicht auch das Recht auf freie Wochenenden! Auch im Büro sehe ich täglich, dass die anderen Kollegen natürlich die Aufgaben der Mutti übernehmen, wenn sie mal wieder fehlt, weil das Kind Zahnweh oder sonstwas hat. Umgekehrt ist sie aber nicht in der Lage, mal die Aufgaben einer kranken Kollegin zu erledigen, "Das ist nicht meine Arbeit, ich habe genug zu tun, ich habe ja auch Kinder!"
So erlebe ich die ach so benachteiligten berufstätigen Mütter oft und habe deshalb auch kein Mitleid, wenn sie mal wieder über ihre Doppelbelastung jammern- die sie sich schließlich selbst ausgesucht haben.
 
  • #128
FS

Die Teilzeitdamen wollen einfach alles, Supermami, Superkollegin und Misses Perfect in Punkto Ehe oder Beziehung sein, wollen, könnens aber nicht.

Somit muss ich Amalfina absolut recht geben.
Als einzige Vollzeitfrau in einem Team von Teilzeiterinnen kann ich davon ein Lied singen. Der Vorteil, mein Chef weiß was er an mir hat, da ich nicht mal kurz zur Kita oder nach Hause muss, weil es gerade da mit den Kindern doch nicht so läuft wie besprochen.

Es ist einfach Humbug die moderne Frau als non plus ultra zu sehen, sie will und kann nicht.

Entweder oder sollte die Devise lauten. Entweder will ich Karriere, dann will ich keine Kinder, oder ich will Familie dann wird es keine Karriere geben. Vermögende können da anders urteilen, allerdings brauchen vermögende Frauen nicht arbeiten gehen.

Ich finde "nur Hausfrauen" klasse, welche ihre Kleinen nicht in Kitas stecken und daheim für ein wohliges zuhause sorgen, obwohl ich selbst keine Hausfrau bin, sondern gerade das Gegenteil kann ich viele verstehen, die sich dem Ellenbogendruck, der Konkurrenz und der steigenden Belastungen im Berufsleben nicht aussetzen wollen.

Sorry, aber welche intelligente Frau ist geil auf Doppelbelastung?

Moderationshinweis: Bitte wieder retour zur eigentlichen Fragestellung!
Vielen Dank!
 
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  • #129
Herakles, Du hast uns Dein Weltbild nun hinreichend und mit vielen Ausrufezeichen und lol`s dokumentiert. Eines sollte gesagt werden: Es ist die überwiegende Menge an Frauen, die sich eben NICHT entscheiden wollen müssen, ob Beruf (von Karriere rede ich nicht) oder Kind. Warum auch? Männer müssen sich schließlich auch nicht entscheiden.
Ich sage es auch ganz klar: Ja, ich bin geil auf Doppelbelastung! Ich kann es mir nicht anders vorstellen. Würde ich ein kinderloses Leben wie Du führen, wäre ich frustriert; würde ich ein berufs- und karriereloses Leben führen, wäre ich vor Langeweile schon lange gestorben. Ich bestreite ja nicht, daß es manchmal anstrengend ist aber es ist genau das, was ich will.
 
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A

Ares

  • #130
Die steigende Zahl der Scheidungen und Trennungen, welche vorwiegend von Frauen ausgeht bestätigt wohl meine These, sorry, aber gute Männer und gute Väter werden nicht verlassen,
Meine Ehe habe ich beendet. Bin ich damit nach Deinem schlichten Weltbild ein "Guter" und meine Ex ist eine "Schlechte"?
Gut dass ich im Finanzsektor mit allen möglichen ...
Ja, ja, der Finanzsektor. die Moral, die dort herrscht, kennen wir alle seit ein paar Jahren genau. Die Schaltertante als Ersatz für Friseur oder Barkeeper? Was genau erfährst Du über die Hintergründe, wenn ein Kunde seinen Kontostand erfragt? Was für valide Rückschlüsse auf die Rollenverteilung kannst Du daraus ziehen?

Früher waren Väter ...Mein Vater gehört wohl noch zu dem alten Bild des Beschützers,
Ja, früher war die Welt sowieso viel besser als heute. Nur wahres Glück in allen Familien, keine Armut, keine Kriege, keine Flüchtlinge und die Lebenserwartung der glorreichen Väter war auch besser als heute.

Es stimmt schon, früher erschien alles glücklicher. Ich befürchte aber, in erster Linie, weil vieles einfach unter dem Deckmäntelchen gehalten wurde. Bei einer Scheidung hätten sich die Nachbarn aufgeregt und die Familie hätte Dich verstoßen und Prügel für Kinder und Frau haben "noch niemandem geschadet". Du selbst Deine zarten Kleinmädchenträume auch mit über 50 noch...

Warum genau wollten Frauen "Emanzipation"? Weil alles besser war? Den "Beschützer" mit allen Konsequenzen wollten die Frauen doch letztlich nicht mehr.
Viele Veränderungen gegenüber früher sind gut, manche schlecht. Für Männer und für Frauen. Und es ist ja schön, wenn Du in einer glücklichen Idealfamilie aufgewachsen bist.Was genau hat es Dir in Bezug auf Partnerschaft gebracht, außer dass Du vielleicht "Papa in jünger" suchst und in unserer heutigen Gesellschaft offensichtlich nicht mehr findest? Du hättest doch vor 50 Jahren das Leben, dass Du heute lebst, gar nicht leben können, weil der "Beschützer" nicht zustimmt, dass Du arbeiten gehst...
 
