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  • #1

Männl. Beschützerinstinkt, überholt oder noch akut?

Eine Frau muss oder sollte den Beschützerinstinkt des Mannes
wecken um sein Interesse gleichzeitig zu entfachen.

Ich gebe zu, dass ich diese Theorie mittlerweile für überzogen
halte, vor allem in unserer heutigen Generation.

Es mag zu Großmüttes Zeiten ein Ritual gewesen sein,
als Frauen nur darauf gewartet haben geheiratet zu werden und außer hübsch und
brav sein nichts zu bieten hatten bzw. so erzogen wurden.

Also ich würde mich als eine Frau bezeichnen, die sicherlich nicht
den Beschützerinstinkt eines Mannes erweckt, ich bin mit 1,80 recht
groß, taff, nicht niedlich, aber kann mich über männl. Interesse
nicht beschweren.

Nun frage ich mich, ob Männer mittlerweile die emotional
starke Partnerin favorisieren, eine Frau, die mit ihnen ein Team bildet
um Seite an Seite den Lebenslauf zu bestreiten, als eine Frau, welche
ihm das Gefühl gibt der Schutzpatron zu sein.

Bitte eure Meinungen dazu, danke
 
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  • #2
Ich sehe die Lage mittlerweile anders. Ein gewisser Beschützerinstinkt ist Pflicht. Ich hatte mal einen Freund, der, während ich auf der Straße dumm angepöbelt wurde, nur mit großen Augen, verschrocken und wie gelähmt daneben gestanden hat und sich nicht mehr traute, zu rühren - ja sich sogar den Aschein machte, als wollte er gleich davon rennen und sich in die Hose pinkeln. Er hat nur zugeguckt, wie mich zwei Typen belästigt haben. In so einen Fall wäre ich aufgeschmissen gewesen, wäre die Lage ernster gewesen. Ich fande die Situation höchst unangenehm, obwohl ich stark genug bin, mich selbst zu wehren, aber trotzdem. Mir war sofort klar, der Mann ist kein potentieller Partner mit dem ich mich wohl oder sicher fühlen kann. So und noch ähnliche Situationen führten auch zur Trennung, weil er kein besonderes Interesse an meinem gesamten Wohlergehen hatte. Ich war in dieser Partnerschaft fast immer nur auf mich alleine gestellt.
 
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  • #3
Generell: eine Frau "muss" und "sollte" nur das tun, was ihr behagt.

Ich frage mich, was eine große, taffe Frau bewegt solche Fragen zu stellen, die sie derart zweifelnd dastehen lassen. Du hast hier sämtliche Klischees zusammengetragen. Wo genau ist dein Problem?
Es gibt Frauen die sanft wirken und klein gewachsen sind und mag sein, dass sie den Beschützerinstinkt entfachen, dass heißt aber noch lange nicht, dass sie auch tatsächlich schwach und abwartend sind auf ihren Erretter warten bis sie Staub ansetzen. Das hat Omi schon nicht getan und heute tut man das ebensowenig.

In meinen Augen wollen Männer beides. Sie wollen eine vor allem feminine Frau die sie beschützen dürfen und die wie eine Tigerin kämpft wenns drauf ankommt.
....wenn dir das etwas hilft?
 
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  • #4
Ein Großteil des menschlichen Verhaltens ist hormonell-biologisch bedingt, mit größeren Änderungen würde ich in nächster Zeit eher nicht rechnen. Man wird sehen (in ein paar tausend Jahren). Männer würden starke Partnerinnen durchaus favorisieren, allerdings habe ich den Eindruck, das Frauen eher "klassische" männliche Eigenschaften honorieren. Hier bestimmt die (weibliche) Nachfrage das Angebot. Die Ausnahmen sind wie immer zahlreich.
 
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  • #5
Ich bevorzuge eher die Frau die in mir den Beschützerinstinkt weckt.
Als Mann fühlt man sich toll und taff kann solch Frau ebenso sein.

Was dein Selbstbild angeht... dafür habe ich Freunde!
 
