• #121
Ich fühle mich als "normal", auch im Sinne von Durchschnitt, bin bei weitem nicht wahllos, eher realistisch, und mit Frauen, die ich mir oder die mich ausgeguckt habe(n), hatte ich neben und in einer Beziehung immer ausreichenden und zufriedenstellenden Sex.
Volle Zustimmung. Es hat keinerlei pauschalen "Wert", in Zeiten ohne Beziehung "sexlos" zu sein. Jeder vernünftige, erwachsene Mann handhabt das so, wie er das für richtig hält. Auch, wenn ein paar Moralistinnen hier das gerne anders hätten. Auch Frauen entscheiden ja selbst, wann und mit wem sie ihre Sexualität teilen. Und beiderseits ist das völlig in Ordnung, andere Menschen geht das nichts an.

Von daher ist schon die Diskussion darüber völlig überflüssig. Selbstverständlich gibt es Männer und Frauen, die Sex nur in einer Beziehung haben möchten. Genauso gibt es welche, die Sex ständig mit jedem haben möchten, mit wem sie Lust darauf haben. Solange die Beteiligten nicht hintergangen werden und einverstanden sind, ist alles in Ordnung.
 
  • #122
Ich kenne 2 Männer +/- 30, die ungewollt wenig bzw. keinen Sex hatten. Die Beiden waren keineswegs unattraktiv.

Das 'Problem' des Einen lag darin, dass er Signale von Frauen nicht zu deuten wusste, in Folge nicht entsprechend reagierte. Er selbst sandte - wenn überhaupt - widersprüchliche Signale aus. Mit zunehmendem Alter wurde es schwieriger, denn die meisten Frauen dürften angenommen haben er wäre - Ende 20 - vergeben. Dem war aber nicht so, im Gegenteil, er hatte noch keinerlei Erfahrung mit Frauen.

Der Andere hatte mit 30 (wenig) sexuelle Erfahrung aber ebenfalls noch keine Beziehung, obwohl er sich diese incl. Kinder sehr wünschte.

Ein Bekannter erklärte mir seinen 'Erfolg' bei Frauen wie folgt: Er wäre zwar nicht sonderlich attraktiv, dafür könne er aber gut reden.
Scheint was dran zu sein. Er hatte auch schon kurzzeit Beziehungen mit attraktiven Frauen, die gut 15 Jahre jünger waren als er.
 
  • #123
Er wäre zwar nicht sonderlich attraktiv, dafür könne er aber gut reden.
Das ist alles eine Sache der Interpretation.
Mir ging es vor ca. 25 Jahren auch so, dass viele Frauen meinten, dass ich einmal ein guter Vater wäre.
Ich könnte gut reden und wäre auch sehr geduldig. Ich habe damals immer nur gelacht und konnte mir die Vaterrolle nie richtig vorstellen. Ich sehe dies bei meiner 12-jährigen Nichte. Erst seit sie ca. 10 Jahre ist, dann ich mit ihr gut kommunizieren. Ich hätte halt eine Frau gebraucht, die mir das Produkt schon gleich mit 10 liefert und nicht die Baby- und Kleinkinderjahre.:)

So viel zu den ganzen Interpretationen mancher Damen.

Jetzt bin ich mit 52 immer noch kinderlos und werde dies auch bleiben. Ob ich was verpasst habe, weiß ich natürlich nicht. Was man nicht kennt, kann man nicht nachtrauern und dank der Vasektomie meinerseits ist es sowieso zu spät, um etwas zu bedauern.
 
  • #124
Moin,
Die letzten Beiträge lesen sich so, als ob eine Sexpartnerin zu finden, für viele Männer so selbstverständlich sei, wie ein Glas Bier zu trinken. ...Habe ich das richtig verstanden?
Nein, so ist das sicher nicht, das sind Phantasien... und "selbstverständlich" sollte das ja vielleicht gar nicht sein. Aber sehr viele Männer haben wohl keine größeren Schwierigkeiten damit, in relativ überschaubarer Zeit wieder eine Partnerin zu finden, da würde ich mich auch dazu rechnen.
Dennoch ist damit ein größerer Aufwand, eine Umstellung der Singlegewohnheiten verbunden. Nicht jeder will das jederzeit tun, gerade im gesetzteren Alter, "nur" um wieder in einer auch sexuell befriedigenden Beziehung zu sein... und voilà - "freiwillig" sexfreie Zeiten.
Leben wir in einer Sexuellen Zweiklassengesellschaft?
Ich denke, dass es durchaus eine Gruppe von Menschen gibt, denen es aufgrund ihres Äußeren oder aufgrund psychischer Probleme extrem schwer fällt oder sogar faktisch unmöglich ist, einen Partner (sexuell oder weitergehend) zu finden. Das braucht man nicht wegzuargumentieren, auch wenn es politisch korrekt wäre. Aber diese Menschen stellen dann doch eher eine Minderheit dar.

manchmal
 
  • #125
Aber diese Menschen stellen dann doch eher eine Minderheit dar.
Nein, denn genau das glaube ich nicht. Vielmehr wird es von dieser Gesellschaft ignoriert bzw. verdrängt. Belege dafür gibt es zur Genüge.

