Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #62
Es macht Sinn, ab einem gewissen Punkt klar zu kommunizieren, dass man Exklusivität möchte
Wenn man glaubt, dass man mit Nicht-wissen-wollen glücklicher wird, dann liest man hier besser nicht mit
Man muss sich aber immer bewusst sein, dass sich hier die Problemfälle zeigen und mitnichten repräsentativ.
Wenn man das sich nicht immer bewusst macht, und innerlich auf Distanz geht, kann sich das Menschenbild massiv verändern.
Viele der hier diskutierten Denkweisen und Typen finden sich zum Glück nicht in meinem Umfeld, ich glaube, @Vikky, in Deinem auch nicht.
 
  • #64
Ja!
Mir ging es darum aufzuzeigen, dass nicht Standardarbeitszeiten kein Hinweis auf Seitensprungaktivitäten sind. Einige ForistInnen hier wussten ja gleich, dass mit dem Mann aufgrund seiner Arbeitzeiten etwas nicht stimmen kann.
Natürlich nicht, aber in dieser Geschichte reihen sich allerhand Widersprüche ein, die zusammengenommen eine Frau misstrauisch werden lassen sollten.

Hätte der FS schlussendlich auch diese doofe Erfahrung erspart.
 
  • #65
Dann lies doch selbst im Gesetzbuch nach (§ 263 StGB).

Oh, eine spannende Frage! Ist es ein Fall für die Staatsanwaltschaft, wenn jemand etwas heimlich tut (z.B. fremdgehen, heimlich Süßigkeiten,...), wenn man befürchtet, dass der Gegenüber ansonsten sein Interesse verlieren könnte?

Betrug iSv § 263 StGB erfordert:
* Täuschung
* kausaler Irrtum
* kausale Vermögensverfügung
* kausaler Vermögensschaden
* Vorsatz

a)
Heimliches Tun ist Unterlassen und wohl nur ausreichende Tathandlung, wenn es eine Pflicht zur Offenbarung gibt. Diese Pflicht ließe sich vielleicht aus der besonderen Nähe-/Vertrauensbeziehung /Gefahrengemeinschaft (Krankheiten) herleiten.

Der Typ hat die Frage bejaht, ob er es "ernst" meine, so dass sogar eine aktive Täuschung möglich erscheint, wenn dabei ein Vorsatz bestand, damit einen Irrtum bei der FS zu erzeugen. Das ließe sich wohl bejahen, da Eventualvorsatz reicht und der Täter nur in Betracht gezogen haben müsste, dass er irrige Vorstellungen bei der FS hervorrufen könnte und ihm egal ist.

b)
Fraglich wäre jedoch, ob die Täuschung kausal den Irrtum bei der FS verursachte. Die FS sagt ja, dass sie geglaubt hat, es würden alle eine feste Beziehung suchen. Sie irrte sich also schon vorher. Das Ausnutzen/Aufrechterhalten eines Irrtums kann zwar auch ausreichende Tathandlung sein, erfordert idR aber eine Garantenpflicht (s.o.)

c)+d)
Eine auf diesen Irrtum kausal beruhende Vermögensverfügung+Schaden zu konstruieren, ist schwieriger. Gemeinsame Zeit/das Leisten von Sex ist wohl nur dann eine Vermögensverfügung, wenn man ansonsten Geld dafür verlangt hätte und nur aufgrund des Irrtums darauf verzichtete bzw. nur deswegen unterlassen hat, anderswo Geld zu verdienen.

Den Gedanken, einen Partner als Eigentum+Vermögenswert zu betrachten, so dass es dann ein Vermögensschaden wäre, wenn man es aufgrund des Irrtums unterlässt, sich einen wertvolleren Partner zu suchen, erscheint wohl selbst für Jura-Akrobaten schwer vertretbar.

e)
§ 263 StGB scheitert wohl auch am Vorsatz, denn der Täter müsste davon ausgegangen sein, dass die FS aufgrund des Irrtums kein Geld von ihm verlangte bzw. einen Vermögensnachteil erleidet.

