G

Gast

  • #1

Männer und Frauen um die 30 – Welten voneinander entfernt?

Irgendwie habe ich (M,30) das Gefühl das die meisten Männer und Frauen um die 30 Welten voneinander entfernt sind was die nähere Zukunftsplanung anbelangt.
Während Frauen mit 30 scheinbar fast alle sehr klare Vorstellungen in punkto Familienplanung, Kinder und berufliche Karriere haben und die ersten beiden Punkte oftmals nicht früh genug kommen können, habe ich das Gefühl das so etwas für die meisten Männer mit 30 noch viel zu früh kommt, man sich erst einmal selbst verwirklichen will, man sich oftmals auch noch nicht beruflich 100%-ig festgelegt hat, usw.

Ist jedenfalls der Grundtenor den ich in meinem gesamten Umfeld höre.

War unter anderem auch der Grund warum meine beiden letzten Beziehungen scheiterten. Gerade der Wunsch nach baldiger Familiengründung scheint bei Frauen um die 30 plötzlich einzusetzen. Mit 36 oder 37 würde ich es ja verstehen, da dann für die meisten allmählich die biologische Uhr anfängt zu ticken – aber mit 29 oder 30?

Jedenfalls war das für mich auch der ausschlaggebende Grund war warum ich mittlerweile potentielle Partnerinnen fast ausschliesslich in der Altersspanne zwischen 20 und 25 suche.

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?
 
G

Gast

  • #2
hm. ich denke schon das die mehrheit der maenner - auch in meinem umfeld mit 25 - 35 nicht gross an familienplanung denken - ihre partnerinnen schon.

andererseits gibt es auch (in der minderheit) maenner die konkrete plaene fuer familie & co haben, dazu zaehle ich auch, weil ich der ansicht bin wenn man gut ausgebildet und gutes geld verdient und einen entsprechenden partner hat durchaus man etwas weiter denken kann. aber anscheinend ist das wiederum etwas abstoßend konkrete plaene zu haben...
 
G

Gast

  • #3
ich, w31, kann das gesagte von FS und #1 nur unterschreiben!!!
zur Erklärung: ich will mal Familie, aber wenn ich erst mit 36/37 dran denke, weiß ich ja nicht ob ich da einen passenden Partner habe. sollte ich ihn haben ok, wenn nicht muss ich einen finden, sollte ich Glück haben und sofort einen Partner finden, will ich erstmal 2 Jahre schaun wie es sich entwickelt, sagen wir es passt bestenfalls schon nach einem Jahr, bin ich mindestens 37. Bei Geburt 38, wenn ich noch ein zweites Kind will sollte man 2 Jahre Abstand wahren, dann bin ich 40!!!
Das sagt doch jetzt wohl alles oder!?
 
  • #4
Jedenfalls war das für mich auch der ausschlaggebende Grund war warum ich mittlerweile potentielle Partnerinnen fast ausschliesslich in der Altersspanne zwischen 20 und 25 suche.
Lieber Fs,

Du kannst das so machen, das ist Dein gutes Recht, insbesondere wenn Du (jetzt) partout keine Kinder willst. Was ich persönlich daran schade: Man beraubt sich der Chance, mit einem Partner seiner Generation, der ähnliche Erfahrungen gemacht, ein ähnliches Wertesystem hat wie man selbst, gemeinsam alt zu werden.

Ich selbst habe keinen Kinderwunsch, aber dennoch hatte ich mit Mitte/ Ende 20 das Bedürfnis nach einer innigen verläßlichen Beziehung, die nicht nur ein "Lebensabschnitt" sein soll. Glücklicherweise habe ich den Mann dafür gefunden (allerdings auch 10 Jahre älter). Bei Männern um die 30 hapert es in der Regel selbst daran: sie wollen/ können sich nicht dauerhaft auf eine Partnerin einlassen... mit Kinderwunsch braucht man gar nicht kommen ;-)

Ansonsten würde ich Dir, lieber Fs, raten: Habe Verständnis für die Frauen mit Kinderwunsch! Nicht jede Frau möchte mit 36, 37 oder später die erste Geburt erleben. Es gibt eine solche Vielzahl von Gründen, die die weibliche Fruchtbarkeit limitieren können, so dass ich keiner Frau raten würde, damit unnötig lange zu warten!