Und das mit Äußerlichkeiten und "psychischen Probleme" wäre als Erklärung viel zu vordergündig.

Das Problem ist, daß bis heute nicht erforscht ist, was genau diese bestimmten Menschen sexuell zusammenführt und andere wiederum nicht. Das Phänomen zeigt sich übrigens nicht nur, wenn es um eine angestrebte Beziehung gehen soll, sondern auch, wenn nur ein ONS gewünscht wird. Sogar in Swingerclubs und auf entsprechenden Parties.
 
  • #126
Moin Jurist,

an was soll es denn sonst liegen?
Klar, es gibt wohl Männer, die sind derartig schüchtern, dass sie sich einfach keiner Frau einigermaßen adäquat nähern können, ohne dass sie sonst irgendwelche krassen Defizite hätten. Aber wenn das so gar nicht zu beheben ist, geht es ja schon wieder in Richtung "psychisches Problem"...

manchmal
 
  • #127
@Jurist: zum Thema sexuelle Zweiklassengesellschaft - klar gibt es die. Ehrlich gesagt vermute ich sogar, dass nur ein relativ geringer Anteil aller Männer (auf jeden Fall unter 50%) die Chance auf eine Beziehung hat, in der sie von der Frau wirklich sexuell begehrt werden. Wie häufig liest man hier Aussagen von Frauen, sie würden nur extrem wenige Männer sexuell attraktiv finden. Ich kann mich an Beiträge von Frauen fortgeschrittenen Alters erinnern, die mehrere Beziehungen hinter sich hatten, aber lt. eigener Aussage erst einen einzigen Mann in ihrem Leben begehrt haben (gern einen, mit dem sie nie fest zusammen waren). Und nach allem, was ich so beobachte, gehen die Geschmäcker der Damenwelt keineswegs so weit auseinander, wie es einem der Volksmund weismachen will (m.a.W.: viele Frauen stehen auf denselben Typ Mann).

Das Gros der Männer, die nicht in diese begehrte Kategorie fallen, kann trotzdem eine Partnerin finden - muss allerdings mit anderen Eigenschaften als sexueller Attraktivität punkten. Hiermit ist keineswegs nur Geld gemeint, sondern z.B. auch Fürsorglichkeit, Zärtlichkeit, Zuverlässigkeit...kurz: emotionale Versorgerqualitäten. Das funktioniert bei vielen Frauen, weil sie es wichtiger finden, selbst begehrt zu werden, als den Mann an ihrer Seite zu begehren.

Es ist für die meisten Männer m.E. weitaus schwieriger, an unverbindlichen Sex zu kommen als an eine feste Beziehung. Zum einen, weil viele Frauen überhaupt keinen unverbindlichen Sex wollen, zum anderen, weil bei einem potenziellen Affärenmann sexuelle Attraktivität das entscheidene Auswahlkriterium ist und somit nicht durch andere Qualitäten ersetzt werden kann. Auch das liest man hier von Frauen immer wieder: "Für eine Affäre muss der Mann schon ein echtes Sahneschnittchen sein."
Mit anderen Worten: für eine Beziehung macht frau bei der sexuellen Anziehung schon mal Abstriche.

Ich persönlich könnte keine Beziehung mit einem Mann führen, der mich körperlich nicht anmacht. Aber aus Gesprächen mit Freundinnen und aus dem, was ich hier so lese, schließe ich, dass viele Frauen da anders ticken.

Ich würde in Bezug auf Sex/Partnersuche genauer gesagt von einer Dreiklassengesellschaft sprechen:

1. Männer, die dank sexueller Attraktivität sowohl an unverbindlichen Sex als auch an feste Beziehungen kommen

2. Männer, die mangels sexueller Attraktivität kaum an unverbindlichen Sex kommen (es sei denn, sie gaukeln der Frau Beziehungsinteresse vor), aber dank emotionaler oder finanzieller Versorgerqualitäten eine feste Partnerin finden (ich denke, das ist die Mehrheit).