Der BGH (XII ZB 412/11) geht iÜ davon aus, dass selbst Ehebruch nicht dem deliktischen Schutz unterfällt, obwohl die Ehe eher als Vertrauens-/Gefahrgemeinschaft zu betrachten wäre und zu Vermögensverfügungen führt (>Zugewinngemeinschaft). Eine Ausnahme wird hier gemacht, wenn man den Partner absichtlich vorsätzlich sittenwidrig Schäden zufügt (§ 826 BGB), also die Schädigung Ziel das Handelns war, was idR selten nachgewiesen werden kann. Selbst bei Kuckuckskindern brauchen Frauen daher idR keine Strafverfolgung zu befürchten.

Begründen lässt sich ja alles, aber dann wäre vermutlich nahezu jede Beziehung nach Ende ein Fall für die StA.
 
  • #66
Und für die Zukunft lern daraus: im Onlinedating suchen nur 30% der Männer eine Beziehung - die anderen 70% das kleine Sexabenteuer. Für die 30% Beziehungssuchenden ist ein Großteil das auch nur notgedrungen, weil wenig Nachfrage. Das ist nunmal die Realität.
Und nun kannst Du Dir ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Du einen davon triffst der Dir gefällt und dass alle Dir ehrlich sagen, was ihre wahren Motive sind. Lern damit für Dich gut umzugehen.

Immer wenn ich so etwas lese finde ich es jammerschade dass ich verpartnert bin, ich würde diese ganzen Männer so gerne alle mal Daten und dann würden die sich so richtig ins Zeug legen und mich bemühen um mich ins Bett zu bekommen das wäre schon ein netter Zeitvertreib für einige Wochen. Ich bin leider erst 2,3 Mal in meinem Leben dazugekommen das zu machen und es war immer nett
Im Übrigen, was ist das bitte für eine Denkweise: "Ich gebe dir Sex gegen dein Versprechen, mit mir eine Beziehung zu führen."
Nein, wie ich es oben beschrieben habe, der Mann erzeugt mit der Frau eine Stimmung als hätten sich gerade eine ganz einzigartige Begegnung ereignet, 2 Menschen die sich gefunden haben . Nun wo man sich endlich gefunden hat ist man darüber glücklich und der Sex in dieser Stimmung der beginnenden romatischen Beziehung ist etwas ganz besonderes und die frauen verlieben sich dabei noch mehr.
Abgesehen davon macht ja die Fragestellerin deutlich, dass SIE eine Beziehung ERWARTETE, aber er ihr nirgends eine VERSPRACH – aber selbst wenn!
Diese Männer vermeiden es extra das Gespräch auch nur irgendwie in die nähe von solchen Themen zu lenken, damit die Illusion nicht zerstört wird dass da etwas besonderes passiert, weil sie sonst nicht diese aufgeregte Stimmung der Frau die glaubt dass da mehr ist, mitkonsumieren könnten.
Ich kann es nur wiederholen: Frauen, die ihre Zustimmung zum Sex nicht aus persönlicher Leidenschaft geben, sondern daraus eine Art Tauschgeschäft ableiten, bei dem der Partner ihnen ein Honorar schuldig ist (in diesem Fall: eine feste Beziehung) sollten sich doch mal fragen, ob sie nicht ein völlig schräges, der Prostituion verwandtes Selbstbild haben.
Es ist kein Tauschgeschäft. Sex mit einem Mann der sein zukünftiges Leben mit mir teilen wird (noch dazu ein ganz toller Mann) ist einfach etwas völlig anderes als Sex mit einem Mann für den ich nur eine von vielen bin.
 
  • #67
Begründen lässt sich ja alles, aber dann wäre vermutlich nahezu jede Beziehung nach Ende ein Fall für die StA.
Danke dafür. Sehr interressant
Ich denke, die Fragestellerin hat jetzt mal ein paar Ansatzpunkte bekommen, die ihr die Relation ihrer Gefühle im Kontext zu gesellsachaftlichen akzeptierten festen Regeln aufzeigen.

Ich denke, @Vikky hat letztlich recht.
Die FS hat es unterlassen, mal richtig nachzufragen und wahrscheinlich gab es dafür auch den beschriebenen Grund.
Sie wollte halt eben auch ,dass es so sei, wie er glauben machte.


