• #1

Männer, reicht es euch die Notlösung zu sein?

In einem anderen Thread wird einer Frau vorgeworfen, sie suche falsch und müsse ihre Anforderungen herunterschrauben: sie solle doch dem weniger attraktiven, schüchternen Mann eine Chance geben. (gerade Männer erteilen diesen Rat!)
Reicht es Männern, die Notlösung zu sein? Weil sie keinen Besseren gefunden hat? Wollt ihr der Kompromiss sein damit ihr überhaupt eine Frau abkriegt?
Was soll eine Frau, die einen offenen Mann will mit einem schüchternen? Was soll eine Sportlerin mit einem Fernsehsesselfußballer? Nur damit sie nicht allein ist?
Kann man als Mann glücklich werden in dem Wissen, dass die Freundin sich nur "erbarmt" hat und gerne ein ganz anderes Modell wollte nur nicht gekriegt hat?!?
 
  • #2
Liebe FS,

kein *Menschenskind* kann damit glücklich sein und werden, der als Notlösung gesehen wird, was für eine Frage. Es ist schauerlich genug, dass sich Menschen auf solche ! Notlösungen ! einlassen und sich Probleme aufladen. Es ist schon abenteuerlich genug, sich in Beziehungen gegenseitig die Traumtypen vor die Nase zu halten und von irgendwelchen Schauspielern zu schwärmen, die gepusht auf dem Bildschirm erscheinen. Warum macht man das? Um den anderen zu signalisieren, du bist zweite Wahl ? Das ist seelische Grausamkeit und unverantwortlich noch dazu......
 
  • #3
Nein. Und daran habe ich mich auch nach -zig Jahren unfrewilligem Singledasein konsequent gehalten: nie die Rolle der Notlösung einnehmen. Und auch umgekehrt: nie eine Frau als Notlösung akzeptieren.
 
  • #4
Ich denke, bei dieser Empfehlung geht es nicht darum, seine Wünsche um 100% zu verleugnen! Es geht nur darum, vom 110% Märchenprinz ein paar kleine Abstriche zu machen, sich von einem Ideal zu lösen das utopisch ist und sich der Realität zu stellen. Extreme helfen einfach nie weiter. Und bei kleinen Abstrichen weiß der Mann ja auch gar nicht, daß diese gemacht wurden - die muß man schon mit sich selbst ausmachen.
 
  • #5
Nee absolut nicht. Ich weiss auch nicht, was der Ratschlag immer soll. Zumal als Mann ja das eigene Aussehen gar nicht so mörderwichtig ist, solange man nicht aus der Rolle fällt. Also eine normale, sportliche Figur und gepflegtes Auftreten. Dann schafft es ja sogar der schlimmste biologische Gesichtsaussetzer mit ein wenig Souveränität und Selbstbewußtsein eine Frau zu erobern.

An Schüchternheit muss man arbeiten, das ist auch wichtig für das ganze Leben, hilft einem in Beruf und im Privatem. Und das sollte auch jeder lernen. Ist ja nicht so, dass Frauen von nem anderen Stern wären oder es unmöglich wäre mit ihnen zu sprechen. Meistens sind sie selber unsicher und wünschen sich auch eine Beziehung, also ist offenes Flirten weniger ein Bewerbungsgespräch um die Top-Position, sondern eine Unterhaltung, die auf beiden Seiten positive Gefühle weckt.

Ich persönlich kann diesen Ratschlag nicht verstehen und er macht aus meiner Sicht auch keinen Sinn.

Gruß m32
 
  • #6
Naja da gibt es ja noch viele Schattierungen dazwischen!
Nur weil eine Frau mal von festgefahrenen Mustern abweicht, kann daraus trotzdem (später) echte Liebe resultieren.

Auch schüchterne Männer können offen sein, wenn sie erste Barrieren überwunden haben. Wenn man sie rauskitzelt, hören sie oft gar nicht mehr zu reden auf.

Das liest sich so, als zwinge sie sich dazu. Dass das nicht klappt, ist doch eh klar.
 
  • #7
Ich möchte mal ein wenig "ironisch" antworten:

Die für mich erstrebenswerteste und attraktivste Frau hat langes, lockiges Haar bis zu den Hüften, Typ Südländerin mit dunkel gebräunte Haut, ist sportlich und hat die Maße 90-60-90. Sie hat erfolgreich das Studium der Teilchenphysik bestanden, verdient eine Unmenge Kohle, ist 10 Jahre jünger und die absolute Granate im Bett.

Waren jetzt meine (wenigen) Beziehungen und Partnerschaften in meinem Leben "Notlösungen" und "Kompromisse" aus "Erbarmen"?

Nein, habe ich nie so empfunden!
 