3. Männer, die weder mit sexueller Attraktivität noch mit anderen beziehungsrelevanten Qualitäten punkten können und deshalb ganz leer ausgehen.

Allerdings sind denke ich die wenigsten dazu verdammt, auf ewig in Gruppe 3 zu verharren, denn Erfolg, Status und bestimmte soziale Kompetenzen kann man sich ja aneignen.
 
  • #128
Ich kenne einige Männer, die längere Zeit keinen Sex haben wenn gerade keine Partnerin an ihrer Seite ist. Von ein paar Kumpels und meinem Freund weiß ich, dass sie direkt nach einer Trennung ein bisschen ihr Ego aufpolieren mussten und dann auch öfters ONS oder ähnliches hatten. Irgendwann wird ihnen das zu dumm und der Wunsch nach echter Nähe wächst. Dann kommt meist eine lange Phase ohne Sex, bis eben wieder eine Partnerin da ist. Auch wenn wir Frauen das oft nicht glauben wollen, aber ich habe schon von mehreren Männern gehört, dass sie Sex ohne Gefühle nicht wirklich befriedigend finden.
Bei Frauen ist das übrigens nicht anders. Wieso sollte auch jeder Mensch permanent nach sexuellen Kontakten suchen? Es gibt durchaus auch solche, die ohne Partner nicht das Bedürfnis nach Sex haben.
 
  • #129
Ich würde in Bezug auf Sex/Partnersuche genauer gesagt von einer Dreiklassengesellschaft sprechen]
Ich erlaube mir, noch eine Vierte Gruppe hinzuzufügen.

Männer, die von ihrer Attraktivität könnten, aber bewusst auf Sexualität verzichten - weil sie erkannt haben, welche Probleme sie sich damit um den Hals hängen.

Den "unverbindlichen" Sex gibt es nur sehr selten. Die meisten Frauen benutzen ihn als Lockmittel in eine (ungewollte) Beziehung und werten ihn fast schon als Heiratsversprechen (hier immer wieder zu lesen).

Eine Beziehung gehen sie auch nur dann ein, wenn sie sich fast 100% der Passung sicher sind (auch sehr selten).
 
  • #130
Nun es gibt noch andere Männer, ich selber war in meiner vergangenen Ehe 20 Jahre Sexlos, d.h. hatte keinen GV mit Frauen.
Nicht das es an Gelegenheiten gefehlt hatte, ich konnte und wollte das nicht, weil ich ja verheiratet war.
Jetzt habe ich gemerkt, dass ich nur einen befriedigten Sex haben kann, wenn ich auch die Frau liebe. Die Gefühlswelt muss stimmen,
wenn ich u.a. merke das für sie der Sex eher ein muss ist, dann ist bei mir schnell Flaute, ebenso in einen Sexclub wo alles gespielt ist.
Mein Kopf hat hier die oberste Hoheit und ist die Schaltzentrale welche man nicht überlisten kann.
Beispiel, kenne eine Frau die ich liebe, aber keinen Sex habe mit ihr, sie dient mir als geistige Projektionsfläche für SB.
Eigentlich verrückt, aber so ist das leben. Was natürlich hier auf der Strecke bleibt, der Kontakt, Haut spüren, streicheln, Gefühle, etc.
 
  • #131
@Adriana57
Das sind sehr interessante Feststellungen, die ich gut nachvollziehen kann. Doch so kompliziert, mit einer dritten oder gar vierten Klasse wollte ich es eigentlich gar nicht machen.

Was mir immer wieder auffällt, daß viele Frauen zwar von einem Traumtyp schwärmen, sich dann aber für einen entscheiden, der dem krassen Gegenteil davon entspricht. Ein Kompromiß? Wenn ja, dann aber immer noch soweit oberhalb der Schmerzgrenze, daß sie sich zum Sex mit ihm gerade noch durchringen können.

Das Gros der Männer, die nicht in diese begehrte Kategorie fallen, kann trotzdem eine Partnerin finden - muss allerdings mit anderen Eigenschaften als sexueller Attraktivität punkten. Hiermit ist keineswegs nur Geld gemeint, sondern z.B. auch Fürsorglichkeit, Zärtlichkeit, Zuverlässigkeit...kurz: emotionale Versorgerqualitäten.

....aber dank emotionaler oder finanzieller Versorgerqualitäten eine feste Partnerin finden (ich denke, das ist die Mehrheit).

.....Allerdings sind denke ich die wenigsten dazu verdammt, auf ewig in Gruppe 3 zu verharren, denn Erfolg, Status und bestimmte soziale Kompetenzen kann man sich ja aneignen.

