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Gast

  • #1

Männer 50+ mit sie versorgenden Partnerinnen

Wie sind die Aussichten/ Eure Erfahrungen, dass Männer 50+ noch mal durchstarten und ihr Leben in "geordnete Bahnen" bekommen? Schaffen Sie es nach Scheidung, jahrelangem Hartz4-Bezug, Insolvenz und gesundheitlicher Probleme wieder in ein geregeltes Leben oder lassen sie sich lieber bis zur Rente von ihrer Partnerin aushalten?
Ich bin Mitte 40 und mich würde interessieren wie sich Frauen als Versorger solcher "Pflegefälle" gefühlt haben?
 
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Gast

  • #2
Ich würde niemals einen Mann akzeptieren, der sich nicht selber versorgen kann. Teure Scheidung (mit großen Unterhaltsverpflichtungen), Krankheit, Existenz auf H4-Niveau sind alles Ausschlusskriterien - ohne wenn und aber. Jeder Mann und jede Frau sollte verhindern können, dass man in seine solche Situation gerät. Ich als Frau hätte es als Armutszeugnis empfunden, mich von einem Mann durchfüttern zu lassen. Ein Mann sollte ebenso empfinden.
 
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Gast

  • #3
Das kommt doch auf die Situation an. Wenn der Mann unverschuldet eine Insolvenz hat und nun scharf gucken muss wie er weiterleben kann, ich jedoch ausreichend Geld habe, dann ist es selbstverständlich, dass wir gemeinsam, Liebe vorausgesetzt, das Geld ausgeben was zur Verfügung steht. Ist er zu faul sich weiter zu bemühen, dann hat es wirklich keinen Zweck. Das herauszufinden dürfte nicht schwer sein. Ich habe übrigens noch keinen Mann der gehobenen Gehaltsklasse gesehen, der durch eine Scheidung verarmt wäre....
 
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Gast

  • #4
liebe fs,

die chance geht gegen null. alt, krank, demotiviert, insolvent, harz IV, und eine frau, die sie versorgt.
alles was dir erzählt wird, ist bestenfalls gut gemeint, aber von illusionen überfrachtet. der herr war chef, hat das in den sand gesetzt und scheint nicht zu arbeiten, sonst hätte er kein harz IV. als angestellter mit kleinerem gehalt sieht er sich nicht und als erfolgreicher unternehmer fehlt im die voraussetztung. er hat lauter gründe, warum es nicht geht.

dazu hat er ja dich und so kann das bleiben, auch wenn er etwas anderes textet. wie seine rentenansprüche sind, ist darüber hinaus die frage. meistens ist nicht gut vorgesorgt und die ex bekommt ihren anteil an den ansprüchen, d.h. die versorgung durch dich wird weiter gehen....

du kannst das selbst genau ansehen: wenn er konkrete schritte unternimmt, fleißig ist, keine gelegenzeit auslässt, geld zu verdienen, sich erneut zu qualifizieren, alte beziehungen aktiviert usw. dann könnte es vielleicht klappen. so wie du schreibst, ist davon nichts zu sehen. woher soll der erfolg kommen?? am besten will er sich wieder selbstständig machen und dich als finanzquelle anzapfen. gib ihm keinen einzigen €. wenn sein vorhaben gesund ist, braucht er das nicht, wenn faul, wendet er sich an dich und du bist dein geld los und bereust das später bitter.

Du fühlst dich auf dauer ausgenutzt und mies. Such dir einen mann, mit dem die perspektive stimmt und der jünger ist.

w - einschlägige erfahrung
 
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Gast

  • #5
Interessant formulierte Frage. Das bisher so wenig Antworten kamen, könnte man durchaus als Zeichen sehen, dass es wenig dieser beschriebenen Männer gibt, die in einer Beziehung leben bzw. die Partnerinnen, sofern vorhanden, sich hier nicht outen wollen.

w
 
  • #6
Ich bin Mitte 40 und mich würde interessieren wie sich Frauen als Versorger solcher "Pflegefälle" gefühlt haben?
Ich habe Mitte 40 wieder angefangen zu suchen und hätte (obwohl selbst ein entsetzliches No-go auf zwei Beinen) mir nie, nie, niemals eine solche Beziehung ans Bein gebunden.