2 Menschen die sich gefunden haben . Nun wo man sich endlich gefunden hat ist man darüber glücklich und der Sex in dieser Stimmung der beginnenden romatischen Beziehung ist etwas ganz besonderes und die frauen verlieben sich dabei noch mehr.
Ja alles richtig, aber die entscheidende Fehlkalkulation kommt ja erst hiernach.
Sie unterstellt, dass in diesem Falle man ja auch eine Beziehung beginnen müsse und wolle.
DAS ist doch der Fehler.


Sex mit einem Mann der sein zukünftiges Leben mit mir teilen wird (noch dazu ein ganz toller Mann) ist einfach etwas völlig anderes
Ja, aber der Unterschied wird einfach hinterher gemacht, wenn der Sex schon vorbei ist.
Das mag gefühlsmäßig vielleicht eine Problem sein, aber eigentlich ist es ja falsch. Für die FS war der Sex gut genug für eine beginnende Partnerschaft. Als das Motiv wegfiel, was der Sex plötzlich falsch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #68
Wo sind den all die Männer, die sich Sex erschleichen, indem sie mehr oder minder direkt mit einer Beziehung winken?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einen Haufen Frauen gibt, die gar keine Beziehung (mit mir) wollen, aber gerne mit mir ins Bett hüpfen. Ich habe es gar nicht nötig eine klassische Beziehung zu versprechen oder die Illusion einer klassischen Beziehung zu erzeugen.
Ich lerne eine Frau kennen (bei mir nur real-live), wir kommen uns näher und es ist von vorne herein klar, dass es um Sex, bzw. schöne Stunden geht.
Das kann recht romantisch sein / werden.
 
  • #69
Danke dafür.


Ja, aber der Unterschied wird einfach hinterher gemacht, wenn der Sex schon vorbei ist.
Das mag gefühlsmäßig vielleicht eine Problem sein, aber eigentlich ist es ja falsch. Für die FS war der Sex gut genug für eine beginnende Partnerschaft. Als das Motiv wegfiel, was der Sex plötzlich falsch.

Nein, ganz falsch. Wenn ich weiß dass ich für diesen Mann etwas genau so außerdordentlich besonderes bin wie er für mich, der einzig dermaßen tolle attraktive Mann seit 20 jahren und er mich genauso genauso als die einzig dermaßen besondere Frau seit Jahren wahrnimmt, dann fühle ich mich sehr stark gesehen, wertgeschätzt und geliebt.

Mein wahrer innerer Wert wird sozusagen in der liebevollen Verschmelzung bestätigt und das ist erhebend.

Dieses erhebende Gefühl kollabiert aber ins Gegenteil, in dem Moment wo ich feststelle dass dieser tolle Mann mich nicht als einzigartiger (achtung Falle) sieht, als 10 andere Frauen die er auch im selben Jahr auf der Partnerbörse gefunden hat.

Es geht nicht um die körperliche Reibung und Erregung, sondern um das Gefühl wichtig zu sein. Das Ausmaß wie man den Mann toll findet wird umgehrt so projeziert also im selben Maß wie dieser Mann für mich gerade der Fang des Jahrzehnts ist, bin ich es auch für ihn ! Er hat gerade die Frau seines Lebens getroffen und die will er natürlich behalten. Dermaßen bestätigt lassen Frauen dann mehr sexuelles sich fallen lassen zu usw usw.

Das natürlich ist für Männer ein Bonus im Vergleich zu normalem körperlichen Sex unter abgestumpften. Mehr Hormone in der Luft.
 
  • #70
Oh, eine spannende Frage! Ist es ein Fall für die Staatsanwaltschaft, wenn jemand etwas heimlich tut (z.B. fremdgehen, heimlich Süßigkeiten,...), wenn man befürchtet, dass der Gegenüber ansonsten sein Interesse verlieren könnte?

Betrug iSv § 263 StGB erfordert:
* Täuschung
* kausaler Irrtum
* kausale Vermögensverfügung
* kausaler Vermögensschaden
* Vorsatz

a)
Heimliches Tun ist Unterlassen und wohl nur ausreichende Tathandlung, wenn es eine Pflicht zur Offenbarung gibt. Diese Pflicht ließe sich vielleicht aus der besonderen Nähe-/Vertrauensbeziehung /Gefahrengemeinschaft (Krankheiten) herleiten.

