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  • #1

Männer: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?

Selbstbewußt aber nicht emanzig sollte sie sein - mit ihr Pferde stehlen können, so eine aktive Frau wäre toll - auf Augenhöhe möchte Mann der Frau begegnen, d.h. u.a. möchte er mir ihr in vielfältigerweise mit ihr kommunizieren - mit beiden Beinen im Leben stehend - auch finanziell - ER sucht also eine Frau, die ihn nicht wegen des Status oder des Geldes wegen will, sondern für sich selbst sorgen kann - klammern sollte sie nicht - und natürlich: attraktiv sollte sie sein!

Was erlebe ich dann allerdings in der Realität häufig (nicht immer)?
Sie, seine Freundin/Frau, ist eher unscheinbar u passiv- oft ziemlich übergewichtig - total auf ihn fixiert - will die gesamte Zeit mit ihm verbringen - vielfältige Gespräche: Fehlanzeige - auch höherer Bildungsgrad: Fehlanzeige - Begegnung auf Augenhöhe? Oder aber eine recht gepflegte u tolle Erscheinung, die aber offensichtlich sehr auf seine Kohle geschielt hat und teilweise so dominant u zickig daher kommt, dass einem die Nackenhaare hoch stellen?

Wie soll frau das verstehen? Theorie und Praxis gehen doch weit auseinander? Und Frauen, die ein gewisses intellektuelles Niveau gepaart mit Empathie, äußerlicher Attraktivität und Selbständigkeit bieten, gehen "leer" aus?
 
  • #2
Natürlich liegen Theorie und Praxis, oder hier Wünsche und Realisierbarkeit, weit auseinander. Wünschen kann man sich viel, was man bekommt oder erreichen kann, ist eine ganz andere Frage. Natürlich müssen Frauen wie Männer mit dem Vorlieb nehmen, was real erreichbar ist, wenn sie nicht ganz allein bleiben wollen.

Primär liegt die Diskrepanz aus Wunschdenken und Realität wohl darin, dass die Männer selbst gar nicht den entsprechenden Marktwert haben, um so eine Frau zu ergattern.

Zweitens gibt es einfach nicht so viele tolle Frauen, genausowenig wie es so viele tolle Männer gibt. Und was es nicht gibt, kann man auch nicht bekommen. Allerhöchstens von träumen.

Drittens spielt natürlich auch die Liebe eine Rolle. Auch wenn für Außenstehende oftmals nicht nachvollziehbar, verlieben sich einfach Pärchen ineinander, auch wenn sie die urspünglichen Anforderungen des Partners gar nicht erfüllen. Gefühle sind eben mächtig.

Ich denke aber nicht, dass Top-10%-Frauen leer ausgehen, weil Männer sich unter Wert paaren. Ganz im Gegenteil gehen die Männer und Frauen mit hohem Marktwert eben gut weg und finden auch schnell wieder neue Partner. Wenn Du meinst, dass begehrte Frauen übrig bleiben, dann stimmt das einfach nicht, sondern liegt daran, dass diese Frauen eben doch nicht so begehrt sind. Businessfrauen mit Intellekt und ach-so-toller Selbständigkeit und Souveränität sind gar nicht wirklich gesucht. Es ist doch bekannt, dass beruflich engagierte Akademikerinnen eben nicht so begehrt sind, wie sie selbst womöglich denken. Männer suchen ganz andere Facetten, nämlich niedlich, weiblich, sanft, kinderlieb, nicht ausgerechnet selbständig, dominant, vielbeschäftigt. Männer suchen eine Partnerin, mit der sie Freizeit und Wochenenden verbringen und eine Familie gründen können, nicht einen Kumpel und Konkurrenten.

Außerdem reden viel zu viele dieser Business-Frauen von Empathie und Weiblichkeit, bieten sie in der Praxis aber gar nicht. Da liegen Selbstbild und Fremdbild meilenweit auseinander. Oftmals wirken sie nach außen vorlaut, maskulin und dominant, sehen sich selbst aber als die Creme de la Creme.
 
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  • #3
Viele Frauen, die sich für ach so bewundernswerte Tauben halten, sind halt in der Fremdwahrnehmung durch andere auch nur Spatzen.