  • #131
Herakles, Du hast uns Dein Weltbild nun hinreichend und mit vielen Ausrufezeichen und lol`s dokumentiert.
Eigentlich kann ja Herakles dies garnicht so beurteilen, da sie ja selber ein kinderloses Leben hat. Es ist schon fast lächerlich, wenn Menschen sich sehr mutmaßen über Dinge zu reden, die sie selber nur vom Hören oder Sehen kennen. Ich kann ja nicht über Themen reden, wovon ihn selber nicht betroffen bin. Eine Nachbarin von mir lebt dieses alte Modell und die Andere, das neue Modell. Aus der Entfernung machen BEIDE einen glücklichen Eindruck, aber ich kann dies nur aus der Entfernung ja sehen. Wie es wirklich ist weiß ich ja nicht und dafür müsste ich selber das eine oder andere Modell durchlebt haben. Oft kann ein Eindruck auch anders aussehen als die Realität.
 
  • #132
Mich macht die heutige Rollenverteilung zufriedener. Ich bin gerne berufstätig und könnte mir ein Leben als Hausfrau nicht vorstellen. Auch als meine Kinder noch klein waren und ich AE, war ich meistens ausgeglichener als die ganzen nur Hausfrauen, die mich immer um meine Unabhängigkeit beneidet haben. Meine Kinder stehen beide mit beiden Beinen fest im Leben und wurden niemals vor den fernseher gesetzt. Beide haben immer viel Sport getrieben. Meine Tochter hat es immerhin zu einer 5fachen Deutschen Meisterin und 2fachen Fitzeweltmeisterin gebracht.
Bin ich gescheitert, weil ich geschieden bin? Nein, ich bin glücklicher. Sonst hätte ich niemals meinen wundervollen Partner kennen gelernt, die Liebe meines Lebens.
Eine Bekannte, die dauernd von ihrem Mann betrogen wurde, sagte mal zu mir: "Du kannst dich ja auch trennen, du hast ja Arbeit." Das ist dann wohl ein Beispiel für eine typisch glückliche, nicht gescheiterte Frau.
Es kommt mir so vor, als würde sich die FS ein Urteil über Sachen erlauben, die sie selber nicht kennt. w54
 
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  • #133
Letztendlich sollte man die Frage auch nicht in...arbeitende Eltern sind lieblos und ihre Kinder permanent unglücklich...umwandeln.
Dann hätten in der Theorie die Eltern, die glücklichsten Kinder, die beide Zuhause hocken und immer Zeit haben.
Letztendlich geht es um Liebe! Wer eine glückliche Partnerschaft hat, sich von Herzen das ganze aufteilt und damit glücklich wird, dann ist es doch super. Niemand wird jedoch glücklich und kann dieses an die Kinder weitergeben, der es von der Gesellschaft aufgedrückt bekam!!!
Die Eltern der FS waren damit glücklich und ihre Mutter schien es ja auch freiwillig gemacht zu haben! Und die FS hat das genossen!
Liebe und auch liebevolle Zeit für die Kinder ist jedoch unabhängig von der Rollenverteilung und viel hängt auch vom Charakter des Kindes ab. Meinereiner und auch meine Kinder, sind und waren Draussenkinder und immer am liebsten mit anderen Kindern unterwegs. Lieber Kindergarten OgaTa etc, wo alle anderen Freunde waren, als alleine Zuhause.
Und effektive Zeit, ganz bewusst mit seinen Kindern, nehmen sich alle, die lieben, grundsätzlich von Herzen.
Ich stehe seit 11 Jahren an Fussballfeldern...und tief im Inneren war ich noch nie Fan dieser Sportart;-))Basteln, Kuscheln, spielen, lernen...geht doch alles, wenn man zb Bügeln für völlig überbewertet hält;-)))))
 
  • #134
FS

Als Kind waren ich und meine Geschwister sehr froh unsere Mutter nicht mit einem Beruf teilen zu müssen, ihre Zeit gehörte uns.

Heute müssen viele Kinder ihre Zeit mit dem Beruf der Mutter teilen, ob die Kinder das glücklich macht sei dahingestellt, Hauptsache die Mutter findet das gut...hm...

Wenn eine Frau arbeiten "muss" ist das verständlich.
Aber einige Frauen "müssten" es nicht, sofern der Ehemann gut verdient, tun es aber trotzdem, zum Leidwesen der Kinder, die sicherlich lieber die Mutter als eine von anderen Kindern frequentierte Erzieherin vor sich zu haben.

Fragt man Kinder, sind diese wohl vom Teilzeitjob der Mutter nicht begeistert, aber um die Kinder geht es vielen Müttern nicht, sondern um ihre Selbstverwirklichung, sorry wiederum, meine Mutter fand diese bei ihren Kindern und war damit sehr glücklich, denn am Ende hatte sie eine lebenslange gute Ehe bis zum Tod meines Vaters und drei beruflich erfolgreiche Kinder.

Noch was am Rande: Auch wenn ich keine Hausfrau geworden bin, bin ich als Kind einer Hausfrau aufgewachsen und dankbar dafür, dass meine Mutter immer für mich da war und nicht gerade mit beruflichem Stress Vorlieb nehmen musste.
 
