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Gast

  • #1

Männer erobern die Frauen?

Meine Frage geht eher an die jüngeren Frauen hier (falls das alles vielleicht auch eine Generationenfrage sein sollte). Empfindet ihr es tatsächlich so, dass der Mann die Frau erobert? Weil ich selbst erlebe es in meinem Umfeld als ganz anders. Die Frauen sind beim Kennenlernen nicht selten viel aktiver als die Männer und "nerven" durchaus auch mal, bis er dann von ihr überzeugt wird. Oder die Pärchen lernen sich halt kennen und kommen ganz automatisch zusammen, ohne dass eine Werbephase stattgefunden hat. Wie erlebt ihr es so?

w,27
 
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Gast

  • #2
Liebe FS

sehe ich ähnlich aber mit 27 bist du auch nicht der übliche Altersdurschnitt. EP hat leichten Frauenüberschuss, ca. 48 % Männer. Von den 48 % sind allerdings bislang diejenigen die sich im Forum äussern eher konservativ eingestellt. Lies mal den Threat wer wem einen Heiratsantrag machen darf. Danach magst du evt. keinen mehr machen.
 
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Gast

  • #3
Vielleicht bin ich mit 36 einfach zu alt, aber von Frauen angemacht zu werden wäre der Traum meiner schlaflosen Nächte! Ganz ehrlich, ich glaub dir nicht!
 
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Gast

  • #4
Entgegen dem Selbstbild von Männern sehe ich um mich herum oft, dass dominante, aggressiv aquirierende und dann kontrollierend-eifersüchtige Frauen erfolgreich "zuschlagen", wenn ein Männchen zu haben ist;)
w,42
 
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Gast

  • #5
Ich kann Dir nur noch zustimmen...

In meinem Umfeld sieht es genau so aus...
Männer sind mittlerweile sehr passiv und Frauen machen alles Mögliche um einen Mann zu bekommen...Dann bringen sie den Mann nur auf die Idee, dass eigentlich er sie haben wollte, obwohl es nicht so war/gewesen ist..

Und heutzutage wenn ein Mann eine Frau mag aber sie zugleich schüchtern oder zurückhaltend ist, geht er davon aus, dass aus ihrer Seite kein Interesse besteht...Das ist gar nicht fair...

Die anständigen Frauen sind aus diesem Grund meistens noch single...Das ist ein Fakt!
 
  • #6
Der Mann wirbt, die Frau wählt.
Der Mann wählt, bei wem er wirbt.
Die Frau bietet manchem Mann mehr Möglichkeit zur Werbung als einem anderen.
Mancher sieht schon ein Lächeln als aktive Werbung, andere haben von Natur aus ein Wesen, weswegen sie Liebenswürdigkeiten um sich verbreiten, ohne sie selbst als Werbung anzusehen.
Die bisherigen Antworten deuten an, dass die Leute jeweils die Aktivitäten ihres eigenen Geschlechts höher einschätzen. Wahrscheinlich kennen sie dessen Aktivitäten auch besser.
Mir fällt eine Gewichtung schwer.
M, 37
 
L

LilaLaunebär

  • #7
Also ich (w, 30) bin noch nie erobert worden, hab aber auch noch nie einen Mann erobert. Es beruhte immer auf Gegenseitigkeit und hat sich ergeben.

Ich habe mich aber schon mal um einen Mann bemüht, allerdings war es vergebens, da er nicht interessiert war.
 
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Gast

  • #8
Entgegen dem Selbstbild von Männern sehe ich um mich herum oft, dass dominante, aggressiv aquirierende und dann kontrollierend-eifersüchtige Frauen erfolgreich "zuschlagen", wenn ein Männchen zu haben ist;)
w,42
Nein, dass gibt es nicht. Schon gar nicht in diesem Alter, da sind die Rollenverteilungen doch sehr traditionell und welcher Fünfzigjährige läßt sich schon anmachen? Die sind erfahren genug, um sich eine Frau zu angeln, die ihnen gefällt.
 