Und die von außen als Spatzen betrachteten Partnerinnen können für den jeweiligen Herrn eben das perfekte Täubchen sein.
 
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  • #4
Du übersiehtst den Aspekt, dass sich Frauen oft sehr schnell "weiterentwickeln", wenn sie erst einmal verheiratet sind und / oder Kinder haben.

Geheiratet werden vor allem die Frauen, die eben
ein gewisses intellektuelles Niveau gepaart mit Empathie, äußerlicher Attraktivität und Selbständigkeit bieten
Eben dies schätzen Männer und diese Frauen gehen keineswegs unbedingt leer aus.

Ist dann aber erst mal der Ehering am Finder, bietet sich der Frau dann ein gigantischer Freiraum. Der Mann kann so einfach nicht mehr davonlaufen, da kann die Frau sich erst mal rausnehmen, was sie möchte.

Da wird die Frau dann vielleicht mal attraktiv, ganz plötzlich wird aber so dann so manche Frau
eher unscheinbar u passiv- oft ziemlich übergewichtig

Manch andere Frau nutzt die Machtposition, die ihr eine einmal geschlossene Ehe gibt, indem sie
sehr auf seine Kohle schielt ... und teilweise so dominant u zickig daher kommt, dass einem die Nackenhaare hoch stellen?

Bleiben dann natürlich noch die Frauen, die nie verheiratet waren. Die hatten nie den Freiraum, um zu verlottern, den eine Ehe der Frau bietet.

Diese Frauen bieten dann nach wie vor noch
ein gewisses intellektuelles Niveau gepaart mit Empathie, äußerlicher Attraktivität und Selbständigkeit
Und diese Frauen stehen nun da, und fragen sich, warum die übergewichtigen Furien under die Haube gekommen sind und sie selbst nicht.

m
 
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  • #5
Ich stimme #1,2,4 zu.

Viele Paare lernen sich früh kennen, unbefangen, ohne viel Erfahrungen aber auch ohne Vorurteile und Ängste. Sie fanden oft recht spontan zusammen und sind über die Jahre durch ein Geflecht von Liebe, Zuneigung, Gewohnheiten und auch Abhängigkeiten recht fest miteinander verbunden. Nun entwickeln sich Beide weiter und bei manchen führt die Sicherheit zu einem sich Gehenlassen. Betrifft sowohl Frauen als auch Männer.

Von außen ist das oft viel deutlicher zu erkennen als aus der Gewohnheit der Beziehung heraus. Viele Paare bzw. einzelne Partner blenden so eine Abwärtespirale eine ganze Weile aus oder stehen es einfach durch oder gehen fremd oder trennen sich eben irgendwann. Oder es ist ihnen egal, denn sie lieben sich so, wie sie sind.

Von außen aber oft nur wenig ersichtlich ist, was ein Paar wirklich innerlich zusammenhält. Und da staune ich manchmal nicht schlecht, wie tief solche Verbindungen sein können, obwohl es den oberflächlichen Anschein haben könnte, die passen ja gar nicht zusammen.

Mir wird kalt ums Herz, wenn ich in diesem Zusammenhang Begriffe wie Marktwert, Liga, Top-Frau oder Top-Mann und dazu noch passende Prozentrechnungen lese. Ich stelle nicht in Abrede, daß gewisse Markmechanismen beim Kennenlernen wirken, vor allem zu Beginn des Kennenlernens. Aber da ist weitaus mehr. Und wer sich nur auf der "Marktoberfläche" bewegt, der tut mir ehrlich gesagt ein bischen leid. Denn die allermeisten Menschen sind tolle liebenswerte Menschen und Unikate, die nur den passenden Gegenpol finden müssen.

Es ist sinnlos, sich darüber zu beklagen, daß Männer vermeintlich die Spatzen nehmen und man selbst als Taube leer ausgeht. Wenn so ein Zustand dauerhaft ist, liegt es nahe, daß die sich als Taube Fühlende eher wie ein Greifvogel wirkt, der hoch oben unerreichbar in den Wolken kreist.

M/50
 
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  • #6
naja, auch so manche Taube entpuppt sich im Fernglas als gerupftes Huhn oder hässlicher Geier. Und so mancher Spatz ist in Wirklichkeit ein kleiner Schwan. Nur schön und reich ist verdammt wenig.
 