Du hätschelst und tätschelst und rennst, im Gegenzug behandelt er Dich mies, weil sein Selbstwertgefühl im Keller ist? Never ever, schau, dass Du weg kommst.
 
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Gast

  • #7
Bei uns ist's umgekehrt, ich will mit 55 (und diesmal ohne Partner, die nur in die eigene Tasche wirtschaften) nochmal richtig auf die Füße kommen, während meine LG mir ständig einzureden versucht, daß sich das nicht mehr lohnt bis zur Rente, ich solle lieber den Tatsachen ins Auge sehen und Hartz IV beantragen.
 
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Gast

  • #8
Ich bin selbst akut in der Situation, d.h. Ich verdiene als Akademikerin relativ viel Geld, er next to nothing. Ich fordere ihn immer wieder auf, Geld zu verdienen. Er macht seine Gründe dafür geltend, es nur dann zu tun, wenn er es für lohnend und die Mühe Wert hält. Ich akzeptiere diese Haltung nicht, sondern schließe aus derartigem freiwilligem Handeln, dass er dann auch für sich akzeptiert, auf dem entsprechenden Niveau zu leben, was er gut kann. Wir leben zusammen und ich trage natürlich mehr zu unserem Lebensunterhalt bei. Ich fühle mich nicht benutz, er übernimmt dafür mehr Haushaltsarbeiten. Allerdings gehe ich nicht so weit, Reisen o.ä. für ihn zu bezahlen. Die mache ich dann allein oder mit Freunden.
Wenn Frau oder Mann mit Anfang 50 eine neue Beziehung sucht und findet, stellt sich das Problem der "verarmten" Männer immer häufiger, aus den unterschiedlichsten Ursachen heraus (Arbeitslosigkeit, Unterhaltszahlungen, Insolvenzen etc.). Ich kann auf die oben beschriebene Weise damit umgehen, weil ich nicht die "Versorgerin" bin. In unserem Alter muss man kreativ daran gehen, Beziehungen zu gestalten. Muster aus jüngeren Jahren helfen da nur begrenzt weiter.
 
  • #9
Ich verdiene als Akademikerin relativ viel Geld, er next to nothing ..... er übernimmt dafür mehr Haushaltsarbeiten. Allerdings gehe ich nicht so weit, Reisen o.ä. für ihn zu bezahlen
Das finde ich erstaunlich! Von Euch beiden! Ich hatte zweimal die Situation, dass Männer den potentiellen Status, an meiner Seite ausgehalten zu werden, von vornherein ablehnten. Schade! Mir wäre es den "Aufpreis" wert gewesen, ich brauche Augenhöhe nur auf intellektueller Basis, gemeinsame Werte und Leidenschaften sind dann noch wichtig, aber nichts Finanzielles. Offensichtlich ist diese Einstellung auf weiblicher Seite aber ebenso selten wie die männliche Haltung, so ein Angebot entspannt und trotzdem eigenverantwortlich anzunehmen.... meiner Meinung nach falsch verstandener Stolz, wenn "sie" darauf gern verzichtete.
 
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  • #10
Hut ab , Michaela, deine Einstellung finde ich gut.
Aber habt ihr euch schon mal überlegt, wie viele Frauen sich von Männern aushalten lassen?
 
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  • #11
Ich sehe es wie Michaela.
Wenn der Mann mich emotional und intellektuell anspricht, interessiert mich seine finanzielle und berufliche Situation weniger. Wichtiger für mich ist, ob er an einer spirituellen Entwicklung interessiert ist und was er dafür tut.
Allerdings sollte man genauer hinschauen, ob der Mann z.B. bei einer psychischen Erkrankung wie Burn-out oder Depression mit den oft dazugehörigen Selbstwertproblemen überhaupt zu einer gesunden Beziehung in der Lage ist. Es könnte auch möglich sein, dass die Partnerin in erster Linie zur Frustentladung dient.
Wenn es solch einem Mann aber trotz seiner misslichen Situation gelungen ist, Frieden mit sich zu schließen und wenn er die glücklichen Momente in seinem Leben intensiv genießen kann, hat man als Frau vielleicht das große Los gezogen. Man hat einen einfühlsamen, aufmerksamen Partner für sich gewonnen.
 
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Gast

  • #12
Ich habe mich mein ganzes Leben lang versorgt, werde das auch weiterhin tun und erwarte Gleiches auch von einem Mann.

w/50