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  • #1

Männer: Konkrete Vorstellungen von Familiengründung

Hallo,

ich (w/Ende 20) befürworte das Modell "Moderne Familie" im Sinn von Kinder werden betreuut und beide gehen arbeiten (hauptsächlich wegen der finanziellen Unanbhängigkeit, meine Mutter war zudem alleinerziehend). Dies tut mein Partner angeblich auch, ebenso die Partner meiner Freundinnen und wenn man den zahlreichen Beiträgen hier im Forum Glauben schenken kann, ebenso ein (großer?) Teil der Männer hier.

Geht es dann aber an konkrete Ideen und deren Umsetzung in der Realität, sehe ich ganz andere Dinge. Arbeitszeit reduzieren (oder es wenigstens mal versuchen, durchzubringen)? Fehlanzeige. Elternzeit länger als 1 Monat? Fehlanzeige. Ich führe eigentlich eine glückliche Beziehung, aber bei dem Thema geraten mein Partner und ich uns ständig in die Haare.

Von daher würde mich interessieren, was die Männer hier, die sich für ein solches Familienmodell einsetzen, an konkreten Vorstellungen haben?
 
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  • #2
<Mod> ob "Familienmodell" noch die richtige bezeichnung für ein derartiges Konstrukt ist? Was hat das denn noch mit Familie zu tun wenn man ein Kind zeugt, gebährt, es dann extern betreuen lässt während beide elternteile weiterhin an ihrer unabhängigkeit und karriere basteln?
Bin echt irgendwie froh dass ich noch keine kinder habe denen ich ein solches "Familienleben" zumuten muss.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #3
Konkrete Vorstellungen sind und bleiben das EINE, das ANDERE ist dann die Umsetzung und die passiert selten so wie erdacht.

Ich denke die meisten Männer bekommen dann Fracksausen, weil sie um ihre einzige klassische gesellschaftliche Stellung bangen -> Geld ranschaffen und was darstellen und das so gut wie möglich.

Da ich selbstständig bin und von Zuhause arbeiten kann, könnte ich mir sogar vorstellen, ab dem Zeitpunkt, wo das Kind die Brust nicht mehr braucht allein fürs Kind da zu sein und die Frau geht halbtags, oder ganztags Arbeiten.
 
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  • #4
Verlass dich nicht hundertprozentig auf seine Zusagen. Überleg lieber, wie du auch ohne seine Hilfe weiter arbeiten kannst (betrifft vor allem die Betreuungsmöglichkeiten bei euch am Ort). Falls es dann entgegen der Absprachen nach der Geburt eines Kindes Probleme gibt, kannst du immer noch auf deine Planungen zurückgreifen. Ich denke, dass es nicht wenige Männer gibt, die ihrer Freundin zuliebe "ja" zur Gleichberechtigung sagen, dabei aber insgeheim noch das alte Rollenmodell im Kopf haben.

w27
 
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  • #5
Irgendwie gruselig und mit Familie hat das nicht mehr viel zu tun.

Es gibt, so oder anderesherum keine Garantie, dass jemand dann auch wirklich das lebt, was er vorher sagte.
Es soll tatsächlich Menschen geben, die nach der Geburt dieses kleinen Wesens entdeckten, dass Karriere nicht halb so erfüllend ist, wie diesen kleinen Menschen auf seinem Weg zu begleiten und das Geld kein Ersatz dafür sein kann, daran nicht oder nur wenig teilgehabt zu haben.
 
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  • #6
Ich würde niemals eine Familie gründen wollen mit einer Frau deren Ziel in der Partnerschaft "finanzielle Unabhängigkeit jeweils von Mann und Frau" ist, und die vor und während der Partnerschaft auf die Zeit nach der Scheidung hinarbeitet.

Wenn eine Frau nicht an die dauerhafte Partnerschaft mit dem Partner glaubt, dann will ich sie nicht als Frau, und nicht als Mutter meiner Kinder. Wenn eine Frau nicht an das faire Miteinander innerhalb einer Beziehung glaubt, dann will ich sie nicht als Partnerin. Wenn eine Frau innerhalb einer Ehe (bei Zugewinngemeinschaft) alles verdiente Geld nicht als gemeinsames Kapital sieht, und weiterhin getrennte Kontoführung möchte, also fälschlicherweise denkt, dass gemeinsam erwitschaftetes Geld "eigenes Geld" wäre, dann ist sie egozentrisch, und mit so einer Frau ist echte Partnerschaft nicht möglich.

Konkret: Ich möchte eine Partnerschaft und ein "Familienmodell" wo es keinen Zweifel gibt, dass beide eine Liebes- und Schicksalsgemeinschaft aus Überzeugung bilden, eine Partnerschaft wo die gemeinsame Familie über allem steht, wo im Sinne der Familie jeder (Mann, Frau, und Kinder) seinen Anteil nach Leistungsfähgigkeit gerne bringt, wo Unstimmigkeiten konstruktiv gelöst werden, und wo nicht jeder kleine Streit an dem Grundverständnis und dem Fundament der Familie rüttelt.