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  • #7
Meines Erachtens mehr mit "Verstand" als mit Liebe und Erotik zu tun hat.
Bei der unscheinbaren Person weiß er was er hat, lieb, nett, hausfrauliche Tugenden und treu.
Bei der Superfrau weiß er garnichts und das Risiko geht er nicht ein, somit bleibt die tolle Frau meist Single - logisch, obwohl gerade sie wesentlich mehr zu bieten hätte, als der Typ "nichtssagend", nur geben sich Männer oft nicht die Zeit, eine solch tolle Frau erst mal näher kennenzulernen, sie wird gleich in eine "Schublade" gesteckt und fertig. Viele Männer verpassen da leider ihre Chancen eine tolle attraktive und geistreiche Lebenspartnerin zu finden.

Sehe ich auch so, die Liebe und Erotik holen sich die Hausmannskost-Männer lieber im Bordell oder in Affären. Das geht schnell, ist unkompliziert, da werden sie für Geld umgarnt, das reicht diesen Männern oft. Der Alltag ist eh anstrengend genug, die Konkurrenz auf der Arbeit schläft nicht, da will der Mann zu Hause seine Ruhe haben und die bietet ihm ein Haschl´ mehr, als eine attraktive und kluge Frau.

Natürlich ticken nicht alle Männer so, aber die meisten schon.

w 47
 
  • #8
Kann vielleicht sein, was du sagst, obwohl ich durchaus auch attraktive Frauen kenne, die verheiratet sind...viele eigentlich. Aber gut, einige suchen lange und finden keinen ( ich auch ). Warum ist das so ? Hhmmm, ich denke, deine Kausalkette ist falsch:

Ich versuch's mal:
Ich denke, viele Männer ab einem gewissen Alter möchten in einer Partnerschaft leben, daher auch das Warmwechseln, das bei Frauen eher nicht vorkommt.
Sie suchen also dringend eine Frau. Ich treffe sie dann, wenn's nett ist auch mehrmals und dann merke ich, daß was fehlt. Ich habe hohe Ansprüche, schraube die zurück, gehe ein paar Kompromisse ein und merke dann, das reicht mir nicht.
Wenn ich selbst wenig zu bieten hätte, wäre ich sicher kompromißbereiter, dann würde ich halt bei einem dieser Männer bleiben und dann wäre ich auch unter der Haube.

Kann's auch so rum sein ?
 
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  • #9
Ja Frau Frei, Deine Kausalkette stimmt leider schon, aber es gibt sone und solche Männer.
Ich bin z.B. kein Warmwechsler. Sowas habe ich noch nie in meinem Leben gebracht.

Und meine Haltung ist erstmal gar nicht so anders als die einer anspruchsvollen Frau. Habe ja auch was "zu bieten" und will mich nicht unter Wert "verkaufen". Außer (vielleicht?) einem nicht unwesentlichen Unterschied: Status ist mir schnurz, wenn in Kopf und Herz alles am rechten Platz ist. Und der hier öfter auftauchende Begriff downdating ist mir fremd.

Ich stelle mir einfach die Frage: Bin ich kompromißlos glücklich Single oder gehe ich eben gewisse Kompromisse ein und habe dafür eine schöne Partnerschaft. Kompromisse sind einfach nötig, sonst wartet man auf Godot.

M/50
 
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  • #10
Liebe FS, lies bitte ein Neben-Thead "Macho-Mann" und seine Erfolge. Um gut bei Männern anzukommen soll die Frau eben zickig und dominant sein und dabei so tun, als ob sie sich auf ihm fixiert wäre (ob es wahr ist, glaube ich nicht wirklich) Ich kenne mehrere Beispiele von Deinem Thema und nehme an, es ist eine Bindung, die vor jahren entstanden ist und wo man sich in der Partnerschaft recht unterschiedlich entwickelt hat. Die Männer möchten aber keine Veränderung , Stress etc., ich nehme an, sie haben auch Gefühle für ihre (wenn auch übergewichtigen ) Partnerinnen und schrauben ihr Sex-Leben runter, dafür das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit dominiert. Viele Studien beweisen ausserdem, dass sehr viele Männer , auch in leitenden Positionen privat eher eine devote Veranlagung haben, und das ist der Schlüssel.
 
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