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  • #6
Kenne mich da nicht so aus: Ich bin klein, zierlich und die meisten Männer unterschätzen mich voll. Ihre Herablassung ist nicht am Platze wie sie oft schnell bemerken.
Ich spreche hier vom Kollegenkreis.
In Beziehungen war es immer so dass ich Beschützerinstinkte auslöste obwohl ich den Schutz nicht wollte. Ich kann es nicht leiden wenn mir ein Mann Grenzen setzt indem er sagt: Das ist zu anstrengend für dich. Dieser Job ist zu anspruchsvoll. Das geht über deine Kräfte. Das powert dich aus. Das ist zuviel des Guten, arbeite doch nur TZ. Oder ähnliches.

Beschützerinstinkt ist schön wenn wirklich eine Bedrohung aufzieht. Mein erster Freund hat mich vor schulischen Schlägertypen beschützt wofür ich ihm heute noch dankbar bin. Mein langjähriger Freund hat immer abends vor dem Schlafengehen angerufen um zu hören ob es mir auch gut geht, besonders wenn ich abends noch unterwegs war. Das finde ich Klasse. Und ein Nachbar hat mich mal vor einer herunterstürzenden Dachrinne gerettet. Das ist heldenhaft.
Falscher Beschützerinstinkt ist viel öfter als echter.
 
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  • #7
Ich durfte kürzlich nicht Rasen mähen, weil ich mich verletzen könnte. Fand ich interessant, süß.....und praktisch. Ich hacke ansonsten auch Holz, wenns sein muss ;-)
Manche Männer beschützen gern, manche wollen eine Frau die kräftig mitanpackt. Manche Frauen mögen es beschirmt zu werden, manche ziehen ihr Ding lieber alleine durch.
Ich denke, für jeden ist das Richtige dabei. Sich zu ändern, zu verstellen oder da etwas schlecht zu machen ist wirklich nicht vonnöten.
 
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  • #8
Früher waren ausschließlich die Männer für die materielle Versorgung der Frau/der Familie zuständig. Somit verstehe ich unter "Beschützerinstinkt" nicht nur eine Frau davor zu beschützen, dass sie jemand angreifen würde, sondern sie auch vor Hunger, Leben ohne Dach über den Kopf etc. zu schützen.

Heute bevorzugen die Männer definitiv eine Partnerin, die sich selbst vor Hungersnot und Wohnungsnot schützen kann. Vielleicht würde sie sie noch davor beschützen, keine schwer körperlichen Aufgaben zu machen-heben von schweren Lasten etc. Aber das auch nur bedingt. Ich habe oft das Gefühl, dass viele Männer gar keine Lust darauf haben, eine Frau zu beschützen-in welcher Hinsicht auch immer. Beschützen macht auch Arbeit für den Mann und strengt ihn an. Die Männer für heute wollen sich kaum für eine Frau anstrengen.

M.E. ist der Beschützerinstinkt bei den meisten heutigen Männern verkümmert.
Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.
Die meisten Männer würden sich überhaupt fragen, wovor sie eine Frau denn beschützen sollten-sie soll stark, eigenständig sein, ihr Leben selber gut im Griff haben. Für andere Schutzmaßnahmen ist die Polizei zuständig.

Ich denke aber, dass viele Frauen auch gerne stark sind und keinen Mann haben wollen, der sie beschützt.

Ich bevorzuge das traditionelle Rollenmodell-auch wenn ich vollberufstätig bin, leben wir sonst sehr klar nach männlicher und weiblicher Aufgabenteilung, was sonst das Leben betrifft. Wir sind aber ohne eigene Kinder. Dennoch erfahre ich "Schutz" von meinem Mann für viele finanzielle Dinge, Hausangelegenheiten, Entscheidungen, für die er die Konsequenzen voll trägt, wenn sie sehr riskant sind etc. Ich habe gerne "den Beschützer", auch wenn ich genug selbst verdiene. Er ist auch gerne der Beschützer-so sind wir aber das einizige Paar in unserem Bekanntenkreis. Bei den meisten anderen Paaren scheint es mir, dass die strake Frau gefragt wird, die keinen Beschützer haben muss/möchte.