  • #8
In einem anderen Thread wird einer Frau vorgeworfen, sie suche falsch und müsse ihre Anforderungen herunterschrauben: sie solle doch dem weniger attraktiven, schüchternen Mann eine Chance geben. (gerade Männer erteilen diesen Rat!)
Falsch. Sie soll ihre Ansprüche nicht herunterschrauben, sondern einen anderen Typ Mann suchen. Der ist nicht "schlechter", sondern anders als die offensiven Typen, die zum großen Teil halt nur auf Abenteuer aus sind.
Und wieso du schüchtern = unattraktiv setzt, ist mir eh ein Rätsel ... Die meisten Schüchternen sind nur so lange schüchtern, bis man sie wenigstens ein bisschen kennt. Die sind keineswegs in jedem Bereich verschüchterte Häschen.

Die junge Frau möchte doch jemanden, der es ernst meint. Dann muss sie eben auch dort suchen, wo es die vermehrt gibt, anstatt nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen Ausschau zu halten.
 
  • #9
Hier liegt ein großes Missverständnis vor.
Natürlich soll eine Sportlerin keinen "Fernsehsesselfußballer" nehmen. Das Problem ist nur: die meisten "Sportlerinnen" sind nur Facebook-Sportlerinnen und in Wirklichkeit genau solche Couch Potatoes. Alle zwei Wochen Pilates formt vielleicht das Gewissen, aber nicht den Körper.
Das gleiche gilt bspw. für "Karrierfrauen". 90% aller Karrierefrauen sind einfach nur durchschnittliche Angestellte in einem schicken Büro mit einem Espressoautomaten der zusätzlich Milch aufschäumen kann. Mit Karriere hat das nicht viel zu tun.

Generell leben viele jüngere Frauen in einer Echokammer. Sie umgeben sich mit anbiedernden Ja Sagern, holen sich Bestätigung in der Endlosschleife über Likes für Selfies und meinen deshalb, dass sie die cleversten, leistungsfähigsten Geschöpfe der Welt sind.
Dadurch ergibt sich eine enorme Verzerrung der Selbsteinschätzung.
Deshalb wähnen sich viele Frauen in einer Liga, in der sie sich in Wirklichkeit einfach nicht befinden. Ein gutes Beispiel ist der Thread, in dem sich beschwert wird, dass attraktive Akademiker über 30 keine Bindung wollen. Unangenehmer Fakt ist aber einfach: Diese Frauen sind nicht attraktiv genug (Aussehen, Bildung, Leistung) für diese Kategorie Mann. Kaum ein Mann lässt einen echten Jackpot einfach ziehen.

Wenn Männer also sagen, Frauen sollen ihre Ansprüche zurückfahren, heißt es streng genommen: Frauen sollten ihre Ansprüche auf ein realistisches Maß reduzieren und an ihre tatsächliche Attraktivität / Marktwert anpassen.
 
  • #10
Ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor.

Wenn Männer einer Frau einen solchen Rat erteilen, dann nicht im Sinn von "Nimm die zweite Wahl". Es geht eher um eine ganz spezielle Situation, bei der eine Frau selbst beklagt, immer wieder an die falschen Männer zu gelangen. Einer solchen Frau erteilt man dann den Rat, es doch mal bei einem anderen Typus Mann zu versuchen.
 
  • #11
Beim Rat, die Ansprüche runterzuschrauben, geht es nicht darum, diese Männer, die man vorher aussortiert hätte, als Notlösung zu betrachten, sondern einzusehen, dass es das, was man will, nicht gibt oder so selten, dass man diesem Ideal nicht begegnet, dass wir alle nur Menschen sind und dass Liebe nichts mit Dingen wie Körpergröße und Geldbeutel zu tun hat.

Es geht nicht darum, den Spatz in der Hand zu nehmen, sondern zu sehen, dass manche Ansprüche gar nichts mit Liebe zu tun haben.

Das, was Du aufgezählt hast, sind für mich echte Wünsche, von denen man nicht abrücken kann. Wenn Du schon weißt, dass der Mensch sich nicht gern bewegt und Neuem nicht aufgeschlossen ist, und Du bist eine Sportlerin, und ihr beide seid keine Rentner, so dass noch genügend Zeit für Gemeinsamkeiten bliebe, wenn jeder seinem Hobby nachginge, dann hast Du Recht, diesen Menschen als inkompatibel zu empfinden.

Ansprüche in Bezug auf Geld und Aussehen dagegegen - damit meine ich nicht, dass frau den Mann finanzieren soll oder er durch ungesundes Leben unattraktiv aussieht - haben ja nichts mit Liebe zu tun, wenn man sich von den Projektionsflächenwünschen verabschiedet hat.
Möchte man selber aussortiert werden, weil man keine langen Haare oder 5 Kilo zuviel hat, denn dann sieht man nicht mehr aus wie eine Märchenprinzessin, die der Mann als Frauenbild im Kopf hat? Männer, die so denken, sind doch auch in den Augen vieler einfach stehengeblieben. Das gilt auch für Frauen.