Wenn es notwendig und sinnvoll wäre, dann würde um der Familie willen auswandern, und im äussersten Fall würde ich zum Schutz von Familienmitgliedern töten. Da sollte jedes andere kleinere Problem, das einen vergleichbar kleineren Einsatz erfordert, ebenfalls lösbar sein.

m41
 
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  • #7
Ich glaube, oft liegt es auch an den Frauen, dass das klassische Rollenmodell gelebt wird.
Viele halten es für selbstverständlich, dass sie jahrelang zu Hause bleiben, anschließend Teilzeit arbeiten und der Mann in der Zeit das Geld ranschafft und selbst nicht viel von seiner Familie hat. Das böse Erwachen kommt erst bei der Trennung, wenn sie feststellen, dass sie finanziell und beruflich nicht mehr auf die Beine kommen.
Andere wiederum lassen sich in die Rolle der Hausfrau und Mutter drängen, weil der Mann mehr verdient, sich nicht in die Kinderaufzucht einbringen will oder es gesellschaftlich immer noch von der Frau erwartet wird, selbst wenn sie eine super Ausbildung oder eine bessere Ausbildung als der Vater des Kindes hat, und beneiden dann den Mann, weil er sein Leben weiterleben kann, aus dem Haus kommt, intellektuell gefordert wird und seine Karriere vorantreiben kann.
Ich glaube, dass Frauen, die eine faire Aufteilung von Familienarbeit und im Job bleiben wollen, das konsequenter durchsetzen müssen, statt klein beizugeben und zähneknirschend ihre beruflichen Möglichkeiten in die Tonne zu werfen. Kein Mann, der seine Partnerin liebt und ihre Wünsche respektiert, wird es als unfair empfinden, wenn von ihm bei Familiengründung erwartet wird, dass er sich gleichermaßen an der Kindererziehung beteiligt und der Frau dadurch ermöglicht, genauso beruflich am Ball zu bleiben, wie er. Und Männer, die das dann nicht akzeptieren könnnen, sind von der Lebenseinstellung her so weit von einem entfernt, dass man mit ihnen keine Familie gründen sollte, weil das früher oder später aufgrund der unterschiedlichen Sichtweise ohnehin große Konflikte geben wird.

w, 28
 
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  • #8
FS an #1:

Ich möchte ja eben keine ganztätige Fremdbetreuung meiner Kinder, sondern dass beide einen Anteil daran leisten, dass man eine gesunde Mischung zwischen Kind und Arbeit findet...
 
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  • #9
Vielfach wird doch gar nicht der Wunsch ausschlaggebend sein, sondern die finanziellen Möglichkeiten. Was nützt es, wenn Du die moderne Frau leben willst, Dein Partner anteilig zu Hause bleibt, Dein Verdienst aber so gering ist, daß die Familie nicht leben kann. Nicht umsonst arbeitet die Politik zunehmend auf ein Modell nach DDR-Vorbild mit Ganztagesbtreuung und Kinderkrippe hin. Aber nicht, um die Frau zu fördern, sondern weil die Einkommen nicht mehr reichen, so daß ein Partner zu Hause bleiben kann. Also nicht so akademisch denken, sondern so, wie es für das Kind am besten ist.
 
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  • #10
Konkret zu Deinen 2 Punkten wo es in der "Umsetzung" happert oder happern könnte:

- Die Arbeitszeiten Deines Partners sollten sich von alleine reduzieren, da der Mann auf einmal etwas wundervolles und tolles erlebt. Wenn er das so nicht sieht und lieber nach wie vor den ganzen Tag bei der Arbeit sein wird/will, dann hat er halt zum Kind keinen Bezug (aufgebaut). Das solltest Du vorher versuchen rauskriegen - hat er ein Patenkind, interagiert er auf Familienfeiern mit Kleinkindern und und und.
- Die Elternteilzeit ist sehr stark von den noch zu erhofftten / erwartenden beruflichen Ambitionen Deines Partners abhängig. Wenn er noch welche hat, dann ist die Frage ob in dieser Phase / Zeit der Elternteilzeit maßgebliche Weichen gestellt werden. Eher schwer zu planen. Die ersten Karriereschritte speielen sich so zwischen 30 und 35 Jahren ab, da kann es schon sein, dass Du da bei Deinem Partner auf eine Mauer stösst wenn sich da gerade was tun (könnte). Einer seiner Argumente könnte dann sein, wir können mit dem Kinderkriegen auch noch warten - mit allen anderen Risiken / Konsequenzen. Ab dem ersten Karriereschritt sehen es die meisten Männer entspannter. Auch hier im Vorfeld klären, redet er von der tollen Gruppenleiterstelle bzw. seinen eigenen kleinen Laden oder träumt er doch eher Vorstand oder Geschäftsfüher zu werden.

Da Ihr Euch ständig in die Haare geratet, tippe ich mal: Er ist so 33 alt, Angestellter in einer Firma in der esten Ausführungsebene und hat noch nie als Onkel, Patenonkel, Babysitter oder grosser Bruder Windeln gewechselt. Wenn es so ist, ist Euch weiterer Stress vorprogrammiert.

Und noch so ein Bauchgefühl, von den Formulierungen in Deinem Mail lese ich heraus, dass Ihr nicht verheiratet seit. Ihr habt sozusagen den ersten Schritt noch nicht gemacht und Du machst Dir Sorgen / Gedanken um den zweiten. Irgendwie auch nachvollziehbar, nur, ich an deirn Stelle wäre mir gar nicht so sicher ob Er überhaupt Deine Pläne mittelfristig teilt, geschweige denn kurzfristig. Und ja, es ist mir schon klar, dass mann nicht heiraten muss um Kinder zu kriegen, aber es ist nun mal nach wie vor ein sehr guter Indikator ob beide was "Familie" betirfft in die gleiche Richtung denken.