1. Versorgerqualitäten zählen heute kaum noch: Die meisten Frauen sind doch heute beruflich völlig unabhängig und haben manchmal gar noch besere Karrierechanchen als Männer.

2. Emotionale Versorgerqualitäten können sie auch von einem verliebten Mann in einer platonischen Beziehung bekommen, ohne daß sie sich zum Sex mit ihm dafür hergeben müssen. Weil er sich immer wieder Hoffnungen macht.

Ich glaube nicht einmal, daß Frauen überhaupt maßgeblich irgendwelche "beziehungsrelevanten Auswahlkriterien" anwenden, eher wird doch ganz irrational entschieden.

3. Wie ich mehrfach deutlich machen wollte, helfen Erfolg, Status und bestimmte soziale Kompetenzen oft nichts.

Es gibt einfach Männer, mit denen keine Frau sexuell zu tun haben möchte, egal ob Beziehung, ONS oder auf der Matte im Swingerclub, ohne daß es dafür erkennbare Gründe gibt. Das ist es ja gerade, was eine Problemlösung so schwierig macht und die Betroffenen ewig in Deiner Gruppe 3 verbleiben läßt.

Mir scheint, daß niemand hier das Kernproblem richtig verstanden hat. Dazu müßte man wahrscheinlich selbst betroffen sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #132
Vielmehr wird es von dieser Gesellschaft ignoriert bzw. verdrängt. Belege dafür gibt es zur Genüge.
Belege dafür, dass die Gesellschaft sich nicht darum kümmert, dass jeder Mensch einen Partner bekommt? Bzw. dass die Gesellschaft sich nicht darum kümmert, dass die Massen an verzweifelten Männern eine Frau bekommen? Meinst du das?
Was soll die Gesellschaft denn noch machen außer Partnerbörsen, Internetforen, Freizeitangeboten, meinetwegen Swingerclubs und Bordelle sowie Coachings,Psychotherapien und Schönheits-OPs bereitstellen? Oder willst du lieber von den Eltern arrangierte Hochzeiten?
 
  • #133
Das Gros der Männer, die nicht in diese begehrte Kategorie fallen, kann trotzdem eine Partnerin finden - muss allerdings mit anderen Eigenschaften als sexueller Attraktivität punkten. Hiermit ist keineswegs nur Geld gemeint, sondern z.B. auch Fürsorglichkeit, Zärtlichkeit, Zuverlässigkeit...kurz: emotionale Versorgerqualitäten. Das funktioniert bei vielen Frauen, weil sie es wichtiger finden, selbst begehrt zu werden, als den Mann an ihrer Seite zu begehren.
Nach deiner Logik muss das Gros der Frauen mit solchen Männern vorlieb nehmen: Mittelmäßige, sexuell unattraktive Männer, die in erster Linie durch Versorgerqualitäten punkten. Bzw. andersherum die männliche Sicht, wie du sie beschreibst kann man nachlesen bei Rollo Tomassi "The rational Male" bzw. sog. "Red-Pill-Bewegung". Es gibt auch aktuell einen Kinofilm dazu. Den Trailer gibt es im Internet unter red-pill-movie.
Dass auch das Gros der Frauen durchschnittlich ist, darüber sind wir uns wahrscheinlich einig. Dennoch verstehe ich nicht so ganz, worauf du hinaus willst.
 
  • #134
Hallo,
ich bin seit 21 Jahren von meinem Mann getrennt. Wir haben ein immer noch gutes Verhältnis. Während ich 3 längere Beziehungen in dieser vergangenen Zeit hatte, hatte er nie wieder eine Freundin. Soviel ich weiß (als Exfrau) auch keinen Sex.
Er sieht gut aus, achtet auf sich, treibt Sport und ist sehr jung geblieben. Daran liegt es also meines Erachtens nicht! Wir haben zwei mittlerweile erwachsene Kinder, die hätten sicher auch was mitbekommen und mindestens heutzutage erzählt.
Ich kann mir das soweit auch nicht erklären und würde mich freuen, wenn er auch (endlich) wieder ein Partnerin hätte. Ich würde leiden, wenn ich so lange keine körperliche Nähe spüren könnte. Denn das ist neben Sex dabei ja das wichtige, sonst würde ja SB völlig reichen, ws es ja nicht tut. Allerdings brauche ich auch mindestens das Verliebtsein dazu, es geht ja auch um das teilen der Nähe und der Gefühle.

