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  • #1

Männer Ü35, was haltet Ihr von Nachhilfeunterricht für Euch?

Nach vielfachen Gesprächen unter Frauen und mit einigen Männer, wurde mir bewußt, die wenigsten Frauen reden wirklich Tacheles mit den Männern. Die meisten Männer erfahren nie, was Frauen wirklich denken. Vieles könnte so viel leichter sein! Wenn es eine neutrale Stelle für Euch geben würde, würdet ihr sie wahr nehmen, um Euch zu informieren. Vielleicht in Form von Workshops oder Seminaren - eine öffentlich Stelle kommt ja weniger in Frage :). Würde Männer so etwas interessieren oder wollen die Männer das lieber gar nicht wissen?
 
  • #2
Männer haben also ein Problem damit zu erfahren, was Frauen wirklich denken, weil Frauen nicht Tacheles reden. Und als Lösung schlägst du jetzt ernsthaft vor, dass Männer ein Frauen-Versteher-Seminar besuchen sollten? *lach*

Lass mich raten - du bist selbstständige Psychotherapeutin und auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. ;)
 
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  • #3
So eine Frage, hier meine Antwort indem ich mal den Text auf die Frau umstelle!
Frauen Ü35, was haltet Ihr von Nachhilfeunterricht für Euch?

Nach vielfachen Gesprächen unter Männer und mit einigen Frauen, wurde mir bewußt, die wenigsten Männer reden wirklich Tacheles mit den Frauen. Die meisten Frauen erfahren nie, was Männer wirklich denken. Vieles könnte so viel leichter sein!

Wenn es eine neutrale Stelle für Euch geben würde, würdet ihr sie wahr nehmen, um Euch zu informieren. Vielleicht in Form von Workshops oder Seminaren - eine öffentlich Stelle kommt ja weniger in Frage :).

Würde Frauen so etwas interessieren oder wollen die Frauen das lieber gar nicht wissen?
 
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  • #4
Das Problem ist doch nicht das Verstehen der Frau im Allgemeinen, sondern eher im Besonderen. Sprich: was die eine ganz toll findet, hält die nächste doch schon wieder für total bescheuert.

Mit anderen Worten: die Grundidee ist ja durchaus positiv, nur sehe ich auch bei bestmöglicher Einstellung der Idee gegenüber nicht, daß das uns Männer einen wirklichen roten Faden für den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht liefern kann.

Mal ganz ehrlich: es wurden doch schon genug (mal mehr, mal minder seriöse) Versuche unternommen, speziell das männliche Geschlecht mit entsprechenden Seminaren, Workshops etc. auf den vermeintlich richtigen Weg zu bringen. Verrate uns doch mal im Ansatz, warum Dein Ansatz jetzt ein ganz neuer ist. Ich verspreche auch, mir das unvoreingenommen anzuhören :)

Wenn ich den Eindruck habe, daß es einem potentiellen Anbieter nicht in erster Linie ums Geld geht (und wer würde glauben, daß es solche Trainings kostenfrei gäbe), daß seriöse Absichten und ein fundiertes Konzept dahinterstecken, dann würde ich nicht ausschließen wollen, daß ich mir das schon mit ernsthaftem Interesse ansehe. Allerdings wären meine Ansprüche sicher hoch.

m/30
 
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  • #5
@2, ich antworte als Frau,
ich bin alt genug, um zu erfahren, was mein Partner denkt. Und wenn ein Paar nicht miteinander umgehen kann, gibts Paartherapieen.
Diese " Warum Männer ... und Frauen ..." und andere Ratgeber halte ich für Nonsens.
 
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  • #6
@ Nr. 3: Ich glaube, du hast die Grundidee schon so reflektiert und perfekt analysiert wiedergegeben, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass es ein Seminar geben könnte, das dich noch klüger macht. Bravo für diesen Text!
 
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Vicky

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  • #7
Ich stimme ThomasHH vollkommen zu. Wieso sollten sich die Männer irgendwie engagieren um auszugleichen, was Frauen unterlassen oder verpatzen? Dann sollen die Frauen doch Tacheles reden! Typisch für viele Frauen heutzutage, den Männern die Schuld in die Schuhe zu schieben, weil sie nicht sagen können oder wollen, was sie wirklich meinen!