M45
 
  • #11
Liebe FS,

ich hatte ein solches Modell gelebt bevor es allgemeingültig wurde. Und es ging auch- man muss es aber schon wollen und aktiv betreiben. Dazu brauchts einen Arbeitgeber der das mitmacht. Hatte mal einen der meinte er könne einen Vater nicht brauchen, es sei doch Aufgabe der Mutter das Kind zum Arzt zu bringen. Tja, der hatte halt flott einen guten MA weniger (in aller Bescheidenheit). Das Gegenmodell sind Heute Firmen wie Trumpf die dadurch die allerbesten gewinnen und halten können. Der Firma schadets offenbar nicht.
Im übrigen ist eine reduzierung der Arbeitszeit keine Gnade des AG sondern Rechtsanspruch. In den meisten Firmen und Arbeitsplätzen geht das auch.

Das heisst natürlich auch für Dich das Ganze auch einzufordern und während der Schwangerschaft vorzuplanen (Kita organisieren etc.) und Ihn laufend in die Pflicht zu nehmen sollte er zurückrudern.

Liebe#1
ob "Familienmodell" noch die richtige bezeichnung für ein derartiges Konstrukt ist? Was hat das denn noch mit Familie zu tun wenn man ein Kind zeugt, gebährt, es dann extern betreuen lässt während beide elternteile weiterhin an ihrer unabhängigkeit und karriere basteln?
Na ja, das hängt von Dir ab. Ich weiss dass Familie nicht davon abhängt ob die Kinder auch den nachmittag "fremdbetreut" werden. Abends, am WE und in allen Ferien sind ja alle zusammen.
Du findest es anders richtig, ok. Aber Allgemeingültig ist das eben nicht.

Übrigens: Meine Mutter war gezwungenermassen eine "NUr-Hausfrau". Aber gesehen hab ich Sie dennoch nur Abends, solange es Hell war waren wir Dorfkinder "uff dr Gass" zum spielen, kicken, oder haben in einer Scheune die Hausaufgaben gemacht (ok, nicht ganz so oft ;-)). Ob das nun in der Kita unter Aufsicht geschieht oder zuhause mit Muttern (ohne das sozialisierende Rudel) macht für die Familie nun wirklich keinen Unterschied.
 
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  • #12
Hier die FS

Ich habe studiert und dabei kein Orchideenfach gewählt. Mögliche Verdiensteinbußen meines Partners kann ich also locker abfangen.

#5 Moment, ich habe nicht gesagt, dass es kein Miteinander in der Partnerschaft geben soll. Aber wenn man sich doch mal trennen sollte, ist das Miteinander eben vorbei. Und ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Beiträge ich hier schon gelesen habe, in denen sich Männer darüber beschweren, was sie die Frau im Falle einer Trennung kostet..
 
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  • #13
Liebe FS,

ich kann dir als Single-Mutter nur empfehlen, bleib bei deinen Vorstellungen, auch im Interesse des Mannes und des Kindes. Beide können Teilzeit arbeiten gehen, jeder kann sein eignes Konto haben und es kann trotzdem ein Gemeinschaftskonto für die monatlichen Ausgaben geben.

Was bei anderen Paaren mit Kind gut funktioniert, sollte bei dir auch möglich sein. Wenn allerdings dein Partner nicht mietziehen kann oder will, dann ist er kein Partner und anscheinend der falsche Mann für dich. Dann solltest du "handeln". Jung genug dafür bist du doch noch.

w 49
 
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  • #14
Hier die FS ... #5 Moment, ich habe nicht gesagt, dass es kein Miteinander in der Partnerschaft geben soll. Aber wenn man sich doch mal trennen sollte, ist das Miteinander eben vorbei. ...
"Moderne Familie" = 2 Individualisten + gemeinsame Kinder

Ist diese verkürzte Formel aus deiner Sicht richtig? Ja? Da sind 2 Menschen mit beliebigen Eigenschaften und einer gemeinsamen Schnittmenge (Sex, emotionale Bindung, und gegenseitiges Wohlwollen) die beschliessen ein gemeinsames Projekt (Kinder) zu starten. Solange die gegenseitige Anziehung überwiegt bleiben sie zusammen, danach trennt man sich wieder. Und weil man davon ausgeht, dass es eine Beziehung auf Zeit ist wird auf Dauer auch getrennt geplant.

Ich hingegen möchte niemals mit einer Frau eine Familie gründen, die von einer Beziehung auf Zeit ausgeht, und die über ihre Zukunft nach der Trennung grübelt. - Das ist Einstellungssache und eine Grundsatzentscheidung. Meinentwegen nenne es Charaktersache. - Wer nicht an die Zukunft glaubt, der ist für mich nicht zukunftsfähig.