Auf der anderen Seite ist er ein sehr Werte orientierter Mann, der zudem auch sehr bescheiden ist, große Angst vor Verletzung hat, bzw. sehr leidensfähig ist, wenn er verletzt ist. Dies könnte meines Erachtens natürlich in dieser Hinsicht eine Rolle spielen. Intimität ist schließlich auch für Männer ein großer Vertrauensbeweis, grade wenn Mann sich nicht "beweisen" will und eher zu tiefen Gefühlen neigt.
Solche Männer sind seltene Exemplare, die sicher eine sehr gute Wahl sind, wenn sie zu ihm passt.
Ich hoffe mein Beitrag hat i'wie geholfen.
herzliche Grüße
 
  • #135
Auf der anderen Seite ist er ein sehr Werte orientierter Mann, der zudem auch sehr bescheiden ist, große Angst vor Verletzung hat, bzw. sehr leidensfähig ist, wenn er verletzt ist.
Ich denke, in der heutigen Zeit tun sich diejenigen, die ihre "Werte" zu hoch halten, einfach schwer. Auch wer mit Verletzungen nicht umgehen kann, tut sich bei der Partnersuche schwer. Im Grunde geht doch fast jeder mehr oder weniger verletzt aus einer gescheiterten Beziehung. Große Angst vor erneuter Verletzung führt dazu, dass man sich nicht mehr auf eine neue Partnerin einlassen kann und alleine bleibt. Sehr leidensfähig führt auch nur dazu, dass man an Beziehungen festhält, die längst kaputt sind. Ist das erstrebenswert bei einem Partner?

Solche Männer sind seltene Exemplare, die sicher eine sehr gute Wahl sind, wenn sie zu ihm passt.
Ja, sehr gute Wahl. Theoretisch. Du hattest ja auch Gründe dagegen. Man muss eine Frau finden, die das eben schätzt. Wer als Mann still und bescheiden ist, Werte hochhält und sich zurückhält, kommt bei Frauen kaum an. Das ist wie die "Dicke" aus dem Parallelthread. Es gibt Menschen, die das schätzen, aber die muss man suchen. Die meisten Frauen suchen eher einen Mann, der aktiv ist, Status hat und den auch zumindest etwas darstellen kann. Meine Erfahrung.
Und Dein Exmann bestätigt das. 21 Jahre ohne Partnerin und ohne Sex - irgendwie erstrebenswert? Kann man sich selbst für die "Werte" (mal abgesehen davon, dass andere ja auch nicht völlig wertefrei sind) irgendwas kaufen? Ich meine: Nein.
 
  • #136
Es gibt einfach Männer, mit denen keine Frau sexuell zu tun haben möchte, egal ob Beziehung, ONS oder auf der Matte im Swingerclub, ohne daß es dafür erkennbare Gründe gibt.
Das ist leider Fakt.
Mein 'Bekannter' hat alles was ihn für Frauen seiner Altersklasse attraktiv machen müsste, incl. optischer Attraktivität. Aus meiner Sicht als Frau gibt es absolut nichts was gegen ihn spricht. Sexuell hätte er, käme es denn soweit, keine außergewöhnlichen Wünsche. Dennoch findet er keine Frau die ihn will, weder für eine - von ihm angestrebte -Beziehung noch für einen ONS.

Das tragische ist, selbst wenn diese Männer bereit wären, etwas an sich zu ändern, sie wüssten nicht was.
 
  • #137
Belege dafür, dass die Gesellschaft sich nicht darum kümmert, dass jeder Mensch einen Partner bekommt? Bzw. dass die Gesellschaft sich nicht darum kümmert, dass die Massen an verzweifelten Männern eine Frau bekommen? Meinst du das?
Nein, das meine ich nicht!
Was soll die Gesellschaft denn noch machen außer Partnerbörsen, Internetforen, Freizeitangeboten, meinetwegen Swingerclubs und Bordelle sowie Coachings,Psychotherapien und Schönheits-OPs bereitstellen?
Partnerbörsen, Swingerclubs und Bordelle sind erstens keine Sozialeinrichtungen für einsame Männer, sondern haben rein kommerziellen Nutzen und zweitens -wie ich nun mehrfach versucht habe aufzuzeigen- lösen sie das Problem meist nicht.

Ich meine, daß diese Tatsache, daß hauptsächlich Männer Jahre lang unfreiwillig ohne Sex auskommen müssen, einfach nicht als echtes gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird. Oft heißt es dann "der will gar keine" oder "der ist bestimmt schwul"!
Oder willst du lieber von den Eltern arrangierte Hochzeiten?
In meiner Jugend hätte ich mir das manchmal tatsächlich gewünscht. Das hätte mir viel Zeit und Frust erspart. Immerhin hat mich meine ewig erfolglose Suche noch einer Partnerin um Jahre in der Berufsausbildung zurückgeworfen.