Der Typ hat die Frage bejaht, ob er es "ernst" meine, so dass sogar eine aktive Täuschung möglich erscheint, wenn dabei ein Vorsatz bestand, damit einen Irrtum bei der FS zu erzeugen. Das ließe sich wohl bejahen, da Eventualvorsatz reicht und der Täter nur in Betracht gezogen haben müsste, dass er irrige Vorstellungen bei der FS hervorrufen könnte und ihm egal ist.

b)
Fraglich wäre jedoch, ob die Täuschung kausal den Irrtum bei der FS verursachte. Die FS sagt ja, dass sie geglaubt hat, es würden alle eine feste Beziehung suchen. Sie irrte sich also schon vorher. Das Ausnutzen/Aufrechterhalten eines Irrtums kann zwar auch ausreichende Tathandlung sein, erfordert idR aber eine Garantenpflicht (s.o.)

c)+d)
Eine auf diesen Irrtum kausal beruhende Vermögensverfügung+Schaden zu konstruieren, ist schwieriger. Gemeinsame Zeit/das Leisten von Sex ist wohl nur dann eine Vermögensverfügung, wenn man ansonsten Geld dafür verlangt hätte und nur aufgrund des Irrtums darauf verzichtete bzw. nur deswegen unterlassen hat, anderswo Geld zu verdienen.

Den Gedanken, einen Partner als Eigentum+Vermögenswert zu betrachten, so dass es dann ein Vermögensschaden wäre, wenn man es aufgrund des Irrtums unterlässt, sich einen wertvolleren Partner zu suchen, erscheint wohl selbst für Jura-Akrobaten schwer vertretbar.

e)
§ 263 StGB scheitert wohl auch am Vorsatz, denn der Täter müsste davon ausgegangen sein, dass die FS aufgrund des Irrtums kein Geld von ihm verlangte bzw. einen Vermögensnachteil erleidet.
Sehr gut! Du schilderst allerdings nur die objektiven und subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen des Betruges.
Wenn wir schon dabei sind: weitere Tatbestandsvoraussetzung im dreistufigen Deliktsaufbau wäre die Rechtswidrigkeit. Diese entfällt, wenn ein Rechtfertigungsgrund vorliegt. U.a. die Einwilligung stellt einen Rechtfertigungsgrund dar. Davon, dass die FS den Sex nicht einvernehmlich mit besagtem Mann hatte, war nichts zu lesen.
 

Laleila

Cilia
  • #71
Oh, eine spannende Frage! Ist es ein Fall für die Staatsanwaltschaft, wenn jemand etwas heimlich tut (z.B. fremdgehen, heimlich Süßigkeiten,...), wenn man befürchtet, dass der Gegenüber ansonsten sein Interesse verlieren könnte?
Naja, dass solch ein Fall für das aktuelle deutsche Strafrecht nicht von Belang ist, ist ja klar.
Interessant wird soetwas, wenn man sich die Rechtssprechung anderer Länder anschaut.
Wo bereits die Vortäuschung von Absichten welche nicht bestehen oder das Lügen über die eigene Person, wie Personenstand, Beruf usw. reicht um vom Straftatbestand der Vergewaltigung auszugehen, sollte der Sexpartner/die Sexpartnerin so in der Person des Initiators getäuscht wurde, dass sie, in Kennung der tatsächlichen Sachverhalte, den Sex nicht zugestimmt hätte.

Für mich ein sehr interessanter Aspekt und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Fälle künftig auch im deutsche Strafrecht mehr Beachtung finden werden.
 
  • #72
Ich weiß, was du meinst. Ich bin seit einigen Tagen auch wieder am überlegen.
Allein, bei diesem Satz, denke ich, wir meinen das Gleiche. :) Es sind nicht nur die kruden Geschichten... ,(Ist ja ein bisschen wie durchs Schlüsselloch gucken.)..:D., aber hier gibt es natürlich die Problemfälle, die Unglücklichen, und diese zeigen uns, dass "der Mensch aus krummem Holz" (Kant) gemacht ist.
Liest man hier also SEHR viel und ständig, "könnte" es sein, dass sich das eigene Weltbild eher der negativen Seite "annähert". Selbst, wenn man ein gutes entwickeltes, fröhliches Selbst hat, "könnte" es sein, dass es über die Dauer der Jahre vielleicht doch abfärbt, man im Kontakt mit den Fragenden hier, als Antwortender harscher, härter im Umgang wird.
Und das „könnte“ vielleicht auch ins reale Leben rüber schwappen.