Um gerne der Beschützer zu sein, muss Mann ein starker, männlicher Mann im Denken und Handeln sein. Oft habe ich das Gefühl, dass die meisten es Männer gerne hätten, wenn denen ihre Frau alles abnimmt und sie sogar vor männlicher Verantwortungsübernahme schützt.



w/39
 
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  • #9
FS!
Sicher bin ich mir nicht, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Meine Freundin ist auch sehr groß (1.82) und wir kommen nicht in die Lage einer öffentlichen Schlägerei. Ich muß nicht Schwert schwingen um sie herum tänzen, weil es einfach keine Anlässe gibt. Sie ist nicht streitsüchtig!
Außerdem kann sie sich sehr gut zur wehr setzen und da sie Respekt einflößt, ist man(n) besser nett zu ihr ;-) Verbal setzt sie eh jeden Schachmatt. Es gab sogar mal eine umgekehrte Situation. Da war ich nicht ganz Herr meiner Sinne (Besoffen auf Feier) Und ich kam in eine "ungünstige" Lage. Sie hat sich ratztfatz, wie eine Löwin vor mich gestellt und mit ihrer verbalen Keule geschwungen. Da war dann ganz schnell Ruhe. Aber natürlich möchte ich sie beschützen, vor dem Bösen, vor der Ungerechtigkeit in diesen Welt, vor Krankheit usw. Wenn sie Krank ist, dann kommt sie damit sehr schlecht zurecht, es wirft sie immer aus der Bahn. Am Anfang der Partnerschaft war ich etwas erstaunt was so eine Erhältung bei ihr bewirkt. Nun kann ich damit umgehen und ich spiele dann gerne den Helden. Da werden dann Tees gekauf und zubereitet. Selbstgamachter Hühnereintopf (hilft immer), Kräuterbäder, Wärmflaschen und so weiter. Und wenn ICH meine holde Braut dann wieder gesund habe, bin ich einen Kopf größer.
m
 
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  • #10
Nun frage ich mich, ob Männer mittlerweile die emotional
starke Partnerin favorisieren, eine Frau, die mit ihnen ein Team bildet
um Seite an Seite den Lebenslauf zu bestreiten, als eine Frau, welche
ihm das Gefühl gibt der Schutzpatron zu sein.
Bitte eure Meinungen dazu, danke

Ich kann nicht für andere sprechen, aber genau so stelle ich mir eine feste Partnerin vor.
Das schließt aber einen Beschützerinstinkt, oder besser einen bedingten Reflex, nicht aus, im Gegenteil.
Das Attribut "stark" beziehe ich eher auf emotionale und intellektuelle Eigenschaften. Sollte ihr jemand zu nahe treten, sie gar anpöbeln, gibt's Haue.
In 99 % der Fälle reicht da natürlich ein bestimmtes Auftreten. Auch das ist eher selten. Lediglich die Bereitschaft für mehr ist vorhanden.
Gruß
 
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  • #11
Eine Frau muss oder sollte den Beschützerinstinkt des Mannes
wecken um sein Interesse gleichzeitig zu entfachen.

Hallo? Eine Frau, die mich über meine Instinkte zu manipulieren versucht, kann mir gestohlen bleiben. Entweder ich interessiere mich für sie aufgrund ihrer Persönlichkeit, dann braucht es das nicht, oder ich interessiere mich nicht für sie, dann würde auch ihr Appell an meine Instinkte daran nichts ändern können.
 
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  • #12
Für mich als Frau gibt es nicht`s Tolleres als einen Mann hinter mir stehen zu haben, der einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hat. Bin weder unselbständig oder sonstiges, nur im Backround einen Beschützer zu haben ist einfach gut.
 
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  • #13
Das ist sowas von gestern, dass ich fast lachen musste beim Lesen! Was will eine emanzipierte Frau mit einem spiessigen Cavaliere? Der soll lieber erst einmal sehen, dass er sein Frauenbild in den Griff kriegt. Vor 150 Jahren vielleicht noch, aber heute... ??
 
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  • #14
Naja... Beschützerinstinkt ist wieder so ein Ding. Gerade "starke Frauen" brauchen auch einen Beschützer, aber deren Beschützung ist etwas anspruchsvoller als das in Arm nehmen eines kleinen Hascherls. Um sich mal von den Geschlechtern zu lösen: Man stelle sich zwei Männer vor, die eine Beziehung miteinander haben. Beschützen die sich nicht auch irgendwo? Beschützt eine Frau nicht auch manchmal ihren Mann?