Dieser Art "Ansprüche" bewirken eine Schranke im Kopf und dass man vielleicht an dem Menschen vorbeirennt, mit dem man richtig glücklich werden könnte.
Hinzu kommt, dass die Leute, die andere in diese Projektionsrolle drängen wollen, ja sowieso nie glücklich werden können, weil Prinz und Prinzessin ja auch altern und vom Verhalten her nicht perfekt sein können. Und sie selber haben das gleiche Problem, dass sie nicht perfekt sind.
 
  • #12
Ich nehme an, Du spielst auf Thorins Beitrag in unten aufgeführtem Thread an?

https://www.elitepartner.de/forum/f...r-mit-anfang-30-alle-nur-noch-affaeren.62581/

Sollte dem so sein, wovon ich stark ausgehe, dann hast Du da wohl etwas missverstanden.

Thorin hat, meiner Meinung nach nicht ganz zu Unrecht, beklagt, dass viele Frauen sich einerseits immer nach den größten Selbstdarstellern richten, deren offensichtliches Anliegen hauptsächlich der Sex ist, um im Anschluss wieder jammernd auf dem Partnermarkt zu stehen und sämtliche Männer zu verteufeln oder zumindest das Fehlen "guter / richtiger Männer" zu beweinen. Dies, während sie eigentlich von brauchbaren Männern umringt sind, deren Makel darin besteht, kein aufgeblasener Selbstdarsteller mit Riesenego zu sein. Zurückhaltend im Auftreten, aber nicht schüchtern oder unattraktiv.

Es ging also weniger um die Hinwendung zu unattraktiven Kandidaten, als vielmehr um die Abwendung von Playern.

Meiner Meinung nach hat er hier eine besondere Gruppe Frau und Mann ganz gut beschrieben und macht dabei nur einen (häufig verbreiteten) Fehler: Diese Frauen fallen nicht auf Aufreißer herein, sondern suchen ganz gezielt nach diesen. Und wenn die Zähmung des Partylöwen misslungen ist - was in 99 % aller Fälle eintritt - wird über die böse, unbrauchbare Männerwelt hergezogen.

Obwohl ich Thorins Beitrag in vielem zustimme, bin ich der Ansicht, diese Frauen sollten ihrem Beuteschema treu bleiben und andere Männer in Ruhe lassen. Denn solche Damen werden sich letztlich niemals ändern. Höchstens werden sie aus praktischen Gründen (Heirat und insb. Kinder) vom Womanizer zugunsten irgendeines armen Tropfs ablassen, um sich ihrem ursprünglichen Schema später, nämlich nachdem der Wunsch nach Familie befriedigt wurde, wieder zuzuwenden.

In solchen Fällen wird der gewählte Partner tatsächlich zum Erfüllungsgehilfen egoistischer Motive, also zur Notlösung degradiert und nein, das möchte sicherlich kein Mann.
 
  • #13
Das Thema Ansprüche wird gerade hier im Forum gerne durchgehechelt, vor allem wenn eine Frau, den Mann will, den sie sich vorstellt und eben nicht und zu recht von ihrem Beuteschema abweicht.

Mein obligatorischer Spruch dazu:
Alle raten einem von den Ansprüchen abzuweichen um Erfolg zu haben, nur Erfolg wobei?
Am Ende etwas zu bekommen, dass man eigentlich nicht haben wollte, welcher Erfolg wäre das?

Somit lass Dich nicht beirren, meist raten diejenigen tietzustaplen, die es selber getan haben und nun mit
Hinz und Kunz mittelprächtig zusammenkleben.

Ein echt glückliches Paar, dass sich gesucht und gefunden hat, wird immer dazu raten, seinen Ansprüchen treu zu bleiben, weil sie es auch getan haben und es hat sich gelohnt.

Am Rande: Männer haben so gut wie gar keine Ansprüche, die Mehrzahl der Betas ist froh wenn eine sie überhaupt will. Nur wenige Alphas können wählen.

(Verlierer gibt es viele, Gewinner nur ein paar)

Bleib bei dem was Du Dir wünscht, Kompromisse geht man in einer Beziehung ein, aber niemals davor.
 