Wer aber ein Problem mit Tacheles reden hat, weil er das zu direkt, evtl. als zu verletzend oder sonst was empfindet, kann es ja auf eine mildere, nettere Art tun. Auch ich bin nicht in jeder Lebenssituation für Tacheles reden. Aber man sollte sich stets so ausdrücken und verhalten, dass es klar und eindeutig ist - und zwar klar und eindeutig für einen Mann, nicht für eine Frau!

Ich bin wahrscheinlich echt keine typische Frau in dieser Hinsicht, da ich generell sehr klar und strukturiert denke und das auch in Gesprächen so ausdrücke. Ich finde den Umgang mit Männern auch in der Regel sehr viel leichter und angenehmer als mit Frauen. Männer sind in vielerlei Hinsicht einfach klasse, weil man sie so gut einschätzen und sich darauf einstellen kann - wenn man nur will. Sie sagen meist das, was sie denken und nicht das Gegenteil oder ein Zwischending dessen. Selbst wenn sie etwas nicht sagen, kann man meist sehr gut eruieren, was sie wollen, was sie nicht wollen usw. Frauen hingegen erwarten oft unbewusst, dass der Mann ihres Herzens Gedanken lesen kann und dann die Wünsche auch postwendend erfüllt. Männer hingegen drücken aus, was sie wollen und vertrauen nicht auf telepathische Fähigkeiten.

Ich finde es auch in einer Partnerschaft gar nicht so schwer, einen Mann zu befriedigen - in allen möglichen Bereichen. Empfehlenswert sind in dieser Hinsicht Tipps, die Frederika schön des öfteren gegeben hat. Ein Mann freut sich wenn man ihm sein Lieblingsessen kocht, mit ihm Dinge unternimmt, für die er sich interessiert, wenn er häufig genug guten Sex bekommt, wenn er auch mal verführt wird und nicht immer selbst der aktive Part sein muss, wenn er beim Sex nicht unter Leistungsdruck gesetzt wird, sondern das Gefühl hat, sich auch mal ganz auf sich selbst konzentrieren zu können. Die Liste ließe sich natürlich noch fortsetzen.

Ich bin auf jeden Fall froh, eine Frau zu sein, die auf Männer steht. ;) Wenn ich so einige komplizierte Freundinnen und weibliche Bekannte so sehe, bin ich echt froh, nicht mit einer Frau zusammen sein zu müssen. ;)

Bei Frauen erlebe ich immer wieder, dass nicht klar und eindeutig kommuniziert wird. Da wird sich extra subtil, teils extrem nebulös ausgedrückt, da wird angedeutet, in Rätseln gesprochen und das ganze halten viele Frauen auch noch für intelligent, tiefgründig und weiblich. Ich persönlich kann Zicken überhaupt nicht ertragen und verstehe auch nie, warum es nicht wenige Männer gibt, die auf Zicken stehen.
 
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  • #8
Irgendwie verstehe ich hier nicht den Sinn der Frage.
Ist das tatsächlich eine Frage?????

Wieso sollen die Männer eine Anlaufstelle angeboten bekommen??
Seminare und/oder Workshops besuchen??

Wenn ich das richtig herauslese, haben die Frauen doch das Problem.
Zitat: ... die wenigsten Frauen reden wirklich Tacheles mit den Männern. ...
SIE kommunizieren doch den Männern nicht das, was ihnen auf der Seele und unter den Nägeln brennt.
Das hast du doch in deiner Frage ausgedrückt, nicht wahr?
Die Frauen reden NICHT Tacheles mit ihren Männern.

So sollten wohl eher die Frauen eine Anlaufstelle, Seminare, Workshops angeboten bekommen, wo ihnen vermittelt wird, wie Frau Mann ihr Denken mitteilt.

Vielleicht solltest du deine Fragestellung noch einmal überdenken.

w, 48
 
  • #9
Tut mir wirklich leid, aber ich kann so eine Frage einfach nicht ernst nehmen - mit Humor allrdings auch nicht!

Was soll der Blödsinn? Nur damit hier noch ein unsinniger Thread läuft? Du erwartest doch nicht wirklich ernsthafte Antworten?

So etwas ist für eine private Diskussionsrunde OK, wenn dort alle so konfuse Gedanken haben. Da kommen bei mir Erinnerungen an die Studentenbuden der 68er-Generation auf... Aber selbst die haben dazu meist was zum 'rauchen' gebraucht...
 