  • #135
Als Kind waren ich und meine Geschwister sehr froh unsere Mutter nicht mit einem Beruf teilen zu müssen, ihre Zeit gehörte uns.

Heute müssen viele Kinder ihre Zeit mit dem Beruf der Mutter teilen, ob die Kinder das glücklich macht sei dahingestellt, .
Ich hingegen war schon als Kind sehr glücklich meine Mutter nicht permanent um mich herum zu haben. Die brauchte ihren Beruf und fühlte sich von mütterlichen Aufgaben schnell genervt. Deswegen war es ein Segen, dass sie immer berufstätig war. Es gibt auch hier im Forum einige Frauen, die immer wieder glaubhaft darstellen, dass das Hausfrauentum für sie eine unendliche Qual wäre. Ich kann das zwar nicht unbedingt nachvollziehen, denn mir ist als promovierende "Hausfrau" ohne Kinder nie langweilig (augenscheinlich liegt es an den Kindern, dass denen langweilig wird). Obwohl ich nicht mal was im Haushalt machen muss, da für einen 2-Personen-Haushalt eine Reinigungskraft durchaus erschwinglich ist (Deswegen wundere ich mich auch immer wieder, wenn hier über Probleme bei der Hausarbeit lamentiert wird; 2 Personen, die normal bis überdurchschnittlich verdienen, können doch leicht 100-250€ im Monat dafür ausgeben! Klar, wenn Kinder da sind, sieht das anders aus)

Letztlich, liebe Herakles, proklamierst Du folgendes: Die Frauen sollen sich entscheiden, ob sie Familie wollen (dann nur als abhängige Hausfrau- Ein Modell, das überhaupt nicht zukunftsfähig ist, da es die meisten Menschen wegen der großen individuellen Nachteile ablehnen!) ODER einen Beruf ausüben möchten. Das ist sehr altbacken und letztlich frauenfeindlich. Du hast Dein Leben als ewige Beobachterin und Bewerterin verbracht, Du schaust viel aus Deinem Fenster in das Haus anderer. Nicht jeder Mensch findet daran Vergnügen das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen und nur zu beobachten. Es gibt junge dynamische Familien, die Probleme angehen (wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf) und Lösungen suchen und finden. Sie sind die Avantgarde unserer Gesellschaft. Natürlich machen die auch Fehler und irren und wirren sich. Aber sie tun etwas und schauen nicht nur zurück.
 
  • #136
Wenn eine Frau arbeiten "muss" ist das verständlich.
Aber einige Frauen "müssten" es nicht, sofern der Ehemann gut verdient, tun es aber trotzdem...
Viele Männer "müssten" auch nicht arbeiten, weil ihre Frau gut verdient und tun es trotzdem. Die meisten Männer und viele Frauen sehen es NICHT wie Deine Mutter als lebensfüllend an, ab der Geburt eines Kindes ihren Job aufzugeben, um sich bis zum Lebensende -also für 40-60 Jahre- um das/die Kind(er), den Haushalt und den Ehepartner zu kümmern, um von dessen Geld leben zu können.

Ich hatte selbst eine Ganztags-Hausfrauen-Mutter und beneidete Kinder mit berufstätigen Müttern glühend um ihre Freiheiten u. Selbstständigkeit. Meine Mutter war nach dem Studium nur 3 Jahre berufstätig und hörte mit der Heirat auf, zu arbeiten. Sie klagt heute noch über die unglaubliche Belastung einer 50-h-Woche mit Samstags-Arbeit (die in den 50ger-Jahren der Normalfall für fast alle Arbeitnehmer war!). Sie WOLLTE nicht mehr in ihren gutbezahlten Beruf zurück, weil sie weder mit Chefs noch Kollegen klarkam.

Ich habe daher den dringenden Verdacht, dass viele der vermeintlich glücklichen Hausfrauen diesen Weg wählen, um aus niedrig qualifizierten, schlecht bezahlten, langweiligen oder nervenden Berufen zu flüchten ins vermutlich geringere Übel des Hausfrauendaseins. Es ist unwahrscheinlich, daß eine wissbegierige, ehrgeizige Frau nach längerer Ausbildung in einem interessanten Beruf diesen einfach und für Jahre bis lebenslang aufgibt. Die niedrige Geburtenrate akademischer Frauen ist Beweis genug, dass sie lieber auf Kinder, als auf den Beruf verzichten.

Deine Wertung, Herakles, Frauen wären ja nur des Geldes wegen berufstätig, sagt viel über DEIN Unglück im Beruf aus.

w 54
 
  • #137
Deine Wertung, Herakles, Frauen wären ja nur des Geldes wegen berufstätig, sagt viel über DEIN Unglück im Beruf aus.w 54
Welch wahre kluge Zeilen. Es ist schon anmassend, als Nicht-Mutter, Mütter abzuwerten, dass die arbeiten gehen, viele müssen arbeiten gehen, weil das Einkommen des Mannes nicht reicht, und viele Frauen mit Kindern, die von H4 leben, sind ehm. verheiratete Mütter, die vom Mann wegen einer Jüngeren verlassen wurde. Ich habe beruflich ansatzweise damit zu tun.