Ich denke doch. Ich wünsche mir einen charakterstarken Mann, der zu seiner Meinung steht und loyal zu mir steht. Da steckt aber mehr hinter als klassische Treue oder ständig Zeit miteinander verbinden oder in Babysprache miteinander reden, oder was man so mitbekommt bei manchen... Dazu muss man aber einfach das Wesen haben, man kann keinen bequemen Mitläufer-Mann zum Beschützer machen. Mein Traum ist jemand, der gerade auch dann, wenn ich stark auftrete, z. B. gestresst bin, Streit mit jemandem habe, Partei ergreift und darauf achtet, dass ich mich schone oder beruhige, denn natürlich setzen auch stark auftretenden Leuten schon mal Dinge zu. Genauso wie es Frauen auch bei Männern machen, die kümmern sich auch, wenn er sich aufregt, ohne dass er wie ein kleines Mäuschen herumheult.

Manches mag sich unterscheiden, aber grundsätzlich sehe ich Mann und Frau auch als "Freunde" und mit jemandem, der es leicht mit seiner lieben, schwachen Frau haben will, könnte ich nichts anfangen, vor allem da ich weiß, dass solche Frauen oft gar nicht so lieb sind, sondern (vielleicht unbewusst) ständig diese Rolle spielen (aber auch nur wenn Zuschauer da sind).
 
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  • #15
Eindeutige Antwort: Ich will kein Schutzpatron sein.
Die Partnerin sollte bitte emotional sicher sein ("sicher" gefällt mir besser als "stark").
Mal ganz ehrlich: WOVOR bitte soll man eine Frau beschützen? Vor ihrer eigenen Hilflosigkeit?
UNTERstützen ist in, nicht BEschützen.
 
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  • #16
Ich sehe die Lage mittlerweile anders. Ein gewisser Beschützerinstinkt ist Pflicht. Ich hatte mal einen Freund, der, während ich auf der Straße dumm angepöbelt wurde, nur mit großen Augen, verschrocken und wie gelähmt daneben gestanden hat und sich nicht mehr traute, zu rühren - ja sich sogar den Aschein machte, als wollte er gleich davon rennen und sich in die Hose pinkeln. Er hat nur zugeguckt, wie mich zwei Typen belästigt haben. In so einen Fall wäre ich aufgeschmissen gewesen, wäre die Lage ernster gewesen.

Was passieren kann, wenn man in so einer Situation einschreitet, sollte inzwischen jedem bewusst sein. Warum soll ein Mann für seine Partnerin sein Leben riskieren?
 
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  • #17
ich war glücklicherweise noch nie in einer Situation, in der ich einen Beschützer brauchte. Wurde noch nie dumm angemacht auf der Straße oder bedroht. Generell finde ich, dass sich in einer Beziehung beide gegenseitig beschützen sollten. Der Mann sollte mir beispielsweise zur Seite stehen, wenn mich seine Mutter mies behandelt. Das ist jetzt so ein Klischee...aber irgendein Beispiel muss man ja nennen. Genauso würde ich in einem solchen oder ähnlichen Fall für meinen Mann einstehen und dafür sorgen, dass seine Wünsche und er selber in seiner Würde geschützt werden. Jeder kann ja mal in eine schwache Position kommen, zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder Unfall und einen Fürsprecher für sich brauchen (zB im Krankenhaus). Beschützen hat meines Erachtens nichts mit körperlicher Stärke zu tun.
Was ich gar nicht mag ist Beschützertum, das einschränkend ist. Von meinem Freund, der mir verbieten wollte alleine in den Wald zu gehen, habe ich mich getrennt. Natürlich ist mir bewusst, dass es als Frau alleine im Wald leider ein Restrisiko gibt. Doch das gibt es in jeder Lebenssituation. Mein Herz hängt einfach zu sehr an einsamen Waldwanderungen. Hätte das Herz meines Freundes an Motorradfahrten gehangen, wäre ich darüber nicht begeistert gewesen, aber ich hätte es toleriert. Beschützen ist für mich auch gleichbedeutend damit die Freiheit des Anderen zu wahren, auch wenn einem dabei selber manchmal mulmig wird. Seine eigenen Ängste und Ansichten zurück halten um die Lebensfreude des Anderen zu schützen...auch das macht Beschützertum für mich aus.
Mit dem Geschlecht hat das allerdings nichts zu tun.
Generell sollte Schutz nichts mit Bevormundung zu tun haben.
Und ich möchte in einem Mann lieber ein Gefühl von Achtung und Respekt als einen Beschützerinstinkt auslösen.