Mache Dir einen Lebensplan und frage Dich erstens ob Du überhaupt Kinder möchtest. Zweitens: Möchtest Du wirklich Anfang/Mitte 40 sein beim ersten Kind? Das muss jede(r)für sich entscheiden, nichts spricht dagegen. Aber es sollte bewusst entschieden werden!
Mein Eindruck ist, dass Männer diese Entscheidung aus einem (nicht ganz durchdachten) Impuls (falsch verstandenes Freiheitsgefühl etc.) abwehren und dann entweder kinderlos bleiben oder mit einer 15 Jahre jüngeren, die sie nicht versteht (andere Generation!) alte Väter werden!

Quintessenz: Auch bei Männern tickt eine biologische Uhr, sie betrifft nicht so sehr die Fertilität wie bei Frauen, aber sie gilt auch für die begrenze Lebenszeit. Gestalte diese klug und bewusst und schaue nicht herab auf gleich alte Frauen, die eben auch noch ganz andere Gegebenheiten mitdenken müssen.
 
G

Gast

  • #5
Ja, wenn wir Frauen könnten, wie wir wollten, würden wir uns auch bis in alle Ewigkeit Zeit lassen. Männer können dieses Thema eben entspannter angehen. Schließlich müssen sie auch kein Kind austragen und haben verhältnismäßig weniger Anstrengungen durch ein Kind. Die Hauptlast, sei es durch die Betreuung aber vor allem gesundheitlich, trägt nun einmal die Frau. Mal ganz davon abgesehen, dass jede Schwangerschaft schon ab 35 als Risikoschwangerschaft zählt. Es will also schon gut überlegt sein, ob man sich als Frau dieser Aufgabe mit Ende 20, oder erst Ende 30 stellt.
Aber als Mann lässt sich eben leicht reden. Mann ist ja auch noch mit 70 zeugungsfähig.
Übrigens kenne ich in meinem Bekanntenkreis schon einige Väter um die 30 und auch Männer in diesem Alter mit Kinderwunsch. Ebenso Frauen, die sich mit 29 oder 30 noch keine Kinder vorstellen können. Ich empfinde deine Aussage also eher als subjektiv.
 
  • #6
Mit 30 J. hätte ich mir (m) noch keine eigene Familie vorstellen können. Selbst mit meinem Beruf und Job noch nicht.
Mit 32 J. wäre es finanziell tragbar gewesen. Aber erst mit 40 J. passte es auch für mich.

Da hatten es meine Eltern in den 60er Jahren einfacher. Da waren Job und Verdienst auch mit 30 J. einfacher.
Aber sie machten den "Fehler" bereits mit 24 J. eine Familie zu gründen. Selber noch zu jung dafür, und anfangs zuwenig Geld.

Vielleicht wäre das Thema entspannter, wenn unsere Leben 200 Jahre lang sein könnten ?
Mit ebenso gleichmäßiger Alterung ? Dabei 50 Jahre als Rentner = mehrere Weltreisen
Wenn mir mit 30 J. eine Frau gesagt hätte:"Ich will jetzt Kinder - du mußt alles zahlen - sonst Trennung"
hätte ich mich erpresst gefühlt. Und wäre vielleicht die Beziehung daran zerbrochen ?
(Denn meinem Vater erging es ähnlich)
Kinderwunsch ok - aber nicht auf diese Art.

30 scheint bei Frauen ein magisches Alter zu sein. Selbst manche Frauen, die bisher keine Kinder wollten - wollen plötzlich Welche.
Allerdings scheinen mir auch immer mehr gewollt kinderlose Frauen - s. sinkende Geburtenrate in Dtl.

Dieses Thema wäre entspannter, wenn unsere Leben 200 Jahre lang wären ?
Mehr Zeit für Alles. Mit ebenso gleichmäßig verteilter Alterung.
Davon 60 Jahre als Rentner = mehrere Weltreisen ?
 