Vielleicht. Vielleicht auch auf die Sicht, wie man kommende oder aktuelle Partner sieht. Ich denke, das sollte man sich bewusst machen und aktiv immer mal wieder den eigenen Kurs, die eigene Art mit anderen umzugehen, überprüfen. Ohne dabei zu sanft zu werden.

Hm. Darauf bezog sich mein "Fluchtinstinkt". Und ich vermute, so ähnlich hast Du es auch gemeint. Dass es auf Dauer vielleicht etwas mit uns macht. Und wir gegensteuern müssen /sollten...

Online Dating finde ich als Prinzip schon gut, man kann einige Ansichten vorher schon abgleichen. Andererseits sind heute bestimmt auch mehr "Gurken", die NUR Sex abgreifen wollen, unterwegs, (Die waren schon immer da, haben sich nur weniger raus getraut.)

Um mein Vermögen, die „Schlümpfe“ raus zu filtern, mache ich mir da eher weniger Sorgen.:D "Sollte" ich mal daten.

(Momentan hab ich allerdings noch einiges an rosaroten Wattewölckchen im Kopf, falls Du weißt, was ich meine.... ;)..., aber nutzt ja nix. Ich bin definitiv nicht frei...(in der Zeit, dem Kopf usw.)

Liebe Basilika,
„Gelegenheit schafft Liebe". Kann also gut ausgehen.
Und Gelegenheit schafft Diebe.“

Ich denke, heute „muss“ Frau noch viel besser ihre Antennen ausfahren… Es sind sicherlich mehr Geisterfahrer unterwegs. Einfach, weil es heute viel mehr Dating-Autobahnen gibt…

Danke Dir, liebe @Wolkenlos_CGN ,für Deinen lieben Bericht, dass Du doch so viele gute „Kerls“ getroffen hast. Ich hoffe, dieser macht auch der FS Mut.

Du hast übrigens richtig was angestoßen bei mir…. ich stöbere ständig in meinen alten CD´s, leider hab ich da wenig Zeit, aber heute gab es Soundgarden „Black hole Sun“… Man hab ich dazu abgetanzt! Damals! Ach, war das schön!
(so...jetzt lass ich das mal mit der Musik, aber ich denke, Du hast da auch hoffentlich Spaß dran gehabt....sind also schon zwei Mädels wieder ein bisschen glücklich...:), ich hab so einiges weggetanzt die letzen Tage....

Was das Daten mit schrägen Leuten angeht…
Ich möchte nicht wissen, was auf Tinder los ist…. 😃
(Obwohl sich da auch Paare für länger finden...,habe ich gehört....)
W48
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #73
Du brauchst keinen Fluchtinstinkt zu bekommen!
Es reicht völlig aus, wenn du realistisch bleibst.
Danke Dir! Das Gefühl bezog sich eher auf das Lesen hier...., Das muss man wirklich gut dosieren, denke ich....
In Online-Partnerbörsen an Abenteuerer zu geraten ist nun mal sehr wahrscheinlicher als jeden Sonntag im Gottesdienst!
Das denke ich auch! Da muss Frau sich wohl extra eine "Fliegenklatsche" für den Bedarfsfall einpacken... :D und vorher versuchen, sehr gut vorzufühlen.... Der Rest ist Lebensrisiko...., oder Lebensglück, wie alles....
 
  • #74
Liest man hier also SEHR viel und ständig, "könnte" es sein, dass sich das eigene Weltbild eher der negativen Seite "annähert". Selbst, wenn man ein gutes entwickeltes, fröhliches Selbst hat, "könnte" es sein, dass es über die Dauer der Jahre vielleicht doch abfärbt, man im Kontakt mit den Fragenden hier, als Antwortender harscher, härter im Umgang wird.
Und das „könnte“ vielleicht auch ins reale Leben rüber schwappen.

Dieses Forum mit seinen Teilnehmern ist ein gutes Lehrstück im Umgang mit Dir und Deiner Hood.

Du kannst den Schreibenden nicht davonlaufen. Es sei Du machst die Kiste aus. Aber die Fragen bleiben offen.
 