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  • #10
@6: Bester Beitrag. Ich sage was ich denke, nicht zwischen den Zeilen und auch nicht zickig. Der Großteil der Männer ist einfach klarer strukturiert als Frauen - mit denen ich (Frau) mir manchmal echt schwer tu'. Es gibt aber durchaus Männer, die so sehr zwischen den Zeilen denken und sprechen, dass man ihnen echt nicht mehr folgen kann.
Ich hab hier letztes Jahr so einen kennengelernt, passte genau deshalb nicht: Jeder Wunsch wurde verklausuliert, angefangen vom Einkaufszettel über Rauchen aufhören und mehr Sport bis hin zur Beendigung der Beziehung. Das war die reine Manipulation. Sowas ist mir zu kompliziert und keine "selbe Augenhöhe".
@8: Sehr gut! ;-)
 
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  • #11
Liebe #6, das sehe ich auch so- leider mit der Ergänzung, dass es leider nicht wenige Männer gibt, die, wenn sie gefühlsmäßig sehr engagiert sind, in Schweigen verfallen. Je tiefer das gefühlsmäßige Problem, Dilemma, der Konflikt, desto mehr Angst- zu verletzen, die Frau zu verlieren, das Falsche zu sagen.... Wenn der Mann dann wenigstens noch erreichbar ist, gelingt es mir oft, mit Geduld und Behutsamkeit wenigstens zu klären, was ihm so fürchterlich zu schaffen macht, evtl auch Ansätze zu einer Lösung zu finden- wenn es ihm aber so schlecht geht, dass er völlig aber abtaucht, geht natürlich gar nichts.

Ich finde, dass Männern oft unrecht getan wird- sie sind zu sehr tiefen Gefühlen fähig, aber oft wurde ihnen aberzogen darüber zu reden und sie zu zeigen. Wenn ein Mann das erkannt hat und ändern will, findet er auch Angebote- das sollte aber dann kein solcher fachlich zweifelhafter Kram sein wie in der Fragestellung skizziert.

Ich rede oft mit Männern, auf freundschaftlicher Ebene, und es stimmt schon: Viele haben sich schon beklagt, dass viele Frauen sich uneindeutig und verquer äußern. Dem kann ich als Frau durchaus zustimmen- diese Gänse gehen mir auch entsetzlich auf die Nerven und wäre nie mit einer solchen Frau befreundet.

Wie will man aber einer Frau, die diese Taktiererei seit x Jahren praktiziert, vernünftige Kommunikationsstrategien beibringen, wenn sie sie garnicht lernen will? Sie hat doch immer wieder einen Dummen gefunden, der sie am Anfang so süß und weiblich fand- warum sollte sie etwas ändern?

Im Gegenzug ist mir schon passiert, dass ich klare Ansagen gemacht habe und zu hören bekam: "Nein, natürlich habe ich das nicht ernst genommen, Frauen sagen doch nie, was sie meinen...."
Da kann ich 86 Mal sagen: "Bitte hör mir zu, ich meine das so, wie ich es sage"- reflexartig denkt der Mann erst einmal um die Ecke, weil er das in den zwei langen Beziehungen, die er schon hatte, so gelernt hat- ohje.
 
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  • #12
Ich finde, dass die Männer täglich und überall über ihre Probleme reden, besonders über Frauen.

Musst also nur zuhören, d. h. keine blödsinnigen Fragen stellen, sonst verschließen sie sich...

Ach und, es gibt jede Menge Literatur darüber. Wenn du das beruflich machen möchtest und das geht nun mal aus dem Kontext deiner Frage hervor, dann solltest du dich zunächst damit beschäftigen oder eben deine Fragetechnik umstellen...
 
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  • #13
Vielleicht können sich die Männer selber äußern, ich nehme sie für voll. Nach den Postings, gehe ich davon aus, das machen hier so einige nicht. Oder wie soll ich die Äußerungen der Damen verstehen? Einer der Punkte, die Männer nervt, Frauen reden, obwohl sie nicht gefragt worden, oder? Aber alles Männerversteher?