  • #14
Zumal als Mann ja das eigene Aussehen gar nicht so mörderwichtig ist, solange man nicht aus der Rolle fällt. Also eine normale, sportliche Figur und gepflegtes Auftreten. Dann schafft es ja sogar der schlimmste biologische Gesichtsaussetzer mit ein wenig Souveränität und Selbstbewußtsein eine Frau zu erobern.
Schön, nur: Wo nimmt der Gesichtsaussetzer seine Souveränität und sein Selbstbewusstsein her?

die Mehrzahl der Betas ist froh wenn eine sie überhaupt will.
Das ist mal ein wahres Wort!
 
  • #15
Somit lass Dich nicht beirren, meist raten diejenigen tietzustaplen, die es selber getan haben und nun mit
Hinz und Kunz mittelprächtig zusammenkleben.

Am Rande: Männer haben so gut wie gar keine Ansprüche, die Mehrzahl der Betas ist froh wenn eine sie überhaupt will. Nur wenige Alphas können wählen.

(Verlierer gibt es viele, Gewinner nur ein paar)
Meiner Meinung nach gibt es zwei Gründe, warum Deine Ansprüche - die Dir durchaus zugestanden seien - regelmäßig in den Fokus von Kritik geraten:
  1. Du verteidigst sie nur selten, ohne herablassend über abweichende Ansichten zu urteilen. In Deiner Welt gibt es zwei Sorten Mensch: Jene mit hohen Ansprüchen ("Premiummenschen") und solche mit Deiner Meinung nach niedrigen ("Tiefstapler, Verlierer, Nerds", etc.).
  2. Teils sind Deine Vorstellungen schon recht eigen und kaum zielführend. Bsp.: Jeanstragende Männer und solche unter 1,90 m (selbst im hochgewachsenen Deutschland eine recht seltene Gattung) per se auszuschließen, garantiert mathematisch betrachtet eine langwierige und recht schwierige Suche. Fragwürdig also, ob die Fixierung auf Kleinigkeiten, die bei den meisten Menschen kaum ausschlaggebend für Sympathie und Antipathie sind, tatsächlich zum Erfolg führen wird. Aber ... Deine Entscheidung.

Am Ende etwas zu bekommen, dass man eigentlich nicht haben wollte, welcher Erfolg wäre das?
Sinnhaftigkeit erlangen Deine Ansprüche ausnahmslos durch das (theoretische) Scheitern fremder Beziehungen und durch den Vergleich mit denen anderen Singles, die Du nicht selten herablassend verurteilst. Die Rechtfertigung der Effizienz Deiner Ansprüche basiert also hauptsächlich auf Polemik und der Konstruktion theoretischer, mit Deiner Suche in keiner Verbindung stehender Situationen.

Allerdings lässt sich die tatsächliche Effizienz nur mit einer Frage sinnhaft hinterleuchten: "Konnte ich mithilfe meiner Ansprüche den Traummann / Premiummann finden und für mich gewinnen?"
 
A

ak18

  • #16
Es mag ja sein, dass es dem einen mehr bewusst ist als dem anderen...

aber:

Jemand der eine Notlösung ... in diesem Fall einen Partner der recht wenig kompatibel ist... akzeptiert, ist in dann ja selbst auch nur eine

NOTLÖSUNG
 
  • #17
Thorin hat, meiner Meinung nach nicht ganz zu Unrecht, beklagt, dass viele Frauen sich einerseits immer nach den größten Selbstdarstellern richten, deren offensichtliches Anliegen hauptsächlich der Sex ist, um im Anschluss wieder jammernd auf dem Partnermarkt zu stehen und sämtliche Männer zu verteufeln oder zumindest das Fehlen "guter / richtiger Männer" zu beweinen. Dies, während sie eigentlich von brauchbaren Männern umringt sind, deren Makel darin besteht, kein aufgeblasener Selbstdarsteller mit Riesenego zu sein.
Ich denke zwar auch, dass Arroganz und Selbstwertgefühl meist verwechselt werden, aber jetzt nicht von allen Frauen und Männern.
Männer, die "brauchbar" (ich verwende Dein Wort) sind, aber das nicht zeigen, müssen ja erstmal erkannt werden, wenn man noch in einem Alter ist, wo Menschen noch nicht so hinter die Fassade schauen können mangels Lebenserfahrung (ich setze das an bis Anfang/Mitte 30, wobei es bei manchen früher kommt, bei anderen sehr viel später oder nie)
Das ist wie mit den Vertretern, die was aufschwatzen wollen und die geschult werden, besonders selbstsicher aufzutreten, um den Kunden nicht zu verunsichern.
Es gibt wenige Menschen, die Schaumschlägerei von echtem Selbstwertgefühlverhalten unterscheiden können, aber es scheint so, als müsste auf jeden Fall irgendwas ins Auftreten einfließen, dass Frau ohne Erfahrung merkt, dass sie es hier mit jemandem zu tun hat, der was Besonderes ist. Also täten die Zurückhaltenden gut daran, sich mit Körpersprache usw. zu befassen, damit sie der Frau, die sie toll finden, auch signalisieren können, dass sie ein toller Mann sind.