  • #75
Wo sind den all die Männer, die sich Sex erschleichen, indem sie mehr oder minder direkt mit einer Beziehung winken?
Tun die meisten Männer in den hier geschilderten Geschichten auch nicht. Oftmals ist der Wunsch Vater des Gedanken bei den Damen.


Ich lerne eine Frau kennen (bei mir nur real-live), wir kommen uns näher und es ist von vorne herein klar, dass es um Sex, bzw. schöne Stunden geht.
Wieso ist das von vornherein klar?
 
  • #76
Schon tausendmal gehört und selbst erlebt: Bei solchen Typen hilft nur Kontaktabbruch und überall blockieren, die bringen nur Ärger. LG w33
 
  • #77
s geht nicht um die körperliche Reibung und Erregung, sondern um das Gefühl wichtig zu sein. Das Ausmaß wie man den Mann toll findet wird umgehrt so projeziert also im selben Maß wie dieser Mann für mich gerade der Fang des Jahrzehnts ist, bin ich es auch für ihn ! Er hat gerade die Frau seines Lebens getroffen und die will er natürlich behalten. Dermaßen bestätigt lassen Frauen dann mehr sexuelles sich fallen lassen zu usw usw.
Nun die Fragstellerin schrieb nicht, das der Sex schlecht war oder sonst irgendwie verbesserungswürdig.

Sie hängt sich an dem Gefühl auf, betrogen worden zu sein.
Allerdings haben wir im Laufe dieses Threads herausgerabeitet, dass sie das selbst auch eine nicht ganz kleinen Anteil mitträgt.

Vielleicht auch auf die Sicht, wie man kommende oder aktuelle Partner sieht. Ich denke, das sollte man sich bewusst machen und aktiv immer mal wieder den eigenen Kurs, die eigene Art mit anderen umzugehen, überprüfen. Ohne dabei zu sanft zu werden.

Hm. Darauf bezog sich mein "Fluchtinstinkt". Und ich vermute, so ähnlich hast Du es auch gemeint. Dass es auf Dauer vielleicht etwas mit uns macht. Und wir gegensteuern müssen /sollten...

Tja, ich finde, es ist letztlich auch nicht so schlecht, eine bisschen auch mal den gesamten Umfang der menschlichen Umganges gezeigt zu bekommen.

Du darfst deswegen trotzdem sanftmütig bleiben.
Ich finde, Naivität ist kein Privileg, sondern hat eben eine dumme , uninfomierte Komponente.

Wohl dem, der verbindlich, zuversichtlich und zugewandt ist, auch wenn er weiß, dass sein Gegenüber das nicht immer sein muss und auch nicht sein will.
 
  • #79
Tja, ich finde, es ist letztlich auch nicht so schlecht, eine bisschen auch mal den gesamten Umfang der menschlichen Umganges gezeigt zu bekommen.
Das stimmt. Besonders so schwarz auf weiß.
Du darfst deswegen trotzdem sanftmütig bleiben.
Werde ich auch. Bleib ich auch. OK, manchmal auch nicht. Piek mich und ich wehre mich! Dann kommt auch mal:
Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

Aber nicht immer. Wer mich einfach aus Arroganz ärgern will, der kann mich mal! Man muss nicht jede Konfrontation austragen und sollte lernen, die nötige von der unnötigen zu unterscheiden.
Ansonsten möchte ich einfach in der Balance bleiben. ⚖️
Wir sind ja alle nie nur per se nur das Eine.
Ein sanfter und auch ein abwehrender Teil ist ja in jedem gesunden Menschen.
Wohl dem, der verbindlich, zuversichtlich und zugewandt ist, auch wenn er weiß, dass sein Gegenüber das nicht immer sein muss und auch nicht sein will.
DAS hast Du aber mal richtig gut getroffen!
 
  • #80
Interessant wird soetwas, wenn man sich die Rechtssprechung anderer Länder anschaut.
Wo bereits die Vortäuschung von Absichten welche nicht bestehen oder das Lügen über die eigene Person, wie Personenstand, Beruf usw. reicht um vom Straftatbestand der Vergewaltigung auszugehen, sollte der Sexpartner/die Sexpartnerin so in der Person des Initiators getäuscht wurde, dass sie, in Kennung der tatsächlichen Sachverhalte, den Sex nicht zugestimmt hätte.