Bei meiner Frage ging es weniger darum, dass die Männer irgendwelche Defizite ausgleichen sollen. Bitte richtig lesen! Es ist nunmal so, dass viele Männer tatsächlich absolut keine Ahnung haben, wie Frauen wirklich denken. Das ist keine Kritik an die Männer, sondern eher an all die Frauen, die immer noch das Kleinmädchenschema fahren, trotz fortgesetzen Alters.

Bei jedem offenen Gespräch (mit platonischen Freunden) haben mir die jeweiligen Männer extremes Interessen an dem tatsächlichen Denkablauf bei Frauen bestätigt. Vieles ist einfach nur ein Mißverständnis! Ich meine jetzt auch nicht so simple Dinge, wie Tür auf halten oder in den Mantel helfen. Sondern eben, wie manche Aussagen oder Verhaltensweisen auf Frauen wirken. Es ist ja von Männerseite oft gar nicht so böse gemeint.

Warum wird jede Frage hier als pauschalisierter Angriff gewertet? Ich habe eigentlich nur ein Interesse, nämlich das bessere Verständnis untereinander, um viele unnötige Verletzungen zu vermeiden.

Hier wird daraus direkt eine Hasstriade, warum?

@11 und das stimmt eben nicht, sie reden nicht, zumindest verdammt viele von ihnen! Erst wenn sie angesprochen werden, reagieren viele. Ich glaube übrigens nicht an ein lukratives Geschäft bei dieser Frage. Ich komme auch aus dem kaufmännischen Bereich, denke nicht, dass ich Chakrakurse geben könnte. Aber ich sollte vielleicht mal darüber nachdenken :) und auf Kurse für Frauen umdenken!
 
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  • #14
@3 Mein Anliegen ist ja nicht ein Handbuch über Frauen für Männer zu erstellen.

Ich erhoffe mir wirklich ein paar Hilfestellungen. Diese permanenten Mißverständnisse sind zermürbend. Partnerschaften zerbrechen, selbst wenn vieles gut läuft, warum? Kaum einer ist allein wirklich glücklich. Die Motivation ist für Frauen eine andere als für Männer, aber das könnte ja trotzdem egal sein, wenn es denn funktioniert. Und die harte Kritik hier kam komischer Weise von Frauen. Manchmal denke ich auch, sie fühlen sich ertappt, wollen vielleicht gar nicht verstanden werden. Und es scheitert auf Dauer an der Reaktion der Frauen auf dieses Nichtverstanden fühlen. Ich habe selber über 2 Jahrzehnte eine Ehe geschafft, weiß also schon ein wenig, worauf es ankommt.

Und genau das, was Du auch schreibst, nämlich wenns eine Stelle ohne Profitgier, sondern wirkliche "Lebenshilfe" gäbe, dann würden sich eine Menge Männer dafür interessieren, so zumindest auch mein Feedback im männlichen Freundeskreis,

Ich glaube selber auch nicht unbedingt an eine abschließende Lösung, eine Linderung fände ich aber schon sehr angenehm.
 
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  • #15
Wenn die neutrale Stelle das Paar selbst ist, dann kann die Kommunikation auch funktionieren. BEIDE können das in einer Paartherapie vielleicht antrainieren, aber es muß dann einfach im Alltag klappen. Wichtig ist doch, daß jeder seine Bedürfnisse klar ausdrückt, schwierig wirds nur dann, wenn die Bedürfnisse und Wünsche eben nicht klar erkennbar sind und es nicht deutlich wird, ob etwas als Frage oder Aussage zu verstehen ist.
 
  • #16
@#12: Na ja, Fragestellerin, du brauchst dich über heftige Reaktionen und Sarkasmus nicht zu beschweren, wenn du hier mal kurz eben eine Therapiemaßnahme vorschlägst für Männer, die überhaupt nicht schuld sind an dem Kommunikationsproblem.

Ich komme dir soweit entgegen, dass auch Männer sich in einer Beziehung ein bisschen auf das weibliche Kommunikationsverhalten einstellen sollen. Gewisse Andeutungen, die von Frauen manchmal gemacht werden, sind so deutlich, dass man sie mit einer bisschen Erfahrung nicht mehr fehlinterpretieren kann. Also man sollte sich schon bemühen, eine Antenne hierfür zu entwickeln.