Die besagten AE-Mütter finden aufgrund ihrer langen Hausfrau-Zeit keinen Job mehr und sind oft gezwungen bis zum letzten Tag auf H4-Niveau zu leben, oder finden nur einen Mini-Putz-Job und müssen aufstocken.

w
 
  • #138
FS

Mal meine Post korrekt durchlesen.

Erstens spürt man in den Contrabeiträgen dass es alleine um das Wohlsein der Mutter geht, die sich langweilt zuhause und somit lieber dem steigenden Belastungsstress eines Berufes sich "gerne" und wohl auch "lieber" aussetzt als ihrem Kind die Welt zu erklären, sorry, aber Kindererziehung ist für mich alles andere als langweilig und wenn eine Frau sich zu Hause "langweilt" hat sie wohl kein Haus zu "versorgen" ist ehrenamtlich unterversorgt und hat keinen aktiven Freundeskreis.

Wir hatten ein offenes Haus, es wurde viel von Freunden, Bekannten und Verwandten besucht inkl. deren Kinder, meine Mutter war kirchlich in Ehrenamten unterwegs und alles andere als gelangweilt.

Zurück zu meiner These: Die Mehrzahl der heutigen Mütter geht es nicht um das Wohl des Kindes, denn kein Kind würde sagen, dann geh mal Mami, ich schaff das den halben Tag oder den ganzen auch alleine -lol-.

Hier schreiben Mütter nur über sich, na toll, wer denkt da noch an die Gefühle eines Kindes.

Wie erwähnt, wenn eine Mutter arbeiten "muss" ist das ein himmelweiter Unterschied, als arbeiten zu gehen, weil einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und man nicht immer jeden Tag mit seinem Kind/Kindern verbringen will, sorry, sagt für mich schon alles aus, Kinder sind schön und gut, aber bitte nicht den ganzen Tag lang, ich sage dann...arme Kinder...diese "Mütter" hätten besser keine Kinder, aber dafür Karriere gemacht.

Kinder sind die Leidtragenden bei Müttern, die eigentlich nicht arbeiten gehen müssten, dies aber aus "Langeweile" tun und den Nachwuchs anderweitig mal "wegstecken".

Was bin ich froh, dass ich nicht Kind einer solchen Mutter war.

Moderation: Bitte bei der Ausgangsfrage bleiben. Es geht nicht um die Kinder.
 
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  • #139
Dann bitte ich Dich auch mal meine Posts korrekt zu lesen. Ich verwahre mich gegen die Langeweile-Argumentation. Mir ist schleierhaft, warum sich Frauen zu Hause "langweilen". Es gibt so vieles, was man machen kann (selbst wenn man wenig Geld hat, kann man im Internet lesen, Stadtbücherei kostet praktisch nichts etc). Die freie Zeit dafür zu haben ist luxuriös und beneidenswert. Ich genieße das beispielsweise sehr und langweile mich höchst selten. Und ja, früher war ich richtig radikal, was die Frauenerwerbsarbeit betrifft. Das ist heute nicht mehr so. Deshalb habe ich Dir ja beigepflichtet und gesagt, dass mir Hausfrauenbashing zuwider ist. Mir gefällt nicht, wie sich manche aufschwingen und alle diese Frauen als verblödet darstellen. Eine Hausfrau liest und lernt unter Umständen hundertmal mehr als eine erwerbstätige Frau, deren Leben nur aus Notwendigkeiten besteht. Und seit ich Kleinkinder kenne, tun mir die auch oft leid. Die haben teilweise ein Wahnsinnspensum zu absolvieren.

Nur, was mich von Dir unterscheidet: ich gebe dafür nicht den Frauen die Schuld. Das ist eine wohlfeile, letztlich zutiefst patriarchale Argumentation. Der moderne Kapitalismus wäre eigentlich anzuprangern, aber Du machst Dir einen schmalen Fuß und stellst Mütter an den Pranger.

Das Hausfrauentum ist nun mal ein sehr riskantes Lebensmodell und aus finanziellen Gründen meist gar nicht darstellbar. Insbesondere dann, wenn das Paar nicht zu einer Heirat bereit ist. Dann ist es geradezu fahrlässig für eine Frau die Risiken von Mutterschaft auf sich zu nehmen!

Statt, nicht ganz unproblematischen Lebensmodellen, hinterher zu weinen, wäre es vielleicht sinnvoller Dich politisch zu engagieren: Z.B. fordert die Familienministerin die 30h-Woche für Erwerbstätige mit Kindern (den Ausgleich sollen Arbeitgeber und/ oder Staat begleichen), es gibt Parteien, die umfangreiche Steuerentlastungen für Familien fordern etc...

By the way: Das Hausfrauentum ist nicht verboten. Alle Paare, die es sich leisten können, können es problemlos so leben. Der Gesetzgeber begünstigt sie sogar (=Ehegattensplitting) und teilt die Rentenpunkte im Falle einer Scheidung. Insofern ist auf der legalen Ebene das Hausfrauentum überhaupt nicht gefährdet. Kulturell hingegen ist es erledigt. Da können einem einzelne Betroffene leid tun, da geh ich d'accord mit Dir. Mit Deiner Verherrlichungslitanei allerdings nicht.
 