Wer zurückhaltend ist aus Schüchternheit, der hat es schwer. Dazu möchte ich noch sagen, dass diese Männer eigentlich nicht traurig darüber sein sollten, von den Frauen, die auf Schaumschläger hereinfallen, übersehen zu werden. Denn diese Damen haben noch nicht viel Lebenserfahrung und sind oberflächlich, dh. selbst wenn sich der schüchterne Mann mal überwindet und eine Show abzieht (statt einfach natürlich selbstsicher aufzutreten, was er so schnell wie möglich lernen sollte), die Frau für sich gewinnt und mit ihr zusammen kommt, wird das trotzdem eine Enttäuschung, weil die nicht zusammenpassen.
 
  • #18
Am Rande: Männer haben so gut wie gar keine Ansprüche, die Mehrzahl der Betas ist froh wenn eine sie überhaupt will. Nur wenige Alphas können wählen.
Eine Aussage, die meinen ersten Beitrag bestätigt. Wir leben in einer extrem feminisierten Welt. Frau = toll, Mann = schlimm.
Man könnte auch schreiben: "Männer sind weniger festgefahren und offener für Neues". Aber natürlich sind sie nur anspruchslos.
Eine festgefahrene, engstirnige Frau die seid Jahren "nichts" findet ist dagegen "Anspruchsvoll und weiß was sie will".
Echokammer eben.
 
  • #19
Nein, das reicht uns nicht, aber es dauert manchmal Zeit herauszufinden (und zu akzeptieren), dass man genau das ist. Das liegt an der Ambivalenz vom gegenüber und eigenem Versagen das rechtzeitig zu erkennen.
 
  • #20
@LivingRed
Super Beitrag! Trifft es auf den Punkt - gilt aber für beide Geschlechter. ;)
 
  • #22
einer Frau vorgeworfen, sie suche falsch und müsse ihre Anforderungen herunterschrauben: sie solle doch dem weniger attraktiven, schüchternen Mann eine Chance geben.
.... weil viele Frauen (ggf. nach Meinung der Männer) nach falschen Kriterien suchen.

z.B. der Mann soll groß, sportlich, gutaussehend, mit gewünschtem Einkommen sein. Das scheint diesen Frauen am wichtigsten oder gar absolute Bedingung zu sein. Andere Kriterien scheinen diesen Frauen nicht zu interessieren. Diese Oberflächlichkeit bezeichnen sie auch noch als "hohe Ansprüche" Auf sowas wollen diese Frauen ihre ganze Zukunft bauen ?

Das ärgert die dabei benachteiligten Männer. Als ob Liebe, Charakter, soziale Kompetenz etc. nicht mehr gefragt sei.
Sondern salopp "Zuchthengst" der Alles von der Frau Gewünschte liefern und bezahlen kann, und dazu stets willig und treudoof ist.

Es ist ggf. nicht, weil die Frau sich dem Mann "erbarmt" hat.
Sondern weil der erwählte Mann genau das liefert, was die Frau haben möchte.

Ich habe eine Frau erlebt, die hat in ihrem Leben drei Männer "verbraucht" = ausgebeutet bis zu deren Tod. Dazu die Hilflose gespielt, damit die Männer ihr "helfen." Obwohl sie selber sehr fleißig sein konnte, und sich zu helfen wusste.

Einer anderen Frau reichte zwei Männer, Einer sogar nur ein einziger Mann, um von ihnen zu leben, um selber in ihrem Leben nicht arbeiten gehen zu müssen. Diese Frauen waren selber beruflich gescheitert. Bis sie ihren "Goldesel" von Mann ergattert haben, und für ihr Leben ausgesorgt.

Diese Männer haben "geliefert," was diese Frauen von ihnen haben wollten. Dafür mussten die Männer ggf. nicht gut aussehen, und selbst ein großer Altersunterschied störte die Frauen nicht dabei.
Sowas ist für den betroffenen Mann viel übler, als "nur" der Kompromiss zu sein.

Ich meine nicht "gemeinsam ein Leben und Zukunft aufbauen" sondern gezielt den naiven Mann suchen, der für die jeweiligen Wünsche der Frau passend ist = Egoismus.

Also z.B. den Schönling, der auf sie sexy wirkt. Oder der naive Depp, der Alles tut, was frau von ihm verlangt. Aber Liebe und Partnerschaft auf beiderseits "Augenhöhe" wollen diese Frauen nicht. Denn dazu müssten sie persönlich für die Beziehung mehr leisten, als sie wollen, oder gar mehr als sie können.
(m,53)
 
  • #23
Mich stört, dass du Schüchternheit mit Unattraktivität gleichsetzt. DU! findest schüchterne Männer nicht attraktiv - sei dir unbenommen. Wahrscheinlich brauchst du viel Action und fühlst dich bei Stille unwohl - vielleicht hat es auch damit zu tun, dass du selbst eher passiv bist und von anderen geführt/unterhalten werden willst.