m41
 
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  • #15
#13: In Zeiten, in denen beinahe jede zweite Ehe geschieden wird, sich nicht für den Fall der Trennung abzusichern, sondern davon auszugehen, dass im eigenen Fall alles gut gehen werde, finde ich naiv. Als Mann, der vorhat, die Familie alleine zu ernähren, kann man sich diese Naivität heutzutage gut leisten, da man, wenn es doch schiefgeht, für die Frau nur Unterhalt zahlen muss, bis das jüngste Kind 3 ist, da die Frau dann verpflichtet ist, sich eine Vollzeitstelle zu suchen und ihr Leben selbst zu finanzieren. Die Frau steht dann allerdings doof da, wenn sie jahrelang aus ihrem Beruf heraus ist und mit Kindern. die auch außerhalb der Kindergarten- oder Schulzeit betreut werden müssen, keine Stelle findet, die ihren Lebensunterhalt vollständig finanziert. Würdest du - wenn deine Frau ein Gehalt in einem deinem ähnlichen Rahmen hätte - als Mann zu Hause bleiben, deine Frau alleine die Familie finanzieren lassen und damit das alleinige Risiko, beruflich nicht mehr in deiner Ausbildung angemessen Weise unterzukommen, tragen wollen? Vermutlich nicht. Warum sollte eine Frau das dann tun? Was spricht dagegen, sich die Kindererziehung und die Arbeit außerhalb der Familie zu teilen und die Risiken somit aufzuteilen? Die Kinder haben da doch auch etwas von: Einen Vater, der nicht nur am Wochenende Zeit mit ihnen verbringen kann und eine Mutter, der nicht früher oder später zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, während sie sich abhängig vorkommt und verpassten beruflichen Möglichkeiten nachtrauert.

Die #6
 
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  • #16
"Die Frau steht dann allerdings doof da"

Ein Freund von mir ist Rechstanwalt und hat die Scheidung seiner Eltern durchgeführt, kostenlos. So das für beide in der Gesamtsumme das "meiste" übrig blieb. Guess what, beide Elternteile beschwerten sich beim Sohn, dass Sie jetzt doof rumstehen und es den anderen besser geht.

Ironie der Sache, auch hier war das Kind - der erwachsene Rechstanwalt - der einzige objektive verlierer, denn die Eltern hatten das Beste aus der von beiden verursachten Situation erhalten, lösten aber Gefühle der Unzufreidenheit bei Ihrem Kind aus, ohne not.

Frau steht doof da, Mann steht doof da, ich kanns nicht mehr hören.

Vorschlag für neue Staffel DSDS: Deutschland Sucht die Super Scheidungen. Dürfen sich ausschliesslich Paare bewerben, wo BEIDE der Ansicht sind, nach de Scheidung nicht doofer da zu stehen als der andere. Dieter Bohlen wäre auch wieder Jury ! Neuerdings mit Sylvia Van der Vaart. Auch 10.000 Bewerber pro Staffel? Genügend geschiedene gibt es ja, zummindest mehr als purbertierende Teenies mit Talent zum singen.

M45, geschieden.
 
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  • #17
#13: In Zeiten, in denen beinahe jede zweite Ehe geschieden wird, sich nicht für den Fall der Trennung abzusichern, sondern davon auszugehen, dass im eigenen Fall alles gut gehen werde, finde ich naiv. Die #6
Dann machen 50% es richtig, und diese zu verstehen ist viel wichtiger als sich den Rat von Geschiedenen (und gescheiterten) zu holen.

Sich VOR einer Ehe sich die Tragweite der Zugewinn- und Wirtschaftgemeinschaft klar zu machen halte ich für absolut notwendig. Sich WÄHREND einer Ehe für den Fall der Trennung abzusichern ist geistige Brandstiftung. Es ist die innerliche Kündigung der Partnerschaft, der Misstrauensbeweis schlechthin.

Die FS strebt Unabhängigkeit aus den falschen Motiven an, sie nennt die finanzielle Unabhängigkeit und alleinerziehend in einem Atemzug, und das BEVOR sie eine Familie gegründet hat. Wie dumm müsste ein Mann sein um sie bei so einem Vorhaben zu unterstützen?

Für mich bedeutet Unabhängigkeit = Leistungsfähigkeit = Zukunftsfähigkeit. Was auch immer passieren wird, das eigene Wissen, das Können, das Selbstvertrauen, und der Glauben alle zukünftigen Aufgaben zu meistern, egal was da kommen mag. - Das ist Unabhängigkeit.

Deshalb finde ich es toll, dass die FS ihre Leistungsfähigkeit bewahren und steigern möchte, auch und gerade bei einer Familiengründung. Aber bitte, die ureigenste und tiefste Motivation sollte es sein ihre Stärke für die Familie einzusetzen, für den Fall z.B., dass ihr Mann zeitweise nicht leistungsfähig wäre durch Unfall, Krankheit, höhere Gewalt, etc.

Wenn meine Patnerin sich wie ein Fähnchen im Wind drehen würde, von dem Gejammer und von Statistiken anderer eingeschreckt wäre, wenn sie durch das Scheitern der anderer Angst vor der eigenen Zukunft hätte, wenn sie den Glauben an die eigene Kraft zur Gestaltung der Zukunft verloren hätte, wenn sie Angst vor der Gründung einer Familie hat, und Sorge die Partnerschaft könnte nicht ewig halten, dann wäre sie in meinen Augen die falsche Frau für mich.

m41
 
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  • #18
Hier die FS

Ich finde es schade, dass das jetzt wieder nur in endlose Diskussionen abrutscht. Vielleicht habe ich mich im Anfangspost auch etwas plump ausgedrückt.

Mir (und auch meinem Partner) ist Familie sehr wichtig. Ich strebe keine Karriere im Sinne von 70 Stunden Woche an. Auch möchte ich mein Kind nicht so schnell wie möglich wieder loswerden. Ich bin durchaus bereit, für Kinder zu pausieren und dann auch meine Arbeitszeit zu reduzieren.