Den Löwenanteil der kommunikativen Annäherung müssen allerdings Frauen leisten! Also WENN hier jemand eine Therapie braucht (was ich nicht glaube), dann sind es Frauen, nicht Männer. Es kann einfach nicht angehen, dass Frauen über kurz oder lang Gleichberechtigung einfordern, aber trotzdem in gewissen Lebensbereichen weiterhin Welpenschutz genießen wollen. Frauen müssen einfach mal begreifen, dass ein (richtiger) Mann nicht gleich umfällt, wenn sie ihm klar zu verstehen gibt, wie sie über einen gewissen Sachverhalt denkt. Zu stark verklausulierte Gedanken, die einfach mit normalem Verstand nicht mehr erfasst werden können, werden einfach nicht erkannt. Das gehört einfach zu einer Beziehung auf Augenhöhe.

Übrigens wird das auch von immer mehr Frauen erkannt und richtig praktiziert. Es sind eher die älteren Generationen (vielleicht ab 40 oder 50), die noch die konservative weibliche Haltung annehmen. Bei den jüngeren gibt es auch schon oft das eher gegensätzliche Problem, dass Meinungen zu deutlich gesagt werden. Ich glaube, das ist eine Konsequenz daraus, dass sich Frauen und gerade Akademikerinnen heute im Berufsleben immer mehr behaupten müssen und die dafür notwendige Konsequenz auch auf das Privatleben übertragen. Deswegen finden viele Akademikerinnen auch keinen Partner.
 
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  • #17
Man man man ... Kommunikation - Dialog - Verstehen - Verständnis ... Die Intelligenz mancher aus der Damenwelt ist auch nicht immer so weit her ... w/40
 
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  • #18
@15
im letzten Absatz widersprichst Du Dir selber. "Deswegen finden viele Akademikerinnen auch keinen Partner."
Jetzt finden sie keinen Partner, weil sie sich deutlich ausdrücken???

Mein Tenor ist immer noch nicht rüber gekommen. Ich möchte Männern verständlich machen, warum Frauen wie - wann - warum dann so denken, wie sie nunmal denken.

Bei Streitgesprächen mit Männern, ist es mir immer wieder aufgefallen, dass Männer ihre Thesen einfach nur immer wieder wiederholt ausdrücken, zwischendurch nicht im Ansatz auf das von der Frau gesagte eingehen, als wenn es sich damit in Luft auflösen würde. Sicher könnte man Streitgespräche erlernen - aber ich denke auch das ist nicht der Weg, sondern das Verstehen der Männer, um die Denkstruktur der Frauen, dann hätten sie auch nicht diese unsinnigen Ängste, die zu diesen Ausweichverhalten führen. Das macht Frauen rasend und führt ins Fiasko! Und führt letztendlich zu übertriebenen Äusserungen der Frauen. Welche dann wiederum von Männern als Angriffe gewertet werden.

Und ich bin so naiv und glaube, FRAU kann es so vermitteln, dass auch Mann es versteht. Und das kann nicht der Partner oder eine Freundin sein, bei Männern funktioniert das über einen Workshop oder Seminar deutlich besser - das ist eben Männerpsychologie! So ticken Eure Hirne, was ich auch so akzeptieren kann. Daher diese vielleicht auch etwas bekloppte Idee, die eher idealistisch als kommerziell zu betrachten ist. Und ich will da ja auch keine 25 Jährigen sehen, sondern Ü35!
Männer zwischen 30-40 sind oft noch aufgeschlossener, ab 40 wird es schon eng beim Neudenken. Deswegen verpackt in ein männliches Seminar (hört sich dann fast, wie was berufliches an).
 
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  • #19
zu #15

Warum, lieber ThomasHH, MÜSSEN Frauen den Löwenanteil der kommunikativen Annäherung leisten?

Ich denke, Frauen wie Männer müssen gemeinsam an einer verständlichen Kommunikation arbeiten. Fakt ist wohl, dass Frauen aufgrund ihrer Genetik besser kommunizieren können bzw. offener dafür sind, dazu zu lernen. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen als Ü40-Frau.

Ich habe als "gereifte" Frau sehr wohl kapiert, um mit deinen Zeilen zu argumentieren..., das ich klar reden muss. Leider sind die meisten Männer meistens dann umgefallen, fühlten sich angegriffen, können mit konstruktiver Kritik gar nicht umgehen, selbst im beruflichen Bereich nicht, wo halt gewisse Dienstanweisungen von Oben eingehalten werden müssen.