Andere hingegen empfinden zurückhaltende Menschen durchaus als wohltuend, weil sie sich nicht ständig in den Vordergrund drängen, anderen Raum lassen. Auch entpuppen sich viele schüchterne Menschen als kommunikative und differenziert denkende Geprächspartner, wenn erstmal das Eis gebrochen ist - nur muss man sich halt die Mühe machen, sie etwas kennenzulernen.

Schüchternheit kann bis zu einem gewissen Grad sogar ganz charmant und liebenswert sein. Sie wird allerdings dann zum Attraktivitäts-Problem, wenn sie einen Mann extrem steif und arrogant oder "verhuscht" und unterwürfig wie ein kleines Mädchen wirken lässt. Das ist dann für eine heterosexuelle Frau i.d.R. einfach nicht anziehend.

Ansonsten stimme ich dir zu: es macht überhaupt keinen Sinn, mit jemandem eine Beziehung einzugehen, der einen nicht begeistert oder begeisternd findet. Wozu, in Gottes Namen? Eine Beziehung sollte eine Bereicherung darstellen, und keinen Klotz am Bein. Dazu wird sie aber unweigerlich, wenn nicht eine ausgeprägte Anziehung und ausreichende Übereinstimmung vorhanden sind.

Ich hatte mal einen Beziehungsversuch mit einem Mann, der mich mochte, aber kein Stück verliebt war. Es war das erste Mal, dass überhaupt ein für mich attraktiver Mann Interesse zeigt, deshalb ließ ich mich drauf ein. Ich dachte, ich würde schon damit klarkommen, dass es für ihn nicht die großen Gefühle sind...Irrtum. Es hat mich letztlich nur verletzt. Obwohl es Jahre her ist und ich keine Gefühle mehr für den Mann hab, nagt diese Erfahrung immer noch an meinem Selbstwertgefühl.

Wenn man selbst nicht verliebt ist, kommt man eher damit klar, nur Notnagel zu sein. Aber warum sollte man sowas wollen?

Man muss als Single nicht vereinsamen. Man kann in eine nette WG ziehen, statt sich selbst und anderen was vorzumachen, indem man eine nette WG nach außen als Liebesbeziehung verkauft. Als Mann kann man sich auch Sex im Bordell holen. Selbst zur Familiengründung gibt es mittlerweile Konzepte, die keine klassische Liebesbeziehung mehr voraussetzen.

Es gibt immer weniger Gründe, sich halbherzig auf Beziehungen einzulassen. Gottseidank!
 
  • #24
Dies, während sie eigentlich von brauchbaren Männern umringt sind, deren Makel darin besteht, kein aufgeblasener Selbstdarsteller mit Riesenego zu sein.
... und deswegen auf die Frau "langweilig" wirken.
(Die Frau selber) Zurückhaltend im Auftreten, aber nicht schüchtern oder unattraktiv.
... und man sich wundert, warum sie ausgerechnet so einen Mann hat ? Obwohl sie von der Persönlichkeit bessere Männer haben könnte.

Nun, das ist wie im Tierreich: Welches Männchen am imposantesten
balzt, von dem lässt sich das Weibchen begatten.

Dabei habe ich mehrere Selbstdarsteller erlebt, die ihre Geschichten erfinden. Gerade in dem Moment. Die brauchen nur ein paar Stichwörter, um sich in ihrer Fantasie auszumalen, und sich dann imposant in Szene zu setzen. ggf. vom "Großwildjäger" bis zum "Geheimagent." Der Selbstdarsteller und sein naives Publikum.

Der wahre Fachmann durchschaut sie sofort. Aber ihre Frauen sind
keine Fachleute, und schmelzen bei diesen Geschichten dahin.

Armselige Kreaturen. Solche Männer wie deren Frauen. Die so eine Show brauchen, weil ihr Leben und ihre Wirklichkeit ihnen zu triste ist. Und hinter dieser "Fassade" ein eigentlich kleines, schwaches Männchen steht. Das damit kompensieren will, was es nicht ist und nicht sein kann.
 
  • #25
Also täten die Zurückhaltenden gut daran, sich mit Körpersprache usw. zu befassen, damit sie der Frau, die sie toll finden, auch signalisieren können, dass sie ein toller Mann sind.
Solange wir von Frauen sprechen, die regelmäßig auf den Schaumschläger / Womanizer / Aufreißer / whatever eingehen, sehe ich das entschieden anders. Es kann ja nicht sein, dass normale, vernünftige Kerle sich selbst inszenieren oder gar verbiegen sollen, um das vermeintliche Defizit mancher Frau zu kompensieren.