Das würde dann juristisch wirklich interessant werden, weil dann fehlerhafte Angaben zu Gewicht, Alter, gefärbte Haare, Push-Up-BHs, vergrößerte Brüste, falsche Angaben über die Anzahl seiner bisherigen Sexpartner, ... möglicherweise dann konsequenterweise auch schon als Tatbeginn den Tatbestand der versuchten Vergewaltigung erfüllen könnte.

Wie schon gesagt, es könnte dann praktisch auch jede Beziehungstrennung zum Fall für die Staatsanwaltschaft werden, weil Trennungen ja nicht selten auch deswegen erfolgen, weil man sich zum Schluss belogen und hintergangen fühlt. Wenn also z.B. ein Partner herausfindet, dass der andere Partner seit einiger Zeit heimlich in seinem Handy herumgeschnüffelt hat, könnte er ja ebenfalls erklären, dass der Sex in Unkenntnis des heimlichen Schnüffelns dann eine Vergewaltigung darstellte.

Es könnten dann vermutlich auch nur noch die allerschlimmsten Jura-Akrobaten sich weiter herausreden, warum das Unterjubeln von Kuckuckskindern keine schwere Straftat darstellt. Denn, dass die Beziehung im Falle der Offenlegung der Tatsachen (Fremdgehen und Unterhaltserschleichung für fremdes Kind) beendet wäre, drängt sich geradezu auf und ist ja auch der Grund, warum der Sachverhalt verschwiegen wird. Die Männer könnten dann auch vortragen, dass sämtlicher weiterer Sex in Unkenntnis, dass die Frau fremdgegangen und von einem anderen Mann schwanger geworden ist, eine Vergewaltigung duch die Frau darstellt.

Für mich ein sehr interessanter Aspekt und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Fälle künftig auch im deutsche Strafrecht mehr Beachtung finden werden.
Ja, wirklich ein sehr interessanter Aspekt.

Richtig interessant würde es zudem sein, wenn - wie es vermutlich insbesondere bei kriselnden Beziehungen sehr oft auch der Fall sein wird - beide Partner so ihre kleinen Geheimnisse haben und dann quasi beide sich gegenseitig eine Vergewaltigung vorwerfen können. Beide sind dann quasi bei einem Sexakt zeitgleich sowohl Täter als auch Opfer einer Vergewaltigung.
 

Laleila

Cilia
  • #81
Das würde dann juristisch wirklich interessant werden, weil dann fehlerhafte Angaben zu Gewicht, Alter, gefärbte Haare, Push-Up-BHs, vergrößerte Brüste, falsche Angaben über die Anzahl seiner bisherigen Sexpartner, ... möglicherweise dann konsequenterweise auch schon als Tatbeginn den Tatbestand der versuchten Vergewaltigung erfüllen könnte.
Ich hatte es extra geschlechtsneutral formuliert, obwohl, so mir bekannt, diese Gesetzeslage bislang nur durch Frauen genutzt wurde.

Klar könnte dies zu seltsamen Stilblüten führen. Allerdings gibt es bekanntermaßen unterschiedliche Wahrnehmungen zum Vorgang des "Eindringends" der die Vergewaltigung definiert.
Es ist passiv, in die Person dringt jemand ein, in den Körper, in die Schutzzone, wird gewaltsam eingedrungen und zwar im tatsächlichen Wortsinn.
Dieser Gewaltakt des aktiven Eindringends ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil der Vergewaltigung einer Person.
Das ist bei Männern nur beim passiven Analverkehr gegeben.

Deine Beispiele träfen den Sachverhalt also nicht. Sowas müsste dann im Rahmen des sexuellen Missbrauchs geregelt werden, hier ist wird der Sachverhalt wohl weniger scharf umrissen.
Früher gab es ja das Kranzgeld, was von der Frau eingeklagt werden konnte, wenn durch ein Heiratsversprechen die sexuelle Bereitschaft etschlichen wurde.

Auf jeden Fall werden diesbezüglich noch interessante Änderungen auf uns zukommen. Nur ein "Ja" ist ein "Ja" ist ein Anfang. Und auch wenn viele im Vorfeld apokalyptische Szenarien prophezeite, sieht man nun, dass es in der Realität nicht zu mehr und zweifelhaften Anzeigen kommt.