Auch möchte ich keine Partnerschaft "auf Zeit" oder Leben in der ständigen Angst, dass etwas schiefgeht und man sich trennen könnte.

Aber: Die Risiken, die nunmal durch Ehe/Hausbau/Kinder/etc. entstehen, würde ich eben gerne mit meinem Partner gemeinsam tragen. Nun will es mir nicht in den Kopf, was denn so schlimm dran sein soll, wenn auch der andere einen Teil dazu beiträgt? Warum ist man dann auf einmal keine Familie mehr, sondern nur noch ein Haufen von Individualisten? Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht. Hier und in der Realität wird ständig gejammert über die Frauen und über die Verpflichtungen/Risiken, die mit Kinder kriegen etc. einhergehen. Aber anders rum ist es auch nicht in Ordnung?

Übrigens bin ich auch gerne deshalb finanziell unabhängig, damit ich eben auch für meine Familie aufkommen könnte, wenn es denn nötig wäre...
 
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  • #19
Missverständnisse gibt es überall, auch in den besten Beziehungen. Der 1. Schritt zur Lösung ist die Sicht des anderen einzunehmen.

Mir (und auch meinem Partner) ist Familie sehr wichtig. Ich strebe keine Karriere im Sinne von 70 Stunden Woche an. Auch möchte ich mein Kind nicht so schnell wie möglich wieder loswerden. Ich bin durchaus bereit, für Kinder zu pausieren und dann auch meine Arbeitszeit zu reduzieren
Gehen wir davon aus, ihr beide seid ein tolles Paar und alles ist in bester Ordung. Dein Mann ist bereit 1 Monat Elternzeit (nach der Geburt) zu nehmen, und ansonsten die finanzielle Verantwortung für die Familie zu tragen. Und du bist bereit für Kinder zu pausieren (z.B. 1 Jahr pro Kind), und danach arbeitest du in deinem Beruf weiter. Die Kinder kommen in die Krippe, Kindergarten, Schule, und wenn es nötig ist könnt ihr euch ein Aupair, ein Kindermädchen, oder einen Babysitter leisten. Das alles sind doch sehr gute Voraussetzungen für eine Familiengründung.

Warum sollte das für eine "moderne Familie" nicht ok sein? Warum ist das für DICH nicht ok? Warum willst du deinen Mann zu etwas drängen was er nicht will, und was offensichtlich nicht notwendig ist? Beide bringt ihr in die Familie das ein was ihr zu leisten im Stande seid, und was ihr möchtet. Du bist nicht länger aus dem Job als du willst, deine "fianzielle Unabhängigkeit" bleibt unangetastet, dein Mann erhält seine Leistungsfähigkeit wie gewünscht, und die Kinder sind bestens versorgt. Also, warum konstruierst du ein Problem aus eurer Kinderplanung, wenn ihr beide ansonsten so wunderbar harmoniert?

m41
 
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  • #20
Die abwertenden Antworten kann ich nicht verstehen!
In meinen Augen beschreibt die FS DAS entscheidende Familiengründungsproblem der heutigen Zeit in Dtl., das viele Frauen haben, die Beruf und Familie vereinbaren wollen und denen die "Falle" bewusst ist, dass sie am Ende doch die sind, die die berufliche Karriere bzw den Beruf aufgeben und mit der "alten Rollenverteilung" genau das Leben führen, dass sie nicht führen wollte, während der Mann diese Einschnitte nicht teilen muss.

Auch aus meinem Bekanntenkreis und der eigenen Familie kenne ich Fälle, in denen sich genau diese Befürchtungen der jungen Mütter bewahrheiten. Nicht dass die Mänenr daran schukd sind, oft ergibt es sich aus guten, aus der jeweiligen Situation heraus verständlichen Gründen, aus jeweils für sich sinnvollen gemeinsamen (!) Entscheidungen der Eltern ... und doch ist am Ende die Frau die verzichtet (hat). Es ist natürlich ein Problem, dass durch die bestehenden gesellschaftlichen und arbeitsrechtlichen Strukturen begünstigt wird. Aber ebenso ist es ein, das gelöst werden kann! Wenn sich beide einig sind und wenn beide wollen.

Was kann die FS also tun:
1. Sich einen andern Mann suchen, einem, dem sie vertraut, dass er wirklich sich auch beruflich einschränkt.
2. Die Familiengründung trotzdem, also mit dem jetzigen Mann versuchen, und hoffen/drauf vertrauen, dass er nach dem ersten Kind soviel Lust hat, beim zweiten sich wirklich mehr einzubringen (mehr Elternzeit nehmen). Kenne so ein Paar, sie Ärztin, er Anwalt. Sie wollte ein 2. Kind, er sagte: "Gerne, aber nur wenn ich diesmal auch die Hälfte der Elternzeit bekomme!" So haben sie's auch gemcht, alle sind happy. Sie hat allerdings ein paar Jahre auf halber Stelle gearbeitet, sod ass die Facharztausbildung sich eben viel länger hinzog.
3. Es sein lassen.

Ich persönlich, würde mich konkret beruflich einschränken und mich gerne für Kinderbetreuung hergeben. Allerdings habe ich's leichter als viele andere Männer, denn als Selbständiger kann ich alleine entscheiden, wieviele Aufträge ich annehme und wieviel Zeit ich investiere.