w,40
 
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  • #18
Liebe FS,
Deine Frage beinhaltet für meinen Geschmack die Unsicherheit von uns Frauen, unsere "neue" Rolle noch weiblich genug auszukleiden. Ich finde es sehr schwierig, sich in der Partnerschaft neu- weiblich zu verhalten, gerade in meiner Generation, wo viele Männer noch im "Beschützer- Modus" fahren. Die beschriebenen Beispiele von vorhandener oder nich vorhandener männlicher Einsatzfreude zur Verteidigung seines Weibchens treffen nur einen kleinen Teil des Problems. Für mich besteht die große Schwierigkeit darin, dass ich sehr wohl alles alleine kann, auch mich schützen, ich war es jedoch irgendwann leid, stets "meinen Mann stehen" zu sollen. Ich sehnte mich nach einem Kerl, der mir den blöden Immer-stark-sein- Kram mal abnimmt. Die ideale Kombi wäre natürlich, wenn sich der moderne Mann ebenfalls mal herausnimmt, sich beschützen zu lassen. Die alten Machos werden das nicht mehr packen, denke ich. Die heutigen Jünglinge (habe selber 2 Söhne Ü30) haben durch ihre "starken" Mütter mit einer gewissen Desorientierung zu kämpfen- wie geht denn "Mann- Sein" mit diesen komischen neuen Frauen überhaupt? Ich persönlich liebe es, auch beschützt zu werden, wenn ich mal eine Kampfpause benötige und habe glücklicherweise einen Partner, der diesbezüglich hervorragende Instinkte besitzt- leicht hat er`s nicht mit dem Umschalten von Reaktion auf :"kann ich alles selber" in "ach, mach das mal für mich, Du bist so stark". (ist ein wenig überzeichnet dargestellt)
So viel erst mal dazu.
Liebe Grüße,
altes Weib.
 
  • #19
"Instinkte" überholen sich nicht, verändern sich nur im Laufe von Jahrhunderten und sind unabänderbar vorhanden.. mann kann sich nur differenziert mit ihnen auseinandersetzen..
 
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  • #20
FS:
Meine Frage ist allgemein und nicht nur auf mich persönlich bezogen.

Natürlich weckt auch nicht jede kleine oder zierliche Frau automatisch den Beschützerinstinkt, ich kenne beruflich kleine Frauen, die alles andere bei Männern erwecken, aber kein - ich muss Dich beschützen - Instinkt.

Also mit großer oder kleiner Frau hängt es nicht zusammen, nur mit der Ausstrahlung dieser Frau und dieses - ich bin hilflos - strahlen meines Erachtens heutzutage immer weniger Frauen aus.

Also ich kenne keine einzige in meinem Umfeld, was diese Frauen leisten, tun und können find ich ganz klasse und Männer übrigens auch.

Sie sehen diese Frauen endlich als dass was sie sind, Partnerin auf Augenhöhe und nicht auf - ich rette dich-Niveau, aber warte bis ich meine Probleme erst mal geregelt kriege - so nach dem Motto.

Kein Mann kann diese Beschützerrolle auf Dauer durchhalten, irgendwann nervt es auch den stärksten Typen, auch der hat mal sensible Momente oder schwächelt und da muss die starke Schulter einer starken Frau auch mal herhalten können.

Ein devotes und niedliches Duzidu wird das nicht schaffen.

Natürlich kann und sollte man sich in Partnerschaften gegenseitig unterstützen, der eine kann etwas, was der andere nicht so gut kann und umgekehrt, man braucht sich gegenseitig, mit Beschützerinstinkt hat dies aber rein garnix zu tun, nur mit Gleichberechtigung.

Beschützen kann sich heute fast jede Frau von alleine, was sie braucht ist ein emotionaler und mentaler Unterstützer.

Ich sag: Beschützer ist out und manchen Mann wird es sogar erfreuen, er hat eine Last weniger am Hals.
 