  • #7
Nun, ich denke, die Sache ist eher so gelagert, das es bei Männern länger dauert bis sie diejenige finden, mit der sie sich Kinder vorstellen können. Diejenige die alle Bedenken wegfegt, bei der es sich natürlich anfühlt einfach einen Schritt weiter zugehen.

Bis 29 habe ich nicht mal über Kinder nachgedacht. Dann traf ich eine besonders Frau. Die nun aber mit einem anderen ein Kind hat und trotzdem kann ich mir seit Ihr vorstellen Kinder zu haben, auch als Stiefvater. Aber das liegt eher an ihr, als an meinem Alter, Reifegrad oder was auch immer.

Die meisten Frauen wollen Kinder und suchen den passenden Partner.
Männer suchen eine passende Partnerin und sind dann auch offen für Kinder.
 
G

Gast

  • #8
War bei mir auch so. Mit Anfang 30 wollt ich langsam mal ein Kind. Mein Mann (4 Jahre jünger) hatte sich noch nicht einmal Gedanken gemacht und wollte auch gerne erstmal abwarten und noch weiter abwarten und dann erstmal abwarten. Mit Ende 20 hatte er seinen ersten, wirklich gut bezahlten Job und mit 30 war er für meinen Geschmack wirklich etabliert. Ich war dann 34 und habe Druck gemacht. Als das Kind dann da war, war er der beste Vater der Welt und wollte sogar bald ein zweites Kind. Später hat er mir gesagt, dass er mir sehr dankbar war, denn ohne meinen sanften Druck hätte er mit 40 auch noch nicht gewusst, was er eigentlich will.
Ein Freund von ihm hat es genau so gemacht, er hat gewartet und alle Frauen ziehen lassen. Dann mit Mitte 40 hat er verzweifelt nach einer wesentlich jüngeren Frau gesucht, aber die wollten entweder noch ein luxuriöses Leben und Party oder einen jüngeren Mann zum Gründen einer Familie. Heute ist er Ende 50 und hofft immer noch auf Vaterglück.

Manchmal kann man einfach auch zu lange warten ;-)
 
G

Gast

  • #9
Männer können sich mehr Zeit lasssen mit der Familienplanung, da für diese die biologische Uhr wesentlich langsamer tickt. Außerdem werden die Männer, wenn sie denn Karriere machen, immer interessanter für die Frauen, wodurch diese keinerlei Zeitdruck besitzen mit der Familienplanung.
Frauen hingegen, die zwischen 20 und 30 zu den attraktiveren gehören, verlieren ab 30 Jahren stark an Attraktivität, was sie dazu veranlasst, noch schnell einen tollen Mann an sich zu binden (durch ein Kind) bevor sie ihren Vorteil (die Attraktivität) gegenüber den weniger attraktiven Frauen verlieren.
 
G

Gast

  • #10
Eine kluge Frau wählt in jungen Jahren einen etwas 8-10 Jahre älteren Partner zur Familiengründung, nimmt sich nach der Scheidung mit etwa Mitte 30 einen Gleichalterigen und ggf. so ab Mitte 40 einen Jüngeren:) Dann vermeidet sie viele unnötige Konflikte, denn die emotionelle und sexuelle Entwicklung von beiden Geschlechtern verläuft umgekehrt: Frauen legen meist ab dem mittleren Lebensalter mehr Wert auf eine schöne, intensive Erotik und viel Freiraum, versuchen in jungen Jahren eher, alles unter einen Hut zu bringen- Liebe, Kinder, Haus, Beruf...
Natürlich passt es bei Paaren, die sich mit Mitte 20 getroffen und sich gemeinsam weiterentwickelt haben, auch oft gut. Denn sie haben in einem Alter, da man sich noch mit guter Motivation aneinander anpassen kann gelernt, welche Bedürfnisse der Andere hat. Und sie tun etwas für die Partnerschaft. Später wird es immer schwieriger..
w
 