Du solltest einfach kapieren!, dass es halt unterschiedliche Kommunikationsstrukturen zwischen Mann und Frau gibt, die genetisch vorgegeben sind, wofür wir alle nichts können.

Es liegt an uns allen, sich der Gegenseite anzupassen, dazu zu lernen, sich weiter entwickeln zu wollen, an unseren Schwachstellen zu arbeiten, notfalls mit Lehrgängen etc., schaden tut es nie. Das gehört einfach zu einer Beziehung auf Augenhöhe, da gebe ich dir recht.

Leider sind meine praktischen Erfahrungen, dass die meisten Männer es ablehnen, ihre Kommunikationsform zu überdenken, daran zu arbeiten etc., weil sie gar nicht verstehen bzw. nicht verstehen wollen oder sogar können (intellektuell gesehen), wie wichtig eine gesunde Kommunikationskultur ist. Das lesen wir ja tagtäglich hier bei EP.
 
  • #20
@#1: Ich muss wirklich lachen! ThomasHH hat es auf den Punkt gebracht. klingt ganz so, als ob Du selbst solche Kuse anbieten wolltest :)

Mal im ernst, Deine Logik kann ich nicht nachvollziehen:

+ Warum sollen Männer lernen, Frauen zu verstehen, wenn es Deiner Meinung nach daran liegt, dass Frauen nicht Tacheles reden?

+ Wäre es dann nicht sinnvoller, Frauen einen Kurs anzubieten, wie sie sich klar ausdrücken?

Natürlich haben Frauen und Männer einen unterschiedlichen Kommunikationsstil, vorallem im privaten Bereich. Seit Frauen im Arbeitsleben immer "männlicher" sein müssen, hat sich dies aber erheblich verbessert, wenn es auch nach wie vor die schon fast als Karitatur anmutende Form des "zwischen den Zeilens"-Redens durchaus noch gibt. Ich glaube, viele gebildete, moderne Frauen drücken sich durchaus klar und verständlich aus.

@#6: Absolute Zustimmung, wieder einmal sehr gut formuliert. In diesem Sinne auch der 5. Absatz: Auch ich stehe auf Männer! :) Exzellent war auch der Part "in Rätseln gesprochen und das ganze halten viele Frauen auch noch für intelligent, tiefgründig und weiblich" -- leider ist gibt es davon gar nicht so wenige.
 
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  • #21
Zu diesem Thema gibt es u.a. ein interessantes Buch:

Du kannst mich einfach nicht verstehen..

In diesem Buch wird auch wissenschaftlich erklärt, warum schon im Kindergartenalter die Kommunikationsform von Jungen und Mädels unterschiedlich sind.

Mädchen wollen Verbundenheit miteinander erreichen, reden manchmal auch vielleicht zu viel :), Jungs wollen mir ihrem Reden nur Siegen, mehr nicht. Es geht den Jungs nicht darum, das Problem im Interesse aller zu klären, sondern nur darum den "Kampf" zu gewinnen.

Wenn einem Jugendlichen nicht beigebracht wird, bzw. dem heranwachsenden Kind in der Familie eine gesunde, geschlechter unabhängige Kommunikationsform nicht beigebracht wird, kann dieser spätere Mann dann eine Kommunikationform, die Frau versteht, nicht führen.

Da das miteinander Reden eh schon wenig gepflegt wird, braucht es uns alle nicht zu wundern, dass es Probleme in der Kommunikation zwischen Mann und Frau gibt.

Der Beitrag von #17 beschreibt m.E. in Ansätzen gut auch meine Erfahrungen in der Praxis mit Männern.
 
  • #22
@#17: Auch wir beide scheinen ein Kommunikationsproblem zu haben, allerdings auf ganz anderer Ebene. Du scheinst mich nicht verstehen zu WOLLEN. Ich habe am Ende von #15 gesagt, dass das Problem, über das wir hier reden, bei jüngeren Frauen und insbesondere Akademikerinnen seltener auftritt. Das liegt an ihrem gestiegenen Selbstbewusstsein und das nimmt mitunter schon solche Formen an, dass es Männern schon fast wieder zu viel wird. Lass uns bitte diesen Punkt nicht weiter diskutieren, er führt einfach vom Thema weg. Ich hatte das lediglich als Randaspekt anschneiden wollen.