  • #140
Herakles, keine Mutter erklärt zehn Stunden täglich ihrem Kind die Welt! Es geht mir sagenhaft auf die Nerven, in welcher Art Du Dich als Nichtbetroffene über andere erhebst und ohne Kenntnis der Materie andere auslachst (lol). Scheinbar hast Du eine Menge negative Gefühle und einen unangenehmen Job.
Warum redest Du immer nur von den Müttern und nie von den Vätern? Früher waren die Männer von früh bis spät unterwegs - von ihren Kindern haben sie nichts mitbekommen, kannten nicht deren Sorgen und Nöte und hatten schlicht keinen Anteil am Leben der Kinder, da sie diese quasi nur abends schlafend gesehen haben. Ich betrachte es als wünschenswert und als Fortschritt, daß die heutige Vätergeneration ihren Kindern ein echter Vater ist, welcher greifbar und deutlich stärker präsent ist.
Du als kinderlose Frau kannst es einfach nicht nachvollziehen, wie es sich anfühlt, wenn der Horizont nur noch zwischen Bügeln, Putzen, Waschen und Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielen besteht. Jede Frau braucht auch geistig anregende Gespräche und Herausforderungen. Wenn ich Deine Gedanken zuende denken würde, müsste man sämtliche Studiermöglichkeiten für Frauen verbieten und ihnen stattdessen eine ordentliche Hauswirtschaftsschule anbieten. Dort lernen sie wenigstens Kochen und Stopfen... Alles andere wäre Verschwendung von Volksvermögen... Du bist selbst berufstätig und willst es anderen verbieten? Wie bigott!
Freundeskreis und offenes Haus? Na klar, aber die Freunde sind auch auf Arbeit bis 16.00 Uhr! Deren Kinder besuchen auch die Schule und/oder Kindergarten. Wer soll da kommen? Geh doch bitte mal in die Altenheime und frage die älteren Frauen nach der Höhe ihrer Rentenbezüge! Wäre es für Dich akzeptabel, in Altersarmut auf H4-Basis dahinzuvegetieren und Zeit Deines Lebens von den Geldzuwendungen Deines Mannes abhängig zu sein? Was ist, wenn die Ehe scheitert oder der Mann stirbt?
Komm mal aus Deinem plüschigen Wolkenkuckucksheim raus!
 
  • #141
FS

Was ist daran "blödsinnig" einem Kleinkind seine ganze Zeit als Mutter zu schenken?

Blödsinng finde ich moderne Thesen über berufliche Ambitionen als 2. rangige Teilzeitkraft, die sich abstrampelt für lau und nebenbei ein kleines Kind oder gar zwei vernachlässigt - wohl gemerkt - wenn sie im Grunde nicht arbeiten gehen müsste, sofern ein Verdiener ausreicht.

Kolleginnen sagen es mir selbst, zu Hause werde ich verrückt, mein Mann verdient genug, aber mir ist öde - tchja....wenn öde sein mit Kindererziehung einhergeht, armer Nachwuchs.

Und was Kinderlosigkeit anbelangt, mir war berufliche Selbstverwirklichung wichtiger, ich bin eine entweder oder-Frau und somit fiel die Entscheidung gegen Kinder, ich wollte keine Teilzeitmami sein und abgehetzt zwischen Kundenterminierungen und Kitas hin- und herflitzen.

Und wie erwähnt, wenn eine Hausfrau sich langweilt ist sie selbst Schuld, meine Mutter wäre froh gewesen mal Langeweile zu haben.
Eine ehemalige Kollegin von mir, drei Kinder, blieb zu Hause, er Alleinverdiener, ist ständig auch Achse, sie ist ehrenamtlich in zwei Projekten aktiv, singt in einem Chor, kreiert Silberschmuck für ein Unternehmen und sitzt sicherlich nicht stumpfsinnig am Herd.

Gerade diese Denkweise Hausfrauen langweilgen sich finde ich absolut - von gestern.
 
  • #142
Blödsinng finde ich moderne Thesen über berufliche Ambitionen als 2. rangige Teilzeitkraft, die sich abstrampelt für lau und nebenbei ein kleines Kind oder gar zwei vernachlässigt - wohl gemerkt - wenn sie im Grunde nicht arbeiten gehen müsste, sofern ein Verdiener ausreicht.
Du hättest damit Recht, wenn die beiden Ehepartner zusammenblieben. Dann geht das so gut. Aber darauf kann man sich ja nicht verlassen und sollte es zu einer Scheidung kommen, sehen die Rentenansprüche für diese Frauen doch nicht rosig aus, richtig?

Kinder sind wichtig, denn eine Gesellschaft aus lauter Rentnern ist nicht lebensfähig, ja?

Es ist also wirklich wichtig, Kinder zu bekommen und dem Nachwuchs eine Zukunft zu geben.
Mütter leben ihren Kindern auch ein Vorbild vor. Meine Tochter will studieren, soll ich sagen, nein, lass das, du endest sowieso am Herd?
Tu dir den Stress nicht an?

Ich komme bei dir, Herakles, nicht umhin, dass deine Posts den Sinn haben, dir deinen Lebensplan zu bestätigen. Von daher auch die Abwertung der anderen Lebensmodelle. Du schaffst es nicht, dich in die anderen hineinzuversetzen, ebenso wenig wie ich schaffe mich in manche anderen hineinzuversetzen. Dann frage ich eben nach und höre zu, und urteile nicht über Schicksale, die ich nur vom Hören-Sagen kenne.
 