Ein Problem, dessen in meinen Augen sich beide Partner zu wenig bewusst sind:
Sie haben die Möglichkeit, beide wniger zu arbeiten, wenn sie sich in ihren materiellen Bedürfnissen einschränken !!!
Genau dazu sind sie - beide, ob Mann oder Frau, oft nicht bereit.

Vielleicht auch das eine Frage, die die FS sich selbst ehrlich beantworten sollte: Würde sie wollen, dass der Mann z.B. nur 3/4-Stelle arbeite und sich das Familieneinkommen entsprechend reduziert?????

Tut mir leid, die Patentlösung habe ich auch nicht - aber ich suche die Karrierefrau, die schnell wieder arbeiten gehen will und mich mit den Kindern machen lässt:)!
 
  • #21
Die FS wünscht sich m.E. das sie und ihr Partner "trotz" Kind arbeiten + Geld verdienen können.
Und dabei Beide abwechselnd oder gemeinsam die Kind/er betreuen.

Dazu braucht sie einen sehr emanzipierten und selbstbewußten Partner.
Der gerne beruflich kürzer tritt, um sich dafür mehr mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Inkl. Alltag, wie Windeln wechseln, füttern/versorgen, mit den Kindern spielen, usw.

Der es akzeptiert, daß er nicht der alleinige Familienernährer ist, sondern Beide gemeinsam dafür.
Und der einen Arbeitgeber hat, der dies akzeptiert und ermöglicht.

Die FS wünscht sich Eigenschaften von ihrem Partner, die nicht so typisch für Männer sind.
Sondern eher z.B. ihre beste Freundin leisten würde, als eine Art Tagesmutter ?
Also der Partner als eine Art Teilzeit-Tagesvater ?

Also sollte die FS ihren Partner dahingehend prüfen, ob er für dieses Modell der Elternschaft geeignet ist ?

Ich (m,51) könnte mich für so ein Modell begeistern. Und habe dies mit meiner letzten Partnerin und ihrem Kleinkind -etwas- praktizieren können.

Voschlag an die FS: Nimm deinen Partner mal in eine Kita z.B. eines Familienzentrums mit.
Und beobachte ihn, wie er mit den Kindern umgeht, und wie lange er dabei gerne mitmacht = "durchhält"

Wenn er dabei aber nur m.o.w. zuschaut, und sich nicht fürs mitmachen bewegen lässt, dann kann sie ihr Familienmodell mit diesem Mann m.E. vergessen.
Dann bliebe ihr nur noch das klassische Rollenmodell: Er verdient das Geld, und sie macht Haushalt, Kinder etc.
Oder sie sucht sich für ihre Familiengründung einen anderen Partner ?

Solche Auswahl und Entscheidungen sind sehr wichtig - bevor man mit dem ersten Kind schwanger ist.
Denn wenn Kinder, dann mit dem richtigen Partner dafür. Mit dem Partner, mit dem sie die kommenden 20 Jahre das Familienmodell leben kann, womit auch die FS zufrieden ist.

Ich vermute, daß es in der nahen und weiteren Zukunft immer mehr Frauen geben wird, die wie die FS Kinder UND eigenen Job/Beruf gleichzeitig haben wollen.
Dabei geht es m.E. nicht um das eigene Geld, oder gar um eine "Trennung im Hinterkopf".
Sondern darum, wegen der Kinder nicht auf den eigenen Job/Beruf verzichten zu müssen, und da nicht den Anschluss zu verlieren.
 
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  • #22
Hier nochmal #19.

Ich kann #20 nur beipflichten!!!

Es braucht dafür einen SELBSTBEWUSSTEN Partner!
Nicht mit dem Selbstbewusstsein, dass massen- und karrieretauglich ist, gut ankommt und allseits akzeptiert wird. Sondern mit dem Selbstbewusstsein, dass heisst: Ich mach meins, weil ich ein freier Mensch bin! Ich muss nicht die Berufstretmühle machen, nur weil alle - und auch immer mehr Frauen - das machen!
Jemand der sein Selbstbewusstsein aus sich selbst heraus besitzt - oder weil er gerne sein Vatersein lebt, nicht jemand, der sein Selbstbewusstsein vornehmlich aus aus Anerkennung anderer für die berufliche Position/Arbeit zieht!

Nochwas: Die Frau muss ihren Mann dann auch noch lieben können!
Das Problem ist ja oft, dass Frauen sich vom Mann beides wünschen: Der "Moderne" sein (wie gerade beschrieben) UND der mit beruflichem Status. Beides zusammen geht aber nicht!
Ebensowenig kann der Mann die Mutter seine Kinder, Haushälterin, Hinzuverdienerin und dauerheiße Maus haben;-)
 
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  • #23
Es wird heutzutage für die junge Generation nicht mehr möglich sein, sich eine einigermaßen rosige Zukunft zu sichern, wenn die Frau sich einige Zeit bequem zu Hause hinsetzt und lediglich die Kinder hütet. Das Geld wird euch vorne und hinten nicht reichen! Selbst ein Teilzeitjob reicht nicht! Es wird zwangsläufig da hinaus laufen, dass du und dein Partner beide in Vollzeit arbeiten gehen müßt, um nicht als Armutswrack zu enden und am besten gleich nach der Schwangerschaft wieder in den Job einsteigen!