Viel wichtiger ist, die Gründe für dieses "um den heißen Brei herumreden" und Wünsche in verklausulierter Form formulieren mal ausfindig zu machen. Ich glaube, dieses Verhalten hat seine Ursprünge in einer Zeit, als Männer noch wie Patriarchen aufgetreten sind und Frauen einfach nicht das Recht hatten, selbstbewusst das zu sagen, was sie denken. Sie wurden dann eben notfalls auch mit Gewalt zurechtgewiesen. Deswegen mussten sie nach einer anderen Methode suchen, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu formulieren.

Heute gibt es keine Unterdrückung mehr männlicherseits und deswegen können Frauen diesen Workaround - mehr ist es ja schließlich nicht gewesen - ebenfalls aufgeben und sich wieder klar äußern. Männer können höchstens helfen bei diesem Prozess oder eben hier und da entgegenkommen, wenn es mal nicht so klappt oder in alte Muster zurückverfallen wird, aber einen Gehirnwäschekurs brauchen sie wahrlich nicht.
 
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  • #23
zu #20
Ich glaube eher nicht, dass ich (oder andere Männer) in Rätseln sprechen.

Wenn ich etwas sage oder anspreche, dann meine ich fast immer ganau das, was ich sage (und nicht mehr, wie meine bisherige Partnerin immer glaubte, interpretieren zu müssen).

Spreche ich etwas nicht an, dann es mir nicht bekannt oder kein Problem, dass m.E. besprochen werden müsste. Wenn dahinter doch ein Problem stecken sollte (absolute Ausnhame) dann ist es logisch und auch ok, wenn ich das dann selbst löse oder bewerte. Schließlich habe ich ja dann auch nicht gefragt.

Spreche ich es aber doch an, dan erwarte ich eine inhaltliche Lösung, notfalls als Kompromiss.

M
 
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  • #24
zu #22

Was ist aber, wenn du kein Problem siehst, aber die Frau sieht ein Problem und das vielleicht noch mit Recht?

Was machst du dann? Abwehr, der Frau unterstellen, sie nörgelt, nur weil du das Problem nicht siehst oder nicht sehen willst/kannst etc.? Mag auch sein, dass da wirklich kein Problem ist.

Absolute Ausnahme, dass deine Denkweise die absolut richtige ist und Frau/en immer Probleme sehen, wo eigentlich keine sind, laut männlicher Sicht? Ist das etwa eine emotional reife Art, anderen Menschen zu "unterstellen", sie würden Probleme sehen, wo ja keine sind. Meinst du wirklich, dass deine Art zu Denken die einzig Richtige ist?

So wirken jedenfalls deine Zeilen aus '#22 auf mich.

w
 
  • #25
@#18: Immer wenn man keine genaue Erklärung für ein Phänomen hat oder die Augen vor der Wahrheit verschließen möchte oder einfach keinen Bock hat, sich zu ändern, dann wird mit genetischer Prädisposition argumentiert: "Ich bin halt so, wie ich bin, und kann mich nicht ändern. Also sollen sich alle anderen verändern und sich auf mich einstellen." Sowas funktioniert niemals. Und oft ist es auch gar nicht der Mann, der UNBEDINGT Frauen verstehen muss, sondern es ist die Frau, die darüber lamentiert, nicht verstanden worden zu sein. Auch die vorliegende Frage wurde von einer Frau eingestellt.

@#21: Auch männliches Kommunikationsverhalten ist nicht gerade vorbildlich. Ich stimme dir zu, dass Männer damit oft verkappte Zweikämpfe führen oder sich in Szene setzen wollen. In diesem Thread geht es aber ja um das Erreichen von Verständnis durch Sprache und in diesem Punkt kann man Männern im Allgemeinen weniger Vorwürfe machen als Frauen.
 
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  • #26
zu #23 von #21

Schon dass du das Wort VORWÜRFE erwähnst ist typisch männlich :).

M.E. wirft hier keine Frau was vor, sondern macht sich nur Gedanken über schlechte Kommunikationsstrukturen, sowohl auf der männlichen wie auch weiblichen Seite.

Zu denken gibt mir, wenn du schreibst, dass oft der Mann, die Frau nicht verstehen muss/will, sondern dass die Frau ja lamentiert (wie kann sie auch nur :)?), dass sie vom Mann nicht verstanden wird.