@Selbstbewußt
Auch bei Deinem Ex-Mann ist unklar, ob seine Situation freiwillig gewählt ist.
 
  • #138
Es gibt doch auch jede Menge Frauen, die unfreiwillig jahrelang ohne Sex leben. Ich habe nur das Gefühl, dass Frauen das (Durchschnitt) besser ertragen können als Männer. Schön ist solch ein Zustand weder für m noch für w.
 
  • #139
Es gibt doch auch jede Menge Frauen, die unfreiwillig jahrelang ohne Sex leben. I
Frauen kommen aber erheblich leichter an Sex als Männer. Wenn man im Forum liest, beschweren sich nicht Wenige, dass Männer sie nur für ONS wöllten.
Um als Frau an Sex zu kommen muss man weder besonders hübsch, jung noch schlank sein, reicht aus weiblichen Geschlechts zu sein.
Unter den Damen, die unfreiwillig keinen Sex haben, dürfte meines Erachtens nach ein Großteil wegen der Ansprüche die sie an einen potenziellen Sex-Partner stellen keinen Sex haben. Bei einem sehr geringen Anteil mag es sich tatsächlich um ein ähnliches Phänomen handeln wie Jurist es beschrieb.
 
  • #140
Frauen kommen aber erheblich leichter an Sex als Männer.
Diese Feststellung mag zutreffen, sagt aber nicht das geringste über diejenigen – Männer wie Frauen – aus, die ihren Trieb so weit unter Kontrolle haben, daß Sex außerhalb einer Beziehung für sie nicht in Frage kommt. Und zwar unabhängig davon, ob sich ihnen nun Gelegenheiten anbieten oder nicht. Sexpausen zwischen den Beziehungen als Mangel an Gelegenheit darzustellen wird diesen Menschen nicht gerecht.
 
  • #141
daß Sex außerhalb einer Beziehung für sie nicht in Frage kommt.
Diese Menschen treffen bewusst die Entscheidung keinen Sex zu haben. Sie könnten wenn sie wollten aber sie wollen nicht. Sie gehören nicht zu der von Jurist beschrieben Gruppe derer, die unfreiwillig auf Sex verzichten.
Wer auf Grund seiner persönlichen Einstellung sexlos lebt hat, im Gegensatz zu jenen, die nicht freiwillig auf Sex verzichten, kein Problem damit.

Aus der Tatsache, dass jemand diesbezüglich Verzicht übt lässt sich natürlich kein Mangel an Gelegenheit ableiten, dies wollte ich mit meinem Post aber auch keineswegs anheimstellen.

w50
 
  • #142
Ein Bekannter erklärte mir seinen 'Erfolg' bei Frauen wie folgt: Er wäre zwar nicht sonderlich attraktiv, dafür könne er aber gut reden.
Scheint was dran zu sein. Er hatte auch schon Kurzzeitbeziehungen mit attraktiven Frauen, die gut 15 Jahre jünger waren als er.
Für mich liegt eher das "große Geheimnis" darin genau zu zuhören und hinzusehen, eben wahrzunehmen. In der vielfach als oberflächlich wahrgenommen Gesellschaft lechzen Viele, auch Frauen, nach Wahrnehmung.

Dann noch entsprechendes Auftreten und Erscheinung, ich meine damit nicht nur Aussehen und Attraktivität, und schon ...
 
  • #143
Moin,

ein kleiner Erklärungsversuch... Es gibt Männer, ich sag mal "typische Juristen", die es durch minimale Signale in ihrer Haltung, in ihren Äußerungen, schaffen, als komplette Nullnummern in Sachen Erotik zu erscheinen.
Kann man kaum konkretisieren, aber jeder kennt wohl solche Zeitgenossen.

manchmal
 
  • #144
Partnerbörsen, Swingerclubs und Bordelle sind erstens keine Sozialeinrichtungen für einsame Männer, sondern haben rein kommerziellen Nutzen und zweitens -wie ich nun mehrfach versucht habe aufzuzeigen- lösen sie das Problem meist nicht.
Bäckereien sind auch rein kommerziell. Kein Bäcker backt seine Brötchen aus purer Nächstenliebe. Dennoch ist "die Gesellschaft" so organisiert, dass es Bäckereien gibt und sie lösen ein Problem.

Ich meine, daß diese Tatsache, daß hauptsächlich Männer Jahre lang unfreiwillig ohne Sex auskommen müssen, einfach nicht als echtes gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird.
Wie oft denn noch?!? "Die Gesellschaft" tut einiges, wenn auch kommerziell, aber so ist das nunmal. Du kannst nicht erwarten, dass "die Gesellschaft" dir Frauen zuweist, die einfach so mit dir Sex haben möchten, jedenfalls nicht non-kommerziell.