G

Gast

  • #11
Ich kann die Antworten von den Männern in diesem Beitrag hier teilweise nicht nachvollziehen. Es gehört schon ein großes Maß an Selbstbewusstsein dazu, zu hoffen mit Anfang vierzig eine sehr viel jüngere, attraktive und intelligente Frau für ihre Famienplanung zu finden. Ich (w29) hatte zwei Beziehungen ( beide waren 5 Jahre älter) jeweils mit einer Dauer von 4 & 5 Jahren. Die gemeinsame Zeit war sehr schön, aber eine Familiengründung hätte ich mir bei so einem großen Altersunterschied nicht vorstellen können. Auch bei Männern ist der Attraktivitätsverlust zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr erheblich. Die geringere Lebenserwartung im Vergleich zu Frauen sollte auch nicht vergessen werden. Glücklicherweise gibt es auch Männer, die bereits mit 30 Jahren erfolgreich im Beruf angekommen sind und sich eine Familie wünschen. Den Beiträgen nach stellt mein Partner, damit aber wohl eher als Rarität dar.
 
G

Gast

  • #12
Ich habe meine Kinder mit 33 bzw. 35 bekommen. Der Vater der Kinder ist 6 Jahre jünger als ich.
Für hiesige ostdeutsche Verhältnisse bin ich eine sehr späte Erstgebärende gewesen.
In meinem Freundeskreis kamen die Kinder meistens, als die Eltern Mitte 20 waren und im letzten Studienjahr waren oder das Studium gerade fertig hatten. Die Frauen haben in der Regel nur ein Jahr pausiert und sind dann (wieder) arbeiten gegangen.
Jetzt sind deren Kinder groß, oft schon aus dem Haus, die Eltern sind mit Mitte 40 wieder Herren über ihre eigene Zeit und ihr Geld.

Ich wollte selbst auch schon mit Mitte, spätestens Ende 20 Kinder haben, keine "alte" Mutter sein. Naja, hat halt nicht so sein sollen.

Diesen "Trend", der auch hier im EP-Forum propagiert wird, dass Frauen das erste Kind mit Anfang 30 haben wollen und Männer erst mit +/- 40 Vater werden wollen, kann ich nicht nachvollziehen.
Wer mit 40 oder später Vater wird, ist z.B. ungefähr 60 (!!!!), wenn das Kind Abitur macht.
Also eigentlich im Großvater-Alter...

Die Männer in meinem Alter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis sind wie gesagt meistens mit U30 Vater geworden - und das bewusst und gewollt, weil sie eben keine alten Väter sein wollten.

Aber ok, inzwischen sind andere Zeiten.

Ich finde es nur seltsam, wenn ein Mann mit knapp 45 noch mit Kinderwunsch durchs Leben geht - so nach dem Motto: "Ich habe Haus, Auto, Boot. Hund - jetzt muss ich bloß noch ein Kind zeugen."
Die Reihenfolge stimmt da nicht.

Auswüchse der Spaßgesellschaft....

Wir brauchen uns nicht über die allüberall präsente Überalterung zu wundern. Beileibe nicht.

w, 44
 
  • #13
Lieber FS, Frauen heiraten heute durchschnittlich mit 30 Jahren, und verheiratete Frauen bekommen auch mit 30 ihr erstes Kind.
Männer heiraten im Schnitt erst mit 33, was ich jetzt nicht so extrem viel älter empfinde. Also scheinen andere nicht so lange warten zu wollen.
 
G

Gast

  • #14
Nun, Theorie und Praxis sind zweierlei. Der durchschnittliche Mann findet mit Mitte 40 kaum eine junge, fruchtbare Partnerin, denn welche Frau will schon den Rentner zuhause haben, wenn die Kinder gerade flügge werden? Und die wenigsten 70Jährigen werden gesunde Kinder zeugen. Aber natürlich ist eine Frau ab 30 stärker unter Druck, wenn sie einen ausgeprägten Kinderwunsch hat. Ich hätte nur Kinder von einem wirklich liebevollen Mann gewollt-und meine Partner sah ich nicht wirklich als gute Väter, also ließ ich es lieber. Da bin ich zugegebenermaßen eine Ausnahme:)