Was für eine unreife Einstellung des Mannes. Nach dem Motto: Ist doch nicht mein Problem, wenn Frau sich nicht verstanden fühlt, ich muss und will sie ja nicht verstehen... Ob das die Partnerschaft fördert?

Lese ich richtig? Die Sprache ist doch eine Form von Kommunikationsverhalten, egal ob männlich oder weiblich. Richtig, in diesem Thread geht es um Sprache und Sprache hat sehr viel und sehr wohl was mt Kommunikationsverhalten zu tun. Das du das nicht so siehst kann ich nicht nachvollziehen.

w (47)
 
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  • #27
zu # 24 (von #22)

Wenn Frau oder eine zu erörtenden Sachvershalt ein für Problem sieht, dann kann sie es ja auch ansprechen (und wenn sie das tut, dann macht es Sinn auch "Roß und Reiter" zu nennen), da ist ja gar kein Widerspruch zu meiner Aussage.

Die Aussage war auf mich (und auch andere Männer bezogen), wenn sie ein Problem nicht sehen, dann sprechen sie es auch nicht an ... Warum auch?
 
  • #28
@#25: Es ist übrigens auch typisch weiblich, dass man sich an einzelnen Worten wie "Vorwürfe" aufhält, anstatt sich auf die KONZEPTE zu konzentrieren. Das ist auch der Grund, warum wir uns hier jede Woche über den Begriff Marktwert unterhalten müssen. Kritik daran wird fast nur von Frauen erhoben. Du hast Recht, in diesem Fall werden gar keine Vorwürfe erhoben - die Fragestellerin übergeht diesen Zwischenschritt schlicht und schreitet sofort zum Vorschlag, dass sich der Mann bitteschön ändern möge. :)

Natürlich müssen grundsätzlich immer beide Parteien an jeglicher Form von Beziehungsproblem mitarbeiten, auch an Kommunikationsproblemen. Aber wenn ein Mann seinen Part erledigt hat und ihr hinreichend weit entgegenkommt, dann muss sie einfach den Rest des Wegen gehen. Darüber hinaus - und auf diesen Zustand beziehe ich mich in #23.2 - muss kein Mann weiteres Verständnis dafür aufbringen, wenn seine Partnerin oft nicht klar sagen kann oder will, was sie denkt. Und genau diese Situation diskutiert die Fragestellerin ja hier auch. Sie sagt ja selbst, dass nach Voraussetzung eine Frau nicht Tacheles redet.
 
  • #29
Ich sage es mal ganz kurz und knapp:
Die Fragestellerin ist wohl der Meinung, den Männern eine Hilfestellung geben zu müssen, damit sie das unklare Zeug ihrer Partnerinnen "verstehen" und deren Gedanken lesen können.

Kein vernünftiger Mann muß sich auf dieses Niveau herunterbegeben.

Ich kenne sowas aus der Vergangenheit auch: "Du hast nichts verstanden." oder "Du verstehst mich nicht." oder "Mir geht es schlecht." Alles natürlich ohne weitere Erläuterungen. Sind wir bei "Rate mal mit Rosenthal?"

Ich kenne genügend gescheite Frauen, die solche Ratespiele nicht nötig haben.

Das hat nichts mit evtl. fehlender Sensibilität des Mannes zu tun, sondern solche Ratespiele sind einfach sinnlose Zeitverschwendung.

Gleiches gilt für die Zickereien, die Frauen für sich wie selbstverständlich als naturgegeben in Anspruch nehmen. Kein Mann muß sich Zickereien bieten lassen oder gar noch Verständnis dafür aufbringen.
 
  • #30
@#28: Oder anderes Beispiel: Beide fahren eine längere Strecke zusammen im Auto auf der Autobahn. Sie muss dringend auf Toilette.

Sie: Schatz, du fährst schon so lange. Kannst du dich noch konzentrieren?
Er: Kein Problem, mach dir keine Sorgen.
Sie: Hast du denn gar keinen Hunger oder Durst, sollen wir mal Pause machen bei der nächsten Raststätte?
Er: Nein, danke, mir geht es gut. Wirklich!
Sie: <Eingeschnappt>

EIN Beispiel dieser Art ist natürlich lustig. Aber 10 Beispiele in 3 Tagen sind nicht mehr lustig. :)
 
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