Immerhin hat mich meine ewig erfolglose Suche noch einer Partnerin um Jahre in der Berufsausbildung zurückgeworfen.
Das klingt für mich bedürftig (neudeutsch: creepy und needy) und ich hoffe, du kriegst das auf die Reihe, bei Dates das positiv zu wenden.
Jedenfalls würde ich an deiner Stelle mal versuchen, diese Opferhaltung weg zu bekommen und am Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl arbeiten.
 
  • #145
Das ist leider Fakt.
Mein 'Bekannter' hat alles was ihn für Frauen seiner Altersklasse attraktiv machen müsste, incl. optischer Attraktivität. Aus meiner Sicht als Frau gibt es absolut nichts was gegen ihn spricht. Sexuell hätte er, käme es denn soweit, keine außergewöhnlichen Wünsche. Dennoch findet er keine Frau die ihn will, weder für eine - von ihm angestrebte -Beziehung noch für einen ONS.

Das tragische ist, selbst wenn diese Männer bereit wären, etwas an sich zu ändern, sie wüssten nicht was.
Da gibt es sehr wohl eine Menge zu verändern.
Z.B mit Frauen flirten lernen, gesprächig sein, an der Stimme arbeiten, sodass sie sexy klingt. Ein Mann kann lernen wie er mit kurzen Berührungen die Frau um den Verstand bringt.
 
  • #146
@adriana
Genau so ist es:
Frauen kommen aber erheblich leichter an Sex als Männer. ...
Um als Frau an Sex zu kommen muss man weder besonders hübsch, jung noch schlank sein, reicht aus weiblichen Geschlechts zu sein.
Frauen können normalerweise Sex haben, soviel sie wollen.

Doch auch bei Beziehungen ist zu beobachten, daß sie diese stets in einem nahtlosen Übergang wechseln und fast nie längefristig solo sind.
Für mich liegt eher das "große Geheimnis" darin genau zu zuhören und hinzusehen, eben wahrzunehmen.
Dann noch entsprechendes Auftreten und Erscheinung, ich meine damit nicht nur Aussehen und Attraktivität, und schon ...
Der eine sagt "gut reden können", der andere sagt "gut zuhören können". Nichts davon ist eine Erfolgsgarantie. Letzteres führt eher wieder in die platonische Beziehung, wenn ein Zuhörer gefunden wurde, dem Frau ihr Herz ausschütten kann.

Aussehen, Atrraktivität usw.? Alles vordergründige Klischees, die nichts mit dieser Problematik zu tun haben. Kein Mensch ist perfekt und kein Mann der Welt muß perfekt sein, um in den Genuß einer sexuellen Begegnung zu kommen.

@Nick Name
Wie oft denn noch?!? "Die Gesellschaft" tut einiges, wenn auch kommerziell, aber so ist das nunmal. Du kannst nicht erwarten, dass "die Gesellschaft" dir Frauen zuweist, die einfach so mit dir Sex haben möchten, jedenfalls nicht non-kommerziell.
Wenn du meinst, die Gesellschaft akzeptiert Kontaktbörsen und und Swingerclubs von der moralischen Seite, okay, doch wie ich mehrfach darzustellen versuchte, lösen solche Institutionen das Problem für die betroffenen Männer in aller Regel nicht.
Jedenfalls würde ich an deiner Stelle mal versuchen, diese Opferhaltung weg zu bekommen und am Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl arbeiten.
Gewiß gibt es auch solche Fälle, traf aber bei mir und meinen damaligen Kumpels nicht zu. Wir hatten auch so unseren Spaß.
Nur: Hätte ich damals schon eine feste Beziehung gehabt, hätte ich die Zeit auf diversen Parties, in der Hoffnung dort meine Traumfrau zu finden, eher fürs Büffeln für die nächste Prüfung nutzen können. Und wenn ich nur daran denke, welcher Aufwand es war, eine Frau, die mir kurz irgendwo im Stadtgewühl zugelächelt hat, wiederzufinden und persönlich kennenzulernen! Dafür mußte ich mein Studium einfach etwas schleifen lassen.

Aber das ist 30 Jahre her und fast ebenso lange bin ich in festen Händen bzw. verheiratet, also kann es mir im Prinzip egal sein. Nur manchmal, wenn ich an die Zeit zurückdenke, frage ich mich ein wenig, ob es wirklich nur darum geht, daß einem der Mensch begegnet, der für einen bestimmt ist oder ob es nur ein langer Lernprozeß ist, die Frau, die man begehrt, für sich zu gewinnen.

j.
 