Dieses Phänomen hat allerdings auch stark damit zu tun, dass ein "aufregender", "schwieriger" Womanizer entgegen der billigen Romantische-Komödien-Klischees nicht durch DIE RICHTIGE zum windelnwechselnden Superpapi mutiert..schon gar nicht als Karrieretyp. (Liebe Frauen, seht euch als abschreckendes Beispiel die verlogenen Macho-liebt-Alleinerziehende- Filme von Til Schweiger an-und dann, was er SELBST privat lebt. Das veranschaulicht sehr gut, was ich meine;)) Wenn erwachsene Frauen mit Vorstellungen einer Spätpubertierenden ihre Männer wählen, wird das natürlich nichts.
w.42
 
G

Gast

  • #15
Ich (w/28) habe eher andere Erfahrungen gemacht. Irgendwie sind es die Männer, die mit 30 plötzlich Torschlusspanik bekommen, meinen sie müssen sich jetzt benehmen, verantwortungsvoll werden, bald heiraten und Kinder bekommen. Die Frauen die ich kenne, denken noch nicht an Kinder bzw wollen keine.

Ich habe momentan das Problem, dass ich oft Männer date (+/- 2 Jahre), die schon von heiraten und Kindern reden. Bekomm echt die Krise so langsam. Ich will garkeine Kinder und da komm ich mir als Frau dann auch schnell instrumentalisiert vor. Als wenn der Mann mich nur für seine Kinder will oder so. Gibt es überhaupt noch Männer die keine Kinder wollen? Und warum müssen mit 30 immer alle plötzlich seriös werden? Es ist doch nur eine verdammte Zahl, nichts mehr. Meine Güte...
 
G

Gast

  • #16
Bis 29 habe ich nicht mal über Kinder nachgedacht. Dann traf ich eine besonders Frau. Die nun aber mit einem anderen ein Kind hat und trotzdem kann ich mir seit Ihr vorstellen Kinder zu haben, auch als Stiefvater. Aber das liegt eher an ihr, als an meinem Alter, Reifegrad oder was auch immer.
Wie hat sie dich denn überzeugt? Vielleicht als du gesehen hast, dass sie die Kinderarbeit auch alleine schafft und macht?
Oder dass sie besonder gelassen und tolerant ist? Oder oder ...
 
G

Gast

  • #17
Das hat ganz viele Gründe.

Was ganz oben steht ist Angst.

Angst, dass Kinder teuer sind
Angst, dass "Mann" wenn es schief geht bluten muss..
Angst, dass man nicht zusammenpassen könnte
Angst, dass man Anforderungen nicht gerecht wird.

Letztenlich werden diese Dinge immer mehr verkompliziert..Gleichzeitig steigen Erwartungshaltungen jemand auf Augenhöhe zu finden gemeinsame Interesse zu haben und No-gos..

Ich bin ein Mann und nein mich interessiert kein klamottenshopping, mir ist egal welche Schuhe sich meine Partnerin kauft, ich mache keine Atemübungen im Babyvorbereitungskurs, Frauengetrasche über Beziehungen, Kochrezepte austauschen, Ich trinke lieber ein Bier oder Jacky Cola anstatt Aperoll-spritz., Ich steh nicht auf Liebesfilme...

Ich liebe es, dass wir verschieden sind und das ist gut so.

M
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #18
Ich möchte mich den Schreiberinnen 3 und 11 vollumfänglich anschließen. Hatte mit 31 meine drei Kinder zur Welt gebracht und die letzten 20 Jahre mit Kindern GELEBT und diese nicht als einen Punkt in einer Reihenfolge abgehakt. Sowas wie der Threadersteller kann nur jemand ohne Kinder schreiben. Ich denke auch, das ist letztendlich legitim, aber mich gruselt es was für Lebensziele und -sinne die kommenden Generationen verfolgen werden. Wenn mit der Einstellung überhaupt noch Menschen kommen!

w/43
 
G

Gast

  • #19
Nur mal ein Gedankenexperiment:
Angenommen ich bekomme mit Mitte 30 mein (erstes) Kind und mein Kind hält das später auch für das richtige Alter zum Kinderkriegen. Wie viel habe ich denn dann noch von meinen Enkeln?