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Gast

  • #9
Der Mann wirbt, die Frau wählt.
Der Mann wählt, bei wem er wirbt.
Die Frau bietet manchem Mann mehr Möglichkeit zur Werbung als einem anderen.
Naja, das ist ja eben nur eine Seite der Medaille. Natürlich wirbt auch der Mann, und die Frau wählt aus. Aber die Frau wirbt auch, und der Mann wählt aus, ob bewusst oder unbewusst. Ich warte nicht, bis ein Mann wirbt. Wenn mir einer gefällt, nehme ich Kontakt auf, erst subtil, dann vielleicht stärker - mit Erfolg. Auch die Männer bieten mal mehr, mal weniger Möglichkeiten zur Werbung, der eine blickt nicht zurück, hat keinen Bock, der andere reagiert sofort.

Ich möchte das weder gewichten, noch finde ich das Eine besser als das andere. Man sagt, Männer brauchen das Gefühl zu erobern, obwohl in Wirklichkeit die Frau die Signale sendet. Naja. Auch das unterscheidet sich. Außerdem ist "erobern" ein sehr dehnbarer Begriff. Ist erobern nur das anfängliche "Angraben"? Das ist doch lahm. Erobern muss man anfangs immer mal wieder. Beobachtet doch manche Beziehungen, oder auch die Anbahnung: Es wechselt sich ab, wer erobert. Das ist ja ein Prozess und ein Zusammenspiel, keine festgefahrene Geschichte.
 
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Gast

  • #10
Und heutzutage wenn ein Mann eine Frau mag aber sie zugleich schüchtern oder zurückhaltend ist, geht er davon aus, dass aus ihrer Seite kein Interesse besteht...Das ist gar nicht fair...

Die anständigen Frauen sind aus diesem Grund meistens noch single...Das ist ein Fakt!
Ich kann dir versichern, dass das den anständigen Männern nicht anders geht. Da hilft beiderseitiges Rumjammern allerdings wenig, sondern man sollte zusehen, dass die anständigen Frauen und Männer mal wieder zusammenfinden. Dafür wiederum muss man ggf. seine Verhaltenweise überdenken, über den eigenen Schatten springen und etwas riskieren - egal ob Mann oder Frau.

Ich kenne es ansonsten durchaus auch, dass auch mal die Frau beispielsweise einen merkbefreiten Kerl "erobert". Ist ja auch nichts dabei und schön, dass das heute kein Problem mehr ist. Was mehrheitlich passiert, kann ich nicht beurteilen.
 
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Gast

  • #11
Was Gast Nr. 4 schreibt, ist leider nur allzu wahr.

Männer werden immer passiver. Gucken nur, aber sagen nichts.

Ich (w) bin eine schüchterne, manchmal sogar unsichere Frau. Da denken Männer von vornherein, dass ich entweder kein Interesse habe oder dass ich eine Langweilige bin.

Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, allein zu bleiben.

Ich sehe aber gern alte Filme (habe eine Riesen-DVD-Sammlung), wo es noch RICHTIGE Männer gibt (also keine passiven Gucker).

Träumen kann man ja davon ...
 
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Gast

  • #12
Ich kann Dir nur noch zustimmen...

In meinem Umfeld sieht es genau so aus...
Männer sind mittlerweile sehr passiv und Frauen machen alles Mögliche um einen Mann zu bekommen...Dann bringen sie den Mann nur auf die Idee, dass eigentlich er sie haben wollte, obwohl es nicht so war/gewesen ist..

Und heutzutage wenn ein Mann eine Frau mag aber sie zugleich schüchtern oder zurückhaltend ist, geht er davon aus, dass aus ihrer Seite kein Interesse besteht...Das ist gar nicht fair...

Die anständigen Frauen sind aus diesem Grund meistens noch single...Das ist ein Fakt!
Wenn du als Mann mal 100 derte von Abfuhren gekriegt hast dann wirst du ganz einfach passiv.
Wenn du als Mann ständig lesen musst wie sie sich ihren zukünftigen Partner vorstellt (groß, muskulös, dunkle Haare) genügt ein Blick in den Spiegel dass die Kontaktaufnahme keinen Sinn macht.
Wenn ein Mann nach einem sehr netten Brief als Antwort: "Schick mal ein Foto bekommt"... weiß er dass er sich's schenken kann...
Wenn ein Mann im mail Kontakt kaum 2 Sätze als Antwort zurück bekommt..
Wenn ein Mann nach zig Emails mal nach einem Treffen fragt und sie nicht drauf reagiert....
Wenn Frauen uns ständig erklären wie dumm sie von uns angemacht werden, wissen auch diejenigen Männer die eine gute Erziehung genossen haben nicht wie sie sich Frauen gegenüber zu verhalten haben.
Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Im Email Verkehr gibt es keine schüchterne Frauen. Dort zählt nur das was sie rüber bringt. Daher zeig Interesse und Du hast keine Probleme auch im wahren Leben
 
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Gast

  • #13
(habe eine Riesen-DVD-Sammlung), wo es noch RICHTIGE Männer gibt (also keine passiven Gucker).