  • #143
Ein Modell, das überhaupt nicht zukunftsfähig ist, da es die meisten Menschen wegen der großen individuellen Nachteile ablehnen!)
Wa ist das für eine Logik?Sinnvoll wäre demnach nur Rollenmodelle, die die "meisten Menschen" anerkennen ?
Also in diesem Punkt bin ich mir mit Herakles einig:
Eine nicht berufstätige Mutter oder Vater ist Luxus aber auch toll für die Kinder.

Nur können sich die meisten von uns das nicht leisten, ich auch nicht.
 
  • #144
Mir ist nicht ganz klar, warum Du versuchst zu unterstellen, dass ich nur vom Mainstream wohlgelittene Lebensmodelle gut fände? In jedem meiner Beiträge habe ich differenziert argumentiert und mich gegen jedes wohlfeile Hausfrauenbashing verwahrt. Aber man kann es sich eben auch nicht so einfach machen und Rollenbilder, die viele ablehnen, als alleinseligmachend verherrlichen.

Dein Argument lautet also: Es ist schön viel Geld und viel Zeit haben. Ja, da wird Dir niemand widersprechen. Im Schlaraffenland werden alle Menschen satt. Das kann man aber leider nicht per Akklamation installieren. Deshalb wehren sich ja hier so viele gegen Herakles Verklärungen des Hausfrauenmodells! Es ist schlichtweg naiv davon auszugehen, dass alle Ehen lebenslang halten, das die ökonomischen Verhältnisse immer gut und stabil bleiben. Aber: wer sich dafür entscheidet, sollte nicht mit Respektlosigkeit bedacht werden!
Aber vielleicht habe ich Dich auch einfach falsch verstanden und Du magst DEIN Argument (nicht nur eine Kritik an meinem!) herausarbeiten? Wäre spannend!
 
P

Provence

  • #145
Zurück zur Ausgangsfrage:
Heute haben Frauen ein anderes Leben in der Ehe und sie scheitert doch, was läuft da falsch??
Wer sagt denn, dass heute mehr Ehen scheitern, als früher? Früher »scheiterten« viele Ehen ganz im Geheimen, hinter verschlossenen Türen und es wurde nur deshalb weniger GESCHIEDEN, weil viele Ehefrauen und Mütter das Modell von Herakles’ Mutter lebten: sie wären ohne verdienenden Ehemann nicht »überlebensfähig« gewesen.
Zudem mussten sich Ehefrauen, wollten sie arbeiten, die Genehmigung ihres Mannes einholen (das wurde erst 1977 geändert!). Sie waren (bis 1969!) nicht »geschäftsfähig«, durften bspw. ohne Genehmigung des Ehemannes kein eigenes Konto führen. Bis 1958 hatte der Ehemann das alleinige (!) Bestimmungsrecht über Frau und Kinder …. Mit alledem hatten viele Ehemänner ihre Frau »in der Hand«, sie musste sich dem Willen des Mannes fügen. Und der erwartete ein für ihn bequemes Leben, Essen auf dem Tisch, wenn er nach Hause kam, gebügelte Hemden …. und die Kinder brav von Hausfrau-Mama versorgt im Bett.

Natürlich wird Herakles, Anfang der 60iger geboren, diese scheinbar behütete Kindheit in der Verklärung der Vergangenheit heute als »glücklich« bezeichnen. Aber die Welt bleibt nun einmal nicht stehen, glücklicherweise, und wir Frauen haben dafür gekämpft, dass wir selbstbestimmter und damit auch freier (ohne Diktat des Ehemannes) leben können. Dazu gehört auch die Unabhängigkeit durch einen selbstgewählten Beruf und hierdurch wiederum die wirtschaftliche Freiheit. Wir - zumindest viele von uns und das betrifft vor allem die Berufstätigen - können es uns heute leisten, selbst zu bestimmen, ob wir eine Beziehung (oder Ehe) beenden oder nicht. Wir können das auch nach Außen hin zeigen, wir können für uns selbst sorgen - was in unreflektierten Augen einer Herakles so aussehen mag, »als scheiterten die heutigen Ehen häufiger als die früheren«. Trugschluss.

P.S. Mein Sohn war in der Kita (was ihm viel Spaß machte), als Schlüsselkind in der Schule (was ihm ebenfalls viel Spaß machte), ist heute beruflich erfolgreich mit großer sozialer Kompetenz. Und ich war immer eine zufriedene, beruflich gut aufgestellte, ausgeglichene Mutter - lange sogar AE.
 