Ich wollte immer jung Mutter werden. Da ich bis jetzt (w, Mitte 20) noch keine Kinder habe und in den nächsten 2 Jahren auch keine bekommen werde, werde ich überhaupt keine bekommen.
 
  • #20
Wie hat sie dich denn überzeugt? Vielleicht als du gesehen hast, dass sie die Kinderarbeit auch alleine schafft und macht?
Oder dass sie besonder gelassen und tolerant ist? Oder oder ...
Was? Ich fand sie einfach so umwerfend und interessant, das in mir ganz natürlich der Wunsch nach mehr entstanden ist. Nur hatte es mit uns nicht geklappt, ich wollte, aber sie entschied sich für einen anderen.
Und jetz mit Kind ist sie immer noch mehr als interessant.

Egal in welchem Alter, die passende Frau, die die einem das Hirn und Herz verdreht, die lässt Mann von allein an Kinder denken.
 
G

Gast

  • #21
Ich kenne auch viele, die zwischen 20 und 30 Eltern wurden. Ausnahmen sind das nicht.

"Welten voneinander entfernt" beziehe ich daher nicht unbedingt auf das Alter, eher auf die Lebensplanung. Manche wissen recht früh, was sie wollen und verfolgen ihr Ziel, finden auch zeitig das Passende. Einige früher (Anfang-Mitte 20) andere später (Ende 20, spätestens Anfang 30). Ich beobachte in dieser Altersspanne auch die meisten Paare/Eltern, bei denen der Altersunterschied noch am geringsten ist: zwei Menschen mit ähnlicher Lebensplanung, die sich beide im passenden Alter gefunden haben. Dass es hält, liegt wohl unter anderem an der gleichen Augenhöhe. Der Kinderwunsch ist bei solchen Beziehungen entweder beidseitig vorhanden oder entwickelt sich mit der Zeit.

Andere sind im jüngeren Alter nicht bestimmt genug, wollen sich bewusst noch nicht festlegen, und bekommen dann ab einem bestimmten Alter Panik und dann muss es schnell gehen, auch Männer von der Sorte gibt es durchaus. Nur ist dann bei diesen Menschen die Umsetzung etwas schräg, zum Beispiel werden nur viel Jüngere in Betracht gezogen. Im Normalfall sind es Männer, die eine viel jüngere Partnerin suchen, aber es gibt zunehmend auch den umgekehrten Fall. Wenn es dann der Traumpartner ist, gerade weil der Altersunterschied ihn anziehend macht, dann kann es auch zum Kinderwunsch kommen, warum auch nicht? Ob sich dieser Wunsch dann auch umsetzten lässt, ist eine andere Frage...
 
G

Gast

  • #22
Eine kluge Frau wählt in jungen Jahren einen etwas 8-10 Jahre älteren Partner zur Familiengründung, nimmt sich nach der Scheidung mit etwa Mitte 30 einen Gleichalterigen und ggf. so ab Mitte 40 einen Jüngeren:)
Die Frau "nimmt". Das klingt ja so, als liegen der Frau (mit Kindern) alle Männer zu Füßen. DIe Realität sieht doch eher so aus, daß sie in jungen Jahren den älteren Partner wählt, weil gleichaltrige ja noch so unreif und unvermögend sind. Dann bekommt sie mit ihm ein Kind und entweder bleiben beide zusammen oder sie ist AE und hat damit das Problem, einen neuen Mann zu finden, weil der erst mal nach einer kinderlosen Frau sucht. Und die Konstellation jüngerer Mann ist wohl auch eher die Ausnahme, weil die meisten Männer eben keine ältere Frau wollen.

Mal ehrlich: Aus der Beobachtung des FS ergibt sich doch das Ideal, die Lösung, so wie die meisten Beziehungen auch aussehen: Der Mann ist 3 bis 10 Jahre älter und plötzlich sind die Interessenlagen von Mann und Frau, was Kinder anbelangt, übereinstimmend.