Außerdem besteht das Risiko, dass du als heutige junge Frau eines Tages als alleinerziehende Mama endest, weil fast jede Ehe nach 10-20 Jahren wieder geschieden wird, und du dann nichts hast! Also arbeite sorgfältig an deiner eigenen Unabhängigkeit! - egal was dein späterer Freund/Mann oder Mutter/Bekannte dir sagen wollen! Letztendlich trägst du das Risiko allein für dein Schicksal!
 
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  • #24
...bzw den Beruf aufgeben und mit der "alten Rollenverteilung"...während der Mann diese Einschnitte nicht teilen muss.
Doch tut er.

Bei der alten Rollenverteilung, erlebt Sie nicht die erste Gehaltserhöhung, Businessreise, Beförderung ... dafür erlebt er nicht das erste Wort, Laufen, Lächeln ...

Ob das nun Sinn macht, oder gleichwertig ist, oder gerecht ist kann, oder für Männer gut bzw. gewünscht ist, oder für Frauen gut bzw. gewünsht ist, für die Gesellchaft gut ist, für die Kinder gut ist, antiquiert oder modern ist, kann mann/frau gerne alles ausführlich diskutieren.

Aber bitte hört auf uns Männern weis zu machen, dass wir bei der alten Rollenverteilung beides haben bzw. keine Einschnitte haben. Sorry, tun wir nicht und glauben wir auch schon lange nicht mehr. Und wenn das immer wieder wiederholt wird, bedeutet es nicht, das es dadurch wahrer wird. Und wenn wir dem nicht ständig wiedersprechen, bedeutet es nicht, das wir dem zustimmen. M45
 
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  • #25
FS:

Mein Partner mag Kinder sehr gerne, die Kinderbetreuung sieht er jedoch bei der Frau. Ich vermute, dass liegt an seiner Erziehung, in dem ihm dass klassiche Rollenmodell vorgelebt wurde und er dieses niemals hinterfragt hat. Aus seiner rationalen Sichtweise gibt er mir Recht, emotional kann er sich anscheinend damit nicht so recht anfreunden.

Eine Reduzierung seinerseits wäre finanziell problemlos möglich, da ich nicht schlecht verdiene und unsere Ausgaben nicht exorbitant sind.

Außerdem geht es für ihn ja auch gar nicht darum, dass er jahrelang aus dem Beruf aussetzt und dadurch Position und alle Anerkennung verliert. Mir geht es ja eigentlich nur um eine "Aufteilung" auf Frau/Mann/Kita...
 
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  • #26
Threadschreiberin, ich fürchte du lebst in einer Ilussion. du nimmst doch nicht wirklich an, dass das, was hier frauen im forum beschreiben, also "moderne familie" usw. ernsthaft auf die realität übertragbar ist? Das liest man sich so zum spaß hier im forum durch aber du kannst doch nicht ernsthaft meinen, dass das in der realität auftritt? wenn du das ernsthaft glaubst, dann bist du aber selber schuld. denn das hier ist das internet und willkommen in der realität, in der eben die normale rollenteilung herrscht.

diskutieren könnt ihr natürlich hier viel, bloß: hat das irgendeine gültigkeit oder auswirkungen auf die realität? ich glaube gar nicht. eher verstärkt ihr noch bei den jungen leuten den wunsch nach traditioneller rollenteilung, weil sie vor euren "modernen" vorstellungen flüchten wollen ins sichere gewässer.
 
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Gast

  • #27
Wenn eure Wünsche so konträr sind, dann würde ich erst einmal abklären, wer denn eher bereit ist, nachzugeben und mich über ein Modell einigen. Ich finde deinen Wunsch absolut nachvollziehbar und würde an deiner Stelle nicht nachgeben, da du sonst mit Sicherheit finanziell abhängig und mit der Familienarbeit alleine dasitzt, zumal ich auch das Problem deines Partners nicht nachvollziehen kann, wenn er problemlos reduzieren könnte und kinderlieb ist. Man muss nicht alles so machen, wie die Eltern, und für die Kinder ist es doch super, wenn sie auch etwas vom Vater haben und für dich, wenn du im Job am Ball bleiben kannst.

#25: Was ist denn bitte "normale Rollenteilung" und das "sichere Gewässer der traditionellen Rollenverteilung"? In Zeiten, in denen die Frauen viel schlechter ausgebildet waren und die Männer bis in alle Ewigkeit Unterhalt für ihre nicht arbeitenden Ex-Frauen zahlen mussten, war es normal, dass die Frau zu Hause bleibt und der Mann ihren Lebensunterhalt mitverdiente. Heutzutage, wo Frauen oft genauso gut ausgebildet sind, wie ihre Männer, und der Mann, sobald das jüngste Kind 3 ist, keinen Unterhalt für die Frau mehr zahlen muss, sind Frauen, die ohne Absicherung durch Ehevertrag das alte Rollenmodell eingehen und ihren Beruf an den Nagel hängen, meines Erachtens bestenfalls naiv, wenn nicht dumm, denn so ein Verhalten ist ein sicherer Garant, nach einer Scheidung dauerhaft in Armut zu leben und abgesehen davon Ressourcenverschwendung, wenn gut und teuer ausgebildete Frauen, die jahrelang auf einen guten Beruf hingearbeitet haben, alles für Jahre hinschmeißen und danach zu lange aus ihrem Beruf sind, um wieder dort Fuss zu fassen. Und warum sollte das Modell der FS nicht realisierbar sein? Das ist sehr gut realisierbar, wenn man einen Partner hat, der seine Männlichkeit nicht falsch versteht, nämlich nicht nur in dem Sinne, dass Männlichkeit bedeutet, Vollzeit arbeiten zu gehen, während die Frau alles andere macht, und der Vaterschaft nicht mit 15 Minuten Sex und hin und wieder Fussball spielen am Wochenende verwechselt.
 