M

Mooseba

  • #146
Am Haushalt "sparen" finde ich sogar sehr gut ^^. Gibt wesentlich wichtigeres als jeden Tag die Böden zu wischen. An den Kindern natürlich nicht. Und stell dir vor, das geht.
Und was ist, wenn es nicht geht? Was ist dann? Ich brauche nach Stress Rückzug und Alleinsein. Sport ist für mich auch wichtig und mit Kindern haben Tage auch nur 24 Stunden. Bin ich dann der Böse? Ich bin ein Grübler - und zwar nicht von der leichtesten Sorte. Sobald ich Verantwortung habe, war es das weitgehend mit der Entspannung, auch in den Phasen, die für die Entspannung da sein sollten. Ich schalte nicht einfach von Pflicht auf Freuden um, dafür bräuchte ich Stunden oder gar Tage. Das Leben ist keine Spaßveranstaltung, für mich ganz und gar nicht.
Hallo Mooseba, ich bin erschüttert darüber, dass du es als "pubertär" und "unerwachsen" ansiehst, wenn aufgrund von schlechtem oder zu wenig Sex die Kosequenzen gezogen werden! Die Liebe zwischen zwei Erwachsenen muss auf drei Ebenen funktionieren: der partnerschaftlichen, der freundschaftlichen und der physischen.
Wozu soll man überhaupt eine Beziehung eingehen oder gar eine Familiengründung durchziehen, wenn über alles der Imperativ bzw. das Müssen steht? Dann bin ich unfähig dazu, denn ich kann mich nicht ständig damit beschäftigen, dass ich dauerhaft den Ansprüchen meiner Partnerin gerecht werde als Mann, Vater, Haushaltshilfe, Liebhaber, Zuhörer etc. etc. etc., damit sie mich ja nicht verlässt. So ein Leben kann kein Spaß machen, denn das ist ein Leben ohne Verbindlichkeit und ohne Vertrauen, aber voller Leistungsdruck. Nee, danke.....
 
M

Mooseba

  • #147
Das kommt darauf an, welches "Elternbild" vorgelebt wurde, ich glaube ein stabiles und harmonisches Miteinander prägt positiver als ein geschiedenes, zerstrittenes und von wechselnden Partnern geprägtes Kinderbild.
Meine Eltern waren nicht geschieden und auch nicht zerstritten - weil mein Vater das Sagen hatte und meine Mutter sich brav untergeordnet hatte. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass sich Väter in der Erziehung weitgehend zurückhalten sollen. Ich hatte vor meinem Vater Angst in der Kindheit, das hatte auch funktioniert, denn ich war sehr brav, habe kaum etwas gewagt und habe bis heute Probleme, ein echtes Selbstbewusstsein zu entwickeln - Therapeutenhilfe seit Jahren inklusive. Mütter - insofern sie wirklich Selbstbewusstsein haben - sind viel wichtiger in der Erziehung als Väter mit ihrem reaktionären, freiheitsfeindlichen Moralismus, wo nur Pflicht, Disziplin und Fleiß zählen und man selbst in der Pubertät sich nie pubertär verhalten darf. Väter sind lockerer und nachsichtiger als Mütter? Na da kann ich nur lachen. Ich war immer erleichtert, wenn mein Vater außer Haus war, da fühlte ich mich immer besser. Und nochmal: Meine Mutter war fast immer Vollzeit arbeiten und mein Vater war kein Feind von Hausarbeit. Soviel dazu, ihr Träumer. Es kommt zuerst auf die Menschen an als auf die Rollenverteilung.
 
  • #148
@Mooseba,
Das Eltern ihren Kindern eine liebevolle Erziehung und Umgebund zur Entfaltung ermöglichen und nicht jeder das tut oder macht, haben einige Foristen mehrfach geschrieben, wie auch viele andere wertvolle Argumente.
Eine liebevolle, aufmerksame Mutter, welche sich als Hausfrau 7 Tage in der Woche rund um die Uhr ausschließlich um ihre Kinder kümmert und dies als ihren einzigen Lebensinhalt sieht als auchihr Ehemann, welcher nur der Versorger und Beschützers seiner Familie ist. Alles im harmonischen Reigen bis zum Lebensende, ist ein tolles Lebensmodell.
Diese Kindheit hatte die FSin. Herzlichen Glückwunsch! Ist für sie super gelaufen! Ich freue mich für Herakles.
Doch Menschen sind verschieden. Manche liebevolle Mutter, fühlt sich in der Rolle als nur Hausfrau nicht wohl. Sie möchte berufstätig sein. Mancher Vater möchte sich in seine Familie mehr einbringen und übernimmt Hausarbeit und Kindererziehung. Manche Männer ermöglichen ihren Frauen ihren Karrierewunsch, manche Frauen können dem Ehrenamt nichts abgewinnen, manche Frauen möchten ihren Kindern: Berufstätigkeit und Eigenverantwortung in dieser Form vorleben, etc... das Leben ist farbenfroh und ihre Menschen vielfältig. Die alten starren Konventionen, dass alte enge Korsett der Gesellschaft und Kirche, gibt es heute nicht mehr.
Ich kann mich heute frei entscheiden, was, wo und wie ich leben will. Ob mit oder ohne Partner, ob gleich- oder gegengeschlechtlich, ob ich mit Kindern Voll-, Teilzeit oder gar nicht arbeite (wohlgemerkt unter der Prämisse, ich habe einen zuverlässigen Partner und bin finanziell nicht darauf angewiesen).
Die heutige Gesellschaft ist gegen alle Wechselfälle abgesichert. Wir haben vielseitige Angebote zur Kinderbetreuung, Anlauf- und Beratungsstellen bei familiären Problemen, finanzielle Unterstützung von Ämtern, usw.
Ich bin froh in unserer heutigen Zeit zu leben, wo ich entscheiden kann, was meiner Persönlichkeit am Ehesten gerecht wird...ich finde es schön, dass heute alles sein kann, aber nicht muss.
 