Träumen kann man ja davon ...
Es gibt auch tolle romantische Filme, in denen RICHTIGE Frauen den Mann ihres Herzens erobern (spontan fällt mir "Notting Hill" ein, wo die bezaubernde Julia Roberts den etwas trotteligen Hugh Grant erobert). Auch als Mann kann man davon träumen ...
 
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Gast

  • #14
Wer wen umwirbt ist stark abhängig vom viel zitierten Marktwert. Wenn ein Mann bspw. besonders gutaussehend, vermögend und/oder charmant ist, braucht er sich um den Zuspruch der Frauenwelt keine Gedanken zu machen. Solche Männer sind in der glücklichen und seltenen Position, selbst umworben zu werden. Bei Frauen reicht allein das gute Aussehen.

Auf das Erobern im Sinne von Überzeugungsarbeit leisten, hatte ich persönlich nie viel Lust. Ich bin weder Bittsteller, noch bin ich zu meinem Lebensglück auf die Damenwelt angewiesen. Wenn sie interesse an mir hat, wird sie es mich schon wissen lassen. Vorher werde ich nicht aktiv.

Und ja, es stimmt. Männer werden immer passiver in ihrem Flirtverhalten. Allerdings würde ich an Stelle der Damenwelt in dieser Hinsicht lieber ganz kleine Brötchen backen. Von anderen ein Verhalten einzufordern, welches man selbst nicht bereit ist zu erbringen, ist peinlich und inkonsequent.
 
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  • #15
An Gast Nr. 11:

Das ergeht Frauen oft nicht anders.

Wenn Männer ihre Traumfrau beschreiben, erkenne ich grundsätzlich keine Ähnlichkeiten mit mir.

Wenn eine Frau dann noch etwas zurückhaltend in ihrer Art ist, hat sie meist überhaupt keine Chance.

Vor einigen Monaten habe ich es gewagt, einen Mann, der mich fast ein Jahr (!) morgens auf dem Weg zur Arbeit immer sehr auffällig angesehen hat, anzulächeln. Ich habe auch sofort gemerkt, dass ihn das freute. Er lächelte zurück, sprach ein paar Worte mit mir.

Dann hat er mich eines Tages massiv angebaggert, um SOFORT einen Rückzieher zu machen, als er die Gewissheit hatte, dass ich ihn mag. Ich war erst unendlich traurig darüber. Wenn mir dieser Mann danach begegnete, wollte er immer ganz schnell weg. Er dachte wohl, ich bemerkte es nicht, dass er sich sogar vor mir versteckt hat (hinter Säulen, Plakatwänden oder an der nächsten Bushaltestelle). Manchmal sah er auch richtig muffelig dabei aus.

Inzwischen bin ich darüber hinweg. Sollte er mir mal wieder begegnen (ich bin nicht scharf darauf), ist er Luft für mich.

Mein Flirtversuch damals (also das Lächeln) - es fühlte sich erst so gut an und ich war stolz darauf, mir das getraut zu haben. Was danach kam, war für mich und mein ohnehin nicht sehr ausgeprägtes Selbstwertgefühl sehr ernüchternd.

So etwas mache ich nie wieder. Aber ich habe es wenigstens versucht ...
 
  • #16
Was Gast Nr. 4 schreibt, ist leider nur allzu wahr.

Männer werden immer passiver. Gucken nur, aber sagen nichts.

Ich (w) bin eine schüchterne, manchmal sogar unsichere Frau. Da denken Männer von vornherein, dass ich entweder kein Interesse habe oder dass ich eine Langweilige bin.

Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, allein zu bleiben.
Frau würde Mann jetzt um die Ohren hauen, dass dann ja das Bedürfnis nach einem Partner noch nicht groß genug ist und Frau lehnt sich dann einfach weiterhin zurück und wartet auf 1950... eigentlich sehr spaßig und berechenbar alles, vor allem wie es eigentlich jeder weiß aber keiner etwas ändern möchte.
 