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  • #21
Was will eine emanzipierte Frau mit einem spiessigen Cavaliere?
Da irrst du aber gewaltig. Nicht wenige Frauen verstehen unter Emanzipation nur diese Rosinen pickerei. Solange sie einen Vorteil hat ist diese Emanzipation gut. Aber wehe der Mann trägt nicht mehr die Einkaufstüten, schon findet sie die Emanzipation nicht mehr so Tool.

Der soll lieber erst einmal sehen, dass er sein Frauenbild in den Griff kriegt. Vor 150 Jahren vielleicht noch, aber heute... ??
Tja auch wieder so ein Emanzending. Frau wirft dem Mann ein aus ihrer Sicht veraltetes Frauenbild vor. Und verhält er sich so wie Frau es sich vorstellt, ist es auch wieder verkehrt.
Auch wenn es nicht in dein Frauenbild passt, aber ich verwöhne meine Frau gerne. Ich lasse ihr ab und an das Badewasser (Kleopatrabad) ein. Bringe ihr regelmäßig Blumen mit. Und gehe gerne mit ihr aus. Genauso verwöhnt sie mich. Das hat auch nichts mit der Moderne zu tun, sondern mit geben und nehmen. Vermutlich bist du bisher zu kurz gekommen und giftest deshalb hier rum.

Das was du als spießig bezeichnest, nennt der halbwegs gebildete Mitmensch "Umgangsformen".
Klar beschütze ich als Mann die Frau in einer Gefahrensituation. Das hat doch nichts mit veraltet oder so zu tun. Das selbe würde ich auch für einen Kumpel/anderen Mann tun. So was nennt man Zivilcourage. Leider kennen das heute zu wenige. Lieber schauen sie weg. "Was geht es mich an wenn dort jemand Tod geschlagen wird?" Und das sollen die besseren Menschen sein?

Vielleicht hat das ganze auch etwas mit der Erziehung und der Vermittlung von werten zu tun. Ich nehme auch der bekannten oder meiner Schwester die schweren Einkaufstüten ab. Auch helfe ich dem Kumpel beim Tragen. Ohne das mir ein Zacken aus der Krone fällt. Der ist doch ein Mann, der könnte das auch alleine.

Das ganze hat auch weniger mit Beschützerinstinkt zu tun, als das eintreten für einen vermeintlich schwächeren.

Und wenn es sich vermeintlich Klischeehaft anhört, aber die meisten Typen überlegen es sich dreimal ob sie eine Frau anpöbeln wenn sie in Begleitung eines Mannes ist. Könnte was auf die Nase geben.
 
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  • #22
Hallo? Eine Frau, die mich über meine Instinkte zu manipulieren versucht, kann mir gestohlen bleiben.

Instinkte funktionieren automatisch, das ist in uns drinnen. Und eine Frau versucht auch nicht absichtlich zu manipulieren. Deswegen sind es ja "Instinkte"!

Das ist sowas von gestern, dass ich fast lachen musste beim Lesen! Was will eine emanzipierte Frau mit einem spiessigen Cavaliere? Der soll lieber erst einmal sehen, dass er sein Frauenbild in den Griff kriegt. Vor 150 Jahren vielleicht noch, aber heute... ??

Wieso? Ich hätte gern so einen Kavalier.
Und wer sagt, dass alle Frauen euerem Bild einer emanzipierten Frau entsprechen müssen!? Jede Frau darf das doch bitte für sich selbst entscheiden, wie sie das handhabt, was sie will und was ihr gut tut.

Ich möchte die FS bitten da etwas nicht zu verwechseln:
Bitte verwechsle "beschützen" nicht damit jemandem Vorschriften zu machen, wild ein Schwert gegen Feinde zu schwingen oder umgekehrt vor lauter hilfloser Ängstlichkeit nichts auf die Reihe zu kriegen oder zumindest so zu tun. So mögen jene über das Thema denken, die zuviel Actionfilme im Kino ansehen.