  • #149
@Mooseba,

Ich kann mich heute frei entscheiden, was, wo und wie ich leben will. (...) ob ich mit Kindern Voll-, Teilzeit oder gar nicht arbeite (wohlgemerkt unter der Prämisse, ich habe einen zuverlässigen Partner und bin finanziell nicht darauf angewiesen).
Die heutige Gesellschaft ist gegen alle Wechselfälle abgesichert. Wir haben vielseitige Angebote zur Kinderbetreuung, Anlauf- und Beratungsstellen bei familiären Problemen, finanzielle Unterstützung von Ämtern, usw. (...).ich finde es schön, dass heute alles sein kann, aber nicht muss.
Die schreibst dir die Situation von Familien in der heutigen Zeit aber wirklich schön... die Wahlmöglichkeiten sind doch eher theoretischer Natur und viel öfter von Notwendigkeiten geprägt. Die beschriebenen vielseitigen Angebote zur Kinderbetreuung sind an vielen Orten gar nicht so toll - ich habe drei Kinder und weiß wovon ich rede... da geht es schon los, wenn man mehr als ein Kind in der gleichen Einrichtung betreut haben möchte, geschweige denn hat man große Auswahl. Ich habe einen zuverlässigen akademischen Mann, der nicht so schlecht verdient. Trotzdem: um uns und unseren Kindern ein angenehmes Leben (ohne großen Luxus, aber doch sollte mal eine nette Unternehmung für alle oder ein bescheidener Urlaub drin sein), MUSS ich schlicht und ergreifend auch arbeiten gehen. Mecker ich auch nicht drüber, ich wollte drei Kinder und ich möchte einen normalen Lebensstandard, der über das pure "Über-die-Runden-Kommen" hinausgeht - aber wenn ich wirklich frei wählen könnte, dann wäre ich einige Jahre "Nur-Hausfrau" gewesen. Finanzielle Unterstützung von Ämtern sichert i.d.R. ein Überleben, mehr auch nicht. Beratungs- und Unterstützungsangebote sind oft überlaufen oder qualitativ schlecht bzw. es gibt erst gar keine. Als Mutter muss man sich beruflich viel schwerer Erfolg erkämpfen, weil man es von vorneherein schwerer hat (Teilzeit, überhaupt erst eingestellt zu werden, ohne Einbußen Elternzeit nehmen etc.) Familien mit Kindern wird es schwer gemacht, dass weiß ich aus eigener Erfahrung und andere Familien/Frauen machen da ähnliche Erfahrungen - alles andere ist Schönfärberei und unsere Geburtenrate (und vor allem auch die Verteilung der Kinder in den Gesellschaftsschichten) zeichnet ein deutliches Bild. Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen wollten wir eine Familie... das ist aber schon der einzige Punkt, an dem ich wirklich freie Wahl hatte.
 
  • #150
Die schreibst dir die Situation von Familien in der heutigen Zeit aber wirklich schön... die Wahlmöglichkeiten sind doch eher theoretischer Natur und viel öfter von Notwendigkeiten geprägt. Die beschriebenen vielseitigen Angebote zur Kinderbetreuung sind an vielen Orten gar nicht so toll - ich habe drei Kinder und weiß wovon ich rede... da geht es schon los, wenn man mehr als ein Kind in der gleichen Einrichtung betreut haben möchte, geschweige denn hat man große Auswahl. Ich habe einen zuverlässigen akademischen Mann, der nicht so schlecht verdient. Trotzdem: um uns und unseren Kindern ein angenehmes Leben (ohne großen Luxus, aber doch sollte mal eine nette Unternehmung für alle oder ein bescheidener Urlaub drin sein), MUSS ich schlicht und ergreifend auch arbeiten gehen. Mecker ich auch nicht drüber, ich wollte drei Kinder und ich möchte einen normalen Lebensstandard, der über das pure "Über-die-Runden-Kommen" hinausgeht - aber wenn ich wirklich frei wählen könnte, dann wäre ich einige Jahre "Nur-Hausfrau" gewesen. Finanzielle Unterstützung von Ämtern sichert i.d.R. ein Überleben, mehr auch nicht. Beratungs- und Unterstützungsangebote sind oft überlaufen oder qualitativ schlecht bzw. es gibt erst gar keine.
Liebe Tulaya, ich gebe dir uneingeschränkt recht, doch Herakles, der FSin ging es eben darum, was ist, wenn ausreichend Geld da ist, der Vater sich ihn die Versorgerrolle einfügt und die Mutter dafür sich ausschließlich nur um die Kindererziehung und Förderung der Talente und Interessen ihrer Kinder kümmern kann, ob nicht dieses Rollenbild attraktiver ist, als das der berufstätigen Frau. Diesen Luxus in unserer Gesellschaft und hat nicht jede Familie. Das die meisten Frauen durch ihren Beruf zum Haushalt und Lebensstandard beitragen müssen, um über Runden zu kommen, war schon Thema.
Wir drehen uns sonst endloss im Kreis.
Ich denke, es kommt wie Mooseba schrieb, auf die Eltern an, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln und welches liebevolle zu Hause sie ihren Kindern ermöglichen, ob beruftätig oder nicht. Dies war der Knackpunkt und Ausgang der Diskussion.