Das Problem - sofern man es denn als solches betrachten möchte, denn es gibt durchaus Frauen, die sich gerne über Jahre am schwer zu bändigenden Hengst aufreiben - liegt eindeutig auf Frauenseite und muss deshalb auch dort behoben werden. Sofern die von Thorin im Nebenthread beschriebenen Männer ihrer charakterlichen Linie treu bleiben und auch körperlich etwas auf sich achten, werden die früher oder später schon jemanden finden.
 
  • #26
Also täten die Zurückhaltenden gut daran, sich mit Körpersprache usw. zu befassen, damit sie der Frau, die sie toll finden, auch signalisieren können, dass sie ein toller Mann sind.
Das Problem ist nur, dass die Zurückhaltenden sich bei der Körpersprache und bei der sonstigen Selbstpräsentation häufig nicht deshalb zurückhalten, weil sie das nicht können, sondern weil sie der Überzeugung sind, dass sie eben keine tollen Männer sind.

In Deiner Welt gibt es zwei Sorten Mensch: Jene mit hohen Ansprüchen ("Premiummenschen") und solche mit Deiner Meinung nach niedrigen ("Tiefstapler, Verlierer, Nerds", etc.).
Ja, nach einigem Mitlesen kommt mir bei Herakles' Beiträgen immer wieder ganz unwillentlich Nietzsches: "Eure Hoffnung heisse: »Möge ich den Übermenschen gebären!«" in den Sinn.

Ihr Bild von der Menschheit scheint im Kern aus einer Dichotomie zwischen der Elite der wilden, mutigen, starken, schönen Edlen auf der einen und dem faden, schlappen, hässlichen Rest ("Pfui! Pfui über das schlappe Kastratenjahrhundert!") auf der anderen Seite zu bestehen.

Neben der Schönheit und dem Edelmut ist die Elite dann auch noch wesentlich durch "hohe Ansprüche" gekennzeichnet, die sich, wen wundert's, darauf richten, bei ihrem jeweiligen geschlechtlichen Pendant dieselben Eigenschaften zu finden - auf dass sie beide den Übermenschen gebären mögen.

Und bei dem Ganzen bedingt Schönheit Edelmut; wer also schön ist, ist automatisch auch edel, und edel können nur die Schönen sein.

Das ist interessant, das ist alles zutiefst Ende des 19. Jahrhunderts, ist mir so noch nie begegnet.
 
  • #27
Solange wir von Frauen sprechen, die regelmäßig auf den Schaumschläger / Womanizer / Aufreißer / whatever eingehen, sehe ich das entschieden anders. Es kann ja nicht sein, dass normale, vernünftige Kerle sich selbst inszenieren oder gar verbiegen sollen, um das vermeintliche Defizit mancher Frau zu kompensieren.
Das genau meinte ich gerade nicht. Es geht nicht darum, schaumschlägerische Qualitäten zu entwickeln, sondern Selbstwertgefühl nach außen zu tragen. Nicht im Sinne von hirnloser Selbstdarstellung. Es ist schwer zu beschreiben. Wenn eine Frau den Raum betritt und denkt, sie ist eine tolle Frau, strahlt sie was ganz anderes aus als wenn sie nichts denkt oder sogar eingeschüchtert ist, unter fremde Leute zu gehen.

Man kann der tollste Mensch der Welt sein, wenn man dies "in sich hält", weil man Angst hat, dass es nicht ankommt oder sich mit sich selbst nicht wohlfühlt und immer innerlich jammert "es müsste mir nur mal eine eine Chance geben", klappt das nicht, dass auch jemand anderes angezogen wird.
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen machen einfach attraktiv. Charme und Witz dazu, noch mehr. Das ist das, was die Schaumschläger teilweise haben - gemeinerweise wird das manchen in die Wiege gelegt und sie lernen schon früh, das als Mittel einzusetzen - und teilweise vorspielen. Denn charmant sein ist manchmal furchtbar aufgesetzt und in anderen Situationen sieht man den wahren Charakter.

Und was willst Du mit Frauen, denen Du ein Defizit zusprichst? Für die verbiegt sich doch kein Mann, der Grips in der Birne hat und nicht nur auf einen ONS aus ist.

Bitte beachte den Unterschied zwischen Show abziehen und nicht man selbst sein, nur damit man toll gefunden wird, und in sich ruhen und durch Ausstrahlung nach außen tragen, dass man Werte mitbringt.
Das Problem sehe ich hier dann wirklich bei den Frauen, die ein Mann sich aussucht. Wenn es Damen sind, die auf die großspurige Schaumschlägermasche stehen, sollte klar sein, dass diese Frauen nicht geeignet sind, schreibst Du ja selber: Defizit. Die können nur auf Show reinfallen.