DIe Regeln der Partnerwahl sind eben kein Ponyhof, wo jeder gern ausbrechen kann, wie er will oder was er als "modern" empfindet, sondern dazu da, für das Kind das Beste herauszuholen: Die junge, fruchtbare Frau und der Mann, der die Familie auch ernähren kann. Das korrelliert mit dem Alter.
 
G

Gast

  • #23
Auch wenn hier einige Frauen versuchen vehement jenseits der Realität den Männern einzutrichtern versuchen, dass diese jenseits der 35 alt, unattraktiv, gebrechlich und für keine Frau mehr akzeptabel wären, so habe ich doch ganz andere Erfahrungen gemacht: Es gibt viele, ja sehr viele Frauen, die auf Männer stehen, die ca. 10 Jahre älter sind. Mental passt es mit diesem Altersunterschied einfach sehr gut. Den Damen ab 30 können so ihre Kinderwünsche erfüllt werden und die Herren erweisen sich als verantwortungsvolle Väter, die fest im Beruf stehen und sich nicht mehr irgendwo hocharbeiten müssen. Viele Männer werden auch ab 40 erst so richtig attraktiv und sexuell begehrenswert.
 
  • #24
so habe ich doch ganz andere Erfahrungen gemacht: Es gibt viele, ja sehr viele Frauen, die auf Männer stehen, die ca. 10 Jahre älter sind. Mental passt es mit diesem Altersunterschied einfach sehr gut. Den Damen ab 30 können so ihre Kinderwünsche erfüllt werden und die Herren erweisen sich als verantwortungsvolle Väter, die fest im Beruf stehen und sich nicht mehr irgendwo hocharbeiten müssen. Viele Männer werden auch ab 40 erst so richtig attraktiv
Das mag sogar stimmen, dennoch kann es in dieser Konstellation auch für Männer ganz schnell problematisch werden.
Wenn sie sich mit 40 auf eine ernsthafte Beziehung einlassen, sollte es schon noch mindestens 2-3 Jahre dauern (man muss sich ja erstmal kennenlernen, zusammenziehen etc...) bis das erste Kind kommt. Scheitert diese Beziehung vor Realisierung des Kinderwunsches ist der Mann dann schon 42 oder 43. Bis zur nächsten Beziehung gehen manchmal locker 2 Jahre ins Land. Der Mann ist nun schon 45/46. Lebt er wieder 2-3 Jahre mit seiner Freundin zusammen, bevor er sie schwängert, dann ist er 47/48. Kommen nun noch Fertilitätsprobleme oder ähnliches hinzu, dann ist der Mann, der sich ja als 40 jähriger noch ach so "attraktiv und sexuell begehrenswert" wähnte, mittlerweile an die 50. Falls dann noch eine Frau mit ihm Kinder will, wird er als Rentner zum Abiball seines Kindes gehen.
 
G

Gast

  • #25
Mit 20 habe ich gewußt ich möchte eine Familie, irgendwann, mit 30 war es noch kein Thema, seit 40 bin ich bereit dazu. Rückblickend gesehen, ja, mit 30 wäre ich wahrscheinlich eine Enttäuschung für gleichaltrige Frauen gewesen.

Wenn eine Frau mich heute als zu alt empfindet, dann ist das eben so. Das ist nicht zu ändern, das gute Recht eines jeden Menschen, und kein Grund darüber zu klagen.

Ich bin aber davon überzeugt, es gibt auch Frauen, für die bin ich genau richtig. Und eine andere wollte ich gar nicht haben.

m
 
G

Gast

  • #26
Terzia hat schon vollkommen recht. angenommen man faengt erst als mann mit mitte 30 an mal richtung familie und ernsthafter beziehung zu schieln....prost mahlzeit. Die Uhr tickt zwar fuer maenner nicht so laut, aber sie tickt wenn man es mal rein rational betrachtet.

eine stabile partnerschaft zu haben geht nicht von heut auf morgen. wenn man erst mit mitte 30 daran denkt(!) kann es gut sein mit 40 vater zu werden.

andererseits - aus eigener erfahrung - ist es mit mitte ende 20 schon schwer genug ueberhaupt einen partner zu finden, da die alte lied anfaengt, er muss aelter sein bzw. entsprechenden status haben...
 