  • #147
@adriana
Der eine sagt "gut reden können", der andere sagt "gut zuhören können". Nichts davon ist eine Erfolgsgarantie. Letzteres führt eher wieder in die platonische Beziehung, wenn ein Zuhörer gefunden wurde, dem Frau ihr Herz ausschütten kann.

j.
Vielleicht solltest du einfach mal der jeweiligen Frau vermitteln das du an ihr als Person interessiert bist? Keine Frau möchte ein Mittel zum Zweck sein, damit du endlich noch mal in einen "sexuellen Genuss" kommst. Und wieso sollten Männer, die es nicht hinkriegen eine Frau für sich zu gewinnen, von der Gesellschaft aufgefangen werden? Das ist ein rein persönliches Problem und liegt nicht in der Verantwortung der Gesellschaft.
 
  • #148
Ich meine, daß diese Tatsache, daß hauptsächlich Männer Jahre lang unfreiwillig ohne Sex auskommen müssen, einfach nicht als echtes gesellschaftliches Problem wahrgenommen wird.
Womöglich, weil es gar kein gesellschaftliches Problem ist. Es scheint dein persönliches Problem zu sein, das du "der Gesellschaft", "den Frauen" oder sonstwem überstülpen möchtest.

Es gibt sowohl kommerziellen Sex in Hülle und Fülle - aber du möchtest es umsonst und freiwillig.
Auch hierfür gibt es Börsen - nur vielleicht nicht mit der "Qualität" von Damen, die dir vorschwebt. Aber auch das ist dein persönliches Problem - du müsstest halt attraktiver werden.

Es ist nicht mehr als eine narzisstische Kränkung, wenn man wenig zu bieten hat und sich niemand dafür bereit erklärt - kein gesellschaftliches Problem. Für die Erfüllung seiner Wünsche ist immernoch jeder selbst verantwortlich - nicht nur im Kontext Sex.
 
  • #149
Auch hierfür gibt es Börsen - nur vielleicht nicht mit der "Qualität" von Damen, die dir vorschwebt.
Richtig ist, dass es solche online Börsen gibt. Aber es ist ein Trugschluss zu denken es läge an der Erwartungshaltung des Mannes bezüglich Qualität der Frau, wenn er nicht zum Zug kommt. Üblicherweise herrscht auf solchen Börsen Männerüberschuss. Ein nicht geringer Teil der registrierten Damen hat finanzielle Interessen. Im Vergleich zu Männern sind es wenige Frauen, die Sex zu ihrem Vergnügen suchen.
Attraktivität ist für Männer auf diesen Börsen kein Garant für Erfolg. Es liegt nicht an mangelnder Attraktivität wenn Männer auf diesen Börsen nicht erfolgreich sind.
Es ist zubeobachten, dass selbst attraktive Dabei ist zu beobachten, dass selbst attraktive Männer bereit sind Abstriche bezüglich 'Qualität der Frau' machen.
wenn man wenig zu bieten hat und sich niemand dafür bereit erklärt
Das ist der Knackpunkt. Es ist eben nicht so, dass diese Männer nichts zu bieten hätten. Genauso wenig wie sie überzogene Ansprüche an die (Sex-)Partnerin stellen.
 
  • #150
Doch auch bei Beziehungen ist zu beobachten, daß sie diese stets in einem nahtlosen Übergang wechseln und fast nie längefristig solo sind.
Das sehe ich nicht so.
Aus meiner Sicht ist es für Männer leichter eine Frau als Partnerin zu bekommen als umgekehrt.

Die Kriterien für eine Partnerin sind andere als für einen ONS. Als Ü45 kann man Männer von Ü30 bis Ü60 für einen ONS finden. Für eine Beziehung schränkt sich diese Bandbreite allerdings bestenfalls auf Ü45 bis Ü60 ein. Was die potentiellen Partner - andere Kriterien Mal ganz außen vor gelassen - um die Hälfte einschränkt.
Unter den Männern, die eine Frau für Sex suchen ist eine nicht geringe Anzahl an Männern, die verheiratet oder anderweitig liiert sind. Mit diesen Männern kann Frau Sex haben aber keine Beziehung.

Dann wären noch die Männer zu erwähnen, die - aus welchen Gründen auch immer - keine Beziehung wollen.

Die Anzahl der Männer mit denen eine Frau Sex haben könnte, ist also erheblich größer als die Anzahl der Männer, die bereit wären eine Beziehung mit der Frau einzugehen.