Vielleicht übersehen manche Männer aber auch, dass diese Damen sich selber auch showmäßig inszenieren, dh. die Männer, die sich für diese Damen interessieren, können selber auch nicht die normalen, vernünftigen Frauen erkennen und stehen auf Schaumschlägerinnen?
 
  • #28
Schön, nur: Wo nimmt der Gesichtsaussetzer seine Souveränität und sein Selbstbewusstsein her?
Das kannst du dir erarbeiten, es gibt nichts und niemanden auf der Welt, der dir deine Souveränität oder dein Selbstbewußtsein nehmen kann. In erster Linie bist es nur du selbst, der sich mit den eigenen Ansprüchen an sich selbst und den Forderungen an dein Dasein, selbst runterputzt.
Ich kannt ma jemanden, der wollt immer ne Frau haben, jahrelang. Er hat nichts unversucht gelassen und ständig darüber gemeckert, wie sehr er doch jemanden möchte und wie unmöglich es für ihn ist, jemanden zu finden. Er hielt sich für hässlich, jemanden den man nicht lieben kann und der einfach nur ein Vollversager ist. Naja dann fand er ne Frau aber jetzt 3 Jahre danach, redet er immer noch genauso wie vorher. Hat sich nichts geändert bei ihm. Also die Probleme liegen offensichtlich nicht in der fehlenden Sache.
 
  • #29
Ja, nach einigem Mitlesen kommt mir bei Herakles' Beiträgen immer wieder ganz unwillentlich Nietzsches: "Eure Hoffnung heisse: »Möge ich den Übermenschen gebären!«" in den Sinn.
.... es gibt *Menschenskinder*, die gerne provozieren, um sich und das Leben zu spüren!? Zu polarisieren ist ja gerade ganz groß in Mode. Finde ich klasse, wenn ich spüre, dass der Mensch dahintersteht. Aber so..........mir kommen Zweifel und ich sehe eher ein virtuelles Gespenst, welches ihr Unwesen treibt.....
 
  • #30
Das Problem ist nur, dass die Zurückhaltenden sich bei der Körpersprache und bei der sonstigen Selbstpräsentation häufig nicht deshalb zurückhalten, weil sie das nicht können, sondern weil sie der Überzeugung sind, dass sie eben keine tollen Männer sind.
Aber wenn man diesen Gedanken weiterspinnt: Warum sollte eine Frau sie dann toll finden?
Du wählst doch immer einen Partner, den Du besser findest als die anderen.
Ich gehe zwar davon aus, dass der erste Impuls nicht steuerbar ist, weil er über Pheromone geht, aber dann geht es doch weiter mit "finde ich diesen Menschen interessant oder nicht".

Ein Mensch, der sich selber nicht sonderlich toll findet, braucht immer Bestätigung durch den Partner, dass er doch toll ist, und gegen ihn alle anderen verlieren, sonst müsste er ja Angst haben, wegen einem "tollen Menschen" verlassen zu werden. Solche Leute können sehr eifersüchtig und anstrengend sein.

Es geht mir nicht um Arroganz, dümmliche Selbstpräsentation und Vergleich mit anderen, um zu sagen, man sei besser. "Toll" ist vielleicht auch ein unpassendes Wort. Es müsste eher heißen "ich bin ich, und das ist gut so". Denn sonst würde ich mich ändern. Das schließt nicht aus, dass man offen für Kritik ist.
Es geht um Selbstwert, also den Gedanken, dass man durchaus was zu bieten hat, was gut ist, weil man es für sich erkannt hat (nicht, um andere zu beeindrucken. Nur für sich selbst.), und dass man seine "Selbstpräsentation" nicht zurückhalten muss. Wer anhand dieser denkt "nee, dieser Mensch ist nichts für mich", der passt nicht, was soll's?

"Zeig mir, dass ich dich brauche, zeig mir, dass ich was Gutes kriege, wenn ich dich bekomme". Das ist doch das, was der Interessent möchte: Ein Versprechen. Das machen die Schaumschläger gekonnt, und es gehört viel Lebenserfahrung dazu, die ausgefuchsten Blender zu erkennen. Der Mann in der Ecke, der denkt, er sei kein begehrenswerter/toller Mann, wird dadurch aber trotzdem nicht interessanter, weil - wie oben geschrieben - Menschen mit kleinem Selbstwertgefühl anstrengend sind. Genauso wie die mit dem aufgeblasenen Ego, das auch nur ein kleines Selbstwertgefühl übertünchen soll.