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Gast

  • #17
Trotz Emanzipationsgerede und allem was dazugehört, gibt es in der Tat noch scheue zurückhaltende Frauen.

Männer, die immer passiver werden (angeblich wegen vieler Enttäuschungen oder weil sie mit der Emanzipation nicht klarkommen), können von den schüchternen Frauen auch nicht erwarten, dass sie immer den ersten Schritt machen. Frauen werden genau so von Männern zurückgewiesen, wie das auch schon Männern von Frauen erlebt haben.

Mir fällt auch immer wieder auf, dass Männer die sogenannte Emanzipation immer dann gut finden, wenn sie Verantwortung an die Frauen abgeben können/wollen. Also z. B., dass sie den ersten Schritt machen soll.

Vor einigen Wochen las ich mal einen Beitrag von einem Mann. Der schrieb doch tatsächlich: Emanzipation bedeute für ihn auch, dass die Frau auch mal den schweren Bierkasten schleppt.

Ich weiß nicht, ob Männer, die so schreiben, nur provozieren wollen oder das tatsächlich ernst meinen.

Ich weiß allerdings, dass ich lieber alleine bleibe als an einen solchen Mann zu geraten.

Nicht jede Frau ist so tough, wie heute gern dargestellt Es gibt auch Frauen, die gerne mal anschmiegsam und zärtlich sind, die sich eben ganz Frau fühlen möchten. Frauen, die gern Kleider tragen und sich noch romantischen Träumereien hingeben können. Bei einem starken tollen Mann, der weiß, was er will.

Das hat auch nicht unbedingt damit zu tun, dass man sich 1950 zurückwünscht. Ich finde es halt schade, wie sich manches heutzutage entwickelt hat.

Allerdings bin ich auch keine 20 mehr, sondern 45. Das Träumen habe ich aber nicht verlernt...
 
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Gast

  • #18
Ich denke, dass ist eine Altersfrage! Bei EP werde ich zumindest von Frauen mitte 20 angeschrieben. Einmal war sogar eine 30 jährige dabei. Also die Altersgruppe, nach der Emanzipationsbewegung. Das sind die Frauen die Gleichberechtigung schon leben und nicht mehr direkt drum kämpfen. Das Frauen Männer anschreiben ist schon toll, aber das Frauen wirklich erobern hab ich noch nicht erlebt.
Auf der anderen Seite fehlen die festen Kennenlernrituale. Alles ist jetzt Verhandlungssache und nichts eindeutig. Bei der allgemeinen Verunsicherung, die heute beim Kennenlernen herrscht kommt es einfach sehr häufig zu Missverständnissen. Und da Jeder überhaupt nichts bedarf und mit beiden Beinen im Leben steht, kann man auch schneller einen Rückzug machen.
Es gibt weniger Menschen, die den Mut haben auf andere zu zugehen und sich die Mühe machen ihn/sie kennen zu lernen!
 
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Gast

  • #19
Mir fällt auch immer wieder auf, dass Männer die sogenannte Emanzipation immer dann gut finden, wenn sie Verantwortung an die Frauen abgeben können/wollen. Also z. B., dass sie den ersten Schritt machen soll.
Das sehe ich überhaupt nicht so und meiner Meinung siehst Du das aus einem völlig falschen und viel zu negativen Blickwinkel.

Frau soll heute ja nicht den ersten Schritt machen, sondern Frau darf heutzutage den ersten Schritt machen - ein riesengroßer Unterschied. Man sollte das doch vielmehr als Chance sehen und nicht als "Abschieben von Verantwortung". Früher hätten manche Frauen sicher gerne den ersten Schritt gemacht, es war aber nicht "schicklich". Heute können Frauen einfach machen, was sie wollen. Und das ist eine neue Chance für entsprechend selbstbewusste Frauen und eine neue Chance für beispielsweise eher schüchterne Männer.

Frauen, die sich früher nicht getraut hätten, lassen es heute natürlich weiterhin, genauso wie viele Männer weiterhin den ersten Schritt machen.

Wenn einfach jeder das tun würde, was er gerne möchte, wäre heute eigentlich vieles einfacher - nur steht man sich leider oft selbst im Weg.