Wer ein Beschützer ist, der wird besonders Achtsam mit (s)einer Frau umgehen. Eine Frau die das schätzt, wird sich mit so einem Mann wohlfühlen.
Das ist kein Duzidu oder Verstellung, das hat auch nichts mit devoter Haltung oder Schwäche zu tun. Wie bei allem geht es um Authentizität. Es ist ein Rücksicht-Nehmen und Acht-Geben, eine liebevolle Lebensart, die keinerlei Mühe bedeutet und den Beteiligten angenehm ist. Ja, es ist auch eine mentale und emotionale Stütze, die die Frau ja ebenso auch dem Mann bietet. Auch Frauen können beschützen. Man nennt das dann gern Mütterlichkeit ;-)
 
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  • #23
Was passieren kann, wenn man in so einer Situation einschreitet, sollte inzwischen jedem bewusst sein. Warum soll ein Mann für seine Partnerin sein Leben riskieren?

Weil er sie immer noch besser schützen kann als sie sich alleine. Ob man einschreiten muss, muss in der Situation abgewägt werden, es liegt in beiderlei Interesse, dass beide aus einem Angriff unverletzt herausgehen, insofern KANN heraushalten die besten Lösung sein. Aber einen Mann, der nur an sich denkt, und das Leben seiner Frau nicht schützt, den kann man knicken. Solche Beschützergefühle versteht wohl nur jemand, der weiß, was Liebe ist.

Abgesehen davon, muss man nicht gleich von Leben riskieren sprechen. Es gibt auch Männer, die schon davor scheuen, schlecht dazustehen, verbal angegriffen zu werden. Und das finde ich ganz einfach unmännlich. Ich engagiere mich selbst gelegentlich für andere, bin mutig, riskiere etwas, wie kann ich da als Frau einen Mann an meiner Seite haben, der mein Hascherl ist, aus Zucker. Das ist ausgeschlossen und auch sexuell nicht anziehend.
 
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  • #24
Ich (w) finde es gut, wenn ein Mann sich in gewissen Situationen schützend vor mich stellen würde. Allerdings habe ich eher die Ausstrahlung einer sog. starken Frau, wie mir schon oft von Männern und Frauen bestätigt wurde. Deshalb tendieren die Männer eher dazu, mich mein eigenes Ding machen zu lassen. Z. B. wurde ich in jüngeren Jahren 2-3x auf irgendwelchen Partys von fremden Männern belästigt, und meine Begleiter haben einfach nur zugesehen. Fand ich nicht so prickelnd.
 
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  • #25
Wenn ein Begleiter/Freund oder Ähnliches nur passiv dastehen und zusehen würde, wie ich von anderen Männern belästigt oder gar angegrabscht würde, wäre dieser Mann nicht länger mein Begleiter oder Freund.

Mit so jemandem könnte ich mich niemals sicher fühlen. Und ich würde so ein passives Verhalten auch als Beweis werten, dass ich ihm nicht allzuviel bedeute.

Ich finde es übrigens schade, wenn hier die - ich nenne es mal "sehr emanzipierten Frauen" so Dinge schreiben wie "Wer braucht denn heute schon einen Kavalier".

Ich hätte mich gefreut, wenn mir mal einer begegnet wäre. Leider hatte ich nicht das Glück. Vielleicht habe ich deshalb so eine Vorliebe für alte Spielfilme, wo Männer noch Männer sind, die Frauen beschützen und nebenbei auch noch Kavaliere sind.

Ich habe Vergleichbares nicht kennengelernt.

Die Männer, die noch Beschützerinstinkte entwickeln können, bitte ich, sich nicht durch einzelne Meinungen davon abbringen zu lassen.

Männer und Frauen sind nun mal verschieden. Jeder kann hier seine Meinung schreiben, aber es ist dann eben eine Einzelmeinung und trifft nicht auf alle zu.
 
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  • #26
Ich finde es übrigens schade, wenn hier die - ich nenne es mal "sehr emanzipierten Frauen" so Dinge schreiben wie "Wer braucht denn heute schon einen Kavalier".

Die Männer, die noch Beschützerinstinkte entwickeln können, bitte ich, sich nicht durch einzelne Meinungen davon abbringen zu lassen.

Männer und Frauen sind nun mal verschieden. Jeder kann hier seine Meinung schreiben, aber es ist dann eben eine Einzelmeinung und trifft nicht auf alle zu.

Es gibt sie (noch), diese Männer. Hier mitzulesen, dürfte sie freilich kaum in ihrem Verhalten bestärken. Es schreiben zu viele Frauen über zu viele viel zu egoistische Dinge - und manch eine möchte am liebsten "alles" (und das am besten gleich) - für sich selbst, versteht sich. Das ist dann eine Karikatur von "Emanzipation." Warum bleiben diese Frauen nicht einfach unter sich?