G

Gast

  • #27
Ich denke einfach die Zeiten ändern sich. Früher hatten die meisten Männer mit 30 Jahren ein geregeltes Einkommen und eine sichere Arbeitsstelle. Dagegen haben heute die meisten 30 jährigen Akademiker doch höchstens eine befristete Arbeitsstelle, gehören der 'Generation Praktikum' an oder sind gar immer noch an einer Universität eingeschrieben.

Natürlich sind einem da Gedanken an Kinder fern bzw sie werden eben noch für etliche Jahre aufgeschoben. Ein Kind lässt sich eben nicht nur mit Luft und Liebe groß ziehen, sondern es bedarf auch einer gewissen finanziellen Absicherung.

Und selbst wenn man dann ein geregeltes Einkommen hat ist es nur natürlich das man sich erst einmal etwas selbst verwirklichen will bevor man die Familiengründung angeht.

So ähnlich war es auch bei mir (42) und meiner Frau (37). Jetzt da finanziell alles in trockenen Tüchern ist können wir ganz beruhigt das Thema Kinder angehen. Zu alt fühlen wir uns dafür auf keinen Fall.

Die heutige Generation der 60 jährigen ist doch weitaus agiler und gesünder als die Generation der 60 jährigen vor 30 oder 40 Jahren. Und dieser Trend dürfte sich in Zukunft fortsetzen.

Niemand muss meiner Meinung nach diesbezüglich etwas überstürzen.
 
G

Gast

  • #28
Kinder kann ich mir (m, 35) derzeit noch nicht vorstellen. Wenn ich mir im Bekanntenkreis ansehe mit wieviel Stress und Einschränkungen das verbunden ist, ist mir meine Freizeit dafür zu kostbar und finanziell wäre es auch ausgesprochen schwierig.
Bin selber gespannt, ob meine Einstellung dazu in ein paar Jahren vielleicht ganz anders ist.
 
G

Gast

  • #29
Jedenfalls war das für mich auch der ausschlaggebende Grund war warum ich mittlerweile potentielle Partnerinnen fast ausschliesslich in der Altersspanne zwischen 20 und 25 suche.

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?
Du darfst nicht vergessen, dass eine Frau (und du sicher auch) eine stabile Beziehung möchte, bevor sie ein Kind mit dir hat und dazu gehört für mich schon eine Zeit zwischen 2, 3 bis 5 Jahren. Dann ist die Frau im extremsten Fall schon 35, ein Alter, bei dem du sagst, dass du den Kinderwunsch verstehst.

Mir geht es mit meiner Altersklasse (29) ähnlich: Ich habe schon Frauen zwischen 29 und 34 gedatet und diese waren mir alle zu "alt lebend" und beziehungsroutiniert, zu sicher. Da ich schlichtweg noch nicht über die allergrößte Beziehungserfahrung verfüge, suche ich keine mir in so einem Maß überlegene Frau und mit "alt lebend" meine ich, dass es bei allen schon sehr häuslich wurde, zu häuslich für mich und ich gehe pro Woche nur zwei Mal weg, an einem Tag davon auch nur ruhiger bis 10, 11.
 
G

Gast

  • #30
mir sind sämtliche Beiträge hier zu verkopft. Diese "richtigen" Zeitpunkte erinnern mich an No Go Listen, die für viele den selektiven "Segen" bei der Partnersuche ausmachen. Weder diese Listen sind wichtig für eine Liebe noch diese Babyplanung...

Ich bin mit 22 Jahren Vater geworden und mit 25 kam dann das nächste. Wie schön, heute mit 52 eine Freiheit zu genießen, während manche nicht viel jüngere Kollegen von Krabbelgruppe zu Kita eiern...