Und ja, tatsächlich sind eine Menge Männer unterwegs, die nur auf den schnellen Sex aus sind, häufig nicht mal Single sind, dies aber, plus Beziehungsabsicht, vorgeben.
Alles andere als fair, aber wirklich schützen kann Frau sich davor wohl nur, durch eine längere, umfassendere Kennenlernphase, vor dem ersten Sex.
Und etwas Menschenkenntnis, mit der die rosarote Brille immer mal entstaubt wird.
 
  • #82
Dieser Gewaltakt des aktiven Eindringends ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil der Vergewaltigung einer Person.

Das Problem gab es mal, inzwischen hat der Gesetzgeber den Tatbestand aber weniger geschlechterdiskriminierend formuliert und es reicht für eine Vergewaltigung schon aus, dass der "Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder vollziehen lässt". (vgl. § 177 Abs. 6 StGB). Ein "Eindringen" wird dann nur noch als ein Beispiel genannt, wann die Tat "insbesondere" erfüllt ist, aber das Gesetz stellt eben klar, dass ein Eindringen in das Opfer nicht mehr notwendig ist.

Dass insbesondere Feminististen versuchen, dieselbe Tat (Sex nach Täuschungen) diamentral unterschiedlich bewerten zu wollen, nämlich bei Frauen straffrei und bei Männern mit zwingender Gefängnisstrafe, überzeugt nur noch Sexisten.

Deine Beispiele träfen den Sachverhalt also nicht.

Wie gesagt, schaue Dir das Gesetz mal an. Wenn fehlerhafte Angaben zu der eigenen Person/Absichten wirklich eine Vergewaltigung darstellen können sollen, was ein Mindeststafrahmen von 2 Jahren (und somit ohne Möglichkeit von Bewährung) hat, dann gilt das für alle Geschlechter. Wenn daher Partner im Rahmen einer kriselnden Beziehung beide Geheimnisse haben und in Rahmen von Beziehungsrettungsversuchen noch Sex haben, dann würden beide zeitgleich eine Vergewaltigung am jeweils anderen begehen (weil beide "den Beischlaf vollziehen"), so dass beide für min. 2 Jahre hinter Gitter müssten.

Das wäre eben die Konsequenz, wenn man die Vergewaltigung zu einem inflationären Alltagsdelikt ausgestalten möchte, weil nahezu keiner alles offenlegt (z.B. weil man am Strand dem tollen Sixpack anderer hinterhergeschaut hat, was der Partner nicht akzeptieren würde). Wer Tagebuch führt, steht dann quasi schon mit einem Bein im Gefängnis.

..dass es in der Realität nicht zu mehr und zweifelhaften Anzeigen kommt.

Das ist nicht das Problem. Problem ist eher, dass bei inflationären Straftatbeständen (zB Beleidigung) es nur noch von Zufall, Pech und Willkür abhängt, ob eine Tat verfolgt wird. Natürlich werden sich die allermeisten Menschen wegen Bagatellen nicht anzeigen, weil auch die meisten keine rachsüchtig heulenden Schneeflöckchen sind, aber sie könnten es jederzeit, weil es nahezu keinen Menschen gibt, der noch nie jemand beleidigt hat oder seinem Sexpartner alles offengelegt hat, was der Gegenüber abturnend finden könnte. Strafrecht dient dann nicht mehr der Schaffung von Rechtsfrieden, sondern erzeugt selber Unfrieden, weil jeder dann gut beraten ist, in den Tagebüchern und Handys anderer zu schnüffeln und alles beweisfest zu dokumentieren, um im Falle einer Anzeige eine Gegenanzeige stellen zu können.
 
  • #83
Das würde dann juristisch wirklich interessant werden, weil dann fehlerhafte Angaben zu Gewicht, Alter, gefärbte Haare, Push-Up-BHs, vergrößerte Brüste, falsche Angaben über die Anzahl seiner bisherigen Sexpartner, ... möglicherweise dann konsequenterweise auch schon als Tatbeginn den Tatbestand der versuchten Vergewaltigung erfüllen könnte.
Wem willst du es hier eigentlich mal wieder so richtig zeigen?

Ziemlich schräg, den wirklich menschenverachtenden Tatbestand der Vergewaltigung dermaßen ins Lächerliche zu ziehen.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top