M
 
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  • #27
Wenn ein Begleiter/Freund oder Ähnliches nur passiv dastehen und zusehen würde, wie ich von anderen Männern belästigt oder gar angegrabscht würde, wäre dieser Mann nicht länger mein Begleiter oder Freund.

Sehe ich auch so. Da gehts ums Prinzip, weil der Mann sich offenbar weder generell für die Nöte anderer interessiert noch besonders zugetan ist. Hat auch was mit mangelnder Courage zu tun.

Unter "Beschützen" fällt für mich auch mir den Schirm anzubieten wenns regnet. Es ist eine Form der Höflichkeit, eines galanten Auftretens.
Man schaut einfach, dass es dem anderen gut geht - und das ist etwas, dass man sich von einem Partner doch wohl erwarten darf. Gilt für Männer und Frauen gleichermaßen.
 
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  • #28
Weil er sie immer noch besser schützen kann als sie sich alleine.

Aber es geht doch gerade darum, dass er sie nicht beschützen muss. Vielleicht kann er sich selbst durch Weglaufen retten und würde durch das Einschreiten sein eigenes Leben gefährden. So dramatisch kann es in Deutschland heute schnell werden. Für eine der heute üblichen "Lebensabschnittsgefährtinnen" lohnt es sich jedenfalls sicherlich nicht, solche Risiken einzugehen.
 
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  • #29
Und eine Frau versucht auch nicht absichtlich zu manipulieren. Deswegen sind es ja "Instinkte"!

Hm, das war aber doch genau die Ausgangsfrage:

Eine Frau muss oder sollte den Beschützerinstinkt des Mannes
wecken um sein Interesse gleichzeitig zu entfachen.

"Sein Interesse entfachen" heißt ja doch wohl, daß sie sich absichtlich in Situationen begibt, die beim Mann den Instinkt auslösen, sie beschützen zu wollen. Damit er ihr näher kommt, was ja das eigentliche Ziel ihrer Aktion ist.

Wenn ich merke, daß eine Frau so drauf ist, weckt das bei mir ganz andere Instikte, nämlich den Umdreh- und den Wegrenn-Instinkt. Weil die Natur nämlich beim Menschen den Verstand vor den Instinkt gesetzt hat. Und der Verstand fragt: ist die Frau wirklich in Not oder tut sie nur so?
 
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  • #30
... Der Mann sollte mir beispielsweise zur Seite stehen, wenn mich seine Mutter mies behandelt. Das ist jetzt so ein Klischee...aber irgendein Beispiel muss man ja nennen. Genauso würde ich in einem solchen oder ähnlichen Fall für meinen Mann einstehen und dafür sorgen, dass seine Wünsche und er selber in seiner Würde geschützt werden. Jeder kann ja mal in eine schwache Position kommen, zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder Unfall und einen Fürsprecher für sich brauchen (zB im Krankenhaus). Beschützen hat meines Erachtens nichts mit körperlicher Stärke zu tun.
...Seine eigenen Ängste und Ansichten zurück halten um die Lebensfreude des Anderen zu schützen...auch das macht Beschützertum für mich aus.
Mit dem Geschlecht hat das allerdings nichts zu tun.
Generell sollte Schutz nichts mit Bevormundung zu tun haben.
Und ich möchte in einem Mann lieber ein Gefühl von Achtung und Respekt als einen Beschützerinstinkt auslösen.
w,40
Wow, das ist doch mal eine reife Frau. Dazu auch noch der mittlere Absatz mit dem Zurückhalten von Ängsten und Ansichten zum Schutz der Lebensfreude zeugt von großer Reife, wie ich finde. Von diesem Absatz konnte sogar ich etwas lernen. Mir demgegenüber unverständlich, warum diese Art der Reife wenig Vorbild ist, wogegen so viele Frauen sich selbst für stark erklären, manche dabei gleichzeitig eine "starke Schulter" suchen und sich nicht stattdessen in Beziehungsgedanken einfinden. Ich empfehle, die Zeilen dieser Frau nicht zu überlesen und diese anstelle feministisch geprägter Modelle zum Vorbild zu nehmen.
 
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