  • #28
FS, Du stellst Dir vor, dass in einer "modernen Familie" beide Partner beruflich etwas kürzer treten und sich gemeinsam zu einigermaßen gleichen Teilen um das gemeinsame Kind kümmern. Das klingt toll. Beide gehen ein klein wenig aus der Job-Tretmühle heraus, keiner verliert dabei völlig den Anschluss im Beruf. Gleichzeitig können beide das Familienleben genießen und sind in der Pflicht, es auch zu organisieren. Eine echte, gleichberechtigte Partnerschaft.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Mann für ein solches Modell. Dein aktueller Freund scheint das leider nicht zu sein. Und auch all die anderen Männer, die Dir von ihrem Kinderwunsch berichten werden, solltest Du Dir ganz genau anschauen, bevor Du eine Familie mit ihnen gründest. Denn leider sind die Ansichten Deines Freundes nach meiner Erfahrung in der überdeutlichen Mehrheit in der Männerwelt. (...übrigens ein wichtiger Grund, der für mich gegen eine Familiengründung spricht)

Ich kenne eine ganze Reihe Paare mit kleinen Kindern, bei denen die Männer unbedingt Familie wollten und das Blaue vom Himmel versprochen haben. Fakt ist, dass kein einziger mehr als einen oder zwei Monate Elternzeit gemacht hat, die zudem mit einer Fernreise und nicht im Haushalt verbracht wurden. Kein einziger Mann hat seine Arbeitszeit reduziert, auch nicht diejenigen im öffentlichen Dienst. Wenn das Kind in der KiTa ist und die Frau wieder arbeitet, geht kein einziger Mann zur Elternveranstaltung, geht mit dem Kind zum Arzt, bleibt mit dem kranken Kind ein paar Tage daheim oder holt es auch nur öfter als einmal wöchentlich aus der KiTa ab. Diese ganzen organisatorischen Dinge, Notfalleinsätze etc. bleiben ausschließlich an den Frauen hängen. Und das trotz allerbester Vorsätze und großer Versprechungen.

Aber vielleicht findest Du ja einen Mann, der da wirklich anders tickt. Ich hoffe es.
 
  • #29
@27
Fakt ist, dass kein einziger mehr als einen oder zwei Monate Elternzeit gemacht hat, die zudem mit einer Fernreise und nicht im Haushalt verbracht wurden. Kein einziger Mann hat seine Arbeitszeit reduziert, auch nicht diejenigen im öffentlichen Dienst. Wenn das Kind in der KiTa ist und die Frau wieder arbeitet, geht kein einziger Mann zur Elternveranstaltung, geht mit dem Kind zum Arzt, bleibt mit dem kranken Kind ein paar Tage daheim oder holt es auch nur öfter als einmal wöchentlich aus der KiTa ab. Die
Schade für Dein Umfeld, und schade dass Du nicht mehr daran glauben kannst. Ich kann Dir aber sagen- ich erlebe immer mehr Männer aus der jüngeren Generation die bereits im Vorstellungsgespräch diese Möglichkeiten einfordern und auch nutzen. Google mal das Arbeitszeitmodell der Firma Trumpf, Weltmarktführer in Laserschneidmaschinen. Das Angebot wird derart gut angenommen dass viele andere Firmen gleichziehen müssen um sich die guten Nachwuchsleute zu sichern. Ist inzwischen wichtiger als hohes Gehalt oder der dicke Wagen.

Es ist schade dass die FS offenbar kein solches Exemplar ergattern konnte.

Liebe FS
Mein Partner mag Kinder sehr gerne, die Kinderbetreuung sieht er jedoch bei der Frau. Ich vermute, dass liegt an seiner Erziehung, in dem ihm dass klassiche Rollenmodell vorgelebt wurde und er dieses niemals hinterfragt hat. Aus seiner rationalen Sichtweise gibt er mir Recht, emotional kann er sich anscheinend damit nicht so recht anfreunden
Nee, das ist nicht der Grund. Meine Eltern waren sehr "klassisch" in dieser Hinsicht. Ich und übrigens auch meine Geschwister wollten genau das nicht weil wir zum einen gesehen hatten wie die Mutter dabei "stehengeblieben" ist, und ja sich auch hat gehen lassen. Zum anderen auch weil wir unseren Vater kaum gesehen haben, er musste ja die Kohle ranschaffen. Er hat das übrigens später sehr bereuht und wenigstens bei seinen Enkeln teilweise nachgeholt.

Und das wäre vielleicht Dein Ansatzpunkt bei Deinem Freund- Ihm entgeht eine ganze Menge weil er dann eben nicht viel vom Kind sehen wird. Wenn auch das nicht hilft- tja dann würd ich mir einen Freund und Vater Deiner Kinder suchen der mit Dir in dieser Elementaren Frage konform geht. Und die gibts immer mehr.

Ich vermute einfach dass er lieber den Weg nehmen würde den er bereits kennt. Wenn das nicht der Weg ist den Du gerne gehen würdest (was ich sehr gut verstehe) dann trennen sich die Wege eben.